Mirabellen, Zwetschgen, Chilis – gute Erträge in diesem Jahr

So ganz kann V. das Baumobst-Thema nicht ablegen, obwohl die Beschäftigung damit zunehmend große körperliche Hürden darstellt. Aber sobald eine der Arte auf unserer Streuobstwiese eine gute Fruchtsaison hinter sich hat, kommt der Drang, die Früchte auch einzusammeln und sie weiterzuverarbeiten. Bei den Zwetschgen war es eigentlich in diesem Jahr so, dass wir nicht mehr mit einem Ertrag gerechnet hatten, weil vor einigen Wochen noch nichts davon zu sehe war. Jetzt aber ist der Ertrag an fruchtreifen Zwetschgen doch gut, so dass V. sich gedrängt fühlte, ein paar Eimer davon zu pflücken. Außerdem auch noch einen kleinen Eimer der letzten Mirabellen, die jetzt ebenfalls schon zu Ganzfrucht-Marmelade verkocht sind – was ich durchaus begrüße. Mit den Zwetschgen werden wir wohl teilweise Kuchen backen, natürlich wieder meine Aufgabe, und teilweise werden wir sie zu Zwetschgenkraut, diese besonders aromatische Marmelade, verkochen. Das ist auch schon Jahre nicht mehr vorgekommen. Also wird das am Ende doch noch ein gutes Baumobstjahr. Und sicher auch ein gutes Jahr für meine Chilipflanzungen, die jetzt schon viele Schoten zeigen, von denen die ersten schon ganz rot ausgereift sind. Bei den meisten steht dieser Reifeprozess aber jetzt noch bevor.

Auflockernde Baum-Themen

Unsere diesjährigen Baumobsternte, speziell die Mirabellen und Zwetschgen, waren heute sogar Thema beim Besuch in der Praxis von Dr. L. In der Region gibt’s eben noch viele, die sich für diese Themen interessieren und dazu auch etwas Aktuelles sagen können. Natürlich hatte es auch damit zu tun, dass Dr. L ungefähr mein Alter hat, die ganz Jungen haben möglicherweise den Bezug schon verloren. Aber das frische Mirabellen-Hefekuchen und Mirabellenmarmelade mit ganzen Früchten regionaltypisch und lecker sind, dass wissen schon viele der Alteingesessenen. Und es hat auch etwas Auflockerndes, wenn man solche geteilten Erfahrungen in weniger erfreuliche Gespräche einflechten kann.