Etwas Ruhe vor den kommenden Erntewochen

Aus dem Traditionsausflug nach R. ist heute leider nichts geworden, weil M. sich nicht in der Lage fühlte. Schade, wir hoffen, das im kommenden Jahr wieder realisieren zu können. Und für dieses Jahr habe ich den letzten Trödelmarkt der Saison Ende September schon ins Auge gefasst. Wenn M. sich dann besser fühlt, können wir das vielleicht als versöhnlichen Abschluss der diesjährigen Marktsaison wahrnehmen. Unser Baumalltag wird bis dahin noch mit den letzten Erntethemen und Ernteprojekten ausgefüllt sein: Weintrauben und Äpfel. Das wirklich letzte sind dann für mich die selbst herangezogenen Chilipflanzen, die über den heißen und lichtreichen Sommer so gut gediehen sind wie nie zuvor. Wenn alle Schoten, die aktuell an den zahlreichen Pflanz zu sehen sind, auch mindestens orange, am besten rot ausreifen, wird das eine gute Chiliernte. Und das Saatgut für nächstes Jahr ist dann auch gesichert. Ich bin ganz froh, dass ich mich diesmal auf die aussichtsreichen und funktionierenden Sorten konzentriert habe. Verschiedene Experimente mit ausgefallenen Chilisorten sind ja mehrfach gescheitert. Aber von den Glocken-Chilis, von Bhut Jolokia, Carolina Reaper und Habenero Red werde ich zumindest dieses Jahr nicht enttäuscht.

.

Zwei Bleche leckeren Pfirsichkuchen gebacken – noch schöner als im Vorjahr

Die jüngsten Baumobstvorhaben haben wir ziemlich plangemäß umgesetzt. V. hatte bis zum Abend seine Trauben vom Bienenhaus alle abgeerntet, so dass nur noch die wenigen rund ums Haus dazu kommen werden. Und ich habe schon am Vormittag die besten Pfirsiche gepflückt, sortiert, Schadstellen entfernt und halbiert. Am Nachmittag habe ich zwei große Bleche mit den Pfirsichen in Rührkuchenteig und mit Schmand-Eierlikör-Belag gebacken. Ursprünglich dachte ich, ich könnte sogar drei Bleche realisieren, aber die zwei letztlich gewonnenen Schüsseln mit Pfirsichhälften reichten tatsächlich genau aus für die zwei Bleche. Mehr wäre gar nicht möglich gewesen. Das deckt sich mit der Erfahrung der letzten Jahre. Da werden tatsächlich sehr viele Früchte benötigt. Das Ergebnis ist toll, genauso schmackhaft wie es von dem Rezept zu erwarten ist, aber noch etwas schöner anzusehen als in de Vorjahren, weil die Pfirsiche fast keine Flecken hatten. Die hässlichen Flecken auf der äußeren Pfirsichhaut hatten zwar keinen Einfluss auf den Geschmack, sahen aber nicht ganz so appetitlich aus. Diesmal sieht man tatsächlich nur „reine“ Pfirsichhaut, die kuppelartig aus der Eierlikör-Schmand-Masse herausragt. Vier randvoll mit den Kuchenstücken belegte Tortenböden konnte ich einfrieren. Und eine Portion für 4 Leute habe ich draußen gelassen, so dass wir sie morgen frisch genießen können.

.

Aktuelle Baumobstvorhaben: Rote Weintrauben und Pfirsiche

Die Weintrauben am Bienenhaus lassen V. – wie jedes Jahr um diese Zeit – keine Ruhe. Deshalb war heute den ganzen Tag über Weinlese an den dort gepflanzten Reben auf dem Programm. Und ebenfalls wie jedes Jahr wird es wohl noch zwei weitere Einsätze geben, bis die Trauben dort allesamt abgeerntet sind. Bei uns zuhause kommt als letzter Schritt dann der meist qualitativ höherwertige Rest, der aber einen geringeren Umfang hat. Baumobst ist auch für mich an diesem Wochenende Thema. Denn ich will morgen endlich die besten Pfirsiche pflücken und mindestens zwei Blechkuchen damit backen – die berühmten Eierlikör-Schmand-Kuchen. Und vielleicht werde ich noch ein drittes Blech anschließen, dann aber mit einem Obstbelag aus halbierten Nashi-Birnen. Die scheint V. schon abgeerntet zu haben. Aus denen sollte sich auch etwas Leckeres machen lassen. Im letzten Jahr hatte ich das Rezept erstmals auch mit Nashis statt mit Pfirsichen probiert und fand das Ergebnis interessant und eigentlich der Pfirsichvariante gleichwertig.

.

Schlussphase der Baumobstverarbeitungssaison

V. macht sich jetzt schon wieder Gedanken um die Weintrauben rund ums Haus, die nach so viel Sonne schon ziemlich früh erntereif sind. In früheren Jahren wäre das gar kein Thema gewesen. Früher haben wir aus dem Ereignis eine konzentrierte Aktion für die ganze Familie gemacht und den Großteil auch an einem Tag abgeschlossen, inklusive des Zurückschneidens der Weinreben. Aber heute fällt das V. zunehmend schwer, obwohl die Anzahl der zu lesenden roten Weintrauben nur noch einen Hauch gegenüber damals darstellt. Zu viele Stöcke sind teils aus Altersgründen, teils wegen der ungünstigen und extremen Witterung, in den letzten Jahren zugrunde gegangen. Und an den verbliebenen Stöcken sind die Trauben eher spärlich verteilt – jedenfalls im Vergleich zu früher. Deshalb werden von hier, rund ums Haus, wohl kaum mehr als 80 – 100 Liter zu erwarten sein. Zusammen mit dem Trauben vom anderen Standort, an dem es noch mehr Weintrauben gibt, wenn auch in schlechterer Qualität, könnten es dann am Ende doch über 200 Liter werden. Damit hat V. wenigstens seinen privaten Rotweinbedarf fürs ganze Jahr gedeckt. Hoffen wir nur, dass die Aktionen des Lesens und v. a. die Weiterverarbeitung in Drechsler und Kelter möglichst reibungslos realisierbar sein werden.

