Gartensommerwünsche

Nicht so schön wie vorhergesagt war dieser Sonntag. Aber genau richtig, um sich von dem anstrengenden Gartenarbeitstag zu erholen. Und in den nächsten Tagen soll ja ohnehin das Sommerliche zurückkommen. Aprilwetter eben, das von seiner Wechselhaftigkeit lebt. Ich hoffe, unsere angesäten Pflanzen werden sich erwartungsgemäße entwickeln. Und dem Feigenbaum wünsche ich ganz besonders, dass er sich am neuen Standort wohlfühlt. Vs Ansicht, der Stamm sei schon dabei zu verdorren, kann ich bisher nicht bestätigen. So hoffe ich, die Gartenerde verleiht dem Bäumchen neue Kräfte und lässt ihn über die warmen Monate stabilisierende Substanz bilden.

Ein gehetzter Tag

Eine sehr anstrengende Rundfahrt hat uns heute durch drei Bundesländer geführt. Durch verschlafene Flusstäler, Orte mit romantischer Fachwerkarchitektur, durch die Peripherie verschiedener Großstädte, auf lärmenden, extrem hoch frequentierten Autobahnen mit zähfließendem Verkehr und langen Staus bei brütender Sommerhitze. Da hätten wir uns mehr als einmal einen Platz unter schattigen Baumkronen herbeigewünscht. Einen, der einen wieder aufatmen und durchschnaufen lässt. Aber so ist es ein eher gehetzter, aufgeregter Tag mit nicht vorhersehbarem Verlauf geworden, aus dem Schlüsse zu ziehen uns derzeit noch schwer fällt.

Zwischen Sommer und Herbst

Nun wird der Sommer doch noch einen letzten Anlauf nehmen, bevor er bald in einen hoffentlich ausgedehnten Altweibersommer übergeht. Den mag ich sehr, wenn er sich dann aber doch schon eher wie Herbst anfühlt. So lange aber genieße ich die hochsommerliche Pracht der Blumen, vor allem der vielen hoch gewachsenen Sonnenblumen, die teils schon wieder verblüht sind, und das satte Grün des Weinlaubs und der großflächigen Blätter der Feigenbäume und Rizinusstauden. Auch die Weintrauben sind inzwischen alle dunkel ausgereift und werden nicht mehr allzu lange bis zur Ernte brauchen. Eine spannende Jahreszeit, weil sie eine Art Höhepunkt markiert und gleichzeitig deutliche Anzeichen des Wechsels erkennen lässt. Eine Übergangszeit mit besonderen Reizen, die für mich im warmen Licht der tiefstehenden Nachmittagssonne ihren vollendeten Ausdruck findet.

Mehr Sonne für die daheim Gebliebenen

Für meine handwerklichen Vorhaben muss sich das Wetter unbedingt wieder ändern. Wir haben zwar über die Hitze zuletzt gestöhnt, das hier ist aber noch unpassender, zu weit weg von unserer Vorstellung des Hochsommers. Schlecht für die Sonnenstundenbilanz, schlecht für die so vital wachsenden Pflanzen im Garten und das Blühen und Fruchten der Bäume, die allerdings genügend Wasservorräte speichern konnten. Und schlecht auch für die körperliche Befindlichkeit, da wir uns gerade an die anhaltende Wärme angepasst hatten. Es wäre schade, wenn die Wachstumsfreude, von den Sonnenblumen bis zum Maulbeerbaum, durch ebenso lang anhaltende Regenphasen gestört würde, denn noch lieber als Regen ist ihnen dann doch das Licht. Für die daheim Gebliebenen ist es zudem wünschenswert, die hochsommerliche Arbeit in Sommerklima erleben zu dürfen.

Hochsommerliche Tradition des Hauses

Der Sommer nähert sich seinem Urlaubshöhepunkt. Das ist für mich eine gute Zeit, mich sozusagen dem Gegenteil zu widmen. Gerade den Arbeiten, für die in der übrigen Zeit des Jahres keine Gelegenheit ist. Einfach weil die Kommunikationen jetzt bei vielen auf Sparflamme gestellt sind und sich die Routine damit gegenüber dem Durchschnitt reduziert. Unter diesen Arbeiten sind auch eine Reihe handwerklicher Arbeit rund um die Wunschbaum-Manufaktur, vorbereitende Dinge, Vorräte, auf die ich später zurückgreifen kann, Maschinenwartung und Ähnliches. Da ist einiges zu tun, so dass ich sehr darauf hoffe, nicht wesentlich unterbrochen zu werden. Aber es sind auch darüber hinausgehend wichtige Projekte abzuschließen und neue vorzubereiten. So wird der Hochsommer in seiner üppigsten Phase wohl arbeitsreich ausfallen. Auch das liegt in der Tradition des Hauses.

