Hochsommerpflanzenwachstum

Ich freue mich über alles, was aktuell im Garten wächst, grünt, blüht und fruchtet. Für manche Arten wirkt diese Regenphase wohltuend und belebend. Insbesondere meine extrem unwilligen Chilipflänzchen haben jetzt nach endlosem Stillsand endlich einmal einen kleinen Wachstumsschub hingelegt. Noch ein wenig größer und ich kann sie in ihren eigentlichen Pflanzkübel setzen. Dann wird es vielleicht doch noch etwas mit neuen Chilischoten und Nachschub für meinen nicht gerade kleinen Vorrat an extra-scharfem Chili-Pulver. Auch die Wunderbäumchen sind sehr schön gewachsen und falten inzwischen ihre enorm großflächigen Blätter aus. Die werden zu den diesjährigen Gartenhighlights zählen, auch weil ich diesmal so viele kräftige Exemplare zur Verfügung hatte.

Zu viel Feuchtigkeit

Wir scherzen schon mit Bezug zur Jahreszeit und im Vergleich mit dem, was wir erleben. Novemberwetter ist das fast schon, wenn es noch etwas kühler wird. Und so kommen tatsächlich Gedanken an die Adventszeit – mitten im Hochsommer. Wetterkapriolen kennen wir nun schon sehr lange. Aber so etwas in der Hochzeit des Sommers ist dann doch ungewöhnlich – und sehr demotivierend. So jedenfalls strahlen es die meisten Menschen zurzeit aus, und das verstärkt sich in der Kommunikation dann auch gegenseitig. Es kann nur noch besser werden, und das heißt dem Erwartbaren gemäßer. Hoffen wir, dass die Pflanzen durch zu viel Nässe in der falschen Jahreszeit nicht leiden. Zumindest bei den Blumen und Stauden kann das gefährlich werden, während die Bäume sich da noch gelassener zeigen.

Fortschritte beim Efeu

An der Grotte ist der zurückgeschnittene Efeu inzwischen wieder zum Leben erwacht. Über den kahlen Schnittflächen sind neue kleine Blättchen erschienen, die sich bald ausdehnen werden und dann schon einen Teil der Lücken schließen sollten. An der langen Mauer, dem Hauptort dieser tagesfüllenden Rückschnittaktion, hat sich aber noch nichts bewegt. Vielleicht weil die geschnittenen Äste dort schon dicker waren und frische Triebe aus dem starken Holz nicht so schnell zu erwarten sind. Da wird es noch einige Wochen länger Sommerregenphasen geben, die die Hecke aufatmen lassen und ihr genügend Energie geben, um sich wieder in alter Form präsentieren zu können.

Sommerintermezzo

Ganz so hatten wir uns den Hochsommer nicht vorgestellt. Auf einmal so viel Regen, dass die Sonne kaum noch eine Chance erhält. Die Pflanzen wissen das jetzt noch zu schätzen, aber es darf eben nicht lange anhalten. Insbesondere die Blumen und Stauden neigen dann dazu, faule Blätter auszubilden und in dem zu Viel an Flüssigkeit zugrunde zu gehen. Nur die Bäume freuen sich, mehr Feuchtigkeit ihren Wurzeln speichern zu können, als Vorsorge für die heißen Tage, die sicher wiederkehren. So ziehen wir etwas möglichst Positives aus diesen Umständen und rüsten uns für die belebenden Sommertage, die uns nach draußen ziehen und die uns dem Kosmos näherbringen.

Gute Maulbeerenprognose

Viel Regen und wieder eine Unterbrechung des Hochsommerwetters, das schon mit viel anhaltender Sonne gekrönt war. Gut, so füllen sich die Regenreservoirs wieder auf, die Pflanzen erhalten genug Wasser, ohne gegossen zu werden. Und wir können eine Abkühlung genießen, bevor die nächsten Hitzephasen anstehen. V. sagte mir heute, die Maulbeeren, die es in diesem Jahr erstmals wieder gibt, seien in ca. 3-4 Wochen erntereif. Darauf freue ich mich schon, können wir doch unsere zuneige gehenden Vorräte an Maulbeermarmelade. Jahrgang 2018 auffüllen. Vielleicht wird’s sogar noch mehr als vor drei Jahren. Nicht sicher bin ich mir, wodurch der seltene Segen motiviert ist. Vielleicht war es ja der ausgebliebene Rückschnitt, der ihn begünstigen konnte. Vielleicht stehen aber auch andere Faktoren im Raum, die wir noch nicht erfassen konnten.

