Baumsymbol, Winterbaum und Frühlingsbaum

Eine Auswahl aus meinem jüngsten Spätwinter-Landschaftsshooting habe ich inzwischen durchgesehen, entwickelt und optimiert. Vorhin habe ich diese und einige weitere auch in meinen Microstock-Portfolios eingereicht. Es sind ganz verschiedene Bildmotive, die natürlich alle etwas mit Bäumen zu tun haben. Das erste ist nur auf den ersten Blick die Nahaufnahme einer Holzlattenstruktur. Tatsächlich handelt es sich um das Detail einer Sichtbetonwand, die in eine Holzverschalung aus vertikal verleimten Latten gegossen wurde. Man sieht hier noch ganz genau die Sägespuren vom Gatter des Sägewerks, die Nagelköpfe und natürlich die Zeichnung des Holzes sowie die Astknoten. Da die Wand nach den zehn Jahren, die sie jetzt schon der Witterung ausgesetzt ist, eine bräunliche Patina angenommen hat, macht sie umso verwechselbarer mit einer Holstruktur, von der sie tatsächlich nur den Negativ-Abdruck darstellt:

Sichtbetonwand mit Holzabdruck-Oberflächenstruktur - Nahaufnahme

Deutlich lebendiger wird’s bei den spätwinterlich noch kahlen Ästen, die mit im Sonnenlicht leuchtenden Gelbflechten überzogen sind. Eigentlich das ganze Jahr über, aber im Winter, bei kahlen Ästen, sind sie eben besonders gut sichtbar und sorgen für in dieser Zeit so seltene Farbakzente in der Baumlandschaft:

Spätwinterliche Zweige mit leuchtenden Gelbflechten

Und dann gibt’s eben jetzt schon die ersten echten Lebenszeichen des Form der halb aufgefalteten Blätter des Weißdorns:

Frühes Weißdorngrün - junge Blätter des Weißdorns im Spätwinter - Nahaufnahme

Die kommen beim Weißdorn ja lange vor der Blüte, während es sich beim Schlehdorn umgekehrt verhält. Das kann man schon die winzigen Blütenknospen erkennen, die aber noch geschlossen sind und demnächst wohl dieses irre Schlehweiß über die Sträucher legen werden.

Noch kein Frühling in Sicht

Wirklich besonders oder aufbauend schien uns dieser Einundzwanzigste nun nicht gerade zu sein. Wie schon so häufig in den letzten Jahren. Immerhin ist die Temperatur in unserer Region angestiegen, bei gleichleibendem Regen und unglaublicher Nässe, zudem sehr wenig Sonne. Da ist das zuletzt schon einmal aufgeblitzte Frühlingsfeeling gleich wieder verschwunden. Ich habe diese Eindrücke durch eine Überlandfahrt am Vormittag ein wenig aufzulockern versucht. Eine Fahrt durch schöne (Baum-)Landschaften war dann auch tatsächlich etwas, was den Kopf ein wenig freimachen konnte und etwas Entspannung in diesen anstrengenden Tagen mit sich brachte.

Winterliche Motivatoren

Man glaubt es nicht, aber das Wetter ist immer noch ein Gesprächsthema zwischen Menschen, die sich nicht so oft sehen und nicht sehr gut kennen. So habe ich das heute beim Arztgespräch mit M. beobachtet. Aber ich schätze, das hängt mit dem ungemütlichen Winter und der anhaltenden Lichtarmut zusammen, die einfach jedem inzwischen auf die Nerven gehen. Da sind einige Minuten Sonnenschein ein echtes Erlebnis und ein Mutmacher, die die biorhythmischen Tiefphasen zu überbrücken hilft. Das ungewöhnlich umfangreiche Manufakturprojekt mit einer ganzen Reihe von Lebensbaum-Armbändern konnte ich heute abschließen. Die Armbänder waren ja schon vor mindestens einer Woche fertiggestellt, aber bis zum Versenden sind eben gewisse Trocknungs- und Liegezeiten notwendig. Heute war es so weit, dass ich das Set auf die Reise ins Nachbarland schicken konnte. Ein schöner Gedanke und auch so ein Motivator, der den Sonnenphasen in etwa gleich kommt.

Jahreszeiten symbolisch verlängern

Die Baumthemen sind nicht mehr nur über die Manufakturarbeit und das zuletzt auf 8 verschiedene Lebensbaum-Arten angewandte Kunsthandwerk aktuell. Auch in den gedanklich vorweggenommenen Planungen für den kommenden Frühling und in meiner redaktionellen Arbeit waren die Bäume heute wieder Thema. Interessant, dass sich diese Themenverlagerung mit dem Wechsel der Jahreszeit quasi von selbst einstellt und so oft die noch nicht angekommene Jahreszeit vorwegnimmt. Durch dieses Nachdenken, Austauschen und kreative Arbeiten ist für mich der Frühling schon jetzt präsent, auch wenn er in einem Baumfrühling noch nicht zum Ausdruck kommen konnte. Aber er liegt eben schon in der Luft – oder fliegt durch die Gedanken. Schön, dass ich jede Jahreszeit auf diese Weise verlängern und stärker mit den angrenzenden verschränken kann.