.

Vom vorhersehbaren, aber fragilen Reifen der Pfirsiche

Es ist interessant zu beobachten, dass sich die Erfahrungen mit dem Reifen der Pfirsiche aus den Vorjahren tatsächlich bestätigen. Ich hatte vorausgesagt, dass der vor einer Woche endlich zurückgekehrte Regen den Früchten einen Reifeschub verleihen würde. Das war dann tatsächlich auch so. Obwohl wir nun wirklich den sonnenreichsten und heißesten Sommer aller Zeit hinter uns haben, waren die Pfirsiche dennoch bis zuletzt noch grün und ziemlich klein ausgewachsen. Erst die wenigen Tagen Regen haben sie innerhalb einer Woche sehr schnell reifen lassen. Manche sind schon drüber und verfault, andere brauche noch einige Tage. Aber es sind auch welche darunter, die genau auf dem Punkt sind und eigentlich gepflückt werden müssten. Es ist eben auch ein zeitliches Problem, nachdem wir seit Wochen mit dem Baumobst beschäftigt sind. Aber für 2-3 große Bleche meines Rührteig-Eierlikör-Kuchens mit Pfirsichen sollte ich doch eine paar Schüsseln mit sehr schönen Exemplaren auswählen können. Die werden dann gehälftet und mit der flachen Seite in den Teig gedrückt, anschließend mit der Eierlikörsoße übergossen. Das ist eines der leckerste Baumobst-Kuchenrezepte, die mir in den letzten Jahren begegnet sind. Die Kombination mit Pfirsichen statt der im Rezept genannten Mischung aus Äpfeln und Zwetschgen ist allerdings meine persönliche Erfindung. Ich meine, mit Pfirsichen ist es noch deutlich stimmiger.

Obstkuchenvorhaben inklusive neuer Kreationen

Die Pfirsiche an dem kleinen Baum im Garten reifen jetzt erkennbar aus. Viele von ihnen haben schon eine gelbliche Farbe angenommen, sind beim Drucktest aber noch fest und insofern noch nicht erntereif. Ich denke, nach dem Regennachschub der letzten Tage und mit Aussicht auf eine Rückkehr der Sonne ist die Vollreife zumindest in greifbarer Nähe. Und damit bestehen auch gute Aussichten, auch dieses Jahr wieder einen meiner Lieblingskuchenrezepte umzusetzen, nämlich das mit der Eierlikörsoße über Pfirsichhälften, die in einen Rührteig gesetzt wurden, alles auf ein großes quadratisches Backblech verteilt. In der Regel werden das mehrere solche großen Blechkuchen, die ich in schmale Abschnitte teile und einfriere. Das ganze Jahr über freuen wir uns dann auf diese Kuchenspezialität, die zu allen Jahreszeiten passend scheint. V. hat außerdem ein neues Rezept gefunden, ein Käsekuchen mit Fruchtspiegel, für den wir neben dem eigentlich vorgesehenen Pflaumenmus evtl. unsere Mirabellenmarmelade vom Vorjahr oder die Maulbeermarmelade ebenfalls vom Vorjahr verwenden könnten. Das wäre dann eine etwas andere Art der Verwendung unserer Baumfrüchte.

Endphase der Baumobsternte und Pflege der Streuobstwiesenkultur

Zum meteorologischen Ende des Sommers wird medial viel über die Rekord-Hitze dieser Saison gesprochen. Und gleichzeitig ist der Herbst mit seinen Vorzeichen unübersehbar. Denn was wir so lange vermisst haben, Regen und beruhigende Wolken, sind jetzt auf einmal massiv über den Tag verteilt präsent. Unter anderem sind unsere Regenwasserreservoirs wieder aufgefüllt und wir können uns seit Langem mal wieder das Gießen ersparen. Auch bezüglich der Baumobsternte sind wir ziemlich fortgeschritten, nachdem V. heute noch die letzten Zwetschgen zu Zwetschgenkraut verarbeitet hat. Jetzt stehen nur noch die Pfirsiche, die Weintrauben und später die Äpfel und Birnen auf dem Plan. Aber ich denke, der ganz große Höhepunkt ist tatsächlich schon überschritten. Wieder ein bisschen übertrieben und zu viel. Aber das ist uns die landwirtschaftliche Traditionspflege und überhaupt das Hochhalten der regionaltypischen Streuobstwiesenkultur eben Wert.

Mirabellen, Zwetschgen, Chilis – gute Erträge in diesem Jahr

So ganz kann V. das Baumobst-Thema nicht ablegen, obwohl die Beschäftigung damit zunehmend große körperliche Hürden darstellt. Aber sobald eine der Arte auf unserer Streuobstwiese eine gute Fruchtsaison hinter sich hat, kommt der Drang, die Früchte auch einzusammeln und sie weiterzuverarbeiten. Bei den Zwetschgen war es eigentlich in diesem Jahr so, dass wir nicht mehr mit einem Ertrag gerechnet hatten, weil vor einigen Wochen noch nichts davon zu sehe war. Jetzt aber ist der Ertrag an fruchtreifen Zwetschgen doch gut, so dass V. sich gedrängt fühlte, ein paar Eimer davon zu pflücken. Außerdem auch noch einen kleinen Eimer der letzten Mirabellen, die jetzt ebenfalls schon zu Ganzfrucht-Marmelade verkocht sind – was ich durchaus begrüße. Mit den Zwetschgen werden wir wohl teilweise Kuchen backen, natürlich wieder meine Aufgabe, und teilweise werden wir sie zu Zwetschgenkraut, diese besonders aromatische Marmelade, verkochen. Das ist auch schon Jahre nicht mehr vorgekommen. Also wird das am Ende doch noch ein gutes Baumobstjahr. Und sicher auch ein gutes Jahr für meine Chilipflanzungen, die jetzt schon viele Schoten zeigen, von denen die ersten schon ganz rot ausgereift sind. Bei den meisten steht dieser Reifeprozess aber jetzt noch bevor.

