Erholung für die Pflanzen nach einem selten gewordenen Regentag

Bei uns war das der erste echte Regentag seit gefühlt zwei Monaten. Zwischendurch gab es nur einige wenige Tage mit kurzen Regenschauern, die aber nicht viel zum Auffüllen unserer Regenwasserreservoirs beigetragen haben. Heute ist unser Vorratsbecken wenigstens zur Hälfte vollgelaufen, so dass wir später den Tank zum Abzapfen des Gießwassers wieder auffüllen können. Vor allem für die Gartenbäume war es aber auf jeden Fall eine Erholung. Denn die konnten natürlich nicht gegossen werden und hatten nur über tief oder weit reichende Wurzeln eine Chance, überhaupt an ausreichend Flüssigkeit zu gelangen. Dieser Dauerregen, wenn auch nur schwach, den wir heute hatten, konnte die oberen Erdschichten zumindest wieder durchfeuchten. Und für uns war es auch ein Tag zum Durchschnaufen. Schön wäre es nur, wenn in den kommenden Tagen die frühherbstliche Sonne wieder zum Vorschein kommt und wir einen wirklich goldenen Oktober erleben dürften. Der wäre nach diesem ausgedehnten Altweibersommer doch ein weiteres Witterungshighlight in diesem ansonsten wettermäßig so belastenden Jahreslauf.

Ein ungewöhnlich verlaufener Septembermonat

Der September geht mit einem weiteren fast sommerlich anmutenden Tag zu Ende. Gefühlt war dieser Monat außergewöhnlich, weil er doch überdurchschnittlich hohe Temperaturen über Wochen beschert hat. Aber Wärme und Sonnenstunden sind nicht unbedingt dasselbe. Tatsächlich zeigt meine Sonnenstunden-Statistik der letzten 18 Jahre, dass es tatsächlich 2 Jahre gab, die noch deutlich reicher an Sonnenstunden waren. Vermutlich waren diese Monate im Durchschnitt nicht so warm wie in diesem Jahr, aber sie waren eben noch lichtreicher. Für meine Chili-Gemüsepflanzen ist genau diese Mischung aus überdurchschnittlichen Temperaturen und viel, aber nicht übermäßig viel Sonne, ein seltener Glücksfall. Denn die Pflanzen gelangen recht spät im Jahr zur Fruchtreife. Und wenn es ausgerechnet dann verregnet und kühl ist, bleibt das Ausreifen meist ganz aus, oder nur ein kleiner Teil der Schoten kann den Wachstumszyklus überhaupt abschließen, während bei anderen Pflanzen dann manchmal sogar die Blüte nicht mehr kommt und in Folge dessen erst recht keine Frucht. Aber in 2026 können wir uns diesbezüglich wirklich nicht beschweren. Ganz viele Schoten sind schon voll rot ausgereift, und sehr viele sind auf dem Weg dorthin. Ich hoffe jetzt auf einen goldenen Oktober, damit das Ganze zu einer wirklich runden Sache wird und die durchaus positiven Erfahrungen beim Baumobstertrag ergänzt.

Erlebnisreicher Spätsommerausklang bei traditionellem Marktbesuch

Das für Ende September traumhaft zu nennende Spätsommerwetter hat zu dem Ausflug geradezu eingeladen. Jedenfalls wenn er nicht ohnehin geplant gewesen wäre, zumal die Wiederbelebung der Trödelmarkttradition in N. letztes Jahr schlagartig alle Fans dieses Marktes nach Jahren der Pause wieder auf den Plan gerufen hat. Sehr schade, dass M. nicht mitgefahren ist, anders als wir das gedacht hatten, aber immerhin konnten wir nachher von unseren Eindrücken erzählen, so dass auch M. ein Stück weit daran teilhaben konnte. Super angenehmes Klima bei viel Sonne und nicht ganz so schweißtreibender Temperatur haben schon die Fahrt hin und zurück zu einem entspannenden Erlebnis gemacht. Aber gerade der Gang über den Markt ist einfach eine schöne und recht seltene Gelegenheit, Gemeinschaftsgefühl bei gleichartigen Interessen zu erleben und dabei einigen Bekannten und vielen Fremden zu begegnen, mit denen uns dann einfach die gemeinsame Teilnahme verbindet. Zwischendurch konnte ich sogar ein bisschen Baum-Wissen loswerden – aber nur weil ich gefragt wurde, u. a. zu den Linden und zum Efeu – aber das war heute nur ein Nebenthema während dieses als so erleichternd empfundenen Markterlebens.

