Schlagwortarchiv: Symbolik

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Vegetative Wintersymbolik

M. hat die sonnigen Stunden heute genutzt, um das Moos auf die Blumentröge zu arrangieren, was wir am Wochenende im Wald gesucht haben. Zwar war es stark von Fichtennadeln und dünnen Zweigen übersät, die erst einmal herausgepult werden mussten. Aber mit seinem satten Grün machte es danach einen sehr frischen Eindruck. Sicher wird es um die winterharten Blumen herum gelegt und regelmäßig feucht gehalten auch bis zum Frühjahr ein schönes winterliches Arrangement bilden, das den Wald in der kalten Jahreszeit symbolisch vor die Haustür, die Blumen dekorativ umbettet und ein Stück vegetabiler Symbolik präsent hält, die auf einen wärmenden Gegenpol zur kalten Witterung deutet.

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Wohltuender Spätherbstkontrast

Dass dieser Oktober einer der lichtärmsten seit Jahrzehnten war, konnte wir deutlich beobachten, es wurde aber von Meteorologen jetzt auch so bestätigt. Ein echter Lichtblick war deshalb dieser bis in den Nachmittag hinein extrem helle und warme letzte Oktobertag, der tatsächlich an Frühling erinnerte, auch wegen der Leichtigkeit, die sich überträgt, wenn viel Lichtarmut plötzlich aufgelöst wird und man sich einem wohltuenden Kontrast ausgesetzt sieht. Solche Herbsttage würde ich mir in Serie wünschen, nur war das leider eine Eintageserfahrung, die morgen schon wieder abgelöst wird. Zum Klimawandel gehört aber auch, dass es nächste Woche dann noch wärmer, wenn auch regnerisch werden soll. Auch wieder nicht normal für die Jahreszeit. Ich freue mich über das Blätterleuchten, das uns Tage wie dieser sowie einzelne Sonnenscheinphasen an Regentagen bescheren. Und darüber, dass Allerheiligen diesmal nicht einer dieser extrem kalten und zudem nebelverhangenen Feiertage sein wird, dieso oft schon die Bedeutung des Tags prägnant unterstrichen, sondern einer, der den kontemplativen Gedenktag mit mehr Wärme als gewöhnlich ausstattet.

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Kompensationslogik und die Motivationskraft des Symbolischen

Solches Wetter gab es durchaus auch in den Vorjahren schon. Ende September, Anfang Oktober, zwischen Altweibersommer und Goldenem Oktober, kann es schonmal sehr ungemütliche Phasen geben, die schon Züge von November tragen. Dabei waren wir zuletzt sehr verwöhnt, durften im Spätsommer noch lange Perioden hochsommerlicher Witterung erleben. Aber mit meinem Arbeitsplatzumzug für handwerkliche Projekte ist nun schon ein Rückzug angesagt. Im gleichen Maße entferne ich mich vom Beobachten und Beschreiben der realen Bäume da draußen in Richtung ihrer stärker symbolischen Präsenz, auch in Form ihres Holzes. Dass ich jetzt auf einmal wieder verstärkt mich der Wunschbaum-Manufaktur widmen kann, ist überraschend, schien das ganze Jahr doch auch auf dem Gebiet krisengeplagt. Aber es gibt eben auch diese Kompensationslogik, die in bestimmten Konstellationen greift, oft wenn man die Einseitigkeit einer Thematik nicht mehr akzeptieren will, und Krise ist vielen inzwischen als Thema schon zuwider geworden. Sich einer Lebenssymbolik zuzuwenden, das Aufbauende zu betonen, ist dann nicht unverständlich und irgendwie auch nachvollziehbar. Wäre schön, wenn ich zu solchem Kompensationswillen etwas beitragen kann.

