Wunderblumen und Wunderbäume

Unsere Wunderblumen, die ähnlich exotisch wirken wie unsere Wunderbäume, beides natürlich Spitznamen für eigentlich im tropischen Ausland heimische Arten, haben einen neuen Standplatz bekommen. Im Hausflur, der mit einer mattierten Scheibe ganztägig gedämpftes Sonnenlicht durchlässt, sollten sie eigentlich gleichmäßiger mit Licht versorgt werden. Anders als erwartet hat sich die Staude sehr schön entwickelt. Die Blüte hat zwar praktisch nicht stattgefunden, wegen derer wir die Pflanzenknolle eigentlich erworben hatten. Aber einige Wochen später sind eben aus jeder Knolle jeweils ein langer grüner, gebänderter Stängel gewachsen, der in ein einziges fächerförmiges Blatt mündet. Nur diese großflächigen Blätter haben sich eben zuletzt immer wie verwelkt präsentiert, vermutlich weil das Licht bei heruntergelassenen Jalousien nie so richtig an sie herankommt. Ich bin gespannt, ob die Staude den neuen Standort besser verträgt und wir die beiden Pflanzen später auch gut durch den Winter kriegen.

Mexikanischer Wunderbaum – Arum cornutum

Wir haben die Pflanze auf dem großen Freiluft-Gartenmarkt als Knolle erworben, weil die Abbildung der Blüte uns so gut gefallen hat und die skurrile Besonderheit besteht, dass sie ohne Erde zur Blüte kommt: Arum cornutum ist der lateinische Pflanzenname. Synonyme sind Eidechsenwurz, Mexikanische Wunderblume, oder Mexikanischer Wunderbaum, in Indien und China heimisch. Unter dem zuletzt genannten Namen wurde sie auch auf dem Markt vorgestellt. Interessant, denn es gibt ja noch eine andere Pflanze, den Rizinus, der ebenfalls volkstümlich als Wunderbaum bezeichnet wird. Und wie er handelt es sich hier um eine Staude, keinen Baum im eigentlichen Sinne. Aber anders als der Rizinus kann der Mexikanische Wunderbaum bei richtiger Handhabung auch mehrere Jahre bestehen. Wir haben die beiden erworbenen Knollen zunächst wie beschrieben einfach ohne Erde in einer Schale auf die Fensterbank gestellt. Dort stehen sie jetzt ca. 2 ½ Wochen und lassen einen immer höher werdenden Trieb aus der Knolle wachsen, der wie ein pfeilartig zusammengerolltes Blatt aussieht. Nach ca. 5 Wochen soll daraus zunächst eine sehr schöne Blüte entstehen, die angeblich unangenehm bzw. streng riecht und die dann nach 2-3 Wochen wieder vergeht. Erst dann wächst die eigentliche Pflanze, die aus einem einzigen geteilten Blatt oberhalb der Knolle bestehen soll. Und erst wenn sie verblüht ist, soll man die Knollen in Erde einpflanzen, einen ausreichend großen Topf mit normaler, vielleicht etwas mineralisch angereicherter Blumenerde oder über den Sommer auch im Freiland. Im Herbst soll das Blatt dann vergehen. Wenn es so weit eingetrocknet ist, dass man es an der Basis leicht abziehen kann (man soll es nicht abschneiden) kann man spätestens im Oktober die Knolle wieder ausgraben und trocken und dunkel überwintern. Im neuen Frühjahr dann die Wiederholung. Ich bin mal gespannt, ob das alles so abläuft wie beschrieben und ob sich die Anmutung einer baumartigen Pflanze auch tatsächlich einstellt.

