Sommerabschied auf Raten

So ungemütlich, dass ich zum ersten Mal in dieser Sommersaison einen Pulli überziehen musste. Dabei soll morgen zumindest für einen Tag der Hochsommer in unserer Region zurückkehren. Für unsere Pflanzen wäre jetzt mehr Wärme schon wichtig. Auch für das Gemüt, das aus anderen Richtungen ohnehin flächendeckend stark belastet ist. Bei moderater Wärme hoffe ich, am Wochenende restliche Gartenarbeit erledigen zu können. Unter anderem benötigen die Efeuhecken wieder einen Rückschnitt. Aber auch die teils schon eingetrockneten Wurzeln der Sonnenblumen müssen aus der Erde. Das sind dann schon die ersten Arbeiten, mit denen der Garten auf die nächste Saison vorbereitet wird. Irgendwie traurig, wenn man sich so auf einmal des Sommerendes bewusst wird.

Jahreszeitenprivileg

Die schon selten gewordene Holzarbeit im Freien hat mir den Beginn des Herbstes sehr nahegebracht. Man spürt an der Luft, der Temperatur, dem Licht, wie sich die Jahreszeit im Übergang befindet. Das ist traurig und schön zugleich. Der Sommer, über den wir zuletzt wegen der schwülen Hitze noch geklagt haben, ist auf einmal vorbei, und sogleich trauern wir ihm nach. Aber der Herbst hat eben auch seine Reize. So freue ich mich jedes Jahr aufs Neue auf diese Wechsel und all die Eindrücke und inneren Handlungen, die sie in uns und zwischen uns hervorrufen. Ein großes Privileg der Bewohner mittlerer Breiten.

Sommerliche Energie von außen

Für einen Einundzwanzigsten war dieser Tag vielleicht etwas unspektakulär, aber immerhin wieder produktiv und mit einer nicht mehr erwarteten Information am späteren Nachmittag, die meine Projektarbeit in Bewegung hält. Dass ich inhaltlich und technisch an verschiedenen Fronten gut vorankomme, passt zur Atmosphäre des Hochsommers und der Energie, die uns von außen, Rudolf Steiner würde sagen aus dem Weltall, auf uns einströmt und die wir nutzen, die wir nicht aus uns heraus erzeugen müssen. Diese Sichtweise, dass sich in den Sommermonaten alles ausdehnt in Richtung des Alls, für uns Menschen, bei den Tieren und ganz besonders bei den Pflanzen, fand ich faszinierend bei Steiner wiederholt zu lesen. Am Beispiel der Bäume aber ist so offensichtlich und anschaulich, dass man es genauer betrachtet nicht ignorieren kann. Es ist vielmehr eine sehr plastische Anschauung unseres Lebens mit den Jahreszeiten und eine gute Erklärung für die biologischen Rhythmen, von denen wir so abhängig sind, dass selbst unsere Stimmungen davon stark beeinflusst sind.

Die Bäume des Sommers bieten Ausgleich

Man spürt tatsächlich, dass der Hochsommer gerade jetzt an seinem Höhepunkt angekommen ist. Es sind nicht nur die Temperaturen, das Licht, die Atmosphäre im Garten und in den Straßen. Auch die Einstellung der Menschen, diese Auszeit-Stimmung scheint jetzt maximal ausgeprägt zu sein. Ich mochte diese Zeit in den letzten drei Jahrzehnten sehr, gerade während der Arbeitszeit und gerade wenn andere Urlaub machen, weil das Arbeiten dann unter ganz besonderen Rahmenbedingungen wirkt. Für mich ist das reizvoll und intensiv, gerade jetzt komme ich besonders gut voran und kann mich bei wenig Ablenkung auf die Ausarbeitung meiner Linien konzentrieren. Ich hoffe, die Pflanzen und ganz besonders die Bäume des Sommers begleiten mich durchgehend und helfen, den entspannenden Ausglich herzustellen.

