Weihnachtsbäume adé

Heute habe ich tatsächlich den ganzen Tag mit dem Abschmücken des Weihnachtsbaums, dem Aufräumen und Verpacken der Dekorationen, dem Abspülen der Glasobjekte und mit vielen weiteren Arbeiten verbracht, die zum Abschluss der Weihnachtssaison gehören. Jedenfalls in unserem Haus. Dieses Jahr kam zu dem richtigen Baum auch noch ein künstlicher hinzu, dessen einzelnen Äste ich nicht wieder zusammengefaltet habe, sondern in zwei geräumigen Kisten annähernd in ihrer ausgebreiteten Form verstaut habe. So wird es Ende des Jahres nicht so zeitaufwändig sein, den Baum wieder am Hauseingang zu installieren. Schade, die roten Glaskugeln haben unter dem vielen Regen doch sehr gelitten. Einen Teil werden wir entsorgen müssen. Raum für neue. Ganz fertig sind wir noch nicht. Es warten noch weitere Dekorationsobjekte darauf, richtig eingeordnet und verstaut zu werden. Das erleichtert erfahrungsgemäß die Arbeit zu Beginn der Adventszeit immens. Und ja, auch diese eigentlich mit einem Schuss Wehmut verbundene Arbeit liebe ich sehr, ebenso wie die Weihnachtslieder, vor allem die amerikanischen, die ich begleitend erneut rauf und runter gehört habe.

Vor dem Abschmücken des Weihnachtsbaums

Ein bisschen Wehmut überkommt mich schon bei dem Gedanken, morgen Vormittag den Weihnachtsbaum abzuschmücken und aus dem Haus zu bringen. Klar, dass ich die Gelegenheit nutze, ein letztes Mal die neuen Weihnachtslieder-CDs zu hören. Das gehört einfach zum Ritual. Gefühlt ist Weihnachten zwar schon vorbei und man denkt bereits an die Fastnachtszeit, die dieses Jahr besonders früh ansteht. Aber verlängert hätte ich sie schon ganz gerne, als fünfte Jahreszeit sozusagen. Hoffen wir auf einen frühen Frühling, wenn der Winter schon kein richtiger sein will. Und dass die Zeit des ungemütlichen Nässe und Kälte bald vorüber ist. Dann erwachen auch die lebenden Bäume wieder und lassen uns an ihrem neuen Wachstumszyklus Teil haben.

Endspurt für Weihnachtsfotografie

Weihnachtsbaum-Dekoration vor geschmücktem Weihnachtsbaum

Es war der richtige Tag, um mit der Serie der Weihnachtsfotografien abzuschließen. Es war mir wichtig, das in ruhiger Stimmung zu tun, deshalb habe ich es auf den Vormittag gelegt und beim Hören einer Weihnachtslieder-CD die weihnachtliche Atmosphäre erneut auf mich wirken lassen. Das war wichtig, um die passende Emotion beim Fotografieren in die Wahl des Motivs und die Entscheidung für eine Lichtstimmung einfließen zu lassen. Die Durchsicht wird noch einige Zeit n Anspruch nehmen. Nicht immer ist es spontan möglich, die besten Aufnahmen zu identifizieren. Aber ich habe schon einige Kandidaten mit Potenzial ausfindig gemacht. Nun brauche ich weitere Momente mit Ruhe, um Auswahl und Bearbeitung in ebenso würdigem Rahmen vorzunehmen. Ich denke, das Motiv für die nächste Weihnachtskarte ist gesichert.

Halbarkeits-Kalkulationen

Die LEDs halten doch länger durch, als ich befürchtet hatte. Es wäre auch nicht sehr schön, die Spitze des Christbaums unbeleuchtet zu lassen, während die weiter unten angebrachte, konventionelle, mit Leitungsstrom gespeiste Lichterkette allein brennt. So hoffe ich, dass der eine Satz Batterien mindestens bis zum Dreikönigstag durchhält. Vor allem hoffe ich, die aufgeschobene Weihnachtsfotoserie noch realisieren zu können. Morgen wäre eigentlich ideal. So hoffe ich, die anderen Arbeiten rechtzeitig abschließen zu können.

Neujahr und die Mitte der Weihnachtszeit

Das Neujahrskonzert der Wiener Philharmoniker ist bei uns seit Jahren ein Muss am ersten Tag des Jahres. Dort einmal persönlich sein zu können, ist für M. und auch für mich ein lang gehegter, aber schwer erfüllbarer Wunsch, da Karten sehr schwer zu bekommen sind. Andererseits ist das traditionelle Ereignis aus der Distanz natürlich bequemer und wahrscheinlich auch vielseitiger wahrnehmbar und auch in der Form ein Erlebnis. Ansonsten wirkte dieser Neujahrstag nicht so geruhsam auf mich, wie es zur Mitte der Weihnachtszeit vielleicht wünschenswert wäre. So vieles nimmt mich jetzt schon in Anspruch, was einen nahtlosen Einstieg ins neue Arbeitsjahr ermöglicht. Leider leidet darunter ein wenig der Abstand, den ich mir immer zu dieser Zeit der Jahreswende wünsche. Ich hoffe, das Wochenende ermöglicht mir, meine Serie mit Weihnachtsmotiven fortzusetzen. Die ist Grundlage für meine diesjährigen Weihnachtskarten, bei denen unser Weihnachtsbaum immer eine Rolle spielt – in Form einer Nahaufnahme mit einem Detail des Schmucks oder als Lichterhintergrund, der die weihnachtliche Atmosphäre einfängt und dem Motiv die besondere Stimmung verleiht. So bleiben Weihnachten, die Raunächte und –tage noch mindestens eine Woche wichtiges Thema.

