Der diesjährige Weinrebenertrag

V. hat es sich doch nicht nehmen lassen, den diesjährigen Ertrag der heimischen Weinlese weiterzuverarbeiten. Die Maische war schon gut durchgezogen, länger als sonst, so dass dem Keltern nichts mehr im Wege stand. Und da heute Nachmittag endlich mal wieder die Sonne herauskam, bot sich die Gelegenheit. Immerhin, die Menge ist nicht geringer als im Vorjahr, und außerdem ist auf Grund der vielen Sonne ein sehr hoher Oechsle-Wert zu erwarten. Ich selbst bräuchte solche Erträge nicht. Für mich haben eher die weit verzweigten Weinreben im Garten eine familiär traditionelle Bedeutung, und im Wechsel der Jahreszeit diese Reben zu beobachten, ist immer schön, zumal sie im Sommer einen kühlenden Schatten und dieses wunderbare Filtern des Sonnenlichts bieten. Allein deshalb macht es für Sinn, die Tradition weiterzuführen, auch wenn eine Ernte mal nicht möglich sein sollte.

Ungewöhnliche Obstkuchenpläne

Nun habe ich meine Holzarbeiten so geplant und heute schon abgeschlossen, dass es mir möglich ist, morgen den Blechkuchen mit Pfirsichen zu backen. V. hat heute noch einmal einen Eimer der inzwischen wirklich ausgereiften Pfirsiche gepflückt. Die haben jetzt die richtige Süße und Konsistenz, um als Hauptzutat des Kuchens verwendet zu werden. Ich bin sehr froh, dass das dieses Jahr wieder möglich ist und damit zumindest symbolisch der Ausfall der übrigen Obstkuchen kompensiert werden kann. Denn wo wie es aussieht, wird es dieses Jahr keinen Mirabellenkuchen und keinen Zwetschgenkuchen geben. Jammerschade, denn das hat einfach zu dieser Zeit des Jahres, Ende August, Anfang September, traditionell bei uns gehört. Nun also eine stark reduzierte Baumobsternte und nur einzelne Kuchen. Immerhin können wir noch, in einigen Wochen, mit einer gewissen Menge Äpfeln rechnen. Dann kommen wohl noch einige Apfelkuchen dazu, die ich allerdings weniger als Ersatz zu den geliebten Mirabellen betrachte.

Vor einem ertragreichen Spätsommermonat

Leider muss ich heute wieder zum Wasserhahn, um unsere Gartenpflanzen zu gießen. Denn ich bin noch nicht dazu gekommen, das aufgesammelte Regenwasser vom einzigen Regentag seit Wochen umzupumpen. Lange wird dieser kleine Vorrat allerdings ohnehin nicht ausreichen. So hoffen wir auf weitere Regenphasen in den nächsten Tagen und dass uns ein dennoch sonniger Spätsommermonat beschert sein wird, der mit mehr Feuchtigkeit auch die bisher zu kurz gekommenen Baumfrüchte noch zur rechtzeitigen Reife bringen wird. Das ist für alle Bäume von Bedeutung, nicht nur für die Obstbaumsorten. Damit die Vermehrung auch gesichert bleibt und kein Angststress im neuen Frühjahr aufkommt.

Pfirsiche vs. Aprikosen

Nachdem wir die letzten Tage endlich die Früchte unseres kleinen Obstbaums ernten konnten, zumindest teilweise, hat sich doch tatsächlich eine Diskussion entwickelt, ob es sich dabei um Pfirsiche handelt. Ich bin mir da ganz sicher, und tatsächlich hatten wir immer von einem Pfirsichbaum gesprochen. Der Baum selbst, aber auch die Früchte sind typisch für Pfirsiche, v. a. die Haut und Farbe betreffend. Deshalb kann ich es kaum fassen, dass V. und M. auf einmal die Idee entwickeln, es handele sich um Aprikosen, das scheint mir wirklich skurril. Wie auch immer, der erste Regen seit Wochen, den wir heute endlich einmal in moderater Form erleben durften, sollte dem Baumobst, das noch verblieben ist, nochmal einen guten Wachstumsschub verleihen. Ich kann mir gut vorstellen, dass das sich auf die Dicke der Früchte auswirken wird und gleichzeitig das Reifen beschleunigt. Dann wird doch noch etwas aus dem geplanten Kuchen mit halbierten Pfirsichen und mit Eier-Pudding-Masse, der toll schmeckt und für den sich gerade diese Früchte sehr gut eignen.

