Gartenbäume mit ungewöhnlichen Wachstumsfortschritten

Natürlich sind in einem so sonnenreichen Sommer auch die Gartenbäume präsent und machen bei so viel Licht ungewöhnliche Wachstumsfortschritte. Man sieht das daran, wie hoch hinaus sie inzwischen reichen, vor allem der Walnussbaum, der Ginkgo und inzwischen auch die ältere Gleditschie. Auch die Breite der oberen Krone hat sich vergrößert und die drei zu richtig stattlichen Baumindividuen werden lassen. So deutliche Entwicklungsschritte konnte ich im Jahreswechsel bisher nicht beobachten. Aber noch dominanter sind in diesem Hochsommer die Blumen und Stauden, die bei uns weitgehend einjährig sind und die wir immer wieder neu in der Gärtnerei besorgen, einpflanzen und sorgsam pflegen. Um bei der ungewöhnlichen langanhaltenden Hitze immer genug Gießwasser parat zu haben, mussten wir heute tatsächlich noch die letzten sonst nicht zugänglichen Füllvolumen unseres großen liegenden Regenwassertanks leerpumpen. Zunächst ins Springbrunnenbecken, und von dort aus mit Hilfe einer anderen Pumpe wiederum in den Plastiktank, der ich zum Abzapfen des Regenwassers überwiegend nutze. Der wäre wohl in den nächsten Tagen leer gewesen ohne dieses Auffüllen.

Günstige Bedingungen für gute Maulbeerenernte sind ein Rätsel

Gestern war es mir einfach noch zu heiß, aber heute Vormittag habe ich es dann doch gewagt, nach einer Woche dem Bienenhaus und meinen Maulbeerbaum einen Besuch abzustatten. Eigentlich mit dem Vorhaben, endlich das erste Eimerchen Maulbeeren abzupflücken. Dafür hatte ich extra noch eine Stehleiter von zuhause mitgenommen, die fürs erste geeigneter ist als die lange Ausziehleiter. Zu meiner großen Überraschung hat sich bei den Maulbeeren seit der vorangehenden Woche überhaupt nichts verändert. Immer noch sind die vorhandenen Früchte grün, weiß oder vereinzelt schon hellrot ausgefärbt. Aber reife, d. h. bei dieser Sorte schwarze waren überhaupt nicht dabei. Es scheint, dass das Hitzeklima dem Baum wider Erwarten keinen Anschub gegeben hat. Ganz anders, als ich erwartet hatte. Bei so viel Sonne, sollte die Zuckerproduktion doch auf Hochtouren laufen und die Früchte schneller reif werden. Aber es hat sich gar nichts verändert. Leider auch an der Zahl der Früchte nicht. Teile der Krone scheinen auf den ersten Blick fast frei von Früchten, und bei anderen sind sie zwar von Nahem betrachtet gewachsen, aber eben ziemlich spärlich verteilt und noch nicht ausgereift. Im Vorjahr konnte ich fast täglich neue Beeren pflücken, wobei die ganze Ernte schon im Juni abgeschlossen werden konnte. Und jetzt sind die Maulbeeren Ende Juni noch gar nicht erntereif. Das soll jemand verstehen. Ich hoffe, irgendwann hinter das Geheimnis dieser Baumart zu kommen und zu verstehen, welche Bedingungen für eine reiche Ernte förderlich sind.

Sommerliche Ausdehnung in kosmische Weiten

Wie erwartet noch ein weiterer Hitzetag, an dem man sich fast schon an den Zustand gewöhnt hat. Auf den Straßen sind die Menschen schon vollständig auf Hochsommer eingestellt und entsprechend locker leicht gekleidet. Könnte sein, dass sich das nach einigen Tagen zu einem angenehmen Sondererlebnis entwickeln wird. Und doch sind im familiären Umfeld die Wogen hochgeschlagen und ebben zwischendurch ebenso unwahrscheinlich wieder ab, so ein Hin und Herr, ein Auf und Ab des Unerwarteten und Unerwartbaren, für das jeder eine neue, weil noch nie dagewesene Auflösung suchen muss. Nur die Bäume und anderen Grünpflanzen ist das einerlei. Die tanken in diesen Tagen einfach nur viel Sonne, treiben ihre Photosynthese auf einen Höhepunkt hin und greifen so immer weiter in Richtung der kosmischen Weiten, bevor sie sich irgendwann im Laufe des Herbstes wieder in Richtung der Erde und irgendwann dann auch bis unter ihre Oberfläche zurückziehen.

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Wuchsfreudiger Efeu

Es ist wie in jedem Jahr um diese Zeit: Die Efeuhecke, die die ganze lange Mauer unserer Einfahrt bedeckt, ist von frisch gewachsenen hellgrünen Blättern überdeckt, so dass die dunkelgrünen alten kaum noch irgendwo durchkommen. Das geht beim Efeu immer ganz schlagartig, innerhalb weniger Tage, während er vorher monatelang praktisch auf der Stelle tritt. Das Licht, aber auch genügend Feuchtigkeit und Wärme sind offenbar für das Wachstum dieser Art förderlich. Das heißt auch, dass ich demnächst schon wieder ein Zurückschneiden ins Auge fassen muss, wenn das Wuchern nicht überhandnehmen soll. Und schätzungsweise im August ist dann ein weiterer Rückschnitt vonnöten. Immer recht aufwändig, aber auch schön, weil ich dieses Dauergrün des Efeubewuchses sehr schätze und wir daran immer schon gewöhnt sind. Von der Staub filternden Wirkung dieser Hecken einmal ganz abgesehen.