Hochsommerliche Begegnung mit einem alten Arbeitsort

Einer meiner eher seltenen Außentermine hat mich in die Stadt meiner alten Arbeitsstätte geführt. Schön, im zeitlichen Abstand die Eindrücke der Straßen und Häuser heute mit denen von damals zu vergleichen. Gerade im Hochsommer, der auch für die Zeit damals immer etwas besonders Intensives hatte. Auch wegen dieser Rückerinnerungen, die für mich immer noch überwiegend positiv besetzt sind, hatte diese Arbeitssitzung etwas Entspannendes, fühlte sich fast nicht wie Arbeit an. Und wenn dann ein Kundenprojekt auch wieder ein Stück weiter ins Rollen kommt, ist es ohnehin motivierend und in die Zukunft gerichtet. Der Einsatzort war ganz in der Nähe des alten Schlosses, in dessen Innenhof ich an einem solchen warmen Hochsommertag wie heute, nur vor ca. 15 Jahren, während eines Spazierganges in der Mittagspause just in dem Moment einen großen alten Maulbeerbaumast zu Boden fallen sah, als Gemeindearbeiter ich auf diese Weise zurückschnitten. Von diesem Ereignis stammen meine bescheidenen Maulbeerholzvorräte, die bis heute nicht abgetragen worden sind. Sie einfach zu besitzen, als Rarität sozusagen, ist aber allein schon eine Freude, gerade vor dem Hintergrund dieses Erlebnisses.

Sommer im Spiegel der Pflanzen

Den Bäumen im Garten gebe ich jetzt bei der abendlichen Gießrunde auch immer etwas ab. Bei durchgehend sonnigen und heißer werdenden Tagen können es bei längerer Dauer auch die Bäume gut gebrauchen, wenn auch die tief reichenden Wurzeln nicht mehr ausreichend Flüssigkeit ziehen können. Aber bisher halten sich unsere Gartenbäume mit diesen zeitweiligen Flüssigkeitsgaben ganz gut und entwickeln sich, wohl auch wegen der vielen nassen Phasen zwischendurch, prächtiger als in den Vorjahressommermonaten. So können wir uns über einen blühenden und üppig grünenden Kreis von Pflanzen im Umkreis unseres Wohnumfelds freuen und die schönen Seiten des Sommers im Spiegel der Pflanzen in uns aufnehmen und erhalten.

Von der Krise sommerlich profitieren

Tolles, moderates Sommerwetter, und man hat den Eindruck, die Krisenstimmung zeigt sich jetzt einmal von ihrer entspannten Seite. Tatsächlich herrscht eine Auszeit-Atmosphäre, die an Urlaubsstimmung erinnert. Auch für die, die einfach weiterarbeiten. So werden wir wohl erst viel später erkennen und verstehen, was diese Krise uns zu bedeuten hatte. Ich lenke die Aufmerksamkeit auf alles, was die unwahrscheinliche Anmutung verstärkt. Auch die Beobachtung der Landschaft und ihrer Bäume profitieren davon.

Sommerfeiertage

Wie liegt ein Feiertag in der Woche. Das merkt man deutlich, denn um diese Sommerfeiertage herum suchen die Menschen förmlich die Auszeit, für die es ansonsten keinen Grund gibt. Ruhig ist es dadurch überwiegend, was aber die Konzentration auf Projektvorhaben vereinfacht und zeitaufwändige Prozesse schneller vorankommen lässt. Dieses extrem konzentrierte und gedrängte Arbeiten ist reizvoll und so wohl nur in der wärmeren und helleren Zeit des Jahres möglich. Und Corona verstärkt diesen Eindruck noch, da ohnehin alles Unwirklich und wie aus der Zeit gefallen wirkt. Ich freue mich auf alles, was kreative Entfaltung ermöglicht und auf alles, was mir den Kontakt zu Landschaft und Bäumen lebendig hält. So ein Sommerfeiertag ist dafür besonders förderlich, zumal wenn sich ein Wochenende direkt anschließt.

