Schlagwortarchiv: Winter

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Erste Gartentipps

Der merkwürdige Winter ist immer noch Thema in den alltäglichen Gesprächen wie auch in den Medien. Und immer noch hinterlässt dieser Umstand eine große Ratlosigkeit, die lähmend wirkt und einfach nur hoffen lässt, dass es sich mit dem Winter bald erledigt hat. Schon werden die ersten Experten interviewt und nach Rat zu Baumschnitttechniken und Zuchtoptimierungen bei Pflanzen gefragt. Ein Zeichen, dass man den Frühling bereits im Gefühl hat, auch wenn er außen noch nicht sichtbar geworden ist. Ich freue mich sehr auf die ersten wirklich sonnenreichen Tage, die mir das Fotografieren bei natürlichem Licht wieder möglich macht und das Einfangen von jahreszeitlichen Baumimpressionen und für Gestalter gut verwendbaren Oberflächenstrukturen und Materialtexturen. Letztere scheinen sich zu meinen erfolgreicheren Motivfeldern zu entwickeln, in denen es mir immer wieder gelingt, Fotos mit wirklichem Seltenheitswert, u. a. zum Thema Recycling-Plastik zu

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Schon fast wie Frühling

Die frühlingshafte Anmutung und die Lust, durch die Landschaft zu streifen, haben sich heute fortgesetzt. Das ist ein Vorgeschmack auf den Frühling, fühlt sich schon fast so an, auch die Baumlandschaft sich eher grau zeigt und ich nicht bedauern musste, den Fotoapparat nicht mitgenommen zu haben. Kaum Akzente oder motivisch interessante Details konnte man ausfindig machen. Aber der Spaziergang allein machte Freude, bei der milden Temperatur und dem Licht. Die Menschen könnten jetzt schon auf Winter verzichten und bewegen sich vermehrte draußen. Dann könnte es jetzt auch tatsächlich in diese Richtung gehen.

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Der erste Rückschnitt dieses Winters

Den Zierkirschbaum zurückzuschneiden, insbesondere den über den Zaun zum Nachbarn ragenden Ast, war das vornehmliche Ziel unseres Besuchs bei J. und W. Genau zum richtigen Zeitpunkt, würde ich sagen, denn solche Arbeiten bekommen den Bäumen im Winter am besten, wenn die Säfte noch zum größeren Teil in den Wurzelbereich zurückgezogen sind. Und außerdem war das Wetter auch wunderbar für Gartenarbeit dieser Art, mit fast frühlingshafter Temperatur bis in den späten Nachmittag und viel wärmendem Sonnenlicht. Letztlich war es etwas unkomplizierter als gedacht, wenn auch nicht weniger zeitaufwändig. Auf Ws Wunsch hin habe danach noch die senkrecht nach oben schießenden Triebe des Apfelbaums mit der langen Astschere gekappt, was vom Boden aus sehr gut funktioniert, viel besser als von der Leier aus, die man zudem ständig umstellen und sich dabei verrenken muss. Eine wirklich gute Erfindung, diese ausziehbaren Astscheren mit Seilzug. Auch unser übrigen Equipment war nützlich und unbedingt erforderlich, darunter die mechanische Zieh-Astsäge mit dem ebenfalls ausziehbaren Stiel, mit der wir die mitteldicken Astabschnitte abgesägt haben, und die elektische Akku-Kettensäge, deren Power gerade ausreichte, um die richtig starken Teile des Asts in Richtung des Stamms abzutrennen. Das war dann mühelos. Die größte Schnittstelle haben wir mit Baumbalsam eingepinselt, so dass der Baum keine Schäden von dem Rückschnitt zurückbleiben dürfte. Nun ist der Nachbar sicherlich zufrieden, und die Bäume sind über den Sommer und für die nächsten paar Jahre besser zu pflegen. Ein gelungener Arbeitseinsatz, den wir bei Kaffee und leckeren „Faasendskischelchern“ haben ausklingen lassen.

