Kunsthandwerkliche Abwechslung

Es ist schön, wieder einmal ein kunsthandwerkliches Projekt abgeschlossen zu haben. Die handwerkliche Arbeit im Kelleratelier hat um diese kalte und ungemütliche Jahreszeit etwas sehr Anregendes. Da kann ich ganz bei mir sein und Abstand von der sonstigen Projektarbeit nehmen. Deshalb wünsche ich mir noch einige Gelegenheiten im Verlauf dieses Winters, z. B. mit Lebensbaum-Armbändern wie heute, oder auch mit interessanten Baumarten-Kombinationen, die mein Beispiel-Portfolio um neue Variationen erweitern.

Winter-Zeitenwende

Auf mich wirken diese Tage im November wie ein Vorgriff auf tiefste Wintertage, in denen man sich schon weit ins Innere zurückgezogen hat und an denen die wohlige Heizung mit dem Holzbrandofen schon Routine geworden ist. Dabei hat die Adventszeit noch nicht einmal begonnen. Aber die Menschen nutzen jetzt schon die Gelegenheit, um sich zurückzuziehen, Dinge möglichst aufzuschieben und in diffus wirkender Weise auf eine von außen kommende Veränderung, auf Anstöße von außen zu warten. Das scheint als die sicherste Verhaltensweise aufgefasst zu werden. Besinnung auf sich selbst, die Familie und das, was sich als relativ konstant im Laufe des Lebens bewährt hat. Darüber freue ich mich einerseits, weil gerade die Konstanten für mich ja so spannend sind – das ganze Jahr über und auch schon seit vielen Jahren. Aber leider ist zuletzt der Rückzug so flächendeckend und radikal ausgefallen, dass sogar die Aufmerksamkeit für meine Wunschbaum-Angebote, das Konstante durch zeitlose Lebenssymbolik in Form zu bringen, derzeit nur geringfügig vorhanden scheint. Solche Phasen habe ich schon öfter erlebt, aber in so rascher Folge und so deutlich waren sie noch nie ausgefallen. Auch deshalb ist das Postulat einer Zeitenwende nicht von der Hand zu weisen.

Holzarbeit und Baumsymbolik in der Winter- und Weihnachtszeit

Novemberartiger kann ein Novembertag gar nicht mehr ausfallen. So war es heute für mich eine Wohltat, nach längerer Unterbrechung wieder einmal kunsthandwerklich zu arbeiten, und dann auch noch mit dem zuletzt seltener nachgefragten Feigenbaumholz. Interessant auch, dass das Lebensbaum-Armband für eine Person bestimmt ist, die am 21. Dezember Geburtstag feiert. Obwohl sicherlich jünger teilt sie damit den Geburtstag mit M. Die in einer der beiden Feigenbaum-Perioden geborenen sind erfahrungsgemäß besonders empfindsame Menschen, und bei der Hälfte von ihnen liegt der Geburtstag in der Weihnachtszeit. Vor dem Hintergrund macht die Arbeit an dem Armband besonders viel Freude, zumal es eben als Geburtstagsgeschenk seine Bestimmung finden wird, wenige Tage vor Weihnachten. Zum ersten Mal nach der Freiluftsaison bin ich heute mit meinem Arbeitsplatz wieder ins Kelleratelier gezogen, wo bei künstlichem Licht die konzentrierte Holzarbeit eine ganz andere Anmutung hat. Dieser Platz hat auch seine Reize, gerade weil er ohne direkten Kontakt mit der belebten Natur auskommt und die Innenschau und die Konzentration auf die rein symbolischen Aspekte der Bäume und die energetische Ausstrahlung der Hölzer lenkt und damit die Ergebnisse auch in gewisser Weise mit Innerlichkeit und Bedeutung anreichert.

