Erfolgreicher Auftakt der Gartensaison

Wie geplant konnte ich heute die Reinigungsaktion rund ums Haus durchführen. Ich hatte vor einer Woche die Vorarbeiten schon abgeschlossen, so dass ich gleich mit dem Hochdruckreiniger loslegen konnte. Und wie immer hat das umfangreiche Reinigen den ganzen Tag in Anspruch genommen. Aber diesmal hat mir die Technik keine Streiche gespielt. Es klappte alles sehr gut, so dass ich in der Zeit auch zahlreiche Pflanzschalen und Pflanzgefäße ebenfalls schon säubern konnte. Schließlich ist es nicht mehr lang, bis wir die Sommerblumen einpflanzen, und auch nicht mehr allzu weit hin, bis ich meine Chilipflanzen nach draußen verlegen kann. Dann ist es von Vorteil, wenn die Gefäße bereitstehen. Ich freue mich ungemein, dass ich diese Traditionsarbeiten im Garten und rund ums Haus zusammen mit M. durchführen und erleben darf. Es ist nicht selbstverständlich, aber auch wenn M. und V. sich nicht mehr umfangreich daran beteiligen können, gehört es einfach zu den Familientraditionen, die uns alle wichtig sind. V. hat parallel die Äste des Maulbeerbaums, die ich vor Wochen zurückgeschnitten hatte, in kleinere Abschnitte geschnitten und voluminösere Abschnitte zur Seite gelegt, die wir im Winter für den Holzbrand verwenden können – als erster Grundstock für einen Brennholzvorrat, den wir – wie den Ofen selbst auch – erst noch neu organisieren müssen. Mit diesem erfolgreichen Auftakt der Gartenarbeits- und Gartenaufenthaltssaison haben wir schon gleich zahlreiche weitere Vorhaben im Blick, für die wir versuchen, die passenden Zeiträume zu finden.

Den Garten für die neue Saison in Szene setzen

Die Rund-ums-Haus-Frühjahrssäuberungsaktion habe ich heute schon einmal vorbereitet. Wenn ich mit dem Hochdruckreiniger den Algenbelag, Schmutz und Moos von den Waschbeton- und Fliesenböden entferne, gibt’s vorher jede Menge aufzuräumen und zum Abspritzen bereitzustellen. Und da das Ganze ziemlich zeitaufwändig ist, habe ich diesen Teil eine Woche vorher erledigt. Denn wenn das Wetter mitspielt, will ich den eigentlichen Frühjahrsgartenputz am kommenden Samstag realisieren. Bei der Gelegenheit habe ich auch die verschiedenen Pflanzgefäße für Blumen, Stauden und Gemüse entweder zum Säubern bereitgestellt, von vorjähriger Erde befreit oder mit gesiebter Erde vom Vorjahr schon einmal vorausgefüllt. So spare ich es mir, die gesamte Erde neu einzukaufen, und wenn man sie von den stark verwurzelten Teilen trennt, ist vieles von der Erde noch gut verwendbar und kann mit ganz frischer vermischt werden. Mir scheint, mit der Arbeit heute, zu deren Auftakt ich das Moos von unserer transparenten Überdachung gekehrt und die Regenrinne der Überdachung gesäubert habe, ist der erste größere Schritt in die Gartensaison getan. Wenn das Frühlingswetter länger so schön bleibt, wird es uns auch leichtfallen, den Garten und die Blumen rund ums Haus für diesen Sommer in Szene zu setzen.

Österlicher Erholungstag

An diesem Osterfeiertag waren wir alle ziemlich erholungsbedürftig. So kam uns die Ruhe des Feiertags entgegen und konnte seine traditionell friedvolle Stärke und heilende Wirkung so gut wie möglich entfalten. Trotz des bei uns durchwachsenen Osterwetters, das den Vorhersagen nicht entsprach, herrschte doch Frühlingsatmosphäre, wie eine Ankündigung des wirklichen stabilen Frühlings. Auf dessen Beobachtung, v. a. der Baumblüte in ihrer Hochphase, freue ich mich und hoffe, in den kommenden Wochen Gelegenheit und Zeit für weitere fotografische Reihen zu Details bestimmter Baumarten zu haben.

Vegetabile Symbolformen rund um den Palmsonntag

Zunächst wollte M. mich nicht zur Palmsonntagsmesse begleiten, nachdem wir seit Wochen über diese Tradition reden. Aber dann war es auf Grund meines Protests doch noch möglich. Ich denke, wir sind beide froh, dass der Besuch stattfinden konnte, denn zur Traditionspflege gehört eben auch die aktive Teilnahme, nicht nur die symbolische Aktualisierung. Alle alten Palmzweige habe ich am Nachmittag entnommen und durch frische und frisch geweihte an jedem Türkreuz im Haus ersetzt. Und die trockenen vorjährigen Zweige habe ich traditionsgemäß verbrannt. Bei uns geht es nur um diese respektvolle Form der Umwandlung, wir gewinnen daraus nicht, wie die katholische Kirche, die Asche, die am Aschermittwoch zum Zeichnen der Aschenkreuze Verwendung findet. Weitere Zweige haben wir für J. und W. sowie für Frau S. zurückgelegt, die selbst aus unterschiedlichen Gründen keine Gelegenheit haben, sie selbst zu organisieren. Gespannt bin ich jetzt noch, später zu sehen, wie sich der vor einigen Tagen erworbene Buchsbaum-Kranz in diese Traditionslinie einfügen wird, wenn wir ihn J. übergeben und hoffentlich einen geeigneten Platz finden, um ihn an der Wand zu drapieren. Der Palmsonntag selbst hat für mich immer schon eine besondere Bedeutung. Den Bezug zu den vegetabilen am Palmsonntag eingesetzten Symbolformen habe ich schon vor vielen Jahren in einem eigenen Text thematisiert: wunschbaum.de/palmsonntag.html