Vor der schönsten Phase des Gartensommers

Etwas Abkühlung und ein halbstündiger kräftiger Regenschauer haben mir heute das Gießen erspart und verschaffen den Pflanzen eine Atempause, die hoffentlich noch einige Tage anhält. Gestern noch hatte ich unter der schattigsten und stärksten Buche im Park Erholung von der andauernden Hitze gesucht. Und heute habe ich erstmals seit Wochen gespürt, dass die Extreme bei mir unangenehme Spuren hinterlassen haben. Das Zurückschneiden der langen Weinrebentriebe gestern Abend bei schwüler Hitze und über Kopf war dann wohl doch zu viel. So sah ich mich gezwungen, einmal einen Gang zurückzuschalten und den Sonntag als solchen ernst zu nehmen. Ein, zwei Gartengänge waren dann doch eine Bestätigung für die Mühen der vergangenen Tage, denn jetzt habe ich den Eindruck, der Hochsommer kann sein Werk in geordneten Bahnen vollenden, so dass wir in die schönste Phase des Gartensommers mit all dem üppigen Grün, dem Blühen und dem transparent gefilterten Licht eintreten können.

Den Baumschatten herbeisehnen

Schatten spendende Baumkronen, die hätten wir uns heute bei so mancher Erledigung unter praller Sonne gewünscht. So sind es wenigstens einige schattige Innenräume geworden, in denen bei längerem Aufenthalt die stehende Luft aber auch schon wieder unangenehm wird. M. hat mir heute zugestimmt, dass die Hochsommer doch eine neue Qualität gewonnen haben. Es ist nicht mehr dieselbe Wärme wie vor 20 oder 30 Jahren. Nicht nur die zunehmenden Schwankungen und Extreme, auch die länger anhaltenden Hitzephasen haben inzwischen etwas zu eigen, das man als „zu viel“ wahrnimmt. Erholung zwischendurch ist fast nicht mehr möglich. Und so begegnen mir in solchen Zeiten viele Menschen, die trotz Gesundheit und Jugendlichkeit etwas merkwürdig Schlaffes ausstrahlen. Als ob ihnen das Sonnenlicht ohne Puffer sämtliche Säfte entzogen hätten. Ich frage mich manchmal, ob uns solche Beobachtungen und Entwicklungen eigentlich etwas bedeuten sollen.

Lichte Eindrücke des Alltags

Eine Rückkehr der Hitze. Eine Gruppe junger Bäume hat uns auf dem Parkplatz Schatten gespendet, während wir die Behandlungsmöglichkeiten für V. recherchiert haben. Überhaupt passt die entspannte Fahrt durch eine strahlende Sommerlandschaft nicht zum eher belastenden Anlass der Fahrt. Aber es gibt eben an jedem Tag diese lichten Eindrücke und belebenden Beobachtungen aus der Natur, die vieles verändern oder verträglich machen können.

Waschküchenatmosphäre

Diese Tage lassen an den tropischen Regenwald denken. Dieser Wechsel zwischen Regen und sonnigen Phasen, die die Feuchtigkeit sogleich wieder verdunsten lassen, erzeugen diese Waschküchenatmosphäre, die eigentlich jeden unkonzentriert werden lässt. So wirkt diese Zeit vor dem Höhepunkt des Sommerurlaubs eher lähmend. Gut, um Begonnenes weiterzuführen und abzuschließen. Eher schwierig dagegen, Neues zu beginnen. Immerhin, die Regentonnen sind wieder halb gefüllt. So retten wir uns doch noch vor dem Gießwassernotstand. Wenn es wieder trockener wird, werden wir diese Vorräte dringend brauchen, u. a. für die drei wachsenden „Wunder-Bäume“.