Auflockernde Baum-Themen

Unsere diesjährigen Baumobsternte, speziell die Mirabellen und Zwetschgen, waren heute sogar Thema beim Besuch in der Praxis von Dr. L. In der Region gibt’s eben noch viele, die sich für diese Themen interessieren und dazu auch etwas Aktuelles sagen können. Natürlich hatte es auch damit zu tun, dass Dr. L ungefähr mein Alter hat, die ganz Jungen haben möglicherweise den Bezug schon verloren. Aber das frische Mirabellen-Hefekuchen und Mirabellenmarmelade mit ganzen Früchten regionaltypisch und lecker sind, dass wissen schon viele der Alteingesessenen. Und es hat auch etwas Auflockerndes, wenn man solche geteilten Erfahrungen in weniger erfreuliche Gespräche einflechten kann.

Regen bringt die Pfirsiche endlich zum Reifen

Endlich Regen. Wirklich geschüttet hat es zwar auch heute nicht, aber durchgängig leicht geregnet, so dass unser Springbrunnenbecken, das als Zwischenspeicher fungiert, sich zumindest zu 2/3 füllen konnte. Damit war es möglich, den Regenwassertank, aus dem ich das Gießwasser abzapfe, wieder fast vollständig nachzufüllen. Und an diesem und dem Vortag war es wegen des bedeckten Himmels und heute auch des Regens auch nicht notwendig, überhaupt zu gießen, was wiederum Wasser gespart hat. Ich hoffe jetzt, dass die Baumfrüchte, die auch etwas mehr Wasser benötigen, auch noch ausreifen werden. Bin sehr zuversichtlich, dass vor allem die Pfirsiche davon profitieren werden. Und dann ist auch der Pfirsichkuchen auf dem großen Backblech angesagt. Mal sehen, vielleicht ja schon an diesem Wochenende. Gut, dass wir den Pfirsichbaum im Frühjahr stark zurückgeschnitten haben. So konnten sich die Früchte in der Kronenmitte konzentrieren und dort auch eine gewisse Dicke erreichen. Das war im Vorjahr einfach zu viel und zu verzweigt, wodurch wir die meisten Pfirsiche gar nicht ernten konnten, bevor sie am Baum verfault waren.

Gutes Jahr für Gehölzfrüchte und für wärmeliebendes Gemüse

Die um zehn Grad gesenkten Temperaturen sind nach der extremen Dauerhitze ein Segen. Und immerhin hat es auch für einige Minuten ein wenig geregnet. Allerdings nicht so ergiebig, dass ich unserem Wasser-Vorratsbecken irgendein Pegelstandunterschied festzustellen wäre. So bleibt der Regenwasservorrat eine Zitterpartie. Lange kann er nicht mehr reichen, und dann müssten wir entweder die Pumpe noch einmal anwerfen, um die letzten Reserven aus dem großen Eisentank zu holen, oder ein wirklich ergiebiger Regen müsste Abhilfe schaffen. Heute Abend wird das Gießwasser hoffentlich noch ausreichend sein. Trotz der langen Hitze kommen jetzt eigentliche alle Gehölzfrüchte in Fahrt. Zum Beispiel unsere roten Weintrauben, die auf einmal alle schon blau gefärbt sind und auch genügend Süße haben dürften, bei so viel Sonne. Natürlich fehlt es auch denen an Flüssigkeit, weswegen die Beeren recht klein ausgefallen sind. Aber eine qualitativ hochwertige Ernte kann bei den Weinreben wohl erwartet werden. Ich warte außerdem auf die Reife der Pfirsiche, die nach etwas mehr Regen eigentlich ebenfalls dicker und reifer werden sollten. Und auf die Nashis, die ich ebenfalls gerne im Kuchen verarbeite. Besonders erfreulich ist in diesem Sommer der Entwicklungsstand der Chilis. So viele schon groß gewachsene Schoten zu dieser Zeit habe ich bisher noch nie erlebt. Auch die werden sich wohl bald verfärben und ihre jetzt noch grüne Farbe erst in Gelb, dann in Orange und schließlich in Rot umwandeln. Meist vollzieht sich dieser Farbwandel recht schnell.

Es sind gleich 10 neue Mirabellenkuchen geworden

Wer A sagt, muss auch B sagen. So habe ich den ganzen Sonntag damit verbracht, die gestern gepflückten Mirabellen in Blechkuchen zu verwandeln. Immerhin, V. hat alle Früchte entkernt und in noch zusammenhängende Doppelhälften geteilt. Das war schon etwas wert. Und ohne diese Zuarbeit wäre es auch nicht möglich gewesen, an einem Tag gleich 10 Blechkuchen zuzubereiten und zu backen. Sogar eingefroren habe ich bis zum Abend schon alle. Aus einem größeren Hefeteig sind 7 runde Blechkuchen hervorgegangen. Und da V. viel zu viele Früchte entkernt hatte, sah ich mich gezwungen, noch weitere Teige anzuschließen. Das sind dann noch einmal 3 Bleche mit Ölquarkteig geworden, mit dem ich ja vor einer Woche schon einmal zwei Mirabellenkuchen gebacken hatte. Das sind zusammen also 12 neue Mirabellenkuchen – für jeden Monat des kommenden Jahres können wir einen aus der Gefriertruhe nehmen. Genauer gesagt sind es sogar 14 eingefrorene, denn 2 vom Vorjahr sind immer noch vorrätig, einen weiteren habe ich heute herausgenommen, den werden wir in den nächsten Tagen verzehren. Ich schätze, das werden nicht die letzten Kuchen mit eigenem Baumobst gewesen sein. Sicher werden noch Zwetschgen, Nashi-Birnen, Pfirsiche und später Äpfel folgen. Aber dafür muss ich wieder Platz im Gefrierschrank freimachen. Vor der heutigen tagesfüllenden Kuchenaktion habe ich die seltene Gelegenheit genutzt, neue Flächenfotos von den frisch gepflückten Mirabellen zu machen. Die Früchte sind dieses Jahr so wunderbar rosig und farbenfroh ausgereift, dass ich die sonnensatt-fruchtige Anmutung einfach festhalten musste. Das ist eines der neuen „Schüttbilder“ der frisch gepflückten Mirabellen:

