Schlagwortarchiv: Rizinus

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Den Garten auf den Winter vorbereiten

Die verblühten Sonnenblumen habe ich diesmal zur gleichen Zeit wie im Vorjahr entfernt. Das ist schon notwendig und bei der jetzt feuchten Erde auch leicht zu machen, damit die teils voluminösen Wurzelstöcke nicht über den Winter in der Erde verbleiben. Es ist besser, wenn die ohnehin noch verbleibenden feinen Wurzelfasern und Blattreste im Winter Gelegenheit haben, sich mit der übrigen Gartenerde zu vermischen, um im Frühjahr wie natürlicher Dünger zu wirken. Auch muss ich dann nicht immer so viel neue Erde auffüllen. Die Rizinusstauden lasse ich noch einige Wochen. Irgendwann im November, wenn deren Blätter den anhaltenden Nachfrösten endgültig zum Opfer gefallen sind, werden auch sie entwurzelt. Aber derzeit sind sie noch zu schön und vollständig grün. Nur die Samen werden ich jetzt nicht mehr entnehmen können, da bei der vielen Feuchtigkeit die Kapseln nicht mehr austrocknen. Das aber ist die Grundvoraussetzung für später brauchbare Wunderbaumsamen.

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Späte Gartenüberraschungen

Der Spätsommergarten bringt doch noch einige Überraschungen. Zum Beispiel habe ich heute tatsächlich die zweite Blüte meiner selbst gesäten Lupinen entdeckt. Die wurden schon früh ausgesät, haben seitdem kräftige Pflanzen mit großen ausladenden Blättern ausgebildet, aber lange Zeit gar keine Blüten, bis auf diese eine große, die jetzt schon wieder fast verblüht ist. Nun also die zweite, das macht Hoffnung, dass die übrigen Blumen noch nachziehen. Mehr als ungewöhnlich, denn die Blütezeit für diese Art wird gewöhnlich mit Juni bis August angegeben. Dass sie erst Ende August beginnt, versteht niemand. Andere Pflanzen kommen jetzt erst richtig in Fahrt, vor allem die Rizinusstauden, die in den vergangenen Tagen enorm an Ausdehnung und Höhe zugelegt haben. Bei dem immer noch sehr warmen, aber zwischendurch und abgekühlten und vor allem mit kühlen Nächten durchsetzten Wetter scheinen sie sich besonders wohl zu fühlen. So viele Samen wie im Vorjahr, als die schon viel früher entnommen werden konnten, wird es zwar nicht geben, aber die Wunderbäumchen an sich entwickeln sich sehr schön. Nur die zwei Winzlinge unter Ihnen werden wohl über ihr Liliputformat nicht mehr hinauswachsen. Aber das ist eine individuelle Besonderheit der Wunderbäume, dass sie sich so total unterschiedlich entfalten. Die Einflussfaktoren dafür sind mir noch verborgen geblieben, ich vermute aber, dass die Zusammensetzung der Erde, weniger der Standort, eine Rolle dabei spielen.

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Guter Sommer für Wunderbäume

Ein arbeitsreicher Hochsommertag. Die Wunderbäumchen kommen bei diesem subtropischen Klima ganz auf ihre Kosten, fühlen sich dabei offensichtlich wohl. So sollten gegen Ende des Hochsommers mindestens 4 Wunderbäumchen unterschiedlicher Größe den Garten bereichern. Schön, dass das in diesem Jahr so erfolgreich umsetzbar war.

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Die besonderen Bedürfnisse der Wunderbäume

Bei J. und W. haben sich die Wunderbäumchen auch gut entwickelt, was nicht verwundert, denn dort ist es noch ein wenig wärmer als bei uns. Aber schade ist eben, dass sie entgegen meiner Empfehlung in Pflanztröge gesetzt wurden. Das macht es dieser Art, die ein kräftiges Wurzelgeflecht ausbildet, sehr schwer, sich standesgemäß auszuwachsen. Auch im Vorjahr war das eine Exemplar dort, weil in ein kleines Gefäß gepflanzt, nicht über ein Bonsai-Dasein hinausgekommen. Diesmal soll der Trog größer sein, aber er kann eben nicht die nötige Tiefe aufweisen, damit sich die Wurzeln ordentlich ausbilden. So wird J. und W. wohl ein echter Wunderbaum mit annähernd 2 m Höhe und ausladenden Blättern verwehrt bleiben. Vielleicht kann ich sie im nächsten Jahr überzeugen, den Gartenboden vorzuziehen.