Baumlichtsommer

Durch die Baumlandschaft zu streifen, ist gerade an etwas bedeckteren Tagen, die aber dennoch Licht durchlassen, erholsamer als an den heißen Tagen der letzten Wochen. Und auch das Fotografieren kann an solchen Tagen unverhofft gute Ergebnisse bringen, gerade wegen der stärkeren Streuung und dem durch die Wolken bewirkten Lichtzelteffekt. So habe ich diese Tour durchaus unter das Motto der Lichteindrücke gestellt. Denn trotz der Wolkendecke sind es gerade die lichten Details an Wiesenpflanzen und Bäumen, die an diesem Tag eindrucksvoll wirkten.

Robinienblätter im Gegenlicht
Sommerwiese mit Mohnblumen
Detail eines Eichenquerschnitts mit Borke

Sommerregen und eifrige Honigbienen

Erstmals seit langem ist die Wetterstimmung gewittrig, und jetzt am Abend sieht es nach heftigem Regen aus, der aber noch nicht gefallen ist. Wenn das über Nacht kommt, ist es mir ganz recht. Einmal das Gießen gespart und hoffentlich wieder mehr Regenwasser ist unseren Tanks, die unter dem großen Bedarf der letzten Tage gelitten haben. Besonders den Bäumen, die vom Gießen ausgeschlossen sind, wird das guttun. Vielleicht auch den Bienen, über deren Sammeleifer wir uns in diesen Tagen freuen. Bei etwas feuchterem Bedingungen können sie aber häufig den Nektar leichter aufnehmen. Wenn dann die schon gewohnte Wärme und die Sonne nachkommen, könnte es noch weitere gute Erträge geben, z. B. von den Brombeeren und der Esskastanie. Nach Jahren heftiger Rückschläge wäre ein solcher Erfolg für V. und uns alle eine Wohltat.

Pfingst-Baum-Grün

Was könnte passender die Atmosphäre des Pfingstfeiertags ins Bild setzen als die Sonne dieses Tages, wie sie durch dichter werdende Baumkronen mit noch transparentem Grün bricht. Es sind vor allem die Blätterdächer der Robinien und der Hainbuchen, die mich zu diesen Blatt-Grün-Fotografien aufgefordert haben.

Sommerliches Blätterdach einer Robinie I
Sommerliches Blätterdach einer Robinie II
Sommerliches Blätterdach einer Robinie III
Sommerliches Blätterdach einer Hainbuche I
Sommerliches Baumkronen-Grün

Sommergartenvorhaben

Bei solchem Wetter geht die Holzarbeit sehr leicht von der Hand. So bin ich zügiger vorangekommen als gedacht und kann morgen schon das jüngste Projekt angehen. Schön auch, dass ich aktuell viele positive Rückmeldungen erhalte, die mir bestätigen, dass die Symbolformen und die Baumkreiszuordnungen nach wie vor für viele Menschen bedeutungsvoll sind und sie es mit ihrem eigenen Erleben und Wahrnehmen in Verbindung bringen können. Am Wochenende werden aber auch die lebenden Bäume wieder zum Thema für mich, zumindest die im Garten, wenn wir uns um weitere Vorhaben zur Umsetzung unseres Sommergartens 2020 kümmern werden.

Aussicht auf viel Sonne und Licht

Ein Tag voller Projektarbeit, an dem auch V. nach langer Zeit wieder zu seinem Handwerk zurückgefunden hat. Weniger aus Lust, eher weil es nach der Reinigungsaktion im Gartenbereich Reparaturbedarf gab. Da ist noch einiger Einsatz von Nöten, damit wir demnächst wieder in Ruhe draußen sitzen und die Gartensaison genießen können. Die Aussichten für diese Sommer, die Langzeitprognosen bezüglich der zu erwartenden Sommerwitterung klingen gut. Natürlich weiß niemand wirklich, wie das Wetter in drei Monaten sein wird. Aber das Spekulieren hat auch seinen Reiz. Und einen heißen, trockenen Sommer vorherzusagen, ist nicht schwierig, wenn man die letzten Jahre betrachtet. Viel leider unter den Extremen, gerade auch die Bäume, bei denn sich zeitversetzt in den Folgejahren die Auswirkungen von zu viel trockener Hitze zeigen, z. B. in vermehrtem Borkenkäferbefall, der dann auch das Aus bedeuten kann. Nur die Aussicht auf viel Sonne und Licht ist mir grundsätzlich immer sympathisch.