Beflügelnder Hitzesommertag

Ein Einundzwanzigster, der als echter Sommer- und Hitzetag gekennzeichnet war. Immerhin hat das im Fall von Vs Indisponiertheit die Entscheidungen beschleunigt und die Behandlung zunächst einmal in eine unaufwändige Richtung gelenkt. Am frühen Morgen haben wir, um dem Fall der Fälle zuvorzukommen, bereits die jüngste Honigernte eingeholt. Ich war V. diesmal behilflich, weil es sonst wohl zu anstrengend geworden wäre. Und die Aktion wurde dann auch mit annähernd zwei Eimern neuen Honigs belohnt. Den Verlust an Schlaf können wir nachholen, alles um der Kontinuität willen. Im Garten, das konnte ich beim abendlichen Gießen wieder feststellen, entwickelt sich alles sehr zufriedenstellend. Nur der alte Feigenbaum gibt ein erbärmliches Bild ab. Eigentlich nur, weil V. darauf bestand, ihn in diesem Sommer noch an seinem Standort zu belassen. Ich hätte es eigentlich vorgezogen, ihn bis auf den Wurzelstock zurückzuschneiden, um einen Neuanfang als buschiges Gewächs einzuleiten. Ich schätze, darauf läuft es spätestens im nächsten Jahr ohnehin hinaus.

Sommerpräsenz

Die Hitze des Nachmittags habe ich während der Arbeit mit den verschiedenen Hölzern gar nicht so dramatisch wahrgenommen. Sehr warm wohl, aber zwischendurch gab es eben auch leichten Wind, der es angenehm gestaltet hat. Und dieses viele Licht tut ohnehin gut. Solche Temperaturen, vor allem in Form trockener Wärme, vertrage ich sehr gut. Dann macht gerade die handwerkliche Arbeit viel Freude. Mit der wuchernden Gartenkulisse im Rücken, in den kurzen Arbeitspausen auch im Blickfeld und während des immer mehr Zeit in Anspruch nehmenden Gießens im Fokus der Aufmerksamkeit stehend ist mir der Sommer sehr präsent.

Gartensommerfeeling

Es ist die Zeit des Frühsommers, in der sich der Garten verdichtet. Alle Stauden und die Bäume sowieso sind auf einem guten Weg. Man sieht ihnen an, dass sie nicht mehr aufzuhalten sind. Bei den Temperaturen ist da mehr Gießarbeit angesagt als in den durchschnittlichen Vorjahren. Gut, dass wir zusätzliche Auffangbehälter für Regenwasser aufgestellt haben. Bei einigen Arten sehe ich die Erwartungen zwar noch nicht erfüllt, aber ich bin zuversichtlich, dass auch die sich bei anhaltender Wärme positiv entwickeln werden. Von unserem missglückten Rasen abgesehen kann das eigentlich nur ein sehr grüner, blühender und von hohen Stauden nur so eingefasster Gartensommer werden. Dass ich bei der vielen Kreativarbeit mit verschiedenen Hölzern sehr viel Gartenatmosphäre aufnehmen kann, ist für mich jetzt schon ein markantes Privileg dieser Saison.

Eigentlich Sommer

Die Einkaufstour war lange geplant. Aber eigentlich haben wir uns nur deswegen heute dazu durchringen können, weil wir bei dem Wetter nichts verpassen konnten. Die sonst nirgendwo zu findenden Artikel haben wir so wieder für einige Monate auf Vorrat, das gleicht die weite Fahrt wieder aus. Auf dem Weg eine recht sommerlich anmutende Baumlandschaft entlang der Straßen, was uns daran erinnert hat, in welcher Jahreszeit wir uns eigentlich bewegen. Nun, der Sommer soll übermorgen zurückkehren. Zwischenzeitlich nutzen wir die Situation, um reichlich Regenwasser zu sammeln.

Sommerlicher Energieanschluss

In den vergangenen Jahren, so auch heute wieder, habe ich die Pfingsttage immer sehr still erlebt. Das passt so gar nicht zu dem symbolischen Charakter des Festes. Und auch nicht dazu, dass viele dann unternehmenslustig zu sein scheinen. Vielleicht sind ja die meisten in Urlaub gefahren, das wäre eine Erklärung. In dieser Konstellation aber haben diese Tage den besonderen Charakter von Zeitlosigkeit. Ähnlich wie während der Fastnacht scheinen die normalen Regeln der Zeit und des Alltags ausgesetzt. Wie eine Markierung des Übergangs vom Frühling zum als solchen wahrnehmbaren Sommer. Und mit einem Mal sind auch die Bäume wirklich präsent, hat sich das Grün als dominante Farbe der Landschaft durchgesetzt. Ab jetzt wird vor allem Licht getankt, Energie daraus gewonnen und üppig gewachsen und getrieben. Eine schöne Zeit, in der man sich dieser neuen Energiequelle gerne anschließt.

