Erlebnisreicher Spätsommerausklang bei traditionellem Marktbesuch

Das für Ende September traumhaft zu nennende Spätsommerwetter hat zu dem Ausflug geradezu eingeladen. Jedenfalls wenn er nicht ohnehin geplant gewesen wäre, zumal die Wiederbelebung der Trödelmarkttradition in N. letztes Jahr schlagartig alle Fans dieses Marktes nach Jahren der Pause wieder auf den Plan gerufen hat. Sehr schade, dass M. nicht mitgefahren ist, anders als wir das gedacht hatten, aber immerhin konnten wir nachher von unseren Eindrücken erzählen, so dass auch M. ein Stück weit daran teilhaben konnte. Super angenehmes Klima bei viel Sonne und nicht ganz so schweißtreibender Temperatur haben schon die Fahrt hin und zurück zu einem entspannenden Erlebnis gemacht. Aber gerade der Gang über den Markt ist einfach eine schöne und recht seltene Gelegenheit, Gemeinschaftsgefühl bei gleichartigen Interessen zu erleben und dabei einigen Bekannten und vielen Fremden zu begegnen, mit denen uns dann einfach die gemeinsame Teilnahme verbindet. Zwischendurch konnte ich sogar ein bisschen Baum-Wissen loswerden – aber nur weil ich gefragt wurde, u. a. zu den Linden und zum Efeu – aber das war heute nur ein Nebenthema während dieses als so erleichternd empfundenen Markterlebens.

Erstmals fallen traditionelle Arbeiten rund um den Holzbrand aus

So gartenarbeitsintensiv wie in den letzten Monaten wird dieses Wochenende wohl erstmals nicht ausfallen. Vor allem, weil die Ernteaktionen rund ums Baumobst weitgehend abgeschlossen sind und ich mich jetzt auf meine Chiliernte hinterm Haus konzentrieren kann. Aber auch sonst fallen dieses Jahr einige Aufgaben weg, die sonst noch zusätzliche Zeit in Anspruch genommen haben, v. a. das Vorbereiten des Brennholzvorrats. Wir haben ja erstmals kein Brennholz mehr zur Verfügung, weil die letzten Vorräte aus eigenen Beständen endgültig aufgebraucht waren und nur noch wenig Rückschnitte oder Fällungen angefallen waren, aus denen nennenswerte Menge an für den Holzbrand geeigneten Brennholzes hätten gewonnen werden können. V. redet immer noch von der Möglichkeit, einen neuen Ofen anzuschaffen, der die Feinstoffwerte einhält und mit dem sowohl Holz wie bisher, als auch Pellets verfeuert werden können. Aber ich denke, M. kann aus Nostalgiegründen sich von dem alten Ofen nicht trennen, unabhängig davon, dass wir ihn durchgehend nicht mehr verwenden können. Zurzeit ist noch unklar, ob in diesem Winter überhaupt noch ein Holzofen für Wärme sorgen wird oder wir uns allein auf die Zentralheizung verlassen.

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Abschluss der heimischen Weinlese

Bis zum Nachmittag hat V. alle Weintrauben rund ums Haus abgeerntet und damit diesen Teil der familiären Tradition für dieses Jahr abgeschlossen. Morgen wird dann das Einmaischen und später das Keltern folgen. Den Saft in den Keller zum Gären zu transportieren, ist dann meist die letzte Tat im Bezug auf den häuslichen Weinanbau. Nur die Äpfel werden später noch folgen, die aber woanders wachsen. Ich hoffe, mich bald meinem Chiligemüse widmen zu können, das jetzt immer rascher ausreift. Da wird’s dann viel zu tun geben: Kleinschneiden, an der Luft trocknen, Samen extrahieren u. s. w.

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Etwas Ruhe vor den kommenden Erntewochen

Aus dem Traditionsausflug nach R. ist heute leider nichts geworden, weil M. sich nicht in der Lage fühlte. Schade, wir hoffen, das im kommenden Jahr wieder realisieren zu können. Und für dieses Jahr habe ich den letzten Trödelmarkt der Saison Ende September schon ins Auge gefasst. Wenn M. sich dann besser fühlt, können wir das vielleicht als versöhnlichen Abschluss der diesjährigen Marktsaison wahrnehmen. Unser Baumalltag wird bis dahin noch mit den letzten Erntethemen und Ernteprojekten ausgefüllt sein: Weintrauben und Äpfel. Das wirklich letzte sind dann für mich die selbst herangezogenen Chilipflanzen, die über den heißen und lichtreichen Sommer so gut gediehen sind wie nie zuvor. Wenn alle Schoten, die aktuell an den zahlreichen Pflanz zu sehen sind, auch mindestens orange, am besten rot ausreifen, wird das eine gute Chiliernte. Und das Saatgut für nächstes Jahr ist dann auch gesichert. Ich bin ganz froh, dass ich mich diesmal auf die aussichtsreichen und funktionierenden Sorten konzentriert habe. Verschiedene Experimente mit ausgefallenen Chilisorten sind ja mehrfach gescheitert. Aber von den Glocken-Chilis, von Bhut Jolokia, Carolina Reaper und Habenero Red werde ich zumindest dieses Jahr nicht enttäuscht.

