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Routine-Nachmittage

Die Arbeitstage verlaufen zurzeit ganz gleichförmig, aber im positiven Sinne. Ich mag es, wenn sich Routinen eine gewissen Zeit fortsetzen. Das ist ungemein beruhigend und fördert die Konzentration. Denn einer Gewissheit der Abläufe kann man der eigentlichen Arbeit noch mehr Aufmerksamkeit widmen. Kombiniert sind meine nachmittäglichen Außeneinsätze mit dem schon lange vermissten Stimmengewirr und den vertrauten Geräuschen aus der Nachbarschaft. Die Menschen genießen den Frühling und besonders die wärmenden Spätnachmittage, wenn die Sonne in die Hinterhöfe scheint und die Szene wie im Hochsommer erscheinen lässt. Holzarbeiten, viel Grün rundherum und immer mehr Blüten, bei den Bäumen und unseren Sommerblumen. V. hat heute das schon avisierte Projekt umgesetzt, die größere unserer beiden Gleditschien mit einer schlanken Holzstange zu stützen und vor allem dem Stamm und den Kronästen in die rechte Vertikale zu bringen. Der Baum war ganz schief gewachsen, so als ob das Licht nur von einer Seite käme, was eigentlich nicht der Fall ist. Jedenfalls war diese Korrektur notwendig. Vielleicht können wir die Stütze nächstes Jahr schon wieder entfernen, wenn sich zeigen sollte, dass der Baum die Senkrechte von sich aus beibehält.

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Wochenendgartenroutine

Bis vor einigen Jahren hätte ich nicht gedacht, dass mich die Gartenarbeit einmal so intensiv beschäftigen würde. Inzwischen ist es so, dass die Samstage oft vollständig von der Arbeit im Garten ausgefüllt sind. Dabei dachte ich, wir seien jetzt endlich durch. Tatsächlich aber scheint es endlos. So waren heute z. B. die Bananenstauden wieder zu teilen und umzutopfen. Die Pflanzen taten sich vom Frühjahr an schon sehr schwer. Eigentlich müssten sie jetzt schon neue Blätter auffalten und sich auch in die Höhe und Breite bewegen. Aber sie setzen stattdessen nur immer wieder neue Sprosse an. Ein Grund, warum es mir möglich war, aus zwei bisherigen Pflanztöpfen ganze 15 neue zu machen. Dabei konnte ich noch nicht einmal alle kleinen Sprosse berücksichtigen. Die Vereinzelung war dennoch notwendig, da das Wachstum insgesamt gehemmt war, insbesondere nachdem die Pflanzen durch die Nachtfröste im Frühjahr des Vorjahres einen schweren Rückschlag erhalten hatten. Wir konnten sie zwar aufpäppeln, aber seitdem dümpeln sie nur noch vor sich hin. Ich hoffe, mit der Vereinzelung in extra Pflanzgefäße neue Impulse geben zu können. Es wäre sonst schade drum. Den dritten Wunderbaum, der aus meinen zahlreichen Saatbemühungen hervorgegangen ist, habe ich am Nachmittag auch in die Erde, an seinen endgültigen Standort gesetzt. Jetzt markieren die drei Stauden drei markante Randpunkte des Gartens. Bei einem ist jetzt schon absehbar, dass er sich in der gewohnt raumgreifenden Weise entwickeln und vermutlich sehr groß werden wird. Die beiden kleineren aber tun sich bisher noch schwer, richtig in Gang zu kommen. Ich hoffe, sie können in den kommenden Wochen genügend Licht einfangen und finden ihren Rhythmus, und das richtig Klima vor, das sie an ihre tropische Heimat erinnert.

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