Versöhnliche Ablösung

Der Schulplatz ist jetzt fast vollständig gepflastert. Ein ziemlich kompliziertes Muster aus verschieden geformten und gefärbten Kunststeinen, aber durchaus durchdacht. Die Arbeiten daran waren so langwierig, dass man wohl von einer langen Haltbarkeit des Platzes ausgehen muss. Während der Platz sich in den vergangenen Wochen schrittweise mit Steinen füllte, hatte ich mich immer wieder gefragt, welche Bedeutung wohl die ausgesparten Karrees haben, die durch Randsteine abgetrennt sind. Jetzt ist es mir klar: Sie dienen als ,,Inseln“ für die Pflanzung neuer Bäume, das dürften wohl um die sechs Stellen sein, inmitten des Schulhofs. Das wird die Steinwüste erheblich aufwerten. Und mich ein Stück weit entschädigen für den Verlust der großen Birken, die ich seit meiner eigenen Schulzeit kannte und die ich bis zu ihrem gewaltsamen Ende erleben durfte. Die Wurzeln, welche einige Monate lang ihre blutenden Wunden in erschreckender Form offenbarten, wurden glücklicherweise schon früher entfernt. Rundherum, einschließlich des angrenzenden Bürgerplatzes, wurden zudem alle Grünflächen gründlich entrümpelt und zu meinem Bedauern viele dort groß gewordene Sträucher und Hecken einfach entfernt. Das soll wohl zu einem einheitlichen Gesamtbild beitragen, das sich aber dann erst in einigen Jahren einstellen wird. Nun gut, ich bin gespannt, welche Bäume die alten Birken ablösen werden. Und wie sich der Platz in einigen Jahren präsentiert. Gut daran ist jedenfalls, dass die Kinder später unter den Bäumen werden spielen können, während sie sich auf dem Schulplatz aufhalten. Die Bäume werden damit zu einem der Mittepunkte des Pausenlebens, Schatten spenden, und, so wie bei mir vor vielen Jahren, zu möglicherweise prägenden Beobachtungen im Wechsel der Jahreszeiten Anlass geben. Ich kann mir jedenfalls nicht vorstellen, dass dort Nadelbäume erscheinen. Es werden in jedem Fall Laubbäume sein. Hoffentlich welche, die schnell wachsen, und von denen ich bei meinen Spaziergängen noch möglichst viel haben werde.

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