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Zwei Bleche leckeren Pfirsichkuchen gebacken – noch schöner als im Vorjahr

Die jüngsten Baumobstvorhaben haben wir ziemlich plangemäß umgesetzt. V. hatte bis zum Abend seine Trauben vom Bienenhaus alle abgeerntet, so dass nur noch die wenigen rund ums Haus dazu kommen werden. Und ich habe schon am Vormittag die besten Pfirsiche gepflückt, sortiert, Schadstellen entfernt und halbiert. Am Nachmittag habe ich zwei große Bleche mit den Pfirsichen in Rührkuchenteig und mit Schmand-Eierlikör-Belag gebacken. Ursprünglich dachte ich, ich könnte sogar drei Bleche realisieren, aber die zwei letztlich gewonnenen Schüsseln mit Pfirsichhälften reichten tatsächlich genau aus für die zwei Bleche. Mehr wäre gar nicht möglich gewesen. Das deckt sich mit der Erfahrung der letzten Jahre. Da werden tatsächlich sehr viele Früchte benötigt. Das Ergebnis ist toll, genauso schmackhaft wie es von dem Rezept zu erwarten ist, aber noch etwas schöner anzusehen als in de Vorjahren, weil die Pfirsiche fast keine Flecken hatten. Die hässlichen Flecken auf der äußeren Pfirsichhaut hatten zwar keinen Einfluss auf den Geschmack, sahen aber nicht ganz so appetitlich aus. Diesmal sieht man tatsächlich nur „reine“ Pfirsichhaut, die kuppelartig aus der Eierlikör-Schmand-Masse herausragt. Vier randvoll mit den Kuchenstücken belegte Tortenböden konnte ich einfrieren. Und eine Portion für 4 Leute habe ich draußen gelassen, so dass wir sie morgen frisch genießen können.

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Endphase der Baumobsternte und Pflege der Streuobstwiesenkultur

Zum meteorologischen Ende des Sommers wird medial viel über die Rekord-Hitze dieser Saison gesprochen. Und gleichzeitig ist der Herbst mit seinen Vorzeichen unübersehbar. Denn was wir so lange vermisst haben, Regen und beruhigende Wolken, sind jetzt auf einmal massiv über den Tag verteilt präsent. Unter anderem sind unsere Regenwasserreservoirs wieder aufgefüllt und wir können uns seit Langem mal wieder das Gießen ersparen. Auch bezüglich der Baumobsternte sind wir ziemlich fortgeschritten, nachdem V. heute noch die letzten Zwetschgen zu Zwetschgenkraut verarbeitet hat. Jetzt stehen nur noch die Pfirsiche, die Weintrauben und später die Äpfel und Birnen auf dem Plan. Aber ich denke, der ganz große Höhepunkt ist tatsächlich schon überschritten. Wieder ein bisschen übertrieben und zu viel. Aber das ist uns die landwirtschaftliche Traditionspflege und überhaupt das Hochhalten der regionaltypischen Streuobstwiesenkultur eben Wert.

Mirabellen, Zwetschgen, Chilis – gute Erträge in diesem Jahr

So ganz kann V. das Baumobst-Thema nicht ablegen, obwohl die Beschäftigung damit zunehmend große körperliche Hürden darstellt. Aber sobald eine der Arte auf unserer Streuobstwiese eine gute Fruchtsaison hinter sich hat, kommt der Drang, die Früchte auch einzusammeln und sie weiterzuverarbeiten. Bei den Zwetschgen war es eigentlich in diesem Jahr so, dass wir nicht mehr mit einem Ertrag gerechnet hatten, weil vor einigen Wochen noch nichts davon zu sehe war. Jetzt aber ist der Ertrag an fruchtreifen Zwetschgen doch gut, so dass V. sich gedrängt fühlte, ein paar Eimer davon zu pflücken. Außerdem auch noch einen kleinen Eimer der letzten Mirabellen, die jetzt ebenfalls schon zu Ganzfrucht-Marmelade verkocht sind – was ich durchaus begrüße. Mit den Zwetschgen werden wir wohl teilweise Kuchen backen, natürlich wieder meine Aufgabe, und teilweise werden wir sie zu Zwetschgenkraut, diese besonders aromatische Marmelade, verkochen. Das ist auch schon Jahre nicht mehr vorgekommen. Also wird das am Ende doch noch ein gutes Baumobstjahr. Und sicher auch ein gutes Jahr für meine Chilipflanzungen, die jetzt schon viele Schoten zeigen, von denen die ersten schon ganz rot ausgereift sind. Bei den meisten steht dieser Reifeprozess aber jetzt noch bevor.

Die belebemden Facetten der Sommerzeit wahrnehmen

Dieser Feiertag am Samstag bringt die Arbeitswoche irgendwie durcheinander. So hat sich der heutige Tag nicht wie Freitag angefühlt, eben wegen dieser Ausnahme, die allerdings nur für einige wenige Bundesländer überhaupt gilt. Für uns hat dieser Feiertag Mariä Himmelfahrt noch eine wirkliche Bedeutung. Wegen der eigentlichen christlichen Bedeutungsinhalte, aber auch wegen der vegetabilen Tradition der Kräutersträuße, die während der Feiertagsmesse geweiht werden und anschließend für bis zum nächsten Feiertag in der Wohnstube aufgehängt werden. Heilkräuter und Blumen sind darin zusammengebunden, und natürlich hat das etwas mit der Gottesmutter zu tun, hat sich in der Wahrnehmung und in der traditionellen Handhabung der Gläubigen doch verselbständigt – zum Ausdruck eines modernen spirituellen Naturverständnisses. Morgen wird es wieder ein sehr sommerlicher, sonnenreicher Feiertag werden, wie eigentlich meistens zu Mariä Himmelfahrt. Das entschädigt ein wenig für die Erschöpfung, die uns die Dauerhitze in den letzten Monaten beschwert hat. Denn es kehrt die belebenden und ermutigenden Facetten der Sommerzeit hervor.

