Unachtsam

Jedes Mal, wenn ich an diesem Gartengrundstück vorbei komme, erschrecke ich. Seit schätzungsweise zwei Monaten liegen sämtliche Bäume und Sträucher des Gartens – mit einer Ausnahme – umgestürzt kreuz und quer übereinander. Seitdem hat der Besitzer, bei dem ich mich frage, was er sich wohl dabei gedacht hat, einen solchen Kahlschlag durchzuführen, keinen Finger mehr daran gerührt. Ein Bild der Verwüstung, das mich bestürzt, zeigt es doch, dass diesem Menschen offenbar gar nichts an seinen baumhaften Mitlebewesen liegt. So etwas wäre mir unvorstellbar, viel zu groß ist mein Respekt vor den Bäumen, ob sie nun im Wald stehen oder in unmittelbarer Nähe zu menschlichen Häusern leben. Selbst ein Kahlschlag im Forst offenbart größere Achtsamkeit, denn bei ihm waren professionelle Holzfäller am Werke, Menschen, die sich der Arbeit im Wald und an den Bäumen von Berufs wegen verschrieben haben. Hoffentlich kommt ihm bald ein Einsehen und mit dem Beginn des Frühlings erkennt auch er, dass der Beginn einer neuen Wachstumsperiode mit diesem Zeugnis einer Art Überforderung und Gedankenlosigkeit nicht vereinbar ist. Damit ich auch den letzten Teil meines Dorfrundwegs künftig wieder genießen kann.

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