Erster Winter ohne Holzofenwärme seit langem

Bei uns ist der Schnee schon wieder verflogen, war wohl nur ein kurzes Winterintermezzo. Aber richtige Schneelandschaften erleben wir hier sowieso nicht, insofern kann ich verzichtten. Dann doch lieber kirrende trockene Kälte und viel Sonne. Solche Wintertage durften wir ja schon einige erleben, das ist es auch am ehesten, was ich bei uns mit Winterwetter der belebenden Art verbinde. Wir alle vermissen in dieser Heizsaison zum ersten Mal seit Jahrzehnten die wohlige Holzofenwärme, die bis ins letzte Jahr hinein zu den Winter-Highlights gehörte. Aber mit dem vollständigen Verbrauch allen Brennholzes, das zuletzt von unserem ehemaligen Fichtenwald stammte, fehlt uns erstmals die Brennholzgrundlage. Der Ofen hätte es sicher noch länger getan, wenn V. auch wegen verschiedener Löcher im Schamotte zuletzt eher unzufrieden war, das hätte sich aber wieder reparieren lassen. Nun überlegen wir aber immer öfter, ob ein anderer, Brennholz sparender und gleichzeitig emissionsarmer Ofen uns in Zukunft die Ofenwärme doch wieder zurückbringen könnte. M. und V. konnten sich bisher nicht entscheiden, auch nicht welche Art Ofen dafür wünschenswert wäre. Wie auch immer, für diesen Winter ist der Zug natürlich abgefahren.

Das atmosphärische Umfeld der Weihnachtzeit nutzen

Der zweite Durchgang meiner handwerklichen Vorarbeiten für das aktuelle Manufakturprojekt war wegen der Kälte schon sehr anstrengend. Vor allem sind mir bei dem mehrstündigen Stehen die Füße eingefroren. Ansonsten war ich der Arbeit entsprechend gut eingepackt. Letztlich sind nach dieser zweifachen Anstrengung die einzelnen Stäbe nun aber perfekt, so dass ich die weiteren Arbeitsschritte in Ruhe und sukzessive im Kelleratelier weiterführen kann. Eine gute Grundlage, die ich schaffen wollte, bevor das neue Arbeitsjahr am Montag richtig von neuem startet. Meine letzten Weihnachtsfotografien habe ich ebenfalls verarbeitet und meinen Portfolios hinzugefügt. Größtenteils werde ich damit eine ganz ordentliche Erweiterung meiner Auswahl illustrativer Weihnachtsmotive erreicht haben. Die Erweiterung ist wichtig, weil sonst auch die älteren, an sich erfolgreichen Bilder mit guter Resonanz allmählich in der Versenkung verschwinden. Und diese Dinge während der Weihnachtszeit noch abzuschließen ist schon aus atmosphärischen Gründen von Bedeutung. Nun wünsche ich mir einen Sonntag mit mehr Ruhe und etwas Freiraum zur Kontemplation.

Den Winter in seinen typischen jahreszeitlichen Ausrichtungen wahrnehmen

Mit dem neuen Jahr haben wir nun wirklich Winter. Die Temperaturen werden länger unter dem Gefrierpunkt liegen. Leider ist es gleichzeitig auch wenig sonnig. Daran muss ich mich erst wieder gewöhnen. Und auch die Kälte bleibt nicht ganz spurlos, wie ich am Nachmittag bei der handwerklichen Arbeit in der Außenwerkstatt gemerkt habe. Eine ähnliche Aktion wird morgen folgen. Aber dann habe ich die Grundlage für den ersten Manufakturauftrag dieses Jahres gelegt, den ich in den nächsten Wochen weiterbearbeiten kann. Eigentlich schön, diese überwiegend im Warmen ausführbare konzentriert Arbeit mit verschiedenen Hölzern und Symbolformen. Das hat etwas sehr Inniges und auf das Thema Bezogenes, das für mich inzwischen zum Winter und der Wahrnehmung des Winters und seiner typischen jahreszeitlichen Ausrichtung gehört. Und mit dem Bearbeiten der letzten Fotos aus meiner diesjährigen Weihnachtsreihe habe ich das Thema Weihnachten noch einmal aufgegriffen. Noch einmal mit dem Fokus auf den Weihnachtspflanzen, speziell des Weihnachtssterns, den ich beim spätabendlichen Shooting gestern Abend wiederum auf roten Textiluntergrund vor den Lichtern des Weihnachtsbaums positioniert und in verschiedenen technischen Konstellationen ins Bild gesetzt habe.

Umfangreiche Aufgaben mit Ruhe zum Erfolg führen

Carolina Reaper Chilis aus eigenem Anbau 2025
Carolina Reaper Chilis aus eigenem Anbau - Detailaufnahme 2025

