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Wieder ein warm leuchtender Weihnachtsbaum

Der Aufbau des künstlichen Weihnachtsbaums vorm Haus hat diesmal gut funktioniert. Er steht jetzt fast genauso da wie im Vorjahr. Mit einer bernsteinfarben leuchtenden Lichterkette, roten Kugeln und am Fuß zum Schutz vor heftigem Wind mit einem schweren Sandsack beschwert. So dürfte er die Saison gut überstehen. Und die Zeitschaltuhr funktioniert ebenfalls noch. Ein schöner Anblick, wenn uns in diesen grauen Tagen morgens schon das warme Leuchten begegnet, und auch am Abend steht es exemplarisch für die Vorzüge der häuslichen Winterzeit. Wie ich letztes Jahr schon festgestellt habe, stört der unnatürlich gleichmäßige Aufbau des Baums keineswegs. Auch nicht, dass er als Kunstbaum erkennbar ist. Seine Rolle als Weihnachtsbaum ist es umso markanter und bestimmt vollständig, wie er wirkt und wie wir ihm begegnen.

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Wo Künstliches symbolische Stärke zeigt

Den künstlichen Weihnachtsbaum, der letzten Jahr erstmals zum Einsatz kam, habe ich heute nochmal entpackt und provisorisch aufgebaut. Die Einzelteile, das sind neben dem Ständer drei „Stamm“-Teile und zahlreiche einzeln einzuhängende „Äste“ sowie eine zusammenhängende Spitze, waren in zwei Kartons verpackt und sehr schnell wieder zusammengesetzt. Schwieriger wird’s dann schon mit dem Aufstellen vor Ort, denn der Untergrund ist leicht schief, und vor allem muss der leicht Ständer mit einem sehr schweren Sandsack beschwert werden, um die ganze Saison stabil zu bleiben und bei heftigen Winterwinden nicht wegzufliegen. Anschließend erhält der Baum noch eine LED-Beleuchtung mit bernsteinfarbenen Lichtern. Ich fand das sehr schön. Und interessanterweise wurde die Schönheit auch von vielen Besuchern gelobt, obwohl man schon auf den ersten Blick wahrnimmt, dass es sich um einen künstlichen Baum handelt. Die Anmutung des Gleichmäßigen in Verbindung mit der offensichtlichen Künstlichkeit wirkt auf die meisten irgendwie rührend. Ein Zeichen mehr dafür, dass Symbole sich u. U. ganz weit von der materiellen Substanz entfernen und erst in den Köpfen ihre ganze Stärke entfalten. Das gilt für ein so starkes Symbol wie den Baum ganz besonders, erst recht, wenn er uns in Gestalt eines Symbolbaums begegnet.

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Blumen und andere Archetypen

Im Frühsommer hätte ich noch nicht gedacht, dass mir die selbst gezogenen Strohblumen so viel Freude, aber auch so viel Arbeit machen würden. Das tägliche Selektieren, das sich erst jetzt, wegen der sonnenarmen Tage, in größeren Abständen einstellt, und das sorgfältige Trocknen und Nachselektieren gehören schon seit Wochen zum Programm. Aber sie dekorationsfähig zu machen, war dann doch noch einmal eine besondere Herausforderung. Heute endlich bin ich dazu gekommen, jede der Auserwählten mit einem künstlichen kurzen Stängel aus dünnem Draht zu versehen, der die Blüten flexibel arrangierbar werden lässt. Nun fehlen noch die richtige Befestigungsformen. Styropor ist eine Möglichkeit, die sich bei einem Test schon als machbar, wenn auch nicht ganz einfach herausgestellt hat. Und außer beim Material werde ich auch für die Form oder Silhouette verschiedene Möglichkeiten testen, um die Faszination dieser konservierten Blüten möglichst augenscheinlich zu machen. So wird mir immer verständlicher, dass die Blumen neben den Bäumen und einer Hand voll weiterer archetypischen Formen zu den stärksten Symbolträgern überhaupt gehören und so gut geeignet sind, als Spiegel menschlicher Befindlichkeit und menschlicher Entwicklung zu dienen.

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Lebenspraktische Symbolarbeit

Es ist schön zu wissen, dass einige meine Lebensbaum-, Wunschbaum- und Partnerarmbänder regelmäßig tragen. Einer ihrer größten Fans ist sicherlich W., der ein neues Band aus dem Holz des Quittenbaums heute als Geschenk erhalten hat. Das erweitert seine ohnehin umfangreiche Sammlung um ein weiteres Exemplar. Und ich kann sicher sein, dass eines aus dieser Sammlung täglich auch während der Arbeit Verwendung findet. Angewandte Symbolik sozusagen, und ein Stück weit sicher auch angewandte Energiearbeit. Denn abträglich kann das Tragen für die Konzentration und Kondition sicher nicht sein, was die jahrelange Praxis zeigt. Es sind solche überzeitlichen Projekte, denen ich mich auch künftig widmen will. Ich verstehe das als Symbolarbeit mit starker lebenspraktischer Relevanz.

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Symbolbäume für Licht und Tod

Birke und Weide. Zwei ganz gute Hölzer für diese Tage. Denn die Birke steht für das Licht, das wir zurzeit meist vermissen, wenn es auch heute während meiner Arbeit daran schien und mir eine Ahnung des bisher nicht stattgefundenen goldenen Oktobers vermittelt hat. Und die Weide, weil sie trotz ihrer Leichtigkeit immer auch die Assoziation des Todes mit sich trägt, für mich ein Vorgriff auf den November als den wohl deutlichsten und eindrücklichsten Übergangsmonat, der uns den Tod im vegetabilen Außen zeigt und den Rückzug ins Innere nahelegt. Es ist wie immer, auch die Begegnung mit bestimmten Holzarten und die Chance, mich diesen zu widmen, ist nicht zufällig. Sie erfüllen ihren Zweck als materielle Anstöße für Reflektionen über die besondere Ausformung der Jahreszeit und unsere Einstellung darauf.