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Vier Wunderbäume

Der kleine Ersatzwunderbaum hat sich wunderbar entwickelt. Dass er noch recht klein ist, liegt an seinem kleinen Pflanztopf. Da der am Zaun in die Erde gesetzte sich aber sehr schön entfaltet hat, habe ich den kleinen jetzt danebengepflanzt. So kann er tiefe Wurzeln bilden und hoffentlich bald auch höher und breiter werden. Wie es aussieht, wird das ein ganz gutes Jahr für die Rizinusstauden. Sie lieben die Sonne und auch die Wärme, vermutlich weil sie das an ihre Heimat erinnert, wo sie sich teilweise zu mehrjährigen Gehölzen auswachsen, was bei uns leider nicht möglich sit. Mit etwas Glück und dem richtigen Wetter könnten es gleich vier in unserem Garten werden. Das verspricht vier eindrucksvolle Blickfänge und jede Menge Samen für das Neupflanzen im nächsten Jahr.

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Die Wunderbaumzöglinge werden größer

Manchmal überlagert das einmal Erwartete die tatsächliche Beobachtung. Nur so kann ich mir erklären, dass ich seit Wochen das stagnierende Wachstum der kleinen Wunderbäumchen bedaure. Dabei könnte ich von den Vorjahren eigentlich wissen, dass sie generell erst im Laufe des Sommers, und relativ spät, ihr Höhenwachstum aufnehmen und sich dann irgendwann aber auch schnell in die Breite ausdehnen, dabei ihre wenigen riesigen Blätter in den Raum stellen. Bei den drei schon in die Gartenerde gesetzten Exemplaren bin ich recht zuversichtlich, dass sie sich zumindest zu mittelgroßen Exemplaren auswachsen werden. Nur einer der drei leidet etwas unter Lichtarmut, steht immer im Halbschatten, was diese Art weniger mag. Aber der „Ersatzbaum“, eine ebenfalls kräftig gewachsener Wunderbaum, der noch im Pflanztopf sitzt, könnte im Notfall an dessen Stelle treten. Ansonsten werde ich diesen ebenfalls noch in die Erde einpflanzen. Dann hätten wir erstmals vier Rizinusstauden im Garten. Das verspricht im späten Hochsommer ein eindrucksvolle und formschöne Bereicherung für die Gartenkulisse zu werden.

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Das wechselhafte Pflanzenwachstum verstehen wollen

Ein toller Sonnentag, der am Morgen an die Atmosphäre sommerlicher Urlaubsorte erinnerte. Jedenfalls wenn ich die Stimmung mit der auf der Nordseeinsel vergleiche, auf der ich als Kind in der Schulferienzeit einige Male war. Im Garten ist jetzt alles wieder geordnet und gut gepflegt. Dafür hatte vor einer Woche der Rückschnitt des Efeus gesorgt und einige Arbeiten am Boden. Auf der Grundlage können alle Gartenbäume, Blumen und Stauden einfach nur die günstigen Wachstumsbedingungen dieser Tage nutzen, um sich prächtig zu entwickeln. Und tatsächlich grünt und wuchert es überall gewaltig. Nur bei den Sonnenblumen und den Rizinusstauden, auch bei den kleinen Chilipflänzchen, also gerade bei den Aushängeschildern meines eigenen Anbaus, will es nicht so richtig vorangehen. Merkwürdig eigentlich, dass die Sonnenblumen nicht wirklich stark werden wollen und sich die Rizinusstauden in ihrer Höhe seit Wochen kaum verändert, lediglich winzige neue Blätter angesetzt haben. Auch die Chilis scheinen zu stagnieren, trotz der vielen Sonne und der jetzt auch hochsommerlichen Temperaturen. Das sind merkwürdige Verzögerungen, die man als Mensch nicht immer versteht. Für die Pflanzen werden sich bestimmt Einflüsse und Energiefelder ergänzen, die diesen Verlauf bewirken. Es wäre eben nur spannend, dieses genauer zu verstehen, wie welche Faktoren ineinandergreifen, und wie man es in der gewünschten Richtung und im gewünschten Tempo beeinflussen könnte.