Kein komplett verfehltes Baumobstjahr

Es gibt unter dem Baumobst unseres Gartens eigentlich nur zwei Sorten, die wirklich von der ungewöhnlichen Sonne und der Wärme dieses Sommers profitiert haben. Die Rot- und Weißweintrauben und die Nashis. Tatsächlich haben die Nashi-Birnen eine pralle Größe erreicht, die der aus regenreicheren Jahren vergleichbar ist. Und sie sind natürlich besonders süß, wie sollte nach einem solchen Hitzesommer mit so viel Licht und Photosynthese auch anders sein. Und die Rebstöcke hatten zwar unter dem Wassermangel zu leiden, verfügen aber über so tief und weit reichendes Wurzelwerk, dass sie sie dennoch geschafft haben, genügend Flüssigkeit bereitzustellen. So sind die Trauben von besonderer Süße und nicht ganz so klein, wie wir das vor drei Wochen noch befürchten mussten. Nur die Erntemenge wird gering sein, aber das liegt einfach an der Überalterung unserer Weinstöcke und daran, dass die neu nachgepflanzten noch nicht so weit sind. Jedenfalls sieht es aktuell so aus, wie wenn wir das Baumobstjahr nicht komplett abschreiben müssen.

Erste Pfirsiche geerntet

Sehr mutig fand ich, dass V. heute die Hälfte des Pfirsichbaums abgeerntet hat. Nach meiner Einschätzung waren die Früchte noch zu unreif, und ohnehin viel zu klein. Aber das liegt natürlich am Wassermangel der letzten Wochen, auf der Grundlage konnte sie nicht die sonst übliche Größe erreichen. Immerhin rein äußerlich zeigen die meisten schon eine leicht gelbliche Haut, während einige immer noch grün sind. Und die gelblichen sollen nach Ms Aussage auch schon recht süß schmecken. Vielleicht ist es insofern doch der richtige Zeitpunkt gewesen, zumal die jetzt geernteten zu Marmelade weiterverarbeitet werden sollen. Ich denke außerdem daran, einen Kuchen mit versunkenen bzw. mit einer Eier-/Vanillesoße bedeckten Kuchen zu backen, den ich in den beiden Vorjahren jeweils auch in einer Variante mit Pfirsichen realisiert hatte und der sehr lecker war. Dafür dürften die noch schnittfesten Früchte auch ganz gut geeignet sein. Schade, die saftige Frische praller Früchte dürfen wir in diesem Sommer leider nicht mehr erwarten. Wir freuen uns aber darüber, dass der noch so junge Baum schon reichlich Früchte trägt und bereits hoch hinausgewachsen ist. Das verspricht einiges für die kommenden Baumobstjahre.

Bessere Aussichten für Pfirsiche

Die Aussichten für unsere Pfirsichernte sehen nun doch nicht ganz so schlecht aus. V. meinte, dass die ganz oben in der Krone hängenden Pfirsiche schon fast ausgereift seien, auch wenn sie die wie in den Vorjahren schon gesehene vernarbte Haut zeigen. Und natürlich sind sie nicht so dick und saftig wie sonst, weil es einfach zu wenig Regen gab. Aber immerhin, offenbar gibt der junge Baum alles, um seine Früchte doch noch reifen zu lassen, so dass wir vielleicht bis Ende August noch mit einer Pfirsichernte rechnen können, bei der auch einige gedeckte Obstkuchen möglich sein sollten, die ich in den letzten Jahren entweder mit halbierten Zwetschgen oder eben mit geteilten Pfirsichen gebacken hatte. Das wäre ein versöhnlicher Abschluss für dieses nicht ganz so rund gelaufene Baumobstjahr.