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Eindrückliche Verwirrungen des Klimawandels

Ein Tag, an dem ich viel unterwegs war, entgegen der Routine, und diese unwirkliche Winterwitterung von ihrer besonders wechselhaften Seite kennengelernt habe. Mit Windböen, gleißendem Sonnenschein, gefolgt von schwarzen Wolken und Regenschauern. Frühlingshafte Wärme, gefolgt von zeitweisen Anflügen von Frost. Da konzentriert man sich automatisch auf das Naheliegende und nimmt die Landschaft, durch die man sich bewegt, kaum wahr. Es ist ein Winter, in dem die Bäume noch unsichtbarer scheinen als in durchschnittlichen Wintermonaten. Auch weil es keinen Schnee mehr gibt, der sich auf Baumkronen senkt und die Winterbäume dadurch sichtbar macht. Weil es tagsüber keinen Frost mehr gibt, der lange genug anhält, dass sich Eiskristalle auf die Winterknospen legen und die Baumlandschaft bei schönem Wetter eine glitzernde Gestalt annimmt. Es geht uns vieles verloren durch diese Klimawandel genannten Veränderungen. Schwer zu sagen, wie man sich auf so etwas einstellen soll.

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Winterthemen des kollektiven Gedächtnisses

Vielleicht ist es der schmuddelige Nicht-Winter, der das Gespräch immer wieder auf das Thema lenkt. Jedenfalls war es auch heute beim Besuch des Nachbarn wieder passend, die Geschehnisse rund um das Ende des zweiten Weltkriegs und die Verbrechen des damaligen Regimes zum Thema zu machen. Auch wenn es um eine Zeit geht, in dem die älteren der Gesprächspartner gerade erst wenige Jahre auf der Welt waren und insofern die Geschehnisse bewusst nicht erinnern. Eine Nähe zu den Lebensläufen der Vorfahren aber kommt dann eben doch zum Vorschein, und auch das Gefühl, dass ein Gespräch 75 Jahre danach seinen Wert nicht verloren hat, im Gegenteil vielleicht notwendiger und sinnvoller in diesen Tagen ist, wo selbst in Europa sich gesellschaftliche und politische Entwicklungen zeigen, die an lange Vergangenes Denken und Handeln erinnern. Es sind diese fröstelnd machenden Gespräche, die unseren Winter kennzeichnen, menschengemachte Bausteine des kollektiven Gedächtnisses, die den natürlichen Winter überlagern und uns innerlich beanspruchen, während sich die Bäume in ihr erdverwurzeltes Dasein zurückgezogen haben und den neuen Wachstumszyklus vorbereiten.

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Kalenderillusionen

Schmuddelwetter, das kein Ende mehr zu nehmen scheint. Da bin ich froh, dass zumindest unsere diversen Monats- und Wochenkalender eine Abwechslung bringen. So auch mein großer Baumkalender, den ich heute umblättern durfte. Der zeigt einen schneebedeckten Winterwald, ein Szenario, das uns schon fast ungewohnt scheint und an das in Wirklichkeit zu erleben wir für diesen Winter kaum noch hoffen dürfen. So freue ich mich auf die kontemplativen Vorzüge scheußlichen Wetters, und darauf, dass dann immerhin Zeit bleibt für lange Liegengebliebenes, von denen sonst allzu viel ablenkt

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Für ein Ende dieses Winters

Da geht ein seltsamer Januar zu Ende. Sowohl die untypische Witterung betreffend, die das Verschwinden und Verwässern der Jahreszeiten exemplarisch zu bestätigen schien. Aber auch als Start ins Jahr habe ich schon motivierendere und hoffnungsfrohere Jahresanfänge erlebt. So richtig scheint sich seit Weihnachten in den Gemütern noch nichts bewegt zu haben, und die Verunsicherung ist allgegenwärtig. Bei so viel Abweichung vom Erwartbaren, wäre mir der Winter jetzt schon genug, und das Frühjahr könnte vorgezogen werden. Auch wenn es keine Holzofensaison für uns geben sollte. Dann sehe ich lieber den ersten hellen Tagen, dem ersten Baumgrün, den ersten auf der Fensterbank vorgezogenen Gartenpflanzen entgegen.

