Aufbauendes Biowetter

Es ist ein Segen, dass der Frühlingsbeginn zumindest von den Meteorologen in Aussicht gestellt wurde. Bei dem Dauerregen und dem dauertrüben Wetter kann man es kaum noch glauben. Aber der Frühlingsbeginn wird den Menschen Auftrieb geben, erst recht, wenn er vom Grünen der Bäume begleitet wird, und vom Auftreten der ersten Baumblüten. Das haben wir wohl selten so herbeigesehnt wie nach diesem Januar und Februar, die beide extrem lichtarm ausgefallen sind. Endlich wieder aufbauendes Bio-Wetter sollte doch wenigstens ab März keine Seltenheit mehr sein.

Noch kein Frühling in Sicht

Wirklich besonders oder aufbauend schien uns dieser Einundzwanzigste nun nicht gerade zu sein. Wie schon so häufig in den letzten Jahren. Immerhin ist die Temperatur in unserer Region angestiegen, bei gleichleibendem Regen und unglaublicher Nässe, zudem sehr wenig Sonne. Da ist das zuletzt schon einmal aufgeblitzte Frühlingsfeeling gleich wieder verschwunden. Ich habe diese Eindrücke durch eine Überlandfahrt am Vormittag ein wenig aufzulockern versucht. Eine Fahrt durch schöne (Baum-)Landschaften war dann auch tatsächlich etwas, was den Kopf ein wenig freimachen konnte und etwas Entspannung in diesen anstrengenden Tagen mit sich brachte.

Winterliche Motivatoren

Man glaubt es nicht, aber das Wetter ist immer noch ein Gesprächsthema zwischen Menschen, die sich nicht so oft sehen und nicht sehr gut kennen. So habe ich das heute beim Arztgespräch mit M. beobachtet. Aber ich schätze, das hängt mit dem ungemütlichen Winter und der anhaltenden Lichtarmut zusammen, die einfach jedem inzwischen auf die Nerven gehen. Da sind einige Minuten Sonnenschein ein echtes Erlebnis und ein Mutmacher, die die biorhythmischen Tiefphasen zu überbrücken hilft. Das ungewöhnlich umfangreiche Manufakturprojekt mit einer ganzen Reihe von Lebensbaum-Armbändern konnte ich heute abschließen. Die Armbänder waren ja schon vor mindestens einer Woche fertiggestellt, aber bis zum Versenden sind eben gewisse Trocknungs- und Liegezeiten notwendig. Heute war es so weit, dass ich das Set auf die Reise ins Nachbarland schicken konnte. Ein schöner Gedanke und auch so ein Motivator, der den Sonnenphasen in etwa gleich kommt.

Biorhythmische Dysbalancen

Das Schmuddelwetter ging auch heute weiter und hatte so gar nichts von Lichtmess-Anmutung. Dabei fällt dieser Tag auf den morgen, den 2. Februar. Wieder einmal also ein Jahr, das schon mit unberechenbaren Wetterverhältnisse beginnt. Und wieder diese Bestätigung, dass ein globaler Klimawandel als Ursache nicht mehr zu leugnen ist. Ich hoffe, es gelingt uns nach solchen Phasen immer wieder die biorhythmischen Dysbalance, die gerade Menschen oft schmerzlich erleben, schnell auszugleichen. Das gelingt am besten, wenn die Bedingungen im Außen sich tatsächlich auch ändern und vor allem eine Richtung zeigen, zum Beispiel auf Frühling. Der wäre als Setting für die unruhigen Aktivitäten, die in den kommenden Wochen für uns anstehen, ein Gewinn. Und würde Anlass geben, die letzten Vorfrühlingsarbeiten im Garten zu erledigen, z. B. das Zurückschneiden der Gartenbäume, bevor die ersten neuen Triebe sich entfalten.

Das wars wohl mit dem goldenen Oktober

Leider ist der versprochene zweite Tag in Folge mit goldenem Oktoberwetter uns verwehr geblieben. Das war heute ein Tag fast ohne Sonnenphasen und auch nicht so mild temperiert wie angekündigt. Und da es in der neuen Woche mit Novemberwetter weitergehen soll, war das wohl ein sehr durchwachsener goldener Oktober. Seltsam, auch das war eher nicht zu erwarten gewesen, wenn man sich die sehr ertragreiche Baumobstsaison ansieht, die zumindest auf ein wachstumsförderliches und freundliches Frühjahr rückschließend lässt. Die Tendenz zu immer mehr durchwachsenem und unberechenbarem Wetter setzt sich eben fort. Und wenn ich auf den Kalender schaue, stelle ich fest, dass in etwas mehr als 4 Wochen schon die Adventszeit beginnt. Die ist dann unabhängig vom Wetter von eigener symbolgetränkter Wärme gekennzeichnet. Die vier Wochen bis dahin müssen wir dann einfach überstehen, und uns einige sonnendurchwirkte Tag zwischendrin wünschen.