Ruhig ist dieser Sonntag schon ausgefallen. Aber ich hatte mir so viele Aufgaben vorgenommen, dass er nicht gerade kontemplativ verlief. Vielmehr war ich von Früh bis Spät mit dem Abarbeiten dieser Aufgaben beschäftig. Unter anderem habe ich alle noch an den Pflanzen hängenden Chilis geerntet, leider um festzustellen, dass ein größerer Teil dieses Rests nicht mehr zu verwenden war. Wirklichen Frost, wie wir ihn in den letzten Nächten erlebt haben, hat den meisten Sorten so sehr zugesetzt, dass die Zellstruktur der Schoten kaputtgegangen ist. Beim Aufschneiden entströmte ihnen ein seltsamer Duft, der nicht zu einer gesunden Schotenkonsistenz passte. So habe ich mich auf die eine Sorte in der Weiterverarbeitung beschränkt, die Glockenchilis, die diese Frostnächte noch einigermaßen überstanden haben, u. a. auch weil sie unter Dach standen und „nur“ die tiefe Temperatur, aber nicht auch noch Nässe abbekommen haben. Nun, für die nächsten Jahre wird mir das eine Warnung sein, dass man die Ernte bei den Chilis nicht bis in den November hinein fortsetzen kann. Auch wenn das bedeutet, dass zahlreichen Schoten vorher noch grün geerntet werden müssen. Technische Aufgaben, die noch abzuschließen waren, erneutes Kuchenbacken, Objektfotografie der schönsten Carolina Reaper Schoten, die ich in geringer Zahl ernten konnte, waren weitere Punkte auf meiner heutigen Aufgabenliste. Auch die Vorbereitung für den nächsten kunsthandwerklichen Einsatz, den ich morgen starten will. Aber auch in so viel Geschäftigkeit kann an einem Sonntag mit unwirtlichem Wetter viel Ruhe liegen – wenn es gelingt, sie in der Situation zu pflegen, wohlwissend, dass es auch mit Ruhe zu guten Ergebnissen kommen wird.

Den wirklichen Weihnachtsgedanken zum Vorschein bringen

Das Weihnachtsbaum-Thema war auch heute wieder Gesprächsthema in der Familie. Wohl weil auch M. und V. jetzt den Weihnachtsbaumverkaufsstand um die Ecke entdeckt haben. Also kommt passend zur sich annähernden Adventszeit auch zumindest ein wenig Weihnachtsstimmung auf. Ich hoffe, wir können uns das erhalten und stimmungsvoll orchestrieren. Zumindest was mich selbst angeht habe ich da weniger Zweifel. Es kommt eben darauf an, dass wir Weihnachten in ehrlicher, und das heißt auch immer zeitgemäßer Weise mit Sinn und Emotion erfüllen. Man könnte auch sagen, es so wahrzunehmen, dass der wirkliche Weihnachtsgedanke zum Vorschein kommt. Dass fast jeder eine Verbindung zu diesem Gedanken haben kann, scheint mir auch in diesen vordergründig so sinnentleerten Zeiten kaum zu leugnen.

Die richtige Größe des Weihnachtsbaums

Meine Vermutung hat sich tatsächlich bestätigt, dass der Weihnachtsbaumhändler, der traditionell auf dem Dorfplatz sein umzäuntes Verkaufsareal aufgebaut hat, dieses Jahr bei uns um die Ecke Quartier bezogen hat. Wegen der Bauarbeiten auf dem üblichen Platz. Wegen der Bauarbeiten auf dem üblichen Platz. Vielleicht ist mir das heute besonders ins Auge gefallen, weil bei uns über Nacht zum ersten Mal in dieser Saison Schnee angesagt ist. Die Gedanken an Weihnachten sind dann nicht weit. Theoretisch könnte ich also den Weihnachtsbaum in diesem Jahr unter den Arm klemmen und zu Fuß nach Hause bringen. Das Hindernis ist aber die Größe der Bäume, die dort traditionell angeboten werden. Die erreichen eigentlich nie Zimmerhöhe, also 2,40 – 2,50 m. Die meisten enden bei max. 1,80 m, eindeutig zu klein für meine Zwecke. Ich bestehe einfach darauf, dass der Weihnachtsbaum bis knapp unterhalb der Zimmerdecke reicht. Neben den anderen Eigenschaften, die er auch noch haben soll. Unverständlich, warum man dort nicht einmal auf die Idee gekommen ist oder bemerkt hat, dass viele einen hohen Baum bevorzugen. So werde ich trotz des glücklichen Verkaufsstandwechsels wohl doch wieder weiter fahren müssen. Aber auch gut, weil ich gerade rund um die Feiertage Traditionen sehr mag und außerdem den Händler dort immer sehr angenehm finde. Das ist ein kleines Ritual neben vielen anderen in der Weihnachtszeit, nicht nur den Baum möglichst in den frühen Vormittagsstunden in der Woche vor dem 21. Dezember auszusuchen, sondern eben auch ein längeres Gespräch mit dem Händler zu führen. Das ist im Umfeld und im Zusammenhang mit der Auswahl des Weihnachtsbaums immer etwas ganz Besonderes.

Wenn der Garten laubfrei wird

Nach diesem ganz mild temperierten, wenn auch ziemlich lichtarmem Vormittag ist nun der Garten weitgehend laubfrei. An den Bäumen sind nur noch einzelne Blätter zu sehen, so dass es sich angeboten hat, die im Laufe der Woche hinzugekommenen letzten Blätterberge zusammenzutragen und in Säcke bzw. die Biotonne zu verfrachten. Bei der Gelegenheit habe ich auch alle restlichen Feigen explizit vom Baum abgepflückt und M. die noch einigermaßen reif aussehenden zurückgelegt. Dann werden auch keine faulenden Früchte mehr herunterfallen. Das Wasser im kleinen Springbrunnenbecken habe ich ebenfalls abgelassen und das Becken grob gesäubert, damit es für den Winter gerüstet ist. Ganz abgeschlossen und für den Winter bereit ist der Garten aber noch nicht. Meine Chilipflanzen stehen immer noch an ihrem Platz, weil ich auf das Ausreifen der noch verbliebenen Schoten hoffe und es ja tatsächlich noch zumindest milde Temperaturen gab, die die Früchte der ohnehin späten Art auch im November noch reifen ließen. Und die Wassertanks müssen ebenfalls noch geleert werden, damit sie bei Frost keinen Schaden nehmen. Aber davon abgesehen sind wir ganz gut gerüstet, um uns bald schon der Advents- und Weihnachtszeit zu widmen, die wieder andere Aufgaben und schöne Herausforderungen mit sich bringen wird – so wir denn alle gesund bleiben und uns dem widmen können.