Erholsame Konstanz und frühlingshaftes Fortschrittswetter

Für einen Dreizehnten war der Tag doch nicht ganz so schlecht. Immerhin konnten M. und ich am Vormittag bestimmte Dinge in Gesundheitsfragen klären, was an sich schon hilfreich sein kann. Und ansonsten konnte ich meine Projektarbeiten sehr ruhig und systematisch weiterführen. Das ist nicht unbedingt die Zeit für kreative Höhenflüge, zumindest nicht im Kernbereich professioneller Kommunikation – die Zeiten dafür kommen aber sicher auch bald wieder. Aber konstante und solide quasi handwerkliche Arbeit ist zwischendurch und als Basis des Geschäfts eben auch wichtig. So freue ich mich immer, wenn diese Arbeitsanteile möglichst geräuschlos und effektiv möglich sind, was zurzeit ganz gut gelingt. Die Natur erholt sich zwischenzeitlich, während dieser niedriger temperierten und wieder stärker verregneten Tag, um gleichzeitig einen neuen Anlauf in Richtung Frühling zu nehmen. Ich sehe beim Blick durchs Fenster v. a. den Efeu in Wachstumslaune, indem er zahlreiche neue Blätter ausbildet, die sich in zartem Hellgrün über den Grund der großblättrigen und ledrig dunkelgrün wirkenden alten Blätter ausbreiten. Und auch meine selbst ausgesäten Chilis machen bei dem durchwachsenden Wetter draußen auf ihrer Wärmematte und der z. T. künstlichen Dauerbeleuchtung gute Fortschritte.

Worin wir die Bäume auch bewundern können

In Bezug auf die Sonnenstunden ist dieser Januar sicherlich einer der dunkelsten der letzten 15 Jahre gewesen. Daran wird auch der letzte Tag des Monats nichts mehr ändern können. Für uns Menschen ist das eher schwächend und demotivierend. Ich kann mir aber vorstellen, dass die Pflanzen, allen voran die Bäume, das anders wahrnehmen. Für sie ist diese Dunkelphase wahrscheinlich eine Erholung, bevor das Frühjahr die vitalen Kräfte wieder extrem in Anspruch nimmt und es bis zum Spätherbst mit dem Wachsen, Grünen, Sprießen, Blühen und Fruchten auf Hochtouren weitergeht. Es ist wohl eine der Mankos in der evolutionären Entwicklung und gerade auch im Vergleich der menschlichen mit der anderer Arten, dass die Menschen von solchen natürlichen Ruhephasen ausgenommen sind und so eigentlich einem beständigen Abbau ausgesetzt sind. Da könnte man so manchen Baum beneiden, und es müssen dafür nicht gleich die 1000-jährigen Eichen sein. Auch andere Arten bringen es bei einem guten Standort und wohlmeinenden menschlichen Begleitern locker auf über hundert oder gar mehrere hundert Jahre.

Vegetabile Formen aus der Sogkraft der Sonne

Die anhaltende Hitze war in den letzten zwei Wochen erstaunlich, und nach den langen Wochen mit viel Regen und viel zu tiefen, jahreszeituntypischen Temperaturen auch nicht zu erwarten gewesen. Gut ist, dass es sommerlich noch weiter gehen wird, auch wenn die ganz große Hitzeperiode erst einmal zum Abschluss kommt. Zum Feiertag hat diese Super-Sommerwetter natürlich perfekt gepasst. Eigentlich war das auch in den meisten Jahren an diesem Tag so, nur zwischendurch. Ich meine zuletzt im Vorjahr, war die Witterung eher trüb und wolkenverhangen. Dabei passt zur Symbolik der Kräuter, die in der christlichen Vorstellung für Reichtum und die Vielfalt der Schöpfung stehen, natürlich am besten zum Sonnenschein, wären die Wiesenkräuter des Spätsommers in dieser Pracht doch ohne die Sonne und ihre Sogkraft auf das Vegetabile, nicht entstanden. Denn es ist die Sonne, die diese vegetabilen Formen aus winzigen Samen aus der Erde heraustreibt und zu so wundervollen unvergleichlichen Form- und Farbgestalten auswachsen lässt. Es ist schön, dass wir das, neben allem, was das Himmelfahrtsfest der Gottesmutter einem Christen sonst noch bedeuten kann, anlässlich des Feiertags uns noch einmal vergegenwärtigen konnten.

Unterbrochener Hochsommerflow

Der plötzliche Dauerregen mit merklich abgekühlter Luft und kaum Sonne den ganzen Tag über hat die Stimmung der Menschen nach Wochen extremer Hitze spürbar absinken lassen. Das ist schon ein Dämpfer, den wir hoffentlich in wenigen Tagen hinter uns lassen können. Bis dahin hoffe ich immerhin auf eine Erholung für die Bäume, die sonst ja kein Gießwasser erhalten und freue mich bei den Pflanzen, die ich sonst abends gießen, dass mir das nach Regentagen immerhin erspart bleibt. Nur zu lange anhalten solle es nicht, damit der Hochsommer-Flow nicht abreißt.