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Wunderbaumbeobachtungen

Die kleinen Wunderbäumchen tun sich bisher noch recht schwer, obwohl wir schon längere extrem sonnige Phasen und recht hohe Temperaturen hatten. Allerdings war das in den Vorjahren am Anfang ähnlich. Offenbar ist die Art in unseren Breiten eher ein Spätzünder. Leider ist die Gefahr groß, dass die noch zarten Blätter von Insekten zerfressen werden oder sonstige fleckige Veränderungen erfahren, bevor die Pflanze kräftiger geworden und höher hinausgewachsen ist. So auch bei mindestens einem der drei in den Garten gepflanzten Exemplare. Ich hoffe, er wird diesen Blattverlust verkraften und trotzdem weiterwachsen, besonders an diesem speziellen Standort, der im Vorjahr nur einen Liliput hervorgebracht hat. Wenn sich das wiederholen sollte, muss ich annehmen, dass an diesem Ort die Zusammensetzung des Bodens dem Gedeihen der Art entgegensteht und ich es in Zukunft dort besser lasse. Die nächste Woche wird die grünenden Pflanzen etwas durchschnaufen lassen, da zwar Sonne, aber auch wechselhaftes Wetter mit Regen vorhergesagt ist, was für uns weniger aufbauend wirkt, den Pflanzen aber oft gut tut.

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Wunderbaumzucht

Zwei meiner verbliebenen, d. h. noch nicht selbst eingepflanzten oder verschenkten Wunderbäume werde ich noch an Nachbarn und Bekannte verschenken. Jedenfalls, wenn sie sich interessiert zeigen. Jetzt ist die richtige Zeit, sie auszupflanzen. Die Mischung von Regenphasen und Sonne lässt sie gut anwachsen, so dass im Hochsommer damit zu rechnen ist, dass sie ihre Bestimmungsgröße erreicht haben. Die ist allerdings bei dieser Art wirklich individuell und nicht vorhersagbar. Anfänglich sehen sie alle gleich aus, aber irgendwann zeigt sich dann, wer ein Riese, wer ein durchschnittliches Exemplar werden soll, und auch wer Bonsai-Dimensionen nicht überschreiten wird, wie lange der Sommer auch immer dauert. Alle drei Typen habe ich selbst im Vorjahr erlebt. Aber der größte hat doch genug Samen produziert, um in diesem neuen Jahr eine ordentliche Anzahl von Stauden daraus nachziehen zu können.

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Sonnenreicher Start in den Mai

Schon schön, so ein Feiertag mitten in der Woche. Und so passend war das Wetter zum Start des Wonnemonats, den wir mit dem Durchbruch des Frühlings in Verbindung bringen. So war ein wenig Gartenarbeit am Nachmittag sicher vertretbar. Angesichts des eher winterlichen Wetters, das uns wohl Ende der Woche erwartet, war ich mutig und habe die Sonnenblumen, Rizinusstauden und Wicken jetzt schon in die Erde gepflanzt. Besonders für die Sonnenblumen war es eigentlich an der Zeit, da sie schon sehr lange Stängel ausgebildet hatten, die sich in den kleinen Pflanztöpfen kaum noch gerade halten konnten. Ich hoffe, sie werden sich in der Erde, mit mehr Raum für die Wurzeln, stabilisieren können und durch den zwischenzeitlichen Temperaturrückgang und Regen keinen Schaden nehmen. In diesem Jahr habe ich bewusst weniger Sonnenblumen gesetzt, und nur an Stellen, an denen sie sicher ans Licht kommen. Stattdessen drei gute Wunderbäumchen, ebenfalls an sonnenbeschienenen Standorten, so dass sie sich eigentlich optimal entwickeln können. Für andere Pflanzen ist es noch zu früh, das sie auf der Fensterbank bisher noch keine nennenswerte Größe erreicht haben. Die benötigen noch einige Zeit weiter das tropische Klima hinter der Fensterscheibe. Langsam gehen uns die Standort im Garten aus. Sehr viel werden wir an sommerblühenden Pflanzen nicht mehr unterbringen können.

