Eine anregende Mischung jahreszeitlicher Eindrücke

Ich bin froh mit diesen Spätsommertagen, an denen wir uns viel draußen im Garten aufhalten können. Das ist nach so viel Regen und zu kühlen Temperaturen eine Wohltat und entschädigt ein wenig für den missratenen Hochsommer. Es ist jetzt Anfang September eigentlich schon Altweibersommerwetter, eigentlich ein bis zwei Wochen zu früh. Aber normal ist auf dem Gebiet ohnehin nichts mehr, da sind wir nicht mehr so empfindlich. Schön ist auch, dass mit den Weintrauben und den Pfirsichen im Garten auch der Herbst schon präsent ist, eine schöne und anregende Mischung mit gemischt jahreszeitlichen Eindrücken. Die Weinreben haben zum Teil allerdings in diesem Jahr eine Krankheit eingefangen, die dazu geführt hat, dass die Trauben selbst verdorben und nicht verwertbar sind. Das wird insgesamt bei den ohnehin stark geschwächten Stöcken wieder ein sehr mageres Weinjahr, bei uns wohlgemerkt, auf den richtigen Weinbergen vermutlich nicht. Aber Freude macht uns dieses Wachsen, Fruchten und Ernten im eigenen Garten eben doch, und wenn es wenig Ertrag gibt, ist auch die damit zusammenhängende Arbeit des Häckselns, Einmaischens und Kelterns auch weniger aufwändig, was V. in der gegenwärtigen Verfassung entgegenkommen dürfte.

Symbolformen als Verstärkung

Das Interesse an den Symbolformen der Wunschbaum-Manufaktur ist derzeit auffallend ausgeprägt. Schwer zu sagen, was solche Konjunkturverläufe wirklich beeinflusst. Aber die Jahreszeit, die ersten Andeutungen von Spätsommer in seiner typischen Ausprägung mit Licht, moderater Wärme und Laubfärbung, spielt möglicherweise eine Rolle. Weil diese Zeit besonders die Aufmerksamkeit vieler Menschen auf die Natur, speziell die Bäume und ihre zyklischen Wandlungen lenkt. Und damit natürlich auf die eigene menschliche Befindlichkeit und Veränderung. Das sind wechselseitige Beeinflussungen, die den Sinn fürs Symbolische schärfen oder vielleicht auch erst hervorholen. Ich freue mich, das mit Hilfe meiner Armband-Kreationen verstärken und intensiver wahrnehmbar machen zu können.

Spätsommerliche Sonne gegen Lethargie

Die Fahrt über Land am Nachmittag war eine willkommene Abwechslung und dadurch motiviert, dass wir den ersten spätsommerlichen Tag erleben durften, der der Jahreszeit typischerweise entspricht. Als Vorbote eines Indian Summer sozusagen, mit viel Licht und wärmenden Sonnenstrahlen v. a. am späteren Nachmittag. Das belebt die Menschen sichtlich, nach so vielen Wochen zu kalten und nassen Wetters. Auch wenn ein wirklicher Blätterherbst mit seinen ebenfalls wärmenden Farben noch nicht erkennbar ist, macht sich dazu gehörende Stimmung vermittelt durch die vegetabile Umwelt bereits breit. Ein kleiner von außen uns geschenkter Auftrieb, den die Menschen in ihrer mittlerweile unendlich erscheinenden Lethargie sehr gut brauchen können.

Über den Höhepunkt des Hochsommers

Von dem schön gestalteten und stimmungsvollen Gottesdienst zu Mariä Himmelfahrt einmal abgesehen. Hochsommer kann aus stressig sein. Solche Tage vornehmlich während des Augusts nehme ich so wahr, nicht nur in diesem Jahr, auch schon in vielen Vorjahren waren es vor allem Augusttage, die besonders belastend für den Organismus wirkten. Vielleicht sind es nur die Pflanzen, die gerade solches schwül-warmes und sonnenreiches Wetter gut finden und dann prächtig gedeihen. So jedenfalls scheint es mir beim Blick auf die Gartenbäume und Stauden, während die Sommerblumen mit zarten Blüten schon eher zu Schwächen bei zu starker Sonnenstrahlung neigen. Aber wir wollen uns nicht nur beschweren, schließlich stehen die Vorzeichen schon auf Herbst. Das könnte auch heißen, dass die eigentliche Hochsommerphase jetzt vorüber ist und wir für den Rest des Jahres vielleicht gar keine Wirklichen Sommertage mehr erleben. Wenigsten anhaltende Sonne wünsche ich mir, die Temperatur kann von mir aus sinken, was für uns ohnehin schonender und konzentrationsfördernder wirkt.

