Grüne Wahlthemen für die Gestaltung eines zukunftsfähigen Europa

Das Interesse an der Europawahl soll diesmal besonders ausgeprägt sein. Kaum zu glauben, könnte man an der allgemeinen Stimmungslage doch eine Art Generallethargie vermuten, die fast niemanden mehr an irgendwas glauben lässt. Aber wirtschaftliche Rahmenbedingungen und subjektives Sicherheitsempfinden spielen bei der politischen Aufmerksamkeit dann doch eine eigene und zwingende Rolle, die mehr Mobilisierungspotenzial mit sich bringt. Ganz unabhängig, so meine Einschätzung, welche alternativen Positionen eigentlich zur Wahl stehen. Ich denke, darüber informiert sich gerade bei der Europawahl so gut wie niemand. Aber allgemeine Ausrichtungen können bei solchen Wahlen greifen. Und da habe ich die Vermutung und Hoffnung, dass das zuletzt etwas stärker in den Hintergrund getretene ökologische Großthema doch wieder die Wahl bestimmend sein könnte. Nicht nur, vielleicht sogar nicht primär die wirtschaftliche (Welt-)Lage. So hoffe ich, dass zum einen vom Wahlrecht umfangreich Gebrauch gemacht wird und zum anderen die extremen Positionen nicht einmal annähernd die Unterstützung erhalten, die in Umfragen so häufig schon prognostiziert wurde. Damit die langfristig das Leben bestimmenden Hauptthemen, die politisch beeinflussbar sind, einen möglichst breiten Raum einnehmen können. Ich denke, dass Umwelt, Energie und ökologische Zukunftsperspektiven, eben „grüne“ Themen, gerade auf europäischer Ebene die allgemein anerkannt aussichtsreichen Felder sind, die verantwortungsvoll zu gestalten sich politische Artikulation lohnen kann.

Baumobst, Baumnutzen und familiäre Gesprächstradition

Die Obsternte dieses Jahres ist immer noch Gesprächsthema, v. a. mit Leuten, die regelmäßig selbst Baumobst verarbeiten, zu Kuchen oder Marmelade oder die es durch Einkochen haltbar machen. Bei solchen Gesprächen sind die Rollen klar verteilt: V. erzählt den Erlebnissen beim Anbau und der Ernte im Laufe des Jahres, was dieses Jahr Ertrag gebracht hat, wie die Qualität ausgefallen ist und wie viel aufgrund der Menge und minderen Qualität hängen bzw. liegen bleiben musste. Und die Gesprächspartner halten ihre eigenen Erfahrungen entgegen, z. B. wie lange sich die eingekochte Marmelade hält, ohne an Geschmack zu verlieren. Welche Marmeladensorten und z. B. Apfelsorten besonders wohlschmeckend sind, welche sich zum Kuchenbacken eigenen und wer innerhalb der Familie was davon gerne genießt oder auch gar kein Interesse hat. Dabei zeigen sich immer wieder ganz unterschiedliche Ansichten und Gewohnheiten. Aber eines wird auch erkennbar, dass nämlich die Nutzung von Baumobst für viele ein nicht zu vernachlässigendes Thema ist. Für die älteren wahrscheinlich noch mehr als für Jüngere. Aber obwohl ich selbst keine Obstliebhaber bin, ist durch die langjährige Thematisierung in der Familie und dem Bekanntenkreis tatsächlich auch für mich ein Thema daraus geworden, zu dem ich mich kenntnisreich äußeren kann, über die Eigenschaften der Bäume hinaus. Dennoch bleiben die Bäume das für mich eigentlich Interessante. Ihren Nutzen habe ich dabei weniger im Sinn.

Garten und Bäume als konkurrierende Gesprächsthemen

Beim Besuch heute bei J. und W. war der Garten und was wir darin dieses Jahr mehr oder weniger erfolgreich anpflanzen konnten, häufiges Thema. Die Bäume dagegen nur, insoweit es um Baumfrüchte ging. Die waren ja bei uns schon ziemlich wechselhaft erfolgreich, und bei J. und W. beschränkten sie sich weitgehend auf die Früchte eines einzelnen Apfelbaums, die aber ganz gut gediehen schienen. Seltsam, dass wir dem Vorgarten mit dem großen Walnussbaum und der Esskastanie gar keinen Besuch abgestattet haben. Es gab einfach sonst zu viele Themen, die nach längerer Besuchspause auf dem Gesprächsplan standen. Aber das Gartenthema ist immer wieder virulent und zeigte mit neue Pflanzgefäßen und -konstruktionen auch neue Ansätze, die in der kommenden Saison wieder mehr Vielfalt und Ertragsmöglichkeiten, v. a. aber viel vegetabile Zierde bieten werden.

