Schlagwortarchiv: Naturwahrnehmung

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Stadionwald

Trotz des eingeschränkten Zeitfensters konnte ich mein Arbeitssoll doch noch bis zum Abend erfüllen. Die restliche Fleißarbeit, die letzten Arbeitsschritte folgen dann nächste Woche. Am Morgen hat mich ein Zeitungsbericht fasziniert, der sich auf ein Kunstprojekt in Österreich bezog, das, wie ich mich zu erinnern meine, in der Nähe von Klagenfurt umgesetzt wurde bzw. wird. Nach der Zeichnung eines Künstlers, die einen intakten Wald inmitten eines Fußballstadions zeigt, den man von den Rängen aus betrachtet wie in wildes Tier im Zoo, wird dort gerade ein ebensolches Stück Mischwald aus verschiedenen ausgewachsenen Baumarten in einem Stadion gezeigt, nur eben in echt. Das ist unglaublich. Auf dem veröffentlichten Foto sieht man das leere Stadion und den umlaufenden noch vorhandenen Rand des ehemaligen Rasenfeld. Die Mitte und ca. 80% des Felds sind aber mit diesem Wald bepflanzt, der von weitem und auf diesem Foto betrachtet absolut echt aussieht. Von der unglaublich starken Symbolik und der quasi politischen Aussage dieser Installation einmal abgesehen, fragt man sich, wie das überhaupt realisiert werden konnte. Hat man eine solche Anzahl ausgewachsener Bäume tatsächlich mit Wurzelballen dorthin verpflanzt. Wenn es so wäre, was für einen irrsinnigen Aufwand und welche Kosten wird das wohl bedeutet haben? Und was ist mit dem Feld nach Ende des Projekts, muss das Spielfeld dann komplett neu angelegt und neuer Rasensamen gesät werden. Vielleicht habe ich noch Gelegenheit, dem nachzuforschen, das würde mich schon sehr interessieren.

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Den Baumfrühling wahrnehmen können

Der Sonntag war wieder zu kurz, so dass er nicht wirklich den Ruhepunkt der Woche ausmachen konnte. Und so vieles steht auf dem Plan, dass es an den kommenden Wochenenden, von den Werktagen ganz abgesehen, vermutlich nicht geruhsamer zugehen kann. Ich hoffe aber dennoch, dass wir den Baumfrühling in uns aufnehmen und das Belebende für uns selbst nutzen können, was die vegetative Natur uns in dieser Zeit entgegenstrahlt. Das wirkt im günstigsten Fall ansteckend. Und so wünsche ich mir, dass wir auch die grundlegende Aufmerksamkeit aufbringen können, die für dieses Wahrnehmen und Aneignen Voraussetzung ist.

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Hochzeit symbolischer Aufmerksamkeit

Leider kommt die Muße in diesen Tagen zu kurz. Den Blätterherbst konnten wir in den vergangenen Wochen genießen, als uns noch dieses sehr späte Hoch beschert war. Aber es war kein typischer, kein von den typischen Herbstfarben allzu stark dominierter Blätterherbst. Und der Herbst ist für die meisten und für unsere Wahrnehmung eben immer sehr abhängig vom Blätterfall und den Herbstfarben der Blätter. So sind wir von einem sehr langen, warmen und hellen Sommer in einen sehr kurzen Herbst übergegangen. Und dies hier ist wenige Tage davor eigentlich schon November. Der ist von Natur aus ein Übergang, in dem unsere Aufmerksamkeit schon überwiegend nach innen gerichtet ist. So bewegen wir uns in unserer Naturwahrnehmung und in unserem Naturerleben von den lebenden Wesen der umgebenden Natur weg und stärker zu ihrer symbolischen Präsenz hin. Eigentlich eine gute Zeit für jemanden, der sich das Symbolische der Natur und speziell der Bäume auf die Fahnen geschrieben hat. Auf jeden Fall aber für mich eine Zeit besonders hoher Aufmerksamkeit auf alles, was mit der Baumsymbolik zusammenhängt. Das verstärkt sich in der Adventszeit und kulminiert, wenn ich das einmal so sagen kann, im Schmücken und Bewundern des Weihnachtsbaums und dessen, was er uns in den Stunden der längsten Dunkelheit zu sagen hat über das Licht, das tief in uns allen immer leuchtet und das uns nie so gegenwärtig sein kann wie eben in diesen Stunden. Ich wünsche mir und allen, dass es gelingen mag, die kommenden zwei Monate zu nutzen, um eben dieses Erleben zur Zeit der Wintersonnenwende möglich zu machen.

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Gesteuerte Naturwahrnehmung

Trotz der vielen Sonne fühlt sich die Jahreszeit doch vollständig wie Herbst an. Ich würde sogar sagen, dass Gedanken an Weihnachten nahe liegen. Das ist aber eher eine atmosphärische Einschätzung. Die Menschen scheinen schon auf den Abschluss des Jahres einzustellen. Die Form der Kommunikationen deutet in meinen Augen darauf hin. Eine Einstellung und Haltung, die wie so oft mit der äußeren Anmutung der Natur übereinstimmt. Eine Spiegelung des Außen im Sozialverhalten und der seelischen Verfassung. Ich finde gerade diese Übergangszeit, die zudem den Charakter eins Abschlusses hat, besonders anregend. Symbolhaft dafür steht das Fallen der Blätter, der vorherige Farbwechsel, das Vergehen der Blätter. So zeigen uns die Bäume an, wie unser Inneres sich umstellen sollte, wenn es den Rhythmen und Konstellationen der Kosmos entsprechen will. Mindestens in diesem Bereich haben wir als Individuen das Heft noch nicht in der Hand. Da sind wir nach wie vor die von unseren natürlichen und geistigen Urgründen Gesteuerten.

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