Warten auf die ersten Zeichen des Baumfrühlings

Auf die erste echte Frühlingsexkursion freue ich mich, die aktuell noch nicht möglich ist, weil gerade der Winter seine letzten ungemütlichen Seiten nach außen kehrt. Erkennbar wird die Zeit sein an den ersten Blattknospen der Bäume, für mich am eindrucksvollsten an den Spitzahornen zu beobachten. Auch weil die gleichzeitig ihre ebenfalls grün-gelblichen Blütenstände auffalten und man aus der Distanz meinen könnte, der ganze Baum ist mit hellem Grün überzogen. Diese filigranen und untypisch gefärbten Blüten gehören dann auch zu den ersten Bienenweiden. Ich hoffe, unsere Bienen finden wieder dorthin und die Witterung spielt vor allem mit. Die Aussichten dafür sind gut, weil die Stadt sich bei der Straßenbepflanzung direkt vor dem Bienenhaus für Spitzahorne entschieden hat und die jetzt schon hoch hinausgewachsen sind, mit vielen großen und nektarreichen Blüten. Fehlt nur noch, dass die Völker selbst gesund diesen nassen Winter überstehen. Das hat in den letzten beiden Wintern ganz gut funktioniert, erst recht im Vergleich zu den Jahren davor, so dass wir recht positiv in die kommende Honigsaison blicken.

Die Blüte des Spitzahorns festhalten

Das Licht war heute um die Mittagszeit so toll, dass ich doch zu einem kurzen Spaziergang aufbrechen musste. Zu meiner Überraschung waren die Weißdornblüten, mit denen ich eigentlich schon gerechnet hatte, weitgehend noch geschlossen, jedenfalls bei den meisten Sträuchern. Aber eine Reihe von jungen Spitzahornen habe ich entdeckt, die gerade jetzt in voller Blüte stehen und ungefähr gleichgewichtig Blätter und Blüten gleichzeitig ausbilden. Es war noch keine Zeit die Serie durchzugehen, aber ich denke, es sind einige gelungene Aufnahmen dabei. Was etwas bedeutet, denn gerade diese ungemein filigranen Blütenstände sind sehr schwer fotografisch festzuhalten. Auch weil die Erkennbarkeit und der Kontrast stark von der konkreten Lichtführung, der Aufnahmeperspektive und der Art des Hintergrunds abhängen. Da ist dann viel Zufall im Spiel und man benötigt eine umfangreichere Reihe, um einige stimmige Ergebnisse zu erhalten. Die besten Bilder werde ich in den nächsten Tagen hier vorstellen.

Unwirkliche Szenen und die ersten opulenten Ahornblüten

Dieser Tag war ein Klon des Vortags. Fast gleiches Wetter, d. h. viel Licht und Sonne, gepaart mit dieser merkwürdig irreal wirkenden Atmosphäre. Die wird vor allem dann spürbar, wenn man sich hinauswagt und das roboterhaft sich im Raum Bewegen der vereinzelten Menschen beobachtet. In Kombination mit den Nachrichten, die nur noch ein Thema kennen, verstärkt sich der Eindruck des Unwirklichen. Gut nur, dass ich die Möglichkeit habe, verschiedene Projekte weiterzuverfolgen und darin nicht wenig zeitraubende Routinen untergebracht sind. Das hilft, die Erlebnisse dieser Ausnahmezeit zu verarbeiten. Zum ersten Mal für dieses Jahr bin ich dem frischen Grün-Gelb des Blüten des Spitzahorns begegnet. Die Reihe von Fotos war wie eigentlich fast immer mit wenigen Ausnahmen nicht gelungen. Dafür war der Wind zu stark und die Szene zu wenig geeignet. Denn in diese dicht beieinander liegenden Töne von Grün und Gelb bei dem ohnehin filigranen Blütenstand noch Kontrast hinein zu bringen, ist nur selten möglich, und hängt dann tatsächlich von Glück und glücklichen Zufällen ab.

Frühe Spitzahornblüte