Symbolik des frühlingshaften Aufbruchs

Den Buchsbaumkranz, den ich gestern neben den Palmzweigbündeln bei dem Händler in D. erworben habe, werde ich wohl J. überlassen. Als frühlingshaft belebende Symbolform für die Wohnung. Dort sind die Innenräume auch ziemlich abgeschattet, so dass der Kranz vermutlich so trocknen wird, dass die Buchbaumzweige bzw. -blätter nicht vergilben oder verblassen, sondern einfach auch nach dem Austrocknen grün bleiben. Und im nächsten Jahr kann ich ja für uns selbst wieder einen solchen Kranz besorgen. Denn unser eigener nachgewachsener Buchsbaumbusch wird so schnell keine Zweige mehr haben, die lang genug wären, um die Palmzweige zu entnehmen. Ich hoffe, es gelingt mir bis bzw. vor Ostern noch, ein weiteres kunsthandwerkliches Vorhaben umzusetzen, das den frühlingshaften bzw. österlichen Aufbruch auf andere, nicht weniger vegetabil betonte Weise in eine schlüssige Form bringt.

Vegetabile Ewigkeitssymbolik

Gesagt, getan. Tatsächlich habe ich heute Vormittag beim Besuch des Wochenmarktes in D. den Händler wiedergefunden, der schon seit Jahren dort die Palmzweige anbietet. So konnte ich mich nebenbei über die richtige Vorgehensweise gegen den Buchsbaumzünsler austauschen, vier kleine Bündel mit Buchsbaumzweigen erwerben, und zusätzlich einen sehr sorgfältig gebundenen Kranz aus Buchsbaum. Der war zwar etwas teurer, aber selbst könnte man den besser nicht herstellen, und so viel Buchsbaum wie dieser Mann hätten wir natürlich auch nicht zur Verfügung. Ich hoffe, wir werden am Palmsonntag nicht nur die Zweige in traditioneller Form segnen lassen können. Auch einen guten Platz an der Wand, möglichst ohne direkte Sonneneinstrahlung, für den Buchsbaum-Kranz sollten wir ausfindig machen, damit wir die vegetabile Ewigkeits- und Lebenssymbolik das ganze Jahr über bei hoffentlich grün bleibenden Buchsbaumzweigen vor Augen haben.

Rechtzeitig Palmzweige organisieren

Nun steht der Palmsonntag wieder vor der Tür. Und ich muss feststellen, dass unser erst im Spätsommer letzten Jahres wieder grünender Buchsbaum natürlich noch keine ausreichend langen Ästchen ausgebildet hat, um sie für die Palmsträuße schneiden zu können. Ich fürchte, das wird in den nächsten 3-4 Jahren auch noch nicht anders sein können, bis er sich endlich wieder zu einem echten Palmbusch ausgewachsen haben wird. Da die Tradition der Palmsegnung und des Steckens der geweihten Palmzweige an alle Kreuze des Hauses aber bei uns lebendig ist, will ich morgen den Markt in D. erneut aufsuchen, in der Hoffnung, dass der Händler der beiden Vorjahre auch diesmal wieder dort erscheint und die Palmbündel anbietet. Ziemlich viel Aufwand, extra dorthin zu fahren, aber sowohl M. als auch mir ist es das wert. Es würde uns tatsächlich etwas fehlen. Was ich allerdings tue, wenn der Händler nicht da sein sollte, das kann ich jetzt noch nicht sagen.

Ungewohntes Fastnacht-Setting

Schon wegen des Ortswechsels, der heute zu Ende ging, kam mir dieser Rosenmontag sehr ungewohnt vor. Rosenmontagsuntypisch war aber auch das Wetter, das nasser, kälter und trüber kaum hätte ausfallen können. Kein gutes Setting für die vielen Rosenmontagsumzüge. So kam für uns alle keine wirkliche Fastnachtsstimmung auf, auch wenn wir nie sehr aktive Fastnachter gewesen sind. Aber die besondere Atmosphäre der zentralen Fastnachtstage, die haben doch immer schon ganz gerne eingeatmet. Nun hoffe ich nur dass der Fastnachtsdienstag wenigstens noch ein restliches Flair dieser besonderen Auszeit verströmt und wir uns während der Fastenzeit auf wirklich erkennbare Anfänge des Baumfrühlings freuen können. Nach so viel Dunkelheit und Nässe, die selbst für Februar ungewöhnlich ausgeprägt war, kann Frühling belebend wirken und uns aus der Reserve locken, in die die meisten sich bisher noch zurückgezogen haben.