Den Sommer herbeigesehnt

Merkwürdiges Feiertagswetter und leider keines dieser sonnendurchfluteten Osterfeste, die wir so häufig erlebt und die so schön zur Bedeutung des Festes gepasst haben. Immerhin hat mich die Gartenarbeit für einige Zeit nach draußen gezogen, bei fast eisigem Wind, aber mit der Zuversicht, dass die früh herangezogenen Pflänzchen im Sommer ein schönes Blütenambiente verbreiten werden. Bezüglich der Bäume des Gartens, vom Feigenbaum einmal abgesehen, bin ich ebenfalls zuversichtlich, vor allem, weil sie nach dem Entfernen der hohen Zypressenhecke jetzt viel mehr Licht und Raum zum Atmen haben. Das kann sich eigentlich nur positiv auswirken.

Den Sommer symbolisch konserviert

Jetzt leuchtet an der Stelle, die seit einiger Zeit mit dem selbst gesteckten Kranz aus Hortensienblüten belegt war, ein eben solcher aus Physalis und Waldrebe. Schon am Folgetag nach dem Stecken hatten sich unter dem Einfluss der Raumwärme die Fruchtstände der Waldrebe schon in einen wolligen Flausch verwandelt. Das war natürlich meine Absicht, denn so sind die Lücken zwischen den Physalis nachträglich gut ausgefüllt. Nachdem wir den Kranz aufgehängt hatten, waren aber dann doch noch punktuelle Anpassungen notwendig, um es ganz rund und gleichmäßig zu gestalten. Glücklicherweise waren im Garten noch einige Physalispflanzen übrig, von denen ich einzelne Blasen entnehmen konnte. Gerade wenn es am Abend durch die Deckenlampen angestrahlt wird, leuchtet diese Dekoration in wunderbar dominantem und luftigem Orange. So bleibt und in winterlich kalten Abend- und Morgenstunden ein Stück Sommer erhalten. Natürlich eine recht kurze Freude, denn schon bald wird diese Dekoration durch Adventliches abgelöst werden. Aber im kommenden Jahr können wir, da es bereits vorhanden ist, etwas früher beginnen, genauso mit den Strohblumen. Falls es 2017 wieder so viele Physalispflanzen und Laternchen geben sollte, würde ich dann aber gerne einen weitere Kranz nur mit Lampions versuchen. Ich kann mir vorstellen, dass das noch überzeugender wirkt.

Sommertäuschung im August

Ein August war das, dessen Anmutung mit den Tatsachen nicht so ganz übereinstimmt. Bei der schwülen Hitze dieser Tage könnte man meinen, der Sommer hätte sich einfach nur um 3-4 Wochen verschoben und sei jetzt im August eben an seinem Höhepunkt angekommen. Tatsächlich ist das aber ein Eindruck, der nur auf die Wechselhaftigkeit und Wärme zurückzuführen ist. Die Sonne hat sich in etwa genauso häufig und intensiv gezeigt wie im August des Vorjahres, nur minimal weniger. Und damit ist dieser August der sechste Monat in Folge, der gegenüber dem entsprechenden Vorjahresmonat weniger Licht und Sonne gebracht hat. Insgesamt wird es auch bei durchschnittlichem weiterem Verlauf ein sehr schlechtes Jahr in Bezug auf die Sonnenlichtstunden werden. Trotzdem haben sich die Pflanzen weitgehend gut entwickelt. Insbesondere bei den Bäumen kann ich keine großen Schäden feststellen. Nur die empfindlicheren Arten, die ohnehin nur zarte Blätter tragen, wie unser im Kübel gepflanzter Fächerahorn, haben unter den Phasen dauerhafter Intensivbestrahlung stark gelitten. Ich denke aber, dass wir keine so großen Folgeschäden z. B. bei den Nadelbäumen haben werden, die in manchem Vorjahr durch dauernde Trockenhitze entstanden waren. Denn immerhin gab es zwischendurch auch jede Menge Feuchtigkeit. Im Ergebnis also ein recht günstiges Jahr für Cholorophyll tragende Pflanzen, aber ein belastendes und anstrengendes für uns Menschen.