Ein Samstagsfeiertag – und unsere Kräutersträuße sind schon gebunden

In diesem Jahr fällt Mariä Himmelfahrt auf den Samstag. Ungewöhnlich, weil man einen Feiertag entweder in der Woche oder sonntags vermutet. Aber diese Besonderheit hat mich bewogen, die Kräutersträuße heute Abend schon zu binden. Morgen wäre es mir zu knapp geworden. Anders als erwartet hat die Menge gesammelter Kräuter doch ausgereicht, um die Anzahl von Sträußen zu binden, die wir in den Vorjahren immer schon realisiert hatten. So werden einige Bekannte und Nachbarn auch in den Genuss eines Straußes gelangen, die vielleicht in diesem Ausnahmesommer nicht damit gerechnet hätten. Leider fehlt die Königskerze, und einige meiner Lieblingskräuter, die schöne und anhaltende Farbakzente setzen, sind leider etwas dürftig zu finden gewesen. Aber insgesamt sind es doch schöne Sträuße geworden. Und wie wir jetzt nachlesen konnte, wird die Messe tatsächlich in der Kirche St. G. am Samstag wie gewohnt stattfinden. Sicher hätte Pastor M. den Feiertag auch in diesem Jahr wieder gerne mitgefeiert bzw. hätte sicherlich auch wieder die Messe gehalten. Nun ist er wenige Tag vorher verstorben. Aber alle, die sich dort zusammenfinden, werden ihm ganz sicher sehr nah sein und bleiben.

Die ersten Kuchen aus eigenen Mirabellen für diesen Sommer

Heute habe ich die ersten Mirabellenkuchen für dieses Jahr gebacken, nachdem V. die ersten reifen Mirabellen von unseren eigenen Bäumen gepflückt hatte. Das reichte für zwei Kuchen, und ein wenig ist noch übrige geblieben, aus dem ich am Nachmittag einen Obstsalat gemacht habe. Für die Kuchen habe einen Ölquarkteig zubereitet, den ich beim Mirabellenkuchen fast noch dem Hefeteig vorziehe. Außerdem ist es schneller gemacht, zumal ich für den Hefeteig erst noch hätte frische Hefe besorgen müssen. So war das unkomplizierter. Ich schätze, am nächsten Wochenende wird die ernte der dann noch reiferen Früchte üppiger ausfallen, und dann wird voraussichtlich auch das ganz große Kuchenbacken auf dem Plan stehen, das es in den Vorjahren mindestens einmal im Hochsommer immer gegeben hat.

Erholsame Auszeit unter sommerlichen Linden

Den Traditionsmarkt, neben der schon früher terminierten Gartenausstellung der erste eigentliche Antikmarkt des Jahres, konnte ich heute mit M. besuchen. Und A. ist wie in den Vorjahren auch noch dazugekommen. Ich bin sehr froh, dass wir das heute realisieren konnten, nachdem Ausflüge der Art zuletzt nicht mehr selbstverständlich waren und wir solche Vorhaben ohnehin nur noch kurzfristig beschließen können. Aber das war eben heute möglich, bei schönem, nicht zu knallig heißem Sommerwetter. Und auf diesem quadratisch mit Linden bewachsenen Marktplatz in W. ist das immer ein eindrucksvoller und auch stimmungsreicher Auftakt der Marktsaison. Eine Gelegenheit, Leute zu treffen, die ebenfalls regelmäßig und schon lange den Markt besuchen, aber auch Bekannte von früher, die wir schon länger nicht mehr gesehen haben. Ich finde solche Ereignisse sehr erholsam, weil sie im Freien bei schönem Wetter stattfinden, weil sich dort wirklich Interessierte zusammenfinden und weil es einfach eine Abwechslung vom Alltag darstellt, bei der man einmal nichts Zweckmäßiges in Erwägung ziehen und effektiv verfolgen muss. Ganz ohne solche Auszeiten ist es wohl schwierig.

Erfolgreicher Auftakt der Gartensaison

Wie geplant konnte ich heute die Reinigungsaktion rund ums Haus durchführen. Ich hatte vor einer Woche die Vorarbeiten schon abgeschlossen, so dass ich gleich mit dem Hochdruckreiniger loslegen konnte. Und wie immer hat das umfangreiche Reinigen den ganzen Tag in Anspruch genommen. Aber diesmal hat mir die Technik keine Streiche gespielt. Es klappte alles sehr gut, so dass ich in der Zeit auch zahlreiche Pflanzschalen und Pflanzgefäße ebenfalls schon säubern konnte. Schließlich ist es nicht mehr lang, bis wir die Sommerblumen einpflanzen, und auch nicht mehr allzu weit hin, bis ich meine Chilipflanzen nach draußen verlegen kann. Dann ist es von Vorteil, wenn die Gefäße bereitstehen. Ich freue mich ungemein, dass ich diese Traditionsarbeiten im Garten und rund ums Haus zusammen mit M. durchführen und erleben darf. Es ist nicht selbstverständlich, aber auch wenn M. und V. sich nicht mehr umfangreich daran beteiligen können, gehört es einfach zu den Familientraditionen, die uns alle wichtig sind. V. hat parallel die Äste des Maulbeerbaums, die ich vor Wochen zurückgeschnitten hatte, in kleinere Abschnitte geschnitten und voluminösere Abschnitte zur Seite gelegt, die wir im Winter für den Holzbrand verwenden können – als erster Grundstock für einen Brennholzvorrat, den wir – wie den Ofen selbst auch – erst noch neu organisieren müssen. Mit diesem erfolgreichen Auftakt der Gartenarbeits- und Gartenaufenthaltssaison haben wir schon gleich zahlreiche weitere Vorhaben im Blick, für die wir versuchen, die passenden Zeiträume zu finden.