Wichtige Licht- und Vegetationssymbolik im Umfeld von Fest- und Feiertagen

Es war ein Festtag, der witterungsmäßig ganz typisch November war, und stimmungsmäßig zu diesem für mich besonderen Tag passte. Schön, wenn eine Reihe von Menschen an einen denken und man mal ganz zwecklos Gespräche führen kann. So wie es auch an für alle gleichen Feiertagen bei uns häufig der Fall ist. Das ist eine Art Luxus, der aber in krisenhaften Zeiten wie diesen geradezu lebensnotwendig erscheint. M. hat für mich eine Glaskugel mit einem Innenleben aus künstlichen Winterzweigen, Kunstschnee und LED-Lichtern besorgt, die ich vor einigen Wochen selbst entdeckt hatte und interessant fand. So etwas finde ich wunderbar als dekorativer Begleiter in dieser Zeit des Jahres, wenn das künstliche Licht zunehmend die Funktion des Sonnenlichts übernimmt und gleichzeitig besondere Symbolkraft entwickelt. Aber natürlich ist für dieses Objekt auch das vegetabil anmutende Element von Bedeutung. Genau ist nicht zu sagen, welche Art Zweig angedeutet werden soll. Da die erkennbaren Früchte aber klein, rund und knallrot sind, denke ich am ehesten an eine Imitation von Zweigen des Gemeinen Schneeballs, der bis in den tiefsten Winter hinein seine roten, immer transparenter werdenden Früchte behält und zu den wenigen belebenden Farbtupfern in der ansonsten eher tristen Winterlandschaft beiträgt.

Der letzte Tag unserer Brennholzaktion

Der dritte Tag des diesjährigen Brennholzmachens war heute besonders anstrengend. Das lag auch daran, dass wir erst am Nachmittag richtig beginnen konnten. Immerhin hatte ich am Vormittag schon alles für Sägen und Transportieren bereitgestellt, so dass wir gleich loslegen konnten. V. hat die Fahrten übernommen und ich habe wie schon bei den letzten Malen eigentlich alle anderen Aufgaben. Die drei Touren ergaben ein Volumen ungefähr in der Größenordnung einer Anhängerladung, vielleicht etwas weniger. Aber es war trotz der Mehrfachfahrt doch diesmal weniger umständlich, denn den Anhänger aus dem Container zu holen und nachher wieder darin zu verstauen, ist immer eine größere Aktion, so war es stressfreier und insgesamt wahrscheinlich ach nicht viel zeitaufwändiger. Das sägen selbst ging verhältnismäßig flüssig von der Hand, so dass dieser Teil den eher kleineren Zeitanteil ausmachte. Unser Brennholzhaufen ist jetzt fast vollständig aufgefüllt bzw. aufgestapelt, gemessen an den „Mauern“, die ich zuvor abgesteckt hatte. Ich schätze, dass das Volumen ungefähr dem Doppelten dessen entspricht, was wir sonst für den Winter-Holzbrand bevorratet hatten. Gut so, dann kann dieses Jahr die Ofensaison tatsächlich früher beginnen, mit dem kalkulierten Effekt der Energiekostenersparnis. Im Anschluss an die Brennholzaktion, die ich heute unbedingt abschließen wollte, habe ich noch eine gut abgelagerte Baumscheibe aus Kirschbaumholz in Scheiben gesägt. Da die Scheibe einen ziemlich großen Durchmesser hatte, war das auf der Kreissäge schwierig. Auch mit Drehen war die Scheibe nicht vollständig durchsägbar, so dass ich den Rest mit der Handsäge erledigen musst. Ganz glatt sind diese Schnitte natürlich nicht ausgefallen. Wir habe dann schon bei Dunkelheit noch die Flex herausgeholt und ein geeignetes Schleifblatt gesucht. Beim zweiten Anlauf, dann mit der großen Flex, konnte ich die Oberfläche dann sehr schön und ziemlich gleichmäßig einebnen und auch die zuvor entstandenen dunklen Schleif- und Sägespuren weitgehend beseitige. Ich freue mich, dass J. damit eine gutes Ausgangsmaterial für den noch zu bastelnden Adventskranz haben wird.

Ein gutes Stück Arbeit – und ein beruhigender Brennholzvorrat

Die Brennholzaktion heute war wie ein Pendant zur letzten vor 14 Tagen. Ein ähnlicher Ablauf, ein ähnliches Wetter, vielleicht etwas kühler und feuchter, aber es war so schon früh absehbar, dass diese Arbeit wieder den größten Teil des Tages würde in Anspruch nehmen. Immerhin haben wir die vorbereitete Fläche für den Brennholzhaufen wirklich abgedeckt. Nur in der Höhe könnten wir noch mehr stapeln. Eigentlich würde noch einmal eine flache Anhängerladung Holz in kleingesägter Form in diese Brennholzecke passen. Es war aber auch im Hinterkopf, diese Lücke in den kommenden Wochen weiter zu schließen, indem V. nach und nach im Kofferraum weitere 1 m Scheite herbeischafft und ich das alles zusammen dann in einer weiteren Sägeaktion ofengerecht schneide. Dann dürften wir für ca. 6-8 Wochen zusätzlichen Holzbrand gerüstet sein. Dennoch denke ich nicht, dass dieser Vorrat ausreichen würde, die ganze Heizsaison abzudecken, wenn wir z. B. schon im November mit dem Holzbrand begännen. Bei einem langen und strengen Winter werden wir wohl ach bei frostigen Außentemperaturen noch einmal für Nachschub sorgen müssen.

