Wachstumsförderliches Pflanzenwetter

Die Nachmittage sind in diesen Tagen das jeweilige Highlight. Wenn die Frühsommersonne tief steht, wärmt sie am intensivsten. Und das Licht der tief stehenden Sonne ist auch einmalig. Das kann ich mir dann beim abendlichen Blumengießen auf den Rücken scheinen lassen. Ich habe auch den Eindruck, dass die frisch gepflanzten Blumen dieses Wetter mögen, das heute besonders heftig ständig hin- und hergeschwankt ist, zwischen Sonne und Bewölkung, zwischen fast schon frostiger Temperatur bis hin zu starkem Temperaturanstieg. Ich hoffe, diese Kontraste werden sich auch auf das Wachstum der Chilis positiv auswirken. Die Gartenbäume verhalten sich in diesem Jahr noch ziemlich zögerlich. Normalerweise würde man Anfang Juni schon mehr und üppigeres Kronenlaub erwarten. Aber das entwickelt sich ganz langsam. Vielleicht zeigen sich ja auch bei unserem radikal zurückgeschnittenen kleinen Buchsbaum bald die ersten winzigen Blättchen und kurzen Asttriebe. Und vielleicht ja auch endlich beim Maulbeerbaum, dessen aktuelle Verfassung ich demnächst unbedingt in Augenschein nehmen muss.

Sommerblumen, Gartenbäume, Pflanzarbeiten im Frühsommer

So häufig in kurzer Zeit wie zuletzt waren wir wohl nie im Baumarkt gewesen. Aber der beherbergt bei uns eben das beste Gartencenter. Ein Muss im Frühjahr, wenn es darum geht, die richtigen Pflanzen für den Sommergarten zu finden. Eigentlich waren wir damit schon durch, auch Erde hatte ich zuletzt genügend auf Vorrat besorgt. Aber M. hatte den Wunsch, doch wieder Hortensien im Garten einzupflanzen, die uns bis vor etwa 3 Jahren lange Zeit begleitet und erfreut hatten. Auch weil sich die opulenten Blütenstände ganz gut trocknen und dann zum Dekorieren verwenden ließen. Der Stock war aber irgendwann eingegangen. Aus uns nicht nachvollziehbaren Gründen. Nun war da dieses Angebot, und so haben wir uns entschlossen, drei neue Pflanzen zu beschaffen und an zwei Stellen im Garten zu pflanzen. Zwei an der „alten“ Stelle und eine weitere, wegen der blauen Blütenfarbe besonders auffällige, am Gartenzaun, wo uns zuletzt sommerliche Blütenakzente fehlten, da die Mohnblüten sich ebenfalls nicht wie in den Jahren zuvor entwickelt hatten und wegen der Abschattung durch die benachbarten Bäume es ohnehin schwierig geworden war mit Blumen. Aber diese Hortensien vertragen auch Halbschatten, so hoffe ich, dass sie an dem doch nach ganz gut dem Sonnenlicht exponierten Platz eine gute Wachstumschance haben werden. So froh ich mit unserem inzwischen durchweg schon stattlich ausgewachsenen Ensemble an Gartenbäumen auch bin. Für die Blumen im Sommer sind sie eben ein Hindernis und Bremsfaktor, der uns diffizile Platzierungstrategien abverlangt. Meine Chilipflanzen habe ich jetzt in die großen Pflanzgefäße umpflanzen können und zunächst unter dem transparenten Dach untergebracht. Wenn nicht mehr mit Dauerregen und kalten Nächten gerechnet werden muss, wird ich sie unter freiem Himmel platzieren können. Vielleicht wird ein Teil aber auch dort unter Dach bleiben, da dort tatsächlich noch am meisten und vor allem zu fast von Früh bis Spät Sonnenlicht ankommt. Das und die Platzierung eines Teils der Pflanzen auf dem Balkon ist ein Versuch, den ich erstmals starten will. Nicht ausgeschlossen, dass das dauerhaft eine gute Lösung sein kann.

Ein verrückter Mai geht mit sonnigen Abendstunden zu Ende

Immerhin hat der Mai am Ende doch noch ein wenig mehr Sonnenstunden gebracht als der vorangegangene April. Womit wir dann nach den Erfahrungen dieses Monats ganz zufrieden sein können. Und immerhin klingt der Monat mit einigen sehr lichtreichen Abendstunden aus. Ein Wetter, das wir uns den ganzen Tag und am besten von Beginn des Monats an gewünscht hätte und das in früheren Jahren auch üblich war. Zudem meldet die Wetterstatistik für diesen Mai die 2,5 fache Regenmenge von durchschnittlichen Mai-Monaten. Ganz schön verrückt. Diese sonnigen Abendstunden machen dennoch Hoffnung auf einen schöneren Verlauf des Frühsommers, und dass der Juni sich im Verglich zum Gewohnten diesmal übertreffen möge. Vor allem für die frisch gepflanzten Sommerblumen wäre das zu wünschen, die Dauerregen ganz schlecht vertragen und die jetzt eine sonnige Wachstumsanregung benötigen. Ich hoffe, dass diese Kombination von zurückliegend extrem viel Feuchtigkeit und jetzt sich hoffentlich durchsetzendem Sommerwetter meinem Maulbeerbaum Anlass ist, sich doch noch zu einem kräftigen Blattaustrieb zu motivieren. Ich hoffe, er bleibt nicht so kahl wie zuletzt noch beobachtet, damit er in diesem Jahr Kräfte sammeln kann und den Sommer ohne Schäden übersteht, um dann im Folgejahr nochmal Maulbeeren hervorzubringen. Die Hoffnung auf Früchte müssen wir in diesem Sommer wohl auf jeden Fall begraben.

