Dieses Jahr werden die Maulbeeren tatsächlich nicht mehr reif

V. habe ich am Vormittag zum Bienenhaus begleitet, um dort die Tränke außen für die Bienen mit Regenwasser aufzufüllen. Das war in einer Tonne zwar gesammelt worden, aber geregnet hat es ja schon lange nicht mehr, so dass die umfunktionierte Kelter ausgetrocknet war. Mit mindestens fünf Gießkannen Regenwasser aufgefüllt sollte der Trinkvorrat für die zwei Bienenvölker jetzt eine gute Zeit wieder ausreichend sein. Natürlich habe ich bei der Gelegenheit erneut einen Blick in die Krone des Maulbeerbaums geworfen -nur um feststellen zu müssen, dass sich tatsächlich seit mindestens 6 Wochen dort nichts verändert hat. Die wenigen Maulbeerfrüchte, die zu sehen sind, sind immer noch in unterschiedlich unreifem Zustand, gerade so, als wenn sie eingefroren worden wären. Ganz seltsam, denn wir hatten ja jetzt super Hochsommerwetter, was normalerweise die Zuckerproduktion des Baums anstoßen sollte. Dass sich in diesem Jahr gar nichts weiterbewegt, kann ich nicht erklären. Dass es allein an der Trockenheit liegen sollte, leuchtet mir nicht wirklich ein, denn zwischendurch gab es ja doch heftige Gewitterregen. Aber auch die hatten keinerlei Einfluss. Die Maulbeerenernte 2026 kann ich deshalb komplett abhaken und auf ein fruchtreicheres nächstes Jahr hoffen.

Wechselhafte Baumobstaussichten für dieses Jahr

Man kann jetzt wohl schon sagen, dass dieses Jahr 2026 nicht zu den besten Baumobstjahren gehören wird. Es ist bei fast allen Obstsorten schon vorhersehbar, dass die Ernte weniger reichhaltig als im Vorjahr ausfallen und in einigen Fällen auch ganz ausbleiben wird. Bei den Maulbeeren haben wir das ja schon vor Wochen beobachtet, denn seitdem die ersten Maulbeeren in unterschiedlichen Reifegraden, aber überwiegend noch grün, weiß oder blass-rot zu sehen waren, hat sich so gut wie nichts weiterentwickelt. So als ob die Früchte partout nicht ausreifen wollten. Eine Vermutung: Dass diese Art doch neben moderater Wärme auch ziemlich viel Niederschlag und Wasserzufuhr benötigt. Der ist von einzelnen Schauern und Gewitterregen abgesehen aber ausgeblieben. Kann sein, dass der Maulbeerbaum im Besonderen sich daran gestört hat. Aber bei anderen Arten ist es ähnlich. Unsere Pfirsiche kommen zwar, sind auch schon klein und grün in mitteldichter Verteilung zu sehen. Aber der ausgebliebene Regen ist eben die Erklärung für ihr zögerliches Ausreifen und die bisher geringe Größe. Da müssten noch einige Wochen mit nicht zu großer Wärme, viel Sonne und zusätzlich ausgiebigem Regen kommen, wenn wir eine noch zufriedenstellende Pfirsichernte erwarten sollen. Bei den Äpfeln, Birnen und Zwetschgen wage ich noch keine Prognose, Die habe ich mir noch nicht angesehen, aber damit hat es ohnehin noch Zeit. Interessanter und naheliegender sind da schon die Mirabellen. V. sagte vor 10 Tagen, dass sie noch ca. 2 Wochen benötigen. Wir werden sie in den nächsten Wochen noch einmal inspizieren müssen und werden dann entscheiden, ob eine erste Pflückung Sinn macht. Denn richtig reif und süß müssen sie schon sein, wenn daraus ein schmackhafter Hefe-Mirabellenkuchen werden soll. Beziehungsweise eine ganze Reihe solche Kuchen, die wir traditionell einfrieren und dann übers ganze Jahr sukzessive verspeisen.

Auf der Suche nach dem Erfolgsrezept der schwarzen Maulbeere

Eigentlich wollte ich heute wieder nach den Maulbeeren sehen, weil ich davon ausgegangen war, dass sie zwei Wochen nach der ersten Sichtung halbreifer Beeren jetzt doch endlich einmal eine erste Ernte möglich machen sollten. Aber V. hat mir gestern schon mitgeteilt, dass sich tatsächlich nichts mehr getan hat. Die Reifung der Maulbeeren steht tatsächlich seit über zwei Wochen still und es sind auch keine neuen hinzugekommen, das vollständige Ausblieben in einer Hälfte der Krone inklusive. Das entspricht genau meiner eigenen Beobachtung. Das ist irritierend und unverständlich und natürlich sehr enttäuschend. Ich dachte eigentlich, das richtige Maß und den passenden Zeitpunkt für den Rückschnitt weit vor Beginn des Knospens ausfindig gemacht zu haben. Auch bin ich dabei wieder sehr sorgfältig und behutsam vorgegangen. Aber das allein scheint es nicht zu sein. Es muss noch weitere Einflussfaktoren geben, die den Fruchterfolg des Maulbeerbaums beeinflussen. Ein komplizierte und für mich noch nicht durchschaubare botanische Besonderheit. Vielleicht gelingt es mir zu Lebzeiten ja noch, das Geheimnis des Maulbeerbaums und das Erfolgsrezept der schwarzen Maulbeeren zu lüften.