Fastnachtstradition und Symbolreflexion

Die großen Fastnachtsfans sind wir alle nicht. Aber die Zeit in gewisser Weise bewusst zu erleben und irgendwie auch mitzufeiern, das ist uns schon auch wichtig. Von den traditionellen Gebäcken zu dieser Zeit, über die Dekoration bis zu den Gesprächen. Ein wenig färbt es dann doch immer wieder ab. Auch das Bild mit der Nahaufnahme einer venezianischen Maske habe ich dieses Jahr wieder aufgehängt, nachdem wir es im Vorjahr schlicht vergessen hatten. Und vielleicht kommen die kleinen Hexen aus Filz, die ich als Kinder gebastelt hatte, eins meiner frühesten Kreativprojekt, ja auch wieder zum Vorschein. Solche Auszeiten, auch wenn einem bezüglich der Zeitumstände und des ganzen Drumherums nicht danach zu sein braucht, sind schon auch bedeutend für die meisten Menschen und tragen mit zu einer kulturellen Identität und zu einem selbstverständlichen Zusammenhalt bei. Das ist fast schon so grundlegend wie alles, was ich hier täglich aus der Natursymbolik rund um die Bäume hervorhole, um seine lebenspraktische Relevanz ins Bewusstsein zu heben.

Gewissheiten und Familientraditionen reaktivieren

Trotz des überraschenden Besuchs von G., der uns am Vormittag einige Stunden in Anspruch genommen hat, bin ich heute wirklich gut vorangekommen. Vor allem konnte ich gerade erst gestellte Aufgaben sehr zügig und trotzdem perfekt umsetzen, was zum einen schön und zum anderen günstig fürs Fortsetzen der laufenden, sehr zeitintensiven Projekte ist. Da steht einiges auf dem Plan, inklusive einer größeren kunsthandwerklichen Arbeit, die ich allerdings trotz der körperlichen Arbeit als sehr erholsam wahrnehme. Über Gs Besuch, der sonst traditionell vor Weihnachten stattfindet, diesmal aber zu unserer Beunruhigung ausgefallen war, haben wir uns sehr gefreut, zumal wir kürzlich alle Hebel in Bewegung gesetzt haben, um den Kontakt wiederherzustellen. Das ist offensichtlich gelungen und hat uns ein kleines Stück Gewissheit und Anknüpfungsmöglichkeit an die gute Beziehung zur weiteren Verwandtschaft zurückgebracht.

Erster Winter ohne Holzofenwärme seit langem

Bei uns ist der Schnee schon wieder verflogen, war wohl nur ein kurzes Winterintermezzo. Aber richtige Schneelandschaften erleben wir hier sowieso nicht, insofern kann ich verzichtten. Dann doch lieber kirrende trockene Kälte und viel Sonne. Solche Wintertage durften wir ja schon einige erleben, das ist es auch am ehesten, was ich bei uns mit Winterwetter der belebenden Art verbinde. Wir alle vermissen in dieser Heizsaison zum ersten Mal seit Jahrzehnten die wohlige Holzofenwärme, die bis ins letzte Jahr hinein zu den Winter-Highlights gehörte. Aber mit dem vollständigen Verbrauch allen Brennholzes, das zuletzt von unserem ehemaligen Fichtenwald stammte, fehlt uns erstmals die Brennholzgrundlage. Der Ofen hätte es sicher noch länger getan, wenn V. auch wegen verschiedener Löcher im Schamotte zuletzt eher unzufrieden war, das hätte sich aber wieder reparieren lassen. Nun überlegen wir aber immer öfter, ob ein anderer, Brennholz sparender und gleichzeitig emissionsarmer Ofen uns in Zukunft die Ofenwärme doch wieder zurückbringen könnte. M. und V. konnten sich bisher nicht entscheiden, auch nicht welche Art Ofen dafür wünschenswert wäre. Wie auch immer, für diesen Winter ist der Zug natürlich abgefahren.

Die Raunächte, das Weihrauchritual und der heilsame Geist der Weihnachtszeit

Eigentlich hatte ich in dieser Weihnachtszeit einmal vor, das Räucherritual etwas früher aus-zuführen, z. B. am Silvestertag oder an Neujahr. Aber da kam immer etwas dazwischen. Deshalb ist es doch wieder der Dreikönigstag geworden, an dem ich die Tradition auch sonst immer, als letzte Gelegenheit sozusagen, habe Wirklichkeit werden lassen. Für das Durch-schreiten der Wohnräume nutze ich immer eine Keramikschale, auf der ich ein bis zwei Räucherkohlen entzünde und mit echtem Weihrauch-Harz bestreue. Wie immer waren die Kohlen nicht leicht zu entzünden, wahrscheinlich weil sie zu alt werden, immer nur an diesem Tag herausgeholt werden. Aber mit etwas Geduld gings dann doch, und am Ende verströmte die Schale auch eine kontinuierliche Weihrauchschwade, die sich in den Räumen verteilen konnte. Es freut mich, dass inzwischen auch V. nichts mehr gegen den praktizierten Brauch ein-zuwenden hat. Deshalb bin ich diesmal auch ganz offiziell durch die gemeinsam bewohnten Räume mit dem Weihrauch gegangen, damit alle etwas davon registrieren und nicht nur da-nach den Duft noch wahrnehmen. Natürlich hat das auch Bezüge zu den Heiligen drei Königen, die u. a. mit Weihrauch als Gaben zur Geburtskrippe des Jesuskinds kamen. Aber die Erwähnung im Baumtagebuch geht v. a. auf die Tatsache zurück, dass der Weihrauch ein Harz des Weihrauchbaums ist, genauer von einem der verschiedenen Boswellia-Arten gewonnen wird. Die wachsen vornehmlich in afrikanischen Ländern, v. a. im heutigen Somalia, auch in Eritrea, Sudan und Äthiopien. Also in Gegenden, aus denen die Heiligen drei Könige oder die „Weisen aus dem Morgenland“, was eher den vorderen Orient bezeichnet, nicht stammten. Ich finde, der Räucherbrauch während der Raunächte transportiert in besonders eindrücklicher und erinnerungswürdiger Weise den heilsamen Geist der Weihnachtszeit.