Erfreulich viele Mirabellen in guter Qualität gepflückt

Wegen der drückenden Hitze war es V. eigentlich heute Abend zu viel, hätte die Aktion lieber auf die frühen Morgenstunden morgen gelegt. Aber ich hatte den Eindruck, dass das Klima gegen Abend erträglicher wurde, auch weil Wind aufkam, der für etwas Abkühlung sorgte. Und so sind wir dann doch noch aufgebrochen, um endlich die Mirabellen zu pflücken. V. hatte ja vor 10 Tagen schon einen Eimer gepflückt, den ich zu den ersten zwei Mirabellenkuchen dieser Saison weiterverarbeitet hatte. Und jetzt war einfach der richtige Zeitpunkt gekommen, die Mirabellen waren endlich richtig ausgereift, nicht nur mit schönen rot-gelb-rosa Bäckchen versehen, sondern auch jetzt mit weicherem Fruchtfleisch und süßer. So sollen sie eigentlich sein, so dass ich für die nächsten Kuchen, die ich sicherlich morgen backen werde, mit einem noch besseren Geschmack rechne. Es ist erstaunlich, wie viele reife Früchte die 3 noch relativ jungen Mirabellenbäumchen inzwischen jedes Jahr tragen. Da haben die ca. 21/2 Stunden, die ich am Abend investiert habe, überwiegend in gewagter Position auf der Leiter, um an die oberen Äste heranzureichen, noch nicht einmal ausgereicht, um wirklich alles abzuernten. Einige Mirabellen an den ganz besonders schlecht erreichbaren Kronenästen konnte ich dann doch nicht abpflücken. Da wir aber annähernd eine ganze Bütte Früchte zusammentragen konnten in dieser kurzen Zeit, waren wir am Ende voll und ganz zufrieden. Ich denke auch nicht, dass ich für die Mirabellen erneut aufbrechen werde. Denn es sind ja noch andere Früchte bald erntereif, als nächstes die Zwetschgen, direkt neben den Mirabellenbäumen, die heute noch nicht ganz ihre Vollreife aufweisen konnten. Vielleicht sind die ja nächste Woche so weit. Später kommen dann noch die Pfirsiche im eigenen Garten, die Nashi-Birnen und deutlich später noch die Äpfel und Birnen. Da wird es noch einiges zu tun geben. Ein wenig überraschend, denn nach dem enorm guten Baumobstjahr 2025 hatten wir damit eigentlich nicht gerechnet. Gewöhnlich wechseln sich ertragreiche und durchschnittliche oder gar schlechte Obstjahre ab. Diesmal sind die meisten Obstsorten aber auch in diesem Jahr recht ertragreich gewesen.

Dieses Jahr werden die Maulbeeren tatsächlich nicht mehr reif

V. habe ich am Vormittag zum Bienenhaus begleitet, um dort die Tränke außen für die Bienen mit Regenwasser aufzufüllen. Das war in einer Tonne zwar gesammelt worden, aber geregnet hat es ja schon lange nicht mehr, so dass die umfunktionierte Kelter ausgetrocknet war. Mit mindestens fünf Gießkannen Regenwasser aufgefüllt sollte der Trinkvorrat für die zwei Bienenvölker jetzt eine gute Zeit wieder ausreichend sein. Natürlich habe ich bei der Gelegenheit erneut einen Blick in die Krone des Maulbeerbaums geworfen -nur um feststellen zu müssen, dass sich tatsächlich seit mindestens 6 Wochen dort nichts verändert hat. Die wenigen Maulbeerfrüchte, die zu sehen sind, sind immer noch in unterschiedlich unreifem Zustand, gerade so, als wenn sie eingefroren worden wären. Ganz seltsam, denn wir hatten ja jetzt super Hochsommerwetter, was normalerweise die Zuckerproduktion des Baums anstoßen sollte. Dass sich in diesem Jahr gar nichts weiterbewegt, kann ich nicht erklären. Dass es allein an der Trockenheit liegen sollte, leuchtet mir nicht wirklich ein, denn zwischendurch gab es ja doch heftige Gewitterregen. Aber auch die hatten keinerlei Einfluss. Die Maulbeerenernte 2026 kann ich deshalb komplett abhaken und auf ein fruchtreicheres nächstes Jahr hoffen.