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Auslaufende Gartensaison

Die Samenkapseln des Wunderbaums vertrocknen jetzt gar nicht mehr an der Pflanze selbst. Dafür ist es jetzt zu kühl und auch schon zu nass. Dabei hält sich die Staude immer noch sehr beständig. So werde ich wohl keine weiteren Samen mehr gewinnen können. Oder vielleicht doch – wenn die abgeschnittenen und ins Warme geholten Fruchtstände bei anhaltender Innenraumwärme doch noch trocknen und sich die Samen so loslösen sollten, wie sie unter natürlichen Umständen draußen während des Spätsommers und Frühherbstes getan haben. Die Rizinusstauden sind dann auch wohl auch die letzten nicht verholzten Pflanzen, die sich im Garten relativ unverändert halten. Die Bäume sind fast alle schon entlaubt, und auch die Chilipflanzen sind so gut wie nicht mehr vorhanden, mit ganz gelblich verfärbtem und schon stark reduziertem Laub. So können wir eigentlich sagen, dass die Gartensaison praktisch abgeschlossen ist und für den Rest des Jahres vor allem von den Vögeln dominiert sein wird, die wir mit dem Vogelhäuschen und den getrockneten Sonnenblumenkernen sowie des Fettknödeln anziehen, die sich aber traditionell auch unabhängig von solchen Reizen ganz gerne bei uns aufhalten.

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Von der Schönheit des Wunderbaums

Na ja, er ist ja kein Baum, aber der Spitzname gefällt mir so gut. Und schön ist die Staude mit ihren breiten, weit ausldenden Blättern, den skurrilen Blütenständen und den auffälligen Fruchtständen ohnehin. Gefährlich anmutende Berühmheit hat sie in diesem Jahr als Giftplanze des Jahres erhalten. Aber ich finde, sie hat einfach eine imposante Erscheinung und so sehe ich in ihr vor allem eine Zierpflanze, die bis in den November hinein vital ist und immer noch nicht ausgereifte Früchte trägt. Ich habe heute einmal nicht nur die Samen isoliert, sondern diesmal zusammen mit einem der charakteristischen Blätter auf einer Schieferplatte abgebildet.

Blatt und Samen von Ricinus communis
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Herbstliche Brennholz- und Gartenarbeiten

