Feier- und Ruhetage

Gut finde ich es immer, wenn ein Sonntag auch als solcher erlebt werden kann, eben als Ruhetag. Diesen Ruhetagscharakter durften wir am heutigen gesetzlichen Feiertag erleben. Und mit dem Feiertag hat sich ohnehin quasi aus symbolischen Gründen schon eine doppelt verstärkte Ruhe ausbreiten können. Jedenfalls für alle, die Feiertage als etwas Feierliches noch wahrnehmen können. Mir gelingt das gut, ohne jede Anstrengung, aber kirchliche Feiertage strahlen das Erhabene doch in deutlicherer Form aus, die sind für mich wirklich etwas Besonderes und fühlen sich ganz anders an als normale Sonntage zum Beispiel. Gut, dass wir in Deutschland recht reich mit Feiertagen gesegnet sind und z. B. an Weihnachten und Ostern gleich zwei davon hintereinander feiern dürfen. Aber auch ein profan symbolischer Tag wie der der deutschen Einheit ist Anlass für Reflexionen, die in alltäglicher Einstellung sicher nicht in dieser Ausprägung sich fortentwickeln könnten.

Ein seltener Ruhetag

Nach dem anstrengenden Gartenarbeitssamstag war dieser Tag wirklich einmal als Ruhetag angelegt. Eigentlich sollte er das als Sontag immer sein, nur gelingt das häufig nicht. Aber wir waren alle erholungsbedürftig, und die eher unspektakuläre Witterung kam uns da entgegen, bei der es mich nicht einmal in die Baumlandschaft hinaus zog. Immerhin auch eine Gelegenheit für seltener gewordene Buchlektüre. Und einfach dafür, einmal nichts Zweckgebundenes zu denken und weiterzuverfolgen.