Etwas Ruhe vor den kommenden Erntewochen

Aus dem Traditionsausflug nach R. ist heute leider nichts geworden, weil M. sich nicht in der Lage fühlte. Schade, wir hoffen, das im kommenden Jahr wieder realisieren zu können. Und für dieses Jahr habe ich den letzten Trödelmarkt der Saison Ende September schon ins Auge gefasst. Wenn M. sich dann besser fühlt, können wir das vielleicht als versöhnlichen Abschluss der diesjährigen Marktsaison wahrnehmen. Unser Baumalltag wird bis dahin noch mit den letzten Erntethemen und Ernteprojekten ausgefüllt sein: Weintrauben und Äpfel. Das wirklich letzte sind dann für mich die selbst herangezogenen Chilipflanzen, die über den heißen und lichtreichen Sommer so gut gediehen sind wie nie zuvor. Wenn alle Schoten, die aktuell an den zahlreichen Pflanz zu sehen sind, auch mindestens orange, am besten rot ausreifen, wird das eine gute Chiliernte. Und das Saatgut für nächstes Jahr ist dann auch gesichert. Ich bin ganz froh, dass ich mich diesmal auf die aussichtsreichen und funktionierenden Sorten konzentriert habe. Verschiedene Experimente mit ausgefallenen Chilisorten sind ja mehrfach gescheitert. Aber von den Glocken-Chilis, von Bhut Jolokia, Carolina Reaper und Habenero Red werde ich zumindest dieses Jahr nicht enttäuscht.

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Zwei Bleche leckeren Pfirsichkuchen gebacken – noch schöner als im Vorjahr

Die jüngsten Baumobstvorhaben haben wir ziemlich plangemäß umgesetzt. V. hatte bis zum Abend seine Trauben vom Bienenhaus alle abgeerntet, so dass nur noch die wenigen rund ums Haus dazu kommen werden. Und ich habe schon am Vormittag die besten Pfirsiche gepflückt, sortiert, Schadstellen entfernt und halbiert. Am Nachmittag habe ich zwei große Bleche mit den Pfirsichen in Rührkuchenteig und mit Schmand-Eierlikör-Belag gebacken. Ursprünglich dachte ich, ich könnte sogar drei Bleche realisieren, aber die zwei letztlich gewonnenen Schüsseln mit Pfirsichhälften reichten tatsächlich genau aus für die zwei Bleche. Mehr wäre gar nicht möglich gewesen. Das deckt sich mit der Erfahrung der letzten Jahre. Da werden tatsächlich sehr viele Früchte benötigt. Das Ergebnis ist toll, genauso schmackhaft wie es von dem Rezept zu erwarten ist, aber noch etwas schöner anzusehen als in de Vorjahren, weil die Pfirsiche fast keine Flecken hatten. Die hässlichen Flecken auf der äußeren Pfirsichhaut hatten zwar keinen Einfluss auf den Geschmack, sahen aber nicht ganz so appetitlich aus. Diesmal sieht man tatsächlich nur „reine“ Pfirsichhaut, die kuppelartig aus der Eierlikör-Schmand-Masse herausragt. Vier randvoll mit den Kuchenstücken belegte Tortenböden konnte ich einfrieren. Und eine Portion für 4 Leute habe ich draußen gelassen, so dass wir sie morgen frisch genießen können.

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Aktuelle Baumobstvorhaben: Rote Weintrauben und Pfirsiche

Die Weintrauben am Bienenhaus lassen V. – wie jedes Jahr um diese Zeit – keine Ruhe. Deshalb war heute den ganzen Tag über Weinlese an den dort gepflanzten Reben auf dem Programm. Und ebenfalls wie jedes Jahr wird es wohl noch zwei weitere Einsätze geben, bis die Trauben dort allesamt abgeerntet sind. Bei uns zuhause kommt als letzter Schritt dann der meist qualitativ höherwertige Rest, der aber einen geringeren Umfang hat. Baumobst ist auch für mich an diesem Wochenende Thema. Denn ich will morgen endlich die besten Pfirsiche pflücken und mindestens zwei Blechkuchen damit backen – die berühmten Eierlikör-Schmand-Kuchen. Und vielleicht werde ich noch ein drittes Blech anschließen, dann aber mit einem Obstbelag aus halbierten Nashi-Birnen. Die scheint V. schon abgeerntet zu haben. Aus denen sollte sich auch etwas Leckeres machen lassen. Im letzten Jahr hatte ich das Rezept erstmals auch mit Nashis statt mit Pfirsichen probiert und fand das Ergebnis interessant und eigentlich der Pfirsichvariante gleichwertig.

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Schlussphase der Baumobstverarbeitungssaison

V. macht sich jetzt schon wieder Gedanken um die Weintrauben rund ums Haus, die nach so viel Sonne schon ziemlich früh erntereif sind. In früheren Jahren wäre das gar kein Thema gewesen. Früher haben wir aus dem Ereignis eine konzentrierte Aktion für die ganze Familie gemacht und den Großteil auch an einem Tag abgeschlossen, inklusive des Zurückschneidens der Weinreben. Aber heute fällt das V. zunehmend schwer, obwohl die Anzahl der zu lesenden roten Weintrauben nur noch einen Hauch gegenüber damals darstellt. Zu viele Stöcke sind teils aus Altersgründen, teils wegen der ungünstigen und extremen Witterung, in den letzten Jahren zugrunde gegangen. Und an den verbliebenen Stöcken sind die Trauben eher spärlich verteilt – jedenfalls im Vergleich zu früher. Deshalb werden von hier, rund ums Haus, wohl kaum mehr als 80 – 100 Liter zu erwarten sein. Zusammen mit dem Trauben vom anderen Standort, an dem es noch mehr Weintrauben gibt, wenn auch in schlechterer Qualität, könnten es dann am Ende doch über 200 Liter werden. Damit hat V. wenigstens seinen privaten Rotweinbedarf fürs ganze Jahr gedeckt. Hoffen wir nur, dass die Aktionen des Lesens und v. a. die Weiterverarbeitung in Drechsler und Kelter möglichst reibungslos realisierbar sein werden.

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Abgegrenzte Saison für die Holzarbeit

Wenn das Schmuddelwetter weiterhin so anhält und wir weder in der Baumlandschaft noch gefühlt einen Frühling erahnen, fehlt die Holzarbeitsroutine eher nicht. Denn diese Arbeit lebt immer wieder und am besten mit dem natürlichen Licht, am besten noch in Verbindung mit Wärme. So wird es in dieser Saison wohl so sein wie vor Jahren, als das Interesse und die Aufmerksamkeit sich erst mit dem als stabil wahrgenommenen Frühjahr wieder in Richtung der Bäume bewegt hat. Zwischenzeitlich gab es davon deutliche Abweichungen, geradezu gegenteilige Tendenzen mit sehr viel Aufmerksamkeit gerade in den Monaten vor und nach Weihnachten. Aber das waren auch klirrend kalte und langanhaltende Winter, die jetzt schon mehrfach hintereinander ausgeblieben sind. So ergibt sich für meine Holzarbeit doch wieder etwas, das wir bei den Jahreszeiten zunehmend vermissen. Dass sich nämlich so etwas wie eine klar abgegrenzte Saison abzeichnet, die von einer längeren Auszeit abgelöst wird.