Bildthema Recycling und Nachhaltigkeit

Ruhiger als erwartet verlief dieser Arbeitstag, was mir Gelegenheit gab, meine Projekte in Ruhe weiterzuentwickeln und gerade auch die unangenehmeren Dinge abzuwickeln. Zu den Angenehmeren gehörte am Nachmittag die Durchsicht, Auswahl, Entwicklung und Optimierung meiner jüngsten Reihe von Recycling-Plastik-Nahaufnahmen. Beim zweiten Anlauf mit Stativ vor Ort ist ja eine sehr gute Reihe von Aufnahmen mit unterschiedlichen Ausschnitten und Distanzen entstanden, aus der sich etwas machen lässt. Letztlich konnte ich 12 Varianten des Motivs für meine Microstock-Portfolios generieren, die ich auch schon in die Portfolios hochgeladen habe. Nun ist es an den Bildredakteuren, den Vorschlägen zuzustimmen. Erfahrungsgemäß gibt es bei einigen dazu gewisse Einwände, aber bei der Mehrzahl hat sich herumgesprochen bzw. ist es an meinen Downloadzahlen sehr gut ablesbar, dass diese Motive extrem gut nachgefragt werden – v. a. weil sie selten und dieser speziellen Form sogar einmalig sind. Ich bin froh, einen der letzten noch relativ unversehrten Abfallbehälter mit diesen Recyclingplatten noch entdeckt zu haben – und später ja noch einen weiteren, den ich in Kürze unter den Bäumen am Parkplatz in Augenschein nehmen werde. Vielleicht lassen sich dann noch weitere Variationen des Texturen-Themas gewinnen.

Symbolkommunikation in Krisenzeiten

Es ist schwer vorherzusagen, wie sich das Interesse und die Aufmerksamkeit auf das Kernthema meiner Wunschbaum-Projekte in diesem Jahr entwickeln wird. Diesbezüglich gab es schon alle möglichen Konstellationen, aus denen ich Theorien ableiten konnte. Die haben sich aber als nur für begrenzte Zeit gültig herausgestellt. Tatsächlich zeigen sich die Gemüts- und Seelenverfassungen der Menschen extrem wechselhaft. Natürlich hängt das von den Zeitumständen, der politischen, wirtschaftlichen und sozial-kommunikativen Situation ab. Und dass wir in schwierigen Zeiten leben, ist kein Geheimnis. Aber sofern es um symbolische Kommunikation und den Umgang und Gebrauch von Lebenssymbolen geht, können gerade schwierige Zeiten die Aufmerksamkeit auch auf die Symbole lenken. Und auch natürliche Faktoren wie die Witterung können eine Rolle spielen. So habe ich zwei Jahre hintereinander beobachten können, dass ein extrem lang andauernder, extrem ungemütlicher, kalter und lichtarmer Winter die Aufmerksamkeit der Menschen in Richtung vegetabiler Anschauung, auf das Grün der Bäume gelenkt hat. Und so sind dann auch sehr viele auf die symbolische Repräsentanz der Bäume in Form meiner Lebensbaum-Armbänder aufmerksam geworden. Das schien mir wie eine Bedürfniskompensation, wie der Versuch, den Frühling symbolisch vorzuziehen, um den nicht enden wollenden Winter damit quasi zu vertreiben. Aber zwei Jahr später war gerade in diesem Zeitraum des Jahres die Aufmerksamkeit fast gar nicht vorhanden, obwohl der Winter nicht erfreulicher verlief. Da spielen dann weitere Faktoren hinein, die Sorgen und Nöte der Menschen z. B. auf wirtschaftlichem Gebiet, die dann vieles andere überlagern und tendieren, anderes zu verdrängen. Und heute? Die Krisenstimmungen scheinen präsenter denn je, aber es mischt sich zwischendurch immer wieder eine Phase des selbst motivierten Aufatmens, dem Bedürfnis nach Normalisierung geschuldet und dem Überdruss gegenüber anhaltender Krisenkommunikation und Katastrophenrhetorik. Die Basisthemen rund um natürliche Grundlagen des Lebens können da helfen und sind oft auch der einzige Lichtblick und Rückzugspunkt, um sich zu besinnen und die Dinge neu zu denken.

Motivationsverstärkung und Themenpfade

Zurzeit mischt sich die anhaltende von Krisenwahrnehmung und -erleben bestimmte Lethargie mit sporadischer Geschäftigkeit, durchaus auch gepaart mit echten Vorhaben für den weiteren Verlauf des Jahres. Solche Ansätze greife ich sehr gerne auf und versuche sie gewissermaßen zu verstärken, um den Schwung mitnehmen zu können. Man könnte meinen, dass sich viele Menschen diese Unterstützung, diese Verstärkung wünschen, weil sie untergründig das Gefühl haben, die Dinge müssten sich einmal schneller und stärker bewegen als zuletzt. So freue ich mich, einige jetzt aufgenommene Fäden weiterspinnen zu können, auf unterschiedlichen Gebieten. Dazu gehören auch Möglichkeit zum kreativen Ausarbeiten von Projekten, eigenen wie von außen an mich herangetragenen. Und dazu gehören die auch im Baumtagebuch so häufig angesprochenen Basisthemen rund um Naturwahrnehmung, Persönlichkeitsspiegelung und unsere ökologische Sensibilität, die im Umgang und der Reflexion rund um die Bäume so schön durchgespielt und ständig wieder aktualisiert werden kann. Wenn mich einige auf diesem Themenpfade begleiten, freue ich mich.

