Kreative Sonntagarbeit

Der Sonntag war zwar entspannt, aber doch mit zu erledigenden Projektarbeiten angefüllt. Es war mir wichtig, die jüngste Porträtreihe zu bearbeiten, was immer mit viel Zeitaufwand verbunden ist, aber auch eine wirkliche Herausforderung darstellt. Mit den Ergebnissen bin ich sehr zufrieden. Leider konnte ich bei der investierten Arbeit keine Zeit mehr für die Fortsetzung meiner Baumlektüre und der neuen Rudolf Steiner Bände widmen. Leider gelingt das nicht an jedem Sonntag, ich bemühe mich aber, auch bei dicht gedrängtem Arbeitsplan die Beschäftigung mit Symbolformen und geistigen Inhalten nicht ganz zu vernachlässigen. Letztlich sind es diese Dinge, die mich weiterbringen. Ich muss es eben nur immer wieder aktualisieren.

Eine Erweiterung des fotografischen Spektrums

An diesem Projektarbeitstag hatte mich die Porträtfotografie vollständig in Anspruch genommen. Die Nachbearbeitung, die spezielle Optimierung mit Porträtsoftware und das Freistellen sind immer wieder eine Herausforderung, die mich sehr reizt. Letztlich will jede der porträtierten Personen ihren speziellen Typ optimal dargestellt wissen. Nicht ganz einfach bei Menschen, die man eigentlich nicht kennt. Aber die Aufnahmesituation beim Shooting ist schon auch ein Anhaltspunkt. Ich freue mich sehr, in den letzten Jahren neben meinem Steckenpferd, der Fotografie rund um Bäume, Holz und natürliche Strukturen auch die Menschen und ihre Individualität als Motiv entdeckt zu haben. Ohne die Kommunikationsprojekte wäre es wohl nicht zu dieser Ausweitung gekommen. So zeigt sich auch in diesem Bereich, dass berufliche Aufgaben auch für private Kreativität förderlich und bereichernd sein können. Ich hoffe, die Porträtierten sehen sich ebenso in meiner Machart des Porträts wieder.

Vegetabile Symbolik und kommunikative Kreativität

Nach längerer Zeit wieder einmal eine größere Exkursion und eine porträtfotografische Herausforderung. Gemessen an der langwierigen Vorbereitung ist das Shooting wirklich gut verlaufen, so dass ich bei der Weiterbearbeitung nicht nur auf gute Ergebnisse zurückgreifen kann, sondern auch auf ein stimmiges kommunikatives Erlebnis zurückblicke. Natürlich fließt das ganz wesentlich in die Qualität der Ergebnisse ein, und für mich gehört das alles bei einem gelungenen Projekt zusammen: Die schlüssige Form der Ausführung, die flüssige Interaktion und eine auch außerhalb von Sprache spürbare und aufbauende Resonanz. Ich bin froh um meine Möglichkeit, die weniger spektakulären und kommunikationslastigen Arbeitsphasen kreativ nutzen zu können, um eben jene kommunikative Kreativität im richtigen Moment abrufen und in Form bringen zu können. Die Auseinandersetzung mit den Themen der Wunschbaum-Projekte haben an dieser kontinuierlichen Übung einen großen Anteil. Vielleicht gerade, weil sich der Austausch und die Reflexion rund um die Symbolik des Natürlichen größtenteils außerhalb oder besser grundlegend unterhalb menschlicher Kommunikationsprozesse abspielen.

Mystischer Porträthintergrund mit Bäumen

Eines meiner fotografischen Porträts mit einem künstlerisch gestalteten Hintergrund zu kombinieren, der eine mystisch silhouettierte Waldlandschaft wiedergibt, ist etwas Neues. Die Idee kam wohl daher, dass das Vorgängerporträt vor einem Wandbild aufgenommen wurde, das ebenfalls eine dezente Naturszene wiedergab. Dieser gestaltete Hintergrund hatte mir immer schon gut gefallen. Aber diesmal ging es eben darum, etwas Ähnliches nachträglich als Hintergrund zu gestalten. Und in dem Zusammenhang bin ich auf diese wunderbare Computergrafik gestoßen, die nach gewissen Veränderungen auch die Akzentfarbe der Website aufgreift und im Übrigen das Porträt in sehr plastischer Weise hervortreten lässt. Natürlich ist auch inhaltlich eine Aussage mit dieser Wahl verbunden. Nicht ohne Vorteil, wenn das Porträt als Illustration eines Seitenthemas dient, in dem Fall der Kontaktseite. Wie ich nachträglich sehen konnte, war es ein Glücksfall, ein Werk dieses Grafikers entdeckt zu haben. Dessen Portfolio umfasst nämlich eine große Anzahl phantastischer 3D-Grafiken, denen ich echte Bewunderung entgegenbringe.