Ein neuer Blick auf die vegetabile Weihnachtssymbolik

An diesem letzten Tag in der Weihnachtszeit, die mir vor dem richtigen Start ins neue Arbeitsjahr übriggeblieben ist, habe ich mich noch einmal, quasi abschließend, mit meinen Weihnachtsfotografien beschäftigt. Bei einigen Microstock-Portfolios habe ich die zuletzt realisierte Auswahl noch hochgeladen und mit Beschreibungen und Bezeichnungen versehen. Auch die physischen Weihnachtsgrußkarten für die kommende Weihnachtssaison habe ich schon aus der neuen Auswahl ausgedruckt und fertiggestellt. Einfach weil es mir wichtig ist, dass diese Arbeiten noch unter dem Eindruck der Weihnachtszeit und ihrer besonderen Ästhetik stattfinden. Zwei der jüngsten weihnachtlichen Bildillustrationen mit Schwerpunkt auf traditioneller vegetabiler Weihnachtssymbolik und einer bewusst authentischen Lichtstimmung habe ich hier eingefügt:

Weihnachtliche Laterne als Tischdekoration im festlich erleuchteten Weihnachtszimmer
Nahaufnahme eines roten Weihnachtssterns vor dem Weihnachtsbaum

Erste Weihnachtsfeiertagsimpressionen 2025

Abstrakte Weihnachtszimmerimpression 20215 I
Amaryllis-Gesteck vor Weihnachtsbaum 2025

Den zweiten Weihnachtsfeiertag haben wir ganz besonders ruhig zuhause verbracht, und die Ruhe genossen. Das war auch wichtig, nachdem die Arbeit und die Vorbereitungen ja bis in den Heiligen Abend hinein gereicht haben. Es war mir auch wichtig, den Weihnachtsgedanken noch einmal ganz bewusst in den Blick zu nehmen und meine Traditionslektüre einiger auf Weihnachten bezogener Vorträge Rudolf Steiners wieder zu lesen. Diese Texte wirken auf mich immer wieder neu und vermitteln neue Erkenntnisse, schärfen den Blick auf neue Aspekte dessen, was uns christliches Gedankengut und christliche Anschauung für das Leben insgesamt mit auf den Weg geben. Ein Rückblick und Reflektieren der Geschenke, sowohl der erhaltenen, als auch der verschenkten, war auch ein Element dieses Weihnachtstages. Und schließlich war es mir wichtig, meine ersten Weihnachtsfotografien 2025 zu realisieren, gerade weil M. so schöne Amaryllis als Geschenk erhalten hat, die sich auf dem Gabentisch und vor dem Weihnachtsbaum thematisch sehr schön ins Bild setzen ließen.

Weihnachtszeit, Autobiographie und belebender Sinn

Mit dem Beginn des Dezembers geht’s nun doch sehr schnell auf Weihnachten zu. Und wie immer verdichten sich dann auch die Aufgaben, die in diesem Kalenderjahr noch unbedingt zum Abschluss zu bringen sind. Es ist diese Überlagerung von Weihnachtszeit und Jahreswechsel, der uns vor Herausforderungen stellt. Denn das eine wirkt dem anderen eigentlich entgegen. In unseren hochnervösen und hochtechnisierten Zivilisationsgesellschaften ist da eine Art besonderer Anstrengung erforderlich, um das Weihnachtliche trotzdem mit Sinn und belebendem Sinn zu füllen. Oder besser, den ohnehin unverrückbaren und immer schon vorhandenen Sinn im Bewusstsein und konkreten Erleben hervorzuholen. Das ist wohl das eigentlich zum Advent gehörende, sich Annähern an einen Ruhepunkt, eine uns allen gemeinsame geistige Quelle. Da das für uns fast gar nicht mehr alltäglich und selbstverständlich ist, hilft uns die Adventszeit, uns wenigstens und ganz besonders in dieser Zeit dem wirklich Wichtigen bewusst anzunähern. Ich würde sagen, dass ich das auch im übrigen Jahr versuche. Aber in der Weihnachtszeit erhält es eben ein gemeinschaftlich, traditionell und kulturell verankertes Setting, und dann ist das leichter und für alle eindrücklicher teilbar. Die weihnachtliche Pflanzensymbolik und der Weihnachtsbaum, die uns in diesen Wochen immer auch beschäftigen, sind nur einige der Bestandteile dieser Zeit der Annäherung, aber sie gehören zu denen, mit denen die meisten doch etwas Autobiographisches und mit der Familie Zusammenhängendes verbinden.

