Erholsamer Ausgleich in der Natur und bei der Arbeit

Das Schmuddelwetter hat den Vorteil, dass ich mich ganz auf die Projektarbeit konzentrieren kann, die zurzeit sehr viel Fleiß und Durchhaltevermögen erfordert. So kann man solcher Witterung in der Zeit des Hochsommers auch noch etwas abgewinnen. Zumal die Frucht tragenden Bäume sich über die Flüssigkeitszufuhr freuen. Ich schätze, dass gerade der Pfirsichbaum von dem Nass profitieren wird und die nicht ganz so üppige Pfirsichernte dieses Jahr zumindest normal große Früchte verspricht. Aber auch sonst ist es gut, wenn die Pflanzen Wasserreserven einlagern, um beim neuerlichen Temperaturanstieg nicht gleich wieder unter Hitzestress zu geraten. Wenn dann zwischendurch noch kunsthandwerkliche Arbeit mit Holz dazwischenkommt, freue ich mich, weil auch mir das einen Ausgleich verschafft und Einseitigkeit vermeidet.

Regen als Vitalkur für Licht und Sonne liegende Pflanzen

Ein bisschen Regen ist an diesem Abend bis jetzt schon gekommen, mit einigem punktuellen Donnern begleitet, aber nicht sehr lange anhaltend. Ich hoffe dennoch, dass noch ergiebigerer Regen bis zum Morgen folgen wird, damit unser Regenwasserreservoir wieder aufgefüllt wird und ich in den nächsten Tagen direkt aus dem Becken Gießwasser schöpfen kann. Heute habe ich das schonmal gespart und – fast noch wichtiger – die Gartenbäume haben nach langer Zeit wieder Regenwasser über den Boden aufnehmen können. Auch wenn die meisten schon tief gehende Wurzeln haben dürften, sind zu lange Trockenphasen doch auch für die Bäume gefährlich, wie wir von den sehr heißten Hochsommern der Vorjahre wissen. So freue ich mich besonders für den kleinen Pfirsichbaum, der dringend mehr Wasser für seine im Wachstum befindlichen Früchte benötigt, und auch um selbst die neu gewachsenen Äste weiter treiben zu können. Auch habe ich den Eindruck, dass eigentlich Wärme und Licht liebende Arten, wie die Feigenbäume oder Gemüsepflanzen wie die Chilis gelegentliche Regengüsse nicht nur gut vertragen, sondern an den Folgetagen dann förmlich aufleben. Als Anreiz zwischendurch scheint die unverhoffte Feuchtigkeit vitalisierend zu wirken – auch auf diese Arten.

Sommer, Regen- und Trockenphasen

Eine kleine Sonnenerholungspause haben die Pflanzen heute erlebt, in der einmal nicht ganz so viel Licht getankt, aber auch weniger Flüssigkeit verdunstet werden konnte. Das ist auch mal erholsam und verhindert vor allem, dass sich der Sommer zu einer Hitzeschlacht mit Stress entwickelt. Mit diesen kleinen Intermezzi aus Hochnebeltagen und mit Regenschauern bei mäßigeren Temperaturen im Wechsel ist das für die biologische Verfasstheit der Menschen, aber auch für das gesunde Wachstum der Bäume und anderen Pflanzen einfach die bessere Situation. Und Gießwasser konnten wir auf die Art auch sparen. Das Reservebecken ist nur seit Tagen Reservoir fürs Gießen gewesen. Es wird sich beim nächsten Gewitter wieder füllen können, und die eigentlichen Regenwassertanks sind noch immer vollständig gefüllt. Eine gute Reserve für die sicherlich wiederkehrenden Trockenphasen.