Hoffnung auf spätere Pfirsichernte

Das ist schön, nach einigen Tagen Wasserhahn konnte ich erstmals wieder aufgefangenes Regenwasser zum Gießen verwenden. Allerdings war auch heute nicht viel zu gießen, da die Erde größtenteils noch von dem ergiebigen Regen der Nacht feucht war. Enorm viel ist nicht gefallen, aber das Reservebecken ist doch zur Hälfte gefüllt, so dass wir den regulären Wassertank wieder damit auffüllen können. Immerhin genug Vorrat für einige Tage. Außerdem habe ich Hoffnung, dass das unseren Gartenbäumen gutgetan hat, v. a. dass der Pfirsichbaum wieder Kraft und Wasser tanken konnte. Natürlich mit dem Hintergedanken, das komme den Früchten zugute, die ja wochenlang schon stagnieren und sich wegen fehlenden Wassers nicht weiterentwickeln konnten. Vielleicht wird’s so ja doch noch etwas mit unserer Pfirsichernte.

Rätsel um den Obstbaumertrag

Bei J. und W. in G. ist es in punkto Gartenbäume genauso wie bei uns in diesem Jahr. Alle übrigen Arten entwickeln sich prächtig, aber die Obstbäume tragen kaum Frucht, während sie vom Laubgrün her auch gut entwickelt sind. Ihr Apfelbaum, der in den letzten Jahren sehr reich getragen hat, kann diesmal mit genau 4 Äpfeln aufwarten. Das deckt sich mit Vs Beobachtung, dass ausgerechnet von den Bäumen der Streubobstwiese nahezu nichts zu erwarten ist. Möglicherweise trägt selbst der wilde Mirabellenbaum nicht genug Mirabellen, um damit die obligatorischen Hochsommer-Hefekuchen zu backen. Ein Erklärung für das Ausbleiben der Baumfrüchte hat niemand. Auch kann sich niemand an Nachfröste während der Blütenzeiten oder an eine Invasion der bekannten Insekten erinnern, die ansonsten für einen Abbruch der Blütephase und damit das Ausbleiben von Früchten verantwortlich sind. So gibt uns der fehlende Obstbaumertrag auch in diesem Jahr wieder einige Rätsel auf.

Hefeschnecken mit frischen Zwetschgen

Hefeschnecken mit frischen Zwetschgen

Ja, es war tatsächlich ein schlechtes Jahr für die Zwetschgen. Aber die Hand voll, die wir ernten konnten, haben wir heute gleich lecker verarbeitet. Ich denke, das sind unsere ersten Hefeschnecken. Auf den Geschmack bin ich sehr gespannt, und wenn die Zwetschgen nicht mehr zur Verfügung stehen, ist das Rezept sicher auch mit Rosinen oder Pudding umsetzbar.

Ganz schlechtes Zwetschgenjahr

Vs Zwetschgenernte ist wie schon angekündigt dieses Jahr extrem dürftig ausgefallen. Die wenigen Zwetschgen, die von unseren Bäumen geerntet werden konnten, sehen zwar ganz normal aus, auch was die Größe betrifft, aber es dürfte nicht mehr als ein Pfund sein. Unglaublich, wenn ich mich an die starken Obstbaumjahre erinnere, in denen gerade die Zwetschgen sich auf mehrere Zentner summiert hatten und neben zahlreichen Hefekuchen auch genügend eingemaischt werden konnte, so dass V. daraus Hochprozentiges brennen lassen konnte. Viel wird auch sonst nicht mehr kommen, vielleicht ein wenig Äpfel, und von unserem Garten-Pfirsichbaum einige Pfund Pfirsiche, die aber erst noch die volle Größe erreichen und reif werden müssen. Mit den erwartbaren Spätsommertagen mit mehr Wärme und Licht könnte das aber noch etwas werden.