Das geplante Brennholzmachen konnten wir heute umsetzen. Eigentlich war das Wetter dafür ideal, sonnig und doch kühl. Die jetzt auf Vorrat liegende Menge sollte für den größeren Teil der Holzofensaison ausreichen. Aber man weiß eben nie, vor allem, wenn wir diesmal nicht erst im neuen Jahr, sondern schon im Dezember beginnen sollten. Den Fall hatten wir in besonders strengen Wintern auch schon. Wenn die Kälte dann auch noch lange in 2019 hinein reicht, könnte der Brennholzbedarf deutlich größer werden. Ich wage da mal keine Prognose. Am Nachmittag hatte ich viel Arbeit damit, die Wurzelballen der Sonnenblumen auszugraben, von lockerer Erde zu befreien und sie zusammen mit den noch verbliebenen Stängeln zu zerkleinern und für die Biotonne vorzubereiten. Da ist im Laufe des Sommers jede Menge Biomasse zusammengewachsen. Unglaublich, wenn man bedenkt, dass am Anfang nur diese kleinen Samenkerne stehen … Jetzt wirkt der Garten auf einmal viel lichter und aufgeräumter. Zentraler Farbakzent in der Mitte sind jetzt die noch verbliebenen Strohblumen, einmal die in die Erde gepflanzten und einmal die im Kübel angepflanzten, die bisher im Vorgarten standen. Die habe ich auf Ms Wunsch nach hinten gebracht, wo sie ihren Artgenossen für den Rest des Herbstes Gesellschaft leisten. Erfahrungsgemäß kommen noch lange immer wieder neue Blüten nach, oft bis in den November hinein. Auch mit neuen Samen vom Rizinus sind wir dieses Jahr reich gesegnet. Von der einzigen großen Pflanze, die wir in diesem Jahr haben, konnte ich schon viele sehr schöne Samenkerne gewinnen. Die Fruchtstände trocknen nach und nach ein. Aus den ehemals rötlichen, fleischigen Stachelkügelchen werden dann herbstlich welke, ganz harte und mit feinen harten Stachelchen übersäte Gebilde, in denen sich meist drei Samenkerne befinden. Die müssen zuvor aber noch von einer kokonartigen Schale befreit werden und kommen dann als bohnenförmige Samen mit marmorierter Oberfläche zum Vorschein. Ich finde das spannend, vor allem weil man die nächstjährige Züchtung damit schon so gut wie sicher hat.

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Wunderbaumsamen

Nun habe ich doch schon einige Samenkerne vom großen Rizinus sammeln können. Die Fruchtstände trocknen partiell ein, das ist dann das Zeichen, dass man sie entnehmen kann. Die noch grünen Kapseln zu entnehmen und die Samen heraus zu pulen ist nicht zielführend, da die dann noch unreif sind und nicht diese marmorierte Schale tragen. Vermutlich sind das später auch Blindgänger, noch nicht wirklich keimfähig. Abgesehen davon muss es aber noch andere Kriterien und Einflussfaktoren geben, die ich noch nicht identifizieren konnte. Einen Grund, warum es so vieler Blindversuche beim Pflanzen bedarf, bis einer erfolgreich ist. Alice wollte sich, als ich dabei war, die getrockneten Fruchtstände zu sammeln, sogleich daran zu schaffen machen. Aber natürlich will ich nicht, dass der arme Vogel noch an den Samen eingeht und habe alles schnell in Sicherheit gebracht. Nun hoffe ich, dass die Wunderbäume im Folgejahr besser entfalten und dass es mehr als nur ein großer werden wird.

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Sturmgefährdeter Wunderbaum

Von den Stürmen der letzten Tage sind wir noch weitgehend verschont geblieben. Aber die heftigen Winde haben auch bei uns im Garten einiges durcheinandergebracht. Natürlich sind wieder einige Sonnenblumen umgestürzt und teilweise abgeknickt. Und außerdem hat es unseren größten Rizinus erwischt. Ich hatte es am Morgen schon vom Fenster aus gesehen und befürchtete von daher das Schlimmste. Näher betrachtet war vom Wind aber nur kräftig umgebogen worden, fast bis zum Boden, ohne dass allerdings der Stängel gebrochen wäre. Um Ähnliches in den nächsten Wochen zu verhindern, habe ich ihn mit kräftigem Draht am Zaun angebunden. So sollte nichts Gravierendes mehr passieren. Die Wunderbäume sind schon anfällig, wenn sie so ausladend und hoch ausgewachsen sind. Immerhin wurden ihre Blätter dieses Jahr nicht vom Hagel beschädigt. Ich bin nun froh, ihn gerettet zu haben und dass wir wohl für die kommende Saison noch genügend Samenkerne aus dem großen Exemplar gewinnen können.