Innerliche Verbundenheit mit der Weihnachtszeit

Nach dem stimmungsvollen 1. Advent bin ich doch sehr froh, dass wir uns die umfangreiche Mühe rund ums adventliche Dekorieren und Arrangieren gemacht haben. Damit können mindestens 6 Wochen einer nach Innen gerichteten Weihnachtszeit beginnen, die in diesen Arrangements und Lichteindrücken nur ihre äußerliche Verstärkung erhält, wobei der Eindruck selbst umgekehrt das Symbolbewusstsein und die wirkliche Bedeutung des Weihnachtlichen eben wiederum unterstützt. Ich hoffe, wir können das auch so wahrnehmen und sehen uns nicht durch unvorhergesehene Katastrophen abgehalten oder abgelenkt. Auch das musste mir nicht selten gerade um die Weihnachtszeit herum erleben. Umso schöner sind positive Abweichungen, Manifestationen des traditionell Erwartbaren, die in die Richtung dessen gehen, was wir aus Kindheitstagen her an innerlicher Verbundenheit mit und durch die Weihnachtszeit in uns aufnehmen durften.

Weihnachtspflanzen und Lichtsymbolik

Tatsächlich hätte ich nicht gedacht, gestern und heute das Dekorieren und Arrangieren zur Vorbereitung der Weihnachtszeit so weit voranzubringen. Da zahlt es sich wohl aus, dass ich am Ende der Weihnachtssaison immer alles sehr sorgfältig verpacke und sortiere, so dass nicht erst ein großes Suchen gestartet werden muss. Aber auch sonst ist es sehr flüssig vorangegangen. Alles habe ich nicht aufgebaut und geschmückt. Aber das finde ich auch besser, weil es eher atmosphärischer wirkt, wenn es in jedem Jahr veränderte Schwerpunkte gibt. Und die wichtigen Dinge, an denen uns allen etwas liegt, kommen ohnehin zur Geltung und werden uns sicher im Laufe der Weihnachtszeit viel Freude bereiten. Vor allem all die vegetabile Weihnachtssymbolik, die traditionellen weihnachtlichen Formen und die weihnachtlichen Lichtarrangements. Vor allem letztere ist für uns wichtiger Bestandteil dieser Zeit, weil sie dem dunkler und kälter werdenden Außen so schön augenscheinlich das Lichte und Wärmende entgegensetzt. Mit jeder Lichterkette, Kerze oder Lampe bringen wir so den Weihnachtsgedanken in seiner eindrücklichsten Form ins Bewusstsein. Zusammen mit der vegetabilen Symbolik und den Weihnachtspflanzen können wir so Weihnachten weit über die Feiertage hinaus in unseren Seelen leben lassen.