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Wider kulturtypische Erwartungen

Meine Baumkalender vermitteln mir derzeit den romantischsten Eindruck einer winterlichen Baumlandschaft. Idealvorstellungen von Bäumen im Winter, wie wir sie früher einmal kannten. Nur dass wir solches seit Jahren nicht mehr beobachten, stattdessen die Winter immer wärmer und unberechenbarer, immer nasser und untypischer werden. so beklagt sich V. über jetzt schon hohe Ölheizungskosten, während es die Außentemperaturen kaum zulassen, den intensive Wärme verströmenden Holzbrandofen anzufeuern. Welch verrückte Verhältnisse, an die wir uns kaum gewöhnen möchten, auch wenn sie fast schon regelmäßig geworden sind. Es wird nicht einfach sein, das richtige Verhältnis zu diesen konkreten Auswirkungen des Klimawandels zu finden, ohne an kulturtypischen Erwartungen festzuhalten.

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Ein Argument gegen das Verschwinden der Jahreszeiten

Eigentlich hatte V. vorgehabt, heute den Holzofenofen endlich und zum ersten Mal für diesen Winter anzufeuern. Aber dazu ist es dann doch nicht gekommen, wohl weil die Temperatur über Nacht wieder angestiegen war. Sehr regnerisch, aber nicht sehr kalt, ist es jetzt. Und eigentlich könnten wir die Holzofenwärme trotzdem gut vertragen. So hoffe ich auf eine erneute Abkühlung und wieder sonnigeres Winterwetter. Denn das ist eine gute Konstellation für den Ofen, dann zieht er auch am besten. So scheint der Winter doch noch einige Spuren seines eigentlichen Charakters auch in dieser Saison zu entfalten. Und wir werden eine Argument mehr erhalten, das Verschwinden der Jahreszeiten nicht für ein Naturgesetz zu halten. Lieber noch als das Heizen mit dem Holz ehemaliger Fichten und Obstbäume ist mir aber ein möglichst frühzeitiger Frühling, der die Bäume wieder lebendig werden lässt, uns Grün und Licht bringt.

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Sich von innen nach außen wenden

Die Projektarbeit und das technische Arbeiten an Bildern und Grafiken scheint endlos in diesen Tagen. Und doch zeichnet sich der Abschluss einer Reihe von länger verfolgten Arbeiten ab. Das macht den Kopf wieder frei für Liegengebliebenes, und hoffentlich bald wieder für die Baum- und Landschaftsfotografie, für die Aktualisierung der Wunschbaum-Websites und einige kommunikative Innovationen bei der Veröffentlichung. Auch wenn man sich bei solch halbherzigem Winterwetter weniger gut vorstellen kann, dass das Licht, das Grün und das neue Aufleben im Frühling bald schon wieder im thematischen Mittelpunkt stehen kann. Die Menschen sind derzeit noch stark vom Außen beeinflusst, was sich in ihre Glieder, Gedanken und Motivationen eingeschlichen hat. Das muss zunächst wieder abgestreift und durch stärker von innen nach außen Gerichtetes ersetzt werden.

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Klimawandel und veränderte Wahrnehmungen

V. hat heute zum ersten Mal ernsthaft vom Holzofen gesprochen. Weil es in den letzten Tagen über Nacht unter die Nullgrad-Marke ging. Da denkt man schon eher an Winter. Mir wäre es ganz recht. Irgendwie fehlt ohne den Ofen etwas und die Jahreszeit ist noch schlechter als solche identifizierbar. Wenn da die Erkältungen nicht wären, würde man möglicherweise gar nicht mehr an die Jahreszeit denken. Symptomatisch ist auch die Arbeitspause der Wunschbaum-Manufaktur. In richtig langanhaltenden, grimmigen und ungemütlichen Wintern sah das ganz anders aus. In diesen Situationen ist das Bedürfnis nach Grün und der symbolischen Lebenskraft der Bäume besonders ausgeprägt gewesen. Aber Klimawandel und wie er sich bei uns mittlerweile regelmäßig auswirkt macht solche Erfahrungen zunehmend unwahrscheinlich. Damit verschieben sich auch gewisse Bedürfnislagen. Es wird eine der Herausforderungen in der Weiterentwicklung der Wunschbaum-Projekte sein, diese Veränderung zu berücksichtigen und den eigenen Kommentar inhaltlich erkennbar zu machen. Da bin ich selbst gespannt.