Neue Facetten der Weihnachtssymbolik

Für viele ist es sicherlich eine Zwischenzeit, die Raum zum Abschließen, Ruhigsein, Loslassen und Pläne schmieden lässt. Für mich aber hat eigentlich heute schon das neue Arbeitsjahr begonnen. Zum Glück ist da viel Spannendes, das es ab jetzt neu zu entwickeln gibt. Aber Weihnachten und die Raunächte sind für mich noch nicht abgeschlossen. Diese immer wieder spannende und eindrucksvolle Zeit zu dokumentieren, mit individuellem Sinn auszufüllen, das liegt mir schon am Herzen. So hoffe ich, meine weihnachtliche Fotoserie fortsetzen zu können und der reichen Weihnachtssymbolik, die nicht auf das Fest an sich beschränkt bleibt, einige neue Facetten entlocken zu können. Soviel Zeit muss einfach sein. Und der beleuchtete Weihnachtsbaum ist mir der beste Motivator, sie mir auch tatsächlich zu nehmen.

Das Weihnachtsfest im Wandel der Zeiten

Es ist mir zur Gewohnheit geworden, an den Weihnachtstagen die Mitschriften der Vorträge zu lesen, die Rudolf Steiner zum Thema gehalten hat. Der Vortrag „Der Weihnachtsbaum – Ein Symbolum“ war einmal mein erster Kontakt zu Rudolf Steiners Gedankenwelt. Seitdem habe ich so vieles aus seinem Werk gelesen, zu den Grundlagen und Grundbegriffen seiner anthroposophischen Geisteswissenschaft, immer wieder aber auch zu speziellen Themen, die er in den Vorträgen so wunderbar tiefgehend und eindrucksvoll entfaltet hat. Interessant und faszinierend ist dieses Werk für mich vor allem, weil sich seine Vielschichtigkeit und Tiefe immer wieder verändert zeigt. Natürlich abhängig von den Themen und Erfahrungen, die mich jeweils aktuell beschäftigen, aber auch vor dem Hintergrund einer stetig besseren Kenntnis seiner Schriften und Gedanken. So sehe ich in eigentlich bekannten Textpassagen wesentliche Inhalte, die ich zuvor eher als Randinformationen betrachtet habe. Es ist schön, wenn sich die Bedeutungen auf diese Weise erweitern und in wachsender Komplexität erscheinen. Nach meinem Lieblingstext „Der Weihnachtsbaum – Ein Symbolum“ von 1909, den ich an Heilig Abend gelesen haben, habe ich mir heute wieder die in den Vorweihnachtstagen 1910 und 1911 gehaltenen Vorträge „Das Weihnachtsfest im Wandel der Zeiten“ und „Weihnachten – ein Inspirationsfest“ vorgenommen. Zwei stärker historisch vergleichende Betrachtungen zum Weihnachtsfest, in denen die damalige Zeit am Anfang des 20. Jahrhundert als die moderne im Verhältnis zur Rezeption des Festes vom 4. Jahrhundert n. Chr. dargestellt wird. Was wohl würde er aus heutiger Sicht sagen, in der es nicht mehr nur um elektrische Straßenbahnen geht, die mit Weihnachtsbäumen geschmückte Straßen der Großstadt durchkreuzen. Die heutige riesige Weihnachtsindustrie wäre noch deutlicher als Kontrastbeispiel anwendbar. In dem Sinne, wie Steiner es meint, hat sich also in den letzten hundert Jahren nicht viel verändert. Die naive Innerlichkeit und Beseligung in Erwartung des Festes und auch noch während der Raunächte kann auch heute noch nicht wirklich durch geisteswissenschaftliche Erkenntnis und Inspiration ersetzt werden. Und gleichgeblieben ist auch die Rolle des Weihnachtsbaums, der schon bei Rudolf Steiner, vor über hundert Jahren, als legitimes modernes Symbol aufgefasst wurde, das geeignet ist, dieses göttliche Licht in uns zu entzünden, das uns gerade während der Weihnachtszeit unserem Ursprung, der Einheit nahe bringen kann. So mag im Angesicht des leuchtenden und geschmückten Symbolbaums manche Seite tief in unserem Inneren zum Erklingen, die während des Jahres kaum jemals zu hören ist. Und dieses Erklingen mag seine Wirkungen bis zum nächsten Weihnachtsfest in unserer Seele bewahren.