Verspätete Hundstage

Die Hundstage sollten eigentlich am 23. August enden. Aber gerade erleben wir ein Klima, das ganz genau dem entspricht, was man mit diesen heißesten Tagen des Hochsommers verbindet. Schön, dass es auch bei den kosmischen Einflüssen, in dem Fall des Sternbilds Großer Hund, bezüglich der Auswirkungen auf unser Erdklima gewisse Abweichungen gibt – von mythologischen Undeutlichkeiten einmal abgesehen. Wie ja in diesem Jahr alles 2-3 Wochen später dran ist als gewöhnlich. Ich beobachte schon, dass derzeit nicht nur die Blumen enorm viel Flüssigkeitsbedarf haben. Auch die Bäume des Gartens wie auch in der freien Landschaft erleben solche Hitze als Belastung und müssen einige Anstrengungen unternehmen, um ein gesundes Gleichgewicht zwischen Wasserersparnis und ungestörter Verdunstung aufrechtzuerhalten. So leert sich der gerade erst durch relativ wenig Sommerregen wieder etwas angefüllte Regenwassertank recht schnell, so dass ich auf nächtlichen Regen hoffe. Das würde auch zumindest die Vormittage stärker abkühlen. Trotzdem möchte ich mich nicht beschweren. Wir haben zu lange auf den Sommer gewartet, um seine Intensivierung zu seinem Ende hin nicht schätzen zu können.

Der Sonne entgegen

Sonnenblume neben Feigenbaum, Ginkgo und Walnussbaum

Nun habe ich sie inmitten ihrer bäumischen Nachbarn doch noch fotografiert, bevor die Vögel anfangen, die Kerne der größten Blüte herauszupicken. Man sieht hier sehr deutlich, wie sehr die Riesensonnenblume mit ihren zahlreichen Köpfen nach Licht strebt und so viel Sonne wie möglich einfängt. Es ist eine Freude, den Höhepunkt des Sommers im Spiegel der Hochzeit grüner Pflanzen zu erleben.

Gartenidyll mit Blumen und Bäumen

Unsere Riesensonnenblume mit inzwischen mindestens sechs Blütenköpfen macht den Bäumen des Gartens zunehmend Konkurrenz. Baumhoch ist sie ohnehin schon, mit einer Tendenz nach oben. Aber die dominanten sonnengelben Blüten sind natürlich auch ein Eyecatcher, der die Aufmerksamkeit unwillkürlich auf sich zieht. Da verblasst so manche Blüten- und Früchtepracht rundherum. Denn in ihrem Schatten gedeihen die Feigenfrüchte zurzeit sehr gut, wenn sie auch noch grün und erst auf halbe Größe angewachsen sind. Und die Strohblumen, Wicken, Rosenstöcke und kleiner gewachsenen Blumen genießen die Sonne ebenfalls und zeigen ihre ganze Pracht, die nur als einzelne, ob der geringeren Größe, den Gesamteindruck nicht ganz so stark beeinflussen, in der Gesamtheit aber das Bild eines üppig blühenden und grünenden, lichtdurchflutet sommerlichen Gartenidylls vermitteln.

Sommerliches Gartenleben

Die Aufteilung meiner verschiedenen Wochenendprojekte ist mir ganz gut gelungen. Wohnungsrenovierung und Holzarbeit unter einen Hut zu bringen, verlief problemlos, wenn auch mit nicht wenig Anstrengung verbunden. Jedenfalls ist die Renovierung abgeschlossen und die Holzarbeit kann ich Anfang der kommenden Woche fertigstellen. Damit hat sich wieder einmal ein Stau aufgelöst und weniger termingebundene Arbeiten können in den Vordergrund treten. Davon gibt’s jede Menge, so dass ich gerade diese Hochsommermonate für ihre Erledigung nutzen will. Am schönsten sind die kleinen Zwischenphasen, bewusst gesetzte Pausen, die wir gerne zusammen im Garten verbringen. Die Blumen vor allem machen uns in diesen Wochen jede Menge Freude, ganz besonders die nach und nach zur Blüte kommenden Strohblumen, von dem gekauften Exemplar des Vorjahres abgesehen eine Novum für uns. Aber auch die Riesensonnenblume, die mit aktuell ca. 3 Metern Höhe schon fast die Ausmaße eines Baums angenommen hat. Ein besonders hoch gewachsenes Exemplar, das wir schon seit Jahren nicht mehr hatten, und dass sich interessanterweise selbst gezüchtet hat. Gepflanzt haben wir jedenfalls keine. Es sind solche Neuerungen und ungeahnte Akzente im Verlauf der Vegetationsperiode, die das Leben mit und im Garten so spannend und anregend gestalten.