Gedanken an Frühling und Gartensaison

Trotz der allgegenwärtigen Krisenstimmung sind doch die Vorboten des Frühlings zu erkennen. An den frühblühenden Blumen im Garten, an längeren sonnigen Phasen. An der für diese Zeit recht milden Lufttemperatur. Das verleiht der morbiden Szene ein wenig mehr Leichtigkeit und lässt die Gedanken auch mal abschweifen in Richtung der lichtreichen Jahreszeiten, der Gartensaison, all dem Schönen, was der Frühling und Sommer normalerweise bringen mögen. Ob wir die so genießen und im Spiegel der jahreszeitlichen Entwicklung der Bäume in uns aufnehmen und verarbeiten können, hängt auch davon ab, wie prekär sich die Krise ausgestaltet. Wollen wir das Beste hoffen und darauf, dass die drastischen Maßnahmen und die große Vorsicht dieser Tage sich positiv auswirken und die Krisenzeit vor allem verkürzen.

Noch keine Aufbruchstimmung

Einige Videos mit Bewegungsfolgen einer fernöstlichen Bewegungslehre konnte ich mir heute ansehen. Das war eine wohltuende Abwechslung, die mir einmal wieder vor Augen geführt hat, wie sehr man im Frühling und Sommer aufleben kann, was allein das Licht und die Sonne mit uns und unserer Motivation macht. Denn diese Videos wurden offensichtlich bei bestem Frühsommerwetter teils mitten in der Landschaft gedreht, mit Baumblüten und viel Grün im Blickfeld und frischer Luft. Das wünscht man sich zumindest in Gedanken in diesen trüben, stürmischen, aber nur mäßig kalten Wintertagen die warme Jahreszeit herbei. Und dass eine Aufbruchstimmung entsteht, die in diesem Jahr noch nicht feststellbar ist.

Winterliche vs. sommerliche Orientierung in der Holzarbeit

Die Holzarbeit am späten Nachmittag hat sich zu dieser Jahreszeit zu einem lieb gewonnenen Ritual entwickelt. Das ist Arbeit vollständig bei künstlichem Licht. Und obwohl ich immer darauf hinweise, dass für die Holzarbeit das Sonnenlicht wichtig ist, wegen der Nähe zum Material und seiner Herkunft aus den lebenden Bäumen, so ist das in den Wintermonaten doch umgekehrt. Fast mehr Innerlichkeit und Nähe zur Energie und Ausstrahlung der jeweiligen Baumart ist während dieser abgeschiedenen Werkstattstunden im Keller unter Halogenlicht möglich. Dann richtet sich die ganze Aufmerksamkeit auf das Werkstück und zudem ins eigene Innere, während die Freiluftsaison den Gedankenradius und die Wahrnehmung eher ausweitet und sich mit zunehmender Wärme und natürlichen Helligkeit ausweitet.

Veränderliche Beobachtungsschwerpunkte

Weniger Kontakt mit den lebenden Bäumen hatte ich in diesem Sommer, wenn man es mit den Vorjahren vergleicht. Das ist eine Frage der Ruhe und der freien Zeit, um sich ganz auf die Landschaft, die Bäume und ihre unendlichen Details zu konzentrieren. Natürlich gab es auch in diesem Sommer Gelegenheiten und Entdeckungen, aber es fehlte doch die Kontinuität für das Erkunden in der Landschaft. So waren in diesem Sommer die symbolischen Themen dominanter und die immer im Umfeld lebenden Gartenbäume in ihrem Wechselspiel mit der Gesamtsituation des Gartens und aller Pflanzen um sie herum. Dennoch bleiben die Bäume meine Lieblingspflanzen. Und wenn sie einmal weniger der Beobachtung ausgesetzt sein wollen, dann ist das auch in Ordnung. Tatsächlich könnte es ja sein, dass das Veränderliche meiner Beobachtung von den Bäumen selbst initiiert wird und außerhalb der eigenen Entscheidung liegt. Das würde meine besondere Verbindung mit den Bäumen auf überraschende Weise bekräftigen.