Erste Weihnachtsfeiertagsimpressionen 2025

Abstrakte Weihnachtszimmerimpression 20215 I
Amaryllis-Gesteck vor Weihnachtsbaum 2025

Den zweiten Weihnachtsfeiertag haben wir ganz besonders ruhig zuhause verbracht, und die Ruhe genossen. Das war auch wichtig, nachdem die Arbeit und die Vorbereitungen ja bis in den Heiligen Abend hinein gereicht haben. Es war mir auch wichtig, den Weihnachtsgedanken noch einmal ganz bewusst in den Blick zu nehmen und meine Traditionslektüre einiger auf Weihnachten bezogener Vorträge Rudolf Steiners wieder zu lesen. Diese Texte wirken auf mich immer wieder neu und vermitteln neue Erkenntnisse, schärfen den Blick auf neue Aspekte dessen, was uns christliches Gedankengut und christliche Anschauung für das Leben insgesamt mit auf den Weg geben. Ein Rückblick und Reflektieren der Geschenke, sowohl der erhaltenen, als auch der verschenkten, war auch ein Element dieses Weihnachtstages. Und schließlich war es mir wichtig, meine ersten Weihnachtsfotografien 2025 zu realisieren, gerade weil M. so schöne Amaryllis als Geschenk erhalten hat, die sich auf dem Gabentisch und vor dem Weihnachtsbaum thematisch sehr schön ins Bild setzen ließen.

Traditionelle weihnachtliche Formen in zuversichtlicher Symbolsprache

Nachdem ich am gestrigen Heiligen Abend noch bis in den Nachmittag mit einer allerdings eher künstlerisch verstandenen Projektarbeit beschäftigt war, konnte ich den ersten Weihnachtstag erstmals wirklich als Feiertag erleben. Besonders freut es mich, dass nach langer Ungewissheit und nachdem das bis zuletzt noch hätte anders verlaufen können, wir doch alle zusammen einen Weihnachtsbesuch bei J. und W. realisieren konnten. Ich bin sicher, ohne den Besuch wäre das Fest unvollständig geblieben und es hätte etwas ganz Wesentliches, das Feiern des familiären Zusammenhalts, eben gefehlt. So wir im engeren Familienkreis am gestrigen Heiligen Abend das schon aufgefasst haben, schien mir auch heute, in etwas weiterem Familienkreis, diese Wahrnehmung auf jeden Fall eine geteilte gewesen zu sein. J. und W. hatten dieses Jahr zwar, wie schon angekündigt, nicht den sonst aufgestellten kleinen Tisch-Weihnachtsbaum, aber doch ein baumähnliches Gesteck mit schönen Tannenzweigen, die ich beim Besuch vor Beginn der Adventszeit ja mitgebracht hatte. Das Gesteck hat selbst etwas stilisiert Weihnachtsbaumartiges und hat mir sehr gut gefallen. Ein würdiger Stellvertreter des vollständigen Baums und ein gelungenes Symbol eines zukunftsgerichteten und zuversichtlichen Weihnachtsfestes.

Erwachsener Heilig Abend in heilsamer Traditionslinie

Der Heilige Abend ist uns in einer Form erschienen, die unserem Lebensalter in gewisser Weise angemessen erscheint. Zumindest denke ich, dass M., V., mit denen ich den Tag und Abend verbringen durfte, das ebenso wie ich wahrgenommen haben. Ein Heiliger Abend Erwachsener, der sich notwendig von dem junger Familien unterscheidet. Nur denkt wohl jeder an die eigene Kindheit und mit welcher unverstellten Faszination man als Kind das Christgeburtsfest in sich aufnehmen und quasi durchleben konnte. Diesen Eindrücken sieht man wehmütig hinterher und vielleicht denkt man auch noch an spätere Jahre, in denen die ganze Familie in insgesamt jüngeren Lebensjahren der einzelnen zusammenkam, vielleicht als eine der seltener gewordenen Zusammenkünfte. Und auch das hat man in meist nostalgischer Erinnerung. Wenn man dieses heute deutlich verändert aufnimmt, liegt es aber sicher nicht nur am fortgeschrittenen Lebensalter. Es hat auch mit den Zeitumständen und den seit einigen Jahren zu beobachtenden und sich verfestigenden Negativentwicklungen in der Welt zu tun. Wie könnte solches unbemerkt an der Rezeption und dem konkreten Praktizieren des Feiertäglichen vorbeigehen. Das familiäre Zusammensein in der Nacht der längsten Dunkelheit und die gemeinsame Gelegenheit zum inneren Entzünden des weihnachtlichen Gedankens, die sind geblieben. Wenn es uns weiterhin gelingt, diesen Kern des Feiertags zu bewahren und zu pflegen, dann wird auch künftig Weihnachten seine heilsame Tradition erfüllen.