Vegetabile Vorbilder

Schön, dass wir auch im Verlauf solch heißer Sommertage noch an freundschaftliche Gesprächstraditionen anschließen können. Das ist schon wichtig und irgendwie auch notwendiger als jemals zuvor, weil das bloße Bewältigen des Alltags, das Abarbeiten von Aufgaben und Beseitigen von Hindernissen allein auf Dauer kaum erträglich ist. Die soziale Weiterverarbeitung ist mindestens genauso wichtig. Und dazu finden wir glücklicherweise doch an den meisten Tagen eine Möglichkeit, die Sinn macht und echt wirkt. Es ist diese Ehrlichkeit und auch das Orientieren am Bewährten und Traditionellen, wenn man so will das Konventionelle, das wir von der vegetabilen Natur um uns herum lernen können. Dort hat das Bewährte sicher einen zentralen Stellenwert. Es ist eine Überlebensgarantie und ein Erfolgsrezept für langfristiges Wachstum. Vielleicht sollten wir uns das zwischendurch vor Augen führen, wenn wir eine Pflanze in ihrer Lebensumgebung beobachten oder ihr begegnen.

Überfließendes Sommerpflanzenwachstum

Der Regen der Nacht und die leichten Schauerphasen tagsüber haben dem Wachstum der Gemüsepflanzen gutgetan. Sicher auch den Sommerblumen, die so ein wenig durchatmen konnten und nicht mehr nur auf das abendliche Gießwasser angewiesen sind, um sich vor der Austrocknung zu bewahren. Auch das Laub der Bäume entwickelt sich in Richtung seiner größten Ausdehnung, ist aber noch nicht ledrig und dunkelgrün geworden, wie es sich dann im Spätsommer präsentiert. Mal sehen, ob wir am Samstag nochmal eine Runde am Maulbeerbaum pflücken werden. Damit hätten wir unser Soll für dieses Jahr schon erfüllt. Natürlich kann es dennoch sein, dass der Baum noch einige Wochen reife Früchte hervorbringt. Die werden wir nur nicht alle wirklich ernten können.

Aus natürlichen Wachstumserfolgen lernen

Dieses Kopfweh- und Gelenkschmerz-Wetter ist scheinbar gut für die Pflanzen. Alles Grüne um uns herum, im Garten wie in der freien Landschaft, wuchert zurzeit uferlos und ungezügelt weiter. Wahrscheinlich wegen der Feuchtigkeit in Kombination mit relativer Wärme. Für Pflanzen ist das eine Erholungsphase, in der sie neue Energie tanken können. Für uns meist das Gegenteil. Wäre schön, wenn wir diese Vorlieben z. B. der Bäume für uns entdecken und in der eigenen Körperlichkeit umsetzen und nutzen könnten. Aus dem traditionell Unangenehmen etwas Förderliches machen. Das will uns derzeit noch nicht gelingen. Aber ich hoffe auf Fortschritte vielleicht auch auf diesem Gebiet des aufmerksamen Beobachtens der natürlichen Mechanismen und Wachstumsprozesse.

Natürlicher Energievorschub

Durchwachsenes Wetter, wieder feucht warm und für die Menschen eher ungesund erleben wir diesen Juni-Anfang. Ich hoffe, die trockenere Wärme kehrt zurück, und auch die Sonne, die zuletzt so guttat. Denn die Pflanzen konnte ja jetzt einige Tag kräftig Flüssigkeit tanken und Wasserspeicher auffüllen. Jetzt muss die Sonne wieder übernehmen, damit es mit dem üppigen Grünen und Wachsen auch gut weitergeht. Ich freue mich auf den Baumsommer, wenn sich die Bäume in ihrer vitalsten und lebensbejahendsten Form zum Ausdruck bringen. Das kann auch für uns, die wir uns zwischen ihnen bewegen, nur von Vorteil sein und uns von außen Energie zuführen, die anderswo zu schnell verbraucht wird und dann fehlt.