Der Blätterherbst geht zu Ende

Für Fastnachtsfreunde war das heute wieder der Auftakt der Saison, in einer Jahreszeit, die rein äußerlich so gar nicht zur Ausgelassenheit der närrischen Tage passt. Aber es ist eigentlich gut, dass es noch Menschen gibt, die das überzeugend mit Leben füllen können. Abgesehen davon scheint es mir fast so, als ob der dauerhaften Depression aktuell wieder eine Phase zwischengeschaltet ist, die eher ermutigend wirkt. Es scheint, die Menschen suchen wieder mehr den Austausch, das absichtslose Gespräch, die Diskussion über Themen, die alle gleichermaßen betreffen. Solche Phasen sind wichtig, damit es hoffnungsvoll weitergehen kann und sich Vernunft und Gleichgewicht wieder durchsetzen können. Begleitet ist dies aktuell von ungeheuer aufbauenden goldenen Stunden, die zudem noch mit ungewöhnlich hohen Temperaturen flankiert sind. Eigentlich unwahrscheinlich, dass wir das fast Mitte November noch erleben dürfen. Bei den Bäumen bahnt sich jetzt das Ende des Blätterherbstes allerdings doch an. Zumindest die Gartenbäume sind fast schon vollständig entlaubt. Nur der Walnussbaum und der Ginkgo hält noch eine überschaubare Zahl herbstlicher Blätter an den überwiegend kahlen Zweigen. Und mit dem Ende des Baumherbstes wird wohl auch der Herbst an sich zu Ende gehen. Glücklicherweise mit einer unverhofft hellen und milden Schlussphase.

Kultur aus der Natur

Es war ja geplant, insofern konnte ich die Exkursionen mit M. heute ganz gut mit der Projektarbeit vereinbaren. Und zwischendurch habe ich dann doch noch an meinen Projekten weiterarbeiten können. Na ja, das ganz tolle Ergebnis haben die Konsultationen heute nicht erbracht, aber eben auch keine Katastrophen. Das nehmen wir mal zum Anlass, das Beste daraus zu machen. Immerhin können wir uns auf kurze Phasen mit sonnigen Spots in diesen Tagen freuen. Und darüber, den Garten und die Blumen schon auf Allerheiligen und den Beginn des Winters vorbereitet zu haben. Das wäre während der Wochen auch knapp geworden. Diese jahreszeitlichen Bezüge, Rituale und Traditionen sind für uns von besonderem Interesse und werden deshalb auch bewahrt und aktiv gepflegt. Es ist dies ein grundlegendes kulturelles Bedürfnis mit vegetabilen Zügen, die viel weiter gehen als meine spezielle Beschäftigung mit der Erscheinung und Symbolik der Bäume. Es geht darin um die Wahrnehmung des Natürlichen in unserem Umfeld generell. Und dass wir uns immer wieder die Wechselwirkung der umgebenden mit der Menschennatur vergegenwärtigen und wie daraus Außernatürliches, eben Kultur hervorgehen kann.

Soziale Herausforderungen und natürliches Gleichgewicht

Diese Tage könnten herbstlicher nicht sein. Alles ist auf Transformation und intensive Innerlichkeit ausgerichtet, entsprechend zurückhaltend geben sich die Menschen in der Kommunikation. Das ist für kommunikative Aufgaben ein größeres Hindernis und erfordert besondere Anstrengungen, die Dinge im Gang zu halten und möglichst voranzubringen. Gut, dass ich soviel Geduld mitbringe und täglich Gelegenheit habe, diese Eigenschaft zu verbessern bzw. situativ passende Alternativen auszutesten. Bei so viel sozialer Herausforderung sind mir alle Momente und Phasen wertvoll, die Ausglich und Beruhigung schaffen. Die Arbeit mit der Baumsymbolik, erst Recht die Begegnung und Beobachtung von Bäumen, aber auch die kunsthandwerkliche Arbeit mit deren Holz sind für mich wichtige Ansatzpunkte, dieses Gleichgewicht immer wieder herstellen zu können, ohne die technologischen und sozial-kommunikativen Aufgaben aus dem Blick zu verlieren.

Fast schon wie im Winter

Die Tage wirken gerade gleichförmig, was eigentlich nur gut für die Kontinuität der Arbeit ist. Denn so kann ich relativ ungestört dranbleiben und ziemlich zeitintensive Projekte entscheidend voranbringen. Auch wenn anderes dafür zunächst liegen bleibt. Solche Auszeit-Phasen kann ich in diesem Sinne nutzen, bevor es mit neuer Ausrichtung dann wieder weiter geht. Heute einmal ganz weit weg vom Garten, den Pflanzen, den vielen Themen rund um die Ernte etwa des Baumobsts und des selbst gezogenen Gemüses. Eher eine Ausrichtung nach Innen, als ob schon Winterzeit wäre. Ich hoffe aber noch auf einen Umschwung der Witterung in Richtung Wochenende. Damit wir den letzten Trödelmarkt des Jahres noch im Trockenen und schöner Marktatmosphäre besuchen können.