Endlich wieder Maulbeeren

Die ersten Maulbeeren hat V. schon gepflückt und mitgebracht. Wir haben sie eingefroren und werden sie später, wenn wir mehr gepflückt haben, weiterverarbeiten. Selbst hatte ich sie vor drei Jahren, als die letzte und bisher erste Ernte an meinem selbst gepflanzten Baum möglich war, nicht geerntet. Von V. weiß ich aber, dass es mühsam ist, zum einen, weil die Früchte kleiner sind als z. B. Brombeeren und dann auch, weil sie sehr fragil mit ihren Stielchen an den Zweigen befestigt sind und sehr leicht bei Berührung herunterfallen. Das wird noch eine Herausforderung, zumal in diesem Frühjahr ein Rückschnitt nicht möglich war und die Krone deshalb sehr dicht zusammengewachsen ist. Da lässt sich die Leiter schwer anstellen, die Früchte werden insbesondere im oberen Kronenbereich nicht leicht zu erreichen sein. Aber die Mühe müssen wir uns natürlich machen, wenn die Früchte nach längerer Zeit wieder reichlich gewachsen sind und wir damit unseren Vorrat an leckerer Maulbeermarmelade für die nächsten Jahre auffüllen können. So hoffe ich.

Letzte Birnen

Kein gutes Klima für Wetterfühlige. Da kann sich der Sommer nicht so richtig entschließen, ob er Herbst werden soll. V. konnte sich am Abend zusammen mit M. dennoch dazu aufraffen, die restlichen Birnen aufzusammeln, die er zuvor vom Baum geschüttelt hatte. Danach wird es nicht mehr viel Baumobst geben, und ich meine auch, dass es mit dem Thema jetzt genug ist. Denn zu viel Obstsegen kann auch an die Substanz gehen. Äpfel sind merkwürdigerweise in diesem Jahr kein Thema. Am Standort unserer Bäume scheint es diesmal während der Blütezeit Beeinträchtigungen gegeben zu haben. Entweder Nachfröste oder es waren wieder einmal Insekten am Werk. Das kommt öfter vor. Wenn aber wird der Ausfall meist im Folgejahr durch überreiche Ernte wieder ausgeglichen.

Zeit für Aufmerksamkeit

V. findet in dieser Saison mit dem Baumobst kein Ende mehr. Heute waren die letzten Zwetschgen auf dem Plan, denen später allerdings noch weiteres Obst, v. a. Birnen und Äpfel folgen werden. Allmählich scheint es dann doch einmal genug mit der reichen Obsternte. Auch damit wir die weniger ertragsbezogenen Seiten des Frühherbstes besser aufnehmen und verarbeiten können. Ich finde, durch zu viel Zweckbezogenheit und Zugzwang können die Jahreszeiten auch einen Teil ihrer Reize einbüßen. Und sie bewusst wahrzunehmen braucht auch Zeit für Aufmerksamkeit.

Prozesse der Baumobsternte

V. ist mit der üppigen Baumobsternte in diesem Jahr wie im Rausch. Dabei sind die Weintrauben am weiter außen gelegenen Standort immer schon weniger süß und dick ausgefallen, so auch in diesem Jahr. Aber sie sind eben vorhanden, und so vergehen wieder Tage, bis alles gelesen, eingemaischt und zu Rotwein vergoren ist, die vielen Arbeiten rund ums Saubermachen von Kelter, Häcksler und Fässern einmal abgesehen. Und mit Blick auf die ebenfalls umfangreichere Apfelernte ist die Saison auch noch nicht abgeschlossen. Ich bin ganz froh, wenn das alles hinter uns liegt und wir die weniger nützlichen, dafür aber umso ästhetisch reizvolleren Seiten des Altweibersommers in uns aufnehmen können. Die Chancen stehen nicht schlecht, sind doch recht angenehme Spätsommertemperaturen vorhergesagt.