Ein vitales Baumjahr mit üppigem Wachstum

Der Juni ist zwar mit Kopfwehwetter gestartet, aber das hat die Menschen nicht davon abgehalten, sich bei einem Spaziergang den Kopf frei zu machen. Recht viel war deshalb heute auf dem Pfad entlang des Flusses los, den ich gerne aufsuche, auch weil für mich schnell zu erreichen ist. Das ist gut, wenn ich etwa um die Mittagszeit eine Geh-Pause einlegen will, ohne erst irgendwohin fahren zu müssen. Außerdem wachsen entlang dieses Pfades die meisten der Bäume und Sträucher, die für unsere Region typisch sind. Da lässt sich dann deren jahreszeitliche Entwicklung wunderbar mitverfolgen und gelegentlich auch z. B. fotografisch dokumentieren. Heute hat sich die Baumlandschaft üppig grünend präsentiert, das ist mir schon vor Wochen im Vergleich zu den Vorjahren aufgefallen. Natürlich hat das auch damit zu tun, dass die Gemeindearbeiter nur alle paar Jahre zum Rückschnitt antreten und dann aber alles sehr radikal und ziemlich lieblos niedermähen oder in einer Linie einfach abfräsen. Davon können sich die Gehölze dann so schnell nicht erholen. Die letzte Aktion dieser Art liegt aber schon 2 Jahre zurück, und inzwischen ist das meiste üppig nachgewachsen. Besonders deutlich kann ich das an den Pfaffenhütchen sehen. Die Früchte sind jetzt schon, noch ganz klein und grün, sehr zahlreich an den Sträuchern zu sehen. In einer Dichte und Menge, die ungewöhnlich ist. Das wird ein tolles, farbenfrohes und üppiges Bild ergeben, wenn sie ausgewachsen und ausgefärbt sind, mit ihren tollen Pfaffenhütchen-Formen und dem irren Kontrast von Orange und Pink. Zurzeit ist noch nicht viel mit Farben, obwohl natürlich das meiste schon blüht, geblüht hat oder schon Früchte trägt. Aber die aktuellen Blüten sind eher unauffällig, meist weiß, oder es zeigen sich schon die unausgereiften Früchte. In den kommenden Wochen wird es wohl auch ästhetisch wieder spannender werden in unserer nahen Baumlandschaft.

Sommerwachstumswetterphase

Der Mai geht jetzt mit richtigem Wachstumswetter seinem Ende entgegen. Und immerhin bin ich noch zwischendurch dazu gekommen, mich ein wenig um die Pflanzen zu kümmern, zu gießen, die noch fehlenden Sommerblumen zu besorgen, meine Chilipflanzen zu sortieren. Das ist dann immer eine Erholung und fast schon lebenswichtig bei so vielen und zeitraubenden technischen Aufgaben. Beim Blick durchs Fenster sehe ich schon die nächsten Gartenarbeitsprojekte, die die kommenden Sommermonate in den Zeiten, in denen ich es erübrigen kann, sicher vollständig ausfüllen werden. Unter anderem muss der Efeu wieder zurückgeschnitten werden, der bei diesem sonnenreichen und zwischendurch nassen Sommer-Wachstumswetter natürlich enorm gewuchert ist.

Baumfrühling: Früher oder später?

Ein kleiner Einbruch bei den Sonnenstunden hat den tollen gestrigen Sonnentag leider nicht nahtlos fortgeführt. Aber wie es aussieht steht doch für die nächste Zeit alles im Zeichen des Frühlings, fast schon passend zum kalendarischen Frühlingsanfang. Das ist gut für meine selbst gezogenen Gemüsepflanzen, die dann gut wachsen und – sofern es um die gerade ausgesäten geht – recht schnell keimen. Mit dem Mehr an Licht wird bei den schön herausgewachsenen auch die Wärmematte nicht mehr notwendig sein, das Licht ist dann wichtiger und dass ich sie nicht zu viel, aber auch nicht zu wenig gieße. Am motivierendsten dürfte das Sonnenlicht jetzt aber für die Bäume sein. Meist sind die ja gerade besonders zögerlich, bevor sie sich trauen, die Blätter, Asttriebe oder Blüten auszutreiben. Und wenn sich Verzögerungen einstellen, heißt das meistens, dass doch noch frostige Tage und Nächte kommen könnten. Die Bäume haben für das einen besonders weitblickenden und vorausschauenden Sinn, der weiter reicht als der der am meisten wetterfühligen Menschen. Ich bin gespannt, wie früh oder spät der Baumfrühling sich in diesem Jahr zeigen wird.

Ein nicht nur missmutiger Blick in die nähere Gartenzukunft

Dass für die meisten Grünpflanzen und Gehölze dieses Jahr eine Katastrophe beschert, habe ich ja hier schon des Öfteren aus eigener Erfahrung wiedergegeben. Aber nicht nur die Baumfrüchte bleiben bei manchen Arten komplett aus oder sind stark reduziert. Selbst das Blattkleid entwickelt sich nicht so wie gewohnt. Bei unserem kleinen Pfirsichbaum beobachte ich das schon seit letztem Jahr und jetzt wieder, dass er nämlich schon gleich die frühen Blätter verliert und sich dann schwertut, neue Blatttriebe zu entwickeln. Und bei einem großen Baum wie unserem Walnussbaum sind die Blätter viel kleiner als sonst, zudem fallen jetzt schon, wo sie noch gar nicht richtig ausgewachsen sind, viele davon gleich wieder vom Baum und müssen ständig aus den Pflanzgefäßen herausgefischt werden, damit sie das Wachstum der Gemüsepflanzen nicht behindern. All das macht nicht gerade Mut für die Gartensaison. Wenn nicht die in diesem Sommer so wunderschön angewachsenen Sommerblumen wären, und meine bisher ganz ordentlich gediehenen Chilipflänzchen, müssten wir eigentlich missmutig in die nähere Gartenzukunft schauen.