Vom Hegen und Pflegen des Maulbeerbaums

Der Sommer könnte jetzt doch noch in eine angenehme Phase übergehen. Maximal 30 Grad bei ziemlich durchgehendem Sonnenschein und etwas Wind sind schon sehr gute Voraussetzungen dafür. Und wesentlich angenehmer als vieles, was wir zuletzt erlebt haben. Das moderat warme und helle Hochsommerwetter sollte nun auch dem Maulbeerbaum guttun. Und die Maulbeeren hoffentlich zur Reife bringen. Ich werde das am Samstag noch einmal in Augenschein nehmen und dann vielleicht den ersten kleine Eimer der Früchte abpflücken. Einige abgestorbene Äste, ausgerechnet einige der tiefliegenden und weit herunterreichenden, werde ich außerdem absägen müssen. Das Pflücken wird auch deshalb wohl mühsamer werden als im Vorjahr. Und auch nicht so ergiebig. Aber eine zumindest kleinere Menge neuer Marmeladengläser würde ich mir nach dem Hegen und Pflegen des Maulbeerbaums doch auch in diesem Jahr wünschen.

Günstige Bedingungen für gute Maulbeerenernte sind ein Rätsel

Gestern war es mir einfach noch zu heiß, aber heute Vormittag habe ich es dann doch gewagt, nach einer Woche dem Bienenhaus und meinen Maulbeerbaum einen Besuch abzustatten. Eigentlich mit dem Vorhaben, endlich das erste Eimerchen Maulbeeren abzupflücken. Dafür hatte ich extra noch eine Stehleiter von zuhause mitgenommen, die fürs erste geeigneter ist als die lange Ausziehleiter. Zu meiner großen Überraschung hat sich bei den Maulbeeren seit der vorangehenden Woche überhaupt nichts verändert. Immer noch sind die vorhandenen Früchte grün, weiß oder vereinzelt schon hellrot ausgefärbt. Aber reife, d. h. bei dieser Sorte schwarze waren überhaupt nicht dabei. Es scheint, dass das Hitzeklima dem Baum wider Erwarten keinen Anschub gegeben hat. Ganz anders, als ich erwartet hatte. Bei so viel Sonne, sollte die Zuckerproduktion doch auf Hochtouren laufen und die Früchte schneller reif werden. Aber es hat sich gar nichts verändert. Leider auch an der Zahl der Früchte nicht. Teile der Krone scheinen auf den ersten Blick fast frei von Früchten, und bei anderen sind sie zwar von Nahem betrachtet gewachsen, aber eben ziemlich spärlich verteilt und noch nicht ausgereift. Im Vorjahr konnte ich fast täglich neue Beeren pflücken, wobei die ganze Ernte schon im Juni abgeschlossen werden konnte. Und jetzt sind die Maulbeeren Ende Juni noch gar nicht erntereif. Das soll jemand verstehen. Ich hoffe, irgendwann hinter das Geheimnis dieser Baumart zu kommen und zu verstehen, welche Bedingungen für eine reiche Ernte förderlich sind.

Bio-Wetter-Leiden und eine Wiederholung des Baumobstvorjahrs

Anders als angekündigt kam auch heute der Sommer nicht wieder von seiner angenehmen Seite zum Vorschein. Stattdessen herrschte eine Mischung aus Kühle am Vormittag und drückender Schwüle zum Abend hin. Und relativ wenig Sonne, wegen der ziemlich dichten Wolkendecke. Und setzt sich das Bio-Pflanzen-Wachstumswetter fort, während wir Menschen eher leiden uns den trockeneren, weniger extremen Sommer zurückwünschen. Immerhin ist beim Baumobst mit den Kirschen schon die erste Art zur Reife gelangt. An unserem noch kleinen Kirschbaum konnten wir etwas ernten, nach einer weiteren Pflückung sollte der dann aber auch schon abgeerntet sein. Was als Nächstes kommt, ist schwer vorherzusagen. Vielleicht die Pfirsiche, die Nashis, dann die Mirabellen, dann die Zwetschgen, später die Äpfel. Es ist nicht auszuschließen, dass das ein wiederum gutes Baumobstjahr wird. Die Anzeichen stehen für eine Wiederholung des Vorjahres, nur vielleicht nicht ganz so ausgeprägt.

Zwei ertragreiche Baumobstjahre in Folge?

Es geht trotz der kühlen Luft erkennbar wieder zurück in Richtung Hochsommer. Heute hatten wir einen eigentlich strahlenden Sonnentag, der nur dadurch holprig verlief, dass der Himmel voller vorbeiziehender dicker Wolken hing, die das Sonnenlicht nur durch ihre Lücken ließ. Das ist dann aber besonders intensiv strahlend. Immerhin macht das Hoffnung auf ein Ende dieses frostigen und nassen Intermezzos. Unsere Weinreben entwickeln sich in diesen etwas feuchten und lichten Tagen hervorragend und haben jetzt schon üppigere Blätter als i Vorjahr ausgebildet. Auch erkennt man schon die Trauben selbst, die noch ganz kleine und grüne Beeren tragen. Aber die Dichte und Anzahl, die jetzt schon erkennbar ist, lässt eine recht ertragreiches Weinjahr erwarten. Über die Qualität ist damit natürlich noch nichts gesagt und das lässt sich auch so früh ganz schlecht voraussagen. Aber vieles spricht dafür, dass wir nach dem ungewöhnlichen Baumobstjahr 2025 erneut eine gute Obsternte erwarten können. Zweimal in Folge wäre das allerdings sehr ungewöhnlich.

Ungewohnt ausgeprägte Schwerpunkte in diesem Jahr

Nachdem V. in einer Fernsehsendung das Rezept eines leckeren Apfel-Schmand-Kuchens gesehen hat, soll es am Wochenende wohl ein weiteres Kuchenbacken geben. Natürlich sollen M. und ich das realisieren, nur dass wir von Apfelkuchen nicht ganz so begeistert sind. Ich habe jedenfalls einige interessant klingende Rezepte herausgesucht, von denen wir wohl eines versuchen werden. Noch eine Premiere: Noch nie zuvor hatten wir derart viel mit der Baumobsternte zu tun gehabt. Und jetzt kommt auch noch ein ungewohnter Eifer beim Kuchenbacken hinzu. Ich denke, wir müssen diese Tätigkeiten langsam reduzieren, weil es doch zu viel wird und all das andere Wichtige eben auch seine Zeit und seinen Raum beansprucht.