Mit dem Holzbrandofen die Heizung im Winter entlasten

Vielleicht haben wir morgen mit dem Wetter Glück und es ist uns noch ein einigermaßen spätsommerlicher Tag gegönnt. Das wäre gut, denn die zweite Charge unseres Winter-Brennholzvorrats wartet darauf herbeigeschafft und in ofengerechte Abschnitte gesägt zu werden. Das dürfte mindestens den Umfang von vor zwei Wochen haben und damit den ganzen Tag ausfüllen. Ich hoffe, das Wetter spielt mit, um diese wichtige Aktion durchführen zu können. An der Zeit ist es, denn in den nächsten Wochen kann es nur noch ungemütlicher werden. Und eigentlich hat die Heizsaison jetzt schon begonnen, auch wenn wir vorerst noch auf die Zentralheizung zugreifen. Die in nicht geringem Umfang zu entlasten, ist der Plan für diesen Winter. Und da spielt das Fichten- und Obstbaumholz aus unseren Lagerbeständen die Hauptrolle.

Spätsommerliche Aufmerksamkeit

Wieder eine neue Auftragsarbeit für diese Woche. Mit einem der Lebensbäume, die mir gut vertraut sind. So setzt sich die Aufmerksamkeitswelle fort, die ich in de letzten Monaten in Bezug auf die Bäume und ihre Symbolik beobachte. Und ich hoffe, diese wird mindestens bis zur Vorweihnachtszeit anhalten, denn folgt eine andere Art von Aufmerksamkeit, die mit dem Rückzug ins Innerliche, der mehr abstrahierten Form der Beschäftigung mit Symbolik zu tun hat, die sich quasi automatisch in den Wintermonaten einstellt, wenn die lebenden Bäume da draußen sich selbst zurückziehen, um sich für den neuen Vegetationszyklus zu rüsten.

Wichtige Vorbereitung der Gartensaison

Mit der extern in Auftrag gegebenen Reinigungsaktion sind M. und P. jetzt letztlich doch zufrieden. Das war seit Jahren ein Thema, und diese Dinge kann man eben nicht selbst durchführen. So können wir uns demnächst auf die Routinearbeiten im Garten und rund ums Haus kümmern, um die Gartensaison damit vorzubereiten. Wenn diese Spätwinterphase vorbei ist, kommt auch die Lust dafür, und mit den ersten Blättern der Bäume zieht es uns automatisch öfter nach draußen, hoffentlich bald auch in mein Freiluftatelier, in dem die kunsthandwerkliche Arbeit mit Holz eine besondere Qualität besitzt. Die aktuelle Arbeit aber werde ich vorerst noch im Kellerraum ausführen müssen. Denn aktuell ist es dafür noch zu kalt und zu nass.

Letzte Winterphase vor dem Ergrünen

Nun sind die Handwerker heute doch nicht zum Einsatz gekommen, wegen des angekündigten Schnees, der die Arbeiten zu gefährlich gestaltet hätte. Immerhin konnte ich mich so ganz auf meine Projektarbeit konzentrieren und habe darin gute Fortschritte gemacht. Kein gutes Wetter, mit diesen spätwinterlichen Verhältnissen, um das Thema Gartensaison und Frühlingsaufbruch in den Mittelpunkt zu stellen. Und selbst für die kunsthandwerkliche Arbeit war heute nicht der passende Rahmen gegeben. Nutzen wir diese Zeit für einen endgültigen Abschied vom Winter und als Ruhepause vor der aktiveren, nach außen gerichteten Lebenszeit des Jahres, die wir mit dem flächendeckenden Ergrünen der Bäume verknüpfen können.