Wechselhafte Lebensfreude im sommerlichen Pflanzengarten

Die Erfahrungen mit unseren neu erworbenen und eingepflanzten Hortensien sind wechselhaft. Anfänglich waren wir von der Auswahl und Anmutung der Blumen sehr angetan. Gerade die auffallendste und präsenteste, die in strahlendem Blau erscheint, ist ein guter Griff gewesen, auch weil sie nicht nur top aussieht, sie scheint auch unempfindlich und fühlt sich an ihrem Standort am Zaun sichtlich wohl. Die zwei anderen haben wir nebeneinandergesetzt. Während eine davon ebenfalls stabil zu sein scheint, hat die andere, ausgerechnet die teuerste der drei, von Anfang an Schwächen gezeigt. Sie hat die dieses Jahr ohnehin überhandnehmenden Schnecken magisch angezogen. Und den Schutz mit Schneckenkorn, der notwendig war, scheint sie ebenfalls nicht vertragen zu haben. Jedenfalls sind am Nachmittag alle Blütenbüschel schlapp gewesen, so wie gestern nur einer davon, den wir abgeschnitten haben, weil wir dachten, die Schnecken wären ursächlich für den Zustand. Jetzt sehen die Blüten alle so aus und wir sind relativ ratlos. Vermutlich nur ein Detail, das wir aber leider nicht erkennen. So könnte es sein, dass dieser einen Pflanze nur eine kurze Lebenszeit vergönnt ist. Ich hoffe, der Sommergarten, und in ihm neben den Bäumen auch alle Stauden und Blumen werden sich in den eigentlichen Sommermonaten prächtig entwickeln und das wechselhafte Wetter gut wegstecken können.

Liebgewonnener Efeubewuchs im Garten

Unsere vom Efeu bewachsenen Flächen im Garten wirken nach dem Rückschnitt ziemlich gerupft. Wie immer um diese Jahreszeit, nachdem ein kräftiges Zurückschneiden der abstehenden Triebe notwendig war, um die Efeudecke in Form zu halten und sich spätere Kraftanstrengungen zu ersparen. M. hat zudem den Drang zwischendrin liegendes vertrocknetes Laub herauszuziehen, was ich für verrückt und unnötig halte, da das beim Efeu, wie auch z. B. bei kleinen Nadelgehölzen wie dem Kriechwacholder normal ist. Was nicht direkt nach außen gekehrt ist und direkt dem Sonnenlicht ausgesetzt, vergeht natürlich im Untergrund. Mich stört das nicht, aber M. muss es eben beseitigen. Entsprechend länger wird es dauern, bis sich die Lücken wieder geschlossen haben. Aber bei einer Saison wie dieser, die von einer Mischung von viel Regen, Bewölkung und sehr sonnigen Phasen geprägt ist, wird die nächste Triebphase des Efeu schon bald neue Ergebnisse zeigen und vermutlich im August den nächsten Rückschnitt notwendig machen. Viel Arbeit ist das immer wieder, aber ich möchte auf den Efeu und seine spezielle kraftvolle Ausstrahlung an den vertrauten Gartenplätzen ungern verzichten.

Wachstumsförderliches Pflanzenwetter

Die Nachmittage sind in diesen Tagen das jeweilige Highlight. Wenn die Frühsommersonne tief steht, wärmt sie am intensivsten. Und das Licht der tief stehenden Sonne ist auch einmalig. Das kann ich mir dann beim abendlichen Blumengießen auf den Rücken scheinen lassen. Ich habe auch den Eindruck, dass die frisch gepflanzten Blumen dieses Wetter mögen, das heute besonders heftig ständig hin- und hergeschwankt ist, zwischen Sonne und Bewölkung, zwischen fast schon frostiger Temperatur bis hin zu starkem Temperaturanstieg. Ich hoffe, diese Kontraste werden sich auch auf das Wachstum der Chilis positiv auswirken. Die Gartenbäume verhalten sich in diesem Jahr noch ziemlich zögerlich. Normalerweise würde man Anfang Juni schon mehr und üppigeres Kronenlaub erwarten. Aber das entwickelt sich ganz langsam. Vielleicht zeigen sich ja auch bei unserem radikal zurückgeschnittenen kleinen Buchsbaum bald die ersten winzigen Blättchen und kurzen Asttriebe. Und vielleicht ja auch endlich beim Maulbeerbaum, dessen aktuelle Verfassung ich demnächst unbedingt in Augenschein nehmen muss.

Übersinnliche Umschwünge im Pflanzenwachstum

Die Vegetation scheint dieses Regenintermezzo bei moderater Wärme positiv aufzunehmen. Ich beobachte ein üppiges Wachstum und Grünen bei den Bäumen, auch bei den Stauden und Gemüsepflanzen. Anders als ich erwartet hatte, gedeihen jetzt gerade die kleinen Chilipflänzchen sehr gut, nachdem sie wochenlang im Stillstand verharrt waren. Seltsam, wo es doch jetzt sehr lichtarm und auch kühler ist. Vielleicht liegt es aber auch an der kleinen Portion Trockendünger, den ich den Pflanztöpfchen zugegeben habe, als Ergänzung zu dem mit Flüssigdünger durchsetzten Gießwasser. Aber oft sind auch kosmische Entwicklungen und Veränderungen für solche Umschwünge im Pflanzenwachstum verantwortlich. Und damit Faktoren, die man nicht wirklich beeinflussen kann.