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Gibt es eine Holzofensaison?

Bei Temperaturen, die endlich einmal winterlich zu nennen sind, habe ich durchaus noch Hoffnung, dass die Holzofensaison nicht ganz abgesagt ist. V. und M. scheinen derzeit noch keine Tendenz zu haben, aber es ist nicht ausgeschlossen, dass der Februar noch sehr kalte Tage bringt. Und dann könnten wir unser gut abgelagertes Fichtenholz nutzen, und die länger anhaltenden Obstbaumabschnitte. Für wohlige Holzofenwärme, die ich in dieser erkältungsgeplagten Zeit vermisse.

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Trügerischer Frühlingswinter

Die meisten Menschen sind wohl von der frühlingshaften Anmutung dieser Tage überrascht und darüber angenehm erfreut. Das erwartet man nicht in der Mitte des Winters. Und tatsächlich waren in den vergangenen Tagen, insbesondere gestern und heute, die Temperaturen ungewöhnlich hoch für die Jahreszeit. Und gleichzeitig gab es tatsächlich reichlich Sonne. Das lässt einen sogleich auf einen zeitigen Frühling hoffen und weckt gleich wieder die Lust, den Radius weiter auszudehnen. Auch das ist eine für die Jahreszeit eher untypische Entwicklung. Für einmal begonnene Projekte ist solche Einstellung eher hinderlich, da die Menschen bei solchen witterungsbedingten Ausreißern eher unsichtbar und unhörbar werden, wie wenn es aktuell eben anderes oder besseres zu tun gäbe. Aber für die allgemeine Stimmungslage ist es auch ein Gewinn. Die Bäume lassen sich natürlich von so kurzzeitigen Hochs noch nicht beeinflussen. Deshalb kann man auch noch keine wirklichen Anzeichen eines Pflanzenfrühlings erkennen. Die Pflanzen sind eben generell vorsichtig, trauen dem schönen Wetter noch nicht. Auf Grund ihrer angeborenen Weisheit in solchen Fragen, kann man ihnen auch meist vertrauen. So warte ich auf die ersten Anzeichen eines wirklichen Frühlings, der wohl noch auf sich warten lässt. Vielleicht erleben wir ihn ja in diesem Jahr früher und uns ist anschließend eine lange Periode lichten und warmen Wetters vergönnt.

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Winterliche vs. sommerliche Orientierung in der Holzarbeit

Die Holzarbeit am späten Nachmittag hat sich zu dieser Jahreszeit zu einem lieb gewonnenen Ritual entwickelt. Das ist Arbeit vollständig bei künstlichem Licht. Und obwohl ich immer darauf hinweise, dass für die Holzarbeit das Sonnenlicht wichtig ist, wegen der Nähe zum Material und seiner Herkunft aus den lebenden Bäumen, so ist das in den Wintermonaten doch umgekehrt. Fast mehr Innerlichkeit und Nähe zur Energie und Ausstrahlung der jeweiligen Baumart ist während dieser abgeschiedenen Werkstattstunden im Keller unter Halogenlicht möglich. Dann richtet sich die ganze Aufmerksamkeit auf das Werkstück und zudem ins eigene Innere, während die Freiluftsaison den Gedankenradius und die Wahrnehmung eher ausweitet und sich mit zunehmender Wärme und natürlichen Helligkeit ausweitet.