Die letzten Tage mit wohliger Holzofenwärme

Jetzt ist auch der Februar schon an sein Ende gekommen. Kaum zu fassen, wie die Zeit gerade in diesem Jahr davonläuft. Der zweite dominierende Eindruck: Alles geht drunter und drüber, nichts entspricht mehr der Erwartung, das Unmögliche ist dauerhaft auf die Tagesordnung gesetzt worden. All das macht und sprachlos und nahezu handlungsunfähig. Selbst die Reaktion darauf scheint beliebig, auch weil es keine Vorlagen und Orientierungsmöglichkeiten gibt. Zu Ende geht auch unser Brennholzvorrat. Zwar passend und einigermaßen synchron mit dem Ausschleichen der kältesten Jahreszeit. Aber doch so, dass wir den Holzofenbrand und die besondere Wärme vermissen werden. Das wird uns richtig fehlen. Deshalb ist es auch nicht ausgeschlossen, dass wir eine Anschlusslösung finden werden, mit demselben Ofen und irgendwie organisiertem Brennholz, bevorzugt mit gutem Brennwert, oder vielleicht auch mit einem neuen Ofen, der dann z. B. mit Pellets betrieben werden kann. Die letzten Tage mit dem vertrauten Holzofenfeuer wollen wir aber genießen.

Immer noch in der nach innen gerichteten Winterperspektive

Trübe und extrem lichtarme Wintertage machen uns allen körperlich zu schaffen. Davon kann dann auch die intensive inhaltliche Arbeit v. a. mit Texten und sprachlichen Konzepten nicht wirklich ablenken. Aber wir versuchen die reizvollen Seiten der winterlichen Heimarbeit und der Ofenwärme zu nutzen und das nach innen gerichtete Arbeiten weiter zu pflegen. So lange, bis uns die ersten Anzeichen des Baumfrühlings wieder mehr Gründe und Anreize bietet, uns nach außen zu orientieren. Vorwegnehmen werde ich das in Kürze durch mein Vorziehen der Chilipflänzchen, die ich in diesem Jahr vielleicht noch früher auf Wärmematte und bei künstlicher Beleuchtung aus den letztjährig gesammelten Samen aufziehen will. Ob die frühe Aussaat Vorteil bringt oder die Pflanzen trotzdem sehr spät zur Entwicklung kommen, kann ich nicht sagen. Aber ich werde es später wissen und kann mich dann in den nächsten Jahren danach orientieren.

Übergangsjahreszeit und Baumschnittgedanken

Die Verteilung des Sonnenlichts verlief am heutigen Sonntag ähnlich wie gestern, hatte um die Mittagszeit aber eine Delle, ganz untypisch. Denn normalerweise verzeichnet die Kurve in der Zeit ja ihren Höhepunkt. Aber wir wollen nicht zu viel verlangen, freuen uns einfach auf das Licht und die Aussicht auf weitere Tage mit ähnlichem Verlauf. Die Bäume sind mir in dieser Übergangsjahreszeit merkwürdig fern. Zwar denke ich öfter schon an den richtigen Zeitpunkt, unsere Fruchtbäume, im Garten und außerhalb, zurückzuschneiden. Aber es ist gleichzeitig auch klar, dass es dafür noch etwas zu früh ist. Wenn ich mich entschließen kann, ist es aber erfahrungsgemäß schon ein wenig zu spät, dann sind schon die ersten Knospen zu sehen, aus denen die neuen Asttriebe entstehen. Deshalb habe ich mir fest vorgenommen, diesmal den idealen Zeitpunkt genauer im Blick zu behalten, besonders für den Maulbeerbaum. Der war nämlich im Vorjahr extrem gebeutelt aus einer Frostphase im Frühling hervorgegangen und hatte ganz große Probleme, sich wieder zu erholen. Nach mehreren Monaten, in denen er fast komplett kahl dastand, konnte er sich im Spätsommer doch noch einmal aufrappeln, um zum zweiten Mal Blätter und feine Äste auszutreiben. Das sah damals allerdings sehr wild aus. Wir werden beim Zurückschneiden wohl sehr vorsichtig und zurückhaltend vorgehen müssen, wenn er nach der Schreckenserfahrung dieses Jahr eine wahrscheinliche Chance erhalten soll, Früchte zu bilden. Das ist bei diesem Baum, möglicherweise auch bei der Art generell, eine Seltenheit, die offenbar von vielen nicht näher identifizierbaren Faktoren abhängt. Jedenfalls hatten wir bisher erst dreimal die Ehre. In den drei Fällen durften wir aber sehr viele Früchte ernten, die überwiegend in unseren leckere schwarze Maulbeermarmelade eingegangen sind.

Januarlichtpunkt zum Start in den Spätwinter

Immerhin ist die Sonnenstundenbilanz dieses Januars nicht so schlecht ausgefallen wie ich zuletzt befürchten musste. Auch dank dieses letzten Tags im Monat, der überdurchschnittlich viel Licht brachte. So kommt die Summe nicht ganz an den sehr guten Wert des Vorjahres heran, liegt aber doch höher, als im Monat Januar durchschnittlich zu erwarten ist. Also in diesem Punkt ein ganz guter Start ins Jahr, der einen Lichtpunkt inmitten der vielen Unmöglichkeiten setzt, die uns außerhalb der Natur begegnen. Und davon gibts jede Menge, leider ist unsere Anstrengung, das zu verarbeiten, auch nicht kleiner oder weniger herausfordernd geworden. Um den vielen menschlichen und kulturellen Katastrophen besser begegnen zu können, um sich nicht permanent einer Überforderung ausgesetzt zu fühlen, ist ein bisschen Unterstützung von der natürlichen Umwelt willkommen. Die könnte in Gestalt eines hellen, sonnenreichen Spätwinters, aber auch in Form eines vorgezogenen Frühlings in Erscheinung treten. Letzteres wäre mir wegen der Verlängerung der vitalen Lebensphase der Bäume und anderen Grünpflanzen natürlich am liebsten. Von Winter und seinen schönen, weil gemütlichen und symbolträchtigen Seiten, hätte ich eigentlich bis jetzt schon genügend in mir aufgenommen. Der zyklische Wechsel könnte jetzt doch etwas früher eintreten.