Besondere Tage mit Gleichgewicht und Gleichsinn

Ganz schön dicht gepackt sind diese letzten Vorweihnachtstage. Und selbst den Vormittag, mindestens des Heiligen Abends werde ich für die Manufakturarbeit nutzen müssen, um ei-nen Terminplan einhalten zu können. Da es in dem Fall um die Symbolformen aus diesem höchst persönlichen Lebensprojekt geht, finde ich das selbst eigentlich akzeptabel. Vor allem, weil sich die Empfänger über den Erhalt in der Zeit zwischen den Jahren aus unterschiedli-chen Gründen freuen werden. Einer der Gründe ist der Bezug zu den Raunächten. Wenn ich mit meinen Symbolformen dazu einen Beitrag leisten kann, tue ich das natürlich gerne, denn näher an der Tradition und dem Festlichen der Weihnacht kann man ja gar nicht sein, als mit solchen Ansätzen – zumal wenn das Ganze in eine Kommunikation eingebettet ist, die von Gleichklang und geteilten Interessen lebt. Aber auch die praktische Feiertagskommunikation kam heute nicht zu kurz. Wieder ein sehr schön ausgewogener Tag, wie ich ihn generell, be-sonders aber in dieser ganz innerlich erlebten Zeit des Jahres sehr schätze.

Wieder mehr Sinn für Traditionspflege erkennbar

Die Arbeiten mischten sich heute sehr ausgewogen, mit kreativen, technischen und kommunikativen Anteilen. Und zur kunsthandwerklichen Arbeit bin ich am Nachmittag auch noch gekommen, was in den nächsten Tagen fortsetzen will, um jüngste Anfragen nach Weihnachten abschließen zu können. Gefreut haben mich heute für M. aber vor allem die eher unverhofften Besuche, Nachzügler zu Ms gestern ohne Einladung gefeierten Geburtstag. Die Kon-takte waren dieses Jahr deshalb nicht weniger oder knapper, eher im Gegenteil. Aber das ist natürlich so kurz vor Weihnachten auch schön, kommt es dem weihnachtlichen Gedanken doch ziemlich nahe. Gefreut haben mich die verschiedenen lobenden Worte zu meinem Weihnachtsbaum, ganz ohne dass ich das selbst thematisiert hätte. Das zeigt, dass die Traditionen doch noch Menschen bewegen können, in diesem Jahr ist das noch deutlicher noch spürbar als in den Vorjahren.

Ein etwas anderer Vorweihnachtsgeburtstag

M. hatte zwar für den Geburtstag keine Einladung ausgesprochen. Aber natürlich ließen die Freunde und Bekannten es sich nicht nehmen, doch ihre Glückwünsche auszusprechen. Nur eben diesmal per Telefon, weswegen das den ganzen Tag über nicht mehr stillstehen wollte. Natürlich ist es schön zu erfahren, dass so viele Menschen an einen denken. Gerade in diesen Zeiten, die fast ganz ohne Gewissheiten und Erwartbares auszukommen scheinen oder die uns eben diesen Zustand immer mehr zumuten. Ich freue mich, dass neben den vielen Telefonkontakten dann doch auch einzelne persönliche Begegnungen stattfinden konnten, die sich eher zufällig und ebenfalls unerwartet ergeben haben. Das hat den Geburtstag abgerundet. Und der gestern erst geschmückte Weihnachtsbaum hat bei der Gelegenheit auch seine ersten Bewunderer gefunden. Einige Geschenke konnte ich zwischendurch beim Hören von Weihnachtsmusik schon verpacken. Aber es ist trotzdem noch einiges für die Weihnachtsvorbereitung zu tun. Und für die Zielgerade des Projekt- und Arbeitsjahres.

Ein besonders sinngesättigter Vorweihnachtstag

Der Tag war wieder sehr dicht gedränt und mit Aufgaben nur so überfüllt. Aber das hatte ich auch nicht anders erwartet. Bei den wirklich schönen Aufgaben, die heute überwiegend auf dem Plan standen, ist mir das dennoch eine Freude und Bestätigung. Denn die Traditionspflege im Umfeld der Weihnachtsfeiertage – damit meine ich sowohl die christliche Tradition generell, als auch unsere familiäre Ausdeutung derselben – die ist mir eben immer noch wichtig. Unabhängig von Zeitgeistumbrüchen und den Erfahrungen, die man nun einmal in dieser komplizierten Welt täglich machen muss. Besonders freut es mich, dass ich es schaffe, diese Traditionspflege in einer ehrlichen und in sich stimmigen Art fortzuführen. So wie das Schmücken des Weihnachtsbaums, das ich am Vor- und Nachmittag mit viel Ruhe umsetzen konnte – um mich mit M. über das schöne und eindrucksvolle Ergebnis zu freuen. Daran hat der aus-ladende Baum mit dem schönen Astaufbau, gerade im Kronenbereich, einen wesentlichen Anteil. Aber auch die Chance, das Schmücken nicht überhastet auszuführen, sondern mit einer feierlichen Grundhaltung, die in diesen Tagen nicht mehr ganz so selbstverständlich ist. Auch für Ms Geburtstag konnte ich das Ausstehende zum Abschluss bringen. Zusammen mit unverhofft eingegangenen Aussichten auf einen lebendigen Start der Wunschbaum-Manufaktur im neuen Jahr war das eine ebenso arbeitsintensiver wie von Sinnhaftigkeit gesättigter Vorweihnachtstag.