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Ein Feiertag, vegetabile Traditionen und Symbolik

Ein schöner Feiertag zu Mariä Himmelfahrt ist uns heute vergönnt gewesen. Durchaus ein Privileg, ist der Feiertag als solche doch neben unserem Bundesland nur noch in Bayern existent. Wir besuchen traditionell den immer sehr feierlichen Gottesdienst, dieses Jahr unter den bekannt reglementierten Bedingungen, die der Festlichkeit aber nicht geschadet haben. Bei tollem Hochsommerwetter konnte sich die Tradition so mit Leben füllen und hat erkennen lassen, dass sie doch noch Anhänger hinter sich weiß. Unter den für den Segen mitgebrachen Kräutersträußen waren unsere drei sicher die schönsten. Aber man hatte sich auch viel Mühe gegeben, für alle Besucher kleine Sträuße, die auch Blumen und teils Gemüse enthielten, vorzubereiten und im Anschluss zur Verfügung zu stellen. So konnte jeder in dieser symbolischen Form und in Form eines Straußes, der das ganze Jahr über die Küche oder Wohnstube ziert, an die Tradition anknüpfen. Unser neuer Strauß hängt jetzt in der Küche. Nachträglich sind uns noch einige Gewächse eingefallen, die wir hätten einbinden können, z. B. Zweige unseres neuen, in diesem Sommer besonders schön herausgewachsenen Rosmarinstrauchs. Aber er ist auch so sehr gelungen und ähnelt bei durchaus abweichender Zusammenstellung doch insgesamt dem des Vorjahrs.

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Trost in Krisenzeiten

Das Wort surreal ist in der Berichterstattung über das große Thema dieser Tage heute öfter gebraucht worden. Und tatsächlich erscheint einem diese Situation zunehmend unwirklich, wegen ihrer in kurzer Zeit so weitreichenden Auswirkungen und ihrer globalen Präsenz. Eigentlich ein Zustand, der an Krieg und massiven Kontrollverlust erinnert, alle Beteiligten machtlos, mindestens hilflos erscheinen lässt. Da stellt sich weniger die Frage, warum man das überhaupt erlebt, als die praktischere Frage, wie es möglichst schnell und verlustarm überstanden werden kann und was der Einzelne dazu beitragen kann. Und wie so oft bei heftig diskutierten und kommentierten Themen: die Kommunikation darüber entwickelt schnell ein Eigenleben. Es bestätigt sich dann die Erkenntnis, dass alle Probleme im Grunde kommunikative Probleme sind. Was wir als Problem erkennen, ist keines ohne seine kommunikative Vermittlung, meist sprachmittelt, aber auch über präsentative Formen, Fotos, Illustrationen und Filme. Ich habe immerhin die Hoffnung, dass sich auf Grund der erzwungenen Isolation und Gesellschaftsflucht wieder mehr auf die zeitlosen und symbolisch aufbauenden Themenfelder verlegen, nicht nur im Katastrophenmodus verbleiben. Das könnte eine Chance auch zur Wiederbelebung des Baumthemas sein. Wiederbelebung für viele, natürlich nicht für mich, der ich mich täglich mit den Bäumen beschäftige. Für viele kann die starke Lebenssymbolik der Bäume und ihre Symbolik und Ästhetik gerade in Krisenzeiten ein Trost sein.

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Zwischen Technik und symbolischer Grundlegung

Wieder ein Tag, der mit technischer Routine ausgefüllt war. Aber in Krisenstimmungszeiten ist es auch sinnvoll und angemessen, die Sicherheit in den bestehenden Projekten auf den Prüfstand zu stellen und soweit wie möglich zu optimieren. Das ist jetzt die richtige Zeit des Jahres dafür, bevor die warme Jahreszeit wieder zu mehr Ausdehnung, Exkursion und bei der Projektarbeit zu kreativen Ansätzen den richtigen Rahmen bildet. Das Technische läuft auch dann immer mit, als Basis sozusagen. Aber die andere Basis, meine Grundlagenthemen und überhaupt die Orientierung am Symbolischen, am liebsten eng gefasst am Beispiel der Bäume, die treten mit zunehmendem Licht und dem Mehr an Sonne einen dann wieder breiteren Raum ein.

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Chance für die Symbolik der Bäume

Der Wochenkalender mit Postkarten war eine gute Idee. Jetzt konnte ich schon zwei Karten abtrennen. Das werden am Ende des Jahres dann über 50 Postkarten mit schönen Baummotiven. Und paltziert habe ich ihn auch so, dass ich jeden Tag ein paar Blicke darauf werfen kann. In Verbindung mit dem großformatigen Panoramakalender mit Baum- und Waldmotiven, der während der Arbeit direkt in meinem Blickfeld hängt, bin ich baummotivisch doch dieses Jahr ganz gut aufgestellt, mit immer neuen Eindrücken von Bäumen und Wäldern in verschiedenen Orten der Erde zu verschiedenen Jahreszeiten. Das ist besonders bei so ungemütlichem Wetter und einem Winter, der keiner ist, eine wohltuende Abwechslung. Tatsächlich verbindet mich derzeit wenig mit den lebenden Bäumen da draußen. Und die sind sicherlich noch weiter von ihrer vitalen Phase entfernt als in richtigen Wintern. Das ist die Zeit, in der die Symbolik der Bäume eine besondere Chance erhalten sollte.