Langfristig sinnhafte Familientradition

Angefüllt mit überwiegend technischen Aufgaben war dieser Tag, mit kreativen und herausfordernden wie auch mit Routineaufgaben. Und zwischendurch hat V. wieder meine Hilfe benötigt, da diese fast schon landwirtschaftlich anmutenden Aktivitäten körperlich zu anstrengend geworden sind. Andererseits stecken da viele bis in die Kindheit zurückreichende Prägungen dahinter, ohne die solche Tätigkeiten und Erwartungen eigentlich nicht zu erklären sind. Natürlich weiß ich das und mache es möglich, wann immer es noch mit meiner eigentlichen ganz anders ausgerichteten Arbeit vereinbar ist. So hat mich diese Bitte zwischen all der Technik doch wieder für 1,5 Stunden mit der Obsternte, den ersten sammelbaren Walnüssen und der Abwicklung der letzten Viezproduktion in Kontakt gebracht. Manchmal schwierig, mitten in der Arbeit solche Wechsel hinzukriegen, aber am Ende doch eine Möglichkeit, den Kopf zwischendurch freizumachen. So hat, auch biographisch gesehen, solch eine Familientradition ihren übergeordneten und längerfristig wirksamen Sinn.

Vielleicht etwas zu viel von einem Thema

Nachdem die eigenen Äpfel und Birnen alle gepflückt und nach Hause gebracht sind, ist V. nicht mehr zu bremsen. Es geht wie jedes Jahr um diese Zeit um das Mixen und Keltern der Äpfel, um daraus Viez zu machen. Den trinkt bei uns keiner aus V., aber alle sind immer wieder in diese Verarbeitungsaktion eingebunden. Und das ist recht viel Aufwand, gerade weil die Baumobsternte dieses Jahr so üppig ausgefallen war. Abgeschlossen ist das noch nicht, zumal die hier bei uns gelesenen Weintrauben noch in der Maische ruhe und dann ebenfalls gekeltert werden müssen, das Einkellern des Viez noch aussteht und danach die zweite Charge Weintrauben von dem Grundstück außerhalb noch zu lesen und weiterzuverarbeiten ist. Das ist dann meist der Schlusspunkt der Baumobstaktivität des Jahres. So viel wie in diesem Sommer und Frühherbst hatten wir, soweit ich es erinnere, noch nie mit dem Thema zu tun. Gerade auch die ganzen Kuchen, von denen M. und V. sich heute wieder sehr angetan gezeigt haben. Nach meinem Gefühl aber ist es doch etwas überzogen ausgefallen. Gut, dass nicht jedes Jahr ein gutes Obstjahr ist.t.

Noch eine intensiver Baumobst-Tag

Das war wieder einer dieser sehr arbeitsintensiven Samstage. Immerhin habe ich es geschafft, die Projektarbeit auf ein geringes Maß zu reduzieren. Nach den anstrengenden und langen Tagen mit viel Technik und komplizierten Entwicklungen war das erholsam, wenn auch körperlich natürlich anstrengender. Jedenfalls war V. froh, dass ich bei den Weintrauben und auch bei der Nashi-Ernte behilflich sein konnte, auch beim Zusammentragen des Grünschnitts, dem Häckseln und vielem mehr. Und dann habe ich das Vorhaben eben doch wahr gemacht, zum dritten Mal für diese Saison zwei Bleche nach meinem aktuellen Lieblingsobstkuchenrezept zu backen. Da zu meiner Überraschung aber gar keine Pfirsiche mehr zu pflücken waren – die letzten waren alle teilweise oder vollständig schon verfault und nicht mehr verwertbar – habe ich auf die eigenen Äpfel und auf die Nashi-Birnen zurückgegriffen. Die in diesem Kuchen zu verarbeiten macht nur mehr Aufwand, wegen des Schälens, als es bei den Pfirsichen der Fall war. Aber diese letzte Gelegenheit wollte ich eben nutzen, bevor die Baumobstsaison endgültig abgeschlossen ist. Zu unserer Überraschung haben wir festgestellt, dass die Nashi-Variante eigentlich die bessere ist. Mit Äpfeln ist das Rezept nicht ganz so überzeugend. Aber die nicht sehr süßen und dafür aber sehr saftigen Nashis sind wirklich gut geeignet, weil die Frucht durch das Backen nur etwas fester wird, die Flüssigkeit aber in sich verschlossen hält. Das ergibt optisch schöne Kuchenabschnitte und die Konsistenz ergänzt sich gut zu dem Rührteigkuchen mit dem Schmand-Eierlikör-Überzug.

Jahreszeitlich herausfordernde Tage

Die arbeitsintensiven, eher unkommunikativen und jahreszeitlich herausfordernden Tage gehen zurzeit in Serie. Auch heute haben wir einen solchen erlebt. V. hat den Tag über die reifen Weintrauben hinterm Haus zurückgeschnitten und gelesen, zum größten Teil jedenfalls, und will daraus in den nächsten Tagen einen Rotweinvorrat fürs kommende Jahr in die Wege leiten. Morgen werde ich wohl noch einiges an Grünzeug vom Rückschnitt entsorgen und alles sauber machen müssen. Und einige Pfirsiche hängen auch noch an dem in diesem Jahr so üppig fruchtenden Baum. Vielleicht werde ich nochmal zwei Blechkuchen damit backen. Dann wäre es aber mit dem Kapitel der Kuchenproduktion für dieses Jahr für mich genug. Überhaupt kann ich mich nicht erinnern, dass dieses spezielle Thema einen so großen Raum schon einmal eingenommen hätte.

