Pflanzen im Winterlicht vorziehen

Nun wird es doch noch richtig kalt. Wohl zum ersten Mal in diesem Winter, den wir schon hinter uns glaubten. Aber die Sonne bietet uns einen guten Ausgleich, so dass man sich mit der Temperatur anfreunden kann. Hauptsache Licht und kein Regen. Die Sonnenstundenbilanz dieses Februars sollte dann auf Grund dieser langen Lichttage deutlich überdurchschnittlich für die Jahreszeit ausfallen. Auch das ein Ausgleich für endlos erscheinende Dunkelheit seit Anfang Dezember. Ich überlege, jetzt schon meine Pflanzenzuchtpläne auf der Fensterbank umzusetzen. Bei so viel Licht sollten die Samen im Warmen eigentlich gut keimen. Und gerade die Chilis, aber auch andere Blütenpflanzen, wie die Schwarzäugige Susanne, die ich im Vorjahr auf diese Art aufgezogen habe, brauchen ohnehin sehr lange, bis sie sich nennenswert ausgewachsen haben. Natürlich für draußen ist es noch zu früh, aber die kleinen Pflänzchen noch vielleicht sechs Wochen bei regelmäßigem Wässern hinter dem wärmenden Scheibe zu lassen, ist wahrscheinlich eine gute Vorbereitung. Zu meiner Überraschung hat V. den Hauptstamm des alten Feigenbaums tatsächlich knapp über der Wurzel abgesägt und nur zwei dünne aus dem Wurzelstock ausgetretene Triebe stehen lassen. Aber ich denke, das hat jetzt keinen Sinn mehr. Wir werden ihn wohl demnächst vollständig entfernen, um in wärmeren Frühlingstagen Platz für den Nachfolger zu schaffen.

Sommerblumen gesät

Verschiedene Blumensamen habe ich heute schon zum Vorziehen auf der Fensterbank angesät. Die für die diesjährigen Strohblumen sind noch nicht geliefert worden, die Pflanzgefäße habe ich ähnlich wie im Vorjahr aber schon vorbereitet, mit planierter Anzuchterde, so dass später nur noch die Samen zu verteilen, dünn mit Erde zu bedecken und erneut anzudrücken sind. Die zwei exotischen und uns bisher noch nicht bekannten Blumensorten sind schon fertig, allesamt Lichtkeimer. Und auch die extra scharfen Chilis, so die Beschreibung auf dem Samentütchen, habe ich bereits auf 6 kleine Pflanzeinheiten aufgeteilt. Jeweils mit einer wasserdichten Schale ausgestattet werden sie jetzt einige Wochen Zeit und Ruhe erhalten, um im Warmen zu keimen und kleine Pflänzchen entstehen zu lassen. Ich hoffe sehr, das funktioniert, so dass wir sie Ende April oder Anfang Mai nach draußen in die Erde setzen können. Bei den Sonnenblumensamen der Marke „King Kong“ ist das natürlich nicht möglich. Damit werden wir ab Mai den direkten Feldversuch starten. Das mit den Samen ist für mich eine Premiere. Ich wünsche mir einen Erfolg, der zur Wiederholung in den nächsten Jahren ermutigt. Auch weil das Thema Blumen seit einiger Zeit mein Generalthema Bäume ergänzt und für mich seinen ganz eigenen Stellenwert entwickelt hat, jenseits der Symbolik und Ästhetik der Bäume.

Pflanzen aus Samen ziehen

Nun soll der Frühling also nächste Woche erst durchstarten. Auch gut, es sind ohnehin noch jede Menge Indoor-Projekte umzusetzen, unter anderem eine kunsthandwerkliche Arbeit mit Walnuss und Apfelbaum, deren letzte Arbeitsschritte dann eben weiterhin im Keller erledigt werden. Ab nächster Woche hoffe ich aber mit diesem Arbeitsplatz ins Freie ziehen zu können. Bis zum Wochenende will ich aber noch einige Gartenarbeiten erledigen. Zum Beispiel die neuen Strohblumensamen teils im Garten, teils in kleinen Töpfen für die Fensterbank zu säen. Dafür ist das feuchte Wetter vielleicht sogar besonders geeignet. Im Garten wollen wir es mit den großblütigen versuchen, und die kleineren Blüten, die auch weniger hoch wachsen, sollen später in Kübel umgesetzt werden. Spannend bleibt es aber abzuwarten, ob sie überhaupt angehen. Mit selbst aus Samen gezogenen Pflanzen haben wir in den letzten Jahren nicht immer die glücklichste Hand. Pflänzlinge dagegen kamen fast immer durch. Ich bin gespannt, ob es diesmal gelingt, da der eine im Sommer letzten Jahres gekaufte Strohblumenstock sich so üppig entwickelt hatte und ich genau wie M. diese Blumenart sehr mag.