Ermüdende Jahreszeiteneindrücke

Was für ein verrücktes Wetterjahr, es scheint kein Ende zu nehmen mit der Abweichung vom Erwartbaren. Kaum haben wir einige wirklich lichtreichen Tage hinter uns, folgt schon eine lange Phase mit Regen und Wolken. Es fällt schwer, da außergewöhnlichen Schwung aufrechtzuerhalten. Jedenfalls kostet es mehr Energie als nötig, die man eigentlich für anderes verwenden wollte. So wird auch aus der jahreszeitenbezogenen Baumfotografie erste einmal nichts. Dabei wäre da schon einige interessante Motive, die es sich lohnte einzufangen. Zum Beispiel die jungen Blätter zahlreicher Baumarten, zum Beispiel die Kätzchen-Blüten der Walnussbäume, das im feucht-warmen Klima wuchernde Efeu, die immer häufiger zu beobachtenden Blüten der Sträucher. All das droht unbeboachtet vorbei zu gehen, ohne dass wir einen wirklichen Eindruck des Frühlings gewinnen können. Dabei wäre das aktuell wichtiger als das ermüdende sich Ergehen in der Dauerkrisenkommunikation.

Wieder einmal abwarten

Nochmal viel Regen, der in Kombination mit der lauen Lufttemperatur nicht wirklich guttut. Vielleicht doch den Pflanzen, die solches Wetter erholsam finden mögen, aber uns Menschen schadet es eher. So freue ich mich zumindest auf die Erholung der Gartenbäume und einen Anreiz für den nachgesäten Schattenrasen, doch noch zu keimen und die Lücken zu schließen. Aber natürlich vermissen wir die super Sonnentage, die wir zuletzt erleben durften und die so viel Vorfreude auf den Frühling gemacht haben. Nun müssen wir wieder einmal abwarten.

Hoffnung auf spätere Pfirsichernte

Das ist schön, nach einigen Tagen Wasserhahn konnte ich erstmals wieder aufgefangenes Regenwasser zum Gießen verwenden. Allerdings war auch heute nicht viel zu gießen, da die Erde größtenteils noch von dem ergiebigen Regen der Nacht feucht war. Enorm viel ist nicht gefallen, aber das Reservebecken ist doch zur Hälfte gefüllt, so dass wir den regulären Wassertank wieder damit auffüllen können. Immerhin genug Vorrat für einige Tage. Außerdem habe ich Hoffnung, dass das unseren Gartenbäumen gutgetan hat, v. a. dass der Pfirsichbaum wieder Kraft und Wasser tanken konnte. Natürlich mit dem Hintergedanken, das komme den Früchten zugute, die ja wochenlang schon stagnieren und sich wegen fehlenden Wassers nicht weiterentwickeln konnten. Vielleicht wird’s so ja doch noch etwas mit unserer Pfirsichernte.

Regen, Sonne und das Wachstum der Obstbäume

Ich denke, die Regenphase mit extrem wechselhafter Witterung wird jetzt wieder zu Ende gehen. Das war zuletzt gewöhnungsbedürftig, da wir uns eigentlich schon auf einen gleichmäßigen Frühsommer eingestellt hatten und die angenehme Wärme genießen konnten. Aber immerhin sind jetzt die Regenwasserreservoirs wieder aufgefüllt, was über längere Trockenperioden dringend notwendig ist. Denn die Pflanzen rund ums Haus benötigen im Sommer schon viel Regenwasser. Und bei 6-7 Gießkannen täglich sind die Vorräte dann auch schnell zuneige. Manche Arten, vor allem unter den Sommerblumen haben die übermäßige Nässe nicht gut vertragen. Nur die Bäume wirken nach solchen Regenphasen auf mich immer so, als ob sie den Abwechslung eher gut aufnehmen und bei anschließenden Sonnentagen so richtig ihr Wachsen, Blühen oder Frucht tragen wieder auf Hochtouren bringen. So konnten wir schon Kirschen von unserem kleinen Spalier-Kirschbaum ernten, die Früchte des direkt daneben wachsenden Pfirsichbaums sind auf jeden Fall sehr zahlreich und werden hoffentlich wieder dick und saftig werden. Nur bei den Feigenbäumen tut sich in Sachen Frucht nicht so viel. Die leiden wohl unter der Nässe der letzten Tage und können ihr mediterrane Heimat noch nicht wirklich wiederfinden, bevor der Hochsommer auch zu ihnen vorgedrungen ist.