Strohblumensommer

Orangefarbene Strohblumenblütenköpfe

Die Strohblumen stehlen zurzeit unseren so vitalen Bäumen des Gartens die Schau. Dabei hatte ich bis vor zwei Wochen kaum noch Hoffnung, dass mein erstes Experiment, die Blumen aus Samen zu ziehen, überhaupt noch Erfolg haben könnte. Tatsächlich haben sie monatelang nur lange grüne Stängel und Blätter gebildet. Aber mit der Wärme kamen dann doch noch die Blüten, häufig sogar mehrere, da die Blütenköpfe oben oft Seitenäste bilden. Die orangenen haben es mir besonders angetan, aber auch die anderen Farben sind schön. Vor allem freut es mich, dass ich endlich herausgefunden habe, wie man sie am geschicktesten trocknet und wann der geeignete Zeitpunkt ist, sie zu schneiden. So werden wir sehr wahrscheinlich am Ende des Sommers einen Trockenblumenstrauß aus ganz unterschiedlich farbigen und geformten Strohblüten zusammenstellen können. Der Nachmittag stand, um den Bäumen doch noch zu ihrem Recht zu verhelfen, wieder im Zeichen der Vorbereitung neuer Armbandprojekte. Der erste Arbeitsschritt ist bereits realisiert. Eine gute Grundlage, mit den Abschnitten von Kiefer, Quitte, Walnussbaum, Esskastanie und Tanne in der nächsten Woche schöne Holzperlen inmitten unserer sommerlichen Gartenatmosphäre herzustellen.

Kräuter- vs. Bäumesommer

Es scheint, dass in diesem Sommer die Kräuter stärker im Fokus stehen als die Bäume. Sie zeigen mehr Präsenz, laden eher zum Betrachten, Sammeln und zur Verwendung in dekorativen Arrangements ein. Tatsächlich hat sich die ewig feucht-nasse Witterung förderlich erwiesen für deren Wachstum. Gerade vom Rainfarn sind an Wegrändern und in Wiesen große Areale mit strahlend gelben Fächerblüten zu finden. Ideal, um Kränze zu binden. Den Mischkranz aus Rainfarn und Lavendel haben wir ja schon realisiert. Heute hat M. angeregt, noch einmal etwas zu sammeln, um einen größeren Kranz, vielleicht nur mit Rainfarn zu realisieren, vielleicht auch mit einer Mischung verschiedener Sommerblüten und -früchte, z. B. mit den skurril geformten Fruchtständen und Lianen der Waldrebe, die später im Herbst eine regelrechte Wolle ausbilden. Auch wenn diese Kräuter uns derzeit so viel Freude machen, wünsche ich mir dennoch noch eine sommerliche Phase, die mich in die Baumlandschaft hinaus leitet und während derer ich mindestens eine Fotoreihe umsetzen kann, die das Licht des Sommers im Grün und in den Holzstrukturen der Bäume spiegelt.

Sommersonntag in Ruhe

Ein Sonntag der Ruhe, und der war einmal wieder notwendig. Interessanterweise scheint dieses Bedürfnis allgemein verbreitet zu sein. Auch die Nachbarschaft und, nach der zurückhaltenden Geräuschkulisse aus der Ferne zu schließen, die weitere Region scheint auf Relaxen eingestellt zu sein. Der letzte Tag des Juli, da ist man schon gedanklich beim August, und bei dem Gefühl, dass der Sommer seinen Höhepunkt schon fast überschritten hat. Das dämpft die Aktivität und den Willen, jetzt schon neue Projekte anzugehen. Ich ertappe mich selbst dabei, dass ich mich dem konkreten Landschaftseindruck zurzeit weitgehend entziehe und mich auf das Beobachten der Veränderungen beschränke, die der Garten, die vielen blühenden Blumen und die sich prächtig entwickelnden Bäume dort in ihren Farben, Blütenformen und dem Blattgrün zeigen, vor allem aber im Licht, das mal reflektiert wird, mal durch transparente organische Strukturen hindurchgeleitet wird. Zusammen ergibt das diesen oasenhaften Eindruck, den wir inmitten grüner Pflanzen im Hochsommer haben können, wenn wir denn die Aufmerksamkeit und Achtsamkeit aufbringen, die auch dafür unerlässlich ist.