Weihnachtsbaum- und Weihnachtsgrußvorbereitungen

Highlight dieses Samstags war sicherlich das Aussuchen des Weihnachtsbaums. Ich war wie geplant schon früh aufgebrochen, um vor Beginn der offiziellen Verkaufszeiten dort zu sein und mich umzusehen. Der Händler war diesmal etwas den Feldweg hinauf umgezogen, direkt neben einem ehemaligen Forsthaus. Ein sehr schöner Platz für diese Zweck und kein Zufall, wie er mir erzählt hat. Denn in der Familie hatte jemand dieses alte Haus erworben und renovieren lassen. Das Umfeld und die Art, wie die Weihnachtsbäume dort aufgebaut waren, war jedenfalls herausragend im Vergleich zu den Vorjahren. Auch das hatte Gründe, die mit dem Händler selbst und einer kurz vor Weihnachten für ihn zuversichtlich stimmenden Wendung seines Schicksals zu tun hatte. Ich freue mich, dass ich der Intuition gefolgt und eben nicht beim Händler um die Ecke nach einem Baum Ausschau gehalten habe. Dort wäre ich auch nicht fündig geworden, wie ich mich in den letzten 2 Wochen beim Vorbeigehen vergewissern konnte. Dort aber hatte ich schon schnell mein Wunschexemplar gefunden. Es war so ziemlich der einzige, der wirklich in Frage kam. Sonst hatte ich die Wahl zwischen 2-3 Kandidaten. Aber einer reicht ja auch, wenn es der richtige ist. Jetzt kann ich mich auf das Aufstellen und Schmücken des Baums freuen, das auf jeden Fall im Laufe der kommenden Woche recht-zeitig vor Ms Geburtstag stattfinden muss. Am Nachmittag bin ich der lange aufgeschobenen Aufgabe nachgekommen, einen ausreichenden Vorrat an Weihnachtsgrußkarten mit eigenen Fotografien und Bildmotive herzustellen. Das war ein gutes Stück Arbeit, von der Auswahl der Motive, über das Ausdrucken auf starkem Fotokarton, dem provisorischen Ausschneiden, Aufkleben und sauberen Beschneiden der Karten. Nach dieser Prozedur liegen sie jetzt über-einander unter einem hohen und schweren Stapel Bücher – zum Pressen. Und dann kann M. und ich mich auf das Schreiben konzentrieren.

Den Weihnachtsbaum in Ruhe aussuchen

Erstmals hatte ich heute schon im Vorfeld des Vor-Ort-Termins zum Weihnachtsbaumaussuchen ein Telefongespräch mit dem Händler. Sonst war der Kontakt und das meist längere Gespräch immer nur auf diesen Termin beschränkt. Denn ich war etwas erschrocken zu lesen, dass die Öffnungszeiten der Verkaufsstelle auf das Wochenende beschränkt sein sollten. Ich war früher immer Anfang der Woche dort gewesen, möglichst früh, um den Baum ganz in Ruhe auswählen zu können. Das Gute: Der Grund für die Begrenzung der Öffnungszeiten war wohl zwar ursprünglich ein unvermeidlicher, hat sich aber dann doch in abgeschwächter Form gezeigt. Das freut mich sehr, und dann nehme ich gerne auch den Weg schon am Wochenende auf mich, wie immer ganz früh, bevor der große Ansturm kommt.

An vegetabile christliche Traditionen erinnern

Barbara-Zweige haben wir schon seit einigen Jahren nicht mehr geschnitten. Heute oder, wie ich vorhin erst durch eine Onlinerecherche herausgefunden habe, in einigen anderen Ländern am 17. Dezember, wäre dazu die Gelegenheit (gewesen). Das Spiel mit dem „Blütenwunder“ hat mich zu meiner Zeit in D. sehr fasziniert. Aber damals hatten wir zuhause auch noch den bullig wärmenden Holzbrandofen alter Bauart im Gebrauch. Und an der damaligen Arbeitsstätte in einem Altbau konnten wir den Strauß mit am 4. Dezember geschnittenen Kirschbaumzweigen direkt auf den tiefen Marmor-Fensterbank platzieren unter der ein Heizkörper beständig viel Wärme abgab. Mit anderen Worten: Die Voraussetzungen waren damals gut, das Wunder wahr werden zu lassen. Und wir waren damals auch geschickt darin, das Aufspringen der ersten Knospen exakt an Heilig Abend zu lancieren, indem wir die Wärmeexposition der Zweige zwischendurch auch mal unterbrachen. Mit den Veränderungen beim Heizen ist es dann mit dem Blütenwunder schwieriger geworden. Vielleicht ist im Laufe der Jahre aber auch die quasi kindliche Faszination für solche vegetabil-christliche Traditionen geschwächt worden. Eigentlich schade, aber auch nicht verwunderlich, wenn man vergleichbaren Schwund in vielen ehemals traditionellen gerade christlichen Bereichen beobachtet. Ich finde es dennoch wichtig, anhand des Kalenders an solche Traditionen zumindest thematisch anzuknüpfen und zu erinnern, wie grundlegende Vorstellungen von Werden und Vergehen, vom Ewigen Leben mit einfachen, aber eindrücklichen und erinnerbare Mitteln ins Zentrum des Bewusstseins gerückt werden können.

Wiederbelebte fotografische Ambition

Neben allem, was ich das ganze Jahr über fotografisch für meine Projektarbeiten realisiere, denke ich doch daran, die Anfänge in der Natur- und Baumfotografie künftig wieder stärker aufleben zu lassen. Ein Schritt in diese Richtung wäre die technisch aktualisierte Fassung der Makroobjektivs, denn mit Nahaufnahmen von Baumdetails nahm meine fotografische Ambition ihren Anfang. In dem Bereich könnte ich wieder mehr umsetzen. Die praktischen Erfahrungen auf anderen Motivgebieten sind dabei durchaus eine Hilfe, weil sie den Wahrnehmungs- und Gestaltungshorizont weiten kann. Ich bin gespannt, wohin mich dieses jetzt gefasst Vorhaben im neuen Jahr führen wird.