Den Garten für die neue Saison in Szene setzen

Die Rund-ums-Haus-Frühjahrssäuberungsaktion habe ich heute schon einmal vorbereitet. Wenn ich mit dem Hochdruckreiniger den Algenbelag, Schmutz und Moos von den Waschbeton- und Fliesenböden entferne, gibt’s vorher jede Menge aufzuräumen und zum Abspritzen bereitzustellen. Und da das Ganze ziemlich zeitaufwändig ist, habe ich diesen Teil eine Woche vorher erledigt. Denn wenn das Wetter mitspielt, will ich den eigentlichen Frühjahrsgartenputz am kommenden Samstag realisieren. Bei der Gelegenheit habe ich auch die verschiedenen Pflanzgefäße für Blumen, Stauden und Gemüse entweder zum Säubern bereitgestellt, von vorjähriger Erde befreit oder mit gesiebter Erde vom Vorjahr schon einmal vorausgefüllt. So spare ich es mir, die gesamte Erde neu einzukaufen, und wenn man sie von den stark verwurzelten Teilen trennt, ist vieles von der Erde noch gut verwendbar und kann mit ganz frischer vermischt werden. Mir scheint, mit der Arbeit heute, zu deren Auftakt ich das Moos von unserer transparenten Überdachung gekehrt und die Regenrinne der Überdachung gesäubert habe, ist der erste größere Schritt in die Gartensaison getan. Wenn das Frühlingswetter länger so schön bleibt, wird es uns auch leichtfallen, den Garten und die Blumen rund ums Haus für diesen Sommer in Szene zu setzen.

Österlicher Erholungstag

An diesem Osterfeiertag waren wir alle ziemlich erholungsbedürftig. So kam uns die Ruhe des Feiertags entgegen und konnte seine traditionell friedvolle Stärke und heilende Wirkung so gut wie möglich entfalten. Trotz des bei uns durchwachsenen Osterwetters, das den Vorhersagen nicht entsprach, herrschte doch Frühlingsatmosphäre, wie eine Ankündigung des wirklichen stabilen Frühlings. Auf dessen Beobachtung, v. a. der Baumblüte in ihrer Hochphase, freue ich mich und hoffe, in den kommenden Wochen Gelegenheit und Zeit für weitere fotografische Reihen zu Details bestimmter Baumarten zu haben.

Vegetabile Symbolformen rund um den Palmsonntag

Zunächst wollte M. mich nicht zur Palmsonntagsmesse begleiten, nachdem wir seit Wochen über diese Tradition reden. Aber dann war es auf Grund meines Protests doch noch möglich. Ich denke, wir sind beide froh, dass der Besuch stattfinden konnte, denn zur Traditionspflege gehört eben auch die aktive Teilnahme, nicht nur die symbolische Aktualisierung. Alle alten Palmzweige habe ich am Nachmittag entnommen und durch frische und frisch geweihte an jedem Türkreuz im Haus ersetzt. Und die trockenen vorjährigen Zweige habe ich traditionsgemäß verbrannt. Bei uns geht es nur um diese respektvolle Form der Umwandlung, wir gewinnen daraus nicht, wie die katholische Kirche, die Asche, die am Aschermittwoch zum Zeichnen der Aschenkreuze Verwendung findet. Weitere Zweige haben wir für J. und W. sowie für Frau S. zurückgelegt, die selbst aus unterschiedlichen Gründen keine Gelegenheit haben, sie selbst zu organisieren. Gespannt bin ich jetzt noch, später zu sehen, wie sich der vor einigen Tagen erworbene Buchsbaum-Kranz in diese Traditionslinie einfügen wird, wenn wir ihn J. übergeben und hoffentlich einen geeigneten Platz finden, um ihn an der Wand zu drapieren. Der Palmsonntag selbst hat für mich immer schon eine besondere Bedeutung. Den Bezug zu den vegetabilen am Palmsonntag eingesetzten Symbolformen habe ich schon vor vielen Jahren in einem eigenen Text thematisiert: wunschbaum.de/palmsonntag.html

Symbolik des frühlingshaften Aufbruchs

Den Buchsbaumkranz, den ich gestern neben den Palmzweigbündeln bei dem Händler in D. erworben habe, werde ich wohl J. überlassen. Als frühlingshaft belebende Symbolform für die Wohnung. Dort sind die Innenräume auch ziemlich abgeschattet, so dass der Kranz vermutlich so trocknen wird, dass die Buchbaumzweige bzw. -blätter nicht vergilben oder verblassen, sondern einfach auch nach dem Austrocknen grün bleiben. Und im nächsten Jahr kann ich ja für uns selbst wieder einen solchen Kranz besorgen. Denn unser eigener nachgewachsener Buchsbaumbusch wird so schnell keine Zweige mehr haben, die lang genug wären, um die Palmzweige zu entnehmen. Ich hoffe, es gelingt mir bis bzw. vor Ostern noch, ein weiteres kunsthandwerkliches Vorhaben umzusetzen, das den frühlingshaften bzw. österlichen Aufbruch auf andere, nicht weniger vegetabil betonte Weise in eine schlüssige Form bringt.

