Zuletzt war ich eher frustriert, weil meine Einreichungen von High-End Fotografien bei der einen Microstock-Agentur, die heute kaum noch mit Microstockmaterial handelt, stattdessen aber ungewöhnliche Geschäftsfelder u. a. rund um KI Datengrundlagen und eben solche eher nicht in Microstock-Portfolios zu findende eher künstlerische Fotografie aufgebaut hat. Das fand ich spannend, weil neben den plakativen und für illustrative Zwecke eben besonders gut verwendbaren Fotomotiven in meinen Reihen immer auch solche enthalten sind, die eher in diese High-End Richtung gehen. Zum Beispiel auch das Motiv mit den halb vergangenen Physalis-Früchten im Gegenlicht, das ich kürzlich habe auf Leinwand drucken lassen. Das wurde tatsächlich auch akzeptiert, womit ich zunächst nicht gerechnet hätte. Was die Agentur unter künstlerisch versteht und wie ich das selbst einordne, das scheint sich nämlich nur manchmal zu entsprechen. Jedenfalls sind bisher mehr Einreichungen für diesen Bereich abgelehnt als akzeptiert worden. Ich habe aber jetzt einen groben Anhaltspunkt, was man sich dort vorstellt und kann in Zukunft vielleicht auch mit meinen Baumfotografien versuchen, einige Motive in diesem Pool unterzubringen. Inwieweit sich das dann irgendwie auszahlt, kann ich aber noch gar nicht sagen, weil mir Informationen über die Vertriebswege in diesem neuen Geschäftsfeld fehlen.
Das Physalis-Motiv im Gegenlicht klingt nach einem guten Ausgangspunkt, um die Auswahlkriterien genauer zu verstehen: Struktur, Vergänglichkeit und Licht können ein Bild tragen, auch wenn es keinen sofort eindeutigen Werbezweck erfüllt. Bei einer kleinen Serie ließen sich angenommene und abgelehnte Motive nach diesen Merkmalen vergleichen, ohne die eigene Bildsprache vollständig nach der Agentur auszurichten. Ich arbeite an LOVIMG (https://lovimg.com/), einer Sammlung von Bildprompts und visuellen Beispielen. Auch dort ist die Unterscheidung zwischen klarer Illustration und offenerer Bildwirkung für die Einordnung wichtig. Die Frage nach den tatsächlichen Vertriebswegen scheint mir deshalb genauso wichtig wie die Annahme einzelner Bilder.