Jahrhundert-Dauerregen inmitten eines lichtarmen und nassen Maimonats

Von schlimmeren Auswirkungen solcher Unwetter wie heute sind wir an unserem Standort glücklicherweise immer verschont geblieben. Da wissen Leute aus benachbarten Regionen schon Unerfreulicheres zu berichten. Bei den Katastrophenmeldungen, die uns heute v. a. aus unserem Bundesland erreichten, waren wir deshalb zunächst überrascht. Aus unserer Perspektive waren wir nicht von einem Jahrhunderthochwasser ausgegangen. Es schien einfach nur viel zu regnen. Vor allem anhaltend und ununterbrochen. Zusammen mit dem fast vollständigen Ausbleiben von wärmendem Sonnenlicht ist das für den Monat Mai extrem ungewöhnlich. Der war nie so nass und vor allem auch nie so lichtarm wie in diesem Jahr. Nur den Grünpflanzen, v. a. den von langen Trockenperioden der letzten Jahre immer noch gestressten Bäume, scheint dieser Einbruch von Regennässe eher gut zu tun. Für sie ist es eine Art unverhoffter Erholung, während wir ob der Wetterkapriolen frustriert sind. Das Aussuchen der Sommerblumen am Nachmittag war unter den Bedingungen auch eine Premiere. M. war wegen der Nässe – man sucht die Blumen ja auch im Freigelände aus, ziemlich ungehalten. Auch war die Auswahl eine andere und nicht so üppig wie gewohnt. So war am Ende die Rechnung zwar nicht gering. Ob es genügend Blumen für unsere Pflanzvorhaben sind und ob sie in der getroffenen Auswahl gut zusammen arrangiert werden können, bleibt noch abzuwarten. Ein Projekt für den morgigen Samstag, an dem wir hoffentlich in den Regenpausen dieses Einpflanzen abschließen können.

In Richtung eines stabilen Frühlings

Nun denke ich wird der Frühling in seine stabile Phase eintreten, auch wenn es heute wieder wechselhafter war. Die Sonne setzt sich doch immer wieder erkennbar durch. Und an den kleinen Chilipflänzchen kann ich auch absehen, dass diese Konstanz des Sonnenlichts für das Wachstum einen Unterschied macht. Nachdem sie nämlich wochenlang auf der Stelle traten, ist jetzt ein deutlich beschleunigtes Wachstum der Blättchen zu erkennen. Vielleicht wird es ja doch noch etwas mit einer üppigen Chiliernte im Spätsommer. Für das Einpflanzen in die großen Pflanztröge draußen ist es aber noch viel zu früh. Ich hoffe, die Witterung morgen Vormittag wird günstig ausfallen, weil V. seinen nachbestellten Kunstschwarm Bienen erhalten wird. Damit die sich gut eingewöhnen, ist ein mäßig warmes und lichtes Wetter von Vorteil. Und vielleicht können die jungen Völker ja auch noch etwas von den Baumblüten in unserer Region mitnehmen und einiges an Honig produzieren. Noch ist es dafür nicht zu spät.

Sonniger Abschluss eines bemerkenswert lichtarmen Aprils

Es ist ermutigend und aufmunternd, dass der letzte Tag im April doch noch echtes Frühlingswetter gebracht hat. Man könnte es auch fast schon als Frühsommerwetter bezeichnen. Das entschädigt für den holprigen Verlauf dieses Aprils, der doch weitgehend vom Klischee des Aprilwetters geprägt war. Aber auch mit diesem letzten sonnigen Tag war das der lichtärmste April der letzten 15 Jahre, zumindest für unsere Region. Nun bin ich gespannt, ob es zum Spätsommer hin eine kontinuierliche Steigerung, einen stetigen Zuwachs an Sonnenstunden geben wird. Das würde dem bisherigen Jahresverlauf entsprechen, in dem jeder Monat ungefähr in gleichem Umfang an Sonnenlicht zugelegt hat. Wenn dem so wäre, könnte es am Ende doch noch ein überdurchschnittliches lichtreiches Kalenderjahr werden. Und eines, in dem die Bäume und anderen Grünpflanzen viel sonnenenergetisch mobilisierte Biomasse hervorbringen können.

Sonnentag und Aussicht auf Weißdorn-Frühtracht

Schon extrem, diese Witterungswechsel. Der Rest der Woche wird wohl ins Wasser fallen, aber heute hatten wir bei und tatsächlich den sonnenreichsten Tag des bisherigen Jahres. Dabei ging es wegen der schnell ziehenden Wolken auch während des Tages sehr wechselhaft zu. Aber wenn die Wolken die Sonnenstrahlen durchließen, hatten sie eine Strahlkraft wie im Hochsommer. Gut so, wenn wir jetzt erst einmal einige Tage mit wenig Licht und halbierter Temperatur verleben müssen. Für die Bäume ist es vielleicht ganz gut, wenn gerade jetzt kühlere Zwischenphasen kommen. Aber für V. und die morgen früh eintreffenden neuen Bienenvölker wäre es günstiger, wir hätten warmes und sonnenreiches Frühjahrswetter. So könnte das Einsetzen der Völker etwas stressig werden, denn Bienen sind bei Regen eher aufgeregt und unruhig. Ich hoffe, es wird dennoch reibungslos funktionieren. Vor allem aber hoffe ich, dass die neuen Bienen die gerade auf Hochtouren laufende Weißdornblüte noch nutzen können. Es wäre schade, wenn diese für uns so wichtige Frühjahrstracht ausfallen müsste.