Weihnachten 2015

Mit diesem ersten Weihnachtsfeiertag ist das Christgeburtsfest auch für uns persönlich am eindrucksvollsten wahrnehmbar gewesen. Besonders schön in diesem Jahr war, dass wir den Heiligen Abend und den ersten Feiertag mit J. und W. bei uns feiern konnten. Ich bin aber sicher, dass auch die Zeit zwischen den Jahren und die ersten Tage des neuen Jahres bis zu den Heiligen drei Königen den Geist der Weihnacht atmen und weiter tragen werden und ich gerade dann die vielen Symbole und neuen weihnachtlichen Arrangements in ihrer ganzen Vielfalt aufnehmen und verarbeiten werde. Vielleicht in einer Reihe von Fotografien. Sicher auch in der Lektüre von Texten, die sich mit den Grundgedanken der Weihnacht beschäftigen. Einige Testeindrücke des Weihnachtsbaums habe ich ebenfalls festgehalten. Sie werden den Auftakt für weitere, sorgfältiger vorbereitete Aufnahmen sein.

Weihnachtsbaumdekoration mit Faltengel

Erwachsener Heilig Abend

Mit Einbruch der Abenddämmerung, die um diese Zeit der Wintersonnenwende bereits eine Nachmittagsdämmerung ist, habe ich erstmals die Beleuchtung des ganzen Weihnachtsbaums eingeschaltet und gelassen. Vielleicht das augenscheinlichste Symbol für die Feier des großen christlichen Festes. Und dann war ich sehr froh, dass W. mich in die Christmette begleitet hat. Leider konnten die anderen diesmal nicht mit. Alleine wäre es nicht dasselbe gewesen. Eine schöne Messe, die dennoch im Vergleich zu meinen Weihnachtserinnerungen aus Kindheitstagen und auch noch aus späteren Jahren, nicht in derselben atmosphärische Dichte auf mich wirkte. Schwierige Zeiten sind es ohnehin, die unsere Eindrücke von allem prägen, aber auch die Wahrnehmung der christlichen Feste und der kirchlichen Rituale und Routinen hat sich sehr verändert. Weniger Seele, ein schleichender Verlust von Innerlichkeit kommt mir in den Sinn. Und doch bin ich mir nicht sicher, ob das Einschätzungen sind, die unter dem Einfluss wachsender Lebenserfahrung stehen. Manchmal kann ein weiterer Horizont eben auch seine ernüchternden Wirkungen offenbaren.

Prägendes Symbol friedlicher Ruhe

Immerhin, jetzt sind es vierzehn Faltengel, die ich für den Weihnachtsbaum geschafft habe. Außerdem noch einige weitere als Geschenke. Mit dieser Neuerung bin ich in diesem Jahr sehr froh. Vielleicht packt mich ja in der nächsten Saison erneut die Bastellust und ich baue das Ganze weiter aus. Die meisten Vorbereitungen für das Fest sind bereits getroffen. Immer noch ist Verschiedenes zu erledigen, bis hoffentlich der Heilige Abend uns den Ruhepunkt beschert. Die Ruhe im Angesicht des Weihnachtsbaums mit seinen vielen Lichtern und dem strahlenden, glitzernden Schmuck ist ein Erlebnis, das an Innigkeit unübertroffen bleibt und dass ich mir gerne für den Verlauf des folgenden Jahres bewahre. Es ist diese Ruhe, die jeden Krieg, jede Gewalt unmöglich machte, wäre sie denn in die Seelen aller Menschen einprägt.

Vorweihnachtliche Gespräche rund um den Baum

Vielleicht hat J. Recht. Dass nämlich die Gratulationen zum Geburtstag im Alter stetig zahlreicher und umfangreicher ausfallen. Bei M. fände man diese Regle jedenfalls bestätigt. Denn tatsächlich haben sich die Gratulanten während des ganzen Tages die Türklinke in die Hand gedrückt bzw. ließen es kaum zu, den Telefonhörer aus der Hand zu legen. Und das so kurz vor Weihnachten, wenn alle eigentlich mit anderem beschäftigt sind. Obligatorisch natürlich auch in diesem Jahr war das Präsentieren unseres ausladenden und reich mit Engeln geschmückten Weihnachtsbaums. Ich glaube, dass er auch allen gefallen hat und uns sicher so mancher eine Anregung daraus beziehen konnte. Interessant finde ich auch, dass die Frage, ob ein Weihnachtsbaum aufgestellt wird, wenn welcher, wie lange und wie beleuchtet und geschmückt tatsächlich immer wieder und glücklicherweise immer noch Gegenstand der vorweihnachtlichen Gespräche ist. Eine der Konstanten, welche die zeitlose Stärke dieses schönen und tief in den Seelen verwurzelten Symbols offenbaren.

Weihnachtsvorbereitungen

Ein zweigeteilter vierter Adventsonntag. Zuerst das erholsame Frühstück anlässlich von Ms Geburtstag am Vormittag und dann über den gesamten Nachmittag viel Aktivität rund um Geschenk verpacken und Grüße versenden oder vorbereiten. Das hat mich stärker beansprucht als geplant. Deshalb sind auch andere Vorhaben, wie die zusätzlich gewünschten Weihnachtsbaum-Faltengel, nicht mehr umsetzbar gewesen. So wird sich dies auf die nächsten Tage verteilen und hoffentlich dann rechtzeitig vor Heilig Abend abgeschlossen sein. Unser nadelloser, wenn auch, wegen der Lärchenzapfen, nicht ganz baumloser Adventskranz ist jetzt in der vierten Woche seiner Existenz ein Phänomen. Das verwendete Moos sieht noch genauso grün und frisch aus wie am ersten Tag. Ein wirklich gute Idee war das und eine gute Lösung sicher auch für die Folgejahre, wobei die konkrete Ausgestaltung durchaus noch Spielraum für Variationen bietet.