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Ästhetik, Symbolik und autobiographische Bedeutung der Adventszeit

Wenn die Gespräche in der Vorweihnachtszeit in Richtung all der schönen und traditionell gepflegten Ausschmückungen geht, bin ich immer wieder erstaunt, wie sehr die Menschen davon geprägt sind und wie viel ihnen das auch tatsächlich bedeutet. Auch solchen, von denen ich es bis dahin nicht vermutet hätte. Weihnachten und alles, was man autobiographisch, symbolisch, religiös und spirituell damit verbindet, ist eben das verbindende Fest, das eine ganze außerplanmäßige Jahreszeit mit sich bringt. In der Adventszeit davor ausgedehnter und eindrücklicher wahrgenommen als in der nachfolgenden Zeit der Raunächte. Aber die gesamte Zeit hat eine Wirkung auf die Menschen, die nicht zu verkennen ist. Mit dem Adventskranz und all den immergrünen Zweigen, die jetzt ins Haus geholt und arrangiert werden, schmücken viele ihre Wohnung und wollen das auch niemals missen. Und die Lichtersymbolik und -ästhetik schafft sich mit Teelichtern, Kerzen und zunehmend unterschiedlichsten LED-Beleuchtungen Raum, bis der Weihnachtsbaum später beides vereinigt, das Vegetabile und Immergrüne und das Licht, das in Zeiten der längsten Nächte und kürzesten Tage leuchtet. Beides Symbole für das Gemeinsame, einen Ursprung im Geistigen, an den wir in der Weihnacht vielleicht die deutlichste Erinnerung entwickeln können. Eine Erinnerung, bei der uns der Eindruck des leuchtenden Weihnachtsbaums behilflich ist.

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Der ganze Baumkreis und die geheime Eibe

Mit einer selten gewordenen Arbeit an der Gesamtheit der Hölzer im keltischen Baumkreis konnte ich den Arbeitstag abschließen. Das gehört zu den konzentriertesten und eindrücklichsten Arbeiten im Rahmen meines Wunschbaum-Projekts überhaupt. Denn es markiert den Kern der symbolischen Implikationen der 22 Bäume, repräsentiert in ihren Hölzern. Es ist somit wie eine Rundumschau über ein ganzes Spektrum europäischer Holzarten und allem, was man botanisch, kulturgeschichtlich, symbolisch und ästhetisch mit ihnen in Verbindung bringen kann. Das ist nach über 20 Jahren Beschäftigung mit dem Thema nicht wenig. So kann die Bearbeitung des Baumkreis-Armbandes nur spannend sein. Ich freue mich über jede Gelegenheit dazu, und auch darauf, dass der spätere Träger / die Trägerin ähnliche viel Freude und Anregung aus dem Armband und seiner Ausstrahlung gewinnen kann. Morgen geht’s mit einem nicht minder anregenden Projekt gleich weiter. Die im Baumkeis „geheime“ Eibe ist diesmal Gegenstand und Träger eines Wunschbaum-Armbandes. Auch das ist eher selten und für mich besonders schön, da ich die Möglichkeit erhalte, mich meinem eigentlichen Lebensbaum erneut zu nähern und mich auf einer bestimmten Ebene mit ihm zu verbinden.

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Ein Wochenende der Herbstsymbolik

Heute hat sich bestätigt, dass der Zeitpunkt für die Gartenarbeiten und die Wintervorbereitung gestern genau richtig getroffen war. Denn der Nachtfrost war deutlicher als zuvor in diesem Herbst und die fast schon klirrende Kälte hielt den ganzen Tag an. Auch die letzten Baumblätter sind dem Frost jetzt zum Opfer gefallen und die bereits entfernten Pflanzen hätten unter dieser Kälte sicher die letzte Lebenskraft verloren. So haben wir den Samstag gut genutzt, um an diesem Sonntag etwas Freiraum für anderes zu haben, was liegengeblieben war, diesmal mit weniger körperlicher Anstrengung. Atmosphärisch war das heute ebenfalls passend für den Gedenktag, dem bereits 1920 vom Volksbund Deutsche Kriegsgräberfürsorge ins Leben gerufenen Volkstrauertag. Für uns immer wieder ein Anlass, uns in deutscher Perspektive an die geschichtlichen Wurzeln und heutigen Ausformungen der Auswirkungen von Krieg, Gewalt und Terror zu erinnern.