Weihnachtszeit, Autobiographie und belebender Sinn

Mit dem Beginn des Dezembers geht’s nun doch sehr schnell auf Weihnachten zu. Und wie immer verdichten sich dann auch die Aufgaben, die in diesem Kalenderjahr noch unbedingt zum Abschluss zu bringen sind. Es ist diese Überlagerung von Weihnachtszeit und Jahreswechsel, der uns vor Herausforderungen stellt. Denn das eine wirkt dem anderen eigentlich entgegen. In unseren hochnervösen und hochtechnisierten Zivilisationsgesellschaften ist da eine Art besonderer Anstrengung erforderlich, um das Weihnachtliche trotzdem mit Sinn und belebendem Sinn zu füllen. Oder besser, den ohnehin unverrückbaren und immer schon vorhandenen Sinn im Bewusstsein und konkreten Erleben hervorzuholen. Das ist wohl das eigentlich zum Advent gehörende, sich Annähern an einen Ruhepunkt, eine uns allen gemeinsame geistige Quelle. Da das für uns fast gar nicht mehr alltäglich und selbstverständlich ist, hilft uns die Adventszeit, uns wenigstens und ganz besonders in dieser Zeit dem wirklich Wichtigen bewusst anzunähern. Ich würde sagen, dass ich das auch im übrigen Jahr versuche. Aber in der Weihnachtszeit erhält es eben ein gemeinschaftlich, traditionell und kulturell verankertes Setting, und dann ist das leichter und für alle eindrücklicher teilbar. Die weihnachtliche Pflanzensymbolik und der Weihnachtsbaum, die uns in diesen Wochen immer auch beschäftigen, sind nur einige der Bestandteile dieser Zeit der Annäherung, aber sie gehören zu denen, mit denen die meisten doch etwas Autobiographisches und mit der Familie Zusammenhängendes verbinden.

Pflege und Reflexion des Weihnachtsgedankens

Nach einem wieder sehr mit Aufgaben angefüllten Arbeitstag habe ich es am Abend doch noch geschafft, mit dem Dekorieren zu beginnen. Und zwei der wichtigsten Weihnachtszimmer-Lichterketten konnte ich auch schon installieren. Die sind für die Lichtstimmung während der Weihnachtszeit immer sehr bedeutsam und werden später eigentlich nur noch durch den Weihnachtsbaum getoppt. Besser: Diese Leuchtarrangements ergänzen sich sehr schön in diesem Teil des weihnachtszeitlichen Innenraums. Und morgen geht’s dann mehr in Richtung des Außenraums. Der künstliche ebenfalls reichlich beleuchtete Baum vor der Tür, der Leuchtkranz an der Tür selbst, den ich dieses Jahr wieder mit Mistelzweigen ausschmücken kann. Und später natürlich noch der Adventskranz. Einen kleinen natürlichen Kranz haben wir auch noch als Rohling. Mal sehen, ob und wie wir den weitergestalten können oder ob das doch etwas für die nächsten Wochen ist. Ich freue mich sehr auf die kommenden Wochen mit ihrer unvergleichlichen ästhetischen Qualität, die eine von vielen Menschen heute wieder tiefgehender empfundene Pflege und Reflexion des Weihnachtsgedankens unterstützt.

Verlebendigung für und in der Weihnachtszeit

Die vielen Gesundheitstermine für andere und für mich selbst sind zurzeit sehr zeitraubend. Daneben kommt eine Masse an technischem Aufwand und z. T. sehr komplizierten Aufgaben. Natürlich passt das nicht ganz zur Adventszeit und unseren geplanten Vorbereitungen. Es wird deshalb so sein wie schon in den Vorjahren. Die wichtigsten Dekorationen und stimmungsvollen Arrangements werde ich konzentriert am Wochenende, kurz vor dem Anzünden der ersten Adventskerze einschieben müssen. Das ist in dieser Zeit des Arbeitsjahres nicht zu vermeiden. Aber ich hoffe und denke trotzdem, den verschiedenen Aufgaben und den Traditionen und dem Arbeiten an dem Weihnachtsgedanken letztlich so gerecht zu werden, dass alles stimmig, zeitgemäß und wirklich aufbauend und lebendig in die Zukunft gerichtet wird. Wenn wir die Weihnachtszeit nicht als Anlass für verstärktes Bemühen um diese Verlebendigung nutzen, wann sollte es dann möglich sein?

Zwischen Technik und Traditionspflege

Der Tag war mit komplizierten technischen Herausforderungen nur so angefüllt. Aber nach einigen Ringen und Bangen konnte ich entscheidende Fragen auflösen und an einem Beispielprojekt durchexerzieren. Auch wenn damit noch lange nicht alles beseitigt ist, habe ich doch eine gute Grundlage für die Fortsetzung dieser Arbeit in den nächsten Wochen, auch für zahlreiche andere Projekte, die eine Anpassung dringend benötigen. Weihnachten und all die adventlichen Vorbereitungen waren natürlich trotzdem auch heute wieder ein größeres Thema. Ich denke, zum Wochenende hin wird sich diese Thematik noch einmal verdichten, geht es doch darum, den Beginn der Adventszeit vorzubereiten.