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Die letzten Sonnenblumen

Jetzt habe ich fast alle Sonnenblumen abgeschnitten, und noch eine ganze Reihe von schönen Blüten retten können. Das ist immer ein Blickfang in der Wohnung, zumal sie sich in der Vase zuletzt lange gehalten haben. Aber mit dem Regen werden nun auch die letzten, sehr hohen Exemplare nicht mehr lange durchhalten. Schade, das ist wie eine Markierung des Sommerendes. Immerhin können sich die drei Wunderbäume damit besser enfalten, da sie von keiner Seite mehr eingezwängt werden und genügend Licht erhalten. Von dem größten erhoffe ich mir nämlich noch möglichst viele Samenkerne, was notwendig ist im Hinblick auf die hohe Blindgängerquote. Der Rasen ist auch wieder gemäht, so dass nicht mehr so viel an neuer Gartenarbeit in nächster Zeit anfallen wird. Gut, denn V. plant gewisse handwerkliche Maßnahmen für den Garten, die in der Zeit der bisherigen Gartenarbeit dann zusätzliche Energie erfordern.

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Am Ende wurde es doch wieder ein Gartenarbeitstag

An diesem Samstag haben wir uns ausnahmsweise einmal zurückgehalten. Aber am Vormittag und dann wieder am Abend war die Gartenarbeit dann doch wieder Thema. Es galt, den Gartenpfad wieder begehbar zu machen, indem ich den Physalisstauden mit Hilfe gespannter Drähte eine Grenze setzte. Das hatte im Vorjahr schon gut funktioniert, und wir hatten auch noch genügend Stäbe für diesen Zweck. So können sie sich gut weiterentwickeln, ohne ständig in den Weg zu hängen und bei Regen zu versanden. Später ist das von Vorteil, wenn wir die roten Lampions verwenden wollen, die mit Sandüberzug nicht mehr sauber zu bekommen sind. Am Abend waren dann noch verschiedene Blumen und der größte unserer drei Wunderbäume zu stützen. Die bekommen wegen der Neigung in Richtung der Sonne gerne Übergewicht und kippen nach dem Gießen einfach um, so auch heute Abend geschehen. Mit der Stütze wird das nicht mehr passieren. Einige Äste von Vs Nashi-Birne, die diesen Sommer enorm wuchert und lange Triebe ausbildet, habe ich über dem Pfad gekappt, um den Blumen dort wenigstens von oben noch Licht zu sichern. Auch die Weinranken habe ich an den ausladenden Enden zurückgeschnitten, damit sich die Trauben dort besser entwickeln können und die Schattenwirkung reduziert wird. Und schließlich habe ich zusammen mit M. beschlossen, den bisherigen, vor Wochen schon umgelenkten Haupttrieb des jüngeren Feigenbaums zu kappen. Das war jetzt der richtige Zeitpunkt, da die Seitentriebe kräftig geworden waren und eine einigermaßen gleichmäßige Krone zusammen ausgebildet hatten. so Kann sich der kleine Baum in Richtung eines ausladenden Busches entwickeln. Vielleicht in unserer Region und für diese Art die einzige längerfristig stabile und erfolgversprechende Lösung. Die Dramen bei den Versuchen, ihn in Baumform großzuziehen, haben wir ja mehrfach in allen Variationen durchlebt.

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Giftiges Pflanzenkunstwerk

Bei dieser Nachricht über einen mutmaßlichen Islamisten kann einem ganz mulmig zumute werden. Es wurde berichtet, dieser Mann habe sich in größerer Menge Rizinus-Samen besorgt, um daraus Rizin zu gewinnen. Offenbar ist ihm das auch gelungen. Bei den Wunderbäumen, die wir im letzten Jahr erstmals im Garten gepflanzt bzw. gesät haben, kann man unmöglich auf solche Assoziationen kommen, obwohl natürlich bekannt ist, dass die Pflanze giftig ist, insbesondere die Samen. Als Gesamtes begegnet sie einem aber einfach als sehr eindrucksvolles Gewächs, das eine beachtliche Höhe und Ausdehnung entwickeln kann. Eigentlich ist alles daran interessant und ungewöhnlich. Die riesigen, großflächigen, aber wenigen Blätter, der im ausgewachsenen Zustand starke, fast stammartige Stängel. Die Blüten- und Fruchtstände, die eine so exotisch anmutende und komplizierte Form haben, dass man es nicht glauben mag. Insgesamt ein wirklicher Blickfang, wenn sie sich aus den Samenkern einmal zur kleinen Pflanze entwickelt und dann langsam größer geworden ist. Sie benötigt sehr lange und ist am Anfang sehr langsam. Irgendwann im Laufe des Hochsommers aber ist sie nicht mehr zu bremsen und breitet ihre Blätter in alle Richtungen aus, vor allem in Richtung der Sonne.