Zeitloses Themenbewusstsein für den Aufbruch im neuen Jahr

Auch wenn es oft o scheint, als ob die Dinge nicht so richtig vorangingen, wirkte dieser Januar auf mich doch sehr ausgedehnt. Ich kann nicht sagen, dass die Zeit verflogen wäre. Sie war vielmehr vollständig ausgefüllt und intensiv genutzt, um vieles anzustoßen, in die Wege zu leiten, aber auch noch einiges aus der Vergangenheit zu klären und aufzuarbeiten. Eigentlich arbeitstechnisch ein guter Start in dieses Jahr. Nur kommunikativ und atmosphärisch passt das Erlebte nicht so recht zu diesen doch ganz ermutigenden Eindruck. Es war schon oft ein Gradmesser für die globale Stimmung, ob und inwieweit sich die Menschen mit zeitlosen Themen beschäftigen, eben solchen, wie sie täglich Gegenstand dieses Baumtagebuchs sind. Die Aufmerksamkeit darauf schwankt, das Interesse an themenbezogener Interaktion ebenso. Auf dem Gebiet gibt’s in diesem Jahr noch viel auf- und nachzuholen. Wäre schön, wenn die Wunschbaum-Projekte ein wenig dazu beitragen könnten.

Zwischen passiver und kreativer Textarbeit

Nach dem anstrengenden Brennholz-Arbeitstag gestern stand der Sonntag ganz im Zeichen der Rekreation. Und wenn ich dann endlich wieder zum Lesen komme, ist nehme ich das als wahren Luxus wahr. Vielleicht kommt das passive Aufnehmen von Sach- und literarischen Texten in jüngster Zeit für mich etwas zu kurz, steht die eigene Produktion von Texten und präsentativen Formen stärker im Mittelpunkt. Aber ich versuche immer, annähernd ein Gleichgewicht aufrechtzuerhalten und extreme Einseitigkeit auch auf diesem Gebiet zu vermeiden. Denn das kann sich in Qualitätsschwankungen auch der eigenen Produktion äußern. Auch denke ich immer, dass die auf das Thema Baumsymbolik bezogenen eigenen Texte außerhalb des Baumtagebuchs in den letzten Jahren viel zu kurz gekommen sind. Dabei gäbe im weiten Themenfeld rund um die Bäume, v. a. den Lebensbaumbegriff betreffend sehr viel Facetten, die zu beleuchten reizvoll scheint. Ich bemühe mich dann, die Möglichkeit zumindest nicht aus dem Blick zu verlieren und die richtige Zeit für die richtigen Themen zu finden, auch wenn es auf manchen Gebieten recht langsam und sporadisch vorangeht.

Die Krise und ein benötigter Ruck

Die Themen wiederholen sich in diesem dritten Jahr der Krise. Und mit ihnen die Einstellungen und Stimmungen, Reaktionen und Motivationen, die oft schon keine mehr sind, eher in Aussicht gestellte Absichten – für die Zeit nach der Krise. Problematisch ist das allerdings, wenn man auf etwas Zukünftiges setzt, dessen Terminierung ungewiss ist, und wenn so lang, jetzt schon viel zu lange, die Dinge stillstehen, festfrieren, ihre Substanz und Sinnhaftigkeit allmählich aber sicher verlieren. Was wir brauche, ist genau das, was einer der früheren Bundespräsidenten, Roman Herzog, einmal in anderem Zusammenhang formuliert hat: Einen Ruck, der aber nicht nur durch Deutschland, am besten durch die ganze Welt gehen sollte. Und wie so häufig: dieser Ruck kann nur das Ergebnis vieler einzelner Rucks sein, die in jedem von uns ihren Ausgang nehmen. Solche Schlüsse ziehe ich zurzeit vornehmlich während meiner kunsthandwerklichen Arbeit, wie heute Nachmittag wieder am Beispiel eines Baumkreis-Armbandes. Vielleicht sind solche Inselsituationen notwendig, wenn man zwischendurch mehr Klarheit benötigt, als der Krisenbewältigungsalltag ermöglicht.

Unerwartetes verarbeiten

Ein Tag, der wieder einmal gezeigt hat, wie wenig man sich auf vermeintliche Menschenkenntnis verlassen kann. Reaktionen und Kommunikationen, die ich so nicht erwartet hätte, begegnen mir immer wieder. Und ich wundere mich immer noch, wie so etwas möglich ist, gerade wenn man es gar nicht erwartet und schlicht unpassend findet. Ich bin froh, durch Themenengagement wie das rund um die Bäume, von solchen Erlebnissen schnell Abstand gewinnen zu können. Sie zumindest besser verarbeiten zu können. Denn diese Themen bedeuten auch, dass es grundsätzlich Wichtigeres gibt.