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Lebensbaum und Kulturlandschaft

Oh Wunder. Damit hatte ich zuletzt kaum noch gerechnet. Mit geschätzten 3 Jahren Verzögerung soll nun das Waldbuch des Heimatvereins W. tatsächlich erscheinen. Es handelt sich um ein umfangreiches Buch mit überwiegend Fachbeiträgen zu einer nahegelegenen Waldlandschaft, seiner Botanik und Kulturgeschichte. Und es enthält unter anderem einen kurzen Beitrag von mir über den christlichen Lebensbaumbegriff. Der Text ist Element verschiedener literarischer Abschnitte, welche die eher naturwissenschaftlichen Hauptkapitel des Bandes miteinander verbinden. Und da ist der Lebensbaum als archetypisches Symbol durchaus von Bedeutung, wenn es darum geht aufzuzeigen, wie eine Waldlandschaft über Jahrhunderte das kulturelle Empfinden und Wirken einer Region mitgeprägt hat. Ich bin sehr gespannt, wie das Gesamtwerk aussehen wird. Ende des Monats werde ich es bei der Präsentation sehen und hoffentlich die angekündigten Belegexemplare erhalten.

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Symbolträchtige Wesen

Auch wer mit dem Feiertag in seiner christlichen Bedeutung nicht viel zu verbinden weiß, kann sich der Aura des Osterfestes kaum entziehen. Ich beobachte seit Jahren, dass es in der Zeit um Ostern herum, mindestens eine Woche vorher und eine nachher, sehr still wird. Da steht dieses Fest im Raum, dessen Inhalt uns in dieser Zeit des Jahres schon natürlicherweise entgegentritt, quasi als Spiegel des jahreszeitlichen Aufbruchs. Das Grünen und Blühen der Bäume ist dafür ein sehr deutliches Zeichen, auf das wir aber dieses Jahr noch weitgehend verzichten müssen. Allein die Erwartung daran aber als etwas in dieser Zeit Übliches und regelmäßig Wiederkehrendes erfüllt schon diese Funktion. Die Bäume sind eben durch und durch symbolträchtige Naturwesen, deren Einfluss für das Leben und die Selbstspiegelung der Menschen gar nicht hoch genug eingeschätzt werden kann.

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Kein neues Symbolobjekt zu Ostern

In diesem Jahr werde ich wohl nicht dazu kommen, ein bildhauerisches Objekt zu Ostern zu realisieren. Im letzten Jahr waren die Wochen vor Ostern dafür günstig, deshalb war ich sehr froh, dass ich nach Jahren wieder an die alte Tradition anknüpfen konnte. Mit dem Ergebnis war ich sehr zufrieden, die beiden Holzeier aus Atlas-Zeder, die das Motiv des Kreuzes, genauer der Kreuzung integrieren. Leider wollte ich es damals besonders schön und habe die Oberflächen mit Klarlack spritzen lassen. Der aber wurde, nachdem zunächst alles toll ausgesehen hatte, nach einigen Wochen von den ätherischen Ölen, die reichlich in dieser dicken Zedernabschnitten gespeichert sind, von innen her aufgelöst. Ich konnte das kaum glauben, aber letztlich hat dieser chemische Vorgang die anfangs spiegelglatte Oberflächenbehandlung vollständig ruiniert. Ich hoffe, wenigstens dazu zu kommen, den ganzen Lack wieder zu entfernen. Nach einem erneuten Feinschliff sollte das Ei-Kreuz-Symbol dann auch ohne schützende Lackschicht seine Rolle ausfüllen können.

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Lichtentzug und Symbolbedürfnis

Wieder ein Einundzwanzigster. Aber vom Vormittag abgesehen keiner, der von großer Aufbruchstimmung geprägt gewesen wäre. Die lähmende Atmosphäre breitet sich weiter aus und scheint alle Welt erfasst zu haben. Es gibt zwischendurch aufblitzende Highlights, die aber nicht lange anhalten und den Flow noch nicht nach sich ziehen wollte. Ein seltsamer Jahresanfang, der allerdings immer noch viel Aufmerksamkeit auf die Beschäftigung mit den Bäumen lenkt. Lange habe ich nicht mehr so viele Anfragen, Wünsche und Kooperationsofferten diesbezüglich erhalten. Wieder eine Bestätigung meiner langjährigen Beobachtung, dass Lichtentzug und Symbolbedürfnis in einem engen Zusammenhang zu sehen sind. Gut, dass Widriges so auch seine guten und positiven Wirkungen entfaltet.

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Symbolwerte und Energie

Bezüglich der Sonnenstundenbilanz für diesen Monat mache ich mir jetzt keine großen Hoffnungen mehr. Es ist so, als ob man sich in sein Wetterschicksal gefügt hätte. Na ja, solange es Baumfrüchte gibt, wird V. seine Ruhelosigkeit nicht ablegen und pausenlos pflücken, Bäume zurückschneiden, entkernen und keltern. Ich schätze, diese Phase wird noch mindestens 5-6 Wochen andauern. Eine Art Ausgleich für den Verlust an Eindrücken, die sonst um diese Jahreszeit in der Landschaft selbst gesammelt werden können. Und mit diesem Verlust rücken für die Menschen auch wieder stärker die symbolischen Werte im Natürlichen in den Vordergrund. Mehr Honigkunden für V. und M., mehr Interessenten für die Symbolarmbänder. Und auch für mich eine Möglichkeit, der Energie der Bäume durch die Arbeit an ihrem Holz zu begegnen.

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