Vorfreude auf die Garten-Arbeitssaison

Es ist so wie vorausgesagt, heute ist der Frühling erstmals wieder deutlich erkennbar gewesen. Und von den sehr kühlen Temperaturen am Morgen abgesehen, ziehen sie im Laufe des Tages spürbar an, in Verbindung mit endlich mehr Sonne und Licht. Das wird meinen Fensterbank-Pflänzchen guttun und sie voranbringen, v. a. die Chilis benötigen endlich mehr Licht, um zu nennenswerter Größe zu gelangen. Aber auch bei den Rizinussamen hat sich überraschenderweise noch nichts getan. Ich schätze, denen fehlt einfach ein kräftiger Anreiz in Form von wärmenden Sonnenstrahlen. Erst das wird sie neben der Feuchtigkeit zum Keimen bringen. Immerhin die Sonnenblumen sind schon gut angewachsen und können demnächst in größere Pflanztöpfe umgesetzt werden. Ich freue mich sehr darauf, bald wieder mehr draußen im Garten arbeiten zu können, bald auch schon wieder mit meinem kunsthandwerklichen Atelier dorthin zu ziehen, was diese Arbeit immer wieder anders gestaltet als während des Winters, in dem die Kontemplation und Konzentration stärker im Mittelpunkt stehen. Im Frühjahr und Sommer dagegen spielen die Gartenbäume und die gesamte Pflanzenwelt des Gartens mit bei dem Vorhaben, die Symbolik und Ästhetik der Bäume und Hölzer in vermittelbare Form zu bringen.

In Vorbereitung der Garten- und Pflanzenzuchtsaison

Morgen werden wieder einige Testprodukte ankommen. Was mich besonders freut, weil es genau zur rechten Zeit eintrifft, ist die 10 kg Vorratspackung biologischen Pflanzendüngers. Der ist für den ökologischen Landbau zertifiziert und besonders zum Düngen von Gemüse gedacht. Das ist genau das Richtige für meine Chilis, die sehr nährstoffhungrig sind und außerdem noch viel Gießwasser benötigen. Aber auch für die anderen Pflanzen, vielleicht auch für die Zierblumen, wird er sicher einsetzbar sein. Nur die Gartenbäume sind in der Hinsicht sehr genügsam, auch was die Feuchtigkeitsversorgung betrifft. Die schaffen es außerhalb extrem langer Hitzeperioden meist, über das Wurzelsystem genug Flüssigkeit aus dem Untergrund zu holen. Hoffen wir auf einen schön sonnigen und lichtreichen, aber auch nicht zu heißen Sommer, der uns allen guttut.

Erste Pflanzen für die Vorzucht ausgesät

Ein bisschen spät bin ich mit meinen Saatvorhaben heute schon gewesen, aber immerhin habe ich es noch vor dem Frühlingsbeginn geschafft. Und wenn ich von den Angaben auf den Samentütchen der Chilipflanzen, der Strohblumen und der neue gewählten Zierblumen ausgehe, so ist der März noch genau in der Mitte der genannten Saatperiode für das Aussäen auf der Fensterbank. So habe ich meine verschiedenen Pflanztöpfchen, -schalen und -paletten vollständig mit Pflanz- und Anzuchterde gefüllt, komprimiert und vorschriftmäßig die meist winzigen Samen eingebracht. Die meisten sind Lichtkeimer, d. h. dass der Untergrund vor der Aussaat ziemlich eben sein muss, damit man anschließend eine sehr dünne Erdschicht darüberlegen und erneut andrücken kann. Ansonsten kann es passieren, dass die Samen durch das wochenlange Gießen ganz an die Oberfläche gespült werden und vertrocknen, bevor sie zum Keimen gelangt sind. Ich weiß von den Vorjahren, dass das nicht immer gut funktioniert und ich gerade bei den Chilis sehr geduldig sein muss, da leicht mal drei Wochen dauern kann, bis sich überhaupt etwas tut. So bin ich gespannt, ob es dieses Jahr funktioniert mit dieser neuen Chilisorte, die exorbitante Schärfewerte erreichen soll. Auch einige Sonnenblumen habe ich ausgesät, nach zwei Jahren Abstinenz auch wieder Strohblumen. Und weil die Bonsai-Wunderbäumchen im Vorjahr so schön waren, gleich drei Reihen Rizinuskerne, die hoffentlich wieder so schnell und kräftig keimen wie beim letzten Mal.