Fotografische Intuition

Seltsam, dass sich manchmal gleichartige Aufgaben häufen, auch wenn sie länger nicht angesagt waren. So ist das für mich aktuell mit dem Fotografieren. Außerhalb privater Projekte waren fotografische Projekte in den letzten Monaten kaum vorgekommen. Jetzt sind es gleich mehrere innerhalb einer Woche. Es ist aber auch spannend, nach längerer Pause an liebe gewordene Aktivitäten und die damit erworbene Erfahrung anzuknüpfen und daraus wieder etwas Neues zu machen. Insbesondere die Illustration von professionellem Arbeiten in der dafür vorgesehenen räumlichen Umgebung, ist herausfordernd, da neben dem Porträtthema eben auch Bewegung, Situationslogik und räumliche Stimmigkeit als Aufgaben hinzukommen, die nicht nur mit schon Bekanntem und daran anknüpfenden Rezepten aufzulösen sind. Vieles muss eben erstmals und in der jeweiligen Situation entschieden werden. Da spielt Intuition eine wichtige Rolle. Glücklicherweise verlässt die mich selten, und so konnte ich auch heute ganz gute und sicher nutzbare Ergebnisse erzielen. Natürlich kommt mir nach solchen Shootings für mich immer auch der Ausbau meines Natur- und Baumfotografie-Portfolios in den Sinn, das zuletzt wenig Zuwachs verzeichnen konnte. Ein Grund ist das merkwürdige Wetter, das im Sommer wenig Anreiz für ausgedehnte Fotoexkursionen gab. Und natürlich meine intensive Beschäftigung mit generativer KI und darauf aufbauenden Bilderzeugungsmöglichkeiten, die eben in Teilen das Fotografieren transzendieren. Aber die Zeit für die Bäume und die Symbolthemen rund um Weihnachten und seine vegetabilen Traditionen wird natürlich auch wieder kommen.

Flüssige Etappe I des Weihnachtsbaumarrangements

Tatsächlich hatte heute selbst V. an dem Weihnachtsbaum nichts auszusetzen. Alle haben, nachdem ich ihn reingeholt und aufgerichtet und an der Decke fixiert hatte, spontan ihr Gefallen geäußert. Tatsächlich hatte ich schon am Montag, beim Durchsehen der Auswahl beim Weihnachtsbaumhändler ein gutes Gefühl, weil ich sehr schnell gleich drei geeignete Bäume ausfindig machen konnte. Eine ungewohnt große Auswahl, nachdem in den Vorjahren kaum jemals mehr als ein wirklich guter Baum zu finden war. Das Aufrichten, Festklemmen am Christbaumständer und Festbinden an einer kleinen Verankerung an der Decke, mit Hilfe einer transparenten Nylonschnur, ging diesmal erstaunlich leicht und schnell voran, so dass mir für das knifflige Arrangieren der drei alten Lichterketten etwas mehr Zeit zur Verfügung stand. Das hat aber auch ganz prima funktioniert, zwar schwierig wie immer, aber am Ende doch gut verteilt. Und vor allem hat es keinen Ausfall bisher gegeben, die Birnen des Vorjahres scheinen bis hierher noch zu halten. Mal sehen, ob das bis zum Ende der Saison so bleiben wird.

Das eigentlich Atmosphärische der Weihnachtszeit

Junge Zweige mit Knospen haben wir heute nicht geschnitten. Aber die Tradition ist bei uns in den letzten Jahren auch verblasst, nachdem der Versuch, das Blütenwunder bis Heilig Abend herbeizuführen, zuletzt fast immer gescheitert war. Dennoch erinnern wir uns an den St. Barbara Tag und das damit verknüpfte traditionelle Symbolformat. An weihnachtlicher vegetabiler Symbolik fehlt es uns natürlich trotzdem nicht, haben wir doch mit verschiedenen künstlichen Weihnachtsbäumen, die dem echten vorangehen, zahlreichen adventlichen Gestecken und Kränzen doch die Ewigkeitssymbolik und den in ihnen ruhenden hoffnungsvollen Aspekt der immergrünen Zweige überall verteilt. Das macht neben der Lichtsymbolik, die sich mit dem Vegetabilen verbindet, das eigentlich Atmosphärische des typischen Schmucks der Weihnachtszeit aus. Und einiges, wie ein Gesteck mit natürlichen Zweigen am Türeingang, werden wir sicher noch ergänzen, wenn die passenden Zutaten zur Verfügung stehen.