Dauerthema Klimawandel

Die Sonnenstundenbilanz für diesen Monat kann eigentlich nur noch sehr schlecht werden. Auch wenn das letzte Drittel dieses Katastrophenmonats noch überwiegend sonnig ausfallen sollte, ist diese Regenwetterphase nicht mehr auszugleichen. Nur die Pflanzen wussten das zu schätzen, für alle anderen war es eine Zumutung. Immerhin kann man sich über frisches, gelb-grünlich gefärbtes Blattgrün freuen, an den Bäumen dem Efeubewuchs, bei den Sommerblumen, die immer wieder einen neuen Anlauf nehmen, um ihre Blätter und v. a. Blüten zu erneuern. Schwer zu sagen, was nun wünschenswerter ist: Die Hitze der beiden Vorjahre oder dieses Wetter, das von extremen Schwankungen geprägt ist. Die gemäßigten Breiten sind wohl in keiner Form mehr gemäßigt. Eines der Themen, die unseren Alltag in Zukunft wesentlich prägen und die öffentliche Diskussion mit Dauerthemen versorgen wird.

Sommerintermezzo

Ganz so hatten wir uns den Hochsommer nicht vorgestellt. Auf einmal so viel Regen, dass die Sonne kaum noch eine Chance erhält. Die Pflanzen wissen das jetzt noch zu schätzen, aber es darf eben nicht lange anhalten. Insbesondere die Blumen und Stauden neigen dann dazu, faule Blätter auszubilden und in dem zu Viel an Flüssigkeit zugrunde zu gehen. Nur die Bäume freuen sich, mehr Feuchtigkeit ihren Wurzeln speichern zu können, als Vorsorge für die heißen Tage, die sicher wiederkehren. So ziehen wir etwas möglichst Positives aus diesen Umständen und rüsten uns für die belebenden Sommertage, die uns nach draußen ziehen und die uns dem Kosmos näherbringen.

Arbeitsroutine an Hitzetagen

Das Kunsthandwerk habe ich derzeit auf die späten Nachmittagsstunden verlegt. Dann steht die Sonne schon tiefer und der Aufenthalt draußen ist recht angenehm trotz der Hitze. Auch mag ich das Licht, welches von der tiefstehenden Sonne abgestrahlt wird. Das ist gesättigter, wärmer als das in den Morgenstunden. Nach so viel technischer Arbeit, Kodieren und Designen tagsüber ist mir die Holzarbeit im Anschluss eine echte Abwechslung, die den Kopf wieder freier macht. Schön, dass sich dieses Hochsommerwetter fortsetzt und es am Wochenende doch auch wieder eine Abkühlung mit Regen gibt. Auch damit unser schon mager gewordener Regenwasservorrat sich wieder auffüllt.

Anregende Frühsommerumgebung

Die Pflanzen gewöhnen sich allmählich an die erste langanhaltende Hitze dieses Jahres. Jetzt wagen die Sonnenblumen erstmals weiteres Höhewachstum, die kleinen Wunderbäumchen werden zumindest fülliger und breiten mehr Blätter aus. Und Arten, die sonst schon längst in voller Blüte stehen, wie die orangenen Mohnblumen, die ich dieses Jahr nochmal an verschiedenen Stellen nachgesät hatte, lassen erst jetzt vermehrt überhaupt ihre schönen Blüten zum Vorschein kommen. Die Bäume entwickeln ihr Blattkleid und ihre Kronenausdehnung langsam, aber doch erkennbar weiter. Und das Ganze summiert sich zu einem schönen frühsommerlichen Ambiente, in dem die Sonne durch mehr Grün gefiltert wird und die wachsenden Schatten auch bei hochstehender Sonne Abkühlung schenken, solange man sich im Garten aufhält. Ich freue mich sehr darauf, in dieser anregenden Sommergartenumgebung wieder meiner kunsthandwerklichen Arbeit nachgehen zu können. Die Outdoorsaison hat diesbezüglich unglaublich spät begonnen.