Fast stillstehend

Sehr ruhig, fast stillstehend verlaufen diese Tage in der Vorweihnachtswoche. Und man wundert sich nicht mehr darüber. Es scheint, die Menschen haben sich auf die Kontinuität des Stillstands und Abwartens eingerichtet oder sogar ein gewisses Wohlgefallen daran gefunden. Schwer zu sagen, was man davon halten soll, und wie Kultur auf die Art weiterentwickelt werden könnte. Schon die Alltagskommunikation ist durch diese Dauerzustände verarmt und wirkt zunehmend unwahrscheinlich. So als ob man gezwungen wäre, alles zu vergessen, was man gelernt und verstanden hat. Wir benötigen dringend ein Auslaufen dieser ständigen Ausnahmesituationen, damit wir unsere Energie wieder sinnvoll einsetzen können, nicht nur für Selbsterhaltung und Nicht-Untergehen. Ich bin froh für meine inhaltlichen Themen, die das Denken und die Kreativität weiterhin zu trainieren erlauben, und speziell über meine enge Beziehung zu den Bäumen als Lebenssymbole.

Motivierende Symbolthemen

Meine Beobachtung der Stimmungslage Anfang November sehe ich jeden Tag bestätigt. Selbst Menschen, von denen man anderes gewöhnt war, scheinen wie gelähmt. Da macht sich weder Zuversicht noch Engagement bemerkbar, wie es sonst gegen Ende des Arbeitsjahres erwartbar gewesen ist. Vielmehr scheint sich eine große und flächendeckende Verunsicherung und Orientierungslosigkeit verfestigt zu haben. Da fällt es durchaus schwer, Gegenakzente zu setzen, qualitätvolle Grundlagen zu legen, auf denen professionelle Beratung und Kooperation aufbauen kann. Dennoch versuche ich die Ruhe und Weitsicht, die ich u. a. durch die laufende Beschäftigung mit Symbolthemen wie den Bäumen als Archetypen des Lebens und davon abgeleiteten Symbolformen gewinne, gerade in solch schwierigen Zeiten zur Wirkung zu bringen. So kann ein motivierender Fluss eher wiederhergestellt werden.

Basisthemen und ihr entschleunigender Ausgleich

Ein sehr arbeitsintensiver Tag mit viel kreativer, aber auch technischer Herausforderung. Da macht sich schon die Logik des letzten Quartals bemerkbar. Denn ich kann schon seit Jahren beobachten, dass die Geschwindigkeit und Dichte der Aufgaben zum Jahresende hin zunimmt. Es ist gut, dass ich gerade in solchen Zeitphasen meine Basisthemen rund um die Symbolik und Ästhetik u. a. der Bäume habe, die ich mitlaufend durchdenken und bearbeiten kann. Das hilft immer, Einseitigkeiten zu vermeiden und die wesentlichen Fragen der aufbauenden Weiterentwicklung nicht aus dem Blick zu verlieren.

Bäume, Nachhaltigkeit und Wissenschaft

Heute habe ich mich auch in der aktuellen Projektarbeit dem Nachhaltigkeitsthema gewidmet. Sonst kommen die Bäume, die Landschaft und die natürlichen Grundlagen für mich ja meist in symbolischer Form zum Vorschein und werden von mir auf dieser Ebene bearbeitet und kreativ umgeformt. Aber die Nachhaltigkeit und zeitgenössische Grundidee für zukunftsfähige Einstellungen und Handlungen ist eben auch längst bei den Produkten, in dem Fall den Medien für junge Leute angekommen. Es so konkret zu behandeln und Möglichkeiten zu finden, die nach dem Nachhaltigkeitsprinzip entwickelten Medien der angesprochenen Zielgruppe schmackhaft zu machen, ist eine anregende Herausforderung, der ich mich seit vielen Jahren widme. Gerade wegen des Langzeitcharakters dieser Arbeit ist es wichtig, den Umsetzungen immer wieder eine aktuelle Wendung, einen immer neuen Akzent zu geben, die aktuell diskutierte Teilthemen und Themenfacetten in den Blick nehmen. Vielleicht ist dies einer der wenigen Bereiche, in denen wissenschaftlich fundiertes Denken noch so verwertbar ist, dass es auch kommunikative Anschlussfähigkeit und Wirkung erwarten lässt.

Dauerthema Klimawandel

Die Sonnenstundenbilanz für diesen Monat kann eigentlich nur noch sehr schlecht werden. Auch wenn das letzte Drittel dieses Katastrophenmonats noch überwiegend sonnig ausfallen sollte, ist diese Regenwetterphase nicht mehr auszugleichen. Nur die Pflanzen wussten das zu schätzen, für alle anderen war es eine Zumutung. Immerhin kann man sich über frisches, gelb-grünlich gefärbtes Blattgrün freuen, an den Bäumen dem Efeubewuchs, bei den Sommerblumen, die immer wieder einen neuen Anlauf nehmen, um ihre Blätter und v. a. Blüten zu erneuern. Schwer zu sagen, was nun wünschenswerter ist: Die Hitze der beiden Vorjahre oder dieses Wetter, das von extremen Schwankungen geprägt ist. Die gemäßigten Breiten sind wohl in keiner Form mehr gemäßigt. Eines der Themen, die unseren Alltag in Zukunft wesentlich prägen und die öffentliche Diskussion mit Dauerthemen versorgen wird.