Gartenarbeit am ersten Sommertag des Jahres

Neben einigen Dingen im Haus hatte ich mir für diesen Samstag einiges an Gartenarbeit vorgenommen – und auch realisiert. Der Tag war dafür wie geschaffen, der erste richtig sommerlich zu nennende Tag dieses Jahres. Nicht bei uns, aber andernorts mit Höchsttemperaturen bis über 30 Grad. Das ist schon ungewöhnlich. Für das Vereinzeln meiner Chilikeimlinge in den kleinen Pflanztöpfchen war das natürlich super. Ich hatte für diesen Zweck die Pflanzschalen mit den Pflanzen auch hinters Haus geholt, wo ich das Hantieren mit den Keimlingen und dem speziellen Chilipflanzen-Substrat gut handhaben konnte, ohne etwas zu verschmutzen. Am Ende hatte ich fast alle kleinen Töpfchen mit neuer Erde gefüllt und die Keimlinge so auf die dann vergrößerte Zahl an Pflanzgefäßen verteilt, dass in jedem Topf jetzt zwei Keimlinge sitzen. Ich hoffe, das Umpflanzen war so behutsam, dass sie sich nicht stören und sich weiterhin vital zeigen. Das Wachsen geht bei den Chilis ja extrem langsam vonstatten, selbst bei so optimierten Bedingungen, mit Heizmatte, Pflanzenlicht und spezieller Erde. Aber wenn es jetzt draußen auch wirklich wärmer und heller wird, sollte sich die Geschwindigkeit etwas erhöhen. Ich hoffe, dass sie bis zum Sommer wirklich auch groß und kräftig sind und üppig blühen. Nach den Chilis habe ich noch die Pflanzkübel und -töpfe des Vorjahres, in denen noch alte verbrauchte Erde war, entleert und für das Neubefüllen vorbereitet, das wohl in den nächsten Wochen anstehen wird. Zuvor muss ich noch jede Menge frische Pflanzerde besorgen, außerdem eine ausreichende Menge geeigneten Dünger. Auch im übrigen Garten haben wir einige ersten Vorbereitungen für die Gartensaison getroffen. Ich denke, dass wir ab sofort wieder mehr Zeit im Garten verbringen und mit der traditionellen Reinigungsaktion und dem Pflanzen der Sommerblumen die heiße Phase dieser Zeit schon bald eingeleitet werden kann.

Doch noch Buchszweige für die Palmweihe ergattert

Bei dem durchgehend intensiven Arbeitstag mit viel Kommunikation und Technik konnte ich die heute schon länger andauernde Sonne gar nicht gebührend genießen. Hintergründig, als Kulisse sozusagen, war sie aber doch spürbar. Und das tut einfach gut, lässt die Arbeit leichter von der Hand gehen als bei Dauer-Trübnis und Regen. Auf dem Hinweg zu meinem Arbeitsgespräch bin über einen kleinen Wochenmarkt gekommen, auf dem einer der Stände Palmsträuße angeboten hat. Das kam mir wie gerufen, denn M. hat ja schon befürchtet, keinen schönen Buchsbaum mehr zu bekommen, um ihn am Palmsonntag weihen zu lassen. Und dass ich bei der Gelegenheit drei Sträußchen gekauft habe, war ein Glück. Später am Tag hat M. nämlich erfahren, dass die Alternativquelle von einer alten Freundin wider Erwarten ausfällt, da deren Buchsbaum nun auch befallen war. Nochmal Glück gehabt, auch wenn es nicht die allerschönsten Buchszweige sind, aber ich habe immerhin die schönsten aus den vorhandenen herausgefischt. Die nächsten Tage werden wieder Kommunikationsarbeit satt beinhalten, aber auch viel Holzarbeit, für die es aktuelle eine Nachfragewelle gibt. Ich denke, das hängt mit dem gefühlten Nahen des Frühlings zusammen. Nach dem langen Winter hat man verbreitet an Bedürfnis nach neuem Grün und mehr Licht.

Pflanzerfolge bei Wärme und Licht liebenden Arten

Bei meinen diesjährigen Pflanzversuchen mit Chilisamen scheine ich doch auf dem richtigen Weg zu sein. Erstaunlich ist, dass ausgerechnet die Samen der wenigen Schoten des Vorjahres als erste gekeimt sind, die von den super Scharfen „Geister-Chilis“ stammen. Gerade die sind ja trotz der Aussaat in hoher Stückzahl im Vorjahr gar nichts geworden. Aber die Methode mit Wärmematte scheint deren Geschmack dann doch getroffen zu haben. Der Hinweis auf die notwendig höhere Keimtemperatur gerade bei den scharfen Sorten war also hilfreich und lässt mich hoffe, dass auch die anderen Chilisorten auf diesem Weg gute Chancen haben werden. Die nächste Innovation und Optimierung ist schon in Vorbereitung. Demnächst wird mir auch eine Pflanzenlampe mit Licht-Vollspektrum zur Verfügung stehen, die Wirkung zeigen sollte, wenn die Keimlinge schon da sind und es dann um ein kräftiges und zügiges Wachstum geht. Bei den noch überwiegend trüben und lichtarmen Tagen ist das wohl besonders von Nöten. Beides gleichzeitig, Wärmematte mit transparenter Abdeckung nach oben und die Beleuchtung wird aber wohl schwierig werden. Vor allem weil die Keimlinge ja schnell höher wachsen und mir keine opulente Glaskuppel verfügbar ist. Übergangsweise kann ich mit gebastelten Provisorien arbeiten. Aber bald schon werde ich auf die Abdeckung verzichten müssen und dann kann die Wärmematte bei weitem nicht die gewünschte Temperatur erzeugen. Aber immerhin, ein Anfang für erfolgversprechendere Pflanzenzucht Wärme und Licht liebender Sorten ist gemacht.