Ein Traum vom wohltemperierten Hochsommer

In diesen Tagen hat die Sonne enorme Strahlungskraft. Wenn man sich länger ungeschützt im Freien bewegt, zieht man sich nicht nur einen gewaltigen Sonnenbrand zu, wie ich am Wochenende während des langwierigen Zurückschneidens der Efeuhecke. Die Sonne blendet auch und die knallige Hitze verlangsamt wie von selbst alle Bewegung. Es erinnert mich immer an meine Zeit in D., wenn ich im Hochsommer mittags meine Runde gedreht habe und den Rückweg nur antreten konnte, wenn ich auf halber Strecke eine Rast im kühlenden Schatten der Parkbäume eingelegt hatte. So haben wir vorsorglich auf den Hochsommermodus mit von früh an heruntergelassenen Jalousien umgeschaltet und dosieren die Freiluftaufenthalte auf ein gesundes Maß. Wenn wir zwischendurch nächtliche Abkühlung und tagsüber ab und zu einen Regenschauer erleben, ist mir die Hochsommerwitterung auch in dieser Form eigentlich sehr recht. Etwas, mit dem man sich ganz gut arrangieren kann. Nur dauerhafte Hitze ohne Ausgleich ist nie gut für Menschen, Tiere und Pflanzen gleichermaßen.

Belebender Vollfrühling

Nach drei Supersonnentagen hintereinander war dieser Mittwoch „nur“ mit überdurchschnittlich viel Sonne gesegnet. Von mir aus kann das noch länger so weitergehen, zumal es trotzdem nicht so aggressiv heiß und unangenehm schwül wie im Spätsommer ist, sondern eben jene angenehme Frühsommer- oder, wie es im Wetterbericht hieß, Vollfrühlingswärme vorherrscht. Ich freue mich auf gute Wachstumsbedingungen für alles, was grünt und blüht. Und auf kosmische Unterstützung für die Belebung der Lebensgeister und des Gemüts, die wir nach langer Krisenverarbeitung so dringend benötigen.

Späte Gartenbäume

Alles Grün beginnt jetzt im Garten zu wuchern. Die Efeuhecken haben in den beiden vergangenen Wochen enorm viel junge Blätter gebildet und drohen mal wieder zu opulent zu werden. Da ist ein Rückschnitt dringend erforderlich, wohlwissend, dass es nicht der letzte Wachstumsschub dieses Jahres gewesen sein wird. Erfreulicherweise kommen jetzt dank der Sonne auch die Gartenbäume stärker in Tritt, lassen endlich ihre Blätter wachsen, auf eine stabile Witterung in nächster Zukunft vertrauend. Und auch die Sommerblumen gedeihen gut, nur dass die extreme Sonneneinstrahlung in ihrem aktuellen Wachstumszustand noch nicht gut vertragen. Da müssen wir immer wieder etwas abpflücken, was in der Sonne verdorrt war oder das Pflanzgefäß etwas verschieben, um zu starke Einstrahlung zu verhindern. Aber ich gieße auch regelmäßig und schon jetzt recht viel, und zwischendurch ist uns ja immer noch auch wechselhaftes Regenwetter vergönnt, über das sich alle Grünpflanzen sehr freuen.

Die lichtreichsten Tage

Es war wieder so ein extrem sonnenreicher Tag, ähnlich gestern, auch wenn ich einen Blick auf die Fotovoltaik werfe. Und tatsächlich, beim Blick auf die Statistik stelle ich fest, dass während des Mais und Anfang Juni regelmäßig die sonnenlichtintensivsten Tage des ganzen Jahres fallen. Im Hochsommer sind in der Regel solche Spitzenwerte in Dauer und Intensität der Sonneneinstrahlung nicht mehr zu erwarten. Aber natürlich ist das nur die Seite der Zahlen. Viel wichtiger für uns ist die belebende Wirkung von so viel Licht, und dass dieser Durchbruch des Frühlings bzw. Frühsommers die Stimmung der Menschen verbessern kann. So hoffen wir auf eine möglichst gleichmäßige Verteilung des Sonnenlichts über die Sommermonate und dass die Extreme der letzten Jahre ausbleiben. Die sind für Menschen und Pflanzen, ganz besonders für die Bäume, nämlich eher belastend gewesen.