Vegetabile Ewigkeitssymbolik

Gesagt, getan. Tatsächlich habe ich heute Vormittag beim Besuch des Wochenmarktes in D. den Händler wiedergefunden, der schon seit Jahren dort die Palmzweige anbietet. So konnte ich mich nebenbei über die richtige Vorgehensweise gegen den Buchsbaumzünsler austauschen, vier kleine Bündel mit Buchsbaumzweigen erwerben, und zusätzlich einen sehr sorgfältig gebundenen Kranz aus Buchsbaum. Der war zwar etwas teurer, aber selbst könnte man den besser nicht herstellen, und so viel Buchsbaum wie dieser Mann hätten wir natürlich auch nicht zur Verfügung. Ich hoffe, wir werden am Palmsonntag nicht nur die Zweige in traditioneller Form segnen lassen können. Auch einen guten Platz an der Wand, möglichst ohne direkte Sonneneinstrahlung, für den Buchsbaum-Kranz sollten wir ausfindig machen, damit wir die vegetabile Ewigkeits- und Lebenssymbolik das ganze Jahr über bei hoffentlich grün bleibenden Buchsbaumzweigen vor Augen haben.

Rechtzeitig Palmzweige organisieren

Nun steht der Palmsonntag wieder vor der Tür. Und ich muss feststellen, dass unser erst im Spätsommer letzten Jahres wieder grünender Buchsbaum natürlich noch keine ausreichend langen Ästchen ausgebildet hat, um sie für die Palmsträuße schneiden zu können. Ich fürchte, das wird in den nächsten 3-4 Jahren auch noch nicht anders sein können, bis er sich endlich wieder zu einem echten Palmbusch ausgewachsen haben wird. Da die Tradition der Palmsegnung und des Steckens der geweihten Palmzweige an alle Kreuze des Hauses aber bei uns lebendig ist, will ich morgen den Markt in D. erneut aufsuchen, in der Hoffnung, dass der Händler der beiden Vorjahre auch diesmal wieder dort erscheint und die Palmbündel anbietet. Ziemlich viel Aufwand, extra dorthin zu fahren, aber sowohl M. als auch mir ist es das wert. Es würde uns tatsächlich etwas fehlen. Was ich allerdings tue, wenn der Händler nicht da sein sollte, das kann ich jetzt noch nicht sagen.

Ungewohntes Fastnacht-Setting

Schon wegen des Ortswechsels, der heute zu Ende ging, kam mir dieser Rosenmontag sehr ungewohnt vor. Rosenmontagsuntypisch war aber auch das Wetter, das nasser, kälter und trüber kaum hätte ausfallen können. Kein gutes Setting für die vielen Rosenmontagsumzüge. So kam für uns alle keine wirkliche Fastnachtsstimmung auf, auch wenn wir nie sehr aktive Fastnachter gewesen sind. Aber die besondere Atmosphäre der zentralen Fastnachtstage, die haben doch immer schon ganz gerne eingeatmet. Nun hoffe ich nur dass der Fastnachtsdienstag wenigstens noch ein restliches Flair dieser besonderen Auszeit verströmt und wir uns während der Fastenzeit auf wirklich erkennbare Anfänge des Baumfrühlings freuen können. Nach so viel Dunkelheit und Nässe, die selbst für Februar ungewöhnlich ausgeprägt war, kann Frühling belebend wirken und uns aus der Reserve locken, in die die meisten sich bisher noch zurückgezogen haben.

Fastnachtstradition und Symbolreflexion

Die großen Fastnachtsfans sind wir alle nicht. Aber die Zeit in gewisser Weise bewusst zu erleben und irgendwie auch mitzufeiern, das ist uns schon auch wichtig. Von den traditionellen Gebäcken zu dieser Zeit, über die Dekoration bis zu den Gesprächen. Ein wenig färbt es dann doch immer wieder ab. Auch das Bild mit der Nahaufnahme einer venezianischen Maske habe ich dieses Jahr wieder aufgehängt, nachdem wir es im Vorjahr schlicht vergessen hatten. Und vielleicht kommen die kleinen Hexen aus Filz, die ich als Kinder gebastelt hatte, eins meiner frühesten Kreativprojekt, ja auch wieder zum Vorschein. Solche Auszeiten, auch wenn einem bezüglich der Zeitumstände und des ganzen Drumherums nicht danach zu sein braucht, sind schon auch bedeutend für die meisten Menschen und tragen mit zu einer kulturellen Identität und zu einem selbstverständlichen Zusammenhalt bei. Das ist fast schon so grundlegend wie alles, was ich hier täglich aus der Natursymbolik rund um die Bäume hervorhole, um seine lebenspraktische Relevanz ins Bewusstsein zu heben.

Gewissheiten und Familientraditionen reaktivieren

Trotz des überraschenden Besuchs von G., der uns am Vormittag einige Stunden in Anspruch genommen hat, bin ich heute wirklich gut vorangekommen. Vor allem konnte ich gerade erst gestellte Aufgaben sehr zügig und trotzdem perfekt umsetzen, was zum einen schön und zum anderen günstig fürs Fortsetzen der laufenden, sehr zeitintensiven Projekte ist. Da steht einiges auf dem Plan, inklusive einer größeren kunsthandwerklichen Arbeit, die ich allerdings trotz der körperlichen Arbeit als sehr erholsam wahrnehme. Über Gs Besuch, der sonst traditionell vor Weihnachten stattfindet, diesmal aber zu unserer Beunruhigung ausgefallen war, haben wir uns sehr gefreut, zumal wir kürzlich alle Hebel in Bewegung gesetzt haben, um den Kontakt wiederherzustellen. Das ist offensichtlich gelungen und hat uns ein kleines Stück Gewissheit und Anknüpfungsmöglichkeit an die gute Beziehung zur weiteren Verwandtschaft zurückgebracht.