Am Ende der Holzbrandsaison

Vielleicht geht unsere Holzbrandsaison mit dem heutigen Abend doch schon zu Ende. Zuletzt war ich davon ausgegangen, dass V. unbedingt darauf besteht, doch noch weiteres Brennholz aufzuarbeiten und herbeizuholen. Aber jetzt sieht es doch danach aus, dass die nächste Brennholzaktion erst wieder im Spätsommer, dann für die kommende Heizperiode auf dem Plan steht. Immerhin hat es auch das Gute, sich ab sofort auf den Frühling und hoffentlich auch frühlingshafte Temperaturen und viel Licht einstellen zu können. Auch damit wir den wohligen Holzofen nicht allzu sehr vermissen werden.

Brennholznachschub für den Restwinter

Eine ziemliche Gewaltaktion hat uns am Nachmittag doch immerhin einen ordentlichen Nachschub für den ausgehenden Brennholzvorrat gebracht. Das Holz hätte nur noch wenige Tage ausgereicht. Mit dem neu herbeigeschafften, das ich dann auch gleich anschließend ofengerecht gesägt habe, dürften die nächsten drei Wochen wieder abgedeckt sein. Gut und notwendig scheint das, denn das Wetter ist jetzt wieder von ziemlicher Kälte geprägt, so dass wir die Ofenwärme noch gerne eine Weile in Anspruch nehmen. Ich denke, damit ist es aber auch genug für diese Saison, in der wir in relativ kurzer Zeit viel Nadel- und Obstbaumholz verbraucht haben. Zu Gunsten der Heizölvorräte.

Das grüne Leben der Bäume begreifbar machen

Wenn die Sonne über Stunden so schön durchbricht und bleibt wie heute, zieht es die Menschen förmlich in die Landschaft. So waren am frühen Nachmittag viele Menschen unterwegs, in spürbar gelassener Stimmung, die sie in sich wachsen lassen und auch ausstrahlen. So froh, dass wir solche Phasen im Spätwinter erleben dürfen, bevor das richtig ungemütliche Wetter, mit nasskalter Witterung und Sturm wieder zurückkommen. Eben das steht jetzt wohl in Kürze wieder bevor. Eine der für mich vorteilhaften Seiten solcher jahreszeitlichen Erscheinungen ist für mich, dass in solchen Phasen der Wunsch nach vegetabilem Leben wächst, der Wunsch, das neu aufkommende Pflanzenleben des Frühlings möglichst bald wieder wahrnehmen zu können. Und damit die Aufmerksamkeit auf die Bäume als die starken Lebenssymbole für uns Menschen. So registriere ich gerade seit den vorweihnachtlichen Wochen bis heute ein gewachsenes Interesse an den Produkten der Wunschbaum-Manufaktur, weil sie ganz physisch begreifbar das grüne Leben der Bäume, vermittelt über die Energie und Ästhetik ihres Holzes, vermitteln und die Interessenten dies auch glaubhaft finden und gerne in Anspruch nehmen. Eine Bestätigung für das erfolgreiche Weiterführen des langfristigen Projekts.

Ungemütlicher Winter und kunsthandwerkliche Abwechslung

Der Winter präsentiert sich von seiner unfreundlichsten und ungemütlichsten Seite. Da sind wir froh, dass der Brennholzvorrat noch eine Weile ausreicht und wir durchgehend den Holzbrandofen anfeuern können. Es gibt nicht viel, was dem an Aufmunterung gleichkommt. Und entsprechend sind die zarten Ansätze von Aufbruch auch in diesen Tagen wieder verpufft, verbunden mit einer bleiernen Kommunikationslosigkeit. Gut ist das fürs kreative Arbeiten und für Projekte, die Zeit und Geduld erfordern. Und morgen wird es mit dem Abschluss eines Armband-Projekts auch wieder kunsthandwerkliche Abwechslung im Kontext der Wunschbaum-Manufaktur geben.