Attraktivitätsplus für die Gartenblumen

In diesem Sommer haben mir die Blumen wieder am meisten Freude gemacht, und tun es immer noch. Die Gartenbäume waren bis zuletzt merkwürdig unauffällig, wie wenn sie sich zurückhalten und Energie für bessere Zeiten sparen wollten. Ein ausgedünntes Blattkleid mit kleineren und immer wie dürr wirkenden Blättern. Wenig Wachstumsfreude, sowohl vertikal als auch in die Breite. Das wurde besonders beim Ginkgo und den Feigenbäumchen deutlich. Nur die Gleditschie ist im Kontrast zum Vorjahr sehr schön gewachsen und hat endlich einmal etwas wie eine Krone ausgebildet. Jetzt hoffe ich, dass diese Kronentriebe nicht über Winter wieder abfrieren und das Ganze von vorne losgeht. Jedenfalls hat dieser lichte Baum jetzt erkennbares Potenzial, um groß und kräftig zu werden, auch wenn sein Stämmchen aktuell noch nicht dafür spricht.

Atmosphärischer einundzwanzigster Sommertag

Dieser Einundzwanzigste wurde einmal wieder seiner Symbolik gerecht. Ein schöner Tag mit mäßiger Wärme, recht viel Licht und entspannter Atmosphäre. So wie man sich stressreduzierten Sommer von seiner schönsten Seite vorstellt. Aber natürlich kann es doch noch etwas wärmer werden, schließlich ist erst die zweite Hälfte des August. Da geht sicher noch etwas, denn auf Herbst will ich mich noch nicht einstellen. Zu sehr genießen wir, am Nachmittag uns im Garten aufzuhalten und die Blumen, die satt grünen Bäume und die langsam Früchte tragenden Gemüsepflanzen zu betrachten, meist mit kleineren Gartenarbeiten verbunden. Das eine oder andere werden wir sukzessive bald auch ernten können. Nur mit Baumobst ist zumindest bei uns nicht viel in diesem Jahr. Die Chilis gedeihen aber prächtig, und wenn die späte Sorte an allen Blütenständen auch eine Schote wachsen lässt, wird der Ertrag sicher höher als im Vorjahr werden.

Diesjährige Pflanzensommerentwicklungen

In diesem Sommer präsentiert und entwickelt sich der Garten ganz anders als zuvor und anders als erwartet. Sonnenblumen sind es diesmal nur wenige, die sind aber sehr hoch gewachsen und erreichen in diesen Tagen ihren Höhepunkt. Die ersten Köpfe habe ich schon abgeschnitten und zum Auspicken für die Vögel auf der Gartenbank ausgelegt. Die Rizinusstauden wachsen nach den Regenfällen jetzt deutlich besser und erreichen unterschiedliche, aber ganz zufriedenstellende Ausdehnung. Ewas mehr hätte ich mir zwar gewünscht, sie haben aber dieses Jahr starke Lichtkonkurrenz von verschiedenen Spalierbäumen, die V. entlang des Zauns gepflanzt hat. Die Blumen sind größtenteils ohnehin in Hochform, v. a. jetzt die Strohblumen, die zuletzt vom Sturm durcheinandergewirbelt und gebogen wurden, aber immer wieder neue Blüten bilden, erfahrungsgemäß bis in den Spätherbst hinein. Die Wandelröschen sind wunderschön, machen aber viel Arbeit, da ich ständig die Fruchtstände abknipsen muss, damit immer wieder neue Blüten nachkommen. Unsere schönen orangefarbenen Mohnblumen sind jetzt fast alle vergangen, die Lupinen sind schön gewachsen, haben aber merkwürdigerweise keine einzige Blüte ausgebildet. Vielleicht ist das so im ersten Jahr? Es gibt eben noch Rätsel. Nur mit den Bäumen bin ich 2019 nicht so ganz zufrieden. Sie scheinen einen Schongang einlegen zu wollen. Gerade der Ginkgo hat so kleine und relativ wenige Blätter, scheint auch kaum Höhe oder Breite zugelegt zu haben, obwohl wir so viel Licht, Wärme und jetzt auch Regen haben. Auch der Walnussbaum bewegt sich kaum on der Stelle. Nur der kleinste, die Gleditschie hat im Vergleich zum Vorjahr deutlich zugelegt und zeigt sich zunehmend vitaler.