Plangemäße Gartenarbeit und der letzte Efeurückschnitt

Der gestern ins Auge gefasste Plan ließ sich umsetzen. Nur habe ich den Rückschnitt des Efeus, den letzten für dieses Jahr, auf den frühen Nachmittag verschoben. Der Vormittag war dem Kuchenbacken und Kochen gewidmet. Und dass der Efeubewuchs unserer Einfahrt-Mauer nun wieder gut gestutzt erscheint, ist mir eine Beruhigung, nachdem seitlich zahlreiche Triebe herausgeragt hatten. Außerdem war es jetzt der richtige Zeitpunkt. Neue Triebe sind eher nicht mehr zu erwarten, weil die Sonn künftig spärlicher wirkt und weil nach einem solchen Rückschnitt ohnehin erst einmal eine Pause eintritt. Natürlich habe ich vor dem Schneiden mit der Akku-Heckenschere die besonders langen Triebe per Hand abgeschnitten und sie M. in Bündeln bereitgelegt. Dass wir sie in Kränze einbinden, ist eher unwahrscheinlich. Aber sie lassen sich einfach in schlanken Vasen mit Wasser arrangieren und bringen ein Stück vegetabiler Ewigkeitssymbolik ins Haus. Mit der Gartenarbeit heute haben wir einen weiteren Schritt in Richtung einer Endphase der diesjährigen Gartenarbeit getan. Natürlich aber steht noch das Zusammentragen der riesigen Laubberge bevor, die im Laufe des Oktobers und Novembers v. a. vom Walnussbaum, Feigenbaum, dem Ginkgo und den Gleditschien zu erwarten sind. Aber das hat dann schon etwas vom Jahresabschluss – zumindest in Kategorien des Gartenjahres gedacht.

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Unverhoffte Spätsommer-Aktivitäten

Es ist toll, Ende September diesen ungewöhnlichen Spätsommer zum Herbstbeginn zu erleben. Und vor allem, noch einige solche Tage vor sich zu haben. Neben meiner intensiven Projektarbeit mit viel Technik kann ich gegen Abend immer noch etwas Erdendes anfügen. Heute war es das Kleinschneiden und zum Trocknen Auslegen meiner im Laufe der Woche gepflückten Chili-Schoten. Und natürlich das vorherige Extrahieren der nach Sorten getrennten Samen zur Vorbereitung der kommenden Saison. Aber auch der Blick in den Garten gehört zur täglichen Routine, die mich zu dem Vorhaben gebracht hat, an diesem Wochenende den letzten Rückschnitt des Efeus für dieses Jahr anzugehen. Das Wetter wäre geeigneter denn je, und die Triebe sind zwar inzwischen schon zahlreich herausgeschossen, aber doch noch überblickbar, so dass sich die Aktion in Grenzen halten sollte. Wäre schön, wenn wir auf dem Weg noch etwas von der herbstlichen Landschaft zumindest im häuslichen Umfeld miterleben können.

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Merkwürdiger September geht zu Ende

Es war sicher der merkwürdigste September seit Langem. Wie man aus der Statistik erfahren kann, handelte es sich tatsächlich um den nassesten September seit Beginn der systematischen Wetteraufzeichnungen im Jahre 1881. Und zumindest fürs Saarland kann man auch sagen, dass es noch nie so trüb im September war, mit so wenigen Sonnenstunden, dass die meisten Oktobermonate dem überlegen sein dürften. Verkehrte Welt – verrücktes Klima. Zum Glück sind uns am Ende noch ein paar Tage mit der moderaten Wärme und strahlenden Sonnenstunden beschert gewesen, die wir sonst aus der 2.-3. Septemberwoche kennen. Aber diese Schönwetterphasen kamen sehr spät, immer erst am späteren Nachmittag. Auch das ist ungewöhnlich und ein Grund, warum meine an sich sehr reichlich und groß gewachsenen Chilischoten sich so schwertun, auszureifen. Die Schärfe haben sie zwar auch schon in grünem Zustand, aber für die Optik und das gute Gefühl ist natürlich die Gelb-Orange-Rot-Färbung ein Muss. Ich kann nur hoffen, dass der Oktober genügend Gelegenheit bietet, das nachzuholen. Am besten gleichzeitig zu einem farbenfrohen Baumherbst mit echtem Herbstlaub, das sich länger in den Baumkronen hält und nicht über Nacht einfach abfällt. Bei so viel Krisenatmosphäre in sämtlichen Gesellschaftsbereichen sind die typischen jahreszeitlichen Eindrücke ein wichtiger Ausgleich. Es wäre schade, wenn uns das in den gemäßigten Breiten abhandenkäme.