Selbstbeschreibung und Motivation durch Themenbeiträge

Zaghafte Regungen und kurzes kommunikatives Aufbäumen sind nicht ausgeschlossen in diesen Tagen. Aber sie sind nach wie vor selten geworden und scheinen immer wieder abgebremst zu werden. So als wenn sich der Krisengedanke verselbständigt hätte. Das finden natürlich auch die Verweise auf meinen neuen Themenbeitrag zu komplexem Webdesign nicht die größte Resonanz. Es ist dennoch wichtig, die eigenen fachlichen Erfahrungen, die letztlich aus einer täglichen intensiven Auseinandersetzung mit den Themen resultieren, auch immer wieder schriftlich festzuhalten, zu komprimieren, die Essenz herausarbeitend und für den Interessierten zugänglich machend. Tatsächlich erfolgt irgendwann die Reaktion, ist der Beitrag Anlass und Ausgangspunkt für ein neu entstehendes Entwicklungsprojekt. So greifen die kontrollierende Selbstbeschreibung und die als Motivationsanlass verstandene Beratung ineinander und schaffen Themenräume, die für beide Seiten bereichernd sein können. Ich bin froh, dass ich noch eine andere mir im Magen liegende technische Unklarheit heute bereinigen konnte. Jetzt steht der sicheren Verwendung des Anfrageformulars in der Webpräsenz der Wunschbaum-Manufaktur nichts mehr im Wege. Denn jetzt können auch die für das Projekt unsensiblen Maschinen mit der gefundenen Lösung wieder leben.

Bäumische Themen und das Zeitlose

Die Aussicht auf Frühling lässt erste Anzeichen von Aufmunterung erkennen. Natürlich wird die gleich durch eine inzwischen lähmende Aufforderung zum Durchhalten in der Krise durchkreuzt. Die Menschen haben aber immerhin dies gelernt, aus kleinen Positivanreizen etwas zu machen und sich darauf aufbauend nicht vollständig deprimieren zu lassen. Meine bäumischen Themen helfen mir sehr in dieser Zeit, und sie offenbar immer wieder das Zeitlose, das in solchen unwirklichen Stillstandzeiten Gold wert ist. Es lohnt sich, das Beständige immer wieder neu in den Blick zu nehmen, um die Qualität der veränderlichen Dinge besser zu verstehen und einschätzen zu können.

Schadlose Verarbeitung dank Basisthemen

Das Bio-Wetter hält in seiner Wechselhaftigkeit an, heute einmal von seiner angenehmen Seite in Erscheinung getreten, mit sehr viel Helligkeit und einer wieder fast frühlingshaften Atmosphäre. Die Krisenstimmung kann das leider nicht übertünchen, im Gegenteil wird die Nervosität spürbar verbreitet und der Geduldsfaden reißt schneller und öfter auch mal ab. Kein Wunder, bei einer Ausnahmesituation, die nun schon seit einem Jahr andauert und die so schnell immer noch nicht aufgelöst werden kann. Ich bin froh um meine Basisthemen, die auf Grundlegendes verweisen und die komplizierte Informationslage zu Dingen, die uns widerfahren, die wir aber nicht wollen und auch nicht mehr hören können, zeitweise zu neutralisieren in der Lage sind. Vielleicht ist das die einzige Möglichkeit, diese Dinge auch wirklich schadlos zu verarbeiten.

Bedeutungsvolle Themen in der Krise

Es ist besser, die Nachrichten nicht mehr so genau zu verfolgen. Denn die haben sich in Ermangelung von Alternativthemen auf die Krise stark eingeschossen, dass das zusätzlich ermüdend und desillusionierend wirkt. Vorsicht und ansonsten auch kommunikativer Abstand sind da schon eine schonende Maßnahme. Und natürlich immer wieder, die Basisthemen zu reflektieren und zu verarbeiten, wie ich das in meinen Wunschbaum-Projekten ja ohnehin immer praktiziere. In solchen Zeiten wird das aber noch bedeutungsvoller.

Austausch und Themenvielfalt

Den gestrigen Eindruck will ich gleich einmal korrigieren: Die Rückmeldungen zu meinen Erzeugnissen aus der Wunschbaum-Manufaktur, die wie heute durchaus möglich bleiben, machen wirklich Freude. Gerade in diesen Krisenzeiten, in denen die Themenvielfalt auf ein Minimum reduziert scheint, ist es für mich geradezu lebenswichtig, meine Themen auch weiterentwickeln zu können. Ohne Kommunikation ist das aber kaum möglich. So freue ich mich, dass thematischer Austausch über die Symbolik, Energie und Ästhetik der Bäume doch noch möglich bleibt und die diesbezügliche Aufmerksamkeit sich mindestens punktuell Bahn bricht. Möge das Jahr viele Gelegenheiten für solche Akzente mit sich bringen.

