Sommerliche Ausdehnung in kosmische Weiten

Wie erwartet noch ein weiterer Hitzetag, an dem man sich fast schon an den Zustand gewöhnt hat. Auf den Straßen sind die Menschen schon vollständig auf Hochsommer eingestellt und entsprechend locker leicht gekleidet. Könnte sein, dass sich das nach einigen Tagen zu einem angenehmen Sondererlebnis entwickeln wird. Und doch sind im familiären Umfeld die Wogen hochgeschlagen und ebben zwischendurch ebenso unwahrscheinlich wieder ab, so ein Hin und Herr, ein Auf und Ab des Unerwarteten und Unerwartbaren, für das jeder eine neue, weil noch nie dagewesene Auflösung suchen muss. Nur die Bäume und anderen Grünpflanzen ist das einerlei. Die tanken in diesen Tagen einfach nur viel Sonne, treiben ihre Photosynthese auf einen Höhepunkt hin und greifen so immer weiter in Richtung der kosmischen Weiten, bevor sie sich irgendwann im Laufe des Herbstes wieder in Richtung der Erde und irgendwann dann auch bis unter ihre Oberfläche zurückziehen.

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Der seit langem sonnenreichste Monat

Was in den letzten Wochen die Pflanzen hat so üppig wachsen und intensiv grünen lassen, ist auf die ungewöhnliche Anzahl an Sonnenstunden zurückzuführen. Für unseren Standort kann ich sagen, dass dies der sonnenstundenreichste Monat der letzten 15 Jahre war. Vor einigen Jahren gab es schonmal einen Mai mit etwas weniger Sonne, aber dieser Juli, auch ist recht ungewöhnlich, da es sich um einen Hochsommermonat handelt, ist tatsächlich der mit der intensivsten und anhaltendsten Sonnenaktivität. Die Kehrseite ist natürlich der Wassermangel, unter dem jetzt schon viele Blumen, Stauden und zunehmend auch die Bäume leiden. Viel Photosynthese, Blätterwachstum und Zuwachs an Biomasse ist die eine, positive Wirkung von so viel Tageslicht. Die andere ist eben wegen des Ausbleibens von Regen der fehlende Flüssigkeitsausgleich, was in so anhaltender Form Schwierigkeiten machen muss. Wir werden spätestens übermorgen Gießwasser aus dem Wasserhahn zapfen müssen. Und die Bäume werden hoffentlich geeignete Strategien finden und anwenden, um die Zeit bis zum nächsten ergiebigen Regentag schadlos zu überbrücken.

Umgekehrtes Witterungsgefälle

Vielleicht hatten wir uns schon zu früh auf den Frühsommer gefreut. Vielleicht liegt es aber auch einfach an dem aktuellen Ost-West-Gefälle, das entgegen dem sonst Üblichen umgekehrt ist. Im Osten sind gerade die hohen Temperaturen und wir erleben eine Schmuddelwetterperiode mit Hochnebel und wenig Sommerfeeling. Aber immerhin haben wir das Gießen gespart, da die Erde kaum abtrocknet, und die Bäume können einige Tage länger Energie tanken, bevor die Photosynthese wieder richtig angekurbelt wird und das Blattwachstum sich fortsetzt. Ich nutze die daraus resultierende Ruhe, um meine Projekte konzentriert voranzubringen.