Vorzeitige Imagination des Frühlings

Thematisch und bei meinen Kommunikationsprojekten ist der Frühling und sind die Ostertage zwar gerade ein Gegenstand, der mich auch kreativ beschäftigt. Aber bei diesen Unternehmungen und Aufgaben muss ich in Ermangelung wirklicher Frühlingsstimmung doch viel Phantasie und Imagination zum Einsatz bringen, um authentische Ergebnisse zu erzielen. Weil mich das aber immer schon anspricht, weil gerade die Jahreszeiten und allen voran der Frühling als Jahreszeit des Aufbruchs, des Auflebens, des Neustarts, eines der Themen sind, die mich herausfordern, zu denen ich auch unendlich viel und differenziert sagen kann, sind mir solche Aufgaben willkommen. Ich kann die Jahreszeit und das Jahreszeitenthema dann noch intensiver erleben, einfach weil ich Essenzielles verarbeiten kann und weil ich es so aufbereiten und vermitteln kann, dass andere sich angesprochen fühlen. Es geht wie so oft darum, einen archetypischen Gleichklang zu erzeugen, Saiten zum Klingen zu bringen, die bei allen latent angelegt sind, sich aber ohne Anreiz oft nicht bemerkbar machen. Mit der Imagination des Baumfrühlings in seiner idealtypischen Form, mit vielen leuchtenden Blüten, reichlich Sonne und der Belebung der Baumlandschaft wie der natürlichen Umwelt insgesamt mit dieser besonderen frühlingshaften Lichtstimmung bin ich eigentlich schon gut für den realen Frühling vorbereitet. Ein Privileg, das ohne die extern an mich herangetragenen Aufgaben so nicht vorhanden wäre. Und dann ist es für mich auch verschmerzbar, wenn es der Frühling nicht ganz so eilig hat, wie wir es uns wünschen würden und zuletzt aufgrund einiger sonnenreicher Tage hoffen durften. Die Verzögerung ist dann imaginativ gewissermaßen aufgehoben.

Bewusst wahrgenommener Frühling

Immerhin sind jetzt einmal die Voraussetzungen neu geschaffen, dass die bei uns eingefangene Sonnenenergie wieder verlustfrei genutzt werden kann. Der wenig zufriedenstellende defekte Zustand hatte jetzt fast ein Jahr angehalten und musste durch eine technische Neuerung aufgelöst werden. Eigentlich zu einem sinnvollen Zeitpunkt, denn gerade jetzt steht der Frühlingsanfang kurz bevor, gerade jetzt ist wieder deutlich mehr Sonnenlicht, länger anhaltend und intensiver, zu erwarten. Dann wird sich über die wärmere und hellere Jahreszeit hinweg die Investition auch schneller auszahlen. Schön, dass parallel auch die Natur ihren Frühling erlebt und wir bald schon den Frühling in Form der Baumblüte ganz präsent im Blickfeld haben. Eigentlich steht das Blühen der frühen Arten unter den Bäumen für den bewusst wahrgenommenen und so empfundenen Frühling. Es ist nicht allein die mildere Außentemperatur, auch nicht allein das Licht. Dieses äußere Zeichen des Auflebens, wie es sich bei den meisten Baumarten eben als erstes in der Blüte offenbart, muss schon hinzukommen, damit wir ein Gefühl für den Frühling erhalten. In diesem Jahr wird wohl der echte Frühlingsanfang ziemlich genau mit den Ostertagen zusammenfallen. Wäre toll, wenn die Feiertage selbst tatsächlich auch wieder in sattes Sonnenlicht getaucht wären.

Was uns dem Sommer näherbringt

Der heutige Tag hat endlich einmal wieder einige Phasen mit wärmenden Sonnenstrahlen mit sich gebracht. Ich stelle fest, wie ich bei solchen Sonnenphasen, auch wenn sie nur von kurzer Dauer sind, urplötzlich auflebe. Es ist, wie wenn die Stimmung spontan wechselt, weil die Sonne auch symbolisch und bezüglich der Motivation wie ein Lichtblick wirkt. Solche kleinen Lichtblicke sind dann wohltuend und entschädigen für die Wochen voller Regen, Kälte und Dunkelheit und für das nahezu vollständige Fehlen von Grün und Farbakzenten in der (Baum-)Landschaft. Kombiniert mit der verbreiteten Dauerkrisenstimmung kann der Dauerwinter, der sich zunehmend in der Kommunikation und im Inneren breit macht, ermüdend wirken. Ich nehme Lichtblick-Tage wie diesen zum Anlass, den Blick in Richtung des Frühlings zu richten. Auf alles, was Verhärtungen und Fatalismus auflösen kann, und auf alles, was uns dem Sommer in der Natur wie im Inneren jedes Menschen näherbringt.

Nicht zuverlässig gefühlte Frühlingstendenzen

Nun geht der Januar schon zu Ende, und der Winter hat uns wettermäßig immer noch im Griff. Aber trotz der Kälte und dem nur sporadisch durchkommenden Licht wirkt es gefühlt schon nicht mehr ganz so winterlich. Sollten wir doch einmal einen früh einsetzen Frühling erleben? An den Pflanzen kann man es noch nicht ablesen. Die sind gewöhnlich die zuverlässigsten Anzeiger und Vorhersager sicherer jahreszeitlicher Umbrüche. Da sich die Bäume und grünen Pflanzen aber noch zurückhaltend zeigen, wird es schnell wohl nicht zum frühlingshaften Umbruch kommen. Aber wir können uns schonmal erfreuen an jedem Mehr an Licht und wärmenden Sonnenstrahlen, was allein schon wegen der allmählich länger werdenden Tage immer wahrscheinlicher wird.