Erster Winter ohne Holzofenwärme seit langem

Bei uns ist der Schnee schon wieder verflogen, war wohl nur ein kurzes Winterintermezzo. Aber richtige Schneelandschaften erleben wir hier sowieso nicht, insofern kann ich verzichtten. Dann doch lieber kirrende trockene Kälte und viel Sonne. Solche Wintertage durften wir ja schon einige erleben, das ist es auch am ehesten, was ich bei uns mit Winterwetter der belebenden Art verbinde. Wir alle vermissen in dieser Heizsaison zum ersten Mal seit Jahrzehnten die wohlige Holzofenwärme, die bis ins letzte Jahr hinein zu den Winter-Highlights gehörte. Aber mit dem vollständigen Verbrauch allen Brennholzes, das zuletzt von unserem ehemaligen Fichtenwald stammte, fehlt uns erstmals die Brennholzgrundlage. Der Ofen hätte es sicher noch länger getan, wenn V. auch wegen verschiedener Löcher im Schamotte zuletzt eher unzufrieden war, das hätte sich aber wieder reparieren lassen. Nun überlegen wir aber immer öfter, ob ein anderer, Brennholz sparender und gleichzeitig emissionsarmer Ofen uns in Zukunft die Ofenwärme doch wieder zurückbringen könnte. M. und V. konnten sich bisher nicht entscheiden, auch nicht welche Art Ofen dafür wünschenswert wäre. Wie auch immer, für diesen Winter ist der Zug natürlich abgefahren.

Die Raunächte, das Weihrauchritual und der heilsame Geist der Weihnachtszeit

Eigentlich hatte ich in dieser Weihnachtszeit einmal vor, das Räucherritual etwas früher aus-zuführen, z. B. am Silvestertag oder an Neujahr. Aber da kam immer etwas dazwischen. Deshalb ist es doch wieder der Dreikönigstag geworden, an dem ich die Tradition auch sonst immer, als letzte Gelegenheit sozusagen, habe Wirklichkeit werden lassen. Für das Durch-schreiten der Wohnräume nutze ich immer eine Keramikschale, auf der ich ein bis zwei Räucherkohlen entzünde und mit echtem Weihrauch-Harz bestreue. Wie immer waren die Kohlen nicht leicht zu entzünden, wahrscheinlich weil sie zu alt werden, immer nur an diesem Tag herausgeholt werden. Aber mit etwas Geduld gings dann doch, und am Ende verströmte die Schale auch eine kontinuierliche Weihrauchschwade, die sich in den Räumen verteilen konnte. Es freut mich, dass inzwischen auch V. nichts mehr gegen den praktizierten Brauch ein-zuwenden hat. Deshalb bin ich diesmal auch ganz offiziell durch die gemeinsam bewohnten Räume mit dem Weihrauch gegangen, damit alle etwas davon registrieren und nicht nur da-nach den Duft noch wahrnehmen. Natürlich hat das auch Bezüge zu den Heiligen drei Königen, die u. a. mit Weihrauch als Gaben zur Geburtskrippe des Jesuskinds kamen. Aber die Erwähnung im Baumtagebuch geht v. a. auf die Tatsache zurück, dass der Weihrauch ein Harz des Weihrauchbaums ist, genauer von einem der verschiedenen Boswellia-Arten gewonnen wird. Die wachsen vornehmlich in afrikanischen Ländern, v. a. im heutigen Somalia, auch in Eritrea, Sudan und Äthiopien. Also in Gegenden, aus denen die Heiligen drei Könige oder die „Weisen aus dem Morgenland“, was eher den vorderen Orient bezeichnet, nicht stammten. Ich finde, der Räucherbrauch während der Raunächte transportiert in besonders eindrücklicher und erinnerungswürdiger Weise den heilsamen Geist der Weihnachtszeit.

Erste Weihnachtsfeiertagsimpressionen 2025

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Amaryllis-Gesteck vor Weihnachtsbaum 2025

Den zweiten Weihnachtsfeiertag haben wir ganz besonders ruhig zuhause verbracht, und die Ruhe genossen. Das war auch wichtig, nachdem die Arbeit und die Vorbereitungen ja bis in den Heiligen Abend hinein gereicht haben. Es war mir auch wichtig, den Weihnachtsgedanken noch einmal ganz bewusst in den Blick zu nehmen und meine Traditionslektüre einiger auf Weihnachten bezogener Vorträge Rudolf Steiners wieder zu lesen. Diese Texte wirken auf mich immer wieder neu und vermitteln neue Erkenntnisse, schärfen den Blick auf neue Aspekte dessen, was uns christliches Gedankengut und christliche Anschauung für das Leben insgesamt mit auf den Weg geben. Ein Rückblick und Reflektieren der Geschenke, sowohl der erhaltenen, als auch der verschenkten, war auch ein Element dieses Weihnachtstages. Und schließlich war es mir wichtig, meine ersten Weihnachtsfotografien 2025 zu realisieren, gerade weil M. so schöne Amaryllis als Geschenk erhalten hat, die sich auf dem Gabentisch und vor dem Weihnachtsbaum thematisch sehr schön ins Bild setzen ließen.