Vorverlegte Ernte

Eine der Folgen, die sich seit Jahren im Zuge des klimatischen Wandels abzeichnen, ist die Vorverlegung der Erntesaison. Vor zwanzig Jahren wäre es undenkbar gewesen, Weintrauben schon Ende August zu ernten. Das war früher, als wir solche schon großflächig über den Garten geleitet hatten, eine Aktion für die ganze Familie, meist gegen Ende September oder Anfang Oktober. Jetzt ist das schon gut einen Monat vorverlegt. Da lässt sich der vielbesprochene Klimawandel nicht mehr leugnen. Und wie immer kommt alles zusammen. V. wird sich relativ zügig auch an die Birnen und Zwetschgen geben müssen, die in diesem Jahr üppig und in größerer Menge gewachsen sind. Viel Erntearbeit gerade beim Baumobst, die noch Wochen in Anspruch nehmen wird, inklusive der Weiterverarbeitung, u. a. zu Wein, Viez, Saft, Marmelade oder eingemaischt als Grundlage für einen Obstbrand.

Baumobst und Herbstanmutung

V. ist jetzt viel in Sachen Baumobst unterwegs. Für den Rest der Familie war das noch nie ein so großes Thema, obwohl wir alle von Klein auf mit der Pflege der Obstbäume auf unseren Streuobstwiesen und der Baumobsternte, speziell von Zwetschgen, Mirabellen, Kirschen, Äpfeln und Birnen, zu tun hatten. V. hält immer noch mit einer scheinbar ungebremsten Leidenschaft daran fest, wenn auch die Zahl der gesunden Obstbäume und der Ertrag viel geringer ist als früher. Gut eigentlich, denn sonst wäre es kräftemäßig auch nicht mehr zu schaffen. Die Mirabellen haben wir ja schon verarbeitet, zu Marmelade und über einem Dutzend Mirabellenkuchen. Aktuell stehen die Birnen auf dem Programm, die roh gegessen und zu einem kleineren Teil später dem Apfelviez zugesetzt werden, dem runderen Geschmack wegen. Und dann haben wir noch ziemlich viele Zwetschgen in diesem Jahr. Ein paar Kuchen werden daraus wohl auch werden, den größten Teil aber wird V. einmaischen und evtl. zu Schnaps brennen lassen. Die nächste Ernteaktion wird sich voraussichtlich auf unsere Weintrauben konzentrieren, mit nur noch geringer Menge im Vergleich zu früheren Jahren, einfach weil die Stöcke sehr alt geworden sind und nicht mehr so gut tragen, aber V. kann eben daraus seinen eigenen Rotwein herstellen. Traditionell letzte Station werden die Äpfel sein. Dieses Jahr gibt’s wieder welche, nachdem es einige Ausfall-Jahre zuvor gab. Auch die sind zum Essen und werden sicher auch zu einem Teil zu Viez und Kompott weiterverarbeitet. Gefühlt ist der Sommer damit eigentlich schon vorbei. Bei so viel Erntethematik fühlt sich die Jahreszeit schon deutlich nach Herbst an.

Eine ziemlich magere Baumobstsaison

Für uns beginnt jetzt die Erntezeit. V. wird bald seine Weintrauben lesen. Jedenfalls, was in diesem Sommer daraus geworden ist, der Ertrag wird nicht den Umfang wie gewöhnlich haben. Obst gibt’s ansonsten nur wenig. Kaum Äpfel, keine Mirabellen, einige Birnen und wohl ebenfalls keine Zwetschgen. Das wird also in 2019 quasi ausfallen. So beschränken wir uns auf das, was ganz gut geht, die selbst gezogenen Chilis z. B.. Die Nashi-Birnen hat V. schon geerntet, auch die waren rar, aber schön ausgewachsen und immerhin ausreichend für etwas Marmelade. Es scheint sich das Muster zu bestätigen, dass auf sehr gutes Baumobstjahr ein Ausfall oder ein eher schlechtes folgt. In diesem Jahr also ein sehr einschneidender Ausfall, der den Vorteil hat, dass man sich in der Zeit auf anderes konzentrieren und die übrigen schönen Seiten des Spätsommers und Herbstes in sich aufnehmen kann.