Sommerregentag

Ein Regentag und fast schon wieder kühl, jedenfalls musste ich einen Pullover überziehen, nachdem in den letzten Wochen durchgehend Sommerkleidung angesagt war. Ich hoffe, der Efeu und die übrigen Gartenbäume werden das Nass nutzen, um sich zu erholen. Ganz besonders der Efeu, der durch den Rückschnitt so stark amputiert wirkt. Regen bei gleichzeitiger Wärme kann helfen, dass er aus dem blattlosen Holz neue Triebe bildet, die die Geschlossenheit der immergrünen Pflanze wiederherstellen. Das kann noch etwas dauern, aber es kommt dann irgendwann sehr schnell.

Holzarbeit trotz Regen

Eigentlich kein gutes Wetter für die Holzarbeit, aber die 6 Stäbe musste heute vorbereitet werden, und so habe ich immerhin die Ruhe des Regentages nutzen können, um das abzuschließen. Die weitere Ausarbeitung mit Eiche, Weidenbaum, Birke, Kiefer und Walnussbaum wird aber noch einige Tage in Anspruch nehmen. Schön, wenn es dann auf spannende Kombinationsarmbänder hinausläuft, in dem Fall ein Partner-Armband-Set und einmal wieder ein Vater, Mutter & Kind Armband Set, in dem Fall mit drei Arten in Kombination.

Hochsommerliche Abkühlung

Erst am späten Nachmittag kam die schon für früher vorhergesagte Abkühlung. Endlich wieder einmal Regen, der unsere Regenwasservorräte etwas aufgefüllt hat und uns wenigstens heute einmal das Gießen erspart hat. Ganz gut ist, um die Luft auszutauschen, die zuletzt an schwüler Unbeweglichkeit gelitten hat, und wir mit ihr. So habe ich nichts gegen etwas moderatere Abwechslung inmitten des Hochsommers, solange sie nicht ins andere Extrem ausartet. Die Bäume, Stauden und Blumen im Garten haben diese natürliche Feuchtigkeitszufuhr sehr wohlwollend aufgenommen und ihr Höhen- und Breitenwachstum kräftig verstärkt.

Ein Traum vom wohltemperierten Hochsommer

In diesen Tagen hat die Sonne enorme Strahlungskraft. Wenn man sich länger ungeschützt im Freien bewegt, zieht man sich nicht nur einen gewaltigen Sonnenbrand zu, wie ich am Wochenende während des langwierigen Zurückschneidens der Efeuhecke. Die Sonne blendet auch und die knallige Hitze verlangsamt wie von selbst alle Bewegung. Es erinnert mich immer an meine Zeit in D., wenn ich im Hochsommer mittags meine Runde gedreht habe und den Rückweg nur antreten konnte, wenn ich auf halber Strecke eine Rast im kühlenden Schatten der Parkbäume eingelegt hatte. So haben wir vorsorglich auf den Hochsommermodus mit von früh an heruntergelassenen Jalousien umgeschaltet und dosieren die Freiluftaufenthalte auf ein gesundes Maß. Wenn wir zwischendurch nächtliche Abkühlung und tagsüber ab und zu einen Regenschauer erleben, ist mir die Hochsommerwitterung auch in dieser Form eigentlich sehr recht. Etwas, mit dem man sich ganz gut arrangieren kann. Nur dauerhafte Hitze ohne Ausgleich ist nie gut für Menschen, Tiere und Pflanzen gleichermaßen.