Sommerverlaufsprognosen

Bei der schwülen Sommerwärme, die so ganz ausfällt als in den Vorjahren ist selbst der überwiegend baumbestandene und schattige Friedhof weitgehend menschenleer. Es zieht nicht viele nach draußen in diesen Tagen, die ganze Sonntagsszene wirkte ungewöhnlich ruhig. Sicher eine Folge des anhaltend tropischen Klimas, von dem ich hoffe, es wandelt sich in Richtung trockener Sommerhitze oder noch besser moderater Sommerwärme mit viel offenem Himmel und Licht. Für letzteres haben wir eindeutigen Nachholbedarf. So rechne ich eigentlich mit einer nach hinten verschobenen Ausdehnung des Sommers. Und das hieße ein hochsommerlicher August und endlich wieder ein ausgedehnter Altweibersommer, die gerade in Bezug auf die Baumimpressionen seine ganz besonderen Reize entfalten kann.

Ein Hitzetag mit sonnengetränktem Rainfarn

Ein Gutes hatte der gestrige Ausflug zu den Kiesweihern, an denen ich die vermuteten Seerosen nicht gefunden habe. Bei der Gelegenheit nämlich bin ich auf eine größere Ansammlung von Rainfarn gestoßen. M. und ich hatten in den vergangenen Tagen an den Weg- und Straßenrändern vergeblich danach Ausschau gehalten. Die Pflanze zeigt tatsächlich von Jahr zu Jahr sehr wechselhafte Vitalität und verschwindet auch mal vollständig an Standorten, an denen sie lange konzentriert gewachsen ist. Auf dieser Wiese aber fühlt sie sich in diesem Jahr offenbar sehr wohl. Vor allem waren die gelben Schirmblüten auch in genau dem richtigen Entwicklungszustand, um nach dem Trocknen eine gute Haltbarkeit erwarten zu können. Jedenfalls bin ich heute erneut aufgebrochen und habe ein dickes Bündel Rainfarn geschnitten. Das wird erst noch einige Tage im Wasser frisch gehalten, bis M. hoffentlich dazu kommt, einen Kranz zu binden. Die Menge dürfte ausreichend sein. Ein richtiger Hitzetag war das. Ein längere Phase mit diesem Wetter wird auch die Bäume in Wassernot versetzen. Bei den Hainbuchen und Wildkirschen konnte ich heute schon eine sehr ledrige Blattstruktur erkennen, die von intensiver und lang anhaltender Sonneneinstrahlung zeugt. Am Donnerstag sollen zum Ausgleich die nächsten Hitzegewitter kommen. Hoffentlich mit gleichmäßigem Regen, die unsere Gießwassertanks wieder auffüllt, und ohne Extreme, die unsere so schön gewachsenen Blumen zerstören könnten.

Sommerliche Gelegenheiten

Jetzt haben wir das Klima, was ich mit Hochsommer typischerweise in Verbindung bringe. Sehr sonnige und trocken-heiße Abschnitte im Wechsel mit schwülen Phasen, bei meist klarem, nur leicht durchwölktem Himmel. Das ist eine Erholung für die Fotovoltaik, die seit Monaten an Unterforderung leidet, und ein Katalysator für menschliche Aktivität und Aufbruchstimmung. Das mag sich noch eine Weile erhalten, bis die Urlaubszeit einen Rückzug der anderen Art einleitet. Letzteres schreckt mich als Anti-Urlauber weniger, da man dann besonders intensiv an Projekten arbeiten kann. Und worauf ich mich in dieser Zeit wirklich freue, ist die vermehrte Gelegenheit, die sommerliche Baumlandschaft zu Fuß zu erkunden und die für diesen Sommer charakteristischen Eindrücke zu gewinnen. Einiges davon hoffe ich in ebenso eindrucksvollen Fotografien festhalten zu können. Die technischen Voraussetzungen dafür sind jetzt besser denn je.