Symbole frühlingshaften Aufbruchs

Gerade noch rechtzeitig habe ich heute weitere Kerzen fertiggestellt, die wir auch an Werktagen im Wohnzimmer abbrennen. Das ist im Winter einfach eine schöne Ergänzung, und passend zur wohligen Wärme des Holzbrandofens. Es ist auch gleichzeitig das, was uns die Weihnachtszeit etwas länger ins Jahr hinein reichen lässt. Nicht mehr ganze so viele und opulente Beleuchtungen, aber doch die einzelnen Teelichter und Kerzen schaffen mehr Wärme, ganz allein über ihre Ausstrahlung und das Symbolische des Kerzenscheins. Mit der Intensität der Weihnachtszeit kann das nicht mithalten, aber die Jahreszeit ist eben auch eine andere, wir stehen kurz vor dem neuerlichen Durchbruch des Lichts und den ersten konstanten Sonnentagen. So hat sich unsere Wohnungsdekoration auch verändert, indem vegetabile Anklänge an das zur Geltung kommt, was draußen tatsächlich schon Frühling oder seiner Vorstufe zeugt: Künstliche Nachahmungen von Haselzweigen mit ihren langen männlichen Blütenständen, und andere künstliche Zweige, die ziemlich detailgenau die winterliche Anmutung von Erlenzweigen mit ihren verholzten kleinen Erlenzapfen zeigen. Das Ganze in der Imitation mit etwas transparentem Stoff überzogen, der für Schnee und Eis, in jedem Fall für die Kälte der Zeit steht. Aber das Funkeln und Glitzern dieser Zweige, das insbesondere bei direktem Einfall der Sonnenstrahlen von außen aufblitzt, deutet eben auch schon auf den Frühling und den wirklichen Durchbruch des Lichts und des Auflebens der vegetabilen Welt.

Für ein ausgedehntes Sonnenjahr

Viele und umfangreiche technische Aufgaben halten mich in diesen Januartagen in Schach. Wie das zwischendurch immer wieder ist, bis sich irgendwann der technische Problemstau wieder auflöst und die heilenden Wirkungen des Natürlichen wieder Raum greifen und Zeit beanspruchen können. Ich hoffe, das wird bald schon sein, und möglichst mit einem früh eintretenden und dann ausgedehnten Frühling mit viel frischem Baumgrün und -blühen einhergehen. Denn den Winter kann ich bis hierher nicht wirklich schätzen. Ich wünsche mir ein langes Licht- und Sonnenjahr und eine Hochzeit für das lebendige Wachstum der Bäume und alles Grünen.

Moderater und wieder typischer Endspätsommer

Ist ein tolles Spätsommerwetter, das man v. a. in den späteren Nachmittagsstunden bei tief stehender Sonne genießen kann. Und jetzt ist es auch typisch für den Altweibersommer, mit moderater Wärme und nicht direkt brennender Sonne, aber immer mit viel Licht. An späten Nachmittag wärmt es einem den Rücken, wenn man draußen arbeitet, wie ich heute zur Fertigstellung des jüngsten Lebensbaum-Armbandes. Und dabei konnte ich viel vom jahreszeitlichen Geschehen im Garten miterleben. Vom inzwischen dunkleren Blattgrün der Bäume, den reifenden Trauben am Weinstock, den rot werdenden Schoten bei den Chilis, den schon teilweise herbstlich rieselnden Blätter mancher Gehölze. Und natürlich die Vögel, die umso häufiger um die Weinreben flattern, wie sich die Trauben ihrer Vollreife nähern. Da waren heute Nachmittag ganze Schwärme unterwegs, die viel Schaden angerichtet haben. V. wird aber nach den roten Trauben auf dem externen Stück in den nächsten Tagen auch die wenigen bei uns hier ernten, dann hat sich dieses „Problem“ auch schon wieder erledigt.

Wenn sich in der Nutzung von Grünland etwas wandelt

Heute war natürlich Rekreation angesagt, das war einfach unvermeidbar nach der Mammutaktion der letzten drei Tage. Aber der Anhänger musste noch weg, so haben wir das in den frühen Vormittagsstunden erledigt, bevor die Hitze wieder zurückkehrte. Und bei der Gelegenheit haben wir auch gleich die zwei großen Sägemehlsäcke entleert. Die werden jetzt in einem der Beete verrotten, nachdem wir sie vorher noch mit dem Rechen auf der Erde verteilen. In diesen Bereichen des schmalen Grünlandes wird es in Zukunft vielleicht auch wieder möglich sein, etwas anzupflanzen. IN den vergangenen Jahren war dort wegen der vielen umstehenden Bäume bzw. ihrem Schattenwurf und den ebenfalls Schatten werfenden Holzscheitestapeln kaum noch etwas mit Erfolgsaussicht anzupflanzen. Künftig können wir das Stück wieder eher als Garten bewirtschaften. Insbesondere wenn im nächsten Jahr tatsächlich auch die letzten Brennholzstapel abgetragen sein werden.