Verregneter Pfingsttag

Immerhin, um die Zeit des Feiertagsgottesdienstes am späten Vormittag herum zeigte der Pfingstsonntag noch seine freundlichere Seite. Ein Hauch des sonst eher typischen lichtreichen Pfingstwetters war da zu spüren. Aber wie vorhergesagt ist es dann am Nachmittag in Richtung Bewölkung und Gewitterregen umgeschlagen. Bei uns ist das aber noch moderat ausgefallen. Immerhin hat es uns das kostenlose Nachfüllen des Regenwassertanks ermöglicht. Wer weiß, wann der nächste ergiebige Regen fällt. Ich hoffe, wir haben mit dem zweiten Feiertag das unangenehme Wetter hinter uns und die Frühsommerwitterung kehrt zurück. Nach der Abkühlung und dem Regen dürften sich die Pflanzen auf die nächste Wachstums-, Blattaustrieb- und Blütenperiode freuen und dafür auch gut gewappnet sein. Auch den Bäumen wird die Durchfeuchtung des Bodens guttun, die sonst von den Gießkannengaben der übrigen Pflanzen wenig profitieren und ihren Flüssigkeitsbedarf aus tiefen Bodenschichten heraus decken müssen. Wenn der weitere Verlauf des Sommers die erwartete Gleichmäßigkeit erfüllt, sei der etwas verregnete Pfingsttag entschuldigt.

Erholungstag für die Pflanzen

Ganz gut, dass wir zwischendrin auch mal einen trüben Tag mit Regen erleben. Das fördert die Konzentration auf meine Projektarbeit und ist für die Pflanzen eine Erholung, nach einigen Wochen angestrengten Wachstums. Vor allem konnten sie heute einmal Feuchtigkeit aufnehmen, was gerade für die Bäume wichtig ist, die ansonsten ihren Flüssigkeitsbedarf aus tief liegenden Bodenschichten heraufholen müssen. Und nebenbei ist unser Wasserbecken endlich wieder vollgelaufen, so dass wir den Inhalt in den externen Regenwassertank pumpen können. So haben wir wieder einen Vorrat, der einige Wochen reicht, bis der nächste ergiebige Regen hoffentlich wiederkommt.

Hochsommerpflanzenwachstum

Ich freue mich über alles, was aktuell im Garten wächst, grünt, blüht und fruchtet. Für manche Arten wirkt diese Regenphase wohltuend und belebend. Insbesondere meine extrem unwilligen Chilipflänzchen haben jetzt nach endlosem Stillsand endlich einmal einen kleinen Wachstumsschub hingelegt. Noch ein wenig größer und ich kann sie in ihren eigentlichen Pflanzkübel setzen. Dann wird es vielleicht doch noch etwas mit neuen Chilischoten und Nachschub für meinen nicht gerade kleinen Vorrat an extra-scharfem Chili-Pulver. Auch die Wunderbäumchen sind sehr schön gewachsen und falten inzwischen ihre enorm großflächigen Blätter aus. Die werden zu den diesjährigen Gartenhighlights zählen, auch weil ich diesmal so viele kräftige Exemplare zur Verfügung hatte.

Zu viel Feuchtigkeit

Wir scherzen schon mit Bezug zur Jahreszeit und im Vergleich mit dem, was wir erleben. Novemberwetter ist das fast schon, wenn es noch etwas kühler wird. Und so kommen tatsächlich Gedanken an die Adventszeit – mitten im Hochsommer. Wetterkapriolen kennen wir nun schon sehr lange. Aber so etwas in der Hochzeit des Sommers ist dann doch ungewöhnlich – und sehr demotivierend. So jedenfalls strahlen es die meisten Menschen zurzeit aus, und das verstärkt sich in der Kommunikation dann auch gegenseitig. Es kann nur noch besser werden, und das heißt dem Erwartbaren gemäßer. Hoffen wir, dass die Pflanzen durch zu viel Nässe in der falschen Jahreszeit nicht leiden. Zumindest bei den Blumen und Stauden kann das gefährlich werden, während die Bäume sich da noch gelassener zeigen.