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Die symbolische Baumpräsenz fehlt nie

Der November macht seinem typischen Charakter alle Ehre. Bei so viel nasskalter und lichtloser Ungemütlichkeit fällt es leicht, die ganze Konzentration auf die Projektarbeit zu lenken. Mit gutem Erfolg. Ich hoffe, diesen herbstlichen Übergang produktiv und kreativ nutzen zu können. Denn die Energien, die sonst von außen auf uns einströmen, müssen nun von innen hervorgeholt werden. Dieser Sommer sollte uns genügend Reserven zurückgelassen haben, um das zu realisieren. Dann ohne die lebendige Energie der Bäume und eher gestützt auf ihre symbolische Präsenz, auf die wir nie verzichten müssen.

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Symbolische Wärme

Eigentlich schön, dass ich dieses Wochenende einmal ganz dem Garten und verschiedenen Früchten und Blüten widmen kann, die ich selbst herangezogen habe. Jedenfalls zum Teil, denn auch eine Menge Projektarbeit wartet darauf, weitergeführt zu werden. Chilis und Strohblumen kommen stehen in jedem Fall auf dem Programm, zumal die avisierte Holzarbeit diesmal nicht stattfindet. Bei der nassen Witterung ist mir das eigentlich recht. So freue ich mich auf einige kreative Arbeiten, die meine derzeit auf dem Technischen liegenden Schwerpunkte ergänzen und einen guten Ausgleich bilden. Sie werde auch helfen, etwas symbolische Wärme der äußeren Kälte entgegenzusetzen.

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Jahreszeitliche Abhängigkeiten

Mir scheint, die Menschen haben mit dem schon fühlbaren Herbst bzw. dem erkennbaren Umbruch der Jahreszeit zu kämpfen. Solche Umstellungsprobleme äußern sich meist in besonders ausgeprägten Verzögerungen, Unentschlossenheit, der Tendenz, die Dinge lieber noch aufzuschieben, v. a. weiter reichende Entscheidungen. Wenn es dann irgendwann wieder flüssiger wird, ist auch die Jahreszeit angekommen und nicht mehr im Übergang. Ein weiteres Anzeichen für unsere Abhängigkeit vom jahreszeitlichen Zyklus, der oft nicht bewusst, aber doch sehr wirksam sein kann. Die Bäume als Spiegel der eigenen Persönlichkeit und als starkes Symbol ganzjährig präsent zu haben, ist für mich eine große Bereicherung. Allein die täglichen Baumtagebucheinträge stellen das schon sicher. Denn gerade die beschriebene Abhängigkeit ist dann relativiert und ich kann mich den tiefer gehenden und sehr vielgestaltigen symbolischen und ästhetischen Ebenen nähern und diese kreativ verarbeiten, die sich in der Beschäftigung mit den Bäumen wie von selbst eröffnen.

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Symbolik: Hölzer vs. Bäume

Das war ein produktiver Vorwochenendtag. Diese Routine, mit der Holzarbeit am Freitagnachmittag zu beginnen, manchmal auch schon am Donnerstagnachmittag, hat sich in den letzten Monaten bewährt. Meist ist es so bei überschaubaren Arbeiten möglich, den Auftrag bis Samstagabend abzuschließen. Für mich ist das jedes Mal ein runder Abschluss der Arbeitswoche, der besonders im Sommer mit der Möglichkeit, draußen zu arbeiten, einen gleichzeitig anregenden und erholsamen Charakter annimmt. Ganz anders als das Arbeiten bei künstlichem Licht, das zwischen Oktober und April in der Regel unvermeidlich ist. Das ist dann eher die Zeit des meditativen Arbeitens, während der die symbolische Stärke der Hölzer in den Vordergrund rückt. Jetzt aber sind es die Bäume, die während des Bearbeitens ihres Holzes präsenter sind. Eigentlich eine schöne Abwechslung, die mir die Jahreszeiten bescheren.