Persönliches Baumerleben festzuhalten – in welcher Form?

Das Buch mit Erfahrungs- und Exkursionsberichten zur Baumlandschaft in Luxemburg gehört wahrlich nicht zu den spannendsten Publikationen. Heute ist es mir wieder in die Hände gefallen, nachdem ich in 1,5 Jahre es nicht bis zur Hälfte des Buchs geschafft hatte. Dennoch gibt es etwas, das mich veranlasst, es nicht einfach zur Seite zu legen. Und das ist wohl eine Art Anerkennung dafür, dass auch andere die höchst persönliche Sicht auf die Bäume ihrer Lebenswelt zum Thema machen. Vielleicht ist es etwas übers Zeil hinausschießend, das in Form eines gedruckten Buchs umzusetzen, da sich darin nämlich der Tagebuchartige Charakter als enervierend herausstellt. Im Rahmen einzelner Ausflüge gesammelte Eindrücke lassen sich eben nicht sehr gut in Buchform aneinanderfügen, jedenfalls nicht in der Form, dass man das im Zusammenhang mit Genuss lesen kann. Das Buch versucht zwar den Inhalt nach bestimmten Themen zu strukturieren. Das aber wirkt eher aufgesetzt. Vielleicht das Blog-Format für diese Art des Festhaltens und Weitergebens persönlich gefärbter Themen doch die bessere Form. Denn letztlich bleibt Kommunikation dabei eher nachrangig. Wenn es aber auch andere interessiert und punktuell Kommunikation und unterschiedliche Formen von Austausch dadurch ins Leben gerufen werden, kann das auch für beide Seiten einen Reiz haben.

Konstante Themen gegen Scheuklappendenken

Die Rechnung ist aufgegangen, denn der Regen kam tatsächlich, und mit ihm eine ziemliche Abkühlung, die man nach diesen hochsommerlich anmutenden Tagen nicht mehr erwartet hätte. Für die Pflanzen ist eine Erholungspause. Und unsere Regenwasservorräte sind innerhalb eines Tages auch wieder aufgefüllt worden. Eigentlich gut, dass es nicht durchgehend so trocken bleibt. Auch wenn das die ohnehin darnieder liegende Motivationen der Menschen nicht zu verbessern vermag. Ich freue mich über die zeitweilige Ungestörtheit und auf Herausforderungen, die sich so nur in der Krisenzeit häufen. Es ist nicht ausgeschlossen, daraus neue Arbeitsschwerpunkte entwickeln zu können. Wenn dazwischen das Baumthema kontinuierlich aktuell wird, wie heute wieder in Form einer Anfrage, ist das eine aufbauende Mischung, die Projektarbeit auf allen Themengebieten lebendig hält und Denken wie Beobachten mit Scheuklappen zu vermeiden hilft.

Akute Krise und zeitlose Themen

Derzeit gibt es viele Überlegungen und Prognosen, wie lange diese Krise wohl andauern wird, welche Ausmaße auch die wirtschaftlichen Folgen annehmen könnten. Die Menschen sind in jeder Hinsicht in Ausnahmestimmung, stehen quasi außer sich, konfrontiert mit zahllosen Fragen, auf die es keine klaren Antworten gibt. Schon aus Mangel an vergleichbaren Vorerfahrungen. Ich bin mir nicht sicher, ob uns das tatsächlich etwas bedeuten kann. Wie so oft wird die Erkenntnis vielleicht erst in viel späterem Abstand kommen. Wenn es aber etwas bedeutet, dürfte das am allerwenigsten mit Viren zu tun haben. Wir sind geneigt, den Dingen einen übergeordneten Sinn zu verleihen, es als ein Zeichne zu deuten, sich der Zeitentwicklung gegenüber bewusster zu zeigen. Aber wo genau liegt der Sinn, in der Wahrnehmung und Darstellung der Menschen als einheitliche Linie erkennbar ist er mir noch nicht. Deshalb bin ich sehr froh, dass ich in der Auseinandersetzung mit den gerade nicht krisenbesetzen Themen rund um die Bäume die Möglichkeit habe, mich zeitweise auszuklinken und den Kopf klarer zu machen – auch für den Umgang mit dieser globalen und allgegenwärtigen Krisensituation.