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Geduldiger Pflanzerfolg beim Wunderbaum

Es freut mich, dass nun doch Aussicht auf mehr als einen Wunderbaum besteht. Tatsächlich erkenne ich den ersten Keimling in den nachträglich in Pflanzgefäße gesetzten Rizinussamen. Und im Garten ist an einer der Stellen, die ich markiert hatte, nun doch der erste Sämling sichtbar geworden. Damit hatte ich garnicht mehr gerechnet. Das wären zusammen mit dem schon vor zwei Wochen im Pflanztopf groß gewordenen dann mindestens drei Pflanzen. Für den eigenen Garten eigentlich schon genug, wenn man bedenkt, wie groß und ausgedehnt die Stauden werden. Jedenfalls wenn sie sich auch alle drei gut entwickeln können. Vielleicht kann ich auch noch einige bei Gelegenheit J. und W. überlassen. Damit deren Gartenpanorama noch ein Stück abwechslungsreicher ausfällt.

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Säen auf der Fensterbank und im Garten

Die Temperatur stimmt schon mal, jetzt müssen nur noch die Wärme und das Licht kommen. Dann könnte der Frühling auch in der Wahrnehmung präsent sein. Ich denke daran, in dieser wärmer werdenden Woche die ersten Samen in den Garten zu setzen, für einige Sonnenblumenvarianten und für die auch Wunderbäume genannten Rizinusstauden, die erfahrungsgemäß ohnehin etwas mehr Anlaufzeit benötigen und bei denen man nicht wissen kann, wie viele am Ende tatsächlich keimen. Die neuen Pflanzkästen sollte auch in den nächsten Tagen eintreffen, so dass ich auch mit den Fensterbankzüchtungen weiter gehen, sprich sie vereinzeln kann, damit sich die jungen Sämlinge besser entwickeln und jeweils mehr Erde für ihre Wurzelbildung zur Verfügung haben. So weit bin ich mit der diesjährigen Pflanzenzucht recht zufrieden. Ich hoffe, die Aussaat im Garten bringt ähnliche Erfolge.

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Erste Frühlingsaussaaten

J. hat die Pflanzensamen, die ich ihr zu Weihnachten geschenkt hatte, schon in kleine Pflanztöpfe ausgesät. Dazu bin ich selbst noch nicht gekommen, denke aber, dass ich es zumindest für die Chilisamen noch im März erledigen will. Bei den Rizinussamen bin ich mir nicht so sicher, ob es Sinn macht, sie vorzuziehen. Die Methode, sie im Laufe des Frühlings direkt in den Garten auszusäen, an möglichst sonnigen Standorten, hat sich im Vorjahr bewährt. Ich vermute auch, dass diese robusten Samen einiges an Feuchtigkeit benötigen, um überhaupt zu keimen. So ist das direkte Aussäen in die Gartenerde für den Wunderbaum wahrscheinlich die geeignetere Methode. Sehr gespannt bin ich, wie die Erfolgsquote in diesem Jahr ausfallen wird. Von den bestimmt 10 Samen waren vorjährig gerade 3 wirklich gekeimt. Von den übrigen war nichts zu sehen gewesen. Es wird wieder interessant sein, das zunächst zögerliche und ab einem bestimmten Punkt rasante Höhen- und Breitenwachstum der Pflanzen zu beobachten. Eine wirkliche Bereicherung, auch rein optisch, für den Sommergarten.

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