Weihnachtsästhetik, Weihnachtspflanzen und Lichtsymbolik

Das war heute der erste Ausflug seit Langem. Und natürlich konnten wir beim Besuch des Dekoladens mit der riesigen Auswahl an Homeaccessoires für die Weihnachtszeit nicht umhin, unsere ohnehin schon üppige Sammlung um einige Dinge zu erweitern. Vor allem einige Kerzen, obwohl ich ja mit meinen Recyclingversuchen und der Herstellung von neuen Kerzen aus Paraffinresten zwischenzeitlich schon erfolgreich war. Aber der Bedarf und der Verbrauch an Lichtern ist in dieser Zeit bei uns eben recht hoch. So haben wir wieder einen kleinen Vorrat. Und daneben hat auch der elektrische Lichterschmuck für die Adventszeit eine Rolle gespielt. Wenn ich demnächst mit den Arrangements der Lichterkränze und -ketten beginne, werde ich mir einige Gedanken machen müssen, wie was in welcher Form kombiniert werden kann. Das ist schon weit von dem früheren Thema entfernt, das sich eigentlich nur auf die Kombination unserer drei alten Lichterketten am großen Weihnachtsbaum beschränkt hatte. Die LED Technik hat auf dem Gebiet schon einige Gestaltungsräume eröffnet, die tatsächlich neu sind. Natürlich wünsche ich mir neben diese gestalterischen Innovationen im Bereich der Weihnachtsästhetik v. a. eines: Dass es mir mit meiner Thematisierung der Weihnachtstradition und -symbolik gelingt, überhaupt wieder mehr Interesse und Aufmerksamkeit für die großen Themen unserer christlichen Kultur zu wecken. Das ist lange nicht mehr selbstverständlich, man muss tatsächlich darauf aufmerksam machen, warum wir dieses Fest feiern, was die traditionellen Weihnachtspflanzen und das Wintergrün eigentlich bedeuten, woran uns der Weihnachtsbaum und seine Lichter letztlich erinnern. Ein paar verschüttete Saiten wieder zum Klingen zu bringen, wenn das gelingt, wäre das für mich ermutigend.

Weihnachtspflanzen in der zeitgenössischen Weihnachtsästhetik

Obwohl ich mit der eigentlichen adventlichen Dekoration noch gar nicht begonnen habe, ist die Weihnachtszeit jetzt schon ein großes Thema bei uns. Es werden wohl zahlreiche neue Dinge zum weihnachtlichen Dekorieren hinzukommen, die unser ohnehin schon reichhaltiges Repertoire erweitern. Ich bin sehr gespannt, wie wir das nutzen können und welche neuen Akzente damit zu setzen sind. Eines der Themen in dem Zusammenhang ist immer häufiger, ob und inwieweit man künstliches Material verwenden soll, das die natürlichen Weihnachtspflanzen nachahmt. Da gibt’s schon recht ausgefeilte Erzeugnisse, die tatsächlich die Natur ziemlich detailliert imitieren, aber pflegeleichter und wiederverwendbar sind. Das ist neben der schon ausufernden Vielfalt von LED Beleuchtungen eines der prägenden Innovationsfelder der aktuellen Weihnachtsindustrie. Heute hatte ich Gelegenheit, einen künstlichen Weihnachtskranz zu beurteilen, der aus einer Mischung natürlicher und künstlicher Bestandteile gestaltet wurde: Ein Trägerkranz aus natürlichem Reisig, natürliche Kiefern- und Tannenzapfen, künstliche Zweige von Kiefer, Fichte und Wacholder, künstliche Blätter vom Lorbeer, künstliche Imitate von Stechpalmenfruchtständen. Ziemlich viel Plastik, aber mit seinem starken Komplementärkontrast und dem ausgewogenen Arrangement als gleichmäßig gesteckter Kranz wirkt das erstaunlich überzeugend. Da fragt man sich tatsächlich, wie das Verhältnis natürlicher Pflanzen zu solchen Imitaten im Rahmen der zeitgenössischen Weihnachtsästhetik einzuordnen ist. Ich bin noch zu keinem abschließenden Ergebnis diesbezüglich gekommen.