Sommer, Garten, Technik

Jetzt kommt der Hochsommer erneut zurück, und die schwül-warme Luft erwärmt sich weiter. Immerhin haben wir jetzt wieder etwas Gießwasser von den Regenfällen gestern. Und unsere Pflanzen benötigen wieder künstliche Bewässerung, nachdem die letzten Tage eher wenig Verdunstung mit sich brachten. Eine gute Zeit eigentlich, auch wegen der immer noch vorherrschenden Abwesenheit der Menschen, fürs Fotografieren. Wenn da nicht immer wieder die technischen Aufgaben  dazwischenstünden.

Wohltuende Hochsommerabkühlungen

Die Sonnenstunden des Vorjahres-August werden wir nicht mehr erreichen. Aber ich will mich nicht beklagen. Schließlich war der bisherige Hochsommer mit Rekorden, insbesondere bei der Hitze, aber mit reichlich Licht und Sonne gekrönt. Dann muss es nicht auch noch zahlenmäßige Rekorde bei der durchschnittlichen Zahl der Sonnenstunden geben. Im Gegenteil sind moderate Phasen gerade für die Pflanzen wichtig, damit sie zwischendurch durchatmen und auftanken können. Ganz besonders für die Bäume in Gärten und städtischen Grünanlagen, weil die eben stärker von der Wärme strapaziert sind, viel verdunsten und aber in der Regel keine oberflächliche Wasserzufuhr erhalten. Wenn da über Monate geht und es zu wenig regnet, haben wir eben jene Stressfaktoren, die sich in diesem Sommer bei sehr vielen Bäumen wohl ausgewirkt haben, die jetzt die Folgen des Vorjahressommers verarbeiten müssen. Und auch für uns sind Abkühlungen zwischen dem Supersommerwetter einfach wohltuend.

Die Baumlandschaft wird welker

Für einen 21. war dieser Sonntag relativ unspektakulär. Aber die moderate Sonne hat mich am Nachmittag in die Baumlandschaft hinaus gezogen, den Kopf freimachen, was zurzeit dringend notwendig scheint, zumindest am Wochenende. Die Ruhe dabei war das Wichtigste. Die Landschaft selbst präsentiert sich in diesen Tagen eher schmucklos, wohl eine Folge der langen Hitzephasen mit zu wenig Regen. Fast alle Bäume und Sträucher tragen schlapp gewordenes grünes Laub. Hinzu kommt, dass derzeit kaum eine Blüte zu sehen ist, und für die Früchte ist es noch etwas zu früh. Nur die Fruchtstände des Gemeinen Schneeballs sind mir ins Auge gefallen, auch weil die normalerweise erst viel später im Jahr diesen Zustand zeigen. Sie sind nämlich schon ganz verschrumpelt und zeigen quasi herbstliche Ambitionen, eben auch eine Folge dieses Wetters. Andere Arten, wie die Pfaffenhütchen, bewegen sich langsam in Richtung der Fruchtreife. Die Hütchen beginnen gerade erst, sich vom Grün in Richtung Rosa zu verfärben. Recht früh dran sind die Haselnüsse. Die Sträucher, denen ich begegnet bin, sind übervoll mit den noch grünen Nüssen. Irgendetwas an unserem derzeitigen Klima scheint dieser Art in die Karten zu spielen, während die meisten anderen erkennbar leiden.