Wechselhafte Baumobstaussichten für dieses Jahr

Man kann jetzt wohl schon sagen, dass dieses Jahr 2026 nicht zu den besten Baumobstjahren gehören wird. Es ist bei fast allen Obstsorten schon vorhersehbar, dass die Ernte weniger reichhaltig als im Vorjahr ausfallen und in einigen Fällen auch ganz ausbleiben wird. Bei den Maulbeeren haben wir das ja schon vor Wochen beobachtet, denn seitdem die ersten Maulbeeren in unterschiedlichen Reifegraden, aber überwiegend noch grün, weiß oder blass-rot zu sehen waren, hat sich so gut wie nichts weiterentwickelt. So als ob die Früchte partout nicht ausreifen wollten. Eine Vermutung: Dass diese Art doch neben moderater Wärme auch ziemlich viel Niederschlag und Wasserzufuhr benötigt. Der ist von einzelnen Schauern und Gewitterregen abgesehen aber ausgeblieben. Kann sein, dass der Maulbeerbaum im Besonderen sich daran gestört hat. Aber bei anderen Arten ist es ähnlich. Unsere Pfirsiche kommen zwar, sind auch schon klein und grün in mitteldichter Verteilung zu sehen. Aber der ausgebliebene Regen ist eben die Erklärung für ihr zögerliches Ausreifen und die bisher geringe Größe. Da müssten noch einige Wochen mit nicht zu großer Wärme, viel Sonne und zusätzlich ausgiebigem Regen kommen, wenn wir eine noch zufriedenstellende Pfirsichernte erwarten sollen. Bei den Äpfeln, Birnen und Zwetschgen wage ich noch keine Prognose, Die habe ich mir noch nicht angesehen, aber damit hat es ohnehin noch Zeit. Interessanter und naheliegender sind da schon die Mirabellen. V. sagte vor 10 Tagen, dass sie noch ca. 2 Wochen benötigen. Wir werden sie in den nächsten Wochen noch einmal inspizieren müssen und werden dann entscheiden, ob eine erste Pflückung Sinn macht. Denn richtig reif und süß müssen sie schon sein, wenn daraus ein schmackhafter Hefe-Mirabellenkuchen werden soll. Beziehungsweise eine ganze Reihe solche Kuchen, die wir traditionell einfrieren und dann übers ganze Jahr sukzessive verspeisen.

Auf der Suche nach dem Erfolgsrezept der schwarzen Maulbeere

Eigentlich wollte ich heute wieder nach den Maulbeeren sehen, weil ich davon ausgegangen war, dass sie zwei Wochen nach der ersten Sichtung halbreifer Beeren jetzt doch endlich einmal eine erste Ernte möglich machen sollten. Aber V. hat mir gestern schon mitgeteilt, dass sich tatsächlich nichts mehr getan hat. Die Reifung der Maulbeeren steht tatsächlich seit über zwei Wochen still und es sind auch keine neuen hinzugekommen, das vollständige Ausblieben in einer Hälfte der Krone inklusive. Das entspricht genau meiner eigenen Beobachtung. Das ist irritierend und unverständlich und natürlich sehr enttäuschend. Ich dachte eigentlich, das richtige Maß und den passenden Zeitpunkt für den Rückschnitt weit vor Beginn des Knospens ausfindig gemacht zu haben. Auch bin ich dabei wieder sehr sorgfältig und behutsam vorgegangen. Aber das allein scheint es nicht zu sein. Es muss noch weitere Einflussfaktoren geben, die den Fruchterfolg des Maulbeerbaums beeinflussen. Ein komplizierte und für mich noch nicht durchschaubare botanische Besonderheit. Vielleicht gelingt es mir zu Lebzeiten ja noch, das Geheimnis des Maulbeerbaums und das Erfolgsrezept der schwarzen Maulbeeren zu lüften.

Vom Hegen und Pflegen des Maulbeerbaums

Der Sommer könnte jetzt doch noch in eine angenehme Phase übergehen. Maximal 30 Grad bei ziemlich durchgehendem Sonnenschein und etwas Wind sind schon sehr gute Voraussetzungen dafür. Und wesentlich angenehmer als vieles, was wir zuletzt erlebt haben. Das moderat warme und helle Hochsommerwetter sollte nun auch dem Maulbeerbaum guttun. Und die Maulbeeren hoffentlich zur Reife bringen. Ich werde das am Samstag noch einmal in Augenschein nehmen und dann vielleicht den ersten kleine Eimer der Früchte abpflücken. Einige abgestorbene Äste, ausgerechnet einige der tiefliegenden und weit herunterreichenden, werde ich außerdem absägen müssen. Das Pflücken wird auch deshalb wohl mühsamer werden als im Vorjahr. Und auch nicht so ergiebig. Aber eine zumindest kleinere Menge neuer Marmeladengläser würde ich mir nach dem Hegen und Pflegen des Maulbeerbaums doch auch in diesem Jahr wünschen.

Günstige Bedingungen für gute Maulbeerenernte sind ein Rätsel

Gestern war es mir einfach noch zu heiß, aber heute Vormittag habe ich es dann doch gewagt, nach einer Woche dem Bienenhaus und meinen Maulbeerbaum einen Besuch abzustatten. Eigentlich mit dem Vorhaben, endlich das erste Eimerchen Maulbeeren abzupflücken. Dafür hatte ich extra noch eine Stehleiter von zuhause mitgenommen, die fürs erste geeigneter ist als die lange Ausziehleiter. Zu meiner großen Überraschung hat sich bei den Maulbeeren seit der vorangehenden Woche überhaupt nichts verändert. Immer noch sind die vorhandenen Früchte grün, weiß oder vereinzelt schon hellrot ausgefärbt. Aber reife, d. h. bei dieser Sorte schwarze waren überhaupt nicht dabei. Es scheint, dass das Hitzeklima dem Baum wider Erwarten keinen Anschub gegeben hat. Ganz anders, als ich erwartet hatte. Bei so viel Sonne, sollte die Zuckerproduktion doch auf Hochtouren laufen und die Früchte schneller reif werden. Aber es hat sich gar nichts verändert. Leider auch an der Zahl der Früchte nicht. Teile der Krone scheinen auf den ersten Blick fast frei von Früchten, und bei anderen sind sie zwar von Nahem betrachtet gewachsen, aber eben ziemlich spärlich verteilt und noch nicht ausgereift. Im Vorjahr konnte ich fast täglich neue Beeren pflücken, wobei die ganze Ernte schon im Juni abgeschlossen werden konnte. Und jetzt sind die Maulbeeren Ende Juni noch gar nicht erntereif. Das soll jemand verstehen. Ich hoffe, irgendwann hinter das Geheimnis dieser Baumart zu kommen und zu verstehen, welche Bedingungen für eine reiche Ernte förderlich sind.