Umgekehrtes Witterungsgefälle

Vielleicht hatten wir uns schon zu früh auf den Frühsommer gefreut. Vielleicht liegt es aber auch einfach an dem aktuellen Ost-West-Gefälle, das entgegen dem sonst Üblichen umgekehrt ist. Im Osten sind gerade die hohen Temperaturen und wir erleben eine Schmuddelwetterperiode mit Hochnebel und wenig Sommerfeeling. Aber immerhin haben wir das Gießen gespart, da die Erde kaum abtrocknet, und die Bäume können einige Tage länger Energie tanken, bevor die Photosynthese wieder richtig angekurbelt wird und das Blattwachstum sich fortsetzt. Ich nutze die daraus resultierende Ruhe, um meine Projekte konzentriert voranzubringen.

Anregung zum Höhenwachstum

Einige der in diesem Jahr unerwartet zahlreichen Wunderbäumchen werde ich morgen zu J. und W. mitnehmen. Sie werden in der dortigen schweren Erde zwar nicht so groß wie bei uns, aber die filigranen Blüten, interessant geformten Fruchtstände und die großen lappigen Blätter, überhaupt die Architektur der Pflanze, gefällt dort auch in kleinerem Maßstab genauso. Was ich mit den restlichen Exemplaren anstelle, weiß ich noch nicht, aber die Nachbarn sind möglicherweise ebenfalls interessiert, zumal in diesem Jahr alles so spät kommt und sich deshalb viele über zusätzliche vegetabile Anregungen und Highlights freuen dürften. Gut, dass es jetzt phasenweise auch wieder regnet. Das regt das Höhewachstum der Stauden zusätzlich an, auch bei den Sonnenblumen. Und die Bäume werden endlich ihre bisher noch schmalen Blätter ausbreiten können. Eben mindestens 5-6 Wochen später als gewöhnlich. Allerdings: Was ist in diesem Jahr schon gewöhnlich?

Stressfreier für die Bäume

Ein ungewöhnlicher Mai ist das, und ganz anders als im Vorjahr, als der Monat fast hochsommerlich ausfiel und uns extrem viel Sonne brachte. Dieses Jahr, das konnte man schon an den Vormonaten ablesen, wird wohl ein stark durchwachsenes werden, mit einer Sonnenstundenbilanz, die eher durchschnittlich werden dürfte. Für uns ernüchternd, für alles, was von Licht, Wasser und Mineralien lebt, aber eher wohltuend. Eine Chance u. a. für die Bäume, sich stressfreier als in Dauerhitze-Jahren zu entwickeln. Und auch eine Witterung, die den übrigen einjährigen Pflanzen eher entgegenkommen wird, natürlich auch uns, die wir weniger gießen müssen. Aber bedauerlich ist es schon, gerade in dieser ohnehin deprimierenden Krisenstimmung könnte viel Licht einen Ausgleich schaffen, weil wir uns damit freier und lebendiger fühlen können.

Trotzdem Hoffnung auf goldenen Oktober

Die Zeit hätte dieser Sonntag zur Verfügung gestellt, aber bei solchem Wetter ist es unmöglich, einen Fuß vor die Tür zu setzen. Überwiegend nass und ungemütlich, keine Freue, selbst für die Pflanzen nicht, die teilweise unter der Dauernässe leiden. Meine Chilis z. B. beginnen schon aufzuplatzen, die mögen zwar Feuchtigkeit über die Wurzeln, aber nicht Dauerberegnung von oben, das überfordert insbesondere die schon sich von Grün in Richtung Rot verfärbenden Schoten. Und auch für die Bäume wäre es jetzt einmal genug Regen, nachdem sie lange so dringend darauf gewartet haben. Das sind eben die schon gewohnte Extreme, die auch das Erleben der Jahreszeiten verändert haben und immer wieder Stress verursachen. Aber es ist erst Anfang des Monats, ich habe immer noch Hoffnung auf einen goldenen Oktober.