Die Sommerblumen sind auf den Weg gebracht

Eine gute Mischung für einen Einundzwanzigsten. Am Vormittag Projektarbeit und der Nachmittag war mit zunächst vorbereitender Manufakturarbeit mit Holz und danach mit Blumenpflanzen und zuvor Blumenerde austauschen ausgefüllt. Morgen kann ich dann als kreative Einleitung der Feiertage die interessante Arbeit an Partnerarmbändern und einem Lebensbaum-Armband fortsetzen. M. wollte die Sommerblumen unbedingt heute noch setzen. So habe ich alles in einem Rutsch erledigt. Nicht ganz mit der Ruhe und gestaltenden Freude, wie ich das selbst bevorzuge, aber im Ergebnis so schön und erwartungsvoll wie immer. Die Zahl gestern ausgewählter Blumen war fast genau richtig. Vielleicht einen oder zwei Pflanzgefäße könnten wir zusätzlich bestücken. Aber vielleicht kommen wir ja nachträglich noch zu einzelnen schönen Sommerblumen und können das dann abschließen. Die Abteilung Stauden und Gemüse folgt dann später. Die selbst aus Samen gezogenen Exemplare sind noch lange nicht so weit. Im Laufe des Junis werden die Chilipflänzchen wohl in ihren Kübelauspflanzen können. Bis die dann groß sind und Schoten tragen, wird der Höhepunkt des Gartenarbeitsjahrs aber auch schon überschritten sein.

Durchschnittliche Februarsonne

Die Sonnenbilanz dieses Februars wird nicht schlechter ausfallen als im Durchschnitt der Vorjahre. Nur die beiden letzten Jahre waren in diesem Monat ungewöhnlich lichtreich. Das ist eben nicht durchgehend zu erwarten. Nun hoffe ich, dass das weniger an Licht in den kommenden Monaten nachgeholt wird. Auch damit wir den Frühling endlich erleben und diesen ungemütlichen Nicht-Winter hinter uns lassen können. Mit allem, was der Frühling an Aktivitäten mit sich bringt, v. a. mit dem Aussäen und Pflanzen unserer selbst gezüchteten Gemüsesorten und Zierpflanzen. Das macht mir zunehmend Spaß. Und Pflanzerde habe wir auch schon besorgt. Mit den ersten Saaten werde ich auf der Fensterbank wohl in der erste Märzhälfte beginnen. Vor allem die Wunderbäumchen brauchen ziemlich lange, bis eine Teil der eingesetzten Samenkerne tatsächlich keimt. Da kann das frühe Starten nichts schaden. Bei anderen Sorten dauert es ohnehin sehr lange, bis sie sich nennenwert entwickeln. Deshalb werde ich z. B. bei den Chilis erst später beginnen. Die sind Spätzünder, so dass es nicht von Vorteil ist, sie allzu früh anzusäen.

Garten intensiv

Ein wirklich intensiver Gartenarbeitstag, der alles umfasste: Pflanzerde und Pflanztröge einkaufen. Umtopfen von Sämlingen in größere Gefäße, in große Blumentöpfe oder die neu erworbenen Tröge. Einpflanzen einiger Strohblumen direkt in die Gartenerde. Reinigen nicht mehr benötigter Anzuchtschalen. Aussortieren leider nicht gut entwickelter Sämlinge. Füllen zahlreicher Einzeltöpfe mit Erde, vor allem für die Sonnenblumen. Zahlreiche hatte ich einige Wochen zuvor bereits direkt in den Garten gesät. Die sind jetzt noch sehr klein, sehen aber gesund aus. Die von der Fensterbank haben in den letzten zwei Wochen einen enormen Schuss gemacht, waren aber einfach schon zu groß für das Pflanztablett mit den kleinen Zellen. Die mussten jetzt mehr Erde und mehr Volumen für ihre Wurzeln bekommen. Ich will sie noch einige Wochen länger auf der Fensterbank großziehen, um sie dann dorthin zu setzen, wo die Vögel die Sonnenblumenkerne aus der Erde gepickt haben. Mit diesen Arbeiten rund um Strohblumen, Mittagsblumen, Chilis, Sonnenblumen, Rizinus und Mohnblumen bin ich heute ein sehr großes Stück weiter gekommen. Mit dem Verarzten des Walnussbaums konnte ich mich nicht mehr beschäftigten. Aber das steht auch wieder an, da er an den Schnittstellen immer noch zu viel blutet.