Eindrücke vom Weihnachtsbaum 2015

Seit langem war es das erste Mal, dass ich den Weihnachtsbaum erst am Nachmittag aufstellen und schmücken konnte. Aber wegen des vereinbarten Weihnachtsfrühstücks mit R.C. war es anders nicht möglich. Schließlich gibt’s bei uns die Regel, dass der Baum vor Ms Geburtstag fertig geschmückt sein muss. Jetzt, wo er steht, muss ich sagen, dass mich mein Eindruck vor Ort nicht getäuscht hat. Der Baum ist erstaunlich voluminös und ausladend, obwohl er nur die Hälfte des Gewichts mitbringt, das ich sonst gewöhnt war. Mit den 2,30 m Höhe ist er auch nur unwesentlich niedriger als die sehr starken Bäume der Vorjahre. Mit der Wahl des Baums bin ich also sehr zufrieden, vor allem weil er im Kronenbereich so schön dicht gewachsen ist und ich ihn dort sehr schön schmücken konnte. Ein Nachteil hat die Leichtigkeit aber: Die Äste biegen sich leicht durch. Deshalb musste ich auf alle schweren Schmuckteile verzichten. Egal, denn das passt ohnehin zu meinem diesjährigen Schwerpunkt mit den Faltengeln, die gerade zwei dünne Blatt Papier, eine Kunstperle und bei bisschen Dekofaden auf die Waage bringen. Also Glas, leichte Metallornamente, Glaskugeln und Strohsterne. Das ist im Gesamten sehr schlüssig. Spannend war zuvor natürlich die Neuerung bei der Beleuchtung. Das mit den einzelnen, mit Batterie betriebenen LED-Kerzen funktioniert sehr gut. Sehr praktisch ist es, die Kerzen je nach Wuchsform des Baumes gezielt verteilen zu können, ohne auf Kabellängen u. ä. Rücksicht zu nehmen. Leider musste ich bei dem ausladenden Baum aber doch noch auf zwei der drei Lichterketten ergänzend zurückgreifen. Insgesamt sind das zwar mehr Lichter als sonst. Aber eine Enttäuschung muss ich doch feststellen: Die LEDs haben, obwohl als warm-weiß bezeichnet, doch eine deutlich kühlere Lichtfarbe als die konventionellen Kerzen, die viel wärmer wirken. Und ihre Leuchtkraft ist zudem deutlich geringer. Letztere stört mich dann doch. In der Kombination der beiden Technologien fällt das natürlich besonders auf. Aber auch wenn der ganze Baum nur mit den LEDs bestückt wäre, würde er nicht diese gewohnte Strahlkraft haben. Insofern bin ich etwas ratlos, ob es Sinn macht, in den Folgejahren das Sortiment an LED auszubauen und nur darauf zu setzen. Im Moment habe ich das Gefühl, damit geht auch ein Stück Atmosphäre verloren. Nun, ich werde dies während der Weihnachtszeit einmal auf mich wirken lassen.

Der intuitive Weihnachtsbaum mit Engel

Nun kann ich mich auf das Wochenende freuen. Morgen das obligatorische Weihnachtsfrühstück mit R.C., das meist bis zum Mittag dauert. Und der Nachmittag ist dann dem Aufbauen und Schmücken des Weihnachtsbaums gewidmet. Zehn Faltengel für den Weihnachtsbaum konnte ich bis jetzt realisieren, dazu noch einer, den ich M. für eine Geschenkbeilage überlassen habe. Die zehn sind ein guter Grundstock für den Anfang. In den nächsten Tagen vor Heilig Abend will ich aber noch weitere herstellen, damit das neue Dekorationshighlight auch Dominanz am Baum entwickeln kann. Und dann ist auch zu entscheiden, ob wir mit den 24 einzelnen Kerzen auskommen oder ich doch noch eine der älteren Lichterketten hinzunehme. In jedem Fall gehe ich davon aus, dass der Weihnachtsbaum in diesem Jahr ein vergleichsweise ungewöhnlicher sein wird. Schon wegen seiner filigranen Gestalt als Baum, aber auch wegen der Schlüsse, die ich daraus für den Schmuck ziehen kann. Geplant ist das, von den Engeln abgesehen, nicht. So ist noch alles offen und spannend.

Die ersten richtigen Engel

Heute ist mir der erste wirklich perfekte Faltengel gelungen. Die Technik für das Gewand habe ich nochmal verbessert. Jetzt erscheint keine störende Lamelle mehr in der Mitte. Alles ist gleichmäßig aufgefaltet. Und da ich auch die Perlen erhalten habe, sind jetzt alle Utensilien zusammen. Die ersten 5 Exemplare sind schon fertig. Und die gefalteten Blätter für 3 weitere habe ich bereits vorbereitet. Ein Dutzend sollten es bis Samstag schon werden. Einige mehr kommen dann vielleicht noch am Wochenende dazu. Ebenso eine Bereicherung für den diesjährigen Weihnachtsbaum werden die kabellosen LED-Christbaumkerzen sein. Die hatte ich schon seit Jahren im Auge, jetzt habe ich einen Anfangssatz angeschafft, den wir in den nächsten Jahren vervollständigen können. Zunächst werde ich diese Einzelkerzen wohl noch mit einer der älteren Kabelketten kombinieren, um genügend Licht an den Baum zu zaubern.