Erholsames Spätsommerintermezzo

So viel Regen Ende August ist doch recht ungewohnt. Aber wir haben das eigentlich auch schon herbeigesehnt, da alles so ausgetrocknet war. Ich schätze, die Bäume werden es genießen, endlich wieder auftanken zu können. Und gewissen Blumen leben auch auf, die für Dauerhitze und sehr hohe Temperaturen nicht gemacht sind. Jetzt machen die Efeutriebe richtig kräftige Schüsse und müssen demnächst wieder zurückgeschnitten werden. Weniger vorteilhaft ist es für meine Strohblumen, die Dauerregen nicht gut vertragen und die geöffneten Blütenköpfe verblassen lassen. Auch die jetzt schon zahlreich gewachsenen, aber noch grünen Chilischoten mögen es lieber trocken und sonnig. Wenn das so anhält, werden die ersten anfangen zu platzen. Das ist schade, denn gerade jetzt bräuchte dieser Art viel Sonne, um auszureifen. Nun wollen wir hoffen, dass dieses Regentief seine positivsten Wirkungen nicht überstrapaziert und wir sehr bald einen milden, sonnenreichen Frühherbst mit bunten Farben erleben dürfen.

Regensegen und üppiger Efeuwuchs

In der letzten Nacht gab es nun endlich auch bei uns ergiebigen Regen, von dem ich fast nichts mitbekommen habe. Am morgen aber war unser Springbrunnenbecken vollgelaufen, und auch aus dem großen Regenwassertank kann ich jetzt wieder Gießwasser abzweigen. Nach so langer Durststrecke und der Notwendigkeit, Leitungswasser zu verwenden, ist das ein Segen. Auch die Abkühlung gegenüber der großen Hitze vorher ist wohltuend, vor allem für die Grünpflanzen. Wie immer, wenn es einen Wechsel von viel Sonnenlicht und Regen gibt, schießt der Efeu wieder neue Triebe hervor, die an unserem Mauerbewuchs hervorstechen. Noch eine Weile mit diesem Wetter und ich kann den nächsten Rückschnitt vornehmen. Das ist immer mit Arbeit verbunden, lässt uns einiges an Staub einatmen, weil die Efeuhecken gute Staubfänger sind. Aber die Gesamtanmutung der mit Efeu bewachsenen Flächen, überhaupt die Ausstrahlung der Pflanze, ist uns wichtig und prägt den Charakter des hausnahen Gartens doch wesentlich. Wichtig ist auch, dass die tief gehenden Wurzeln des Efeus wieder mehr Feuchtigkeit speichern können. Denn bei anhaltender Trockenheit beginnt auch diese Art irgendwann schlapp zu werden.

Chaotische Parallelen

Schon wieder wird es ungemütlich und fast kalt. Krasse Gegensätze mutet uns das Wetter zu, gerade jetzt im Juni, wenn eigentlich die angenehmsten – warmen, aber nicht zu heißen – Sommertage des Jahres zu erwarten wären. Aber mit der Erfüllung von Erwartungen kann man nicht mehr rechnen. Und so spiegelt sich im Außen das Chaos, das in den Köpfen der Menschen analog zu herrschen scheint. Und in beiden Bereichen ist eine Richtung nicht wirklich erkennbar. Unser frisch gesäter Rasen wird diese ungewöhnliche satte Feuchtigkeit zu schätzen wissen, wir haben das Gießen gespart und unsere Regenwasservorräte sollten inzwischen erneut aufgefüllt sein. Zwischenzeitlich kann ich mich mit den schönen Fotografien mit Motiven aus der frühsommerlichen Baumlandschaft trösten, die ich ausgewählt, bearbeitet und in einige schöne Grußkartenmotive verwandelt habe. M. wird sich darüber freuen, und vielleicht auch die Adressaten, die sich durch die Motive u. a. des lichtdurchfluteten Blätterdachs einer großen Robinie in den Sommer zurückversetzt fühlen dürften.