Enttäuschender September mit überraschend guter Walnussernte

Der Wetterbericht ist auch nicht mehr das, was er einmal war. Die wiederholte Ankündigung von besserem Wetter ist jedenfalls nicht eingetreten. Bis heute jedenfalls. Und da wir morgen den traditionellen Besuch des Trödelmarkts in N. planen, kann ich nur auf einen Umbruch zum Sonntag hoffen. Und dass uns wenigstens noch ein paar Rest-Septembertage mit etwas Sonnenlicht vergönnt sind. Und danach hoffentlich ein Goldener Oktober als Entschädigung. Jahreszeitlich waren V. und ich heute durchaus unterwegs. Am Ortsrand, neben dem Bienenhaus, haben wir die zuletzt gefallenen Walnüsse aufgesammelt. Da wir dort viele Walnussbäume haben, die aber trotz ihrer Größe und Zahl in den Vorjahren fast nie nennenswerte Erträge brachten, meist weil schon die Blüte in dieser stets unterkühlten Grundstückecke mal wieder erfroren war, ist dieses Jahr ein seltenes Highlight zu verzeichnen. Erstmal können wir wirklich viele reife Walnüsse sammeln und trocknen. Die sind zwar ziemlich kleine und oft schwierig von der Schale zu trennen, aber geschmacklich sind sie in Ordnung. Allein heute Nachmittag haben wir zusammen einen halben großen Eimer aufgesammelt, und das werden wohl nicht die letzten gewesen sein. Später werden noch Esskastanie hinzukommen, die aber noch etwas länger brauchen. Darauf freue ich mich dann besonders, da frisch gegarten Esskastanie aus eigenem Anbau für mich eine wirkliche Delikatesse darstellen. Irgendwie noch spannender als die Walnüsse.

Wieder einmal ziemlich durcheinander

Das hat nun gar nichts mehr von Altweibersommer. Sollte dies wirklich schon der Frühherbst gewesen sein, diese wenigen sonnenreichen Tage? Sieht fast so aus, gleichzeitig bange ich schon um das Wochenende, wenn der Trödelmarkt in N. ansteht, der seit letztem Jahr nach langer Unterbrechung wieder stattfindet und der traditionell bei sehr angenehmem Spätsommerwetter erlebt werden konnte. Das aber könnte in diesem Jahr schwierig werden. Warten wir’s ab und hoffen auf unverhoffte Sonnenphasen ohne Regen zwischendurch. Für die Bäume ist es eine Erholung. Aber die Blumen werden den vielen Regen gerade um diese Zeit des Jahres nicht gut vertragen. Auch für die Chilipflanzen ist das nicht ideal, die gerade jetzt viel Sonne und möglichst auch Wärme benötigen, um ihre Schoten wirklich zur Reife zu bringen. Ist wieder einmal alles ziemlich durcheinander. verführt.

Sattes Grün als Entschädigung

Nach einer unruhigen Nacht hat sich dieser Tag als entspannender herausgestellt. Auch weil ich ziemlich durchgängig und ohne Ablenkung bei meinen Projekten bleiben konnte. Das ist etwas wert, vor allem, wenn die ganze Woche mit hektischen Wechseln von der einen Aufgabe zur nächsten geprägt war. Da ist der Blick durchs Fenster zwischendurch, auf die satt grünen Blätter der Weinreben und die schon langsam und nacheinander reifenden Weintrauben eine Freude. Überhaupt wuchert nach den Regentagen, die sich noch weiter fortsetzen sollen, zurzeit alles in gesättigten Grüntönen. Das ist zumindest optisch ein Genuss und entschädigt für die zeitweilige Kühle der Luft und den vielen Regenwolken, die die Sonne immer wieder vertreiben.

Eine zu lang anhaltende Sommerunterbrechung

Und jetzt hält der Regen auch noch länger an. Damit hatten wir nicht gerechnet, da auch der Wetterbericht irgendwie ganz anders klingt. Das gefällt uns mitten im Hochsommer natürlich nicht. Das Sommerfeeling leidet einfach sehr unter diesem Umstand. Gut nur, dass ich nach solchen Tagen das Gießen der Blumen spare. Aber Sonne und Wärme tagsüber wäre mir lieber, und die zig Gänge durch den Garten aus Anlass des Blumengießens sind eher Erholung. Ich hoffe sehr auf die Rückkehr der Hochsommeratmosphäre und auf weiter Baumobsternteaktionen, deren Erfolg eben auch von der möglichst konstanten Sonne und Wärme abhängt.