Reizvolle Naturdetails

An dem ersten Frühsommertag, der wirklich durchgehend sonnig ausfiel, waren viele Menschen unterwegs. Man sah ihnen förmlich an, wie sie die Bewegung in der Landschaft, bei Sonne und angenehmer Wärme genießen. So wie es sich in den vergangenen Tag angekündigt hatte. Das wirkt der sich gerade wieder auflösenden Krisenstimmung weiter entgegen, wohl mehr als manche administrative Maßnahme. Auf meinem Lieblingsweg habe ich wieder einmal, wie zuletzt häufiger über die Sommermonate, den Reiz der Wiesenkräuter als fotografisches Motiv erkannt und einige Versuche unternommen. Die Ergebnisse sind vereinzelt auch ganz gelungen, mehr ist bei diesem komplexen Motivfeld nicht zu erwarten, hängt das Gelingen doch sehr stark vom Zufall ab, gerade weil die natürlichen Strukturen in so einer Wiese enorm vielgestaltig und sich überlagernd sind, so dass ganze Serien notwendig sind, aus denen am Ende einige wirklich gute Einstellungen herausgefiltert werden können. Unter den so ausgefilterten Motiven sind aber durchaus solche, die in ihrer natürlichen Eindrücklichkeit manches Baumdetailfoto noch übertreffen können. Aber auch bei den Bäumen tut sich wieder etwas. Heute besonders auffällig schien mir die zwar wie immer unauffällige Blüte des Pfaffenhütchen-Strauchs, die aber außerordentlich üppig ausfällt und im Spätsommer sehr viele rosa-orangene Pfaffenhütchen erwarten lässt.

Blüte des Pfaffenhütchens im Frühling 2021

Etappenziel zum Sommergarten erreicht

Ausnahmsweise war ich an diesem Wochenende einmal nicht kunsthandwerklich beansprucht. So konnte ich mich heute der Gartenarbeit widmen. Eigentlich überfällig, aber die Vorbereitungen waren ja schon gemacht, und für diesen Teil der Arbeit, dem Einpflanzen der vorgezogenen Blumen und Stauden, dem Umpflanzen anderer Gewächse, Auffüllen von Rindenmulch und der Aussaat weiterer Arten in die Gartenerde war erst jetzt wieder Gelegenheit, an dem ersten wirklich sonnenreichen Tag seit Wochen. Auch die Vorhersagen lassen auf einen Start in den Frühsommer hoffen, was den Pflanzen einen Wachstumsschub verleihen wird. Ich freue mich sehr, dass wir jetzt weit fortgeschritten sind mit dem Anlegen und Ausgestalten unseres Sommergartens. Es passt zu der eigentümlichen Verzögerung in diesem Jahr, dass auch die Gartenbäume für die Zeit noch wenig entwickelt sind. Der Walnussbaum, der Ginkgo, die Feigenbäume, erst recht die Gleditschien haben zwar schon Blätter ausgebildet, die sind aber noch winzig und wollen nicht richtig voran. Und dann ist da dieser skurril wirkende Umstand, dass bei einigen Arten schon Früchte erscheinen, bevor überhaupt Blätter richtig ausgebreitet sind. Überdeutlich beobachten wir das bei dem kleinen Pfirsichbaum. Der trug schon im Vorjahr für sein geringes Alter erstaunlich viele große Früchte. Und wenn in diesem Jahr alle zur Reife kommen, die jetzt schon als kleine grüne Kugeln zu sehen sind, wird das eine Wahnsinnspfirsichernte. V. meint, dass es für die Zwetschgen und Mirabellen in diesem Sommer auch sehr gut aussieht. Klasse, das bedeutet viele leckere Hefekuchen, die wir einfrieren und übers Jahr genießen können.

Stressfreier für die Bäume

Ein ungewöhnlicher Mai ist das, und ganz anders als im Vorjahr, als der Monat fast hochsommerlich ausfiel und uns extrem viel Sonne brachte. Dieses Jahr, das konnte man schon an den Vormonaten ablesen, wird wohl ein stark durchwachsenes werden, mit einer Sonnenstundenbilanz, die eher durchschnittlich werden dürfte. Für uns ernüchternd, für alles, was von Licht, Wasser und Mineralien lebt, aber eher wohltuend. Eine Chance u. a. für die Bäume, sich stressfreier als in Dauerhitze-Jahren zu entwickeln. Und auch eine Witterung, die den übrigen einjährigen Pflanzen eher entgegenkommen wird, natürlich auch uns, die wir weniger gießen müssen. Aber bedauerlich ist es schon, gerade in dieser ohnehin deprimierenden Krisenstimmung könnte viel Licht einen Ausgleich schaffen, weil wir uns damit freier und lebendiger fühlen können.