Fortschritte beim Efeu

An der Grotte ist der zurückgeschnittene Efeu inzwischen wieder zum Leben erwacht. Über den kahlen Schnittflächen sind neue kleine Blättchen erschienen, die sich bald ausdehnen werden und dann schon einen Teil der Lücken schließen sollten. An der langen Mauer, dem Hauptort dieser tagesfüllenden Rückschnittaktion, hat sich aber noch nichts bewegt. Vielleicht weil die geschnittenen Äste dort schon dicker waren und frische Triebe aus dem starken Holz nicht so schnell zu erwarten sind. Da wird es noch einige Wochen länger Sommerregenphasen geben, die die Hecke aufatmen lassen und ihr genügend Energie geben, um sich wieder in alter Form präsentieren zu können.

Sommerintermezzo

Ganz so hatten wir uns den Hochsommer nicht vorgestellt. Auf einmal so viel Regen, dass die Sonne kaum noch eine Chance erhält. Die Pflanzen wissen das jetzt noch zu schätzen, aber es darf eben nicht lange anhalten. Insbesondere die Blumen und Stauden neigen dann dazu, faule Blätter auszubilden und in dem zu Viel an Flüssigkeit zugrunde zu gehen. Nur die Bäume freuen sich, mehr Feuchtigkeit ihren Wurzeln speichern zu können, als Vorsorge für die heißen Tage, die sicher wiederkehren. So ziehen wir etwas möglichst Positives aus diesen Umständen und rüsten uns für die belebenden Sommertage, die uns nach draußen ziehen und die uns dem Kosmos näherbringen.

Gute Maulbeerenprognose

Viel Regen und wieder eine Unterbrechung des Hochsommerwetters, das schon mit viel anhaltender Sonne gekrönt war. Gut, so füllen sich die Regenreservoirs wieder auf, die Pflanzen erhalten genug Wasser, ohne gegossen zu werden. Und wir können eine Abkühlung genießen, bevor die nächsten Hitzephasen anstehen. V. sagte mir heute, die Maulbeeren, die es in diesem Jahr erstmals wieder gibt, seien in ca. 3-4 Wochen erntereif. Darauf freue ich mich schon, können wir doch unsere zuneige gehenden Vorräte an Maulbeermarmelade. Jahrgang 2018 auffüllen. Vielleicht wird’s sogar noch mehr als vor drei Jahren. Nicht sicher bin ich mir, wodurch der seltene Segen motiviert ist. Vielleicht war es ja der ausgebliebene Rückschnitt, der ihn begünstigen konnte. Vielleicht stehen aber auch andere Faktoren im Raum, die wir noch nicht erfassen konnten.

Sommerregentag

Ein Regentag und fast schon wieder kühl, jedenfalls musste ich einen Pullover überziehen, nachdem in den letzten Wochen durchgehend Sommerkleidung angesagt war. Ich hoffe, der Efeu und die übrigen Gartenbäume werden das Nass nutzen, um sich zu erholen. Ganz besonders der Efeu, der durch den Rückschnitt so stark amputiert wirkt. Regen bei gleichzeitiger Wärme kann helfen, dass er aus dem blattlosen Holz neue Triebe bildet, die die Geschlossenheit der immergrünen Pflanze wiederherstellen. Das kann noch etwas dauern, aber es kommt dann irgendwann sehr schnell.

Holzarbeit trotz Regen

Eigentlich kein gutes Wetter für die Holzarbeit, aber die 6 Stäbe musste heute vorbereitet werden, und so habe ich immerhin die Ruhe des Regentages nutzen können, um das abzuschließen. Die weitere Ausarbeitung mit Eiche, Weidenbaum, Birke, Kiefer und Walnussbaum wird aber noch einige Tage in Anspruch nehmen. Schön, wenn es dann auf spannende Kombinationsarmbänder hinausläuft, in dem Fall ein Partner-Armband-Set und einmal wieder ein Vater, Mutter & Kind Armband Set, in dem Fall mit drei Arten in Kombination.