Ein idealtypischer Sommer-Sonntag

Schön, dass wir nach nur vier trüben und verregneten Tagen jetzt wieder zum zuvor schon erlebten Hochsommerwetter zurückgekehrt sind. Das war heute wieder ein im wörtlichen Sinne zu verstehender Sonntag, der so richtig zum idealtypischen Bild des Sommers passt. Auch wenn es unter freiem Himmel ein wenig zu knallig heiß gewesen wäre. Aber auch der Sonntag war wieder so mit Aufgaben zugepflastert, dass ich dazu ohnehin nicht gekommen wäre. Aber ungeschützt sich länger der Sonnenstrahlung auszusetzen, ist ohnehin nicht so empfehlenswert. Schade nur, dass ich in Sachen Baum- und Naturfotografie für dieses Frühjahr und den Sommer noch nicht sehr weit gekommen bin. Einige kleinere Reihen mit Baumblütenbilder und die Reihe der Maulbeerbaumbilder während der Fruchtreife sind es bisher geworden. Ich würde eigentlich gerne noch weitere Versuche mit den „schwierigen“ Baumblüten anschließen. Einfach weil man für die viele Versuche benötigt und nur manchmal bei den richtigen Lichtverhältnissen und dem richtigen Winkel wirklich gute Ergebnisse erzielen kann. Aber das braucht eben viel Zeit und lange Reihen, und das ist nicht wahrscheinlich in diesen mit vielfältigen Aufgaben übervollen Tagen.

Natürlicher Energievorschub

Durchwachsenes Wetter, wieder feucht warm und für die Menschen eher ungesund erleben wir diesen Juni-Anfang. Ich hoffe, die trockenere Wärme kehrt zurück, und auch die Sonne, die zuletzt so guttat. Denn die Pflanzen konnte ja jetzt einige Tag kräftig Flüssigkeit tanken und Wasserspeicher auffüllen. Jetzt muss die Sonne wieder übernehmen, damit es mit dem üppigen Grünen und Wachsen auch gut weitergeht. Ich freue mich auf den Baumsommer, wenn sich die Bäume in ihrer vitalsten und lebensbejahendsten Form zum Ausdruck bringen. Das kann auch für uns, die wir uns zwischen ihnen bewegen, nur von Vorteil sein und uns von außen Energie zuführen, die anderswo zu schnell verbraucht wird und dann fehlt.

Erschreckend planloses Jahr für Wetter und Vegetation

Js Geburtstag war angenehmer als man bei so wenig Sonne und Licht hätte erwarten können. Die wie schon gestern unverhoffte lauwarme Luft hat die Lichtarmut ausgeglichen und wirkte irgendwie erholsam, nach so viel nass-kaltem und richtig winterlichem Wetter, das uns nun schon den ganzen November begleitet. In Bezug auf die Sonnenstunden dürfte dieses Jahr auch insgesamt einen einsamen Negativrekord bedeuten. Das kann man jetzt schon sagen, da normalerweise im Dezember keine Sonnenlichtwunder mehr zu erwarten sind. Mindestens das kann im neuen Jahr nur besser werden. Vielleicht ist diese merkwürdige Lichtarmut auch der Grund für die unerwartete Art, wie sich die Pflanzen entwickelt haben. So vieles hat nicht geblüht oder trug später keine oder nur sehr wenige Früchte. Bei den Obstbäumen war das fast überall so zu beobachten. Aber auch viele Stauden und Sommerblumen zeigte erschreckend wenig Vitalität oder sind zur Unzeit zu stabilem Wachstum und Blüte gelangt, nämlich bis zu 2 Monate später als normalerweise. Das ging bis zu den Schädlingen. Ich denke da an den Buchsbaumzünsler, der im Herbst auf einmal der gerade erst frisch herausgewachsenen zarten Buchsbaumtriebe innerhalb weniger Tage weggefressen hatte. Im Herbst, wenn es unter normalen Umständen längst keine Raupen mehr gibt und sich diese schon Monate vorher als Schmetterlinge entpuppt haben. Dieses mal also alles anders und so abweichend, dass man nach rationalen Erklärungen vergeblich sucht. Mal sehe, vielleicht bekommen wir ja noch einen richtigen Winter.

Lichtes Sehen im Novemberdunkel

Einige Weichen haben wir heute für unsere Sehfähigkeit gestellt. Für M. und mich gleichzeitig. Gut, dass wir das endlich erledigt haben. Denn es ist für die täglichen Arbeiten einfach wichtig, gut zu sehen und sich bei bestimmten Tätigkeiten nicht abmühen zu müssen. Ich hoffe nur, das ich mich an die Umstellungen schnell gewöhne. Selbst fürs Fotografieren, den Blick durch den Sucher, ist das nicht unwichtig. Auch die fotografische Arbeit wird also davon profitieren, aber auch die kunsthandwerkliche Detailarbeit im Nahbereich dürfte weniger Umstände in Zukunft machen. Gut auch, dass wir gerade in dieser Novemberzeit mit größtmöglicher Lichtarmut diese Unterstützung des lichten Sehens anstoßen konnten. Solche Extremgegensätze können belebend wirken, wie wir in der Annäherung zur Weihnachtszeit wohl alle auch instinktiv spüren.

