Kreativ in ungewohnter Umgebung

Ein dürrer Winterbaum mit vom Wind wackelnden Zweigen ist mein Vordergrundmotiv beim Blick durchs Fenster. Das passt zu diesem stillen Spätwintertag und vor allem zu diesem seltenen Aufenthalt außer Haus, zu diesem öffentlichen Gebäude, in das es mich verschlagen hat, und vor allem zu diesem irgendwie unwirklichen Anlass. Ich hatte nicht gedacht, dass ich in dieser Umgebung würde arbeiten können. Aber ich habe mir Arbeit mitgenommen und tatsächlich schon einiges umgesetzt. Das eher kreative Textvorhaben hat auch immerhin zwei ganz gute Abschnitte hervorgebracht. Nun bin ich gespannt, ob ich den Faden weiterspinnen kann. Eineinhalb Tage Gelegenheit in diesem Umfeld bleiben mir noch dafür.

Die endlose Anmutung von Unwirklichkeit

Nun habe ich in der Begleitung von Ps Impftermin die Prozedur auch zum ersten Mal kennengelernt. Mit deutscher Gründlichkeit und Systematik durchgeführt, so effizient und ordentlich, wie man es erwartet hatte. Aber diese Anmutung verstärkt natürlich auch die fast absurde Atmosphäre, mit der uns diese Krise umhüllt hat. Das Gefühl der endlosen Unwirklichkeit hat sich für mich durch die Erfahrung eher verstärkt. Nicht gut für die Motivation in nächster Zukunft und für die weiteren Termine, die ich als Begleiter und auch selbst noch vor mir habe. Ich war froh, mich am Nachmittag wieder auf die Aufbereitung meiner Armbandabbildungen der letzten Jahre konzentrieren zu können. Wenn ich diese Hölzer und Kombinationen unterschiedlichster Holzarten in Armbandform verarbeitet vor mir habe, eröffnet sich mit jeder Variante eine eigene Symbolwelt, die besser denn je tut in dieser Energie raubenden Zeit.