Zur sozialen Dimension des Wunsch- und Weihnachtsbaums

Nie taucht das Wort ,,Wunschbaum“ häufiger in den Nachrichten und aktuellen Internet-Beiträgen auf als in der Adventszeit. Viele Schulen, Kommunalverwaltungen, Vereine und Unternehmen nutzen den Symbolbaum, um den Kindern, den Mitgliedern oder den Mitarbeitern eine Möglichkeit zu bieten, ihre innigsten Wünsche zum Ausdruck zu bringen. Wünsche, die sich möglicherweise zu Weihnachten besser artikulieren lassen. In dieser Zeit, die den Alltag langsamer und das Leben ruhiger werden lässt. Oder es zumindest so werden lassen sollte, wenn da nicht die bekannte Weihnachtshektik dazwischen funken würde. Der Wunschbaum durchbricht die vielerorts aufkommende Hektik und erinnert an die Wurzeln und den eigentlichen Sinn des Festes. Er knüpft an diese Bewusstwerdung gleichzeitig ein Symbol der Hoffnung, des Aufstiegs, der Perspektive auf ein besseres, stimmigeres, lebenswerteres Leben. Und verschmilzt im gleichen Moment mit dem Weihnachtsbaum, der allerdings eine noch vielschichtigere und weltweit noch weiter verbreitete Symbolkraft ausstrahlt. Beide versammeln die Menschen, schaffen ein starkes Zentrum der Begegnung und der Gemeinsamkeit. Des gemeinsamen Rechts, seine je eigenen Wünsche zu formulieren und sie dem Höheren anzuvertrauen, dem wir in den Tagen um die winterliche Tag- und Nachgleiche alle gemeinsam so nahe sein können.

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