Weihnachtsmotive mit und ohne vegetabile Symbolik

Auch heute war für mich Weihnachten wieder ein bestimmendes Thema. Und mit mir für den Rest der Familie und einige Besucher. Das ist bei der Witterung, die winterlicher kaum sein könnte, auch kein Wunder. Ich freue mich, dass ich auch mit einem meiner diesjährigen Weihnachtsgrußprojekte gute Fortschritte machen konnte, so dass dieser Teil, die genauer gesagt auf den Beginn der Adventszeit ausgerichtet ist, ohne Hektik und Zeitnot geplant werden kann. Die Auswahl meiner besten Weihnachtsfotografien der letzten Jahre hat doch einige Zeit in Anspruch genommen, weil ich die Reihenfolge und die Auswahl selbst immer wieder abgeändert habe. Am Ende ist es doch zumindest zur Hälfte von der Zusammenstellung des Vorjahres abweichend. Gut, denn das war auch meine Absicht. Die richtig guten Motive stammen nicht nur aus jüngster Zeit. Auch ältere gehören zu den Favoriten, aber es sind eben auch viele aus den letzten 4 Jahren darunter. Bei fast allen steht die Lichtsymbolik der Weihnachtszeit im Mittelpunkt, die vornehmlich von der Beleuchtung und dem Schmuck des Weihnachtsbaums bestimmt wird. Aber auch von bestimmten vegetabilen Weihnachtsdekorationsobjekten, wie Gestecken oder Adventskränzen, die oft auch ohne Baumsymbolik auskommen, da für sie das Licht symbolisch und atmosphärisch das Wichtigste ist. Wenn ich wieder derart intensiv mit diesen eigenen Fotografien arbeite, merke ich, dass sie geradezu unerschöpflich sind, nie wirklich erschöpft oder vollständig erfasst werden können. Das ist ein Zeichen guter Qualität, die immer auch ein Momentum des Unbegreiflichen und Ergreifenden beinhalten muss, um lang und nachhaltig Wirkung zu haben.

Efeuschnitt, Efeufrüchte und vegetabile Weihnachtssymbolik

Für die Feinarbeiten an meiner aktuellen Manufaktur-Arbeit war das Wetter heute wieder ideal. So konnte ich mich draußen platzieren, zwar bei wenig Sonnenschein, aber angenehm lauer Luft, und bis zum Abend weitgehende Arbeitsschritte abschließen. So, dass ich die beiden Armbänder morgen ganz fertigstellen kann. Um den neuen Akku zu testen hatte ich zwischendurch schon am Vormittag die jüngsten frischen Triebe an der mit Efeu bewachsenen Einfahrtsmauer mit der Heckenschere beschnitten. Bei dem vielen Regen der letzten Wochen, kombiniert mit zeitweise viel Licht, ist der Efeu wieder enorm aus der Form geschossen, was die Korrektur notwendig gemacht hat. Ich denke aber, es wird in diesem Jahr keinen weitere Rückschnitt geben. Schon allein, um die Efeufrüchte nicht zu gefährden, die jetzt schon ziemlich zahlreich zu sehen sind, nur eben noch ziemlich grün. Bis zum Winter werden sie sich sukzessive ins Bläulich-Schwarze hin verfärben und dann als vegetabiler Symbolschmuck für unsere Weihnachtskränze verwendbar sein. Ich finde, der immergrüne Efeu passt gut in die Reihe der Weihnachtspflanzen, neben der Mistel, und er hat den Vorteil, dass er direkt an verschiedenen Stellen des Gartens wächst und auf Grund seines Alters eben auch viele Fruchtstände trägt. Ich hoffe nur, sie werden sich noch bis zum Beginn der Adventszeit ausreichend dunkel färben. Ganz grün finde ich sie weniger attraktiv und ausdruckstark.