Wochenendpflanzvorhaben

Der Garten hält uns von Jahr zu mehr in Atem. Neben den Bäumen, die inzwischen fast alle ihren festen Platz gefunden haben und die sich recht gleichmäßig über die Gartenfläche verteilen, haben es mir in den letzten drei Jahren vor allem die Blumen und Stauden angetan. Denen widme ich zunehmend mehr Zeit und Energie. Vor allem das Säen, Pikieren und Aufziehen macht mir Spaß, wenn es auch bei einigen Arten bisher nicht von größtem Erfolg gekrönt war. Ich hoffe, auch in diesem Fällen neue Erkenntnisse zu gewinnen und Fortschritte zu machen. Morgen wird es neben allgemeinen Arbeiten, wie dem dringend wieder fälligen Rasenmähen, vor allem um das Umtopfen der kleinen Pflanzen gehen, die die Pflanzschale jetzt schon zu überwuchern drohen. Ich hoffe, die zarten Wurzelgeflechte mit der umgebenden Erde so lösen zu können, dass sie sich schadlos in größere Pflanzgefäße umsetzen lassen. Das ist immer eine Gratwanderung und wird wieder jede Menge Pflanzerde und Scherben zum Abdichten der Entwässerungslöcher erfordern.

Verschobene Gartenprojekte

Eigentlich ganz vorteilhaft, diese heruntergekühlte Zwischenphase des Frühlings, die typischem Aprilwetter am ehesten entspricht. Und jetzt dreht es wieder, passend zum Wochenende. Dann stehen schon wieder Arbeiten im Garten an. Gewisse Umtopf- und Einpflanzaktionen z. B.. Rasen mähen, Efeu schneiden, der wieder kräftig nachgewachsen ist. Nur zu den Gartenmöbeln und der traditionellen Garten-Reinemach-Aktion werden wir wohl wieder nicht kommen. Das Projekt wird dieses Jahr später als gewöhnlich realisiert werden. Wenn der Baumfrühling schon fortgeschrittener ist und man auch im Garten schon die spätere Sommergartenatmosphäre vorausahnen kann.

Säen auf der Fensterbank und im Garten

Die Temperatur stimmt schon mal, jetzt müssen nur noch die Wärme und das Licht kommen. Dann könnte der Frühling auch in der Wahrnehmung präsent sein. Ich denke daran, in dieser wärmer werdenden Woche die ersten Samen in den Garten zu setzen, für einige Sonnenblumenvarianten und für die auch Wunderbäume genannten Rizinusstauden, die erfahrungsgemäß ohnehin etwas mehr Anlaufzeit benötigen und bei denen man nicht wissen kann, wie viele am Ende tatsächlich keimen. Die neuen Pflanzkästen sollte auch in den nächsten Tagen eintreffen, so dass ich auch mit den Fensterbankzüchtungen weiter gehen, sprich sie vereinzeln kann, damit sich die jungen Sämlinge besser entwickeln und jeweils mehr Erde für ihre Wurzelbildung zur Verfügung haben. So weit bin ich mit der diesjährigen Pflanzenzucht recht zufrieden. Ich hoffe, die Aussaat im Garten bringt ähnliche Erfolge.