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Gesichertes Baum-Weihnachtspräsent

Vater, Mutter und Kind werden sich vor Weihnachten über ein gemeinsames Geschenk freuen können, das von der Symbolik und Energie der Bäume lebt. Das Armband-Set konnte ich heute fertigstellen, so dass das Feiertagspräsent gesichert ist. Ganz interessant ist diese Arbeit gerade in der Jahreszeit, die von Kälte, früher Dunkelheit und Unbeständigkeit geprägt ist. Glücklicherweise wechselt das auch einmal mit sonnenreichen Phasen ab, wie wir es heute erleben durften. Das ist dann erlebbares Winterwetter, das den Winter von seiner reizvolleren Seite zeigt. Wäre schön, wenn wir solches an den Feiertagen erleben dürften. Bis dahin sind es aber noch gut drei Wochen, so dass eine Prognose unmöglich scheint. Ich hoffe, dass die Fäden bis Weihnachten, wie man sich das so wünscht, möglichst gleichzeitig zusammenlaufen und nicht allzu viele unabgeschlossene Überhänge bleiben.

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Hilfe beim Einstimmen auf den Winter

Eine schöne Mischung zwischen Projektarbeit, die eher von technischem Denken dominiert ist, und dem handwerklichen Arbeiten mit Holz konnte ich heute wieder realisieren. Schön, dass ich in der Form in den kommenden Tagen weitermachen kann, denn das passt für mich gut in die Jahreszeit, weil es dem Unwirtlichen da draußen etwas symbolhaft Erdverbundenes entgegensetzt. So sind auch und gerade an regennassen Kältetagen wie diesen für mich die Bäume und ihre Energie immer präsent und erleichtern mir auch die Anpassung und das Einstimmen auf den Winter.

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Beschleunigte innere Zeit

Die Zeit fliegt in diesen Novembertagen noch schneller als sonst. Es ist eine Beschleunigung im Laufe des Lebens, mit zunehmendem Alter festzustellen. Aber auch eine Beschleunigung in Abhängigkeit von der Jahreszeit. So sind diese mit Arbeit dicht angefüllten Herbsttage sehr kurz. Nicht nur wegen des schwindenden Lichts und der Annäherung an die Wintersonnenwende. Auch weil die „innere Zeit“ in dieser Phase des Jahres anders, eben schneller vergehend wahrgenommen wird. Gut für das jahreszeitliche Empfinden und dem Verschwinden der Jahreszeiten entgegenwirkend, aber auch das Gefühl verstärkend, bis zum Jahresende alles Mögliche zum Abschluss bringen zu müssen und dabei Gefahr zu laufen, den Überblick zu verlieren.

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Zyklischer Wechsel bei der Holzarbeit

Nun werde ich auch bei ungemütlichem Wetter wieder zumindest die ersten Arbeitsschritte meiner aktuellen Holzarbeit in der Werkstatt draußen realisieren müssen. Immerhin geht’s danach wieder ins Warme. Denn ich denke nicht, dass es jetzt noch möglich sein wird, viele Stunden im Freien zu arbeiten, zumal der Großteil im Sitzen erledigt wird und das sehr schnell unangenehm werden kann. Dieses abgeschlossene, glockenhafte Arbeiten im Kellerateilier hat durchaus auch etwas für sich. Natürlich ist es etwas ganz Anderes als während des Sommers im Garten, mit Kontakt zu den Pflanzen und bei natürlichem Licht. Aber jetzt kann die Aufmerksamkeit wieder ganz in das Material und seine Symbolik, auch auf die Auftraggeber und ihre Motive gelenkt werden. Eine Verschiebung der Aufmerksamkeit, die dieser Arbeit einen veränderten Schwerpunkt verleiht. Das finde ich gut, um über die Jahre nicht in lähmende Routine zu verfallen. Das zyklische Abwechseln ist da hilfreich.