Gelungener Arbeitssamstag

Ein Kreislaufwettertag, aber ein sehr produktiver für mich in Sachen Backen und Umpflanzen. So konnte ich die Vorhaben für diesen Samstag umsetzen, die Wunderbäumchen und die kleinen Sonnenblumen in kleinere Pflanzgefäße umzusetzen, um ihrem Wachstum bessere Bedingungen zu verleihen. Nur den Neustart der Sommerblumensaison haben wir noch nicht geschafft, dann vielleicht zusammen mit den anderen noch zu besorgenden Blumen in der nächsten Woche, die noch einmal durch einen Feiertag geteilt ist. So können wir uns über einen gelungenen Arbeitssamstag freuen, und auf den morgen zu erwartenden Sommertag, einen echten Sonntag.

Österlicher Sonnentag

Das Wetter hat sich passend zum Feiertag hin sehr stimmig inszeniert. Denn bei diesem ersten Osterfeiertag hatten wir zwar wieder kühlere Luft, aber immer noch diese frühlingshafte Helligkeit, in der sich die Baumlandschaft mit ihren jetzt zunehmend sich häufenden Blüten und jungen Blättern, sich öffnenden Knospen und vielen Farbakzenten in Weiß, Rot und Gelb in strahlender Form präsentierte. So hat es zum Fest des Neuanfangs viele Menschen in die Landschaft gezogen. Anzusehen war ihnen das befreite Gefühl und der willkommene Abstand vom krisenhaft erzwungenen zuhause Bleiben und Kontaktreduzieren.

Zierapfelblüte 2021
Schlehdornblüte 2021
Hainbucheblüte 2021
Kirschbaumblattknospen 2021
Mispelblüte 2021
Wanderweg an der Saar im Frühling
Stieleichenblüte 2021
Eichen mit Eichenmisteln im Frühling

Sonnentag im Vorfrühling

Wieder ein toller lichtreicher Sonnentag bei noch angenehmer Kühle. Daran könnte man sich gewöhnen. Richtig Frühling ist das noch nicht. Denn die Atmosphäre schien heute nicht danach und auch die Baumlandschaft zeigt bisher nur die üblichen Frühblüher Haselstrauch und Erle. Ansonsten gibt’s kaum neues Grün und auch keine Baumblüten. Gut, dass ich auch diesmal auf das Mitführen der Kamera verzichtet habe, denn es gab keine Motive. Auch in Sachen Holzstrukturen scheint sich über Winter nicht viel bewegt zu haben. Die Jahre, in denen die kommunalen Forste in den Wintermonaten sehr aktiv waren in ihrer Holzbewirtschaftung scheinen gerade ausgesetzt. Nur vereinzelt sieht man Spuren eines dezenten Rückschnitts. Selbst solche Aktivität scheint dem Krisenblues zum Opfer gefallen zu sein. Aber das ist auch gut, so können sich zuletzt sehr stark gelichtete Arten, v. a. bei den Sträuchern, wieder erholen, was sich in größerer auch optischer Vielfalt auswirken kann.

Unterstützung von außen

Die Sonne tut gut, und doch sind da diese extremen Temperaturschwankungen im Tagesverlauf, die Wetterfühligen zu schaffen machen. Man ahnt beim Gang durch die Baulandschaft den Frühling, auch wenn er an der Erscheinung der Bäume noch nicht ablesbar ist. Aber er liegt quasi in der Luft und wird nach einiger Zeit der wechselhaften Extreme sicher in diesem Jahr früher als im Durchschnitt kommen. Da bin ich ziemlich sicher. Das wird den Menschen etwas Auftrieb geben, eine Unterstützung von außen, die in diesen Tagen wichtiger denn je erscheint.

Die perfekteste Spätsommermischung

Nach der anstrengenden Gartenarbeit gestern war dieser ruhige Sonntag der richtige Wochenabschluss. Auch dass der Sommer eine weniger aufgeheizte Färbung angenommen hat, finde ich erholsam, zumal sich das in den nächsten Tagen fortsetzen soll. Viel Licht, eine angenehme Wärme und die Eindrücke der Blattgrüns der Bäume, Stauden und Blumen, das zunehmend wärmer werdende Licht der späten Nachmittage, sind für mich das Eindrucksvollste am Spätsommer. Dass der möglichst ausgedehnt und langgezogen ausfällt, wünsche ich mir, da diese Jahreszeit energetisch und ästhetisch eigentlich die perfekteste Mischung enthält. Wenn wir das möglichst lange noch in uns aufnehmen und in die dunklere Jahreszeit hinüberretten können, ist das doch schön und gibt Kraft für den weiteren Verlauf dieses Krisenjahrs.