Hoffnung auf eine stabile Robinienblüte

Ein richtig trüber Tag fast ohne Sonne, der so gar nicht in die Witterung der letzten Woche passte. Ich hoffe, das war nur ein kurzes Intermezzo und der Mai entwickelt sich wieder in Richtung des Frühlingswetters, das wir von ihm gewöhnt sind. Zuletzt hatten meine Chilipflanzen endlich einmal an Wachstum zugelegt und etwas größere Blättchen ausgebildet. Das sollte doch wegen Lichtmangel nicht gleich wieder zunichte gemacht werden. Der Ersatz für Vs tot eingetroffene Bienenkönigin ist heute eingetroffen. Nach einigem Hin und Her besteht jetzt doch noch eine Chance auf ein bisschen Honigertrag. V. hat beobachtet, dass aktuell die Robinien zur Blüte gekommen sind. Wenn es jetzt keinen Dauerregen geben sollte, könnte das eine gute Bienenweide werden. Die Robinienblüten sind als Bienentracht immer sehr ergiebig, wenn denn die Witterungsbedingungen passen. Das aber ist selten der Fall. Entweder waren in der Vergangenheit die Blüten erfroren, oder sie sind heftigen Stürmen und Regen zum Opfer gefallen. Nur in den günstig verlaufenen Jahren hatten wir einen ordentlichen Ertrag gerade von der Robinienblüte. Hoffen wir auf einen günstigen Verlauf.

Wachstumswetter und Verlusterfahrungen

Das ist ein schönes, wachstumsförderndes Frühlingswetter. Und das Unwetter ist zumindest in unserer Region ausgeblieben. Ich denke, wir können noch in dieser Woche unserer Sommerblumen kaufen und in die vorbereiteten Gefäße einpflanzen. Wenn das geschafft ist, stehen auch schon wieder die nächste Rückschnitte an. Zum Beispiel an der Efeuhecke, die um diese Jahreszeit wieder gewaltig austreibt und dann schnell die Form verliert. Bei den anderen Bäumen dagegen kann man jetzt nicht mehr viel machen. Der kleine Buchsbaum, klar, der musste wegen des Zünslerbefalls zurückgeschnitten werden. Den anderen Arten müssen wir jetzt aber Zeit lassen, ihr Laub zu entwickeln, an Substanz zuzunehmen und ihre Energie in die Blüte, später in das Ausbilden der Früchte zu stecken. Ich hoffe, unsere Walnussbäume haben bei den Nachtfrösten der letzten Wochen nicht allzu stark Schaden genommen. Und auch bei den Obstsorten hoffe ich auf das eine oder andere Wunder, damit die Baumobsternte dieses Jahr nicht komplett ins Wasser fällt. Bei Vs Bienenbestellung gab es heute wieder einen Rückschlag. Das Volk ist zwar wohlbehalten angekommen, aber die zugehörige Königin war bei der Ankunft schon tot. Glücklicherweise werden wir morgen einen Ersatz für die Königin erhalten. Dann wird es mit dem Neuanfang hoffentlich nicht ganz so brüchig und holprig wie bei anderen Völkern zuletzt erlebt.

Garteninspektion mit tröstlichen Ausblicken

Mit so einem frisch gejäteten und bearbeiteten Garten ist es einfach schöner, sich draußen aufzuhalten. Ich bin froh, dass wir die ersten wichtigen Schritte zum eindrucksvollen Sommergarten gegangen sind und erstmals auch wieder draußen sitzen und Mahlzeiten zu uns nehmen können. Am Nachmittag bin ich durch den Garten wie durch ein Museum geschritten und habe die Ergebnisse des gestrigen Gartenarbeitstags begutachtet. Das ist irgendwie ein beruhigendes Gefühl, wohl auch, weil es um Pflanzen geht, die weiter wachsen, grünen, blühen, irgendwann Früchte tragen und sich zum Hochsommerhin ihrem vegetabilen Höhepunkt nähern. Diese schrittweise Entwicklung und Orientierung hin zum Kosmos macht uns als Menschen, die wir das beobachten und im Verlauf mitverfolgen, ebenfalls freier und fördert unsere Tendenz, uns auszubreiten, auf die eine oder andere Art uns auszudehnen. Und wenn es auch nur die Gedanken sind, die sich sonst, über die dunkleren Jahreszeiten, eher nach Innen richten und dort ganz andere Wege nehmen. Selbst der bis auf ein Gerippe gestern zurückgeschnittene kleine Buchsbaum machte mir bei der Inspektion heute Freude, weil ich davon ausgehe, dass er sich langfristig wieder erholen und neu austreiben kann. Für jemanden, der unter den Zeichen des Skorpions geboren ist und der im Rahmen anderer Symbolsysteme sich dem Stirb und Werde verbunden fühlt, ist das natürlich ein tröstlicher Ausblick.