Ein sehr dürftiges Sonnenjahr

Die erhoffte Fortsetzung der Sonnentage zum Monatsende ist leider ausgeblieben. So schleppt sich das Minus der jährlichen Sonnenstundenbilanz weiter, möglicherweise bis zum Wochenende, was wohl das schlechteste Sonnenjahr seit mindestens 15 Jahren bedeutet. Die Leute verwechseln das immer, weil so viel von der Erhöhung der durchschnittlichen Jahrestemperatur die Rede ist, bei der jedes Jahr wieder einen Rekord bereithält. Aber die Temperaturen sagen eben nichts über die Sonnenstrahlung, ihre Intensität und Dauer aus. Die Dauer war in diesem Jahr sehr dürftig, eigentlich das ganze Jahr über, und gerade im Sommer. Und die Intensität war, wie ich aus meinen Messaufzeichnungen weiß, auch unterdurchschnittlich. Ein Sonnenjahr zum Vergessen eigentlich. Für die Bäume war es dennoch ganz gut, weil das Mehr an Regen auch während des Sommers ihrer Erholung nach Jahren mit heftigen Hitzeschäden zuträglich war. Nur deshalb lässt sich an diesem Einheitswetter und dem viel zu viel an Regen noch etwas Positives ablesen. Für das neue Jahr wünsche ich mir aber eine Rückkehr zu dem, was wir vor 30 Jahren unter Jahreszeiten verstanden haben und noch genießen konnten.

Mit Aufgaben kongruentes Wetter

Es ist interessant, dass das Wetter sich meist mit meinen Manufakturaufgaben kongruent zeigt. Aktuell wechseln sich ja regelmäßig schöne mit trüben Tagen ab. Aber der sonnenreiche und zudem nach Tagen empfindlicher Kälte jetzt wieder angenehm warme Tag fiel auf meine heute anstehende Außenarbeit mit dem ersten Arbeitsschritt zum Herstellen eines Vater, Mutter & Kind Armband-Sets. Das ist natürlich klasse, weil gerade diese Drechselarbeit bei warmem Wetter und Sonnenschein viel mehr Freude macht. Für die restlichen Arbeitsschritte muss ich zu der Jahreszeit zwar schon ins Kelleratelier ziehen und bei künstlicher Beleuchtung arbeiten. Aber das hat eher mit dem frühen Dunkelwerden und eben mit der Unberechenbarkeit der Witterung zu tun. Bei Düsternis und Kälte mehrere Stunden im Freien zu sitzen, ist im Oktober in der Regel nicht mehr machbar. Jetzt freue ich mich, in der kommenden Woche die Arbeit an dem Familienarmband-Set fortzuführen.

Ein selten gewordenes Markterlebnis ist ein wenig aus dem Tritt geraten

Nachdem wir etwa vier Jahre den Traditionströdelmarkt nicht besuchen konnten, war diese erste Gelegenheit nach der Wiederaufnahme durch den Veranstalter eine große Freude für uns. M. fand es auch wieder anregend, und sogar V. meinte im Vorfeld, den Markt wirklich zu vermissen, weil sich mit ihm interessante Erinnerungen verknüpfen. Leider muss man sagen, dass es so kühl und lichtreduziert an diesem Tag eigentlich noch nie war. Meist hatten wir an diesem letzten Sonntag im September immer super Spätsommerwetter. Heute war es das Glück der Besucher, dass einmal der Regen ausblieb, nachdem es Tage lang durchgeregnet hatte und morgen auch schon wieder damit weitergehen soll. Trocken ist es an diesem Veranstaltungsinseltag also geblieben. Aber so richtig Marktatmosphäre kommt eigentlich nur dann auf, wenn man sich in einigermaßen wohlig temperierter Luft bewegen kann. So bewegte sich die bestimmt nicht geringere Anzahl an Besuchern, im Vergleich zu früheren Jahren, doch in einer eher gedämpften Stimmung durch die Straßen. Nachholbedarf hatte erkennbar aber alle, einfach weil dieser spezielle Markt so lange nicht stattgefunden hatte, aber auch sonst vergleichbare Ereignisse seit den Corona-Jahren selten geworden sind. Ich interpretiere es so, dass man einfach noch einmal einen Neuanlauf benötigte, um ab dem Folgejahr wieder in den Traditionsmodus zurückzukehren. Das Markterlebnis selbst, aber auch die Fahrt hin und zurück, durch eine international geprägte Baumlandschaft, haben wir heute sehr genossen.