Pfingst-Baum-Grün

Was könnte passender die Atmosphäre des Pfingstfeiertags ins Bild setzen als die Sonne dieses Tages, wie sie durch dichter werdende Baumkronen mit noch transparentem Grün bricht. Es sind vor allem die Blätterdächer der Robinien und der Hainbuchen, die mich zu diesen Blatt-Grün-Fotografien aufgefordert haben.

Sommerliches Blätterdach einer Robinie I
Sommerliches Blätterdach einer Robinie II
Sommerliches Blätterdach einer Robinie III
Sommerliches Blätterdach einer Hainbuche I
Sommerliches Baumkronen-Grün

Stimmige Feiertagsaussichten

Nicht ganz so viel Sonnenlicht wie der ungewöhnlich lichtreiche Vormonat wird dieser Mai bringen, aber auch nicht viel weniger. Und auch mehr als im Mai des Vorjahres. Was das angeht, haben wir bis hierher noch keinen Grund zu klagen. Und anders als am letzten christlichen Feiertag wird Pfingsten auch wieder typisch, nämlich sonnenreich ausfallen. Das finde ich immer toll, wenn der Feiertag rein äußerlich auch das widerspiegelt, was er sinnhaft in sich trägt. Und zu einem Fest, das so im Zeichen der Beseelung und des geistigen Zusammenhalts steht, passt eben super Sommerwetter am besten. Das wird die Sonnenblumen noch ein Stück weiter in die Höhe treiben, und den Kronen der jetzt schon satt grünen Bäume noch mehr Üppigkeit verleihen. Einige quasi abschließende Gartenarbeiten werden wir am Samstag noch erledigen, und dann steht der Sommergartensaison eigentlich nichts mehr im Wege.

Einleitung der Freiluftsaison

Jetzt habe ich auch den ersten Keimling beim Rizinus entdeckt. Die Samen brauchen erfahrungsgemäß sehr lange, die Blindgängerquote einmal abgerechnet. Aber ich bin doch zuversichtlich, dass in den nächsten zwei Wochen noch einige weitere folgen werden. So viel Licht und Wärme, das sollte ihnen ein Ansporn sein. Die Sonnenblumenpflänzchen werde ich am Wochenende bereits umtopfen können, in die bereits vorbereiteten größeren Blumentöpfe. Und bis dahin sollten auch die bestellten Strohblumensamen eingetroffen sein. So geht die Sommergartenarbeit in die nächste Runde. Die aktuelle Holzarbeit mit Eiche, Esskastanie und Walnussbaum werde ich voraussichtlich vorher schon abschließen können. Dann bleibt Freiraum für das erste Reinemachen im Gartenbereich, damit wir die Freiluftsaison auch praktisch demnächst einleiten können.

Starke Hölzer

Das handwerkliche Arbeiten im Freien, bei diesem tollen Licht und der wärmenden Sonne im Rücken am Nachmittag, macht jetzt wieder richtig Spaß. So im direkten Umfeld des Gartens, in dem die Gehölze Blattknospen gebildet haben oder schon kurz davor stehen, die jungen Blätter aufzufalten, in dem wir zahlreiche Pflanztöpfe für unsere derzeit noch auf der Fensterbank vorgezogenen Pflanzen vorbereitet haben, in dem es langsam aber deutlich, schon durch die anhaltende Sonne befördert, immer grüner wird. Es sind drei Klassiker, mit denen ich aktuell arbeite. Eiche, wegen der Konzentration auf die Frühlingstagundnachtgleiche, eher selten angefragt, aber natürlich sehr energiegeladen und spannend in der Bearbeitung. Die Esskastanie, die schon durch die Einheit der Differenz von markanter Ausdrucksstärke und zerbrechlicher Mikrostruktur immer eine Herausforderung darstellt. Und der Walnussbaum, für mich ohnehin eine der spannendsten Arten unserer heimischen Bäume bzw. Holzarten. Drei Holzarten für drei spätere Träger. Ich freue mich, mit dieser kraftvollen Kombination in die neue Saison starten zu können.