Der sonnenreichste April

Nun ist dieser April doch nicht der sonnenreichste Monat seit Bestehen meiner Sonnenstromproduktion geworden. Aber der sonnen- und lichtreichste April ist es auf jeden Fall und auch einer der 5 Monate überhaupt in diesem Zeitraum, die selbst in hochsommerlichen Maßstäben gerechnet außerordentlich viel Sonne brachten. Mit konstant anhaltendem Hochdruckwetter bis zum letzten Tag hätte es aber tatsächlich ein Rekord werden können. Wie auch immer, für das Wachstum der Pflanzen war das überwiegend günstig. Und dass in den letzten Tagen endlich auch wieder Regen dazu kam, danken eben diese Pflanzen besonders. Mit dem Regenwasser können sie sich erholen und stabilisieren. Ich beobachte v. a. bei den Bäumen, dass ihnen dieses Regenintermezzo guttut. Ginkgo, Walnussbaum und Gleditschien werden jetzt ihre Blattfläche vergrößern können, damit noch mehr Sonnenenergie einfangen und ihr Frühjahrswachstum damit intensivieren können. Schön ist es für mich, währenddessen meine Holzarbeiten durchführen zu können. Irgendwie erlebe ich damit die Lebensprozesse in der Vegetation in doppelter und verstärkter Form.

Stressfaktor und Lichtblick der Baumblüte

Der so lange schon anhaltende Regenmangel wird jetzt doch zum Problem. Selbst Arten, die eigentlich für ihre langen, tief reichenden Wurzeln bekannt sind, geraten bei so ungewöhnlich trockener Witterung in Stress. So heute beobachtet bei unserem Efeu. Und V. berichtet, dass die alten Zypressenhecken langsam ebenfalls leiden oder schon vollständig vertrocknet sind. Das könnte das eine oder andere Pflanzenindividuum sein Leben kosten. Und auch die Entwicklung der Blätter und Blüten kann gestört sein. Sollte mich nicht wundern, wenn einige Obstbaumarten auf Grund dieses Umstands im Herbst kaum Früchte tragen. So ist eben immer etwas Außerplanmäßiges in diesen Klimawandelzeiten zu beobachten. Aber immerhin ein seltener Lichtblick: Die Honigsaison scheint tatsächlich anzulaufen. Und diesmal scheinen die Bienen trotz Trockenheit doch recht angetan von den bei uns gerade üppig blühenden Weißdornen, eine unserer wichtigsten Frühtrachten. Wenn dann noch ein wenig von der Apfelblüte miteinfließt, wäre das doch ein gelungener Auftakt, nach Jahren katastrophaler Entwicklungen rund um Bienensterben und witterungsbedingter Ausfälle. Das freut mich für V. und für uns alle, denn es zeigte, dass sich Dinge auch einmal wieder normalisieren können.

Aufgeschobene Gartenarbeiten

Während dieser Arbeitswoche bin ich zu den gärtnerischen Dingen kaum gekommen. So wird sich diese Arbeit am Wochenende konzentrieren. Vor allem die reifen Chilis türmen sich auf und warten darauf zerkleinert und zum Trocknen ausgelegt zu werden. Aber auch anderes, u. a. die Rezension der Küchenmaschine, stehen an. Und dann sind da noch die Strohblumen, die teils noch aufgeklebt und vor allem zu den ersten neuen Sträußen arrangiert und zusammengebunden werden wollen. Viel zu tun, wie eigentlich immer, wenn das Wochenende bevorsteht. Und ganz schön, wenn das Regenwetter und die trübe Wetterstimmung durch praktische erdende Arbeiten ausgeglichen werden kann.

Erfrischung für Blumen, Stauden und Bäume

Richtig erholsam, dieser Sommerregen zwischen den Hitzephasen. Dass es den ganzen Tag über meist leicht geregnet hat und die Wolkendecke dicht genug blieb, um wenig Sonne durchzulassen, hat alles zum Abkühlen gebracht und unsere Wassertanks wieder etwas aufgefüllt. Ruhig hätte es noch länger und anhaltender regnen können. So sind die Reservoirs an Regenwasser leider noch nicht voll. Aber besser als nichts. Und auch besser als heftige Stürme und sintflutartige Regengüsse oder gar Hagel, der in Aussicht gestellt wurde, die dann unsere empfindlichen Pflanzen nur geschädigt hätten. Ich denke, dass es ausgereicht hat, um Feuchtigkeit auch in tiefere Bodenschichten zu leiten und die tief wurzelnden Bäume mit Wasserspeichern zu versorgen. Die vergisst man allzu schnell. Aber auch die gut verwurzelten Bäume leiden irgendwann, wenn die Hitze zu lange währt und keine regelmäßigen Ausgleiche stattfinden.

