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Tief im Menschsein verwurzelt

Rechtzeitig zum Wochenende kam doch wieder ein Auftrag für Holzarbeiten. Mir scheint, dass das dem Freizeitrhythmus der Menschen entspricht. Und es ist auch kein Wunder, ist Symbolisches für viele doch eher etwas, dem man sich widmet, wenn alles andere abgearbeitet und bewältigt worden ist. Eine Art Luxus, für viele, wie gesagt. Ich selbst kann mir den Alltag ohne diesen Blick aufs Symbolische, in der Kommunikation vor allem, eigentlich nicht vorstellen. Meine eigenen Äußerungen sind stark vom Symbolischen geprägt und kitzeln nicht selten auch auf Symbole bezogene Äußerungen bei anderen hervor. Eine Art Spiel, und für mich sehr schön, wenn sich andere darauf einlassen und ebenfalls Freude daran haben. Das ist es nämlich, worum es bei meinen Baumprojekten eigentlich geht. Die Bäume sind in erster Linie Symbole für etwas, das tief in unserem Menschsein verwurzelt ist.

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Die Motivation des Zeitlosen

Es ist gerade das Zeitlose und so gar keiner Mode Unterworfene, was ich an der Auseinandersetzung mit den Bäumen, ihrer Symbolik und Ästhetik so schätze. Deshalb freut es mich besonders, wenn „alte“ Bekannte oder Auftraggeber manchmal nach Jahren wieder Kontakt aufnehmen und mir von zurückliegenden Erlebnissen und Einschätzungen erzählen. Das zeigt mir, bei rein inhaltlichen Themen wie auch bei den Erzeugnissen der Wunschbaum-Manufaktur, dass diese Dinge die Gemüter und Seelen bewegen und tatsächlich Wirkungen hinterlassen. Eine schönere Motivation, die Projekte weiterzuverfolgen und möglichst zu optimieren, kann ich mir nicht vorstellen.

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Die Stärke zeitloser Themen

Es ist schön, dass auch in den Tagen vor Fastnacht noch Anfragen auf mich zukommen, die sich mit der Symbolik und Energie der Bäume befassen. Das ist nicht selbstverständlich, lieben die Menschen doch erfahrungsgemäß jede Form der Ablenkung, wozu gerade die Fastnachtstage einladen. Aber es ist eben die Stärke zeitloser Themen, dass sie für die, die eine grundsätzliche Affinität besitzen, eben auch in äußerlich abgelenkten Umfeldern eine Rolle spielen können. Wenn Anfragen in solchen Zeiten kommen, freut mich das besonders, weil es den Kern dessen, worum es eigentlich bei den Wunschbaum-Projekten geht, in deutlicher Weise hervortreten lässt.

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Paradoxe Vorweihnachtswahrnehmung

Die letzten beiden Wochen vor Weihnachten ähneln sich über die Jahre hinweg. Die Zeitwahrnehmung erhält dann eine unwahrscheinliche Anmutung, tendiert in Richtung des Eindrucks von Zeitlosigkeit. Gleichzeitig, das ist das Kuriose, ist man extrem damit beschäftigt, die laufenden Projekte abzuschließen, Dinge auf eine stabile Basis zu stellen, auf der man im neuen Jahr aufbauen kann, gewisse Schlussstriche zu ziehen, immer mit dem Gefühl, die Zeit reiche nicht mehr aus, alles noch bis zum 31. Dezember zu schaffen. Und dann ist da noch der korrespondierende Eindruck, dass es doch gerade jetzt angebracht wäre, sich Zeit zu lassen, die Annäherung an den Wendepunkt des Sonnenjahres zu nutzen, um einmal Innenschau zu halten, die Dinge gerade nicht in der üblichen Alltagskurzsichtigkeit zu betrachten. Ein Paradox, das eigentlich jeder wahrnimmt und dem man sich doch nicht entziehen zu können scheint. Ein Ereignis wird dieses Paradox aber für mich am Wochenende aufheben: Der Weihnachtsbaum wird am Sonntag, dem 3. Advent aufgestellt und geschmückt. Dann haben wir das stärkste Symbol, um die zeitlose Weihnacht als solche zu erkennen.

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Wieder klarer sehen

Dieses Insistieren auf der Vorstellung einer boomenden Wirtschaft in Deutschland passt so gar nicht zu der Stimmung, die in der Gesellschaft erkennbar ist. Tatsächlich wirken die Mensch auf mich sehr unruhig und eher ängstlich. Ein krasser Kontrast zu dem, was als öffentliche Meinung medial verbreitet wird. In solchen Zeiten und bei diesen Widersprüchen scheint es umso wichtiger, sich auf das eigene Urteilsvermögen und die Kreativität auch in Bezug auf die Gestaltung des eigenen Lebenswegs zu besinnen. Einmal mehr den Kontakt zur Basis suchen, Natur statt Kultur, Beobachtung statt Rezeption konstruierter Formen. Dann kann vieles anders aussehen und sich wieder anders und vor allem zum eigenen Leben passend darstellen. Ich sehe es als eine der wichtigsten Leistungen des Themas „Bäume“ an, diese Erdung zu befördern, wenn man sich auf das Thema einlässt und seiner Zeitlosigkeit gewissermaßen anstecken lässt. Das Allgemeingültige im Blick kann man dann auch das Spezielle und Zeitgebundene wieder klarer sehen.

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Arbeiten an der Kontinuität der Zeitlosigkeit

Die Hintergrundarbeit zu den Wunschbaumprojekten habe ich in den letzten Tagen noch einmal fortgeführt. Das ist von Zeit zu Zeit notwendig, weil sich auch in der Logik der Suchmaschinen und überhaupt in den Kriterien, nach denen Maschinen Attraktivität bewerten, immer wieder etwas ändert. Solche Revisionen haben auch den Vorteil, dass man Fehler beseitigen kann. Denn tatsächlich können sich auch nach Jahren noch bis dahin nicht bemerkte Fehler finden lassen. Auch inhaltlich versuche ich die einzelnen Projekte aktuell zu halten und neue Akzente zu setzen bzw. Vorhandenes unter aktueller Sicht einzuordnen. Und ich bin zuversichtlich, dass es auf diese Weise gelingen kann, den eigentlichen Kern, das Zeitlose der Thematik, als solchen im Vordergrund zu halten.

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