Baumobstintensiver Samstag

Jetzt trägt der Pfirsichbaum nur noch wenige Früchte, erst nachdem V. noch einmal drei Eimer gepflückt hatte, aus denen gestern schon Marmelade entstanden ist. Und heute kamen noch einmal zwei Eimer hinzu, die ich auf zwei große Kuchenbleche verteilt habe. Noch einmal zwei Bleche des sagenhaften Pfirsich-Eierlikör-Rührkuchens, den ich am Nachmittag größtenteils in kleineren Portionen eingefroren habe. Damit haben wir einen wirklich ungewöhnlich großen Obstkuchenvorrat angesammelt, der uns die nächsten 12 Monate zahlreiche Gelegenheit geben wird, an die spätsommerliche, in diesem Jahr so üppige Obsternte erinnert zu werden. Zu allem Überfluss hat Frau H. uns am Vormittag ebenfalls noch einen Kuchen vorbeigebracht, mit Sauerkirschen, Rührteig und Creme sowie einem Rotkäppchen-Spiegel. Toll, so haben wir an dem selbst gebackenen noch deutlich länger. Auch Birnen von den eigenen Bäumen gibts in dieser Saison so viele, dass wir sie teilweise an Bekannte verschenken. Ansonsten stehen für die Obsternte eigentlich nur noch die Äpfel auf dem Programm. Aber auf die stehen zumindest M. und ich nicht ganz wie auf anderes Baumobst.

Jetzt reift alles gleichzeitig aus

Auch heute wieder: Pfirsiche, Nashis, Zwetschgen, Äpfel und Birnen. V. hat die noch übriggebliebenen Zwetschgen sowie je einen Eimer Äpfel und Birnen auf der Streuobstwiese in F. gepflückt bzw. aufgesammelt und mitgebracht. Die Nashis sind in diesem Jahr so zahlreich und jetzt auch schon reif, dass sie scharenweise vom Baum fallen. Auch die wird V. in den nächsten Tagen ernten müssen, damit sie noch gut verwertbar bleiben. Und die Pfirsiche unseres kleinen Gartenbaums haben seit meinem letzten Pflücken vor ein paar Tage noch einmal an Reife gewonnen, so dass ich am Abend noch einen Eimer mit ziemlich ausgereiften Exemplaren pflücken konnte. Ich schätze, ich werde bis zum Wochenende doch noch einmal zwei Bleche backen müssen, auf denen die Pfirsiche bevorzugt zum Einsatz kommen. Das Rezept hat jedenfalls verbreitet Anklang gefunden. Da macht es Sinn, die Aktion zu wiederholen, umso mehr eingefrorene Obstkuchenvorräte können wir anlegen.

Einfach ein gutes Pfirsichkuchen-Rezept

Den seit Tagen geplanten Pfirsichkuchen habe ich heute gebacken. Die nötige Zahl reifer Pfirsiche hatte ich an den Vortagen schon gepflückt. Dabei hat sich herausgestellt, dass ich die Menge ganz richtig eingeschätzt hatte. Es sind nur wenige übrige geblieben, nachdem ich die Hälften auf den Teig der 2 großen Kuchenbleche verteilt hatte. Das ist auch optisch ganz hübsch, mit den konkaven Flächen nach oben und der Schmand-Eierlikör-Füllung, die zwischen Pfirsich-Hubbeln herum gegossen wird und im Ofen dann später stockt. Geschmacklich ist das sehr stimmig, obwohl das Rezept des Rührteigs, der auf ein Blechausgestrichen und dann mit den Früchtehälften belegt wird, eigentlich für eine Mischung aus Äpfeln und Zwetschgen ausgelegt ist. Ich hatte es aber schon vor einigen Jahren auf Pfirsichbelag umgemünzt und finde, dass das noch viel besser passt – optisch und erst recht geschmacklich. Zwei Blech sind natürlich zu viel auf einmal. Deshalb werde ich den größeren Teil, in portionierte Stück geschnitten einfrieren, so dass wir mindestens noch dreimal in den Genuss des leckeren Pfirsichkuchens kommen werden. Bevorzugt in deiner Jahreszeit, in der man normalerweise nicht mehr an Pfirsiche oder Obsternte denkt.

Dominante Gartenbäume und kühlender Baumschatten

Sehr schön, jetzt kommt der Sommer doch noch mal kräftig zurück. Bezeichnend für diesen August ist aber, dass trotz der jetzt zurückgekehrten Wärme oder Hitze die Temperaturen nicht so belastend wirken wie noch im Juni. Da liegt schon etwas vom Herbst in der Luft. Ganz gut, weil es dann bei der Hitze nicht so anstrengend wird. Dass unsere Gartenbäume inzwischen so dicht beieinanderstehen und sich ihre Kronen vielfach schon berühren, ist bei solchem Wetter natürlich ein Segen. In vielen anderen Hinsichten ist es eher ein Hindernis, da der Schatten die Möglichkeiten stark einschränkt, Blumen, Stauden und Kräuter zu pflanzen. An Sonnenblumen z. B. ist schon seit Jahren nicht mehr zu denken. Die finden einfach keine Lücke mehr, in die sie ihre Köpfe recken können. Aber so habe die Bäume eine größere Dominanz entwickelt und beschenken uns in Jahren wie diesen auch reichlich mit Früchten – und eben mit Schatten wie in diesen Tagen. V. hatte heute ein ernüchterndes Erlebnis, da ich zufällig initiiert habe. Das gerade nach drei Arbeitstage abgeschlossene Einkochen der Maulbeermarmelade war missglückt, da sie nicht steif genug wurde. Möglicherweise ein Resultat der veränderten Konsistenz der Früchte nach dem Einfrieren. Jetzt muss die Sache wiederholt werden, um mit längerem Einkochen die Flüssigkeit zu reduzieren. Ein Test dazu ist schon geschafft. Aber natürlich ist es ärgerlich, den größeren Aufwand einer Wiederholung auf sich zu nehmen.