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Tief im Menschsein verwurzelt

Rechtzeitig zum Wochenende kam doch wieder ein Auftrag für Holzarbeiten. Mir scheint, dass das dem Freizeitrhythmus der Menschen entspricht. Und es ist auch kein Wunder, ist Symbolisches für viele doch eher etwas, dem man sich widmet, wenn alles andere abgearbeitet und bewältigt worden ist. Eine Art Luxus, für viele, wie gesagt. Ich selbst kann mir den Alltag ohne diesen Blick aufs Symbolische, in der Kommunikation vor allem, eigentlich nicht vorstellen. Meine eigenen Äußerungen sind stark vom Symbolischen geprägt und kitzeln nicht selten auch auf Symbole bezogene Äußerungen bei anderen hervor. Eine Art Spiel, und für mich sehr schön, wenn sich andere darauf einlassen und ebenfalls Freude daran haben. Das ist es nämlich, worum es bei meinen Baumprojekten eigentlich geht. Die Bäume sind in erster Linie Symbole für etwas, das tief in unserem Menschsein verwurzelt ist.

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Die Motivation des Zeitlosen

Es ist gerade das Zeitlose und so gar keiner Mode Unterworfene, was ich an der Auseinandersetzung mit den Bäumen, ihrer Symbolik und Ästhetik so schätze. Deshalb freut es mich besonders, wenn „alte“ Bekannte oder Auftraggeber manchmal nach Jahren wieder Kontakt aufnehmen und mir von zurückliegenden Erlebnissen und Einschätzungen erzählen. Das zeigt mir, bei rein inhaltlichen Themen wie auch bei den Erzeugnissen der Wunschbaum-Manufaktur, dass diese Dinge die Gemüter und Seelen bewegen und tatsächlich Wirkungen hinterlassen. Eine schönere Motivation, die Projekte weiterzuverfolgen und möglichst zu optimieren, kann ich mir nicht vorstellen.

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Mit Sinn für den Feiertag

Überwiegend sonnig war dieser Pfingstfeiertag am Ende doch noch, wenn auch mit gewittrigem Grundton. Ich finde, zu Pfingsten gehört die Sonne, jedenfalls, wenn man einen Sinn für Feiertage hat und sie anders empfindet als normale Sonntage. So fand ich es auch passend, M. an diesem Tag erneut zu besuchen. Denn ein Feiertag, der das Gemeinschaftserlebnis feiert und das Zusammenkommen symbolisch transformiert macht als One Man Show dann doch keinen Sinn. So war es eine Mischung zwischen ruhiger Kontemplation, konzentrierter Arbeit und dem in der Familie erlebten Feierlichen des Tages, das meine heutigen Eindrücke bestimmt hat.

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Natürliche Unterstützung

Wir sind sehr froh, dass M. den heutigen Eingriff gut überstanden hat und die Prognosen von denen, die sich auskennen, recht positiv aussehen. Das ist eine gute Grundlage, auch wenn die nächsten Wochen sicher nicht ganz leicht werden. Bei den Fahrten dorthin und zurück passieren wir diese sagenhafte Allee blühender Rosskastanien, die so wunderbar das Typische dieser Jahreszeit ausdrücken und für Aufbruch und Energie des Vegetabilen stehen. Das Symbolische dessen für unser eigenes Wahrnehmen und unsere eigene Verfassung ist dann umso stärker und wirksamer, je größer der Bedarf nach Kompensation und Stärkung ist. So fügen sich die äußeren Entwicklungen der natürlichen Umwelt mit unseren menschlichen, ganz individuellen Veränderungen und Krisen zu häufig stärkenden Zusammenhängen, die uns die Natur als guten Freund und Unterstützer offenbaren.