Traditioneller jahreszeitlich symbolstiftender Ausflug

Mit der Dramaturgie hat es heute doch ganz gut geklappt. Zuletzt waren wir eher skeptisch, ob nach wochenlangem Regen mit kaum Sonne zum traditionellen Trödelmarkt in N. wie eigentlich angekündigt die Sonne zum Vorschein kommen sollte. Aber als wir, später als sonst, vor Ort waren und in den Markt eintauchen konnten, kam die Sonne tatsächlich und hat den Besuch dort sehr angenehm und am Schluss fast schon spätsommerlich gestaltet. Schön, dass das exakt mit dem Vorhaben orchestriert zu sein schien. Und vor allem schön, dass ich das wieder zusammen mit M. erleben konnte. Selbstverständlich ist das eben nicht mehr, umso dankbarer bin ich für die Gelegenheit, die wir auch umsetzen können. Fast so schön wie der Markt und die besondere kommunikative Atmosphäre dort ist die Hin- und Rückfahrt durch vertraute heimatliche Landschaft und mit tatsächlich sehr heimatlichen Gefühlen, die sich gerade an solchen Ereignissen festmachen, die jahreszeitliche Bezüge haben. So wie es sich bei diesem Markt um den letzten der im Freien veranstalteten öffentliche Märkte im Jahresverlauf handelt. Das trägt immer auch Symbolik mit sich und hat für mich etwas regional Identität Stiftendes. V. konnte uns heute wie in den Vorjahren schon nicht begleiten. Aber immerhin konnte er bei dem unverhofft schönen Wetter draußen sitzend den Großteil der selbst gesammelten Walnüsse knacken und damit unseren Vorrat an Baumnüssen vergrößern, den wir demnächst in einer Nuss-Rosinenmischung verwenden werden.

Enttäuschender September mit überraschend guter Walnussernte

Der Wetterbericht ist auch nicht mehr das, was er einmal war. Die wiederholte Ankündigung von besserem Wetter ist jedenfalls nicht eingetreten. Bis heute jedenfalls. Und da wir morgen den traditionellen Besuch des Trödelmarkts in N. planen, kann ich nur auf einen Umbruch zum Sonntag hoffen. Und dass uns wenigstens noch ein paar Rest-Septembertage mit etwas Sonnenlicht vergönnt sind. Und danach hoffentlich ein Goldener Oktober als Entschädigung. Jahreszeitlich waren V. und ich heute durchaus unterwegs. Am Ortsrand, neben dem Bienenhaus, haben wir die zuletzt gefallenen Walnüsse aufgesammelt. Da wir dort viele Walnussbäume haben, die aber trotz ihrer Größe und Zahl in den Vorjahren fast nie nennenswerte Erträge brachten, meist weil schon die Blüte in dieser stets unterkühlten Grundstückecke mal wieder erfroren war, ist dieses Jahr ein seltenes Highlight zu verzeichnen. Erstmal können wir wirklich viele reife Walnüsse sammeln und trocknen. Die sind zwar ziemlich kleine und oft schwierig von der Schale zu trennen, aber geschmacklich sind sie in Ordnung. Allein heute Nachmittag haben wir zusammen einen halben großen Eimer aufgesammelt, und das werden wohl nicht die letzten gewesen sein. Später werden noch Esskastanie hinzukommen, die aber noch etwas länger brauchen. Darauf freue ich mich dann besonders, da frisch gegarten Esskastanie aus eigenem Anbau für mich eine wirkliche Delikatesse darstellen. Irgendwie noch spannender als die Walnüsse.

Zeit für eine Standortbestimmung

Das war noch einmal ein so subtropisch heißer Tag, während wir uns Mitte September nähern, aber man spürte schon den kommenden Regen und die zu erwartende Abkühlung der kommenden Tage. Von einigen Nacharbeiten im Zusammenhang mit unsere Holzaktion im Garten einmal abgesehen, blieb ich aber weitgehend vom Aufenthalt in der Sonne heute verschont. Die nächste Manufaktur-Arbeit habe ich für morgen vorgesehen, bei angenehmerer Temperatur. Und die Projektarbeit hat mich ohnehin heute vollständig in Beschlag genommen. Aber durchaus anregend, wie immer, wenn es darum geht, die Ergebnisse der letzten Monate zu dokumentieren und diese Darstellung zu veröffentlichen. Das ist nicht nur eine nach außen gerichtete Information, es hilft mir selbst auch, den eigenen Standort zu definieren und von dieser Warte aus bei Bedarf zu verändern.

Novemberblues im September

Gerade einmal Ende September, und die Menschen wirken so, als ob sie der Novemberblues schon erfasst hätte. Ich hoffe deshalb auf das Wochenende, das nochmal mehr Sonne bringen soll. Wegen der Brennholzvorratsaktion, die wir vorhaben und vor allem auch wegen des Traditionströdelmarktes, den ich ungern verpassen würde. Bei Sonne ist das immer ein Highlight, auf das ich mich besonders freue, zumal wir in dieser Saison kaum einen Markt besuchen konnten. Dann werden wir auch lieb gewonnenen Bekannten begegnen und uns zwischendurch unter den Bäumen am alten Marktplatz ausruhen, bevor es auf den Rückweg durch den urigen kleinen Ort geht.