Trost in Krisenzeiten

Das Wort surreal ist in der Berichterstattung über das große Thema dieser Tage heute öfter gebraucht worden. Und tatsächlich erscheint einem diese Situation zunehmend unwirklich, wegen ihrer in kurzer Zeit so weitreichenden Auswirkungen und ihrer globalen Präsenz. Eigentlich ein Zustand, der an Krieg und massiven Kontrollverlust erinnert, alle Beteiligten machtlos, mindestens hilflos erscheinen lässt. Da stellt sich weniger die Frage, warum man das überhaupt erlebt, als die praktischere Frage, wie es möglichst schnell und verlustarm überstanden werden kann und was der Einzelne dazu beitragen kann. Und wie so oft bei heftig diskutierten und kommentierten Themen: die Kommunikation darüber entwickelt schnell ein Eigenleben. Es bestätigt sich dann die Erkenntnis, dass alle Probleme im Grunde kommunikative Probleme sind. Was wir als Problem erkennen, ist keines ohne seine kommunikative Vermittlung, meist sprachmittelt, aber auch über präsentative Formen, Fotos, Illustrationen und Filme. Ich habe immerhin die Hoffnung, dass sich auf Grund der erzwungenen Isolation und Gesellschaftsflucht wieder mehr auf die zeitlosen und symbolisch aufbauenden Themenfelder verlegen, nicht nur im Katastrophenmodus verbleiben. Das könnte eine Chance auch zur Wiederbelebung des Baumthemas sein. Wiederbelebung für viele, natürlich nicht für mich, der ich mich täglich mit den Bäumen beschäftige. Für viele kann die starke Lebenssymbolik der Bäume und ihre Symbolik und Ästhetik gerade in Krisenzeiten ein Trost sein.

Spannende Microstockstrategien

Nach der Routine-Arbeit eines Samstags war der Rest des Tages mit unverhofft viel Projektarbeit angefüllt. Da blieb nicht mehr viel Zeit, die bei Alamy bereitgestellte Auswahl meines Microstock-Portfolios weiter zu bezeichnen und zu verschlagworten. Die traditionell und beim Schnitt der Agenturen langfristig erfolgreichen Motivreihen habe ich vorgezogen. Das sind nach wie vor meine Holzoberflächen und Holzstrukturbilder, meine Detailaufnahmen von Blüten, Früchten und Blättern, Materialoberflächen als Hintergründe und eben die Feiertags-, vor allem die Weihnachtssymbolbilder. Es ist spannend mit der Kombination von Keywords zu spielen und dem bei Alamy implementierten Kriterium der Auffindbarkeit Rechnung zu tragen. Tatsächlich kann dabei die Kombination bestimmter Suchbegriffe den Unterschied zwischen schwacher Auffindbarkeit und optimierter Auffindbarkeit machen. Zumindest gemessen an dem, was das System anzeigt. Ob sich diese Differenz in der Resonanz auf die eine oder andere Kategorie von Fotografien spiegelt, bleibt dann noch abzuwarten.

Jetzt auch bei Alamy

Seltsam eigentlich, dass mir diese Microstock-Agentur bisher nie aufgefallen ist. Dabei bin ich teils schon Jahre bei verschiedenen Agenturen vertreten und verfolge die Szene auch regelmäßig. Aber Alamy muss mir irgendwie entgangen sein, obwohl die Agentur schon seit ca. 20 Jahren am Markt ist. Aber ich freue mich, sie jetzt entdeckt zu haben und künftig ein Teil meines Portfolios auch bei Alamy anbieten zu können. Die im Vereinigten Königreich ansässige Agentur ist sehr breit aufgestellt und verfügt über eine sehr große Auswahl. Es wird spannend sein zu verfolgen, ob meine bevorzugten Themenfelder Bäume, Holz, Feiertage, Hintergründe & Texturen dort Resonanz finden und wo genau die Schwerpunktinteressen der sich dort tummelnden Kreativen liegen. Beim Hochladen und verschlagworten einer Reihe von Fotografien hatte ich den Eindruck, dass einige vielversprechende Kandidaten dabei sein könnten. Nicht nur die aktuell besonders nachgefragten Motive aus dem Bereich Recycling, auch meine Traditionsmotive zu Bäumen und Hölzern sollten auch hier eine Nachfrage erfahren.

Unsere Anstrengung gegen Verwirrung

Kein schönes Wetter für all die Vereine und Faschingstreibenden, die sich auf den Rosenmontag gefreut haben. Und dann schon wieder ein solches Attentat. Ist die Welt nur noch verwirrt, haben diese Verirrungen gar kein Ende mehr. Es ist mir ja immer ein Anliegen, gerade die grundlegenden Themen auch in diesem Baumtagebuch aufzugreifen, weil es mir so wichtig erscheint, ganz unvoreingenommen an die Dinge heranzugehen, einmal die Konventionen zu vergessen und genau hinzuschauen, was es mit den Dingen auf sich hat. Die Beschäftigung mit de Bäumen kann z. B. dabei helfen, das Übersteuerte und permanent Aufgeregte zurückzuschrauben, sich zu erden. Anders als durch solche Anstrengungen, ein bewusstes sich aus dem Strom Herausziehen, wird es kaum möglich zu sein, wirkliche Fortschritte zu erreichen, in Wirtschaft, Politik, in eigentlich allen Teilsystemen der Gesellschaft und Kommunikation. Lasst uns das nicht vergessen, damit sich die Irrwege nicht festfahren.