Hochsommerliche Abkühlung

Erst am späten Nachmittag kam die schon für früher vorhergesagte Abkühlung. Endlich wieder einmal Regen, der unsere Regenwasservorräte etwas aufgefüllt hat und uns wenigstens heute einmal das Gießen erspart hat. Ganz gut ist, um die Luft auszutauschen, die zuletzt an schwüler Unbeweglichkeit gelitten hat, und wir mit ihr. So habe ich nichts gegen etwas moderatere Abwechslung inmitten des Hochsommers, solange sie nicht ins andere Extrem ausartet. Die Bäume, Stauden und Blumen im Garten haben diese natürliche Feuchtigkeitszufuhr sehr wohlwollend aufgenommen und ihr Höhen- und Breitenwachstum kräftig verstärkt.

Ein Traum vom wohltemperierten Hochsommer

In diesen Tagen hat die Sonne enorme Strahlungskraft. Wenn man sich länger ungeschützt im Freien bewegt, zieht man sich nicht nur einen gewaltigen Sonnenbrand zu, wie ich am Wochenende während des langwierigen Zurückschneidens der Efeuhecke. Die Sonne blendet auch und die knallige Hitze verlangsamt wie von selbst alle Bewegung. Es erinnert mich immer an meine Zeit in D., wenn ich im Hochsommer mittags meine Runde gedreht habe und den Rückweg nur antreten konnte, wenn ich auf halber Strecke eine Rast im kühlenden Schatten der Parkbäume eingelegt hatte. So haben wir vorsorglich auf den Hochsommermodus mit von früh an heruntergelassenen Jalousien umgeschaltet und dosieren die Freiluftaufenthalte auf ein gesundes Maß. Wenn wir zwischendurch nächtliche Abkühlung und tagsüber ab und zu einen Regenschauer erleben, ist mir die Hochsommerwitterung auch in dieser Form eigentlich sehr recht. Etwas, mit dem man sich ganz gut arrangieren kann. Nur dauerhafte Hitze ohne Ausgleich ist nie gut für Menschen, Tiere und Pflanzen gleichermaßen.

Umgekehrtes Witterungsgefälle

Vielleicht hatten wir uns schon zu früh auf den Frühsommer gefreut. Vielleicht liegt es aber auch einfach an dem aktuellen Ost-West-Gefälle, das entgegen dem sonst Üblichen umgekehrt ist. Im Osten sind gerade die hohen Temperaturen und wir erleben eine Schmuddelwetterperiode mit Hochnebel und wenig Sommerfeeling. Aber immerhin haben wir das Gießen gespart, da die Erde kaum abtrocknet, und die Bäume können einige Tage länger Energie tanken, bevor die Photosynthese wieder richtig angekurbelt wird und das Blattwachstum sich fortsetzt. Ich nutze die daraus resultierende Ruhe, um meine Projekte konzentriert voranzubringen.

Anregung zum Höhenwachstum

Einige der in diesem Jahr unerwartet zahlreichen Wunderbäumchen werde ich morgen zu J. und W. mitnehmen. Sie werden in der dortigen schweren Erde zwar nicht so groß wie bei uns, aber die filigranen Blüten, interessant geformten Fruchtstände und die großen lappigen Blätter, überhaupt die Architektur der Pflanze, gefällt dort auch in kleinerem Maßstab genauso. Was ich mit den restlichen Exemplaren anstelle, weiß ich noch nicht, aber die Nachbarn sind möglicherweise ebenfalls interessiert, zumal in diesem Jahr alles so spät kommt und sich deshalb viele über zusätzliche vegetabile Anregungen und Highlights freuen dürften. Gut, dass es jetzt phasenweise auch wieder regnet. Das regt das Höhewachstum der Stauden zusätzlich an, auch bei den Sonnenblumen. Und die Bäume werden endlich ihre bisher noch schmalen Blätter ausbreiten können. Eben mindestens 5-6 Wochen später als gewöhnlich. Allerdings: Was ist in diesem Jahr schon gewöhnlich?