Bild gewordene Weihnachtsgedanken

Die Weihnachtszeit war auch an diesem Sonntag wieder mein Hauptthema. Ziemlich früh, jedenfalls früher als sonst, aber das hat den Vorteil, dass ich vieles schon vorbereiten konnte, was zu Beginn der Adventszeit oder spätestens in der unmittelbaren Vorweihnachtszeit zum Einsatz kommen soll. In diesem Jahr habe ich den Schwerpunkt meiner weihnachtlichen Kommunikation auf die Adventszeit bezogen und dafür sehr persönliche Symbolformen ins Leben gerufen, die eine Reihe lieber Menschen von mir zur Einstimmung und Begleitung der Weihnachtszeit erhalten werden. Meine eigenen Weihnachtsimpressionen und Bild gewordenen Weihnachtsgedanken werden, so hoffe ich, aber auch einen universellen Nerv treffen, so dass individuelle Eindrücke etwas Gemeinsames zum Schwingen bringen sollten. Rund um den Weihnachtsbaum, andere Weihnachtspflanzen und die Lichtsymbolik der gesamten Advents- und Weihnachtszeit.

Ein Vorblick auf die Weihnachtszeit mit weihnachtlichen Symbolpflanzen

Nun geht es doch sehr viel schneller in Richtung der Weihnachtszeit als ich zuletzt im Blick hatte. Deshalb habe ich auch schon die Inhalte einer Reihe von Briefsendungen vorbereitet, mit denen ich Grüße vor Beginn der Adventszeit versenden will. Das wird dann wohl spätestens in 10 Tagen zum Versand fällig sein. Und auch sonst richtet sich unser Blick auf die Adventszeit. Unter anderem haben wir am Nachmittag bei Frau S., die das angeboten hatte, verschiedene Nadelbaumzweige, vom Wacholder und der Zypresse erhalten. Von Bäumen und Sträuchern, die dort im Garten wachsen und die über den Sommer kräftig ausgetrieben hatten. Und außerdem haben wir einige Zweige mit roten Beerchen bekommen, die zunächst als Ilex angekündigt waren, sich dann aber als Berberitzenzweige herausgestellt haben. Der grün-rote Komplementärkontrast ist tatsächlich ähnlich wie bei den Stechpalmen. Insofern eignen sie sich genauso gut zum Binden weihnachtlicher Gestecke oder für den Adventskranz, auch wenn die Berberitzen nun nicht gerade als Weihnachtspflanzen gelten, während Stechpalmen fest zum weihnachtlichen Symbolpflanzenrepertoire gehören.

Apfelbaum-Mistel-Fraktale

Misteln sind ein vegetabiles Symbol für die Weihnachtszeit. Bevor wir sie zu Dekorationszwecken nutzen, wollte ich die Gelegenheit nutzen, verschiedene Zweige einmal freigestellt zu fotografieren. Das hatte ich noch nie so realisiert, immer nur als Arrangement in der Wohnung. So aber werden sie als Gewächs in einer Weise sichtbar, die am Baum vom optischen Umfeld verundeutlicht wird. Bei der ersten der Aufnahmen wird der Bezug zum Trägerbaum überdeutlich. Diese Zweige stammen von einer Apfelbaummistel. Wenn man den ersten Zweig sich um 180 Grad gedreht vorstellt, auf den Kopf gestellt, hat man ein Miniaturbäumchen. Es wirkt dann fast wie ein Fraktal.

Apfelbaum-Mistel I
Apfelbaum-Mistel II
Apfelbaum-Mistel III

Misteln suchen in der Vorweihnachtszeit

Es ist eine Art Tradition in der Familie, dass wir kurz vor Beginn der Weihnachtszeit auf eigenen Baumstücken nach vegetabilen Weihnachtssymbolen Ausschau halten. Lange Jahre war das der Weihnachtsbaum vom eigenen Privatwaldstück, und seit vielen Jahren schon sind es die Misteln, die u. a. in den Kronen alter, nicht gepflegter Obstbäume sich festsetzen. Was für die Bäume eine langfristige Schwächung bedeutet, schenkt uns in dieser Zeit das beliebte Symbol mit den grün-gelben Blättern und Stängeln sowie den weißen Beeren. Die meisten sind ja gelblich verfärbt. Aber nach längerem Suchen sind wir auch auf solche mit sehr schönen sattgrünen Blättern gestoßen. Mit den mitgebrachten ausziehbaren Stangen mit Säge waren die recht schnell herausgeschnitten. Am Ende waren es dann doch mehr, als wir wahrscheinlich selbst verwenden können. Aber als Geschenk oder Dekoration für Geschenke sind sie auch immer sehr schön. Vielleicht sollte ich sie diesmal auch vor Verwendung fotografieren. So schöne werden wir vielleicht so schnell nicht wiederfinden.