Den Weihnachtsbaum frisch halten

Den Weihnachtsbaum lassen wir bis Freitag lieber noch im Regen stehen. Im konkreten Sinne ist das bei den milden Temperaturen wahrscheinlich das Beste, gerade weil Heilig Abend erst in einer Woche kommt und wir natürlich nicht wollen, dass der Baum schon vorab zu viel Feuchtigkeit verliert. Wie dieser leichte Baum sich verhält, wenn es ums Schmücken geht, da bin ich mal sehr gespannt. Das ist auch für mich eine Premiere, die möglicherweise einige Rücksichtnahmen erforderlich macht. Aber Variationen in diesen Dingen finde ich anregend. Und nach Jahren mit Bäumen einer bestimmten Statur kann das auch mal Abwechslung bringen. Noch schwanke ich, ob erneut die bisher immer verwendeten drei Lichterketten traditioneller Bauart zum Einsatz kommen sollen oder ob ich doch auf eine LED-Kette setzen soll. Grundsätzlich wäre das eine auch ästhetisch tragbare Option. Was mich extrem stört, ist aber die Tatsache, dass bei Defekten zumindest ganze Abschnitte der Kette untauglich werden, wenn nicht die ganze Kette. Ökologisch ist das kaum zu rechtfertigen. Und auch grundsätzlich macht mir diese Entwicklung zu kurzlebigen Wegwerf-Elektroteilen eher Sorgen.

Filigranes Weihnachtsbaum-Leichtgewicht

Heute bin ich bei dem zweiten Händler, dessen Bäume ich zuletzt 2013 besucht hatte, doch fündig geworden. Die Auswahl war dort wesentlich größer als bei dem hiesigen. Unser Weihnachtsbaum 2015 wird filigraner und leichter ausfallen als gewohnt. Beim Wegtragen habe ich es gemerkt, dass der Baum nämlich höchstens die Hälfte dessen wiegt, was frühere so auf die Waage brachten. Das war auch schon bei der Auswahl erkennbar. Aber obwohl der Stamm vergleichsweise dünn ist und die Äste eine ungewohnte Leichtigkeit ausstrahlen, hat mir der gleichmäßige und auch im Kronenbereich dichte Aufbau der Äste gefallen. So habe ich mich für diesen entschieden und auf einen der kräftigeren und älteren Exemplare lieber verzichtet. Zu dem Vorhaben mit unseren Faltengeln passt ja eigentlich gut. Papierleichte Dekoration auf federleichtem Weihnachtsbaum. Das verspricht einen ungewöhnlichen Akzent. Vielleicht werde ich mich tatsächlich einmal auf den ganz leichten Baumschmuck beschränken und die Anmutung dieser besonderen Form auf uns wirken lassen.

Noch keinen Weihnachtsbaum gefunden

Mein erster Versuch, den diesjährigen Weihnachtsbaum zu finden, ist fehlgeschlagen. Bei dem Händler des Vorjahres waren unter den bereits ausgepackten Bäumen keine, die mich vollständig überzeugen konnten. Möglich, dass der Wunschbaum sich unter den noch im Netz eingeschnürten versteckt. Das kann ich dann in den nächsten Tagen überprüfen, wenn die Bäume nach und nach zum Verkauf präsentiert werden. Wahrscheinlich werde ich aber noch einen zweiten Händler aufsuchen, der traditionell mehr Auswahl bietet. Damit hoffe ich, in den nächsten Tagen Erfolg zu haben. Denn der Baum soll ja am Samstag bereits aufgestellt und geschmückt werden. Das „Problem“ haben natürlich alle anderen auch. Schön wäre es dennoch, wenn ich bei meinen Begutachtungen nicht allzu vielen anderen Weihnachtsbaumsuchern begegne. Denn auch dazu gehört ein gewisses Maß Ruhe, wenn es der Symbolik des Baums gerecht werden soll.

Weihnachtliche Lichtobjekte

M. ist gerade in dieser Saison ganz entzückt von dem kleinen Glas-LED-Weihnachtsbäumchen mit bunten Miniaturkugeln. Der Baum ist von unten mit wechselfarbigem LED-Licht beleuchtet und funkelt durch das gläserne Skelett wunderbar in schillernden Weihnachtsfarben. Sie hatte es mir im vorletzten Jahr geschenkt, so dass ich vergangene Weihnachten meine Weihnachtsgrußkarte damit gestalten konnte. Dass die Dekoration immer noch so fasziniert, mich genauso, zeigt ihre Qualität. Ab und zu tauchen eben in dem Wust von Weihnachtsdekorationsideen doch wirklich besondere Formen auf, die anziehen und Atmosphäre vermitteln. In diesem Jahr haben wir gerade an den Lichtobjekten besonders viel Freude.