Bewusster Hochsommer

Jetzt könnten insbesondere die Bäume wieder eine Erfrischung durch Regen gebrauchen. Unsere Regenwasserreservoirs sind fast vollständig aufgebraucht. Immerhin hat es heute noch für die Blumen ausgereicht. Aber ab morgen muss ich dann doch den Wasserhahn anzapfen. Gute, dass für die nächsten Tage Regenschauer vorhergesagt sind. Ich hoffe, sie kommen nachts, halten länger an und zerstören auf der anderen Seite nichts. Gerade die Sonnenblumen und die jungen Rizinusstauden können zu viel Regen nicht vertragen. Aber eine moderate Durchfeuchtung würde allen Pflanzen jetzt guttun. Davon abgesehen, diese Hochphase des Sommers ist schon etwas Besonderes, das ich bewusst in mir aufzunehmen versuche.

Dampfende Atmosphäre

Da ist sie wieder, diese tropische Wetterlage. Jedenfalls erscheint sie uns so, weil die Nässe dominiert und es zwischendurch aufwärmt, mit der entsprechenden dampfenden Anmutung. Je länger das anhält, desto wohler fühlen sich die Pflanzen, bis auf die besonders Wärme und Licht liebenden, die dazu neigen, zu verwelken und ihre sommerfrische Vitalität zu verlieren. Dazu zählen z. B. die neuen Sorten Mohnblumen, die ich erstmals versucht habe. Sehr filigran und erfrischend, aber das Blattlaub vergilbt bei Regen recht schnell, was die ganze Pflanze irgendwie vertrocknet aussehen lässt. Für unsere Weinreben ist der Regen auch gut, weil sie ihre Speicher wieder gut auffüllen und genug Flüssigkeit in die gerade im Wachstum befindlichen Trauben schicken können Und die tief wurzelnden Bäume gönnen sich gerade eine Atempause, bevor die anhaltende Hitze die Transpiration wieder auf Hochtouren bringt und der Wachstumsstress von Neuem beginnt.

Erholsamer Sommerregen

Einen richtig schönen und erholsamen Sommerregen hatten wir am Abend. Aus der Ferne war zwar Gewittergrollen zu hören, aber das ist dann nicht näher gerückt. So erhielten wir eine Abkühlung und Erfrischung und konnten einmal das Gießen im Garten auslassen. Beim Blick in denselben bietet sich jetzt schon ein hochsommerlicher Eindruck. Es wird zunehmend dichter, immer grüner und schattiger. Gewaltig erschien mir heute der Ginkgo, der sich extrem vital zeigt und einen seiner unteren Äste weit ausgetrieben hat. Vielleicht werden wir den im Winter kappen müssen, damit der Baum in Zukunft nicht zu viel Eigengewicht zu tragen hat. Und auch als vorbeugende Maßnahme gegen Windbruch. Ansonsten ist dieser Ginkgo sehr stabil geworden, was vor allem seine starke Stammbasis zeigt, die kaum noch an den filigranen, jahrelang nur in die Vertikale strebenden Baum erinnern lässt, den wir lange Zeit mit einer Stange stützen mussten. Den Vorsprung gegenüber seinem großen Nachbarn, dem Walnussbaum kann er immer noch halten. Beide nehmen jährlich an Höhe zu, aber der Ginkgo ist dem Walnussbaum immer ein gutes Stück voraus. Ich vermute, dass dieses Verhältnis auch so bleiben wird, jedenfalls wenn ich die Wuchsform und längerfristige Entwicklung älterer Ginkgos als Referenz nehme.