Frühherbstliche Arbeiten für die letzte Phase der Gartensaison

Nun ist auch der bewohnte Gartenbereich farblich wieder renoviert, eine Maßnahme, die wir schon seit Jahren vor uns her schieben. Aber dank eines professionellen Malers aus der erweiterten Familie war das eine recht angenehme Aktion. Alice hat sich natürlich auch dafür wieder sehr interessiert, wie er überhaupt das Interesse an uns nicht zu verlieren scheint, zu groß sind der Entdeckergeist und die Tatenfreude. Bewundernswert, ein derart unermüdliches Geschöpf, das auch sämtlichen Besuchern wegen seiner selbst für Elstern ungewöhnlichen Menschenfreundlichkeit imponiert. Die nächsten Vorbereitungen für die wohl letzte Obsternte der Saison sind auch schon getroffen. Der bequeme, elektrisch betriebene Weinkelter ist schon wieder defekt, so dass V. ihn erneut zur Reparatur bringen musste. Bis die Trauben erntereif und eingemaischt sind, sollte er wieder zur Verfügung stehen. Vielleicht etwas unverhältnismäßig, weil es nicht mehr so viel Wein gibt, da ja alle alten Weinstöcke sukzessive ihre Lebenserwartung überschritten haben. Aber für V. natürlich eine Erleichterung, die verhindert, dass das Ritual in Überanstrengung ausartet.

Voraussichtlich ein gutes Obstbaumjahr

Es scheint tatsächlich einmal eines der guten Obstjahre zu werden. Das trifft auf alle Obstbäume zu, auch auf die exotischeren Arten, die bei uns bisher kaum jemals zur Fruchtreife kamen. So hat V. schon erste kleine Beeren beim Maulbeerbaum gepflückt. Und der Walnussbaum trägt ausnahmsweise einmal viele Nüsse. Die waren auf dem Grundstück in den Vorjahren fast immer ausgefallen, da die Blüten frostempfindlich sind und es dort immer noch etwas kühler ist als an anderen Orten. Vielleicht sind uns ja auch viele Mirabellen vergönnt. Die eigenen Bäume werden da keine Rolle spielen. Aber es gibt noch den wilden Mirabellenbaum, der ohnehin die wohlschmeckendsten Früchte trägt, die allerdings schwer zu erreichen sind. Und vielleicht auch die vom Grundstücksnachbarn Vs, der uns wegen seines überreichen Ertrags schon einmal einen Baum zum Pflücken überlassen hat. Auf Äpfel, Birnen und Kirschen kann ich selbst dagegen ganz gut verzichten. Die gehören eher nicht zu meinen Favoriten.

Blick ins nächste Baumobstjahr

Die zweite Charge seiner Weintrauben konnte V. heute mit externer Unterstützung ernten. Das heißt, dass er einerseits ziemlich erleichtert ist, diese Arbeit hinter sich gebracht zu haben und dass weiterhin am Wochenende wieder Keltern angesagt ist. Das hat beim letzten Mal ganz gut funktioniert. Und auch der Transport in den Keller zum Vergären war angesichts der überschaubaren Menge unkompliziert. Danach wird nicht mehr sehr viel in Sachen Obsternte anstehen. Die Äpfel noch, aber ansonsten war das bei uns kein gutes Obstjahr. So richtet sich der Blick schon ins nächste Frühjahr, mit der Frage im Hinterkopf, ob es wieder späte Nachfröste gibt und die Blüten das schadlos überstehen.

Spärliche Fruchtdichte

Die spärlichen Aussichten beim Baumobst scheinen bei den Früchten der Sträucher in diesem Jahr ihre Entsprechung zu haben. Aus der Distanz begegnet mir die Baumlandschaft in diesen Tagen vor allem satt grün. Erst beim Näherkommen fallen die eher dünn verteilten Früchte auf. Besonders deutlich ist das beim Weißdorn, der in beiden Vorjahren sehr opulent mit knallroten Beeren besetzt war und diesmal völlig ausgedünnt erscheint. Aber auch die Ebereschen, die Pfaffenhütchen und sogar die Heckenrosen sind alles andere als reich an Früchten. Erstaunlich, dass ich ausgerechnet bei den Schlehen, zumindest bei einzelnen Sträuchern, ungewöhnlich viele Schlehenfrüchte sichten konnte, die zudem noch ziemlich dick ausgewachsen slind. Natürlich ist es jetzt noch viel zu früh. Aber ich hoffe, sie werden bis zu den ersten Nachtfrösten nicht schon von den Vögeln verzehrt worden sein. Dann hätte ich nämlich die Chance, wieder ein paar Liter anzusetzen. Der angesetzte Schlehenlikör ist wirklich ein Erlebnis und passt zudem als kulinarische Spezialität so gut in die herbstliche Erntezeit..