Vervielfältigter Lichterglanz

In diesem Jahr haben wir wirklich etwas von der Vorweihnachtszeit. So konnten wir die schöne Dekorationen im und ums Haus in den letzten Jahren nicht aufnehmen. Das ist gut so, denn nur in Hetze ist die Weihnachtszeit nur halb so eindrucksvoll. Ganz durch sind wir noch nicht. Zum Beispiel habe ich heute an dem künstlichen Weihnachtsbaum noch weitere Kugeln angebracht. Die hatten wir gestern besorgt, da der Baum mit den wenigen Kugeln zu wenig geschmückt wirkte. Und M. hat nun auch ihre geliebte Lichterkette als Beleuchtung des Wohnzimmerschranks. Die LED-Kette hängt am Mittelteil des Schranks oben leinenartig leicht herunter und die Enden schlängeln sich in Spiralen angeordnet an den hohen Seitenteilen herab. So ist die Silhouette des Möbels beleuchtet, ein weiteres Element der weihnachtlichen Innenbeleuchtung, die sich in den vielen glänzenden und glitzernden Oberflächen des Weihnachtsdekors widerspiegelt und sich damit selbst vervielfältigt. Nun brennt schon die zweite Kerze. Und die Feiertage sind bereits jetzt in den Köpfen der Menschen präsent.

Weihnachtseindrücke und -formen

Einen Nikolaus haben wir heute auf den abendlichen Straßen nicht entdeckt. Das war früher auch anders, als es noch wahrscheinlicher war, die Symbolfigur zusammen mit Knecht Ruprecht von Haus zu Haus ziehen zu sehen. In den Gesprächen der Menschen, ob sie nun Kinder haben oder nicht, ist das Thema allerdings immer noch präsent. Ich denke, es ist eine der Marken, die das Weihnachtsfest schon sehr deutlich vorwegnehmen. Und morgen ist auch schon der 2. Advent. Unheimlich, wie schnell das Jahr auf einmal zu Ende geht. Die Weihnachtsbäume sind inzwischen vor allen Geschäften aufgebaut. Und die ersten Privatleute kümmern sich bereits um ihren privaten Baum. Erstmals habe ich heute im Vorübergehen auch einige Eindrücke vom hiesigen Weihnachtsmarkt aufgeschnappt, wenn auch nicht richtig beobachtet. Obwohl die Vorweihnachtszeit bei mir immer noch besondere Eindrücke hinterlässt, spielen für mich die Märkte keine so große Rolle. Ich glaube, es sind die abstrakten Zeichen, das Licht die Farben, die traditionellen Weihnachtsmotive, die uns jetzt in so dichter und vielfältiger Form entgegentreten. Die formen als Ganzes das, was uns dem Sinn der Weihnacht atmosphärisch näher bringt, ohne diesen Sinn direkt abzubilden.

Voraussetzungen des Ruhigseins

M. gerät angesichts der Vorbereitungen auf die Adventszeit regelmäßig in Panik. Was ich nicht wirklich nachvollziehen kann. Sehe ich doch vor allem das Wohltuende dieser fast schon 5. Jahreszeit, und alles, was uns die Symbole und Traditionen rund um Advent und Weihnacht an Innerlichkeit vermitteln kann. Eine Innerlichkeit, die man sich natürlich immer wieder quasi erarbeiten muss. Und dazu gehört eine vorgängige Ruhe, ohne die das besondere Ruhigsein der Weihnacht nicht erreicht werden kann. So hoffe ich, sie bei der Gestaltung unserer Adventsdekorationen unterstützen zu können. Als erstes steht der Adventskranz an, für den ich mich besonders verantwortlich fühle, da ich die Idee mit der Neugestaltung hatte. Da muss ich mir vor allem für das Auffüllen der Schale etwas einfallen lassen. Ich denke, ohne immergrüne Zweige ist das eigentlich unvorstellbar. Das vegetabile der klassischen Kranzes soll dabei nicht ganz verloren gehen. Aber die größere Distanz zum Naturhaften hat aus meiner Sicht etwas Reizvolles, da in ihr die Symbolik als solche stärker betont werden kann. Jedenfalls wenn wir die richtige Balance bei der Wahl der Bestandteile finden.

Das Leben achten

Bis zum Weihnachtsfest werden sicherlich noch eine ganze Reihe kunsthandwerklicher Projekte anstehen, aber kurzfristiger als sonst. In diesem Jahr scheint die Saison später zu beginnen. Das ist eigentlich jedes Mal anders. Weihnachten ist zwar schon präsent, es werden sogar schon Weihnachtsbäume verkauft. Und in den Geschäften findet man bereits seit Wochen Weihnachtsgebäck und weihnachtliche Dekorationen. Aber das Fest selbst wird erst mit dem Wochenende, dem ersten Advent, bei den Menschen angekommen sein. So sind zurzeit viele durch die turbulenten Ereignisse in der Welt beunruhigt und sehen sich weit entfernt von der friedlichen Weihnachtsbotschaft. Umso wichtiger ist es gerade, sich die Kulturen übergreifende Bedeutung der Weihnacht ins Gedächtnis zu rufen. Gedanken sind wichtig, denn die größten Umwälzungen hatten immer ihren Anfang in den Köpfen und Herzen der Menschen. Nur im Falle der Terroranschläge scheint alles auf den Kopf gestellt. Denn die „kritische Masse“, wie es James Redfield in seinen Celestine-Büchern nennt, die ist doch eindeutig auf der Seite des Friedens. Es muss nur noch deutlicher werden, dass es die einzige Sinn machende Zukunft für uns alle bedeuten, sich am friedlichen Miteinander zu orientieren und das Leben zu achten.