Eine andere Thematisierung der Holzofenwärme

Unheimlich aufgabenreich, aber wenig spektakulär war dieser erste Einundzwanzigste des Jahres. Aber wie so häufig hatte er eben etwas Besonders, das diesmal eher in der Quantität und Dichte zu verorten war. Unser Winterthema Holz und Ofen stand gerade heute wieder besonders im Mittelpunkt, da der eigentlich schon erwartete, aber meist schon gleich zu Beginn der Heizsaison auftretende Heizungsdefekt den Wert eines Holzofens besonders deutlich gemacht hat. Jedenfalls wäre es ohne diese Unterstützung des Heizens auch in den drei Hauptwohnräumen in diesen Tagen nicht mehr so gemütlich wie gewohnt. Für die anderen Räume müssen wir uns einige Tag mit improvisierten Lösungen zu helfen wissen. Und schon wissen wir das, was uns die Bäume selbst nach ihrem Ableben hinterlassen, sehr zu schätzen und verstehen es umso weniger, dass für die Form des Heizens neuerdings krasse Regeln gelten, die schwer einzuhalten sind, jedenfalls nicht ohne wiederum unsinnig hohe Investitionen. Schade, denn das Thema bewegt immer wieder viele Gemüter. Nur in die politische Perspektivformulierung ist das sehr unverständlicherweise noch nicht eingeflossen.

Winterlicher Holzofenhunger

V. sieht jetzt selbst, was ich schon vor Beginn der Holzofensaison vorausgesagt hatte. Unser „letzter“ Brennholzvorrat erschöpft sich sichtbar. Und zwar so rasant, dass wohl bis Mitte des kommenden Monats mit seinem kompletten Verbrauch zu rechnen ist. Das hat natürlich mit dem schlechten Brennwert des sehr alten und schon sehr mürben und faulen Fichtenholzes zu tun. Wobei es weniger um die Ofenwärme geht, denn das Material bringt eine sehr bullige Hitze. Aber es hält eben nicht lange an, erst recht nicht bei dieser schon halb zersetzten Qualität. So verbrauchen wir schon seit Wochen sehr viel pro Tag. Der größere Teil des Vorratsvolumens musste deshalb inzwischen aufgebraucht sein. Der andere Grund ist schlicht, dass wir sehr früh mit der Ofensaison gestartet sind, viel früher als sonst. Wir werden ihn wohl sehr vermissen, den Ofen und seine unvergleichliche Wärme. Aber vielleicht finden wir ja doch noch eine Möglichkeit, ihn regelkonform weiter zu betreiben. Und eine gute Quelle für das Brennholz, die auch kalkulatorisch Sinn macht.

Zehrende Hervorbringungen während der Winterzeit

Bei einem dichten Arbeitspensum verfliegt die Zeit noch schneller als sonst. Das kommt zu der Beschleunigung mit zunehmendem Alter noch dazu. Umso wichtiger scheint es mir zu sein, zwischendurch „verlängernde“ Phasen einzulegen, wenn das irgendwie möglich ist, die den dahinfliegenden Fluss unterbricht und damit den Tag gefühlt wieder etwas verlängert. Das ist eben der große Nachteil umfangreicher Beanspruchung. Es fließt sehr viel in die Hervorbringungen und zu wenig in die eigene Entwicklung. Der kommende Frühling könnte dazu auch einen Beitrag leisten – vor allem, wenn sich wieder mehr Menschen für die symbolischen Dimensionen der Bäume erwärmen können. Dann bekommt die kunsthandwerkliche Arbeit eine Chance und mit ihr die aufbauende Arbeit mit der Lebenssymbolik der Baumarten und der Bäume als wichtige Mit-Lebewesen. Mehr davon wäre mir auch jetzt, in der Mitte des Winters, schon sympathisch, auch wenn es jetzt noch nicht so passend erscheint.

Winterzeiteindrücke zwischen Weihnachtslichtern und Frühlingsgedanken

Was für ein geschäftiger Tag. Aber trotz des dichten Arbeitsprogramms und der gedrängten Aufgabenliste hat das heute gerade in seinem Abwechslungsreichtum Spaß gemacht. Und bei dem erstmals seit langem wieder traumhaft hellen Wintertag sind diese Aufgaben umso leichter von der Hand gegangen. Das Sonnenlicht ist nach Wochen mit Regen und Dunkelheit ein wirklicher Segen und lässt sofort an Frühling denken. Schon ist man bei solchen Wetterumschwüngen auch ganz weit weg von der gerade erst zu Ende gegangenen Weihnachtszeit. Und doch ist vieles noch geblieben, was wir in diesen Wintertagen gleichermaßen schätzen: Der Holzofen mit seiner unvergleichlich wohligen Wärme. Die zwar nicht mehr weihnachtlich geschmückte, aber doch sehr gemütliche Wohnungseinrichtung mit vielen winterlichen Accessoires und echten Kerzen, die uns das weihnachtliche Licht noch weiter in dieses Jahr hinein verlängern. Und die Begegnungen in der warmen Stube, die eine andere Qualität haben als im Sommer, wenn man sich auch wieder mehr draußen aufhält und Menschen dort begegnet. Das enge Beisammensein im Haus ist auch einer der Vorzüge der sonst so Energie fordernden Winterzeit.