Wetter, Extreme und Übertreibungen

Es beruhigt mich, dass offenbar auch jüngere bei diesem Biowetter Probleme haben. Ich dachte schon, ich sei der wetterfühligste weit und breit. Aber bei allzu viel Wechselhaftigkeit und vor allem dieser Abfolge von Hitze und regnerisch-kühlen Wetterphasen schlägt es auch Hartgesottenen schon mal auf den Kreislauf, und manchmal auch aufs Gemüt. Ich habe dennoch Hoffnung, dass wir noch einen schönen, gleichmäßigeren Rest-Hochsommer haben werden, der Pflanzen und Menschen gleichermaßen Energie gibt. Denn er ist immer so schnell vorbei, kaum dass man sich an das Arbeiten und die Aufenthalte im Freien und vor allem im Garten gewöhnt hat. Wenn V. den letzten Honig abschleudert, ist das für uns immer so ein Anzeichen, dass die Blütephasen der Bäume endgültig vorüber sind und jetzt schon alles im Zeichen der Früchte steht. Damit sieht es allerdings zumindest bei unseren Obstbäumen dieses Jahr schlecht aus. Mit Ausnahme der Äpfel sind wohl alle Blüten erfroren. Es wird bei uns weder Mirabellen, was ich besonders bedaure, noch Birnen und Zwetschgen geben. Auch das wieder so ein Extrem, das parallel zum Wetter unser jahreszeitlichen Erleben seit Jahren prägt. Denn zwischendurch gibt’s auch Jahre mit extrem viel Obst, das man dann geradezu als obszöne Übertreibung der Kulturobstbäume wahrnehmen muss.

Unsichere Baumobstprognosen

Die Weintrauben hängen schwer an den lang ausgetriebenen Reben. Da macht sich der viele Regen bemerkbar, der die Beeren schnell anwachsen lässt. Das ist zunächst gut für den späteren Ertrag, aber nicht zwingend auch positiv für die Qualität. Es wird wie immer darauf ankommen, ob die Lichtstunden gerade in den Wochen der Reife, also zur Lese hin, ausreichend sein werden, damit genügend Fruchtzucker gebildet werden kann. Da aber die Reben insgesamt in den letzten Jahren ziemlich ausgedünnt sind und wir schon im Vorjahr kräftig zurückschneiden, rechne ich eigentlich mit einer ganz guten Qualität, jedenfalls wenn es keine ungewöhnlichen Witterungskapriolen gibt. Das Baumobst hat ansonsten bei uns wechselhafte Prognosen. Während andere viele Äpfel erwarten, sind es bei unseren Bäumen voraussichtlich gar keine dieses Jahr. Mirabellen, auf die ich mich am meisten freue, sind meist ein Problemfall, da wage ich noch keine Vorhersage. Und mit Kirschen hatten wir in den Vorjahren ohnehin kein Glück. Zu den Aussichten der Zwetschgen hat V. sich noch nicht geäußert. Bei denen haben wir es verpasst, den Verlauf der Blüte und die folgenden Wochen zu beobachten. Aber bald wird sich auch für sie die Stunde der Wahrheit kommen.