Traditionelle weihnachtliche Formen in zuversichtlicher Symbolsprache

Nachdem ich am gestrigen Heiligen Abend noch bis in den Nachmittag mit einer allerdings eher künstlerisch verstandenen Projektarbeit beschäftigt war, konnte ich den ersten Weihnachtstag erstmals wirklich als Feiertag erleben. Besonders freut es mich, dass nach langer Ungewissheit und nachdem das bis zuletzt noch hätte anders verlaufen können, wir doch alle zusammen einen Weihnachtsbesuch bei J. und W. realisieren konnten. Ich bin sicher, ohne den Besuch wäre das Fest unvollständig geblieben und es hätte etwas ganz Wesentliches, das Feiern des familiären Zusammenhalts, eben gefehlt. So wir im engeren Familienkreis am gestrigen Heiligen Abend das schon aufgefasst haben, schien mir auch heute, in etwas weiterem Familienkreis, diese Wahrnehmung auf jeden Fall eine geteilte gewesen zu sein. J. und W. hatten dieses Jahr zwar, wie schon angekündigt, nicht den sonst aufgestellten kleinen Tisch-Weihnachtsbaum, aber doch ein baumähnliches Gesteck mit schönen Tannenzweigen, die ich beim Besuch vor Beginn der Adventszeit ja mitgebracht hatte. Das Gesteck hat selbst etwas stilisiert Weihnachtsbaumartiges und hat mir sehr gut gefallen. Ein würdiger Stellvertreter des vollständigen Baums und ein gelungenes Symbol eines zukunftsgerichteten und zuversichtlichen Weihnachtsfestes.

Erwachsener Heilig Abend in heilsamer Traditionslinie

Der Heilige Abend ist uns in einer Form erschienen, die unserem Lebensalter in gewisser Weise angemessen erscheint. Zumindest denke ich, dass M., V., mit denen ich den Tag und Abend verbringen durfte, das ebenso wie ich wahrgenommen haben. Ein Heiliger Abend Erwachsener, der sich notwendig von dem junger Familien unterscheidet. Nur denkt wohl jeder an die eigene Kindheit und mit welcher unverstellten Faszination man als Kind das Christgeburtsfest in sich aufnehmen und quasi durchleben konnte. Diesen Eindrücken sieht man wehmütig hinterher und vielleicht denkt man auch noch an spätere Jahre, in denen die ganze Familie in insgesamt jüngeren Lebensjahren der einzelnen zusammenkam, vielleicht als eine der seltener gewordenen Zusammenkünfte. Und auch das hat man in meist nostalgischer Erinnerung. Wenn man dieses heute deutlich verändert aufnimmt, liegt es aber sicher nicht nur am fortgeschrittenen Lebensalter. Es hat auch mit den Zeitumständen und den seit einigen Jahren zu beobachtenden und sich verfestigenden Negativentwicklungen in der Welt zu tun. Wie könnte solches unbemerkt an der Rezeption und dem konkreten Praktizieren des Feiertäglichen vorbeigehen. Das familiäre Zusammensein in der Nacht der längsten Dunkelheit und die gemeinsame Gelegenheit zum inneren Entzünden des weihnachtlichen Gedankens, die sind geblieben. Wenn es uns weiterhin gelingt, diesen Kern des Feiertags zu bewahren und zu pflegen, dann wird auch künftig Weihnachten seine heilsame Tradition erfüllen.

Besondere Tage mit Gleichgewicht und Gleichsinn

Ganz schön dicht gepackt sind diese letzten Vorweihnachtstage. Und selbst den Vormittag, mindestens des Heiligen Abends werde ich für die Manufakturarbeit nutzen müssen, um ei-nen Terminplan einhalten zu können. Da es in dem Fall um die Symbolformen aus diesem höchst persönlichen Lebensprojekt geht, finde ich das selbst eigentlich akzeptabel. Vor allem, weil sich die Empfänger über den Erhalt in der Zeit zwischen den Jahren aus unterschiedli-chen Gründen freuen werden. Einer der Gründe ist der Bezug zu den Raunächten. Wenn ich mit meinen Symbolformen dazu einen Beitrag leisten kann, tue ich das natürlich gerne, denn näher an der Tradition und dem Festlichen der Weihnacht kann man ja gar nicht sein, als mit solchen Ansätzen – zumal wenn das Ganze in eine Kommunikation eingebettet ist, die von Gleichklang und geteilten Interessen lebt. Aber auch die praktische Feiertagskommunikation kam heute nicht zu kurz. Wieder ein sehr schön ausgewogener Tag, wie ich ihn generell, be-sonders aber in dieser ganz innerlich erlebten Zeit des Jahres sehr schätze.

Wieder mehr Sinn für Traditionspflege erkennbar

Die Arbeiten mischten sich heute sehr ausgewogen, mit kreativen, technischen und kommunikativen Anteilen. Und zur kunsthandwerklichen Arbeit bin ich am Nachmittag auch noch gekommen, was in den nächsten Tagen fortsetzen will, um jüngste Anfragen nach Weihnachten abschließen zu können. Gefreut haben mich heute für M. aber vor allem die eher unverhofften Besuche, Nachzügler zu Ms gestern ohne Einladung gefeierten Geburtstag. Die Kon-takte waren dieses Jahr deshalb nicht weniger oder knapper, eher im Gegenteil. Aber das ist natürlich so kurz vor Weihnachten auch schön, kommt es dem weihnachtlichen Gedanken doch ziemlich nahe. Gefreut haben mich die verschiedenen lobenden Worte zu meinem Weihnachtsbaum, ganz ohne dass ich das selbst thematisiert hätte. Das zeigt, dass die Traditionen doch noch Menschen bewegen können, in diesem Jahr ist das noch deutlicher noch spürbar als in den Vorjahren.