Ein extremer Arbeitstag, nach dem das Brennholz unter Dach ist

Der zweite Tag unserer Brennholzaktion war in gespiegelter Version ein Pendant des ersten. Nur dass ich mit dem Sägen der zweiten Fuhre begann, die wir gestern heimgeholt hatte. Danach dann erneutes Aufladen, Transportieren und erneutes Sägen. Insgesamt drei proppenvoll geladene Anhängerladungen, die den Holzhaufen am Ende noch einmal auf ungefähr die Größe des Vorjahres haben anwachsen lassen. Um das Arbeiten in der prallen Sonne einigermaßen erträglich zu gestalten, haben wir den Sägearbeitsplatz dann doch mit einer weißen Plane von oben abgedeckt. Durch die Maßnahme wurde noch genug Sonnenlicht durchgelassen, der Platz aber deutlich abgeschattet, so dass es erträglich wurde. Der Schweiß lief auch danach noch in Strömen und veranlasste mich, nach jeder Schubkarre mit ofengerecht gesägtem Holz erst einmal das Gesicht und die Brille trocken zu wischen und anschließend die Nase zu putzen, die wegen des feinen Nadelholzstaubs unaufhörlich lief. Insgesamt ein mühsames Arbeiten, aber auf die Art konnte ich zwischendurch immer kleine Pausen einlegen, die bei dem extrem langen Arbeitstag auch notwendig waren. Das Aufräumen und sauber kehren mussten wir dann schon in der Dämmerung vornehmen, so dass wir den Anhänger mit zwei riesigen Säcken Sägemehl und Borke nicht mehr wegbringen konnten. Nach diesem Extremtag waren wir alle regelrecht erledigt und hochgradig erschöpft. Aber das Brennholz für den kommenden Winter ist jetzt doch unter Dach und Fach.

Anrührende sommerliche Nachmittage mit sattem Grün

Gutes Zeitmanagement war auch heute wieder angesagt. Wie so häufig an Samstagen, die in unserer Familie traditionell mit Erledigungen rund ums Haus und Formalitäten angefüllt sind. Bei mir natürlich zusätzlich mit meinen Projektarbeiten, so dass gerade an den Samstagen enorm viel zusammenkommt. Die wohltuende Abkühlung mit sporadisch immer wieder dazwischenfunkendem Regen war aber ein gutes Setting für diesen intensiven Arbeitssamstag, der von Holzarbeit, Überlandfahrt, konzeptioneller Textarbeit und familieninterner Kommunikation angefüllt war. Das satte, im Fall des Weinstocklaubs noch zart-frische Hellgrün, bei anderen Arten wie dem Efeu schon derbe Dunkelgrün schaffen gerade in den späten Nachmittags- und Abendstunden bei tief stehender warm scheinender und tatsächlich auch die Haut wärmender Sonne eine sehr anrührende Sommeratmosphäre, die ohne dieses Grün und die Sonne so nicht vorstellbar wären.

Regen als Vitalkur für Licht und Sonne liegende Pflanzen

Ein bisschen Regen ist an diesem Abend bis jetzt schon gekommen, mit einigem punktuellen Donnern begleitet, aber nicht sehr lange anhaltend. Ich hoffe dennoch, dass noch ergiebigerer Regen bis zum Morgen folgen wird, damit unser Regenwasserreservoir wieder aufgefüllt wird und ich in den nächsten Tagen direkt aus dem Becken Gießwasser schöpfen kann. Heute habe ich das schonmal gespart und – fast noch wichtiger – die Gartenbäume haben nach langer Zeit wieder Regenwasser über den Boden aufnehmen können. Auch wenn die meisten schon tief gehende Wurzeln haben dürften, sind zu lange Trockenphasen doch auch für die Bäume gefährlich, wie wir von den sehr heißten Hochsommern der Vorjahre wissen. So freue ich mich besonders für den kleinen Pfirsichbaum, der dringend mehr Wasser für seine im Wachstum befindlichen Früchte benötigt, und auch um selbst die neu gewachsenen Äste weiter treiben zu können. Auch habe ich den Eindruck, dass eigentlich Wärme und Licht liebende Arten, wie die Feigenbäume oder Gemüsepflanzen wie die Chilis gelegentliche Regengüsse nicht nur gut vertragen, sondern an den Folgetagen dann förmlich aufleben. Als Anreiz zwischendurch scheint die unverhoffte Feuchtigkeit vitalisierend zu wirken – auch auf diese Arten.

Bemerkenswerter Sommersonnenmonat

Schade, auch wenn es die Bäume mögen werden, dieses Intermezzo von Hochnebel und Wolkendecke vor der brennenden Sonne. Mein erwünschtes Rekordergebnis der Sonnenstunden, diese spezielle Zahl, die im Bereich des Möglichen lag, wird wohl bis Ende Juni doch nicht erreicht werden. Ein Spitzenwert für die letzten 15 Jahre schon, aber eben nicht diese Zahl. Weil die letzten Tage des Monats anders als im gesamten Monatsverlauf zuvor durchwachsen ausfallen und deutlich weniger Sonnenstrahlen bringen. Man verwechselt das leicht, weil es ja gleichzeitig warm, wenn nicht zeitweise sogar heiß zu nennen ist. Aber die Sonnenstrahlung, die unten ankommt, ist eben deutlich geringer an solchen Tagen, weil dazwischen zu viel filternde Schichten liegen. Wie auch immer, im Großen und Ganzen war das jetzt schon ein bemerkenswerter Sommersonnenmonat. Rekorde sind da eher zweitrangig.