Lichtblicke im Dschungel der Abweichungen

Immerhin bin ich heute mit meiner aufwändigen Kodierungsarbeit gut vorangekommen. Und neben den vielen Routineerledigungen, die heute ebenfalls noch anstanden, hat die zwischendurch immer wieder sich Bahn brechende Sonne die Stimmung nicht nur bei uns etwas aufgehellt. Das Schönst aber ist die Aussicht auf einen Hochdruck-Sonntag mit wieder mehr Sonnenschein, bevor es dann nächste Woche wieder regnerisch weitergeht. Das sind gute Bedingungen für den geplanten Ausflug, für den M. hoffentlich bereit ist. Denn der Markt findet nach Jahren Pause erstmals wieder statt und hat in der Vergangenheit zu meinen Favoriten gezählt. Das ist wegen der Fahrt dorthin und zurück auch sonst ein Erlebnis, das in diesem Jahr nur extrem selten möglich war. Wie so vieles nicht mehr wie gewohnt und erwartet uns entgegentritt.

Herbstliche Kompensationen

Während dieser extrem ungemütlichen Tage fast ohne Licht und mit wenig Wärme bin ich stimmungsmäßig der Weihnachtszeit schon näher als dem Sommer. Dabei liegen die sehr sonnenreichen und auch warmen Spätsommertag gerade erst hinter uns. Mein Bedürfnis nach symbolischer Kompensation des fehlenden jahreszeitlichen Naturerlebnisses wächst jedenfalls. Und abgesehen von dem möglichen Trödelmarktbesuch am Wochenende fällt mir auch nicht mehr sehr vieles ein, was mich nach draußen zieht. Ein schöner Baumherbst mit typischem Herbstlaub im Rahmen eines goldenen Oktobers könnte so eine Attraktion sein. Ich hoffe, dass wir zumindest Ansätze davon noch erleben. Aber wenn nicht, kann die Zeit der Baumsymbole und Symbolbäume gerne auch schon etwas früher präsent sein. Etwa in Form einer vorgezogenen gefühlten Weihnachtszeit.

Schon wieder hat der Buchsbaumzünsler zugeschlagen

Was für ein Regen, da könnte man die Lust an allem verlieren, weil zu dem Menschenfrust noch die Ungemütlichkeit des Wetters kommt, und die Unmöglichkeit, sich draußen aufzuhalten. Zu allem Überfluss hat V. entdeckt, dass unser gerade erst von den Toten auferstandenen kleiner Buchsbaum, der gerade wieder kurze Triebe mit frischen Blättern ausgebildet hatte, tatsächlich komplett vom Buchsbaumzünsler zerfressen wurde. Ich hatte ihn mir bewusst immer wieder in den letzten Monaten angesehen und war sehr froh, dass er sich so gut erholt hatte und Hoffnung bestand, dass er im nächsten Jahr wieder zu einer einigermaßen ansehnlichen Gestalt heranwächst. Und jetzt, eine Woche nach meiner letzten Inspektion, ist er vollständig zerfressen und mit Gespinsten umgeben. Kein einziges grünes Blättchen ist mehr zu sehen. Und die dünnen grün-gelben Raupen winden sich zudem auch noch genüsslich auf den vertrockneten Rest des ehemals grünen Blattlaubs. Ich bin entsetzt, vor allem, weil das unter normalen Umständen nicht sein kann. Die Raupen müssten längst zu Schmetterlingen geworden sein. Und um diese Jahreszeit haben wir nie neue Zünsler beobachtet, das ist ja eigentlich ein Problem des Frühsommers. Jetzt also zum zweiten Mal im Frühherbst. Da könnte man die Lust verlieren. Aber natürlich werden wir erneut alles zurückschneiden und können nur hoffen, im neuen Jahr mit engmaschiger Kontrolle und wiederholten Spritzen mit dem biologischen Gegenmittel doch noch wieder zu einem grünen kleinen Buchsbaum zu kommen.

Schöner, aber baumlandschaftlich reizloser Hochsommersonntag

Es ist ja nun einmal ein unheimliches Wechselspiel bei dem Wetter. Aber heute war uns endlich wieder ein richtig angenehmer, weil gleichzeitig heller und warmer Hochsommertag vergönnt. Das Gute ist, dass weitere Tage in diesem Stil folgen sollen. Das macht mir Hoffnung, dass am Ende dieser Hochsommer die Erwartungen in einem gruseligen Wetterjahr noch erfüllen könnte. Beim Spaziergang am Abend habe ich eine ziemlich unattraktive Baumlandschaft vorgefunden. Es scheint, dass diese eine Übergangszeit ist, in der manche Baumfrüchte schon überreif geworden und damit unscheinbarer geworden sind und andere erst im Entstehen oder am Reifen sind. Deshalb zeigen sich kaum farbliche oder von den Fruchtformen motivierte Akzente, was aber auch etwas Beruhigendes an sich hat. Ich hoffe aber im Hinblick auf eine Erweiterung meines Naturfotoportfolios doch darauf, dass bald wieder eindrucksvoll Makroaufnahmen von Baumdetails möglich sein werden, dann wieder mit Schwerpunkt auf den Baumfrüchten.