Neue Einundzwanzigerqualitäten

Gestern war der 21. Geburtstag des Baumtagebuchs und heute ist wieder ein Einundzwanzigster. Auch interessant, und wie immer nehme ich eine Einschätzung vor, inwieweit dieser Tag wohl der Zahlensymbolik entspricht. Ich würde sagen, die numerologische Qualität zeigte sich heute vor allem in der verdichteten Vielfalt von Aufgaben, die ich nacheinander abarbeiten, erledigen, zum Abschluss bringen konnte. Bei so viel Verdichtung kann man sich schon mal verzetteln. Aber heute hat das gut funktioniert, ohne dass eine der Aufgaben leiden musste oder sich unnötig verzögert hat. Das nehme ich als Fortsetzung der in den letzten Jahren neu gefundenen symbolischen Stärke der Einundzwanzigerqualitäten.

Den wirklichen Weihnachtsgedanken zum Vorschein bringen

Das Weihnachtsbaum-Thema war auch heute wieder Gesprächsthema in der Familie. Wohl weil auch M. und V. jetzt den Weihnachtsbaumverkaufsstand um die Ecke entdeckt haben. Also kommt passend zur sich annähernden Adventszeit auch zumindest ein wenig Weihnachtsstimmung auf. Ich hoffe, wir können uns das erhalten und stimmungsvoll orchestrieren. Zumindest was mich selbst angeht habe ich da weniger Zweifel. Es kommt eben darauf an, dass wir Weihnachten in ehrlicher, und das heißt auch immer zeitgemäßer Weise mit Sinn und Emotion erfüllen. Man könnte auch sagen, es so wahrzunehmen, dass der wirkliche Weihnachtsgedanke zum Vorschein kommt. Dass fast jeder eine Verbindung zu diesem Gedanken haben kann, scheint mir auch in diesen vordergründig so sinnentleerten Zeiten kaum zu leugnen.

Die richtige Größe des Weihnachtsbaums

Meine Vermutung hat sich tatsächlich bestätigt, dass der Weihnachtsbaumhändler, der traditionell auf dem Dorfplatz sein umzäuntes Verkaufsareal aufgebaut hat, dieses Jahr bei uns um die Ecke Quartier bezogen hat. Wegen der Bauarbeiten auf dem üblichen Platz. Wegen der Bauarbeiten auf dem üblichen Platz. Vielleicht ist mir das heute besonders ins Auge gefallen, weil bei uns über Nacht zum ersten Mal in dieser Saison Schnee angesagt ist. Die Gedanken an Weihnachten sind dann nicht weit. Theoretisch könnte ich also den Weihnachtsbaum in diesem Jahr unter den Arm klemmen und zu Fuß nach Hause bringen. Das Hindernis ist aber die Größe der Bäume, die dort traditionell angeboten werden. Die erreichen eigentlich nie Zimmerhöhe, also 2,40 – 2,50 m. Die meisten enden bei max. 1,80 m, eindeutig zu klein für meine Zwecke. Ich bestehe einfach darauf, dass der Weihnachtsbaum bis knapp unterhalb der Zimmerdecke reicht. Neben den anderen Eigenschaften, die er auch noch haben soll. Unverständlich, warum man dort nicht einmal auf die Idee gekommen ist oder bemerkt hat, dass viele einen hohen Baum bevorzugen. So werde ich trotz des glücklichen Verkaufsstandwechsels wohl doch wieder weiter fahren müssen. Aber auch gut, weil ich gerade rund um die Feiertage Traditionen sehr mag und außerdem den Händler dort immer sehr angenehm finde. Das ist ein kleines Ritual neben vielen anderen in der Weihnachtszeit, nicht nur den Baum möglichst in den frühen Vormittagsstunden in der Woche vor dem 21. Dezember auszusuchen, sondern eben auch ein längeres Gespräch mit dem Händler zu führen. Das ist im Umfeld und im Zusammenhang mit der Auswahl des Weihnachtsbaums immer etwas ganz Besonderes.

Kultur aus der Natur

Es war ja geplant, insofern konnte ich die Exkursionen mit M. heute ganz gut mit der Projektarbeit vereinbaren. Und zwischendurch habe ich dann doch noch an meinen Projekten weiterarbeiten können. Na ja, das ganz tolle Ergebnis haben die Konsultationen heute nicht erbracht, aber eben auch keine Katastrophen. Das nehmen wir mal zum Anlass, das Beste daraus zu machen. Immerhin können wir uns auf kurze Phasen mit sonnigen Spots in diesen Tagen freuen. Und darüber, den Garten und die Blumen schon auf Allerheiligen und den Beginn des Winters vorbereitet zu haben. Das wäre während der Wochen auch knapp geworden. Diese jahreszeitlichen Bezüge, Rituale und Traditionen sind für uns von besonderem Interesse und werden deshalb auch bewahrt und aktiv gepflegt. Es ist dies ein grundlegendes kulturelles Bedürfnis mit vegetabilen Zügen, die viel weiter gehen als meine spezielle Beschäftigung mit der Erscheinung und Symbolik der Bäume. Es geht darin um die Wahrnehmung des Natürlichen in unserem Umfeld generell. Und dass wir uns immer wieder die Wechselwirkung der umgebenden mit der Menschennatur vergegenwärtigen und wie daraus Außernatürliches, eben Kultur hervorgehen kann.