Mäßigung und Krisenlösung

Wie es aussieht, wird das wohl der sonnenstundenreichste Monat seit ungefähr 15 Jahren, zumindest in unserer Region. Noch ist die Sonnenstundenzahl vom Juli letzten Jahres, die bisher den Rekord während dieses Zeitraums darstellte, nicht erreicht, aber nach weiteren 5 Sonnentagen, mit denen wir durchaus rechnen können, sollte der Wert doch übertroffen werden. Das Schöne ist, dass bislang diese Sonnenlichtfülle noch nicht wirklich unangenehme oder belastende Ausmaße angenommen hat. Noch nicht, denn es gab zwischendurch auch Gewitter und Regenschauer, zudem Abkühlung in den Nachstunden, so dass es immer wieder Ausgleich gab. Wenn der Sommer in diesem Stil weiterliefe, wäre das eine Bereicherung für uns alle, und auch die meisten Pflanzen fühlen sich so während des Wachstums wohl. Aber die Temperatur darf nicht in Richtung der 40 Grad gehen und die Trockenheit darf eben nicht dauerhaft und unausgeglichen sein. Das schadet nämlich fast allen Pflanzen, allen voran den Bäumen, die langfristig auf Hitzestress mit massiver Schädigung reagieren und oft dann über Jahre zurückgeworfen, wenn nicht so stark geschädigt werden, dass sie absterben oder von Käfern mittelfristig zum Absterben gebracht werden. So wünschen wir uns Mäßigung nicht nur bei den vielen globalen Krisen, die nur vom Extrem leben, sondern auch in unserer natürlichen Umgebung, unseren natürlichen Lebensbedingungen, damit wir auch die Energie haben oder zurückgewinnen, die oft menschengemachten Krisen vernünftig zu bewältigen und möglichst aufzulösen.

Sonne, Schatten, gehemmtes Pflanzenwachstum

In diesem Sommer scheint es nicht um ein zu wenig an Sonne zu gehen, das den Pflanzen schaden könnte. Eher schon darum, dass an manchen Stellen im Garten die kräftigen Abschattungen das Gedeihen behindern. Denn je mehr und erbarmungslos konstant die Sonne scheint, desto mehr Schatten kann es geben. So schön das Größenwachstum unserer Gartenbäume auch sein mag. Sie produzieren jetzt schon sehr viel Schatten. Wenn dann noch überhängende Bedachung oder herausragende Gartengeräte hinzukommen, können insbesondere die Sommerblumen leiden. Einige sitzen in triefend nasser Erde, weil ich sie ja täglich gieße, verdorren aber vom Wurzelwerk ausgehend, da sie ob des Schattens nicht genug verdunsten können. Ich hoffe, das in der nächsten Zeit besser punktuell dosieren zu können. Und dass es gelingt, die Chilis in ihrem Pflanzkübeln immer so zu platzieren, dass auch die nicht an Lichtarmut vor sich hinvegetieren. Gerade diese Art braucht sehr viel Licht und Wärme gleichzeitig. Warm genug ist es jetzt ja wahrlich, aber die pralle Sonne fehlt, so dass die richtig scharfen Sorten nicht wirklich vorankommen wollen.

Der sonnenreichste Tag seit Langem

Der dominante Eindruck der Sonnensättigung, den ich gestern schon festhalten konnte, hat uns heute in noch deutlicherer Ausprägung begleitet. Tatsächlich war dieser von früh bis spät wolkenlose und strahlend helle Sommertag an unserem Standort der sonnenreichste der letzten 15 Jahre. Das kann ich so genau sagen, weil ich die Sonnenstromwerte an sehr hellen Tagen notiere. Und in diesem Frühjahr und Sommer hatten wir schon gleich zwei „Best of“ Werte festgestellt, mit dem vorläufigen Spitzenreiter heute. Schöner als diese Spitzenwerte finde ich aber das nun schon seit Anfang des Monats konstante schöne Sommerwetter mit Tagen, die nicht immer nur sonnig waren, aber doch überwiegend und im Schnitt ungewöhnlich lichtreich, erst recht in dieser unterbrechungslosen Serie. Ich bin gespannt auf den weiteren Verlauf bis Ende Juni, und ob wir tatsächlich erstmals so etwas wie den perfekten Sommermonat erleben werden. Da es zwischendurch auch über Nacht merklich abkühlt und zwischendurch Regenschauer kommen, nehmen wir das aktuell noch als angenehm wahr, auch die Pflanzen mögen das bisher noch wachstumsfördernde Wetter, dem der Dauerhitzestress noch erspart geblieben ist. Ich wünsche mir v. a. für das gesunde Wachstum und die Widerstandsfähigkeit der Bäume, dass wir an einem Hochsommer mit Hitzeschäden vorbeikommen und das Schöne und Gute sich geltend machten wird.

Sonnengesättigtes Pflanzenwachstum

Es sieht so aus, dass dieser Juni dem Juli des Vorjahres gleichkommt, der sich durch eine weit überdurchschnittliche Anzahl an Sonnenstunden aus der langjährigen Statistik heraushob. Das könnte sich im Verlauf dieses Monats wiederholen, wenn es in der zweiten Hälfte keinen Einbruch geben sollte. Unsere Sommerblumen, die wir täglich ausreichend gießen, mögen das sehr, zumal die Temperaturen nicht übermäßig ausfallen und die moderate Wärme mit viel Licht kennzeichnend sind. Auch die Gartenbäume entwickeln sich prächtig, mit einem Kronenlaub, das jetzt schon so satt dunkelgrün aussieht, wie wir das sonst erst vom Hochsommer kennen. Nach dem endlos langen Schmuddel-Frühling ist das gerade eine wirkliche Wohltat, die wir uns gerne konstant in die nähere Zukunft verlängert vorstellen.