Ein etwas anderer Vorweihnachtsgeburtstag

M. hatte zwar für den Geburtstag keine Einladung ausgesprochen. Aber natürlich ließen die Freunde und Bekannten es sich nicht nehmen, doch ihre Glückwünsche auszusprechen. Nur eben diesmal per Telefon, weswegen das den ganzen Tag über nicht mehr stillstehen wollte. Natürlich ist es schön zu erfahren, dass so viele Menschen an einen denken. Gerade in diesen Zeiten, die fast ganz ohne Gewissheiten und Erwartbares auszukommen scheinen oder die uns eben diesen Zustand immer mehr zumuten. Ich freue mich, dass neben den vielen Telefonkontakten dann doch auch einzelne persönliche Begegnungen stattfinden konnten, die sich eher zufällig und ebenfalls unerwartet ergeben haben. Das hat den Geburtstag abgerundet. Und der gestern erst geschmückte Weihnachtsbaum hat bei der Gelegenheit auch seine ersten Bewunderer gefunden. Einige Geschenke konnte ich zwischendurch beim Hören von Weihnachtsmusik schon verpacken. Aber es ist trotzdem noch einiges für die Weihnachtsvorbereitung zu tun. Und für die Zielgerade des Projekt- und Arbeitsjahres.

Ein besonders sinngesättigter Vorweihnachtstag

Der Tag war wieder sehr dicht gedränt und mit Aufgaben nur so überfüllt. Aber das hatte ich auch nicht anders erwartet. Bei den wirklich schönen Aufgaben, die heute überwiegend auf dem Plan standen, ist mir das dennoch eine Freude und Bestätigung. Denn die Traditionspflege im Umfeld der Weihnachtsfeiertage – damit meine ich sowohl die christliche Tradition generell, als auch unsere familiäre Ausdeutung derselben – die ist mir eben immer noch wichtig. Unabhängig von Zeitgeistumbrüchen und den Erfahrungen, die man nun einmal in dieser komplizierten Welt täglich machen muss. Besonders freut es mich, dass ich es schaffe, diese Traditionspflege in einer ehrlichen und in sich stimmigen Art fortzuführen. So wie das Schmücken des Weihnachtsbaums, das ich am Vor- und Nachmittag mit viel Ruhe umsetzen konnte – um mich mit M. über das schöne und eindrucksvolle Ergebnis zu freuen. Daran hat der aus-ladende Baum mit dem schönen Astaufbau, gerade im Kronenbereich, einen wesentlichen Anteil. Aber auch die Chance, das Schmücken nicht überhastet auszuführen, sondern mit einer feierlichen Grundhaltung, die in diesen Tagen nicht mehr ganz so selbstverständlich ist. Auch für Ms Geburtstag konnte ich das Ausstehende zum Abschluss bringen. Zusammen mit unverhofft eingegangenen Aussichten auf einen lebendigen Start der Wunschbaum-Manufaktur im neuen Jahr war das eine ebenso arbeitsintensiver wie von Sinnhaftigkeit gesättigter Vorweihnachtstag.

Weihnachtsbaum- und Weihnachtsgrußvorbereitungen

Highlight dieses Samstags war sicherlich das Aussuchen des Weihnachtsbaums. Ich war wie geplant schon früh aufgebrochen, um vor Beginn der offiziellen Verkaufszeiten dort zu sein und mich umzusehen. Der Händler war diesmal etwas den Feldweg hinauf umgezogen, direkt neben einem ehemaligen Forsthaus. Ein sehr schöner Platz für diese Zweck und kein Zufall, wie er mir erzählt hat. Denn in der Familie hatte jemand dieses alte Haus erworben und renovieren lassen. Das Umfeld und die Art, wie die Weihnachtsbäume dort aufgebaut waren, war jedenfalls herausragend im Vergleich zu den Vorjahren. Auch das hatte Gründe, die mit dem Händler selbst und einer kurz vor Weihnachten für ihn zuversichtlich stimmenden Wendung seines Schicksals zu tun hatte. Ich freue mich, dass ich der Intuition gefolgt und eben nicht beim Händler um die Ecke nach einem Baum Ausschau gehalten habe. Dort wäre ich auch nicht fündig geworden, wie ich mich in den letzten 2 Wochen beim Vorbeigehen vergewissern konnte. Dort aber hatte ich schon schnell mein Wunschexemplar gefunden. Es war so ziemlich der einzige, der wirklich in Frage kam. Sonst hatte ich die Wahl zwischen 2-3 Kandidaten. Aber einer reicht ja auch, wenn es der richtige ist. Jetzt kann ich mich auf das Aufstellen und Schmücken des Baums freuen, das auf jeden Fall im Laufe der kommenden Woche recht-zeitig vor Ms Geburtstag stattfinden muss. Am Nachmittag bin ich der lange aufgeschobenen Aufgabe nachgekommen, einen ausreichenden Vorrat an Weihnachtsgrußkarten mit eigenen Fotografien und Bildmotive herzustellen. Das war ein gutes Stück Arbeit, von der Auswahl der Motive, über das Ausdrucken auf starkem Fotokarton, dem provisorischen Ausschneiden, Aufkleben und sauberen Beschneiden der Karten. Nach dieser Prozedur liegen sie jetzt über-einander unter einem hohen und schweren Stapel Bücher – zum Pressen. Und dann kann M. und ich mich auf das Schreiben konzentrieren.