Adventszeitvorbereitungen abgeschlossen

Nun konnten wir die Vorbereitungen für den Beginn der Adventszeit doch noch rechtzeitig abschließen. Die Kugeln an den schon vor einer Woche aufgestellten Außenweihnachtsbaum zu hängen, war da noch die geringste Übung. Vor allem die beiden Kränze, ein größerer, den wir als Adventskranz bestimmt haben, und ein etwas kleinerer, der die Haustür von außen ziert, mussten noch komplettiert, mit frischen Zweigen von Zypresse und Tanne aufgepolstert und geschmückt werden. Außerdem hat M. ein Gesteck mit kräftigen Tannenzweigen arrangiert, bei dem die Zweige senkrecht in einen Topf mit Erde eingesteckt sind. Das Ganze geschmückt mit einigen weihnachtlichen Accessoires. Auch mit den übrigen Dingen sind wir jetzt für die Adventszeit gewappnet. Was fehlt ist nur noch der Weihnachtsbaum. Aber der ist traditionell erst am Wochenende vor Heilig Abend aktuell und sollte zumindest einige Tage vorher besorgt worden sein. Letzteres ist immer wieder eine Herausforderung. Ich hoffe, bei meinem Lieblingsweihnachtsbaumhändler erneut einen wirklich schönen zimmerhohen Baum zu entdecken.

Grün und Licht gegen Ende der Weihnachtszeit

In diesen Tagen ist der Weihnachtsbaum das erste, was ich am Morgen betrachte, und auch das letzte vor dem Schlafengehen. Es ist so, als ob das eigentümliche Licht des beleuchteten Symbolbaums im Laufe der Weihnachtszeit eher noch an Wärme und Intensität gewinnt. Das ist gut so, denn die Aufnahmen in Sachen Weihnachtskartenmotiv gehören zu den Vorhaben, die ich in dieser Woche noch umsetzen will. Der Baum ist dafür unverzichtbar. Niemals ließe sich die Atmosphäre der weihnachtlich geschmückten Wohnstube ohne den Baum authentisch vermitteln. Mit Wehmut beobachte ich, wie einzelne Elemente dieser Dekoration, sofern sie auf gesammeltem Grün basieren, ihre Frische verlieren. Zum Beispiel das Moosbett des Adventskranzes, dessen als erste entzündete Kerze jetzt fast abgebrannt ist. Und auch die Efeuranken, die wir zwischen den Kranz aus Spiegeln und Pailletten geflochten haben. Der Weihnachtsbaum selbst ist noch frisch, hat nur wenige Nadeln verloren und schluckt kaum noch Wasser. Gute Voraussetzungen für seine Rolle als fotografischer Statist und atmosphärischer Lichtbringer.

Den gemeinsamen Ursprung erinnern

Zum Ende des Jahres höre ich von verschiedenen Menschen, die ich teils seit Jahren nicht gesehen oder gesprochen habe. Schön zu sehen, wie das Weihnachtsfest seine verbindenden Energien vorausschickt und ein übergreifendes Gefühl von Heimat und Zusammengehörigkeit vermittelt. Tatsächlich ist die Adventszeit, vor allem die Tage unmittelbar vor den Festtagen, für viele die einzige Zeitphase im Jahr überhaupt, die sozusagen ungestraftes Loslassen und zur Ruhe kommen erlaubt. Oder zu der sie sich diese Ruhe glauben erlauben zu dürfen. Die vielen weihnachtlichen Symbole, die von der Lebens- und Wachstumssymbolik der immergrünen Zweige und anderer für die Weihnacht stehenden Pflanzen sowie durch künstliche Lichter, Kerzen und verschiedene christliche Zeichen rund um die Geburt Christi geprägt ausgefüllt sind, bringen die Menschen zusammen. Sie erinnern sie an den gemeinsamen Ursprung als Geistwesen, eng geführt und versinnbildlicht durch das Erinnern der Geburt des Jesus Christus, der als Gott und Mensch zugleich in die Welt gekommen ist, um uns an diesen schon fast vergessenen Ursprung zu erinnern.