Erkenntnisfortschritte mit Pflanzen

Im eigenen Garten scheint es in diesem Jahr eher ein Stauden- und Blumensommer zu werden. Diesen Vergleich mit den Bäumen habe ich ja schon öfter angestellt, weil einmal die Gartenbäume, einmal die blühenden Pflanzen im Mittelpunkt der Aufmerksamkeit stehen, je nach Ausprägung ihrer Präsenz. Und die Bäume sind generell weniger dominant, scheinen vom Frühjahr an bis jetzt eher gehemmt, was man an eher kleinen Blättern, weniger sattem Grün und durchaus sich im Rahmen bewegender Wuchsfreude äußert. Es müssen kosmische Faktoren dafür verantwortlich sein, dass solche Unterschiede zwischen den Pflanzen und solche Schwankungen zwischen den Jahren festzustellen sind. Ich würde mich freuen, wenn ich im Laufe meiner langjährigen Beschäftigung mit den Pflanzen auf dem Gebiet Erkenntnisfortschritte machen könnte.

Flüssige Holzarbeit bei hochsommerlichem Licht

Wieder eines meiner typischen Holzarbeitswochenenden, das am Freitagabend mit dem Drechseln begann und heute mit den restlichen Arbeitsprozessen auch schon zum Abschluss kam. Auch wenn alle ob der Hitze stöhnen, finde ich gerade die Arbeit mit Holz an so heißen Tagen sehr anregend. Auch geht sie mir trotz der Temperaturen sehr flüssig von der Hand. Aber ausschlaggebenden und motivierend ist wohl weniger die Temperatur als das Licht, das eben gerade gleichzeitig mit der Temperatur traumhaft zu nennen ist. Hochsommertage vom Feinsten, könnte man sagen. Und dann auch noch mit ein wenig Wind. Dann ist direkt echtes Urlaubsfeeling da, was für mich als überzeugten Nicht –Urlauber einen besonderen Reiz mit sich trägt.

Hochzeit für Licht und Wärme liebende Arten

Nun erleben wir die möglicherweise heißesten Tage des Jahres schon im Juni. Auch einmal etwas Neues. Wenn der Sommer lange hält, ist mir das auch recht, zumal heute zur Dauersonne und hoher Temperatur auch ein kühlender Wind kam, der die ganze Szene in ein mediterran anmutendes Licht und eine von Leichtigkeit geprägte Atmosphäre tauchte, bis in den Abend hinein. Jetzt nehmen die Sonnenblumen erst richtig Fahrt auf. Und auch andere Licht und Wärme liebende Arten, wie z. B. unsere Feigenbäume und die Bananenstauden, fühlen sich sichtlich wohl und breiten ihre Blätter aus. Mit der Kehrseite, der nahezu vollständigen Abwesenheit von Kooperationsbereitschaft, versuche ich mich gerade zu arrangieren.

Sommerfreude vs. zielstrebiges Engagement

Das Aufmerksamkeitsdefizit des Hochsommers, das ich so häufig schon bemerkt habe, schien heute, am bisher heißesten Tag des Jahres, seinen Höhepunkt erreicht zu haben. Die Menschen wirkten wie nicht vorhanden bzw. sind erst gar nicht in Erscheinung getreten. Kaum vorstellbar, dass so ausgeprägte Sommerseligkeit sich lange fortsetzen kann. Für die zahlreichen in Entwicklung befindlichen Projekte wäre das ganz ungünstig. Aber ich hoffe, dass sich die Haltung nicht verstärkt und man verbreitet Sommerfreude und zielstrebiges Engagement miteinander zu verbinden weiß. Wer die Sommertage nicht gerade im kühlenden Schatten der Bäume verbringen kann, könnte sich aktuell etwas weniger Sommer wünschen. Da aber die Bäume für mich immer auf die eine oder andere Art präsent sind wünsche ich mir, wie immer schon, den Sommer bewusst zu verfolgen und dennoch ungebremst weiterarbeiten zu können.