Holzbrand im Schmuddelwinter

V. und mit ihm der Rest der Familie hat in dieser Ofensaison richtig Freude am Holzbrand entwickelt, gerade wegen der wohligen Wärme, die solchem Schmuddelwinterwetter einfach guttut. Das bestimmt zehn Jahre abgelagerte Fichtenholz brennt tatsächlich wie Zunder weg, mit einem riesigen Verbrauch, der durch die kühle Witterung noch angeheizt wird. Denn bei kühler Luft zieht der ausgebaute Ofen besonders gut. Und das Fichtenholz heizt zwar besonders gut auf, hält aber nicht lange an. Gut, dass wir zwischendurch auch noch ergiebigere Arten eingestreut haben, einige Abschnitte Obstbaumholz oder auch mal Buche oder Hainbuche. Denn ohne diese Beimengung wäre der diesmal wirklich umfangreiche Vorrat allzu schnell aufgebraucht. Es dürfte jetzt schon die Hälfte abgetragen sein. So hoffe ich, dass wir mit der bevorrateten Menge bis zum Ende der Ofensaison auch auskommen. Bei so ungemütlichem Wetter nochmal mit dem Sägen anzufangen, ist mir weniger sympathisch.

Verlängerung für den Weihnachtsbaum

Nach außen habe wir den Weihnachtsschmuck heute hinter uns gelassen. Alles ist wieder gut verpackt und bezeichnet, damit ich in der neuen Weihnachtssaison nicht lange suchen muss. Auch einen Teil der Lichterketten und weihnachtlichen Dekoration im Haus haben wir bereits abgeräumt und zum Teil an ihren Aufbewahrungsplatz gebracht. Nur den Weihnachtsbaum selbst und die Lichterdekoration am Wohnzimmerschrank wollten wir noch eine Woche länger auf uns wirken lassen. Denn gefühlt, von der inneren Wahrnehmung her, ist für uns die Weihnachtszeit noch nicht zum Ende gekommen. Gerade bei neuerdings aufgekommenen Winterkälte, wirkt die symbolische Wärme und das Licht des Baums vielleicht gerade jetzt weihnachtlicher als in den Wochen zuvor. Gute Gründe, diese Verlängerung einzulegen, die wir sicher nicht bereuen werden.

Das innere Licht während der Raunächte

Das ist wohl die seltsamsten Raunächte, die wir in den letzten Jahren erlebt haben. Die milde regnerische Witterung passt so gar nicht zu diesen Tagen zwischen den Jahren, die gleichzeitig rückblickend und vorausschauend sein sollen. Das Untypische der äußeren Verhältnisse verstärkt dagegen die Haftung an dieses krisenhafte Jahr, statt uns zu helfen, einen symbolischen Aufbruch vorzubereiten. Die Beschäftigung mit den Lichtern der Weihnacht sind für mich in dieser Situation wichtig, weil sie nach innen gerichtet ist und die Spiegelung im Außen, das so wenig aufbauend wirkt, vermeidet. Und tatsächlich scheint es das Beste, das wir überhaupt tun können. Um die Tage mit der längsten Dunkelheit die Innenschau zu pflegen und damit den Gegenpol, der mit dem zunehmenden Licht des Frühjahrs durch die Orientierung nach Außen umgekehrt wird. Das Licht am und um den Weihnachtsbaum ist uns ein symbolhafter Ersatz, der uns die Sonne im tiefsten Winter schenkt und damit etwas Innerliches hervorzukehren hilft.

Ungeteilte Aufmerksamkeit für Charaktertypen

Einer der Vorzüge meiner Manufakturarbeit mit so unterschiedlichen Holzarten ist es, das ganze Jahr über alle Arten in abwechslungsreicher Form vor mir zu haben und intensiv zu bearbeiten. Die Gedanken sind bei diesen über Stunden gehenden Arbeitsschritten sowohl bei dem jeweiligen Baum als auch bei den Personen, die sich in den Lebensbaum- und Wunschbaum-Armbändern persönlich spiegeln. Es ist das Allgemeingültige bestimmter Charaktertypen, das sich in diesen Formen Ausdruck verleihen kann. Ich freue mich ungemein, durch die kunsthandwerkliche Arbeit dieses möglich machen zu können, gerade auch in der Vorweihnachtszeit. So war es heute der Haselstrauch, der durch die Holzarbeit für mich lebendig wurde, mitten im Winter. Fast scheint es so, als ob das Charakteristische der Art gerade in der Zeit längster Dunkelheit aktualisiert und vergegenwärtigt werden kann, vielleicht weil es jetzt so Weniges gibt, das von der Aufmerksamkeit ablenken könnte.