Stressfreier für die Bäume

Ein ungewöhnlicher Mai ist das, und ganz anders als im Vorjahr, als der Monat fast hochsommerlich ausfiel und uns extrem viel Sonne brachte. Dieses Jahr, das konnte man schon an den Vormonaten ablesen, wird wohl ein stark durchwachsenes werden, mit einer Sonnenstundenbilanz, die eher durchschnittlich werden dürfte. Für uns ernüchternd, für alles, was von Licht, Wasser und Mineralien lebt, aber eher wohltuend. Eine Chance u. a. für die Bäume, sich stressfreier als in Dauerhitze-Jahren zu entwickeln. Und auch eine Witterung, die den übrigen einjährigen Pflanzen eher entgegenkommen wird, natürlich auch uns, die wir weniger gießen müssen. Aber bedauerlich ist es schon, gerade in dieser ohnehin deprimierenden Krisenstimmung könnte viel Licht einen Ausgleich schaffen, weil wir uns damit freier und lebendiger fühlen können.

Trotzdem Hoffnung auf goldenen Oktober

Die Zeit hätte dieser Sonntag zur Verfügung gestellt, aber bei solchem Wetter ist es unmöglich, einen Fuß vor die Tür zu setzen. Überwiegend nass und ungemütlich, keine Freue, selbst für die Pflanzen nicht, die teilweise unter der Dauernässe leiden. Meine Chilis z. B. beginnen schon aufzuplatzen, die mögen zwar Feuchtigkeit über die Wurzeln, aber nicht Dauerberegnung von oben, das überfordert insbesondere die schon sich von Grün in Richtung Rot verfärbenden Schoten. Und auch für die Bäume wäre es jetzt einmal genug Regen, nachdem sie lange so dringend darauf gewartet haben. Das sind eben die schon gewohnte Extreme, die auch das Erleben der Jahreszeiten verändert haben und immer wieder Stress verursachen. Aber es ist erst Anfang des Monats, ich habe immer noch Hoffnung auf einen goldenen Oktober.

Erholsames Spätsommerintermezzo

So viel Regen Ende August ist doch recht ungewohnt. Aber wir haben das eigentlich auch schon herbeigesehnt, da alles so ausgetrocknet war. Ich schätze, die Bäume werden es genießen, endlich wieder auftanken zu können. Und gewissen Blumen leben auch auf, die für Dauerhitze und sehr hohe Temperaturen nicht gemacht sind. Jetzt machen die Efeutriebe richtig kräftige Schüsse und müssen demnächst wieder zurückgeschnitten werden. Weniger vorteilhaft ist es für meine Strohblumen, die Dauerregen nicht gut vertragen und die geöffneten Blütenköpfe verblassen lassen. Auch die jetzt schon zahlreich gewachsenen, aber noch grünen Chilischoten mögen es lieber trocken und sonnig. Wenn das so anhält, werden die ersten anfangen zu platzen. Das ist schade, denn gerade jetzt bräuchte dieser Art viel Sonne, um auszureifen. Nun wollen wir hoffen, dass dieses Regentief seine positivsten Wirkungen nicht überstrapaziert und wir sehr bald einen milden, sonnenreichen Frühherbst mit bunten Farben erleben dürfen.

Regensegen und üppiger Efeuwuchs

In der letzten Nacht gab es nun endlich auch bei uns ergiebigen Regen, von dem ich fast nichts mitbekommen habe. Am morgen aber war unser Springbrunnenbecken vollgelaufen, und auch aus dem großen Regenwassertank kann ich jetzt wieder Gießwasser abzweigen. Nach so langer Durststrecke und der Notwendigkeit, Leitungswasser zu verwenden, ist das ein Segen. Auch die Abkühlung gegenüber der großen Hitze vorher ist wohltuend, vor allem für die Grünpflanzen. Wie immer, wenn es einen Wechsel von viel Sonnenlicht und Regen gibt, schießt der Efeu wieder neue Triebe hervor, die an unserem Mauerbewuchs hervorstechen. Noch eine Weile mit diesem Wetter und ich kann den nächsten Rückschnitt vornehmen. Das ist immer mit Arbeit verbunden, lässt uns einiges an Staub einatmen, weil die Efeuhecken gute Staubfänger sind. Aber die Gesamtanmutung der mit Efeu bewachsenen Flächen, überhaupt die Ausstrahlung der Pflanze, ist uns wichtig und prägt den Charakter des hausnahen Gartens doch wesentlich. Wichtig ist auch, dass die tief gehenden Wurzeln des Efeus wieder mehr Feuchtigkeit speichern können. Denn bei anhaltender Trockenheit beginnt auch diese Art irgendwann schlapp zu werden.