Eher schädliche Nässe für neue Pflanzen

Viel Nässe kommt uns in diesen Tagen entgegen. Nicht sehr vorteilhaft für die frisch gepflanzten Blumen. Meine Sonnenblumen leiden vor allem, besonders die auf der Fensterbank vorgezogenen, die schon recht lange Stängel besitzen und vom Regen regelmäßig auf die Erde gedrückt werden. Auch die kleinen Rizinuspflänzchen vertragen die Dauerdurchnässung nicht sehr gut. So muss ich wohl mit einigen Verlusten rechnen, bis die Pflanzen stabiler herausgewachsen sind und das Wetter seinerseits von überwiegend lichtreicher Trockenheit gekennzeichnet ist. Was V. derzeit über die Bienen und die Aussichten auf Honigertrag in diesem Sommer sagt, stimmt uns nicht gerade optimistisch. Es ist wie seit Jahren: Bis die neuen Völker stark sind, ist die Saison schon vorbei. Und Nässe ist auch nicht das Allerbeste für gute Erträge. Ich hoffe, die stärkeren unter den wenigen gesunden Völkern gehen jetzt endlich dazu über, die Honigräume zu füllen, nachdem sie ihre Bruträume schon gut bestückt haben. Dann könnte die derzeit üppige Baumblüte, v. a. von der Robinie und vom Weißdorn, doch noch fruchten.

Regentage und Regelwerke

Ganz gut, dass ich zurzeit mit technischen Aufgaben und Herausforderungen ausgefüllt bin. Damit lassen sich die nassen und kühleren Intermezzi ganz gut überbrücken. Für die Arbeit mit Holz spare ich mir dann lieber die sonnigen und warmen Tage auf. Passt einfach besser zu dieser Arbeit und zu allem, was von den Bäumen, ihrer Ausstrahlung und Energie in diese Arbeit einfließt. Das ist dann das absolute Kontrastprogramm gegenüber der umfangreichen, abstrakten und formalen Regeln folgenden kreativen Tätigkeit, der aus gegebenem Anlass fristgerecht abgeschlossen werden muss.

Auf einmal viel zu nass

Gut, dass wir die Traubenernte schon hinter uns haben. Jedenfalls den Hauptteil derselben, dann an anderem Ort sind sie noch nicht ganz so weit ausgereift. Denn bei solchem Novemberwetter, allerdings im September, wäre das unvorstellbar, zumal zwischendurch mit heftigen Regengüssen zu rechnen ist, die heute sogar mit Graupel vermischt waren. Da leiden dann alle Pflanzen, vor allem die spät blühenden Blumen, die ich am Nachmittag unter Dach in Sicherheit gebracht habe. Auch die aufgefüllten Regenwassertonnen können uns nicht trösten, denn bei so viel Regen benötigen wir das Gießwasser ohnehin nicht. Sollte es noch etwas werden mit dem Altweibersommer. So zuversichtlich bin ich da nicht. Und auch für den Herbstblätterfarbenherbst scheinen die Aussichten eher schlecht.

Die unter Regen und Wind leiden

Die Sonnenblumen sind ohnehin anfällig gegenüber den heftigen Winden und dem Dauerregen. Aber inzwischen leiden auch die übrigen Pflanzen, v. a. die Rizinusstauden und sogar die jungen Wurzeltriebe des alten Feigenbaums, die allesamt sich gegen Boden neigen. Das Ganze ist gepaart mit eine kühlen Witterung, die stark an Winter erinnert und so gar nicht in die Jahreszeit passt. Es tut mir leid, dass auch die Kübelpflanzen leiden und unsere zuletzt noch so schön blühenden Blumen bei dieser dauerhaften Nässe und dem wenigen Licht leiden. Auch die ganz spät erst in Erscheinung getretenen Blüten vom Mittagsgold scheinen den Regen nicht gut zu vertragen. Merkwürdige Wetterkapriolen, die vieles im Garten zerstören und am Ende ein ziemlich wüstes Gesamtbild verursachen werden. Da wünschen wir uns nichts sehnlicher als wärmende Sonnenstrahlen zurück, die den Frühherbst noch retten können.