Winterliche Erwägungen

Jetzt wird’s richtig winterlich, das ist schon nicht mehr die Übergangswitterung des Novembers, eher wirklich kaltes Winterwetter, bei dem die Winterjacke nicht mehr wegzudenken ist und man aber immer öfter den Einsatz des Holzofens in Erwägung zieht. Eigentlich wäre das jetzt schon angenehm, aber M. wird sich wie immer noch eine Weile zur Wehr setzen. Dennoch kann ich mir vorstellen, dass wir ausnahmsweise schon vor Weihnachten mit der Holzofensaison beginnen. Der Atmosphäre in der Adventszeit täte es gut, und an wirklich wärmeren Tagen kann man ja auch mal aussetzen. So hätte sich das aufwändige Bevorraten an abgelagertem und ofengerecht dimensioniertem Fichten- und Obstbaumholz auch wirklich gelohnt.

Letztes Herbstlaub

Bei den wiederholt frostigen Nächten sahen sich jetzt auch die zähesten Bäume gezwungen, den Rest ihres Laubs abzuwerfen. Nun steht auch unser Nashi-Birnenbaum ganz kahl da. Und der Rasen und die Pflanzflächen sind schon wieder mit Herbstlaub bedeckt. Eine Arbeit fürs Wochenende, zusammen mit dem Ausgraben der letzten noch in der Erde verbliebenen Wurzeln von Stauden, die uns im Sommer so viel Freude gemacht haben. Dann haben wir die aktive Gartensaison wohl endgültig abgeschlossen und können uns ganz der Vorbereitung der Adventszeit mit den vielen ebenfalls vegetabilen Gestaltungen widmen.

Novemberblues und Rückzug

Der November hat schon Auswirkungen auf die psychischen Befindlichkeiten. Das ist schon ganz typisch ausgeformt. Der November steht eben für den Übergang zum Winter und exemplarisch für den Rückzug des Vegetabilen in die Erde, die Rückwärtsbewegung, nachdem die Pflanzen sich über die Sommermonate nach außen gerichtet und ausgeweitet haben. Offenbar wirkt das ganz konkret körperlich auch auf uns Menschen, die wir uns in gleichem Maße auf uns selbst zurückgeworfen fühlen und den Aufenthalt in Innenräumen und die Innenschau stärker bevorzugen. Leider wirkt sich das auch auf die Kommunikation aus und macht kooperative Projekt besonders schwierig umsetzbar. Meine Geduld wir da noch stärker strapaziert. Aber ich tröste mich damit, dass wir alle relativ gleichartig von diesen ökologischen Faktoren betroffen und beeindruckt sind. Das wiederum schafft eine Gemeinsamkeit, die sonst nicht so bewusst ist.

Zum Ende einer frustrierenden Nutzgartensaison

Es geht ein Oktober zu Ende, in dem es zwar etwas mehr Sonne gab als im Vorjahresmonat, der aber zuletzt jahreszeitentypisch die Trübnis des Novembers hat vorausahnen lassen. Deshalb habe ich auch die Chilipflanzen gestern endgültig entfernt, weil die Blüte um mindestens zwei Monate zu spät kam und keine Aussicht mehr bestand, dass die Schoten noch ausreifen können. Das ist jammerschade, aber eine Folge dieses in Sachen Garten und Anpflanzen absolut verzögerten und frustrierenden Gartenjahres. Bei den jetzt ungemütlich und nahe dem Gefrierpunkt liegenden Nächten ist es nur noch eine Frage von Tagen, bis die Pflanzen degenerieren und die Blätter erschlaffen. Dann ist das Wachstum ohnehin beendet. So werde ich im nächsten Jahr wohl mit neu gekauften Samen starten müssen, da ich ja in Ermangelung von Schoten keine von den vorhandenen Pflanzen sammeln konnte. Die Wunderbäume werde ich erst in ca. 1-2 Wochen entfernen, denn sie haben sich noch gut gehalten und sind so schön hoch gewachsen, dass ich sie noch ein wenig im Blick behalten möchte.