Der neue Vorrat Maulbeermarmelade

V. hat den größten Teil der eingefrorenen Maulbeeren schon zu Marmelade verkocht. Aber mindestens ein Drittel ist noch zu verarbeiten, was vermutlich morgen abgeschlossen werden kann. Dann werden wir einen ordentlichen neuen Vorrat an der Marmelade haben. Nicht ganz so viel, wie V. zuvor angenommen hatte. Aber doch wirklich viele. Ich freue mich sehr, das dürfte mindestens zwei Jahr ausreichen und damit einen möglichen Ernteausfall im kommenden Jahr kompensieren können. Aber natürlich hoffe ich, dass der Baum künftig mehr Konstanz zeigt und vielleicht auch durch das Alter und den Umfang des Stamms widerstandsfähiger geworden ist. Jedenfalls wäre es toll, wenn wir jedes Jahr Maulbeeren pflücken könnten. Das ist schon eine Art Erlebnis, das einen gewissen jahreszeitlichen Gewinn für uns alle darstellt.

Folgende Baumobstvorhaben

Das Mirabellenthema sollte für dieses Jahr jetzt abgeschlossen sein. Denn V. hat von den restlichen Früchten, die wir nicht zu Kuchen verarbeitet haben, heute Marmelade gekocht. Die wird allerdings wahrscheinlich lange im Vorratsregal stehen bleiben, weil wir letztlich doch fast immer auf die Maulbeermarmelade zugriefen. V. wird sich wohl alleine an dieser Mirabellenmarmelade erfreuen, die zwar, wie die frischen Mirabellen selbst, einen charakteristischen Geschmack hat, aber doch mit den aromatischen dunklen Früchten der schwarzen Maulbeeren nicht mithalten kann. Natürlich wird es bei diesem Einkochen nicht bleiben. Es werden sicherlich noch die Nashi-Birnen, die Pfirsiche und die Zwetschgen folgen. Nur mit Apfelmus haben wir es alle nicht so, darauf werden wir auch in dieser Saison sicher verzichten.

Neues Equipment fürs Baumobst Pflücken

Aus der Besorgung bzw. Vorbereitung der nächsten Baumobstaktion ist heute leider nichts geworden. Eigentlich wollten wir eine neue, besonders hohe Standleiter besorgen, die beim Pflücken der Mirabellen in Kürze gute Dienste leisten könnte. Schon bei den Maulbeeren wäre die nützlich gewesen, habe ich doch auf der alten, sehr wackligen Leiter in den unteren Kronenregionen stehen und immer ein bisschen balancieren müssen, weil die nicht mehr stabil war und manchmal auch einseitig im Boden versank und dann kippte. Na ja, eine neue und höhere Leiter wäre da jedenfalls eine gute Lösung. Vielleicht können wir das ja in Kürze nachholen, wenn es V. wieder besser geht. Denn das Pflücken, gerade in diesem Jahr mit viel Obst, ist auch zeitraubend. Hilfsmittel sind da willkommen.

Die richtige Balance fürs optimale Reifen

Heute schon wieder ziemlich viel Regen, hinter dem die gewohnten Sonnenstrahlen dann sich doch durchsetzen konnten. Immerhin haben die Obstbäume von der wiederholten Abkühlung und dem Nass profitiert. Besonders der Pfirsichbaum und der Nashi-Birnenbaum werden mit einem schnelleren Reifen ihrer Früchte darauf reagieren. Das war in den Vorjahren häufig das Problem: Entweder es gab zu wenig Sonne, aber viel Regen. Dann konnten die Früchte kein Zucker bilden und sind am Ende gar nicht gereift. Oder es war zu heiß und zu intensiv sonnenbeschienen, aber der Regen fehlte. Dieses Jahr ist es von der Wärme und der Sonneneinstrahlung eigentlich ideal, wie das ganze Jahr bisher günstig fürs Baumobst war. Aber es ist, wo die Früchte noch grün und klein sind, sehr wichtig, dass zum einen phasenweise Flüssigkeit nachkommt, und zum anderen darf die Sonne nicht zu lange ausbleiben. Ich hoffe, diesmal funktioniert es mit der richtigen Balance fürs optimale Reifen und gute Baumobsterträge.