Die ganz eigene Krisenbewältigungsstrategie finden

Zu allem, was uns derzeit und nun schon seit Langem im eigenen Land und im eigenen regionalen Lebensumfeld begegnet, scheinen nun auch die weltweiten Turbulenzen, Ungerechtigkeit und Unwägbarkeiten zum regelmäßigen Muster unserer Wahrnehmungen und Erfahrungen zu gehören. Das macht schon etwas mit den Menschen, die bei so massiver Desillusionierung und Entmutigung auf allen Ebenen irgendwann Probleme bekommen, alles so zu verarbeiten, dass sie gesund und zuversichtlich bleiben. Es fehlen eben Referenzlösungen, die Möglichkeit, auf schon Erfahrenes, Durchlittenes und letztlich Gelöstes zurückgreifen zu können. Ein Zukunftsleben voller dauerhafter Herausforderungen, die extreme Kreativität, das Finden ganz neuer, auf die jeweilige ungekannte Situation passender Lösungen fordert. Ich wünsche allen Rückzugsräume, Rückzugsthemen und soziale Umgebungen für den reflektierenden Rückzug, der ein Verarbeiten überhaupt erst langfristig machbar erscheinen lässt. Für das Soziale muss jeder auf die eigene Biografie aufbauen, aber die Rückzugsthemen und -räume sind wohl offener, vielfältiger auswählbar und nutzbar. Eines meiner wichtigsten Rückzugsthemen sind die Bäume, ihre Symbolik und Ästhetik, weil ich mich als Mensch in diesen Mit-Lebewesen sehr gut spiegeln und damit selbst beobachten kann. Eine unterstützte Form von Selbstbeobachtung, die Reflexion und angepasstes Sozialverhalten begleiten und erleichtern, auch flexibler gestalten kann. Ich wünsche jedem, vergleichbare starke Themen für sich zu entdecken und damit die ganz eigene Krisenbewältigungsstrategie der Zukunft zu finden.

Mäßigung und Krisenlösung

Wie es aussieht, wird das wohl der sonnenstundenreichste Monat seit ungefähr 15 Jahren, zumindest in unserer Region. Noch ist die Sonnenstundenzahl vom Juli letzten Jahres, die bisher den Rekord während dieses Zeitraums darstellte, nicht erreicht, aber nach weiteren 5 Sonnentagen, mit denen wir durchaus rechnen können, sollte der Wert doch übertroffen werden. Das Schöne ist, dass bislang diese Sonnenlichtfülle noch nicht wirklich unangenehme oder belastende Ausmaße angenommen hat. Noch nicht, denn es gab zwischendurch auch Gewitter und Regenschauer, zudem Abkühlung in den Nachstunden, so dass es immer wieder Ausgleich gab. Wenn der Sommer in diesem Stil weiterliefe, wäre das eine Bereicherung für uns alle, und auch die meisten Pflanzen fühlen sich so während des Wachstums wohl. Aber die Temperatur darf nicht in Richtung der 40 Grad gehen und die Trockenheit darf eben nicht dauerhaft und unausgeglichen sein. Das schadet nämlich fast allen Pflanzen, allen voran den Bäumen, die langfristig auf Hitzestress mit massiver Schädigung reagieren und oft dann über Jahre zurückgeworfen, wenn nicht so stark geschädigt werden, dass sie absterben oder von Käfern mittelfristig zum Absterben gebracht werden. So wünschen wir uns Mäßigung nicht nur bei den vielen globalen Krisen, die nur vom Extrem leben, sondern auch in unserer natürlichen Umgebung, unseren natürlichen Lebensbedingungen, damit wir auch die Energie haben oder zurückgewinnen, die oft menschengemachten Krisen vernünftig zu bewältigen und möglichst aufzulösen.

Sonne, Bäume und dynamische Austauschprozesse

Das war heute der bisher sonnenreichste Tag des Jahres. Zumindest sagt das die Einspeisung aus der Photovoltaik. Aber man kann das auch schon atmosphärisch einschätzen, deshalb habe ich am Abend ja auch den Wert überprüft. So kann man sich Sommer ganz gut vorstellen. Zwar wäre es zu heftig, wenn es dauerhaft auf diesem Temperaturniveau sich bewegt – zu anstrengend für den Organismus von Mensch, Tier und Pflanze. Aber einzelne Tage oder kürzere Phasen solchen Hochsommerwetters sind schon aufbauend. Man merkt, wie sich die Aktivität und Einstellung der Menschen dynamischer, stärker nach außen gerichtet gestaltet. Und man bemerkt selbstbeobachtend und die Umgebung betrachtend, dass im Sommer die verschiedenen Formen des Lebens sich stärker im Gleichklang entwickeln, stärker aufeinander Bezug nehmen, die Lebensdynamik gemeinsam und aufeinander aufbauend nach oben schrauben. Wie sollte man sich z. B. einen wirklichen Hochsommer ohne Bäume vorstellen, die einerseits ihr Maximum an Blättern ausbreiten und sich mit dem Tanken von Sonnenenergie in die Höhe und Breite auswachsen und die andererseits in selben Zuge Schatten spenden, mehr Sauerstoff denn je verströmen und damit alles sonstige Leben erst möglich machen. Im Sommer sind diese über Bäume laufenden Energieprozesse und Austauschprozesse intensiver denn je. Und das ist es letztlich, was uns in dieser Zeit aufrichtet und die stärkere Außenorientierung mit sich bringt.

