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Mut machende Zukunftskommunikation

Das Wiener Neujahrskonzert ist immer ein echtes kulturelles Highlight am Neujahrstag. Vielleicht sieht man über den Fernseher sogar noch mehr, vor allem von hinter den Kulissen, als wenn man vor Ort wäre. Trotzdem bleibt das ein Wunsch, wohlwissend, dass es schwierig ist, an Karten zu kommen. Vielleicht sollte ich es in diesem Jahr einmal wieder versuchen und hoffen, ausgelost zu werden. Musik, vor allem in dieser stilvollen und technisch wie atmosphärisch so eindrucksvollen Form aufgeführt, ist schon etwas, das zum Beginn des Jahres positiv und hoffnungsvoll stimmen kann. Und auch sonst vernehme ich Signale und Meinungen, dass es sich lohnen könnte, einmal nicht nur das Katastrophendenken und diffuse Ängste zur ständigen Handlungskulisse aufrecht zu halten, sondern in positiver Form Stärken und Chancen in den Mittelpunkt zu rücken. Ich halte es für denkbar, dass Fortschritte in dieser Richtung möglich sind und uns 2019 Gelegenheiten und einen Ruck dazu verleiht. Die Verbundenheit mit den natürlichen Grundlagen ist dafür sicher ein guter Hintergrund. Vielleicht kann mit der Fortsetzung des Baumtagebuchs einen winzig kleinen Beitrag zu einer Mut machenden Zukunftskommunikation leisten.

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Geschichte und Sterben der Bienen

Eigentlich wundert es mich nicht, dass „Die Geschichte der Bienen“ der norwegischen Autorin Maja Lunde schon seit längerem auf der Bestsellerliste steht. Heute konnte ich es erst zu Ende lesen und bin sehr beeindruckt, mit wie einfachen Mitteln ein großes, die Menschen offenbar bewegendes Thema in literarische Formen gegossen wurde. Eine Geschichte, die an drei Standorten in Europa, Amerika und China spielt und damit sehr anschaulich die historische und internationale Dimension des Problems deutlich macht. Die faktischen Hintergründe und möglichen Erklärungen für das Bienensterben sind alle darin berücksichtigt, man sieht, wie gründlich die Autorin recherchiert hat. Durch die quasi historische Betrachtung erhält das an sich schon dramatische Thema aber zusätzliche Plastizität. Am eindrücklichsten für mich ist es, die Erfahrungen tatsächlich widergespiegelt zu sehen, die wir schon seit einigen Jahren in schmerzlichen Formen gemacht haben, z. B. dass zum sonst üblichen Wintersterben eben das Sterben ganzer Völker schon am Ende der Saison, also noch im Sommer, hinzugekommen ist, was auf ein grundsätzliches und nicht mehr zu leugnendes ökologisches Problem verweist, das nur mit der industriellen Landwirtschaft, Pestizideinsatz und schrumpfender Pflanzendiversizität zu tun haben kann. Für mich ist das heute schon eine Tatsache. Und was der in der Gegenwart angesiedelte amerikanische Protagonist des Romans erlebt, haben wir eben im kleinen Rahmen selbst mehrfach mitverfolgt. Mit allen Auswirkungen, die das für den Obstertrag, die Honigernte und die Motivation des Imkers hat. Wie aus all dem der Wohlstand und die Gesundheit der gesamten Menschheit von einer Lösung abhängen kann, das wird in dem Roman ebenso erschütternd wie Hoffnung machend aufgezeigt.

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