Noch mehr Advent

Der vierte Advent ist schon fast vorbei, aber fast eine adventliche Woche liegt noch vor uns. Vielleicht ist das der Grund für die Ausgelassenheit, die ich bei den Restaurantbesuchern heute beobachten konnte. In der kleinen Gaststube, in die M. ihre alten Freunde anlässlich ihres Geburtstags eingeladen hatte, konnte man vor Stimmengewirr fast sein eigenes Wort nicht verstehen. Und dennoch war es ein schöner Vormittag, an dem allen die Freude am feierlichen Abschluss des Jahres anzusehen war. Es hat eben doch etwas Gutes, wenn sich innerhalb der Familie die Geburtstage um die Jahreswende konzentrieren. So verbindet sich die Feierlichkeit des christlichen Festes mit den persönlichen Feiertagen zu einer Einheit, die im übrigen Jahr so nicht vorkommt. Viel weihnachtliches Nadelbaumgrün war auch in der Gaststube zu sehen, in Kombination mit dem diesjährigen Dekorationstrend rund um Jagd und Geweihe. Und die obligatorischen Gespräche rund um den Weihnachtsbaum blieben auch bei der Gelegenheit nicht aus. Nicht wirklich verwundert war ich, bei diesem Thema häufiger die Worte „künstlich“ und „Kinder“ vernommen zu haben. Sollte die Tradition zumindest bei Älteren durch die Befürchtung von zu viel Aufwand verblassen. Und sollte die kindliche Freude am Weihnachtsbaum tatsächlich mit zunehmendem Alter schwinden? Ich kann und will mir das eigentlich nicht vorstellen.

Barbaratag ohne Wunderambitionen

Zeit und Gelegenheit hätten wir an diesem Barbaratag schon gehabt. Aber nach dem Ausbleiben des weihnachtlichen Blütenwunders in den letzten Jahren, habe ich dafür plädiert, die Pflege des Brauchs erst einmal auszusetzen. Zu meiner Zeit bei K. hat es mit dem Aufblühen der Kirschbaumzweige kurz vor Heilig Abend immer funktioniert. Wir haben das allerdings auch sehr geschickt gesteuert und das endgültige Aufbrechen der Knospen in etwas weniger warmen Ecken hinausgezögert, wenn es zu schnell zu gehen drohte. Immerhin waren damals die Zweige in der Lage, das Wunder zu realisieren. Die letzten Versuche aber sind immer gescheitert. Selbst wenn der Holzbrandofen schon früh angefeuert wurde und der Zweig über Wochen der warmen Ofenwärme ausgesetzt war. Das will verstehen, wer will. Jedenfalls wollte ich diesmal auf das inzwischen unwahrscheinlich gewordene Wunder lieber verzichten. Wir beschränken uns also auf die reichhaltige und immer wieder neu in Form gebrachte Symbolik der immergrünen Pflanzen, die traditionell im Advent zur Geltung kommen. Zu den verschiedenen Nadelbaumzweigen, die wir vielfältig verarbeitet haben und den einzelne Steckpalmenzweigen mit ihren stacheligen Blättern hat sich seit gestern auch ein Mistelzweig hinzugesellt. V. hat doch noch einen schönen ausfindig gemacht. Einen von der Sorte, deren Stängel und Blätter nicht vollständig, höchstens leicht gelblich gefärbt sind und die schöne, noch intakte weiße Beeren tragen. Wir müssen jetzt nur noch einen geeigneten Platz zum Aufhängen finden.