Zwischen Konstanz und Wachstum

Mit etwas Verzögerung konnte ich heute doch an einem Nachmittag den jüngsten kunsthandwerkliche Auftrag abarbeiten. Das war eine schöne Serie in den letzten drei Wochen, die mir zeigt, dass Rückgänge wie im Vorjahr, die offensichtlich mit der Pandemie zu erklären waren, nicht wirklich Interesseverlust bedeuten. Das Wunschbaum-Manufakturprojekt zeigt sich vielmehr langfristig sehr konstant und mit leichtem durchschnittlich stetigem Aufwärtstrend ausgestattet. Natürlich liegt das am Gegenstand, den Bäumen, die als archetypische Lebenssymbole ihre Kraft niemals verlieren können. Diese Tatsache mit den wechselnden Bedürfnislagen und emotionalen Befindlichkeiten der Menschen in Einklang zu bringen, bleibt allerdings immer eine Herausforderung, für die es kein allgemeingültiges Erfolgsrezept gibt.

Hochsommerpflanzenwachstum

Ich freue mich über alles, was aktuell im Garten wächst, grünt, blüht und fruchtet. Für manche Arten wirkt diese Regenphase wohltuend und belebend. Insbesondere meine extrem unwilligen Chilipflänzchen haben jetzt nach endlosem Stillsand endlich einmal einen kleinen Wachstumsschub hingelegt. Noch ein wenig größer und ich kann sie in ihren eigentlichen Pflanzkübel setzen. Dann wird es vielleicht doch noch etwas mit neuen Chilischoten und Nachschub für meinen nicht gerade kleinen Vorrat an extra-scharfem Chili-Pulver. Auch die Wunderbäumchen sind sehr schön gewachsen und falten inzwischen ihre enorm großflächigen Blätter aus. Die werden zu den diesjährigen Gartenhighlights zählen, auch weil ich diesmal so viele kräftige Exemplare zur Verfügung hatte.

Anregung zum Höhenwachstum

Einige der in diesem Jahr unerwartet zahlreichen Wunderbäumchen werde ich morgen zu J. und W. mitnehmen. Sie werden in der dortigen schweren Erde zwar nicht so groß wie bei uns, aber die filigranen Blüten, interessant geformten Fruchtstände und die großen lappigen Blätter, überhaupt die Architektur der Pflanze, gefällt dort auch in kleinerem Maßstab genauso. Was ich mit den restlichen Exemplaren anstelle, weiß ich noch nicht, aber die Nachbarn sind möglicherweise ebenfalls interessiert, zumal in diesem Jahr alles so spät kommt und sich deshalb viele über zusätzliche vegetabile Anregungen und Highlights freuen dürften. Gut, dass es jetzt phasenweise auch wieder regnet. Das regt das Höhewachstum der Stauden zusätzlich an, auch bei den Sonnenblumen. Und die Bäume werden endlich ihre bisher noch schmalen Blätter ausbreiten können. Eben mindestens 5-6 Wochen später als gewöhnlich. Allerdings: Was ist in diesem Jahr schon gewöhnlich?

Feiertäglich anmutende Feiertage

Es ist schön und beruhigend, wenn ein Feiertag diese besondere feiertägliche Atmosphäre ausstrahlt, die ich persönlich mit Feiertagen verbinde. Das ist für mich fast immer der Fall, so auch an diesem, auch wenn ich zu Fronleichnam nicht dieselbe Verbindung habe wie zu den meisten anderen christlichen Feiertagen. Die extreme Sonne der letzten Tage war heute deutlich zurückgefahren, und auch das trug zu der ruhigen Ausstrahlung des Tages in der Wochenmitte bei. Draußen stärken sich die Pflanzen an den kühleren Nächten und leicht feuchten und wolkenbedeckten Tagen, um deutliche Wachstumsschübe gerade bei den Blättern zu entwickeln. Einen solche Schub hat der Efeubewuchs bei uns gemacht, so dass sehr bald ein Rückschnitt angesagt ist. Der wird aber erst in der kommenden Woche stattfinden können, da der Samstag erst noch von anderen Vorhaben auch mit Bezug zum Garten ausgefüllt sein wird.

Wachstumswetter und Schwankungen

Der Verlauf des Sommerwetters ist wie in den Vorjahren extremen Umschwüngen ausgesetzt. Leider ist fast alles dabei und geht in einem Auf- und Ab ineinander über. Nur Regen, der unseren Bäumen, Sträuchern und Stauden guttäte, ist in unserer Region leider nicht dabei. Nicht mehr als ein Tröpfeln ist es heute gewesen, nachdem heftige Gewitter und Starkregen als Option vorhergesagt wurden. Und dann sollen auch noch die ganz heißen Tage folgen. Auf unsere Pflanzen müssen dann ganz besonders achten, nachdem sie sich bisher so prächtig entwickelt haben. Manche Arten, wie unsere Weinreben, werden diesen Wechsel mögen, gut möglich, dass sich das auch auf die Qualität des späteren Weins günstig auswirkt, jedenfalls wenn bis Ende August viel Sonne und am Ende kühle Nächte und etwas Regen hinzukommen sollten. Und auch meine Chilis sind sehr angetan von der Wärme der Sonne und den zwischenzeitlichen Erholungsphasen. Die diesjährige Chiliernte dürfte noch üppiger ausfallen als im Vorjahr.