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Frühlingskapriolen

Jetzt wird’s immer noch ein wenig kälter. Man glaubt nicht, welche Kapriolen das Wetter schlägt und uns die sicher geglaubte Hoffnung auf Frühling gleich wieder entreißt. Das zeitige Zurückschneiden der Bäume war also im Nachhinein betrachtet nicht wirklich notwendig, bei den Temperaturen vielleicht sogar weniger günstig. Aber wer ahnt so etwas. Immerhin, die an Wintermonate erinnernde Kälte lässt die Aufmerksamkeit kaum von der Arbeit abdriften. Das hat also auch seine Vorteile. Noch eineinhalb Wochen bis Ostern. Ich wünsche mir wenigstens zu den Feiertagen eine Witterung, die Frühlingsstimmung und Aufbruchslaune möglich macht.

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Osterholzei

Mit dem frisch abgeschliffenen Osterholzei bin ich ganz zufrieden. Bei den mäßigen Temperaturen der letzten Tage hat es noch keine Tendenz gezeigt, die Oberfläche zu verändern, etwa durch übermäßiges Ausschwitzen seiner ätherischen Öle. Ich muss das dennoch beobachten, denn wenn das wieder auch in diesem offenen Zustand passiert, fällt für die Zukunft ohnehin jede Option der Oberflächenbehandlung weg. Auch von dem Ölen verspreche ich mir keine Lösung, da das Öl sehr unterschiedlich einziehen würde und am Ende eine fleckige Anmutung hinterlässt. Außerdem ließe sich das nie mehr korrigieren. Dann lieber so und wir müssen eben etwas vorsichtiger damit umgehen, wie mit einem „rohen Ei“. Eine andere Möglichkeit wäre ein noch feinerer Schliff. Meiner Erfahrung aus den Anfangsjahren meiner Bildhauerei nach kann das die Unempfindlichkeit durchaus erhöhen.

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Vorösterliche Gestaltungsarbeiten

In der Vorosterzeit des letzten Jahres waren sie mein ganzer Stolz. Vor allem, weil es mir nach Jahren erstmals wieder gelungen war, eine auf das Osterfest bezogene bildhauerische Arbeit zu realisieren. Und die beiden mit sich kreuzenden Einschnitten versehenen Zedernholzeier sind auch sehr schön geworden. Nachdem H. P. sie später noch lackiert hatte, entfalteten sie endgültig ihre formale Schönheit. Dann einige Tage nach den Feiertagen die große Überraschung. Die Oberfläche begann zuerst stärker als gewöhnlich zu glänzen, schließlich bei den damals schon höheren Temperaturen regelrecht zu schmelzen. Die einzige Erklärung: Offenbar hatten die in dem Zedernholzblock reichlich gespeicherten ätherischen Öle den Lack von innen her aufgelöst. Am Ende war die Oberfläche nahezu vollständig ruiniert, der Lack in den Hirnholzlagen fast ganz eingezogen und an anderen Stellen unregelmäßig dick verteilt. Heute hatte ich mir vorgenommen, den Lack wieder vollständig abzuschleifen, um den ursprünglichen Gesamteindruck wiederherzustellen. Das war nach mehreren Stunden dann endlich gelungen. Jetzt ist die Oberfläche wieder homogen, allerdings ungeschützt. Ich werde es erst einmal so belassen, wahrscheinlich sogar dauerhaft, denn diese Holzart benötigt offensichtlich Luft. Die üblichen Möglichkeiten der Oberflächenbehandlung versagen in dem Fall, und ein Tränken mit Ballistol würde vermutlich eine fleckige Anmutung nach sich ziehen, wegen der unterschiedlich starken Aufnahme auf der Oberfläche der abgerundeten Form. Moren wird mich Ostern erneut beschäftigen. Die Durchsicht und Bearbeitung des letztjährigen Ostermotive und die Herstellung einiger Grußkarten stehen auf dem Programm.

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Frühlingsanfang

Der Weißdorn ist in diesem Frühjahr mit am weitesten fortgeschritten. Die zackigen Blätter stehen ganz kurz davor, sich auszubreiten, waren am Mittag aber noch weitgehend zusammengefaltet. Gefährlich werden könnte es schon noch in den folgenden Nächten, wenn die Temperaturen empfindlich nah an den Gefrierpunkt heranreichen. Deshalb ist noch keine Entwarnung möglich. Sensibel wie die Bäume sind, zeigen sie wohl deshalb noch Zurückhaltung, die Jahreszeit damit weiter vor sich herschiebend. Für uns ist der Frühling aber gefühlsmäßig schon präsent an diesem Tag des astronomischen Frühlingsanfangs. Und mit ihm die Erwartung des Osterfestes. M. ist diesmal früh dran mit den Osterdekoration und hat eigentlich Recht damit: Kurz vor den Feiertagen erst eingerichtet, hat man doch recht wenig davon. So sind wir dabei, die strengen Regeln der Fastenzeit zu Gunsten der Frühlingsgedanken und Frühlingsäußerungen zu lockern.

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Naturkulturkonglomerat

Es ist jetzt ähnlich wie im Vorjahr. Der Frühling ist schon spürbar, wenn auch noch nicht so heftig wie 2014, noch nicht so warm und sonnig. Deswegen ist es auch zweifelhaft, ob die besonders sonnenhungrigen Bäume, wie unser Feigenbaum, eine ähnliche Hochphase erleben werden. Es hängt davon ab, ob die Wärme früh genug kommt und vor allem das Licht über lange Monate keine Einbrüche erlebt. Eines ist absolut gleich. Diese Stille und die abwartende Haltung der Menschen. Es scheint, als ob man die Wochen vor Ostern noch genießen möchte, erst später neue Projekte in Angriff nehmen will. Fastenzeit als für viele unbewusste Zeit der Reflexion und des Müßiggangs? Vielleicht ist da was dran. Und wie so häufig hängt das sehr stark mit den Eindrücken von Wetter und Landschaft zusammen, die sich mit der Symbolik des bevorstehenden Feiertags ergänzen. Es ist, wie wenn man in der zeitlichen Marke des Feiertags den Auftakt zum eigentlichen Jahresaufbruchs entdeckt.

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Kein neues Symbolobjekt zu Ostern

In diesem Jahr werde ich wohl nicht dazu kommen, ein bildhauerisches Objekt zu Ostern zu realisieren. Im letzten Jahr waren die Wochen vor Ostern dafür günstig, deshalb war ich sehr froh, dass ich nach Jahren wieder an die alte Tradition anknüpfen konnte. Mit dem Ergebnis war ich sehr zufrieden, die beiden Holzeier aus Atlas-Zeder, die das Motiv des Kreuzes, genauer der Kreuzung integrieren. Leider wollte ich es damals besonders schön und habe die Oberflächen mit Klarlack spritzen lassen. Der aber wurde, nachdem zunächst alles toll ausgesehen hatte, nach einigen Wochen von den ätherischen Ölen, die reichlich in dieser dicken Zedernabschnitten gespeichert sind, von innen her aufgelöst. Ich konnte das kaum glauben, aber letztlich hat dieser chemische Vorgang die anfangs spiegelglatte Oberflächenbehandlung vollständig ruiniert. Ich hoffe, wenigstens dazu zu kommen, den ganzen Lack wieder zu entfernen. Nach einem erneuten Feinschliff sollte das Ei-Kreuz-Symbol dann auch ohne schützende Lackschicht seine Rolle ausfüllen können.

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