Neue Aufbruchversuche

Gut, dass die Herausforderungen umfangreich und die Aufgaben gerade vielfältig sind. Und gut auch, dass das zu Beginn des Arbeitsjahres sich so entwickelt. Denn das steht schon für Anzeichen neuen Muts und neuer Aufbruchversuche nach einer langen Zeit lethargischer Unentschlossenheit. Man muss diese zarten Ansätze insofern pflegen und nach Möglichkeit wachsen lassen. Das sind vegetabile Überlegungen, die eigentlich zum Frühling in der Natur, dem Grünen und Austreiben der Bäume passen würden, nun aber schon im Winter bei sehr ungemütlicher Außentemperatur eine Rolle spielen. In so schwierigen Zeiten sind solche Gegensätze vielleicht aber auch notwendig und sogar hilfreich, um Dinge wieder in Bewegung zu bringen. Warum also nicht frühlingshafter Aufbruch inmitten des Winters. Kein Weihnachtswunder mehr, aber doch noch ein spätes Winterwunder, das uns hoffentlich mit etwa Schwung in dieses Jahr hineinträgt.

Vielfältige Herausforderungen und ein wenig kreativer Luxus

Kaum hat das Jahr angefangen, verdichten sich auch schon die vielfältigen Aufgaben und erstellen sich quasi von selbst ihren Plan für die nächsten Wochen und Monate. Das ist, wie wenn sich die Arbeitsabläufe verselbständigen – immer so, wenn es besonders viele Aufgaben parallel abzuarbeiten gibt. Aber das ist auch gut so und liegt mir. Außerdem ist das in diesen lethargischen Zeiten sogar eher antizyklisch und unerwartet zu nennen. So nutze ich gerne die ganz unaufgeregt auf mich zukommenden Herausforderungen, um mit kreativer Geschäftigkeit in dieses Jahr zu starten. Als Kür und eine Art kreativem Luxus gönne ich mir ganz am Ende des Arbeitstags dann noch die Durchsicht und Weiterbearbeitung meiner letzten weihnachtlichen Fotografien. Diesmal von meiner Lieblingsperspektive auf das Weihnachtszimmer mit den unvergleichlichen und ungeheuer eindrucksvollen und stimmungsvollen Lichtern und Farben des Weihnachtsbaums und der angrenzenden Dekorationen, die ich zuletzt wieder in abstrakter Unschärfe festgehalten habe. Ganz wunderbare weihnachtliche Hintergründe sind auf diesem Weg entstanden.

Adventlicher Perspektivenwechsel von außen nach innen

Gut, dass man draußen heute fast nicht arbeiten konnte, so ungemütlich und kalt wie es war. Denn gewöhnlich ist der Samstag mit Gartenarbeit ausgefüllt, in dem Fall mit den letzten Wintervorbereitungen im Garten. Aber allzu viel steht da nicht mehr an. Das restliche, zum Teil schon aufgehäufte Baumlaub müsste noch in Säcke gefüllt werden. Aber sonst haben wir soweit alles erledigt. Auch die Regenwassertanks sind abgelassen, damit sie bei Frost nicht durch Eisbildung platzen können. Das ist auch schön, denn jetzt kann sich die Aufmerksamkeit stärker in Richtung der adventlichen und weihnachtlichen Symbolik verlagern. Und tatsächlich müsste der beleuchtete Weihnachtsbaum vors Haus, und der beleuchtete Türkranz müsste rechtzeitig vor dem 1. Advent aufgehängt werden. Etwas, das wir unbedingt noch nächste Woche unterbringen müssen, bevor im Haus mit dem adventlichen Ausschmücken weitergehen kann. Es ist wie eigentlich immer alles ziemlich gedrängt, weil gleichzeitig alles Mögliche für den Jahresabschluss an Projektarbeit ansteht. Zudem einiges an Perspektiven für den Start ins neue Arbeitsjahr im Raum steht. Aber das werden wir auch dieses Mal schaffen und mit Freude ausfüllen. Wie sollte es in der Weihnachtszeit auch anders sein.

Auf den Gartenwinter vorbereitet

Die krassen Temperaturunterschiede setzen sich sogar bis in den Winter hinein fort. So sind wir gerade schon bei Minustemperaturen angelangt, die sich besonders früh morgens in Raureif und später dann in Schneeschauern niederschlagen. Zwischendurch herrscht Gefrierschrankatmosphäre. Und dann ab Sonntag für zwei Tage 15 Grade plus – verrücktes Wetter, mindestens so verrückt wie die Welt insgesamt. Unsere Gartenbäume sind jetzt komplett blattlos. Die letzten Herbstblätterdecken und -berge konnten wir allerdings noch nicht zusammentragen. Das wird wohl bis nächste Woche dauern, wenn morgen ist bei solchen Temperaturen daran nicht zu denken. Ich bin froh, dass wir in den letzten Wochen sukzessive schon alles für den Winter vorbereitet haben. Die Sitzgarnitur im Garten ist abgeräumt und eingepackt. Die Pflanzkübel sind weitgehend geleert und alles, was den Winter nicht überleben kann, ausgetopft. So viel Gartenarbeit bleibt jetzt nicht mehr übrig. Die Gedanken richten sich eher schon in Richtung des Frühjahrs, wenn als erstes die Gartenbäume zurückzuschneiden sind. Früh genug, bevor die ersten Triebe entstehen.