Erste Weihnachtsbäume zum Verkauf

In diesem Jahr sind sie besonders früh dran. Der Händler im Ort, bei dem ich in der vergangenen Saison den Weihnachtsbaum ausgesucht habe, ist schon seit heute präsent. Dabei ist erst in 10 Tagen der erste Advent. Ich weiß nicht, mit welcher Zielrichtung. Vielleicht für Geschäftsleute, die sich bereits auf adventliche Dekoration einstellen wollen. Dass Privatleute jetzt schon den Weihnachtsbaum kaufen, scheint mir doch kaum wahrscheinlich. Der würde selbst bei vorbildlichster Wässerung nicht bis zu den Feiertagen durchhalten. Jedenfalls wird selbst der stärkste Baum bei einer solchen Beanspruchung in Stress geraten. Nein, ich denke, ca. 10 Tage vor Weihnachten ist für uns der richtige Zeitpunkt. Zunächst lagern wir den Baum dann noch im Freien, so dass er kaum austrocknen kann, und holen ihn erst kurz vor dem Schmücken ins Haus. Das Wichtigste ist ohnehin, den richtigen zu finden. Im Vorjahr hatte ich mit der Blautanne eine gute Hand. Nun will ich hoffen, einen vergleichbar stabilen Baum mit schönem Astaufbau zu finden.

Advent und Sinnklarheit

M. redet schon viel von Weihnachten. Dabei geht es weniger um Geschenke. Es ist mehr die adventliche Dekoration, die für uns in den letzten Jahren eng mit dieser Zeit verbunden war. Vielleicht noch mehr als in den Jahren meiner Kindheit. Die Phantasie und Vielfalt dieser Dekorationsmöglichkeiten ist so angewachsen, hat so gewaltige Ausmaße angenommen, eine ganze Industrie, dass man zunehmend wählerisch wird. Schwer, noch Symbole zu finden, die nicht schone einmal in punkto atmosphärischer Dichte und ästhetischer Qualität übertroffen worden wären. Das gilt sowohl für vegetabile Dekorationen, die die Symbolik der immergrünen Bäume verwenden als auch für solche, die stärker künstlerisch gestaltet und abstrahiert sind. Und da es nicht immer noch schöner und ausgefallener werden kann, ist es nur naheliegend und notwendig, dass auch bei der Dekoration die Entwicklung wieder zurück zum Sinnhaften und Eigentlichen geht. Ich hoffe, es wird uns für diese Adventszeit gelingen, solche Einfachheit und Klarheit im Symbolischen schlüssig umzusetzen.

Wo bleibt der Herbst?

Auf mich wirken diese Tage fast schon wie November. In den Medien wird bereits über Grippeimpfung und Erkältungskrankheiten diskutiert. Unglaublich, wie schnell der Sommer in den Winter übergehen kann, wenn ein richtiger Herbst nicht zum Vorschein kommen will. Dabei stehen noch reichlich arbeitsintensive Projekte auf dem Plan, die sich bei Schönwetter und wärmeren Temperaturen eigentlich leichter durchführen ließen. Auch bei Microstock steht gegenwärtig vor allem das Thema Weihnachten hoch im Kurs. Zu meiner Freude zwar, denn das Weihnachtsportfolio ist neben den Baummotiven das umfangreichste und begehrteste. Aber es stimmt mich eben auch nachdenklich, wenn die Saison sich auf ein ganzes Quartal ausdehnt. Ich hoffe, uns sind wenigstens noch einige erkennbar herbstliche Tage im Umfeld unserer Baumobsternten und vielleicht ja auch noch in Form eines bunten Blätterherbstes vergönnt.

Weihnachtliche Tischdekoration mit Bäumen

Dekoweihnachtsbäumchen mit Kristallteelichthalter

Schön, meine neuen Weihnachtsmotive sind bisher gut angenommen worden. Nur Shutterstock hatte natürlich bei den dezent belichteten Aufnahmen mit den silbernen Dekoweihnachtsbäumchen Vorbehalte in Richtung „poor lighting“. Wie wir wissen, ist das den Stilvorgaben der Agentur geschuldet, sicher nicht tatsächlichen technischen Defiziten. Das sehen dann die meisten anderen auch so wie ich. Dass nämlich bestimmte Stimmungen nicht mit voller Ausleuchtung vermittelbar sind. So auch die besonders atmosphärische Stimmung in weihnachtlich geschmückten Räumen. Gerade darum geht es ja. Da freue ich mich dann über den offener Blick andere Bildredakteure, die diese Art der Lichtführung verstehen, und auch, dass viele Interessenten gerade das als authentisch und ansprechend wahrnehmen. Wäre schön, wenn ich in der diesjährigen Saison das Weihnachtsportfolio wiederum erweitern könnte.