Winterbepflanzung rechtzeitig vor Allerheiligen

M. war es wichtig, noch vor Allerheiligen die Winterbepflanzung für unsere Blumentröge, -kübel und -töpfe noch zu realisieren. Das ist Tradition und auch ein Stück unserer traditionellen Wahrnehmung, dem bewussten Leben mit den Jahreszeiten und ihren jeweiligen symbolischen Implikationen. Da das für mich von nicht geringerer Bedeutung ist, habe ich das Vorhaben trotz des schlechten Wetters natürlich unterstützt. Letztlich konnten wir am Nachmittag genau die Zeit abpassen, ab der der Regen einem trüben, aber trockenen Wetter gewichen war. Die alten Blumen herausnehmen, z. T. an anderer Stelle im Garten z. B. kurzzeitig einpflanzen, oder aber kompostieren, wo nötig ein wenig frische Erde auffüllen und die neuen Pflanzen einsetzen – das sind die Aufgaben. Wie sonst auch haben wir Erika in verschiedenen Farben, weiß, rot oder gemischt, sowie Stiefmütterchen in Blau-Weiß und Blau-Gelb eingepflanzt. Die besorgte Anzahl war genau passend. In den nächsten Wochen werden wir bei Gelegenheit noch Moos vom Waldrand besorgen und die Zwischenräume damit auskleiden. Das ist immer eine schöne symbolische Geste, die zum Winter passt und optisch die Idee des Wärmenden in Form bringt. Das finde ich ganz spannend, auch wenn diese Arten eigentlich nicht sehr kälteempfindlich sind und die Wintersymbolik insofern nicht benötigten.

Jahreszeitliche Übergangswahrnehmungen

Das ist wieder so eine typische Übergangszeit, in der alles wie in der Schwebe befindlich scheint. Diesmal der Übergang vom Herbst in die Vorwinterzeit, die keine wirklich erkennbaren Merkmale beider Zeiten erkennen lässt. Die Bäume verlieren jetzt fast überall ihre Blätter, je nach Art sehr unterschiedlich schnell und manchmal auch über Nacht, durch an den Gefrierpunkt reichende Temperaturen. Aber sie zeigen eben noch Reste ihres Sommerlebens. Und doch ist es noch nicht ganz November, der schon deutlicher den Umbruch anzeigt und dann endgültig auf den Rückzug, die Innenorientierung hindeutet und diese Tendenz im Außen auch widerspiegelt. Ich hoffe nur, die Wirkung auf unsere Motivationen wird nicht zu sehr spürbar werden.

Unser traditionelles Brennholzprojekt ist abgeschlossen

Es war doch noch einmal ziemlicher Aufwand, aber jetzt ist der Wintervorrat an ofengerecht aufbereitetem Brennholz endlich unter Dach und Fach. Um das Thema müssen wir uns jetzt nicht mehr kümmern. Gespannt bin ich, wann die Saison in diesem Jahr beginnen wird, vermutlich aber früher als sonst bei uns üblich. Und irgendwie freue ich mich auch schon auf die wohlige Ofenwärme, die bei einer ungefähr gleichgewichtigen Mischung von gut abgelagertem Fichtenholz und Obstbaumabschnitten, die länger anhalten, absolut zu erwarten ist. Neben den bloßen Nutzen war es für mich v. a. von traditioneller Bedeutung, einige dieser Holzarbeiten mit V. zusammen durchführen zu können. Das war zuletzt nicht mehr so häufig der Fall und deshalb nicht mehr selbstverständlich.

Brennholz und Heizkostenkalkül

Ich schätze, den Rest der Brennholzscheite von letzter Woche für diesen Winter werden wir wohl morgen klein sägen und damit den Holzvorrat komplettieren. Es wird ungemütlich und ziemlich kühl sein, aber im November ist es meist noch unangenehmer, dann ist dieses Wochenende wohl die bessere Wahl. Auf die Ofensaison freue ich mich schon, auch weil V. schon angekündigt hat, sie dieses Jahr vorzuziehen, nicht erst nach Neujahr damit zu starten. Dann wird das Fichten- und Obstbaumholz auch wirklich verbraucht werden, und die nicht unerheblichen Heizkosten dieses Winters dürften sich auch in Grenzen halten lassen.

Anstrengender Brennholztag mit Tradition

Es ist erstaunlich, dass V. nach dem Zustand der letzten Monate heute tatsächlich den ganzen Tag über bei unserem Brennholzmachen zumindest anwesend war. So wie früher war eine Beteiligung zwar nicht möglich und ich habe seine traditionellen Aufgaben größtenteils selbst übernommen. Aber insgesamt ist es doch ein Erfolg und einfach schön, dass die traditionelle Gemeinschaftsarbeit auch in diesem Jahr wieder möglich war. Leider bleib trotz des Ganztageseinsatzes und einer erheblichen Kraftanstrengung bei uns allen, doch noch ein Rest Arbeit übrig. Die zweite Fuhre mit überwiegend Fichtenholzscheiten konnten wir am Ende des Tages doch nicht mehr in ofengerechte Abschnitte sägen und mussten sie wiederum aufstapeln, um das in einigen Tagen nachzuholen. Schade, mit ein paar Stunden mehr Zeit und Tageshelligkeit hätten wir den ganzen Wintervorrat an einem Tag unter Dach und Fach bringen können. Aber das sollte dann doch nicht sein. Also noch eine weitere Aktion mit der großen Kreissäge, und anschließend können wir beruhigt der Holzofensaison entgegensehen.