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Rosenbogen und Baumallee

Für die Arbeit im Garten war dieser Samstag nicht gemacht. Und auch Holzarbeit stand ausnahmsweise einmal nicht auf dem Programm. Aber ganz ohne das Hauptfreizeitthema des Frühlings ging es denn auch heute nicht. So hat uns nach anderen Wochenenderledigungen der Weg einmal mehr zum Baumarkt geführt, um den vor Wochen schon ausgesuchten Rosenbogen zu kaufen. Der hat sich auch beim zweiten Betrachten als sehr schön herausgestellt, außerdem leicht zusammenzubauen und recht kostengünstig. Einzig offen ist noch die Frage, ob an dem gedachten Standort die Installation unproblematisch ist, ob wir nicht Symmetrieprobleme bezüglich der Sitzbank bekommen, über der der Bogen verlaufen soll. Das könnte noch einige Tüftelei bedeuten. Aber V. scheint durchaus daran interessiert. Deshalb denke ich, werden wir das Projekt am nächsten sonnigen Wochenende in die Tat umsetzen. Ob tatsächlich Rosen über den Bogen klettern werden, scheint unwahrscheinlich. Wahrscheinlicher werden wir uns um zwei Exemplare einer anderen Kletterpflanze bemühen, die links und rechts gepflanzt, sich tatsächlich am Scheitel des Bogens irgendwann treffen könnten. Das erinnert mich an Gotik und an die Nachahmung der gotischen Gestaltungsidee in den heiligen Hallen eng stehender Baumalleen.

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Die nächsten Schritte im Frühlingsgarten

Vielleicht ziehen wir in diesem Jahr die Rund ums Haus Frühjahrssäuberung schon etwas vor. Das bietet sich an, da der Samstag schönes, sonniges Wetter verspricht. Und wenn die traditionelle Osternacht tatsächlich nicht stattfindet, steht dem auch planerisch nicht wirklich etwas entgegen. Im Gegenteil, Auferstehung und Neuanfang durch symbolisches Aufräumen der letzten Winterreste passen eigentlich gut zusammen. Auch wenn wir das schon einige Male so hatten, dass nämlich kurz nach der Säuberungsaktion das Wetter wieder ungemütlich wurde und wir erst einmal die Eröffnung der Gartensaison verschieben mussten. Vorbereitet wäre es dann aber schon einmal. Und die ersten Schritte unserer Pflanzaktivitäten haben wir ja auch schon hinter uns. Das fügt sich ganz gut zusammen. Ich freue mich, dass die gesäten Pflanzen sich inzwischen überwiegend vital zeigen. Demnächst kann für einige Aren der nächste Schritt, nochmaliges Umtopfen oder auspflanzen in die Gartenerde folgen. Dann werden auch die Gartenbäume so weit sein, ihre Blätter aufzufalten und erneut Substanz zuzulegen. In diesem Jahr bin ich recht sicher, dass es für die Bäume gut läuft. Anders als die Nadelbäume im Wald dürften unsere Gartenlaubbäume die Hitze des Vorjahres gut überstanden haben. Zurückgeschnitten haben wir sie auch soweit, dass ihre Form nicht aus den Fugen gerät und sie sich mit zu viel Ästen auch nicht selbst überfordern beim nächsten Wachstumsschub.

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Sparsame Palmzweige in diesem Jahr

Ostern ist nun schon im täglichen Gespräch präsent. Vielleicht sind wir dem Feiertag in diesem Jahr wieder näher als in den Jahren zuvor. So dass er eine tiefe, in der gesamten Lebensgeschichte fußende Bedeutung entfaltet. Auch M. hat wie wir alle besondere Freude an all den vorösterlichen Traditionen, Themen und Dekorationen, die das Fest mit Inhalt und Emotion verknüpfen. Und eine Reihe verschiedener Ostergrußkarten mit österlichen Motiven der letzten Jahre habe ich auch schon vorbereitet. Es bleibt gerade noch eine Woche, diese Grüße auf den Weg zu bringen. Ein Projekt, das v. a. M. maßgeblich mit Leben füllt, bei dem ich meine Unterstützung anbiete. Da im Vorjahressommer der Buchsbaumzünsler so radikal und flächendeckend zugeschlagen hat, war es zum ersten Mal, seit ich denken kann, nicht möglich, Palmzweige für den Palmsonntag abzuzweigen. Bei den wenigen noch verbliebenen Ästchen wäre das einem endgültigen Kahlschlag gleichgekommen. So sind wir auf dem Rückweg von M. bei P. M. vorbeigefahren, der einen zwar ebenfalls gebeutelten, aber noch etwas ausladenderen Buchsbaum im Garten hat. Von dem konnten wir zumindest einen kleinen Bund einzelner Zweigchen schneiden. Viel weniger als sonst, aber wir würden es schon als Verlust wahrnehmen, am Palmsonntag keine Zweige segnen lassen zu können, die uns das ganze Jahr über an den Türkreuzen begleiten und uns die christliche Lebens- und Siegessymbolik in Gedächtnis und Seele rufen.

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