Ungewohnte Pflanzenentwicklung

Was soll man noch sagen. Die Sonne hat sich vollständig verabschiedet. Dazwischen immer wieder Regenschauer, bei einem Wechsel von kühlen Phasen und schwüler Wärme. Kein gutes Wetter für den Organismus, besonders für Wetterfühlige. Da ist einem auch der Umstand kein Trost, dass sich die Pflanzen ganz wohl fühlen. Einige besonders lichtbedürftige allerdings entwickeln sich anders als gewöhnlich. Unsere selbst gezogenen Strohblumen z. B. bilden unheimlich viel Grün, aber nur vereinzelt überhaupt eine Blüte, die zudem dann sehr klein und unauffällig ausfällt und unter dem vielen Blattgrün fast untergeht. Ich schätze, bei normalem Hochsommerklima wären sie anders ausgewachsen und hätte jetzt die Form, die ich mir eigentlich vorgestellt habe. Mit den Früchten des Feigenbaums wird es wohl ähnlich verlaufen. Viel zu wenig Sonne und auch nicht genug Wärme. Beides ist notwendig, damit die Feigen noch vor dem Spätherbst ausreifen können. Davon sind wir weit entfernt. Außer einer Hand von Vorfeigen sind noch gar keine als Früchte erkennbaren Feigen zu sehen. Es wird sich also alles sehr stark nach hinten verschieben, vermutlich so lange, dass es dann einfach schon zu spät wird. Schade, ich hätte dem Baum in seinem vermutlich letzten Jahr in dieser Form mehr Glück und Erfolg gewünscht.

Sommerstatistik

Die Ansichten mehren sich, dass das mit dem Sommer in diesem Jahr wohl nichts mehr wird. Befremdend pessimistisch klingt das, jetzt Ende Juni, eine Woche nach dem meteorologischen Sommeranfang. Und doch sieht man sich zu dieser Auffassung gedrängt, so unglaublich wenig Licht begegnet uns, und so wenig konstante Wärme. Dabei ist es keine völlige Rarität. Beim Blick auf die langjährige Sonnenstundenstatistik stelle ich fest, dass der Juni 2012 vergleichbar trüb und sonnenarm ausgefallen war. Man vergisst oder vielmehr verdrängt so etwas sehr schnell. Nicht sehr erfreulich für uns Menschen, aber die Bäume scheinen sich bei diesem nass-lauem Wetter ziemlich wohl zu fühlen. Die meisten Arten entwickeln sich prächtig, jetzt weniger starker menschlicher Beobachtung ausgesetzt, weil es einen nicht so sehr nach draußen zieht. Da kann man ins Zweifeln kommen, ob die auch im Baumtagebuch so häufig diskutierte enge Beziehung der Menschen zu den Bäumen ihrer Lebenswelt auch auf Gegenseitigkeit beruht. Vielleicht brauchen wir die Bäume dringender als sie uns.

Gartensommerfeeling

Der Garten nimmt jetzt die dschungelartige Gestalt an, die wir von den letzten Hochsommern gewohnt sind. Das Grün wird täglich dichter, von den Außenblättern der Blumen am Boden, vom üppiger werdenden Laub der Bäume, von den über Drähte geleiteten Weinreben, die hier und da noch Lücken fürs Sonnenlicht lassen und ansonsten das Licht filtern und in hellen Grüntönen nach unten weiterreichen. Gerade im Hochsommer, bei brütender Mittagshitze, ist das eine echte Wohltat. Nachdem wir diese anhaltende Regenphase hinter uns haben, hoffentlich spätestens Mitte kommender Woche, wird sich das Gartensommerfeeling sicher endgültig einstellen. Gut so, nach derart langer Wartezeit und dem Ausreizen sämtlicher Toleranzspielräume.

Unsichere Honigsaison

V. macht sich allmählich Sorgen um den weiteren Verlauf der Honigsaison. Nachdem es so erfreulich begonnen hat, ist diese wetterbedingte Flaute jetzt so langanhaltend, dass nicht nur die Robinienblüte ausgefallen sein dürfte. Auch der Beginn der länger währenden Brombeerblüte fällt weitgehend ins Wasser. In solchen Phasen konsumieren die Bienen erfahrungsgemäß ihren gerade erzeugten Honig gerne selbst. Schlecht für unsere Bilanz und für die Kontinuität und Vielfalt der diesjährigen Saison. Vielleicht bringt das Ende der Woche endlich die Wende und versöhnt uns mit diesem seltsamen Sommer, der noch keiner werden wollte.