Aufbruchsstimmungen zum zweiten Weihnachtstag

KI-generierte Illustration eines kosmischen Neujahrskonzepts

So schnell gehen die eigentlichen Weihnachtsfeiertage vorbei. Gut, dass die Weihnachtszeit für uns schon viel früher beginnt und mindestens noch genauso lange ins neue Jahr hinein reicht. Wir sind froh, an diesem zweiten Feiertag die heilige Messe besucht zu haben, die so viele Gläubige angezogen hat, wie ich es seit Jahren nicht mehr erlebt habe. Mir scheint, das passt ganz gut zu dem erkennbar ausgeprägteren Weihnachtsbedürfnis der Menschen gerade in diesem Jahr. Weihnachten als Christgeburtsfest mit unvergleichlicher Bedeutung hat sich allerdings in den letzten Jahren sehr verändert, da insbesondere die Christmette an Heilig Abend in unserem Ort schon nicht mehr stattfindet. Schon deshalb gestaltet sich das christliche Weihnachtsfest ganz anders als in Kindertagen, tatsächlich fehlt da etwas. Aber diese säkularen Veränderungen gehen wohl einher und laufen parallel zu dem Wandel unserer „erwachsenen“ Weihnachtsauffassung, über die ich nun schon mehrfach geschrieben habe. Wenn ich die weihnachtlichen Konjunkturwellen des christlichen Weihnachtsverständnisses betrachte, so würde ich die Welle aktuell tatsächlich auf einem Höhepunkt sehen. Eine schöne Beobachtung und Erfahrung, die auch für den Start ins neue Jahr Mut machen kann, wenn wir die Wirkung der Weihnacht als symbolischen und emotionalen Neuanfang mit Langfristwirkung denken und daraus Impulse fürs neue Jahr ableiten. So arbeite ich auch schon mit neuen präsentativen Formen, die ähnlich wie meine jüngsten kosmischen Weihnachtsillustrationen den Neuanfang abstrakter und mit näherem Bezug zu Neujahr fassen.

Farbenintensive Weihnachtszimmerimpression

Die weihnachtlichen Impressionen in abstrakter Unschärfe haben mich fotografisch auch an den beiden Weihnachtsfeiertagen beschäftigt. Dabei sind letztlich verschiedene Motive durch den Qualitätsfilter gegangen, die ich zudem noch einmal nach Kriterien der Farbbalance und der selektiven Farbanpassung weiter optimiert habe. Es sind die Weitwinkelaufnahmen des Weihnachtszimmers, die tatsächlich im Vergleich meiner Weihnachtsfotoreihen der letzten Jahre eine Neuerung darstellen. Ein Art der Betrachtung und des Blicks, an den ich mich herantasten musste, der aber ungeahnte Darstellungsmöglichkeiten und eine ganz besondere emotionale Anmutung impliziert.

Fotografische Weihnachtsraumimpression

Tröstliche Weihnachtskultur

Es war ein ruhiger erster Weihnachtsfeiertag, den wir in dieser Eigenschaft in uns aufnehmen durften. Bei der wohligen Wärme des Holzbrandofens fühlen wir uns bei diesem nassen und zu milden Winterwetter sehr wohl. Und die weihnachtlichen Lichter helfen, das Dunkel zu überstrahlen. Bei der Heiligen Messe am Vormittag konnten wir sehen, wie aufmerksam die Menschen das Weihnachtsfest wieder wahrnehmen. Da hat sich im Zuge des Krisenerlebens der letzten Jahre tatsächlich etwas in Richtung von mehr Innerlichkeit bewegt. Das ist tröstlich und kann auch Impulse geben für das Verarbeiten dieses Jahres in der Zeit zwischen den Jahren und zum Start in das neue.

Impression zum 1. Weihnachtstag 2022