Gemäßigte Sommerfreuden

Gut, dass wir im Vorjahr bereits einen zusätzlichen Wassertank im Garten installiert haben. Der war zwar kürzlich schon reparaturbedürftig, weil der Ausguss einen Defekt hatte. Aber wieder hergestellt ist er eine große Entlastung, zumal der Ausguss breit ist und die Gießkannen in Sekunden gefüllt sind. Obwohl wir deutlich weniger Sonnenblumen als im Vorjahr gepflanzt haben, ist die Gesamtmenge der Blumen doch groß, so dass etliche Gießkannen an warmen Tagen nötig sind. Mit den verschiedenen Reservoirs dürfte das nicht mehr zu Engpässen führen, auch bei längeren Hitzephasen ohne Regen. Jetzt freuen wir uns die sommerliche Gartensaison und all die anderen Vorzüge der Sommerzeit, die zumindest phasenweise das Leben leichter erscheinen lässt. Nur zu heftig darf es mit der Hitze nicht werden. Damit das Sommererlebnis nicht zur Belastung wird und die Bäume und anderen Grünpflanzen nicht unter Stress geraten. Gerade bei den Bäumen kann sich das nämlich noch Jahre danach in Form größerer Anfälligkeit für Schädlinge und reduzierter Vitalität auswirken. Gemäßigte und möglichst lange anhaltende Sommerwärme mit gewisser Gleichmäßigkeit, das steht wettermäßig für die nächsten Monate auf meiner Wunschliste.

Das Zusammenspiel von Licht und Pflanzen

Ein Sonnentag mit angenehmer Wärme und viel Licht, der zum Sommeranfang gut passte. Auch passend dazu präsentieren sich alle bislang zögerlichen Pflanzen sehr vital. Das erkenne ich an den Wicken, an den Chilis, an den Rizinusstauden und Sonnenblumen. Und auch die Ringelblumen und Strohblumen scheinen sich bei gleichzeitig sonnigem und warmem Wetter sehr wohl zu fühlen. Jetzt strebt der Gartensommer seinem Höhepunkt entgegen. Und das dichter werdende Laub der Weinreben, die breiter werdende Kronen der Gartenbäume, die zunehmend mehr Schatten werfen, tauchen die Gartenkulisse in diese Mischung aus Lichtspots, halbtransparent von den Blättern gefilterten Flächen und ganz abgeschatteten Stellen. Dann entsteht wirklich hochsommerliche Gartenatmosphäre, die eben nur in diesem Zusammenspiel von Pflanzen und Licht möglich ist.

Verspätetes Wachstum

Dass es bis heute immer noch keinen neuen Honig gibt, bestätigt unsere Beobachtung einer insgesamt verzögerten Entwicklung der Pflanzen in diesem Jahr. Bei den Bäumen kann man es eigentlich am besten beobachten, denn fast alle Arten sind ungewöhnlich spät dran, selbst schon mit der Blattbildung. Die Blätter unseres Ginkgos im Garten sind immer noch nicht zu vollständiger Größe aufgefaltet, und auch der Walnussbaum hat erst in den letzten Tagen einen erkennbaren Sprung nach vorne gemacht. Und beim Nektar kommt zu dieser allgemeinen Verzögerung wohl noch hinzu, dass bestimmte Blüten in wenigen kalten Nächten wohl erfroren sind und auch bereits gewachsene Fruchtansätze diesen kalten Phasen zum Opfer gefallen sind. Deshalb sieht es beim Baumobst dieses Jahr uneinheitlich aus. Bei den wilden Straucharten mit Früchten könnte es vielleicht besser werden. So erleben wir einen Sommer, der bereits mit hohen Temperaturen und subtropischen Bedingungen beeindruckt hat, der aber auf vegetativem Gebiet einen eher ungewöhnlichen Verlauf nimmt. Ich hoffe, unsere Nutzgartenambitionen müssen nicht ganz begraben werden.

Sommerliche Vegetationsprognosen

Gewittrig und heiß wie an manchen typischen Augusttagen präsentierte sich das Wetter heute. So werden wir mit starken Gewittern und viel Regen rechnen müssen, bevor der Sommer eine kurzweilige Abkühlung in den nächsten Tagen erfährt. Dass wir zwischendurch viel Feuchtigkeit haben, wirkt sich positiv auf das Pflanzenwachstum aus. Auch wenn manche Arten noch nicht wissen, wann sie den Höhepunkt ihrer Vitalität erreichen sollen. Deshalb stellt sich das Gesamtbild im Garten und bei den Zierblumen auch sehr uneinheitlich dar. Dennoch rechne ich mit einem üppigen Pflanzensommer mit im Schnitt viel Sonne.