Jetzt schon Weihnachten im Blick

Nun hat mich doch tatsächlich bereits das große Weihnachtsthema beschäftigt. Mir war aufgefallen, dass bereits vor einer Woche das Interesse an Weihnachtsmotiven innerhalb meiner Microstock-Portfolios eingesetzt hat. Wirklich überraschend, denn das war bisher immer erst im Oktober feststellbar. Es scheint, dass die Saison immer weiter vorgezogen wird, fast wie bei den Discounter, die ebenfalls schon Regale voller Weihnachtsgebäck und Stollen präsentieren, kaum dass der Sommer sein Ende angekündigt hat. Eigentlich war das auch ein Weckruf, denn ich hatte mir vorgenommen, meine letztjährigen neuen Weihnachtsmotive erst im folgenden Jahr mit Blick auf die Saison hochzuladen. Einfach weil ich festgestellt habe, dass sie sonst schon im Laufe des Jahres in der Versenkung verschwinden. Jetzt scheint ein guter Zeitpunkt dafür, damit eine realistische Chance für Aufmerksamkeit entstehen kann. Schwierig genug ist das ohnehin geworden, bei dem ungeheuren Überangebot qualitativ hochwertiger Fotografien. Lang zurück liegen die Zeiten, als meine weihnachtlichen Schnappschüsse so etwas wie eine Lücke ausgefüllt haben. Aber unter den neuen sind einige Nahaufnahmen von Tischdekorationen, die ich für sehr ansprechend halte und denen ich gewisse Aussichten unterstelle. So bin ich zunächst gespannt, ob und bei welchen Agenturen die Silberweihnachtsbäumchen angenommen werden und ob die enthaltenen Bildideen den einen oder anderen Kreativen überzeugen können.

Letzte Weihnachtsrelikte

Relikte der Weihnachtszeit sieht man noch überall. Auf dem Dorfplatz liegen noch ausrangierte Weihnachtsbäumchen und warten auf den Abtransport zum Schreddern. Ich nehme an, es sind diejenigen, die von den Geschäftsleuten im Eingangsbereich mit Beleuchtung aufgestellt worden waren. Bei einigen stehen sie heute noch. Auch die weihnachtlichen Lichterketten und Leuchtelemente sind noch nicht überall entfernt worden. Heute habe ich auch unseren Weihnachtsbaumständer, den mit Wasserreservoir, an seinen Lagerplatz gebracht. Er hatte genug Gelegenheit auszutrocknen, so dass das Restwasser in den Staukammern verdunstet sein dürfte. Auch die Lichterketten für unsere Türdekoration habe ich sorgfältig zusammengelegt, so dass ich sie in der diesjährigen Saison leicht wiederfinde und installieren kann. Weihnachten scheint jetzt endgültig vorbei.

Das Weihnachtsgrußkartenmotiv 2015 fehlt noch

Dass der Weihnachtsbaum so viel Wasser schluckt, habe ich noch nicht erlebt. Vielleicht ist das eine Eigenschaft der Blautannen. Oder es liegt daran, dass wir diesen Winter schon vor Neujahr den Holzofen beheizen. Alle zwei Tage fülle ich fast zwei kleine Gießkannen im Ständer auf. Aber mit der Wässerung scheint er sich gut zu halten. Besonders viele Nadeln sind noch nicht abgefallen, und insgesamt strahlt er immer noch so schön und stolz wie am Heiligen Abend. Das ist gut so, denn das Weihnachtsmotiv für nächstes Jahr steht noch nicht. Dafür ist der beleuchtete Baum als stimmungsvoller Hintergrund unerlässlich. Ich hoffe, in den kommenden beiden Tagen dazu zu kommen und ein gutes Ergebnis zu erzielen. Ein Mangel an qualitativ hochwertigen Weihnachtsmotiven gibt’s zwar bei den Microstock-Agenturen wahrlich nicht. Aber es ist mir wichtig, ein wirklich persönliches Foto mit einer Impression unserer eigenen Weihnachtsatmosphäre zu realisieren. Das ist, finde ich, eine geeignete Grundlage für einen Weihnachtsgruß, der nicht nur persönlich und ehrlich gemeint ist, sondern eben auch so verstanden werden kann.

Zwiespältige Zeit der Jahreswende

Es ist tatsächlich so, wie es das Buch zum Thema der Raunächte beschreibt. In diesen Tagen nach Weihnachten und vor Neujahr bewegt man sich in einer Art Schwebezustand. Was für die Raunächte und die Tage dazwischen generell gilt, ist jetzt besonders deutlich. Das alte Jahr ist noch nicht ganz zu Ende, das neue noch nicht angebrochen. Die Feiertagsstimmung verblasst bereits, zu der für den Jahresanfang typischen Geschäftigkeit ist man nicht bereit. Eher gilt es, letzte Erledigungen und Abschlüsse vorzunehmen, die noch ins alte Jahr gehören. Gleichzeitig denkt man schon vorgreifend und planend an den neuen Zyklus, sowohl in der Natur als auch bezüglich der eigenen Arbeit. Es ist bemerkenswert, dass der Eindruck des Weihnachtsbaums diesem Zwiespalt weitgehend widersteht. Zwar wirkt er auf mich kurz vor Weihnachten, besonders aber am Heiligen Abend und den Feiertagen selbst besonders anrührend, aber seine Faszination als Symbolbaum mit seiner reichhaltigen Facettierung an tiefgehenden und teils nicht begreifbaren Bedeutungen lässt bis zum Ende der ersten Januarwoche nicht nach. Es wird eines der wahrscheinlich länger nicht realisierbaren, aber doch sehr spannenden Projekte sein, die Geschichte und Symbolentwicklung des Weihnachtsbaums noch einmal aufzurollen und mein Bild dieses starken Symbols vollständiger auszugestalten, als es mir vor Jahren möglich war.