Bio-Wetter-Leiden und eine Wiederholung des Baumobstvorjahrs

Anders als angekündigt kam auch heute der Sommer nicht wieder von seiner angenehmen Seite zum Vorschein. Stattdessen herrschte eine Mischung aus Kühle am Vormittag und drückender Schwüle zum Abend hin. Und relativ wenig Sonne, wegen der ziemlich dichten Wolkendecke. Und setzt sich das Bio-Pflanzen-Wachstumswetter fort, während wir Menschen eher leiden uns den trockeneren, weniger extremen Sommer zurückwünschen. Immerhin ist beim Baumobst mit den Kirschen schon die erste Art zur Reife gelangt. An unserem noch kleinen Kirschbaum konnten wir etwas ernten, nach einer weiteren Pflückung sollte der dann aber auch schon abgeerntet sein. Was als Nächstes kommt, ist schwer vorherzusagen. Vielleicht die Pfirsiche, die Nashis, dann die Mirabellen, dann die Zwetschgen, später die Äpfel. Es ist nicht auszuschließen, dass das ein wiederum gutes Baumobstjahr wird. Die Anzeichen stehen für eine Wiederholung des Vorjahres, nur vielleicht nicht ganz so ausgeprägt.

Zwei ertragreiche Baumobstjahre in Folge?

Es geht trotz der kühlen Luft erkennbar wieder zurück in Richtung Hochsommer. Heute hatten wir einen eigentlich strahlenden Sonnentag, der nur dadurch holprig verlief, dass der Himmel voller vorbeiziehender dicker Wolken hing, die das Sonnenlicht nur durch ihre Lücken ließ. Das ist dann aber besonders intensiv strahlend. Immerhin macht das Hoffnung auf ein Ende dieses frostigen und nassen Intermezzos. Unsere Weinreben entwickeln sich in diesen etwas feuchten und lichten Tagen hervorragend und haben jetzt schon üppigere Blätter als i Vorjahr ausgebildet. Auch erkennt man schon die Trauben selbst, die noch ganz kleine und grüne Beeren tragen. Aber die Dichte und Anzahl, die jetzt schon erkennbar ist, lässt eine recht ertragreiches Weinjahr erwarten. Über die Qualität ist damit natürlich noch nichts gesagt und das lässt sich auch so früh ganz schlecht voraussagen. Aber vieles spricht dafür, dass wir nach dem ungewöhnlichen Baumobstjahr 2025 erneut eine gute Obsternte erwarten können. Zweimal in Folge wäre das allerdings sehr ungewöhnlich.

Ungewohnt ausgeprägte Schwerpunkte in diesem Jahr

Nachdem V. in einer Fernsehsendung das Rezept eines leckeren Apfel-Schmand-Kuchens gesehen hat, soll es am Wochenende wohl ein weiteres Kuchenbacken geben. Natürlich sollen M. und ich das realisieren, nur dass wir von Apfelkuchen nicht ganz so begeistert sind. Ich habe jedenfalls einige interessant klingende Rezepte herausgesucht, von denen wir wohl eines versuchen werden. Noch eine Premiere: Noch nie zuvor hatten wir derart viel mit der Baumobsternte zu tun gehabt. Und jetzt kommt auch noch ein ungewohnter Eifer beim Kuchenbacken hinzu. Ich denke, wir müssen diese Tätigkeiten langsam reduzieren, weil es doch zu viel wird und all das andere Wichtige eben auch seine Zeit und seinen Raum beansprucht.

Langfristig sinnhafte Familientradition

Angefüllt mit überwiegend technischen Aufgaben war dieser Tag, mit kreativen und herausfordernden wie auch mit Routineaufgaben. Und zwischendurch hat V. wieder meine Hilfe benötigt, da diese fast schon landwirtschaftlich anmutenden Aktivitäten körperlich zu anstrengend geworden sind. Andererseits stecken da viele bis in die Kindheit zurückreichende Prägungen dahinter, ohne die solche Tätigkeiten und Erwartungen eigentlich nicht zu erklären sind. Natürlich weiß ich das und mache es möglich, wann immer es noch mit meiner eigentlichen ganz anders ausgerichteten Arbeit vereinbar ist. So hat mich diese Bitte zwischen all der Technik doch wieder für 1,5 Stunden mit der Obsternte, den ersten sammelbaren Walnüssen und der Abwicklung der letzten Viezproduktion in Kontakt gebracht. Manchmal schwierig, mitten in der Arbeit solche Wechsel hinzukriegen, aber am Ende doch eine Möglichkeit, den Kopf zwischendurch freizumachen. So hat, auch biographisch gesehen, solch eine Familientradition ihren übergeordneten und längerfristig wirksamen Sinn.

Vielleicht etwas zu viel von einem Thema

Nachdem die eigenen Äpfel und Birnen alle gepflückt und nach Hause gebracht sind, ist V. nicht mehr zu bremsen. Es geht wie jedes Jahr um diese Zeit um das Mixen und Keltern der Äpfel, um daraus Viez zu machen. Den trinkt bei uns keiner aus V., aber alle sind immer wieder in diese Verarbeitungsaktion eingebunden. Und das ist recht viel Aufwand, gerade weil die Baumobsternte dieses Jahr so üppig ausgefallen war. Abgeschlossen ist das noch nicht, zumal die hier bei uns gelesenen Weintrauben noch in der Maische ruhe und dann ebenfalls gekeltert werden müssen, das Einkellern des Viez noch aussteht und danach die zweite Charge Weintrauben von dem Grundstück außerhalb noch zu lesen und weiterzuverarbeiten ist. Das ist dann meist der Schlusspunkt der Baumobstaktivität des Jahres. So viel wie in diesem Sommer und Frühherbst hatten wir, soweit ich es erinnere, noch nie mit dem Thema zu tun. Gerade auch die ganzen Kuchen, von denen M. und V. sich heute wieder sehr angetan gezeigt haben. Nach meinem Gefühl aber ist es doch etwas überzogen ausgefallen. Gut, dass nicht jedes Jahr ein gutes Obstjahr ist.t.