Den Maulbeerbaum in der Hochzeit seiner Fruchtreife kennengelernt

Die Samstage sind bei uns immer angefüllt mit Routineerledigungen, vor allem mit solchen, zu denen die Arbeitswoche zuvor keine Gelegenheit bietet. Aber ich hatte mir nach der Rückkehr des Hochsommers dennoch vorgenommen, noch einmal beim Maulbeerbaum vorbeizuschauen, um eine weitere Pflückaktion durchzuführen. Wegen der Regentage und auch aus Zeitmangel hatten wir den Baum ja in den letzten 10 Tagen nicht mehr besucht. Schade eigentlich, denn in der Zeit sind bestimmt sehr viele Früchte einfach reif heruntergefallen, die wir natürlich auch noch hätten ernten können. Aber auch zuvor war schon klar, dass sich die Fruchtreife noch länger hinziehen würde. Das ist an der Art abzulesen, in der dieser Baum seine Beeren reifen lässt. Immer so, dass die Früchte büschelweise zusammenhängen, aber immer weiße, rote und dunkelblau gefärbte nebeneinander. So zeigt sich über die gesamte Fruchtzeit hinweg ein sehr buntes Bild, wenn man sich in dem ungemein dichten und verzweigten Geäst der Baumkrone einmal umsieht. Obwohl V. schon vorher einen kleinen Eimer gepflückt hatte, konnte ich zum Teil vom Boden und der Stehleiter aus, zum Teil von der langen an verschiedenen Ästen angelehnten langen Ausziehleiter aus noch einmal 1,4 KG Früchte zusammentragen. Das ist bei der bekannten Mühseligkeit beim Ernten dieser kleinen Fruchtbeeren, eine ordentliche Menge, auch wenn ich bei früheren Aktionen, die länger dauerten, auch schon mal 2,5 KG zusammen hatte. Aber auf die Menge und das Gewicht kommt es natürlich nicht wirklich an. Es ist v. a. das Erlebnis dieser ungeheuer vitalen Baums über die Wochen seiner Fruchtreife, das man eigentlich nur inmitten der Baumkrone bei dieser Arbeit des Pflückens haben kann. Ich bereue es nicht, mir in den vergangenen Wochen die Zeit genommen zu haben. Wegen der leckeren Marmelade, von der wir diesmal wirklich einen ordentlichen Vorrat werden anlegen können. Aber eben auch wegen der Gelegenheit, meinen Maulbeerbaum auf der Höhe seiner Fruchtreife so nah und gut kennengelernt zu haben.

Ende der Gartensaison und symbolische Kompensationen

Nun ist V. auch mit den letzten Weintrauben vom Grundstück außerhalb durch. Dann sollte nur noch einiges im Zusammenhang mit der Überwinterung der Bienenvölker anstehen. Aber der Großteil der Aktivitäten rund um den Garten, das Anpflanzen, das Ernten und die Brennholzarbeit ist dann für dieses Jahr schon abgeschlossen. In Sachen Anstrengung ist das V. sicher ganz recht. Aber natürlich fehlt über die dunklen, nassen und kühlen Wintermonate auch diese Arbeit im Freien, mit der Erde und den Bäumen. Mir wird das auch fehlen, auch wenn ich mit der Symbolarbeit rund um die Bäume eine Art Ausgleich für den schwindenden direkten Kontakt mit der lebenden und sich ausbreitenden Natur in dieser Jahreszeit finde.

Noch ein Aufräum- und Reinigungstag im Garten

Das Brennholzmachen, aber auch die intensive Gartenarbeit im Verlauf des Sommers hat doch so einigen Schmutz hinterlassen. Auch nachdem wir im Frühsommer die obligatorische Reinigungsaktion durchgeführt hatten. Deshalb, wie eigentlich schon in den vorangehenden Jahren, habe ich heute die Aktion wiederholt. Nicht so intensiv wie im Frühsommer, aber doch auf den Großteil der betonierten oder gefliesten Flächen rund ums Haus ausgedehnt. Da war der Hochdruckreiniger einige Stunden im Einsatz. Und die Garagen und Autos haben wir gleich mit abgespritzt, was nach der enormen Staubentwicklung der letzten Wochen dringend angesagt war. Nun ist alles wieder einigermaßen sauber und aufgeräumt. Gute Voraussetzung für die Gartenarbeiten der kommenden Wochen, wenn es v. a. um das sukzessive Ernten der reifen Chilischoten, aber auch der Feigen geht. Die Weintrauben, die wir in diesem Jahr fast schon vernachlässigen können, weil die Trauben extrem spärlich und vereinzelt nur gewachsen sind, hat V. heute in sehr kurzer Zeit schon erledigt. Nur oben neben dem Bienenhaus gibt’s noch weitere, aber auch dort wird der Ertrag verschwindend gering ausfallen. Das ist in Sachen Baumfrüchte und Gemüseertrag eben ein sehr ernüchterndes Jahr. Umso mehr freue ich mich auf die Chilis, gerade weil ich in deren Anzucht so viel Energie und Zeit gesteckt habe. Die könnten nämlich fast alle noch etwas werden. Zumindest die jetzt schon als Schote zu erkennen sind. Mit denen, die sich erst im Blütestadium befinden, könnte es dagegen sehr knapp werden. Dass die Chilis sehr spät reifen, für die verschiedenen Sorten durchaus unterschiedlich und versetzt, aber spät, das kennen ich schon. Nur sollte eben in der letzten Phase für das Ausreifen noch Sonne und Wärme vorhanden sein, sonst schafft es die Art nicht mehr, noch zumindest angereifte Schoten auszubilden.

Baumvitalisierungssommerwetter

Obwohl es von der Temperatur her gar nicht so heiß ist zurzeit, wirken diese Tage auf mich doch wie der Höhepunkt des Hochsommers. Gefühlt sind die Temperaturen, das Wetter insgesamt doch sehr anstrengend. Deshalb habe ich meine kunsthandwerkliche Arbeit, die im ersten Arbeitsschritt doch recht kräftezehrend ist, auf den morgigen Samstag verschoben. Dann kann ich nämlich schon am Vormittag beginnen, bevor die große Hitze angekommen ist. Denn über Nacht kühlt es doch angenehm ab. Das einzige, was den Herbst in Ansätzen schon erahnen lässt. Gut, dass es so viel geregnet hat. Die Blumen rund ums Haus und auch meine Gemüsepflanzen benötigen jetzt viel Wasser, das ich aus den gut gefüllten Regenwassertanks abzweigen kann. Den kleinen Bäumen, die in Kübeln oder kleineren Pflanztöpfen gepflanzt sind, geben ich auch immer Wasser, denn die können ihre Wurzeln ja nicht so tief in die Erde versenken und wissen die Extra-Flüssigkeit deshalb zu schätzen. Bei den übrigen großen Bäumen kann ich bisher keine Wassernot feststellen, die fühlen sich bei diesem zwar warmen, aber immer auch mit hoher Luftfeuchtigkeit gesättigten Wetter recht wohl. Schön ist auch, dass die Baumfrüchte, die doch noch etwas werden können, gerade im August zur Reife gelangen. Das sehe ich etwa bei den Feigen, die nach und nach gepflückt werden können, darunter auch sehr stattliche Exemplare, auf die sich M. immer sehr freut. Eine Hand voll Nashis und einzelne Birnen werden wir wohl aus dem Garten auch noch bekommen. Und dann gibt’s von unserer Streuobstwiese vielleicht noch Zwetschgen. Damit sollte die diesjährigen Baumobstsaison dann aber abgeschlossen sein.