Herbst-Winter-Arbeiten im Garten

Mit ganz schön viel Gartenarbeit war dieser Samstag ausgefüllt. Vor allem das immer opulenter sich auftürmende Herbstlaub unserer Gartenbäume hat einigen Aufwand erfordert, da es sich nicht nur auf Rasenflächen und Hecken, sondern auch auf dem Gehpfad, dem entleerten Wasserbecken und auf Überdachungen festsetzt. Vieles habe ich entfernt und zusammengetragen. Aber der Ginkgo sowie die Nashi-Birne haben ihr Laub noch nicht vollständig abgeworfen, so dass dieselbe Menge wie heute sicher noch in den kommenden Tagen nachkommen wird. Neben dem Laub habe ich auch die winterfesten Blumen und Stauden für unserer Pflanzgefäße vorm Haus eingepflanzt bzw. zuvor die einjährigen Blumen dort ausgepflanzt, entsorgt und frische Erde aufgefüllt. Das sieht jetzt ganz gut aus und wird sicher den Winter über ausreichen. Die vielen Pflanztöpfe und -tröge, deren Pflanzen nicht mehrjährig sind, habe ich ebenfalls entleert und gesäubert. Zumindest größtenteils, einige haben wir noch bepflanzt gelassen, weil die Blumen darin noch ganz frisch sind und schön blühen. Und die allerletzten Chilis habe ich ebenfalls geerntet. Die sind allerdings fast noch vollständig grün, bringen zwar schon Schärfe mit, werden sich aber etwas unschön mit den rot-gelben getrockneten Flocken der bisherigen Ernte mischen und damit das Chilipulver später etwas heller machen.

Symbolformen gegen Selbstzerstörung

Die technischen und formalen Erledigungen und Aufgaben dieser Tage passen ganz gut zum November und der allgemein trüben Stimmung. So als ob man zu allem sich noch mit besonders lästigen und ermüdenden Dingen belasten müsste. Da scheint gerade eine gewisse Tendenz zur Selbstzerstörung im Umlauf zu sein, vor der man sich hüten muss, um nicht selbst infiziert zu werden. Da ist es ein Glück, das ich mit großer Dankbarkeit aufnehme, wenn ich zwischendurch immer wieder auch wirklich individuelle Formen kreieren kann, deren Sinnhaftigkeit ich mit anderen teilen kann. Die Erzeugnisse der Wunschbaum-Manufaktur sind dafür die besten Beispiele und in diesen Zeiten eine Wohltat. Ich bin ziemlich sicher, dass die, die solche Symbolformen anfordern und manchmal über Jahre nutzen, das ganz ähnlich wahrnehmen.

Der Brennholzvorrat für den Winter ist jetzt unter Dach und Fach

Am Nachmittag habe ich plangemäß die Brennholzaktion abgeschlossen. Die Zeit hatte ich ganz gut kalkuliert, denn letztlich ging die Aktion bis zum frühen Abend. Viel mehr wäre nicht mehr möglich gewesen. Der Brennholzvorrat für den Winter ist jetzt unter Dach und Fach, und auch schon ofengerecht zurechtgeschnitten. Das ist uns allen eine Beruhigung. Auch weil die anstrengende und staubintensive Arbeit jetzt zu einem Abschluss gekommen ist. Aber auch, weil wir noch einmal Gelegenheit hatten, die Familientradition zu verfolgen. Vielleicht ja zum letzten Mal, aber ich würde nicht darauf wetten. Möglicherweise finden wir ja doch noch eine Möglichkeit, das saisonale Heizen mit Holz weiterzuführen. Alles mit Wasser abzuspritzen, das konnten wir heute nicht mehr umsetzen, aber wahrscheinlich wird das bis zum Ende der Woche noch folgen. Sonst ist der viele feine Holzstaub, der sich überall abgesetzt hat, nicht wirklich gut zu beseitigen, allein vom Regen wird das nicht funktionieren.

Blick vom Hochsommer in den Winter

Der Sommer bleibt anstrengend, gerade wegen seiner Wechselhaftigkeit. Neben Themen, die tatsächlich auf die Jahreszeit bezogen sind, u. a. weil wir uns naturgemäß mehr draußen aufhalten, richtet sich mein Blick gerade im Hochsommer aber auch schon auf die kalte Jahreszeit. So kann ich mir vorstellen und fände es am besten, wenn wir den letzten Brennholzvorrat unserer Holzofengeschichte spätestens im August heranbringen und ofengerecht klein sägen. Das ist eine anstrengende und zeitaufwändige Arbeit. Aber eine, die V. und mir gleichermaßen Spaß macht. Im Sommer ist das schon aus praktischen Erwägungen heraus am leichtesten umzusetzen. So hoffe ich, dass wir das in den nächsten Wochen auch realisieren können, damit auch die letzten Abschnitte unseres kleinen früheren Privatwalds, einem schmalen Streifen mit Fichtenmonokultur, nun auch ihrer Bestimmung als wärmendes Brennmaterial im Winter gerecht werden können.