Regenwasserhungrig

Wenn das so weitergeht, wird wohl in diesem Sommer noch einige Male der Gießwassernotstand ausbrechen. Jedenfalls brauche ich jetzt schon doppelt so viel Regenwasser wie in den Vorjahren. Wenn die Blumen ausgewachsen sind und blühen, wird sich das vermutlich noch einmal steigern. Kaum vorstellbar, dass die normalen Vorräte dann ausreichen. So wird V. voraussichtlich doch noch den zusätzlichen großen Tank installieren müssen, um zu vermeiden, dass wir irgendwann auf Leitungswasser zugreifen müssen. Die Bäume sind na noch am genügsamsten. Aber Stroh- und Sonnenblumen und die Kübelpflanzen sowieso haben schon sehr viel Durst. So hoffe ich auf einige anhaltende Regenphasen zwischendurch, die die Gefäße wieder auffüllen, aber am liebsten nur über Nacht.

Regenwasservorräte aufgefüllt

Die Regentonnen, das Becken und der Tank sind nach diesem Dauerregen wieder vollständig gefüllt. Das ist gut, wenn die warmen Tage kommen. Denn wir haben viel gepflanzt, was mit zunehmendem Wachstum immer mehr Gießwasser benötigt. Ich schätze, über den Hochsommer werde ich einiges mehr an täglicher Bewässerungszeit einplanen müssen, vor allem, wenn die Sonnenblumen alle groß werden sollten. Aber auch die Strohblumen brauchen dann täglich viel Flüssigkeit, wenn wir lange etwas von den Blüten haben wollen. Auch den Gartenbäumen wird diese lange erwartete Langzeitbewässerung gut tun, jetzt, bevor sie entweder die Blätter ausbreiten oder die zuletzt erfrorenen ersetzen müssen. Nur zu lange sollte der Regen nicht andauern. Das schadet dann eher.

Arbeitsstimmung bei Regen

Bei Regenwetter geht alles etwas zögerlicher von der Hand. Dennoch habe ich mein Soll an diesem Handwerkstag erfüllt und die drei Bänder fertiggestellt. Natürlich ist das bei wärmender Nachmittagssonne und sommerlichem Licht wesentlich angenehmer und auch anregender. Immerhin ist die Luft an solchen Tage gut. Und die Aufmerksamkeit ist vielleicht noch ein wenig näher am Holzwerkstück und der Individualität des zugehordneten Baums als sonst, wenn die Gedanken auch mal nach außen schweifen. Vielleicht die richtige Arbeit für diesen Tag, an dem die Gespräche über jüngste Aufräumarbeiten immer noch nicht verstummen wollten und die nächsten ähnlichen Projekte schon angedacht wurden. Zwischendurch habe ich es geschafft, die Bananenstauden zu trennen und die kleinen Schößlinge in gesonderte Töpfe zu setzen. Genau genommen sind es fünf Stauden, verteilt auf drei Töpfe, die drei ganz kleinen wollte ich nicht auch noch verteilen. Ich hoffe, sie werden die Trennung verkraften und sich bei uns im Garten wohlfühlen. Es ist spannend, das Verhalten einer bisher unbekannten Art zu beobachten. Auch wenn sie in unseren Breiten wahrscheinlich nie so weit kommen werden, tatsächlich Bananen zu tragen.

Überfällige Korrektur

Wir haben schon sonnigere Mariä Himmelfahrtstage erlebt. Eigentlich passt Sonne auch besser zu diesem Feiertag, der Symbolik der Kräutersträuße und dem Feiertäglichen an sich. Die regnerischen Phasen aber, die für mich den Scheitelpunkt dieses Hochsommers markieren, und die deutlich gesunkene Temperatur haben uns ein wenig der über den Sommer entstandenen Hochtempostimmung entrückt. Und das unterstützt den Feiertag dann auch wieder. Insgesamt finde ich es sehr erholsam, beim Blick aus dem Fenster endlich wieder tropfendes Weinlaub zu sehen, und beim Blick in die Landschaft sich erholendes Grün, das zuletzt dem langen Wassermangel zum Opfer zu fallen drohte. Höchste Zeit für diese Korrektur, auch wenn der Biorhythmus wieder auf die Probe gestellt wird. Der erholsamere Spätsommer kann jetzt gerne beginnen und soll möglichst lange halten.