Zur Belehrung der Anti-Klimakritiker

Und so geht es dann auch weiter, denn von Sommer ist absolut nichts zu bemerken. Herbstlicher könnte es kaum noch sein. Nicht nur wenig Sonnenlicht, es regnet zudem auch wieder ständig und ist ungewöhnlich kühl für die Jahreszeit. Nein, der Wettergott meint es in diesem Jahr nicht gut mir uns. Einzig positive Wirkung des Ganzen: Auch die letzten Kritiker an der langjährigen Ausformulierung der Klimakrise sollten inzwischen eines Besseren belehrt worden sein. Denn die Wirkungen des Klimas auf unsere Jahreszeiten bestimmendes, oder besser gesagt verrückendes, Wetter sollte wohl niemand mehr bestreiten können. Mir geht bei allem zu viel verloren, was von der Wahrnehmung unterscheidbarer Jahreszeiten im Spiegel des Wachstumszyklus von Bäumen und anderen Grünpflanzen zu kulturellen Formen sich erstreckt, die ihre Wurzeln in der Naturwahrnehmung haben. Wenn dieser Zusammenhang dauerhaft gestört und aus den Fugen geraten ist, nehmen wir das schmerzlich als Verlust wahr, mit allen demotivierenden und die Befindlichkeit verschlechternden Auswirkungen.

Wetterhoffnungen für das zweite Halbjahr

Der Witterungsverlauf dieses Jahres verlangt uns schon einige Geduld ab. Soweit ich mich erinnern kann, hat es so etwas noch nicht gegeben. So viel Regen seit Jahresbeginn und so wenig Sonnenstunden sind schon erschreckend und eigentlich unverständlich. Fast schon hat man die Hoffnung aufgegeben, dass es noch einmal eine Wetterwende geben könnte. Jetzt, wo wir kurz vor dem Sommerbeginn stehen, scheint das Jahr wettermäßig bereits verloren. So können wir uns immerhin über plötzliche Sonnendurchbrüche mit strahlendem Licht freuen, die es zwischendurch immer wieder gibt. Und wir können einfach davon ausgehen, dass die zweite Jahreshälfte ein ganz anderes Bild abgeben wird. Damit die Bäume und alle grünen Pflanzen die richtige Mischung von Feuchtigkeit, Sonne und abkühlenden Phasen erleben und sich von den Hitzeschäden der Vorjahre wieder erholen. Nur im Wasser versinken sollten sie eben auch nicht. Vor allem den mediterranen Arten, aber auch vielen Sommerblumen bekommt das genauso wenig wie anhaltende Lichtarmut.

Einmal den Alltag außer Acht lassen

In diesem Ausnahme-Mai zeigt sich die Sonne, wenn überhaupt, skurrilerweise nur noch gegen Abend. Verrückter und jahreszeitenuntypischer geht’s nicht mehr. Zudem soll das jetzt noch Tage so weiter laufen. Kein Wunder, dass dieses Wetter den Menschen aufs Gemüt schlägt. Nicht förderlich, wenn die Stimmung wegen unzähliger Unwägbarkeiten und unzufriedenstellender Zustände hierzulande wie in weiten Teilen der Welt sich ohnehin in Bodennähe bewegt. Da kann man beobachten, wie die Menschen bei jedem Sonnenstrahl förmlich aufatmen und sich spontan ins Freie begeben, wie zuletzt am Pfingstmontag, dem seit längerem schönsten Tag. Dann erhalten die einfachen Dinge wieder größere Bedeutung, wie einfach den Aufenthalt draußen zu genießen, die Geräusche, Farben, Lichtspiele in der Landschaft in sich aufnehmen, auch mal Details der Natur näher betrachten und einmal den Alltagswahnsinn, die viele oft nicht wohltuende Kommunikation, außer Acht lassen können. Na ja, vielleicht bekommen wir noch einen wenigstens angenehmen Sommer, mit Sonne und kühlendem Schatten unter üppig belaubten Bäumen.

