Oktober- und Vorweihnachtsgedanken

Gleichzeitig ruhig und durch die scheußliche Witterung doch unruhig und mit Blick auf die voraussichtlich turbulenten nächsten Wochen haben wir diesen Oktober begonnen. Ein Wochenende mit anschließendem Feiertag. Das ist immerhin eine zwischenzeitliche Oase, die etwas mehr Raum für Kontemplation und rekapitulierende Reflexion lässt, als das zuletzt im Arbeitsalltag möglich war. Diese Selbstbeobachtungen kommen in letzter Zeit zu kurz, wohl weil das Denken und Agieren immer stärker von den tatsächlichen oder gefühlten Krisen bestimmt sind. Das macht viele nervös, ein Umstand, dem man sich schon aus Empathie nicht ganz entziehen kann, wenn es denn vernünftig weitergehen soll. Ich nutze aber die wenigen Auszeiten gerne, um unwahrscheinliche Vorhaben wie die Aufarbeitung und Erweiterung meines Portfolios mit Weihnachtsfotografien voranzubringen. Mit gutem Erfolg, jedenfalls hätte ich nicht gedacht, dass sich aus vorhandenen guten und nachweislich auch erfolgreichen Motiven in dieser nun erfahrenen Form wirklich Neues machen lässt, dessen Stärke auf zusätzlichen Akzentuierungen beruht. Natürlich spielt bei den guten Motiven vegetabile Symbolik rund um den Weihnachtsbaum eine wichtige Rolle. Mal steht der Weihnachtsbaum selbst im Mittelpunkt, mal ist der zentrale Punkt, von dem die weihnachtliche Beleuchtung ausgeht, was die gesamte Lichtstimmung dominiert. Und schon bin ich nah an der Vorweihnachtszeit, die eigentlich soweit noch weg scheint.

Wintervorbereitungen und Weihnachtsmotive

Nach dem vielen Regen und der Kälte gab es heute doch wieder Anzeichen von besserem Wetter, die Hoffnung auf einen goldenen Oktober machen. Und tatsächlich sollen in der kommenden Woche die Temperaturen wieder auf fast sommerliches Niveau ansteigen. Ich hoffe, gepaart mit viel Licht und Sonne. Das wäre für die verbliebenen Garten- und Hausarbeiten, auch für die letzten Brennholzarbeiten ein großer Vorteil. Bei solcher Nässe und Kälte wie zuletzt ist das eigentlich nicht machbar. Unterdessen hat mich kreativ neben meiner Projektarbeit jetzt schon die Weihnachtszeit fest im Griff. Zurzeit arbeite an der veränderten Neuauflage älterer Weihnachtsfotografien, die durch gewisse Akzente einen ganz besonderen Reiz erhalten. Mein Eindruck bisher ist, dass auch die Microstock-Redakteure das so sehen und die Motive Erfolg haben könnten.

Oktobernachmittagslicht

Trotz der Wechselhaftigkeit gibt es doch schon Anzeichen von goldenem Oktober. Vor allem gegen Abend kommt auf einmal die Sonne hervor und taucht alles in dieses nur in dieser Zeit des Jahres vorkommende warme Licht bei ansonsten kühlerer Außentemperatur. Das ist eine angenehme Einstimmung auf den Herbst, bevor sich deutlichere Herbstzeichen durch flächendeckende Laubabwurf der Bäume offenbaren.

Herbstliche Planungen

Wieder so ein Techniktag, aber jetzt laufen die harten Fäden doch allmählich zusammen. Sieht fast so aus, als ob der große Stau der Erneuerungen und Erweiterungen sich jetzt seiner Auflösung annähert. Vielleicht bringt das dann mehr Zeit für kreative Vorhaben und Experimente, und natürlich für Investitionen in neue Projekte. Auch für die Wunschbaum-Manufaktur denke ich schon in Richtung des kommenden Jahres und habe mich vorsorglich mit neuen Schleifmittelvorräten eingedeckt. Erfahrungsgemäß ist der Verbrauch davon bei den filigranen Arbeiten besonders hoch. Schöner sind solche Planungen bei typischem jahreszeitlichem Wetter. Und auch fotografisch würde ich den diesjährigen Blätterherbst, so er denn noch vorkommen sollte, gerne festhalten. So hoffe ich nach einer verregneten, novembergleichen ersten Oktoberwoche auf eine Reihe goldener Tage, bevor wir den Winter kommen sehen.

Trotzdem Hoffnung auf goldenen Oktober

Die Zeit hätte dieser Sonntag zur Verfügung gestellt, aber bei solchem Wetter ist es unmöglich, einen Fuß vor die Tür zu setzen. Überwiegend nass und ungemütlich, keine Freue, selbst für die Pflanzen nicht, die teilweise unter der Dauernässe leiden. Meine Chilis z. B. beginnen schon aufzuplatzen, die mögen zwar Feuchtigkeit über die Wurzeln, aber nicht Dauerberegnung von oben, das überfordert insbesondere die schon sich von Grün in Richtung Rot verfärbenden Schoten. Und auch für die Bäume wäre es jetzt einmal genug Regen, nachdem sie lange so dringend darauf gewartet haben. Das sind eben die schon gewohnte Extreme, die auch das Erleben der Jahreszeiten verändert haben und immer wieder Stress verursachen. Aber es ist erst Anfang des Monats, ich habe immer noch Hoffnung auf einen goldenen Oktober.

Herbstliche Rückzugstendenz

Ein Novembertag im Oktober. Und einer mit viel Innenraumarbeit. Da kann man den Kontakt zu den Veränderungen in der Landschaft, den Spiegel des jahreszeitlichen Umbruchs in den Bäumen fast vergessen. Das Thema ist mir zwar hintergründig immer präsent, aber ich merke, dass sich die Blickrichtung schon stärker nach innen wendet. Ein Rückzug im Seelischen und Kommunikativen, der dem in der Natur entspricht. Ein Zeichen mehr dafür, dass wir eigentlich Naturwesen sind, nur vergessen wir das immer wieder. Ich hoffe, dass der Oktober doch noch lichtreich ausklingt. Damit wir nicht eines dieser Herbstjahre erleben, in denen die Blätter alle über Nacht abfallen und wenig später schon verrottet sind. Das ist es nicht, was wir uns idealtypisch unter Herbst vorstellen.

Ausgewechselte Wetteranmutung

Mit dem Wenden des Monatskalenderblatts scheint auch die gesamte Wetteranmutung wie ausgewechselt. Keine Spur mehr von jenem Spätsommer, der uns den endlos langen und trüben Frühling wieder vergessen ließ. Stattdessen Dauerregen, dazwischen trübe und nur vereinzelte Lichtblicke in Form kurzer Sonnenphasen. Das einzig Gute: Der Regenwassertank ist über Nacht wieder randvoll. Sollte das Licht zurückkehren, ist das Blumengießen so gesichert. Ich hoffe ja immer noch auf einen goldenen Oktober. Den Altweibersommer konnten wir durchaus erkennen, wenn auch nicht so deutlich und langanhaltend wie in manchen Vorjahren. Vielleicht ist uns jetzt noch eine in Phasen sonnenreicher Oktober vergönnt. Ein wenig von allem, das würde ganz gut zu diesem merkwürdigen Wetter- und Vegetationsjahr passen. Auch dass es trotz Fruchtfülle wohl mit dem Reifen der Feigen bis zum November nichts mehr wird.