Für Brennholz sorgen

Die Gartenarbeiten sind zwar zur Vorbereitung des Winters noch nicht ganz abgeschlossen, aber doch zum größeren Teil. Und da auch die diversen Ernteeinsätze hinter uns liegen, bietet das Wochenende erstmals wieder Gelegenheit, den Brennholzvorrat für die kommende Holzofensaison anzulegen. Vor einigen Monaten hatten wir schon einmal einige Abschnitte gesägt und die Abfallstücke zum Brennholz gegeben. Außerdem ist im Hof seitdem ein kleiner Stapel vorhanden, den wir zusätzlich im Winter nutzen können. Aber das eigentliche Reservoir muss noch gefüllt werden. Morgen wollen wir mindestens eine Wagenladung herbeischaffen und in ofengerechte Abschnitte sägen. Und vielleicht ja auch noch eine zweite, falls es für V. nicht zu anstrengend wird. Immerhin, mit der neuen Erkenntnis als mögliche Erklärung für Vs Zustand hätte ich heute nicht mehr gerechnet. Das macht uns wieder Mut und lässt uns diesbezüglich auf einmal zuversichtlicher sein.

Kalte Jahreszeiten und Innenschau

Seit langem wird das einmal wieder ein Wochenende ohne Holzarbeit. Das ist schon fast ungewohnt, ähnelten sich die Abläufe während der letzten Monate an Wochenenden doch sehr. Aber es ist auch stimmig, da das Arbeiten draußen bei kühleren Temperaturen nicht mehr ganz so angenehm ist, gerade bei stundenlangen sitzenden Routinearbeiten. So freue ich durchaus auch auf das Kelleratelier, da es in der kälteren Jahreszeit eine stärkere Innenschau und Konzentration auf den Arbeitsgegenstand selbst möglich macht – eine andere, nicht minder wichtige Facette der kommunikativen Symbolarbeit mit Bäumen und Hölzern.

Jahreszeiten, Hölzer und Energiedifferenzen

Die Holzarbeit am Nachmittag fiel genau in die Stunden, die von Licht und spätsommerlicher Sonne geprägt waren. Besser kann es nicht kommen, denn die kunsthandwerkliche Arbeit mit den verschiedenen Holzarten ist immer vom Licht begünstigt. Das Arbeiten daran während der lichten Jahreszeiten hat insofern eine ganz andere Qualität, näher am lebenden Baum als in der dunklen Jahreszeit, während der die rein symbolischen und energetischen Ebenen der Bäume in den gestalteten Formen viel stärker zum Tragen kommen, in Ermangelung einer Präsenz lebender Bäume und auch aufgrund der stärkeren Fixierung auf das Material während der Arbeit. Auch das hat seinen Reiz, den Reiz des isolierten Andersweltigen, würde ich sagen. Aber die Nähe zu den lebenden Bäumen, wie jetzt im Sommer, wenn die Gartenbäume in meinem Rücken grünen und fruchten, während ich die Hölzer in Form bringe, färbt schon ein wenig auf die Arbeitsprodukte selbst ab. So könnte man sagen, es gibt Sommer- und Winterarmbänder, auch wenn sie immer nach einheitlichem Plan hergestellt sind. Die Energie mag aber zumindest kurzzeitig eine andere sein.

Winter-Frühling

Fast schon winterlich ist das, mit Schneeverwehungen und scheußlich kalt. Das kann man nach den wunderbaren Sonnentagen kaum noch ertragen. Eine dieser Kapriolen, die uns der Klimawandel immer wieder beschert. Leider ergänzt sich das mit der eingefrorenen Stimmung unter den Menschen. Da sehne ich die stabilen Frühlingstage mit dem von der Sonne beschienenen halbtransparenten Grün der gerade wieder erwachenden Bäume herbei. Und mehr Normalität, die auf- und durchatmen lässt.