Noch eine intensiver Baumobst-Tag

Das war wieder einer dieser sehr arbeitsintensiven Samstage. Immerhin habe ich es geschafft, die Projektarbeit auf ein geringes Maß zu reduzieren. Nach den anstrengenden und langen Tagen mit viel Technik und komplizierten Entwicklungen war das erholsam, wenn auch körperlich natürlich anstrengender. Jedenfalls war V. froh, dass ich bei den Weintrauben und auch bei der Nashi-Ernte behilflich sein konnte, auch beim Zusammentragen des Grünschnitts, dem Häckseln und vielem mehr. Und dann habe ich das Vorhaben eben doch wahr gemacht, zum dritten Mal für diese Saison zwei Bleche nach meinem aktuellen Lieblingsobstkuchenrezept zu backen. Da zu meiner Überraschung aber gar keine Pfirsiche mehr zu pflücken waren – die letzten waren alle teilweise oder vollständig schon verfault und nicht mehr verwertbar – habe ich auf die eigenen Äpfel und auf die Nashi-Birnen zurückgegriffen. Die in diesem Kuchen zu verarbeiten macht nur mehr Aufwand, wegen des Schälens, als es bei den Pfirsichen der Fall war. Aber diese letzte Gelegenheit wollte ich eben nutzen, bevor die Baumobstsaison endgültig abgeschlossen ist. Zu unserer Überraschung haben wir festgestellt, dass die Nashi-Variante eigentlich die bessere ist. Mit Äpfeln ist das Rezept nicht ganz so überzeugend. Aber die nicht sehr süßen und dafür aber sehr saftigen Nashis sind wirklich gut geeignet, weil die Frucht durch das Backen nur etwas fester wird, die Flüssigkeit aber in sich verschlossen hält. Das ergibt optisch schöne Kuchenabschnitte und die Konsistenz ergänzt sich gut zu dem Rührteigkuchen mit dem Schmand-Eierlikör-Überzug.

Jahreszeitlich herausfordernde Tage

Die arbeitsintensiven, eher unkommunikativen und jahreszeitlich herausfordernden Tage gehen zurzeit in Serie. Auch heute haben wir einen solchen erlebt. V. hat den Tag über die reifen Weintrauben hinterm Haus zurückgeschnitten und gelesen, zum größten Teil jedenfalls, und will daraus in den nächsten Tagen einen Rotweinvorrat fürs kommende Jahr in die Wege leiten. Morgen werde ich wohl noch einiges an Grünzeug vom Rückschnitt entsorgen und alles sauber machen müssen. Und einige Pfirsiche hängen auch noch an dem in diesem Jahr so üppig fruchtenden Baum. Vielleicht werde ich nochmal zwei Blechkuchen damit backen. Dann wäre es aber mit dem Kapitel der Kuchenproduktion für dieses Jahr für mich genug. Überhaupt kann ich mich nicht erinnern, dass dieses spezielle Thema einen so großen Raum schon einmal eingenommen hätte.

Baumobstintensiver Samstag

Jetzt trägt der Pfirsichbaum nur noch wenige Früchte, erst nachdem V. noch einmal drei Eimer gepflückt hatte, aus denen gestern schon Marmelade entstanden ist. Und heute kamen noch einmal zwei Eimer hinzu, die ich auf zwei große Kuchenbleche verteilt habe. Noch einmal zwei Bleche des sagenhaften Pfirsich-Eierlikör-Rührkuchens, den ich am Nachmittag größtenteils in kleineren Portionen eingefroren habe. Damit haben wir einen wirklich ungewöhnlich großen Obstkuchenvorrat angesammelt, der uns die nächsten 12 Monate zahlreiche Gelegenheit geben wird, an die spätsommerliche, in diesem Jahr so üppige Obsternte erinnert zu werden. Zu allem Überfluss hat Frau H. uns am Vormittag ebenfalls noch einen Kuchen vorbeigebracht, mit Sauerkirschen, Rührteig und Creme sowie einem Rotkäppchen-Spiegel. Toll, so haben wir an dem selbst gebackenen noch deutlich länger. Auch Birnen von den eigenen Bäumen gibts in dieser Saison so viele, dass wir sie teilweise an Bekannte verschenken. Ansonsten stehen für die Obsternte eigentlich nur noch die Äpfel auf dem Programm. Aber auf die stehen zumindest M. und ich nicht ganz wie auf anderes Baumobst.

Jetzt reift alles gleichzeitig aus

Auch heute wieder: Pfirsiche, Nashis, Zwetschgen, Äpfel und Birnen. V. hat die noch übriggebliebenen Zwetschgen sowie je einen Eimer Äpfel und Birnen auf der Streuobstwiese in F. gepflückt bzw. aufgesammelt und mitgebracht. Die Nashis sind in diesem Jahr so zahlreich und jetzt auch schon reif, dass sie scharenweise vom Baum fallen. Auch die wird V. in den nächsten Tagen ernten müssen, damit sie noch gut verwertbar bleiben. Und die Pfirsiche unseres kleinen Gartenbaums haben seit meinem letzten Pflücken vor ein paar Tage noch einmal an Reife gewonnen, so dass ich am Abend noch einen Eimer mit ziemlich ausgereiften Exemplaren pflücken konnte. Ich schätze, ich werde bis zum Wochenende doch noch einmal zwei Bleche backen müssen, auf denen die Pfirsiche bevorzugt zum Einsatz kommen. Das Rezept hat jedenfalls verbreitet Anklang gefunden. Da macht es Sinn, die Aktion zu wiederholen, umso mehr eingefrorene Obstkuchenvorräte können wir anlegen.