Ein Hauch von Frühlingsatmosphäre

Der Ausflug in die Stadt war gestern noch nicht geplant. Aber so kurz vor Ostern ist das auch einmal eine eindrucksvolle Erfahrung, weil man viele unterschiedliche Menschen in ihrer Feiertagsstimmung beobachten kann. Das ist immer etwas anders, der Hauch von Frühlingswetter und längere Sonnenphasen ließen aber durchaus so etwas wie typische Osterstimmung spürbar werden. Eben der Aufbruch, der Anflug von Zuversicht, den man seit Jahresanfang eigentlich vermisst hat, wird unter dem Eindruck der neuen Jahreszeit zum Leben erweckt. Es ist kein Zufall, dass es uns anschließend doch noch in den Garten gezogen hat. Immerhin konnte ich einen der bepflanzbaren Seitenstreifen des Gartens von Gehölz und Wurzeln befreien, die noch von der vorjährigen Pflanzung übrig geblieben waren. Auch die Relikte der Schwarzäugigen Susanne, die sich im Sommer großflächig um den Maschendrahtzaun gewunden hatte, habe ich abgestreift. Das ging ganz leicht, weil die vertrockneten Pflanzenfasern ungefähr die Konsistenz von Stroh hatten. Dann noch etwas frische Erde aufgefüllt. Jetzt ist dieser Randstreifen gut präpariert für die Sonnenblumen und Rizinusstauden, die ich an dieser Stelle plane. In den nächsten beiden Wochen will ich die Kerne schon direkt in die Erde setzen. Bis der Frühling stabiler geworden ist, haben sie dann noch Zeit zum keimen, was beim Rizinus ohnehin etwas längere Zeit braucht und von einem gut durchfeuchteten Boden begünstigt wird. So schien es mir jedenfalls im Vorjahr. Ich hoffe nur, dass wenigstens ein Teil der Samen angeht, denn es scheinen immer etliche Blindgänger darunter zu sein. An den Außenpfosten dieses Streifens hat V. im Herbst zwei Obstbäumchen gesetzt, eine Süßkirsche und ein Pflaumenbaum, die Spalierobstmaße haben und auch als Spalierobst gezogen werden sollen. Obwohl ich eher kein Freunde solche Obstgehölze im Garten bin, ist das vielleicht für diese Zaungrenze zum Nachbarn die richtige Bepflanzung, wenn es gelingt, die Zweige tatsächlich nicht tiefer ausgreifen zu lassen, als es der schmale Streifen zulässt. Sonst würde der Zaun leiden und wir haben irgendwann dieselbe Situation wie zuvor mit den Zypressen. Dass die Bäume nämlich alles überwuchern und immer dichter und tiefer werden. Das wollten wir mit dem Entfernen der Zypressenhecke ja gerade auflösen.

Stärkeres Interesse am Gärtnerischen

Nun habe ich auch für die nächsten gärtnerischen Arbeiten Vorsorge getroffen. Ein Werkzeug zum Pikieren hat mir noch gefehlt. Ich hoffe, es wird recht bald geliefert, denn die Stroh- und Mittagsblumen sprießen zahlreich und sind jetzt schon sehr dicht stehend. Ich werde sie bald schon vereinzeln müssen, sonst wird’s später noch schwieriger damit. Erfreulich ist auch, dass die ersten Chili-Pflanzen eine Regung zeigen. So scheint das Vorziehen auf der Fensterbank zumindest bis hierhin schon erfolgreich gewesen zu sein. Natürlich hängt es immer auch vom weiteren Verlauf ab, und wie sich die Pflanzen verhalten, wenn sie dem Schock der frischen Luft draußen irgendwann ausgesetzt werden. Jedenfalls merke ich, wie mich dieses Gärtnerische mittlerweile viel mehr beschäftigt als noch vor Jahren. Und dass die Beobachtung der Jahreszeiten über die Bäume hinaus auch im eigenen Garten eine reizvolle Facette erhält, wenn sie zusätzlich im Spiegel der einjährigen Pflanzen betrachtet wird.

Fortschritte in der Pflanzenzucht

Der unvorhergesehene Renovierungsstress hat mit dem Wochenanfang gleich seine Fortsetzung gefunden. Da tut es gut, zwischendurch die Fortschritte der angesäten Pflanzen zu beobachten und einen gedanklichen Vorausblick auf den Frühling zu werfen. Das macht die lästige Innenraumarbeit erträglicher und den Geist frei. Am schnellsten sind Vs Zucchini gewachsen, die ziemlich große Keimblätter aufgefaltet haben. Aber auch bei den Chilis habe ich schon einzelne grüne Spitzen entdeckt. Am erstaunlichsten sind die Mittagsblumen, mit denen ich zunächst gar nicht gerechnet hätte, schon aus Mangel an Erfahrung mit dem Säen dieser Art, und wegen der sehr zähen Entwicklung des verwandten Mittagsgold im Vorjahr. Diese Mittagsblumen haben unzählige kleine Pflänzchen hervorgebracht, die zurzeit noch zu klein und zart zum Pikieren sind. Aber in Kürze wird das unvermeidbar werden, wenn sie sich nicht gegenseitig in den schmalen Pflanztöpfchen bedrängen sollen. Schön ist auch, dass die Strohblumen sehr gleichmäßig kommen. Eigentlich hatte ich für diese Saison gar keine mehr vorgesehen, aber nun könnten es doch wieder viele werden. Mal sehen, ob wir für alle angedachten Arten auch genügend geeignete Standplätze finden.