Es wird wieder lichter

Nun ist der erste Abschnitt der Trauben schon gelesen und auch schon zurückgeschnitten. In diesem Teil des Gartens ist dadurch schon alles viel lichter. Gut für die eine oder andere Pflanze, aber schade, weil es das so schön durch Blattgrün gefilterte Licht reduziert. Immerhin hat der Nachwuchsfeigenbaum endlich Luft und kann mehr Sonnenlicht tanken. Und die kleinen Gleditschien konnten im Halbschatten bisher auch nicht zu ihrer Hochform auflaufen. Bei den Strohblumen wird es jetzt schneller gehen, die Blüten werden sich in schnellerem Rhythmus öffnen. Viel Material für die geplanten Dekorationen, mit denen ich jetzt endlich einmal beginnen will. Eine Zeit für die Ernte eben, die in unserem Garten wahrscheinlich erst viel später, so Mitte Oktober, mit den sich aktuell noch schwer tuenden Feigenfrüchten ihren Abschluss finden wird. M. freut sich darauf schon besonders.

Und wieder ein neuer Anlauf

Endlich wieder Sonne, die frühlingshaft wirkt. Das schien in den letzten Tagen erneut in weite Ferne gerückt zu sein. Nun nimmt der Frühling einen neuen Anlauf, und mit ihm die Bäume, deren Blüten- und Blattknospen eine Sicherheitspause eingelegt haben, aus Furcht, gleich nach dem Auffalten einer frostigen Nacht zum Opfer zu fallen. Natürlich ist das noch nicht vorbei. Immer noch kann man nicht genau sagen, wie die Fruchternte in diesem Jahr aussehen wird. Hoffen wir, dass die Bienen nicht so wetterfühlig sind wie so mancher Mensch. Damit sie am Höhepunkt der Frühtracht in guter Verfassung ihre Arbeit verrichten können.

Kein Frühjahr, das eine frühe Fruchternte verspricht

Es wird wohl kein so sonniger April wie im Vorjahr, eher einer, der dem Aprilwetterklischee entspricht. So sieht es gegenwärtig aus. Und damit verflüchtigen sich unsere Hoffnungen auf ein frühes Frühjahr, das die Voraussetzung für eine zeitige Ernte bei den Feigen in unseren Breiten ist. Immer noch hoffen wir auf eine letzte Ernte bei dem so gebeutelten Baum, bei dem man sich wundert, wie er überhaupt noch Frucht tragen kann. So stark, wie er jetzt schon innerlich vom Pilz befallen ist, der große Teile des Stamms und der Äste durchzieht, kann es sich nur um einen Überlebenskünstler handeln, der sich partout nicht unterkriegen lässt. Ich bin deshalb geneigt, mich Vs und Ms Wunsch anzuschließen, ihn in diesem Sommer möglichst unbehelligt zu lassen und jetzt auch nicht mehr stark zurückzuschneiden. Der nachgekaufte kleine Feigenbaum ist noch lange nicht so weit, dass er die Nachfolge antreten könnte. Aber er sitzt seit dem Herbst fest im Boden, so dass er in dieser Saison seinen ersten Schuss in die Höhe machen könnte.

Ereignisse der Obsternte

V. hat heute jede Menge Essäpfel mitgebracht. Die sind jetzt in verschiedenen Bütten gelagert und werden hoffentlich die Nachfröste verkraften. Das Aussortieren wird sie aber vermutlich schnell reduzieren. Ein weiteres Apfelgericht stand heute auf dem Speiseplan. Schon länger hatte ich keine Apfelpfannkuchen mehr gebacken. Jetzt war es naheliegend. Und es sind wieder so viele geworden, dass das Abendessen gleichzeitig für uns miterledigt war. Kalt sind sie nämlich mindestens genauso gut. Heute hatten wir den Feigen-Tagesrekord für dieses Jahr. Sage und schreibe zwanzig Früchte habe ich gepflückt. Das ist schön für M., zeigt aber auch, dass es jetzt langsam zu Ende geht. Es sind nicht mehr ganz so viele dicke Exemplare am Baum, die in den nächsten Tagen erntereif sind. Viele sind noch nicht soweit und werden sich möglicherweise auch nicht mehr entwickeln, da die nächsten Nachtfröste das Laub zerstören werden und dann erfahrungsgemäß nicht mehr viel weiter geht. 119 bis jetzt. Vielleicht übertreffen wir ja doch noch die Vorjahresbilanz.