Wenigstens ein Eimer Mirabellen in diesem an Baumobst armen Jahr

Nun geht der Juli zu Ende. Und die Zahl der Sonnenstunden liegt tatsächlich noch ein wenig unter der des Vormonats. Das ist zwar nicht überraschend, nach den langen Phasen mit ausschließlich Regen und kaum Sonnenlicht. Aber im Jahresverlauf betrachtet, die komplett sonnenärmer war als im Vorjahr, ist es dennoch ein bisschen erschreckend, wenn nun selbst bis zum Höhepunkt des Hochsommers hin keine Steigerung, sondern sogar ein Rückgang zu beobachten ist. Immerhin gibt es zwischendurch einige Lichtblicke. So hat V. heute die angekündigten Mirabellen gepflückt, die an ganz kleinen strauchartigen Mirabellenbäumen am Rand unserer Streuobstwiese wachsen. Die Bäume auf der Wiese selbst haben dieses Jahr so gut wie keinen Ertrag gebracht bzw. werden keinen erbringen. Aber eben diese kleinen Bäumchen am Rand. So wird M. in den nächsten Tagen einige Hefeböden backen, die ich dann mit den Mirabellen belege. Für ein Dutzend Kuchen, wie schon einige Male, wird das gepflückte Eimerchen nicht reichen. Aber vielleicht werden es ja so ca. 5-6. Das hieße dann, dass wir alle zwei Monate einen Mirabellenkuchen aus dem Gefrierschrank holen, auftauen und uns an dem einmaligen Geschmack erfreuen können.

Durchmischter Sommer mit einem Lichtblick bei den Mirabellen

Schön und durchaus angenehm, weil nicht zu übertrieben, warm ist es zurzeit nun wirklich. Aber seltsamerweise ziehen den ganzen Tag über Wolken durch den blauen Himmel, so dass die Strahlungsmenge der Sonne sich sehr in Grenzen hält. Am Ende des Tages entspricht die eigentlich nur der eines durchschnittlichen Frühlingstags. Das ist von dem überaus unüblichen Verlauf dieses bisherigen Jahres noch übrige geblieben bzw. setzt sich fort. So freuen wir uns wenigstens über die Wärme als einem typischen und gewohnten Merkmal des Hochsommers. Und die Durchgängigkeit der Sonne könnte immerhin noch kommen. Die Chilis scheinen dieses durchmischte Wetter zu schätzen. Die entwickeln sich ziemlich gut, erst recht im Vergleich zum Vorjahr. Und auch die Gartenbäume können sich bei dem moderaten Sommer gut entwickeln und zumindest etwas Holzmasse und Volumen zulegen. Wenn schon aus den Früchten fast durchgängig nichts wird. Aber Vs Bericht heute Nachmittag hat mich dann doch noch positiv gestimmt: Nachdem es vor einer Woche noch hieß, es gebe dieses Jahr auch keinerlei Mirabellen, kam jetzt die Nachricht, dass die kleine Hecke mit Mirabellenbäumchen von Mirabellen übervoll besetzt ist. Das finde ich klasse, denn die Mirabellen sind mir von allen Baumobstsorten am liebsten. Vor allem, weil wir dann wieder unser gewohntes Dutzend Mirabellen-Hefeblechkuchen werden backen können.

Schlechte Ernteprognosen rund um die Bäume

Die Kurve der eingehenden Sonnenstrahlung hat heute heftig ausschlagende Amplituden gezeigt. Ein Rauf und Runter der Strahlungswerte war zu beobachten, der Grund lag in den den ganzen Tag über kontinuierlich vor blauem Frühsommerhimmel vorbeiziehenden dicken Wolken. Merkwürdigerweise und so gar nicht zur Wetterentwicklung der Vortage passend, sind die Temperaturen dazu noch deutlich gefallen, so dass man schon wieder einen Pulli überziehen musste. So wenig erfreut wie wir sind auch die Bienen über diese Witterung, denn zu der Flaute bei der Baumblüte kommt noch eine wenig ausgeprägte Lust, überhaupt rauszufliegen, und eine relative Schwäche der Völker. V. meint, außer einem seien alle nicht stark genug, um wirklich fleißig Honig nach Hause zu bringen, wenn denn einmal wieder Tracht vorhanden ist. So wird sich wohl die Ausfalltendenz bei der diesjährigen Ernte auch beim Honigertrag als traurige Erfahrung manifestieren. Noch aber hoffen wir auf wenigstens ein wenig neuen Honig. Bisher hat es gerade für den Eigenbedarf der Bienen ausgereicht.