Wetterfühlende Eigenschaften

Wetterfühlige haben es in diesen Spätwintertagen nicht gerade leicht. Vor allem, weil es, anders als der Ausdruck vermuten lässt, beim „Fühlen“ allein nicht bleibt. Die heftige Reaktion auf Witterungsbedingungen und v a. -schwankungen ist etwas ganz konkret Greifbares, was sich körperlich, meist schmerzhaft oder bewegungseinschränkend auswirkt. So ist es in unserer Familie derzeit bei allen, denn diese wetterfühlenden Eigenschaften teilen wir. Umso mehr sehnen wir den Frühling herbei, der nicht nur wieder Farbe und Helligkeit ins Gemüt wehen lässt. Er wirkt über die Biologie auch stark symbolisch und steht für Aufbruch und Lebensfreude. Eben für das, was uns nach langen Wintermonaten abhanden zu kommen droht, was nochmal reaktiviert werden will. Am einfachsten mit Unterstützung von außen. So hoffe ich auf das erste Grün bei den Bäumen und anderen Gehölzen. Auf die ersten Blüten jenseits von Hasel, Birke und Erle und auf die ersten wirklichen Farbakzente in der Baumlandschaft, die etwas später zu erwarten sind, die dann aber das Angekommen-Sein des Frühlings anzeigen.

Jahreswetterverlauf und Ernteresümee

Mein Besuch heute meinte auch, dass uns für Ende September doch noch ein paar schöne Tage vergönnt sind. Das ist wohl richtig, wenn es auch nur ein schwacher Trost ist für das extrem holprig verlaufene Wetterjahr. Gut an den starken Temperaturkontrasten zwischen Tag und Nacht, die kennzeichnend für diese Übergangszeit zwischen Spätsommer und Herbst sind, ist der Anreiz für die letzten Früchte, doch noch auszureifen. Das beobachte ich v. a. bei den Chilipflanzen, die wie viel zu spät, aber wohl doch noch gerade rechtzeitig beginnen, ihre Schoten zur Reife zu bringen. Neben den wenigen bereits rot ausgereiften Schoten, die ich vor einigen Wochen bereits ernten konnte, sind jetzt erstmals auch jüngere dabei sich zu verfärben. Aus denen könnte noch etwas werden, v. a. wenn es noch einige warme und nicht zu feuchte Tage im Oktober gibt. Für die immer noch neu hinzukommenden Blüten dagegen dürfte es jetzt schon zu spät sein. Es ist schwer vorstellbar, dass daraus noch Schoten entstehen könnten, die wachsen und reifen. So rechne ich zwar noch mit einer Ernte. Die wird aber sehr dürftig ausfallen, v. a. gemessen an den Bemühungen bei der Aussaat und Anzucht und angesichts der Tatsache, dass ich so viele verschiedene Sorten ausgesät hatte. Nun, es ist mit eine Lehre und ein Anreiz, das Vorgehen im kommenden Frühjahr zu modifizieren. Erfreulich ist immerhin, dass ich von zwei Arten Samen gewinnen kann, die ich im Frühjahr erneut aussähen kann. Das sind Samen von der einen ausgewachsenen Pflanze der Sorte Bhut Jolokia und solche von den Glocken-Chilis, die im Übrigen ganz toll geformt Chilischoten ausgebildet haben. Die will ich deshalb noch einmal versuchen.

Vorgezogener Altweibersommer

Nach dem zu nassen und zu trüben August freue ich mich sehr, dass wir einen vorgezogenen Altweibersommer erwarten dürfen. So sieht es nach der Wettervorhersage aus, mit für diese Zeit schon fast zu hohen Temperaturerwartungen, was aber zumindest auf Sonne und Licht hindeutet. Das finde ich klasse, als Entschädigung für die verpatzte Schlussphase des Sommers, aber auch, weil wir ja noch einige Aktionen mit Brennholz und Gartenarbeit planen, für die solche Witterung den idealen Rahmen bietet. Damit sollte auch die dieses Jahr bescheidene Weintraubenernte und die restliche Baumobsternte bei dafür angemessenem Wetter stattfinden können. Gut für diese Arbeiten und gut auch für das Gemüt, das zunehmend häufig auf Unterstützung von außen angewiesen ist.

Spiegel des Klimawandels

Ein arbeitsreicher Ausklang des Augusts, mit einer Mischung aus Alltagserledigungen, Projektarbeit und Kunsthandwerk, konnten wir heute erleben. Das Ganze bei gemischtem Wetter, von deutlich kühl bis frühherbstlich warm, immer im Wechsel, von Regenphasen bis zu sonnigen Abschnitten. Fast eine komprimierte Form dessen, was wir in diesem außergewöhnlichen August durchgehend erlebt haben. Wie ein Spiegel der Wetterfolgen des Klimawandels, der sich in so vielen alltagsrelevanten Bereichen auswirkt. Bis hin zur psychischen Verfassung der Menschen. So freue ich mich auf den Start ins Wochenende und die bevorstehenden kreativen Aufgaben rund um den Garten, die Bäume und deren Holz.