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Baumarkt, Chilis, Schlehen und ein Abschied von der Gartensaison

Das war wieder ein vollständig der Handarbeit gewidmeter Arbeitssamstag. Der letzte Arbeitsschritt für das aktuelle Armband war am Vormittag in der dafür durchschnittlichen Zeit abgeschlossen. Danach musste ich noch Verschiedenes für meine Trockenblumenarrangements und für den Garten besorgen. Und anschließend wartete der Teller voller reifer Chilischoten darauf, entkernt und für die Lufttrocknung kleingeschnitten zu werden. Eine ungewöhnlich langwierige Arbeit, was mir eine Vorstellung davon verschafft, was noch alles nachkommt, bis die unzähligen noch nicht ganz reifen Schoten der drei Pflanzkübel alle abgeerntet sein werden. Sehr am Herzen lag es mir, heute noch die Schlehensträucher in der Nähe zu besuchen. Es war klar, dass nach dem Dauerregen und der Kälte viele Früchte nicht mehr in der besten Verfassung sein würden bzw. viele auch schon von den Vögeln gefressen sein würden. Andererseits macht es keinen Sinn, sie zu früh zu ernten. Sie sollten eben doch das typische wildfruchtige Aroma ausgebildet haben. Und das ist eben erst im späteren Herbst zu erwarten. Für die geringere Menge, die ich mir zum Pflücken dieses Mal vorgenommen hatte, war es jedenfalls der richtige Zeitpunkt. In verwendbarer Qualität konnte ich in einer Stunde Pflückzeit genügend Schlehen sammeln, um den Vorrat an leckerem Schlehenlikör später aufstocken zu können. Das reicht dann auch erst einmal. Zum Abschluss dieses Arbeitstages haben wir dann noch, etwas früher als sonst, die Sitzgarnituren im Garten winterfest gemacht, Poster abgeräumt und trocken verstaut, bis sie im Frühjahr wieder hervorgeholt werden. Und außerdem gibt’s ja noch jede Menge anderer Dinge, die den Winter über nicht im Garten bleiben sollen, Dünger, Spezialerde, Pflanzenschutzmittel, bestimmte Pflanzstützen u. ä. Auch dafür war der Zeitpunkt jetzt gekommen, da wir nicht mehr damit rechnen, für dieses Jahr noch einmal draußen sitzen zu können. Nur der Garten selbst wird noch einige Arbeit machen, denn darin ist noch lange nicht alles für die kalten Monate vorbereitet.

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Den Garten auf den Winter vorbereiten

Die verblühten Sonnenblumen habe ich diesmal zur gleichen Zeit wie im Vorjahr entfernt. Das ist schon notwendig und bei der jetzt feuchten Erde auch leicht zu machen, damit die teils voluminösen Wurzelstöcke nicht über den Winter in der Erde verbleiben. Es ist besser, wenn die ohnehin noch verbleibenden feinen Wurzelfasern und Blattreste im Winter Gelegenheit haben, sich mit der übrigen Gartenerde zu vermischen, um im Frühjahr wie natürlicher Dünger zu wirken. Auch muss ich dann nicht immer so viel neue Erde auffüllen. Die Rizinusstauden lasse ich noch einige Wochen. Irgendwann im November, wenn deren Blätter den anhaltenden Nachfrösten endgültig zum Opfer gefallen sind, werden auch sie entwurzelt. Aber derzeit sind sie noch zu schön und vollständig grün. Nur die Samen werden ich jetzt nicht mehr entnehmen können, da bei der vielen Feuchtigkeit die Kapseln nicht mehr austrocknen. Das aber ist die Grundvoraussetzung für später brauchbare Wunderbaumsamen.

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Überschaubare Symbolarbeit

Ein einzelnes Produkt wird Ergebnis meiner Holzarbeit in dieser Woche sein. Wie schon in vielen Wochen zuvor. Das ist ungewöhnlich, aber zurzeit auch sehr erholsam, da so die Arbeit überschaubar bleibt und sich nicht in unzähligen und unvermeidlich auch ermüdenden Wiederholungen derselben Arbeitsschritte verliert. Deshalb freue ich mich auf diese so lieb gewonnene Tätigkeit zum Ende der Gartensaison. Wahrscheinlich wird es die letzte Gelegenheit in diesem Jahr sein, meinen Atelierplatz im Freien zu beziehen. Ab nächster Woche zeihe ich dann in das Kelleratelier um.

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