Arbeitsschwerpunkte und Themen nach Jahreszeit

Ein langer Arbeitstag, aber die zuletzt intensiv bearbeiteten Projekte werde ich doch in absehbarer Frist abschließen können. Das ist nach kleinteiligen Entwicklungen immer ein gutes Gefühl. Wenn die Technik in diesen Wintertagen und nach der Weihnachtszeit im Mittelpunkt steht, ist das in Ordnung, denn mit dem Erwachen der vegetabilen Natur werden wie von selbst andere Themen und Arbeiten wieder in den Vordergrund rücken. Und die haben dann zunehmend weniger mit Technik zu tun. Naturhaft erzwungene Innerlichkeit und technische Herausforderung, das passt ganz gut zusammen. Und wenn das Licht und die Wärme stetig anwachsen, wenn der Frühling wirklich schon spürbar ist, dann treten mir die Bäume, ihre lebendige Ausstrahlung fast ganzjährige Symbolkraft wieder stärker ins Bewusstsein und werden zum großen Thema, Reflexionsfeld und Gegenstand für allerlei kreatives Arbeiten.

Wiederkehrende Lebensthemen

Der aktuelle Gestaltungsauftrag hat zwar nicht direkt mit Bäumen und Wäldern zu tun. Aber die Geschichte des Unternehmens ist doch eng mit dem Besitz von Privatwald und anderen landwirtschaftlich betriebenen Flächen verbunden. Deshalb ist das inhaltlich für mich sehr interessant. Und erinnert mich an motivierende Begegnungen aus der Vergangenheit, die den Grundstock für diese Zusammenarbeit legten. Nun, diese Themen, Waldbesitz und -bewirtschaftung, sind zurzeit weit außerhalb meiner Alltagsroutinen und Kommunikationen angesiedelt. Ich finde es aber spannend, im Abstand von Jahren solche Themen neu überdenken und kreativ verarbeiten zu können. Dann werden sie gewissermaßen durch die zwischenzeitlich erworbene Lebenserfahrung angereichert. So wie man umgekehrt selbst durch diese neuerliche Beschäftigung eine Bereicherung erfährt. Schön, dass sich diese Gelegenheit immer wieder bietet.

Nicht vorkommenden Themen und Formen Geltung verschaffen

Der Rückblick aufs Wetterjahr 2017 hat ein sehr unberechenbares und wechselhaftes Bild ergeben. Es scheint an diesem Jahresanfang so, dass wir regelmäßig mit dem Unberechenbaren und dem wachsenden Verschwinden der Jahreszeiten rechnen müssen. So trüb und dunkel wie seit Anfang Dezember war es jedenfalls in dieser Konstanz schon lange nicht mehr. Und gleichzeitig auch noch untypisch warm und extrem regnerisch. Die Stimmung der Menschen leidet darunter, der Mangel an Licht macht fast allen schwer zu schaffen. Und so wundert es nicht, dass Aufbruchsstimmung bisher ausgeblieben ist. Das hängt sicher am wenigsten an der politischen Hängepartie in Deutschland, denn die Leistungsfähigkeit der Politik allgemein und deren Relevanz für das Alltagsleben des Einzelnen scheinen mir inzwischen flächendeckend als eher schwindend angesehen zu werden. Die in Nachrichten und öffentlichen Diskussionen nicht vorkommenden Themen und Inhalte sind die eigentlich wichtigen geworden. Es wird darauf ankommen, dass sich diese Themen auf anderen Wegen Raum verschaffen. In den Seelen der Menschen vorbereitet, in der privaten und lokalen Kommunikation zum Gegenstand gemacht. In den Alltag einfließend und diesen mitbestimmend. Meine Beschäftigung und alle Projekte rund um die Bäume und ihre Symbolik haben vor allem diese Intention, Text- und Denkinhalten sowie symbolischen Formen Geltung zu verschaffen und die Aufmerksamkeit ihnen gegenüber zu befördern. Ich bin sicher, dass das sehr viel weiter reicht als man von einem Gespräch über Bäume im ersten Moment erwarten würde.

Die grundlegenden Dinge

Der Allerseelentag war doch sehr von winterlicher Zurückgezogenheit geprägt. Das strahlend sonnige Wetter von gestern war am Vormittag schon verschwunden, so dass es mich nicht mehr nach draußen zog. Ganz gut, um schleppende Projekte konzentriert voranzubringen. Und offensichtlich auch wieder eine Stimmung verursachend, die den Innenblick und das Bedürfnis nach symbolischer Kompensation anspricht. Am Wochenende wird so die Weihnachtssaison in Sachen Wunschbaum-Manufaktur beginnen und, wenn es so verläuft wie in den Vorjahren, vermutlich nicht mehr bis Ende Januar abreißen. Aber jedes Jahr ist wieder anders, so dass ich keine Prognose wage. Ich denke, die Menschen sind verunsicherter denn je. Den beständigen Meldungen über vorgeblich beste Konjunktur traut niemand, vielmehr kommt die andere Seite stärker in den Blick und hinterlässt ein insgesamt ganz anders Bild. Gut, dass wir die grundlegenden Dinge außerhalb von Kultur und Wirtschaft um uns und in uns haben, auf die wir zur Erdung und Neuorientierung immer wieder zurückkommen können.