Ein Hochsommer mit Extremen und Ausgleichsphasen

Der Atelierarbeitsplatz draußen ist im Hochsommer gerade bei solchem entspannt feuchten Wetter besonders angenehm. Denn die Temperatur ist noch sommerlich zu nennen, es blendet nichts, ist aber hell genug, und die Luft ist angenehm regen-feucht, nicht schwül, wie in den zurückliegenden heißen Wochen. Nicht so ganz passt zu dieser Erfahrung die Nachricht, dass dieser Juli global betrachtet der heißeste aller Zeiten gewesen sei. Eben global und im Durchschnitt, bei uns eher nicht, Gott sei Dank. Für den Garten, die Blumen, Stauden und Bäume, aber auch die vegetabile Landschaft weiter draußen, ist dieses Regenintermezzo ein Segen. Erholsam eigentlich für alle Pflanzen. Aber besonders die Bäume, die sonst kein Gießwasser erhalten, können in diesen Tagen Flüssigkeit tanken, um in den sicher wieder zurückkehrenden Hitzetagen besser gewappnet zu sein. Und die Frucht tragenden Arten haben endlich Gelegenheit, ihre Früchte groß und prall werden zu lassen. Wenn später im August dann noch viel Sonne und trockenere Phasen folgen, kann es noch ein gutes Baumobstjahr werden, was zuletzt nicht so aussah. So hat jeder jahreszeitliche Verlauf seine Besonderheiten. Der diesjährige zeigt zumindest einige Ausgleichsphasen inmitten langer Extremperioden.

Gleichgewicht mit unsichtbaren Wesenheiten

Dass wir gerade vom Sommerwetter abgeschnitten sind, ist für die Grünpflanzen und Bäume erholsam. Auch müssen wir mal nicht so viel gießen, mit der Aussicht, dass die Regenwasservorräte in den kommenden Tagen wieder aufgefüllt werden. Und auch für uns bedeutet es eine Art Erholungspause von dem zeitweisen Zuviel an Hitze. So bin ich ganz froh, dass sich die Rekorde nicht ständig selbst überbieten und es auch Ausgleichsphasen zwischendurch gibt. Wir benötigen solche Erfahrungen auch als Spiegel für die eigene Befindlichkeit und Haltung, die bei den Umständen zunehmend zu Extremen neigt. Das Gleichgewicht zu suchen und zu halten, ist darum gerade jetzt umso wichtiger. Wenn uns die umgebende Natur dazu Anregungen liefert, kann das hilfreich sein. Eine Unterstützung von den teils unsichtbaren lebendigen Wesenheiten um uns herum.

Sonnen- und sommerliche Wetterbilanzen

Eine tolle Sonnenstundenbilanz haben wir in diesem ersten Drittel des Monats erreicht. Wenn das so durchgehend bis zum Monatsende weiterginge, wäre es ein nie dagewesenes Ergebnis. Allerdings ist das nicht zu erwarten. Nur Sonne gab es bisher noch nicht, es passte auch nicht zu den eher von Wetterextremen gekennzeichneten Klimatendenzen der letzten Jahre. Ich hoffe aber, dass wir keine zu extreme Dauerhitze erleben, und auch keine extremen Niederschläge. Denn beides schadet den Pflanzen und schlägt auch uns auf die körperliche und seelische Konstitution. So warm wie heute wäre schon fast zu viel, wenn man es sich als Dauerzustand vorstellt. Gemäßigtes Frühsommerwetter bis 25 Grade dagegen wäre sicher ganz nach unserem Geschmack. Denn dann kann man sich mit Erholungswert viel im Freien aufhalten, ohne dass diese Sommerzeit zum biologischen Stresstest wird. So wünsche ich uns allen wie den Bäumen und allen Grünpflanzen einen moderat warmen und immer sonnengesättigten ausgedehnten Sommer.

Gegen Winterende lohnt der Holzbrand besonders

Nun hat das Kleinteilige Brennholz, das wir nachträglich noch herbeigeschafft und unserem Vorrat hinzugefügt hatten, doch noch etwa drei Tage länger ausgereicht, als ich das vorhergesagt hatte. Immerhin, so wächst die Aussicht auf genug Brennmaterial vielleicht noch bis zur letzten Märzwoche, oder zumindest bis in die dritte Märzwoche hinein. Das ist vor allem deshalb erfreulich, als das aktuelle Wetter scheußlicher und ungemütlicher nicht mehr sein könnte, sogar nasser Schnee und Schneeregen waren heute dabei. Etwas, das wir den ganzen Winter so noch nicht erlebt haben. Die Nadelholzabschnitte waren insofern in dieser Heizsaison ein Segen, weil sie eine schöne, bullige Wärme erzeugen. Man benötigt eben unheimlich viel Volumen, um diese Wirkung zu erreichen, aber im Ergebnis ist das sehr schön. Da werden wir uns in einigen Wochen mit der Heizkörperwärme wieder umstellen müssen. Aber dann wir hoffentlich auch der Frühling den Heizbedarf reduzieren.