Chaotische Parallelen

Schon wieder wird es ungemütlich und fast kalt. Krasse Gegensätze mutet uns das Wetter zu, gerade jetzt im Juni, wenn eigentlich die angenehmsten – warmen, aber nicht zu heißen – Sommertage des Jahres zu erwarten wären. Aber mit der Erfüllung von Erwartungen kann man nicht mehr rechnen. Und so spiegelt sich im Außen das Chaos, das in den Köpfen der Menschen analog zu herrschen scheint. Und in beiden Bereichen ist eine Richtung nicht wirklich erkennbar. Unser frisch gesäter Rasen wird diese ungewöhnliche satte Feuchtigkeit zu schätzen wissen, wir haben das Gießen gespart und unsere Regenwasservorräte sollten inzwischen erneut aufgefüllt sein. Zwischenzeitlich kann ich mich mit den schönen Fotografien mit Motiven aus der frühsommerlichen Baumlandschaft trösten, die ich ausgewählt, bearbeitet und in einige schöne Grußkartenmotive verwandelt habe. M. wird sich darüber freuen, und vielleicht auch die Adressaten, die sich durch die Motive u. a. des lichtdurchfluteten Blätterdachs einer großen Robinie in den Sommer zurückversetzt fühlen dürften.

Der sonnenreichste April

Nun ist dieser April doch nicht der sonnenreichste Monat seit Bestehen meiner Sonnenstromproduktion geworden. Aber der sonnen- und lichtreichste April ist es auf jeden Fall und auch einer der 5 Monate überhaupt in diesem Zeitraum, die selbst in hochsommerlichen Maßstäben gerechnet außerordentlich viel Sonne brachten. Mit konstant anhaltendem Hochdruckwetter bis zum letzten Tag hätte es aber tatsächlich ein Rekord werden können. Wie auch immer, für das Wachstum der Pflanzen war das überwiegend günstig. Und dass in den letzten Tagen endlich auch wieder Regen dazu kam, danken eben diese Pflanzen besonders. Mit dem Regenwasser können sie sich erholen und stabilisieren. Ich beobachte v. a. bei den Bäumen, dass ihnen dieses Regenintermezzo guttut. Ginkgo, Walnussbaum und Gleditschien werden jetzt ihre Blattfläche vergrößern können, damit noch mehr Sonnenenergie einfangen und ihr Frühjahrswachstum damit intensivieren können. Schön ist es für mich, währenddessen meine Holzarbeiten durchführen zu können. Irgendwie erlebe ich damit die Lebensprozesse in der Vegetation in doppelter und verstärkter Form.

Stressfaktor und Lichtblick der Baumblüte

Der so lange schon anhaltende Regenmangel wird jetzt doch zum Problem. Selbst Arten, die eigentlich für ihre langen, tief reichenden Wurzeln bekannt sind, geraten bei so ungewöhnlich trockener Witterung in Stress. So heute beobachtet bei unserem Efeu. Und V. berichtet, dass die alten Zypressenhecken langsam ebenfalls leiden oder schon vollständig vertrocknet sind. Das könnte das eine oder andere Pflanzenindividuum sein Leben kosten. Und auch die Entwicklung der Blätter und Blüten kann gestört sein. Sollte mich nicht wundern, wenn einige Obstbaumarten auf Grund dieses Umstands im Herbst kaum Früchte tragen. So ist eben immer etwas Außerplanmäßiges in diesen Klimawandelzeiten zu beobachten. Aber immerhin ein seltener Lichtblick: Die Honigsaison scheint tatsächlich anzulaufen. Und diesmal scheinen die Bienen trotz Trockenheit doch recht angetan von den bei uns gerade üppig blühenden Weißdornen, eine unserer wichtigsten Frühtrachten. Wenn dann noch ein wenig von der Apfelblüte miteinfließt, wäre das doch ein gelungener Auftakt, nach Jahren katastrophaler Entwicklungen rund um Bienensterben und witterungsbedingter Ausfälle. Das freut mich für V. und für uns alle, denn es zeigte, dass sich Dinge auch einmal wieder normalisieren können.