Sonnen- und sommerliche Wetterbilanzen

Eine tolle Sonnenstundenbilanz haben wir in diesem ersten Drittel des Monats erreicht. Wenn das so durchgehend bis zum Monatsende weiterginge, wäre es ein nie dagewesenes Ergebnis. Allerdings ist das nicht zu erwarten. Nur Sonne gab es bisher noch nicht, es passte auch nicht zu den eher von Wetterextremen gekennzeichneten Klimatendenzen der letzten Jahre. Ich hoffe aber, dass wir keine zu extreme Dauerhitze erleben, und auch keine extremen Niederschläge. Denn beides schadet den Pflanzen und schlägt auch uns auf die körperliche und seelische Konstitution. So warm wie heute wäre schon fast zu viel, wenn man es sich als Dauerzustand vorstellt. Gemäßigtes Frühsommerwetter bis 25 Grade dagegen wäre sicher ganz nach unserem Geschmack. Denn dann kann man sich mit Erholungswert viel im Freien aufhalten, ohne dass diese Sommerzeit zum biologischen Stresstest wird. So wünsche ich uns allen wie den Bäumen und allen Grünpflanzen einen moderat warmen und immer sonnengesättigten ausgedehnten Sommer.

Wohltemperierter Frühsommer

Der Frühsommer ist jetzt einmal in eine gemäßigtere, nicht ganz so strahlungsintensive Phase übergegangen. Das finde ich gut, weil es auf eine ausgedehnte Sonnenzeit hindeutet, die für die bisherigen Verhältnisses dieses Jahres erstaunliche Konstanz zeigt. Eine längere Phase mit tagsüber ziemlich konstant hohen Temperaturen, viel Sonnenschein und im Schnitt wenigen Wolken. In Verbindung mit den abgekühlten Nächten, die Erholung bedeuten, tut das den Bäumen, überhaupt den Grünpflanzen sichtlich gut. Bisher war es auch noch nicht übertrieben, so dass ein Stressbelastung mit Dauerhitze noch ausgeblieben ist. Ich hoffe, das bleibt auch so. Denn bedeutet für uns einen entspannten Sommer und für das Baumobst z. B. eine gute Entwicklung und viele saftige Früchte im Herbst. Aber an Ernte will ich noch gar nicht denken. Ich nehme lieber das lichte Grün, die Sonne und die wohltemperierte Luft dieser ansonsten so krisengeschüttelten Zeit in mir auf.

Rätselhafte Honig-Begünstiger

V. scheint es aktuell schon fast etwas zu viel, dabei sind wir insgesamt doch angenehm überrascht, dass es nach Jahren unterdurchschnittlichen Ertrags nun doch erstmals wieder mehr Honig gibt. Immer noch kein Vergleich zu früheren Hochzeiten, aber gemessen an der geringen Anzahl der Völker doch ermutigend. Womit das zusammenhängt, ist allerdings nicht zu ergründen. Schließlich hatten wir vor diesem erstmaligen Auferstehen des Sommers eine lange Phase mit Lichtarmut und extrem ungemütlichem Wetter. Einer dieser Frühlinge, die sich mehr nach Winter anfühlen. Und da in der Zeit ja auch die frühen für die Frühtracht relevanten Baumarten blühen, hätte man wie so oft auch mutmaßen können, das sei eher ungünstig für die Blüte selbst und für die Vitalität der Bienen, wenn es ums Einsammeln geht. Aber irgendetwas an der diesjährigen Konstellation scheint doch positiv und begünstigend gewesen zu sein. Würde mich sehr interessieren, wie das genau zu erklären ist. Nun aber rätseln wir weiter – und freuen uns doch über das endlich wieder bessere Honigjahr.

Sonne, Licht und moderater Sommer

Nun geht der Mai genauso sonnenreich zu Ende wie er begonnen hat. Das wird dann auch einer der perfektesten Sommeranfänge der letzten Jahre – wenn es schon in den Wochen zuvor reichlich sommergleiches Licht gab. Das wirklich Sommerliche wird sich dann noch in höheren Temperaturen ausdrücken, hoffentlich aber nicht in Form extremer Hitze, denn das ist uns allen in der Vergangenheit eher schlecht bekommen, wenn es zu langanhaltend ausfiel. Und die Bäume leiden dann ohnehin unendlich. Nein, so schöne Sonnentage wie aktuell, gemischt mit einigen Regenschauerphasen und nächtlicher Abkühlung, die Erholung bringt, ist eigentlich das, was wir uns für die kommenden Sommermonate wünschen können.

Beton-Holz-Wand

Es ist interessant zu sehen, dass im vorletzten Jahr tatsächlich fast dieselben Tage zu den sonnenreichsten des Jahres gehörten. Auch 2021 wies der Zeitraum 30.05. bis 01.06. eine fast identische und ungewöhnlich hohe Sonnenstundenbilanz auf. So scheint es bei aller Unberechenbarkeit des Wetters doch auch gewisse Konstanten zu geben, denn diesmal ist vom 28.05. bis 21.05. mit einer solchen Sonnenhochzeit zu rechnen. Gestern habe ich das besondere von früh bis spät präsente Licht in verschiedenen fotografischen Motivreihen festgehalten. Interessanterweise waren es gerade die naturfernen, aber mit natürlichen Anklängen versehenen Aufnahmen einer Sichtbetonwand, die ich schon früher in verschiedensten Ausschnitten fotografiert hatte, die das Licht dieser Tage am besten widerspiegeln. Eine dieser Aufnahmen zeigt die Wand in größerem Ausschnitt, aus dem die Abdrücke der Holzlatten mit ihrer markanten Maserung und den Knoten sehr deutlich zu sehen sind:

Sichtbetonwand mit Holzstrukturabdrücken