Einfach ein gutes Pfirsichkuchen-Rezept

Den seit Tagen geplanten Pfirsichkuchen habe ich heute gebacken. Die nötige Zahl reifer Pfirsiche hatte ich an den Vortagen schon gepflückt. Dabei hat sich herausgestellt, dass ich die Menge ganz richtig eingeschätzt hatte. Es sind nur wenige übrige geblieben, nachdem ich die Hälften auf den Teig der 2 großen Kuchenbleche verteilt hatte. Das ist auch optisch ganz hübsch, mit den konkaven Flächen nach oben und der Schmand-Eierlikör-Füllung, die zwischen Pfirsich-Hubbeln herum gegossen wird und im Ofen dann später stockt. Geschmacklich ist das sehr stimmig, obwohl das Rezept des Rührteigs, der auf ein Blechausgestrichen und dann mit den Früchtehälften belegt wird, eigentlich für eine Mischung aus Äpfeln und Zwetschgen ausgelegt ist. Ich hatte es aber schon vor einigen Jahren auf Pfirsichbelag umgemünzt und finde, dass das noch viel besser passt – optisch und erst recht geschmacklich. Zwei Blech sind natürlich zu viel auf einmal. Deshalb werde ich den größeren Teil, in portionierte Stück geschnitten einfrieren, so dass wir mindestens noch dreimal in den Genuss des leckeren Pfirsichkuchens kommen werden. Bevorzugt in deiner Jahreszeit, in der man normalerweise nicht mehr an Pfirsiche oder Obsternte denkt.

Dominante Gartenbäume und kühlender Baumschatten

Sehr schön, jetzt kommt der Sommer doch noch mal kräftig zurück. Bezeichnend für diesen August ist aber, dass trotz der jetzt zurückgekehrten Wärme oder Hitze die Temperaturen nicht so belastend wirken wie noch im Juni. Da liegt schon etwas vom Herbst in der Luft. Ganz gut, weil es dann bei der Hitze nicht so anstrengend wird. Dass unsere Gartenbäume inzwischen so dicht beieinanderstehen und sich ihre Kronen vielfach schon berühren, ist bei solchem Wetter natürlich ein Segen. In vielen anderen Hinsichten ist es eher ein Hindernis, da der Schatten die Möglichkeiten stark einschränkt, Blumen, Stauden und Kräuter zu pflanzen. An Sonnenblumen z. B. ist schon seit Jahren nicht mehr zu denken. Die finden einfach keine Lücke mehr, in die sie ihre Köpfe recken können. Aber so habe die Bäume eine größere Dominanz entwickelt und beschenken uns in Jahren wie diesen auch reichlich mit Früchten – und eben mit Schatten wie in diesen Tagen. V. hatte heute ein ernüchterndes Erlebnis, da ich zufällig initiiert habe. Das gerade nach drei Arbeitstage abgeschlossene Einkochen der Maulbeermarmelade war missglückt, da sie nicht steif genug wurde. Möglicherweise ein Resultat der veränderten Konsistenz der Früchte nach dem Einfrieren. Jetzt muss die Sache wiederholt werden, um mit längerem Einkochen die Flüssigkeit zu reduzieren. Ein Test dazu ist schon geschafft. Aber natürlich ist es ärgerlich, den größeren Aufwand einer Wiederholung auf sich zu nehmen.

Der neue Vorrat Maulbeermarmelade

V. hat den größten Teil der eingefrorenen Maulbeeren schon zu Marmelade verkocht. Aber mindestens ein Drittel ist noch zu verarbeiten, was vermutlich morgen abgeschlossen werden kann. Dann werden wir einen ordentlichen neuen Vorrat an der Marmelade haben. Nicht ganz so viel, wie V. zuvor angenommen hatte. Aber doch wirklich viele. Ich freue mich sehr, das dürfte mindestens zwei Jahr ausreichen und damit einen möglichen Ernteausfall im kommenden Jahr kompensieren können. Aber natürlich hoffe ich, dass der Baum künftig mehr Konstanz zeigt und vielleicht auch durch das Alter und den Umfang des Stamms widerstandsfähiger geworden ist. Jedenfalls wäre es toll, wenn wir jedes Jahr Maulbeeren pflücken könnten. Das ist schon eine Art Erlebnis, das einen gewissen jahreszeitlichen Gewinn für uns alle darstellt.

Folgende Baumobstvorhaben

Das Mirabellenthema sollte für dieses Jahr jetzt abgeschlossen sein. Denn V. hat von den restlichen Früchten, die wir nicht zu Kuchen verarbeitet haben, heute Marmelade gekocht. Die wird allerdings wahrscheinlich lange im Vorratsregal stehen bleiben, weil wir letztlich doch fast immer auf die Maulbeermarmelade zugriefen. V. wird sich wohl alleine an dieser Mirabellenmarmelade erfreuen, die zwar, wie die frischen Mirabellen selbst, einen charakteristischen Geschmack hat, aber doch mit den aromatischen dunklen Früchten der schwarzen Maulbeeren nicht mithalten kann. Natürlich wird es bei diesem Einkochen nicht bleiben. Es werden sicherlich noch die Nashi-Birnen, die Pfirsiche und die Zwetschgen folgen. Nur mit Apfelmus haben wir es alle nicht so, darauf werden wir auch in dieser Saison sicher verzichten.