Lichtreiche Karwoche

Es ist nicht das erste Mal, dass wir in der Karwoche so schönes frühsommerliches Wetter hatten. Aber dass dies die ganze Woche so zu bleiben scheint, freut mich besonders. Es gibt den Menschen einen Auftrieb, der von außen kommt, etwas, das man in diesen Tagen besonders gerne auf sich wirken lässt, wo sich das Leben ansonsten so unsicher und fremdbestimmt darstellt. Passend zu der ersten länger anhaltenden Frühlingsphase konnte ich heute die Saison der Holzarbeit eröffnen. Streng genommen startete die bereit vor einigen Wochen, aber in gewohnter Form erst jetzt. Das Licht und die Sonnenwärme schlagen hier nicht zum ersten Mal durch, wirken sich auf die Motivation der Interessenten aus und lassen die Arbeit an den Projekten besonders leicht von der Hand gehen. Das ist eine schöne diese Projektarbeitswoche begleitende Handarbeit, die ich vielleicht schon in dieser Woche auch abschließen kann.

Gutes Licht für Materialtexturen und Holzoberflächen

Nur einmal in vier Jahren gibt’s diesen Tag. Eine von Ms Bekannten hat genau heute Geburtstag. Seltsam, wenn man nur alle vier Jahre seines Geburtstags am eigentlichen Tag gedenken kann. Fällt der dann sonst immer aus, muss man ihn nachholen oder gar vorziehen? Ansonsten hatte dieser Samstag nichts Außergewöhnliches, der richtige Rahmen für Routinearbeiten, wie sie Samstag häufig auf meinem Programm stehen. Auch gut, weil für die produktive Arbeit dann in der Folgezeit der Kopf wieder frei ist. Sehr gerne würde ich gerade jetzt in freien Stunden raus in die Baumlandschaft und in abgelegene Winkel des Orts gehen, um in den lichtreichen Stunden, die wir auch jetzt schon erleben, neue und ungewöhnliche Fotografien zu realisieren. Gerade für Oberflächenstrukturen, besonders von Holzflächen, sind die Lichtverhältnisse in dieser Zeit der Jahres recht gut, noch bis in den Frühsommer hinein. Im richtigen Hochsommer wird’s wegen der zu intensiven Strahlung und der vielen Schatten dann schwieriger. Ich hoffe, die Zeit vorher für einen Ausbau meiner Portfolios gut und umfangreich nutzen zu können. Unterstützt durch neue Technik, die demnächst zusätzlich nutzbar sein wird. Die jüngst ergänzten und überwiegend auch akzeptierten Motive besonders von Holzoberflächen und Materialtexturen sind für die nächsten Monate ein guter Auftakt.

Schluss mit Winter

Schön, durch das Schaltjahr hat die Sonnenstundenbilanz diesmal eine Chance, am Ende doch noch zufriedenstellend auszufallen. Ein Tag mehr, der zwar nicht mehr ausreicht, um das Niveau der beiden Vorjahres-Februare zu erreichen. Aber leicht überdurchschnittlich war die Sonne dann doch in diesem Monat präsent. Nach dem ständigen Auf und Ab des Wetters könnte es jetzt endlich konstanter werden, besser für uns Menschen und für die Bäume und übrigen Pflanzen ein Signal, dass man den Frühling wagen könnte. Eindeutige Signale in dieser Richtung sind noch nicht zu sehen. Aber gefühlt haben wir den Winter längst hinter uns gelassen, vor allem weil er erst gar nicht wirklich angekommen war. Nun also die richtige Zeit, all das Jahreszeituntypische hinter uns zu lassen.

Durchschnittliche Februarsonne

Die Sonnenbilanz dieses Februars wird nicht schlechter ausfallen als im Durchschnitt der Vorjahre. Nur die beiden letzten Jahre waren in diesem Monat ungewöhnlich lichtreich. Das ist eben nicht durchgehend zu erwarten. Nun hoffe ich, dass das weniger an Licht in den kommenden Monaten nachgeholt wird. Auch damit wir den Frühling endlich erleben und diesen ungemütlichen Nicht-Winter hinter uns lassen können. Mit allem, was der Frühling an Aktivitäten mit sich bringt, v. a. mit dem Aussäen und Pflanzen unserer selbst gezüchteten Gemüsesorten und Zierpflanzen. Das macht mir zunehmend Spaß. Und Pflanzerde habe wir auch schon besorgt. Mit den ersten Saaten werde ich auf der Fensterbank wohl in der erste Märzhälfte beginnen. Vor allem die Wunderbäumchen brauchen ziemlich lange, bis eine Teil der eingesetzten Samenkerne tatsächlich keimt. Da kann das frühe Starten nichts schaden. Bei anderen Sorten dauert es ohnehin sehr lange, bis sie sich nennenwert entwickeln. Deshalb werde ich z. B. bei den Chilis erst später beginnen. Die sind Spätzünder, so dass es nicht von Vorteil ist, sie allzu früh anzusäen.