Aufgeschobene Gartenarbeiten

Während dieser Arbeitswoche bin ich zu den gärtnerischen Dingen kaum gekommen. So wird sich diese Arbeit am Wochenende konzentrieren. Vor allem die reifen Chilis türmen sich auf und warten darauf zerkleinert und zum Trocknen ausgelegt zu werden. Aber auch anderes, u. a. die Rezension der Küchenmaschine, stehen an. Und dann sind da noch die Strohblumen, die teils noch aufgeklebt und vor allem zu den ersten neuen Sträußen arrangiert und zusammengebunden werden wollen. Viel zu tun, wie eigentlich immer, wenn das Wochenende bevorsteht. Und ganz schön, wenn das Regenwetter und die trübe Wetterstimmung durch praktische erdende Arbeiten ausgeglichen werden kann.

Erfrischung für Blumen, Stauden und Bäume

Richtig erholsam, dieser Sommerregen zwischen den Hitzephasen. Dass es den ganzen Tag über meist leicht geregnet hat und die Wolkendecke dicht genug blieb, um wenig Sonne durchzulassen, hat alles zum Abkühlen gebracht und unsere Wassertanks wieder etwas aufgefüllt. Ruhig hätte es noch länger und anhaltender regnen können. So sind die Reservoirs an Regenwasser leider noch nicht voll. Aber besser als nichts. Und auch besser als heftige Stürme und sintflutartige Regengüsse oder gar Hagel, der in Aussicht gestellt wurde, die dann unsere empfindlichen Pflanzen nur geschädigt hätten. Ich denke, dass es ausgereicht hat, um Feuchtigkeit auch in tiefere Bodenschichten zu leiten und die tief wurzelnden Bäume mit Wasserspeichern zu versorgen. Die vergisst man allzu schnell. Aber auch die gut verwurzelten Bäume leiden irgendwann, wenn die Hitze zu lange währt und keine regelmäßigen Ausgleiche stattfinden.

Bewusster Hochsommer

Jetzt könnten insbesondere die Bäume wieder eine Erfrischung durch Regen gebrauchen. Unsere Regenwasserreservoirs sind fast vollständig aufgebraucht. Immerhin hat es heute noch für die Blumen ausgereicht. Aber ab morgen muss ich dann doch den Wasserhahn anzapfen. Gute, dass für die nächsten Tage Regenschauer vorhergesagt sind. Ich hoffe, sie kommen nachts, halten länger an und zerstören auf der anderen Seite nichts. Gerade die Sonnenblumen und die jungen Rizinusstauden können zu viel Regen nicht vertragen. Aber eine moderate Durchfeuchtung würde allen Pflanzen jetzt guttun. Davon abgesehen, diese Hochphase des Sommers ist schon etwas Besonderes, das ich bewusst in mir aufzunehmen versuche.

Dampfende Atmosphäre

Da ist sie wieder, diese tropische Wetterlage. Jedenfalls erscheint sie uns so, weil die Nässe dominiert und es zwischendurch aufwärmt, mit der entsprechenden dampfenden Anmutung. Je länger das anhält, desto wohler fühlen sich die Pflanzen, bis auf die besonders Wärme und Licht liebenden, die dazu neigen, zu verwelken und ihre sommerfrische Vitalität zu verlieren. Dazu zählen z. B. die neuen Sorten Mohnblumen, die ich erstmals versucht habe. Sehr filigran und erfrischend, aber das Blattlaub vergilbt bei Regen recht schnell, was die ganze Pflanze irgendwie vertrocknet aussehen lässt. Für unsere Weinreben ist der Regen auch gut, weil sie ihre Speicher wieder gut auffüllen und genug Flüssigkeit in die gerade im Wachstum befindlichen Trauben schicken können Und die tief wurzelnden Bäume gönnen sich gerade eine Atempause, bevor die anhaltende Hitze die Transpiration wieder auf Hochtouren bringt und der Wachstumsstress von Neuem beginnt.