Ein nicht nur missmutiger Blick in die nähere Gartenzukunft

Dass für die meisten Grünpflanzen und Gehölze dieses Jahr eine Katastrophe beschert, habe ich ja hier schon des Öfteren aus eigener Erfahrung wiedergegeben. Aber nicht nur die Baumfrüchte bleiben bei manchen Arten komplett aus oder sind stark reduziert. Selbst das Blattkleid entwickelt sich nicht so wie gewohnt. Bei unserem kleinen Pfirsichbaum beobachte ich das schon seit letztem Jahr und jetzt wieder, dass er nämlich schon gleich die frühen Blätter verliert und sich dann schwertut, neue Blatttriebe zu entwickeln. Und bei einem großen Baum wie unserem Walnussbaum sind die Blätter viel kleiner als sonst, zudem fallen jetzt schon, wo sie noch gar nicht richtig ausgewachsen sind, viele davon gleich wieder vom Baum und müssen ständig aus den Pflanzgefäßen herausgefischt werden, damit sie das Wachstum der Gemüsepflanzen nicht behindern. All das macht nicht gerade Mut für die Gartensaison. Wenn nicht die in diesem Sommer so wunderschön angewachsenen Sommerblumen wären, und meine bisher ganz ordentlich gediehenen Chilipflänzchen, müssten wir eigentlich missmutig in die nähere Gartenzukunft schauen.

Baumobst, Baumnutzen und familiäre Gesprächstradition

Die Obsternte dieses Jahres ist immer noch Gesprächsthema, v. a. mit Leuten, die regelmäßig selbst Baumobst verarbeiten, zu Kuchen oder Marmelade oder die es durch Einkochen haltbar machen. Bei solchen Gesprächen sind die Rollen klar verteilt: V. erzählt den Erlebnissen beim Anbau und der Ernte im Laufe des Jahres, was dieses Jahr Ertrag gebracht hat, wie die Qualität ausgefallen ist und wie viel aufgrund der Menge und minderen Qualität hängen bzw. liegen bleiben musste. Und die Gesprächspartner halten ihre eigenen Erfahrungen entgegen, z. B. wie lange sich die eingekochte Marmelade hält, ohne an Geschmack zu verlieren. Welche Marmeladensorten und z. B. Apfelsorten besonders wohlschmeckend sind, welche sich zum Kuchenbacken eigenen und wer innerhalb der Familie was davon gerne genießt oder auch gar kein Interesse hat. Dabei zeigen sich immer wieder ganz unterschiedliche Ansichten und Gewohnheiten. Aber eines wird auch erkennbar, dass nämlich die Nutzung von Baumobst für viele ein nicht zu vernachlässigendes Thema ist. Für die älteren wahrscheinlich noch mehr als für Jüngere. Aber obwohl ich selbst keine Obstliebhaber bin, ist durch die langjährige Thematisierung in der Familie und dem Bekanntenkreis tatsächlich auch für mich ein Thema daraus geworden, zu dem ich mich kenntnisreich äußeren kann, über die Eigenschaften der Bäume hinaus. Dennoch bleiben die Bäume das für mich eigentlich Interessante. Ihren Nutzen habe ich dabei weniger im Sinn.

Apfelernte und neues Kuchenrezept

Vermutlich, weil die Äpfel in diesem Jahr bei uns nach weitgehendem Ausfall der Zwetschgenernte und einer mäßigen Weintraubenernte üppig und reichlich gewachsen sind, hat V. darauf bestanden, einen Teil davon zu Kuchen zu verarbeiten. So hat sich M. schweren Mutes daran gemacht, zwei Apfelkuchen zu backen, nach einem neuen Rezept mit Mürbeteig, kleingeschnittenen Äpfeln, wenig Teig und mit viel Marzipan in der Füllmasse. Das Ergebnis ist ungewohnt, weil so wenig Teig daran ist, aber sehr wohlschmeckend. So werden wir dieses Rezept sicher noch einmal nutzen. Und der zweite Kuchen muss ohnehin zunächst eingefroren werden. Die restlichen Äpfel, gemischt mit Viezäpfeln, wird V. wohl zu Viez verarbeiten. Das wird noch eine ganze Weile in Anspruch nehmen, danach aber sollte dieses Erntekapitel für dieses Jahr auch beendet sein. Zuvor muss allerdings auch die Traubenmaische noch ausgekeltert werden, so dass der Jahresvorrat an selbst gemachtem Rotwein auch unter Dach und Fach sein wird.

Mit Blick auf die Herbstarbeiten

V. hat heute Äpfel und Birnen von unserer Streuobstwiese mitgebracht. Darauf ruhen jetzt die Hoffnungen, nachdem die Zwetschgenernte wohl weitgehend ausfällt, wegen der Wurmstichigkeit der Zwetschgen in diesem Jahr. Bei den Äpfeln und Birnen sieht das besser aus. Erfahrungsgemäß ist es bei denen aber ein Problem, dass sie allzu schnell faulen und immer wieder aussortiert werden müssen. Wir werden sehen, wie viel für den direkten Verzehr geeignet sind und wie lange sie gelagert werden können. Ansonsten könnten wir uns wiederum an einigen Kuchen versuchen, oder größere Erntevolumen später für Destillate verwenden. Schön ist, dass unser Walnussbaum im Garten dieses Jahr erstmals richtig viele Nüsse abwirft, von denen die meisten auch genießbar sein werden. Aber die Zeit dafür ist noch nicht ganz reif, auch wenn wir in den vergangenen Wochen schon einige sammeln und trocknen konnten. Bei allen Ernteüberlegungen bezüglich des Baumobst steht die Brennholzaktion weiterhin im Raum und wird sich voraussichtlich innerhalb der nächsten zwei Wochen auch umsetzen lassen. Wir diskutieren gerade aber noch, wie genau wir das durchführen sollen, und was im Zuge der Anhängernutzung sonst noch erledigt werden könnte. Typische Herbstarbeiten eben, die uns auch zeigen, dass der Sommer für dieses Jahr Vergangenheit ist.