Winterliche vs. sommerliche Orientierung in der Holzarbeit

Die Holzarbeit am späten Nachmittag hat sich zu dieser Jahreszeit zu einem lieb gewonnenen Ritual entwickelt. Das ist Arbeit vollständig bei künstlichem Licht. Und obwohl ich immer darauf hinweise, dass für die Holzarbeit das Sonnenlicht wichtig ist, wegen der Nähe zum Material und seiner Herkunft aus den lebenden Bäumen, so ist das in den Wintermonaten doch umgekehrt. Fast mehr Innerlichkeit und Nähe zur Energie und Ausstrahlung der jeweiligen Baumart ist während dieser abgeschiedenen Werkstattstunden im Keller unter Halogenlicht möglich. Dann richtet sich die ganze Aufmerksamkeit auf das Werkstück und zudem ins eigene Innere, während die Freiluftsaison den Gedankenradius und die Wahrnehmung eher ausweitet und sich mit zunehmender Wärme und natürlichen Helligkeit ausweitet.

Späte Gartenüberraschungen

Der Spätsommergarten bringt doch noch einige Überraschungen. Zum Beispiel habe ich heute tatsächlich die zweite Blüte meiner selbst gesäten Lupinen entdeckt. Die wurden schon früh ausgesät, haben seitdem kräftige Pflanzen mit großen ausladenden Blättern ausgebildet, aber lange Zeit gar keine Blüten, bis auf diese eine große, die jetzt schon wieder fast verblüht ist. Nun also die zweite, das macht Hoffnung, dass die übrigen Blumen noch nachziehen. Mehr als ungewöhnlich, denn die Blütezeit für diese Art wird gewöhnlich mit Juni bis August angegeben. Dass sie erst Ende August beginnt, versteht niemand. Andere Pflanzen kommen jetzt erst richtig in Fahrt, vor allem die Rizinusstauden, die in den vergangenen Tagen enorm an Ausdehnung und Höhe zugelegt haben. Bei dem immer noch sehr warmen, aber zwischendurch und abgekühlten und vor allem mit kühlen Nächten durchsetzten Wetter scheinen sie sich besonders wohl zu fühlen. So viele Samen wie im Vorjahr, als die schon viel früher entnommen werden konnten, wird es zwar nicht geben, aber die Wunderbäumchen an sich entwickeln sich sehr schön. Nur die zwei Winzlinge unter Ihnen werden wohl über ihr Liliputformat nicht mehr hinauswachsen. Aber das ist eine individuelle Besonderheit der Wunderbäume, dass sie sich so total unterschiedlich entfalten. Die Einflussfaktoren dafür sind mir noch verborgen geblieben, ich vermute aber, dass die Zusammensetzung der Erde, weniger der Standort, eine Rolle dabei spielen.

Sonne allein ist keine Garantie für gutes Wachstum

Die Sonnenstunden des vergangenen August werden wir wohl nicht erreichen, aber aufs ganze Jahr gerechnet sind wir doch noch im grünen Bereich, was einigermaßen verwundert, denn auch das Vorjahr war ja extrem sonnenreich. Ein Rätsel ist uns allen, das weiß ich aus Gesprächen mit verschiedenen Leuten, warum trotz der günstigen Wachstumsbedingungen, viel Sonne und zwischendurch auch mal Abkühlung und Regen, viele Arten in diesem Jahr eher auf Sparflamme gewachsen sind und eine eher spärliche Entwicklung genommen haben. Unsere Gartenbäume enttäuschen in der Hinsicht besonders. Und auch die Obstbäume an anderem Ort tragen fast keine Früchte. Die Baumlandschaft auf meinen Lieblingswegen wirkt vielerorts wie ausgelaugt und so, als ob sie den Herbst herbeisehnte. Gefühlt ist der schon präsent, an der Witterung und am Beginn der Laubfärbung auch optisch abzulesen. Aber wir möchten den Sommer doch noch eine Weile festhalten. Ich hoffe, wir dürfen einen gemäßigten, lichtreichen und ausgedehnten Altweibersommer im September erleben.