Neue Ambitionen in Richtung der Spitzahornblüte

Schade, wegen der außerplanmäßigen Außentermine und dem Besuch bei M. bin ich leider bei dem super Wetter heute nicht dazu gekommen, die Spitzahornblüte im strahlenden Licht der Frühlingssonne einzufangen. Es braucht schon dieses irre Licht des Frühlings, um in Kombination mit der richtigen Perspektive und dem richtigen, kontrastreichen Hintergrund eine wirklich gute Nahaufnahme der filigranen Blütenstände zu realisieren. Es sind ohnehin viele Anläufe und Versuche notwendig, damit nach sorgfältigem Ausfiltern und Abwägen sich am Ende wenige Favoriten als wirklich würdig erweisen. Mal sehen, vielleicht bieten die folgenden Tage die notwendige Gelegenheit und die Zeit, das Vorhaben noch umzusetzen.

Eine Renaissance naturbezogener Nahaufnahmen

Auch meine jüngsten Baumfrühlingsfotografien habe ich schon durchgesehen, ausgewählt und optimiert. Interessant, dass zurzeit verstärktes Interesse der Microstock-Agenturen gerade an echten Naturfotografien besteht. Ich vermute, dass dort ein Übergewicht an KI generierten Bildern entstanden ist und man eine Rückverlagerung des Schwerpunkts auf echte Fotografie anstrebt. Aber das Material wird auch benötigt, um wiederum die KI Engines füttern zu können mit naturgemäßen Bildern. Da erhalten Naturaufnahmen, v. a. detaillierte Nahaufnahmen, eine Art Renaissance, die ohne diese technische Innovation und ihre Logik vielleicht gar keine Chance mehr erhalten hätten, überhaupt nachgefragt zu werden. Denn insbesondere Landschaftsbilder, aber auch die bei mir immer schon im Vordergrund stehenden Nah- und Detailaufnahmen natürlicher Formen wurden in den früheren Jahren kaum noch beachtet und wie unzeitgemäß abgestempelt. Es ist schön, dass sie jetzt wieder ihr Recht erhalten. Ich hoffe aber nicht nur als KI-Schulungsmaterial, sondern tatsächlich bei der Gestaltungsarbeit echter Kreativer.

Vegetabile fotografische Erkundungen

Die Baumblüten-Nahaufnahmen von gestern muss ich unbedingt noch weiter durchsehen und optimieren. Da sind wirklich gut gelungene darunter, was gerade bei den filigranen Baumblüten des Vorfrühlings nicht selbstverständlich ist. Eigentlich gelingen pro Baumart nur alle paar Jahre einmal wirklich arttypisch anmutende Fotografien. Das hängt von vielen Faktoren ab, dem Licht, der konkreten Aufnahmesituation, dem Winkel, dem zufälligen vegetabilen Hintergrund. So wie gestern eines der Schlehdornblütenbilder vor einem bräunlichen Bokeh erschien, das so selten zu beobachten ist. Neben den Aufnahmen aus der Baumlandschaft habe ich auch die vor einigen Monaten realisierten Objektfotos von Chilischoten, einzeln oder im Ensemble, und von verschiedenen interessanten Sorten, in Angriff genommen. Die zu optimieren, z. T. auch freizustellen und wie kleine vegetabile Skulpturen darzustellen, ist eine spannende Sache. Noch nicht sagen kann ich, ob das im Rahmen meiner Microstock-Portfolios eine Chance erhält und ob es überhaupt eine Resonanz darauf geben wird. Als spannendes privates Projekt lohnt sich der Aufwand aber in jedem Fall.

Und wieder blüht der Schlehdorn

Diese dezent sich in erdigen Farben aus der noch grauen Spätwinterlandschaft heraushebenden Impressionen der frühen Schlehdornblüte finde ich faszinierend. Ich hatte ja gestern schon eine solche Einstellung festgehalten und heute bei sehr ähnlichem Licht neue Perspektiven versucht. Eine davon habe ich hier abgebildet. Die Blütenköpfe zeigen zwar schon die weißen Blütenblätter, sind aber noch zu kleinen kompakten Kugeln geschlossen, kurz vor dem Sich-Öffnen der weiß-gelben und viel Licht reflektierenden Blüten, die exemplarisch für den Vorfrühling und die ersten echten Baumblüten stehen. Gerade diese Vorstufe, kurz vor dem eigentlichen Erblühen, ist mir in den Vorjahren immer entgangen. Ich bin froh, sie in diesem Frühjahr einmal fotografisch festgehalten zu haben.

Spätwinterliche Zweige mit noch geschlossenen Blütenköpfen des Schlehdorns

Vorfrühlingszeichen in der Baumlandschaft

Das war ein tolles Spätwinterwetter, das viele Menschen zum Sonntagsspaziergang rausgezogen hat. Wegen des Lichts war es wieder einmal naheliegend, die Kamera mitzunehmen und weitere Impressionen des Baum-Vorfrühlings einzufangen. Spannend finde ich zu dieser Jahreszeit die ersten Regungen der früh blühenden Bäume, wenn die Blüten noch nicht oder nicht vollständig geöffnet sind. So bei der Forsythie und beim Schlehdorn beobachtet:

Zweige mit noch geschlossenen Blüten der Forsythie
Zweige mit noch geschlossenen Blütenköpfen des Schlehdorns

Der Schlehdorn ist vielfach aber auch schon fortgeschrittener und zeigt bei manchen Sträuchen schon die geöffneten Blütenköpfe:

Zweige mit geöffneten Blüten des Schlehdorns

Und natürlich dürfen die Erlenblüten nicht fehlen, deren männliche Exemplare jetzt schon länger werden und die Pollen freigeben:

Erlenblüte im März

Es gab noch einiges mehr zu entdecken, das ich auch fotografisch festgehalten habe. Aber das werde ich erst noch genauer durchsehen und vielleicht später noch hier zeigen.

Wiederbelebte fotografische Ambition

Neben allem, was ich das ganze Jahr über fotografisch für meine Projektarbeiten realisiere, denke ich doch daran, die Anfänge in der Natur- und Baumfotografie künftig wieder stärker aufleben zu lassen. Ein Schritt in diese Richtung wäre die technisch aktualisierte Fassung der Makroobjektivs, denn mit Nahaufnahmen von Baumdetails nahm meine fotografische Ambition ihren Anfang. In dem Bereich könnte ich wieder mehr umsetzen. Die praktischen Erfahrungen auf anderen Motivgebieten sind dabei durchaus eine Hilfe, weil sie den Wahrnehmungs- und Gestaltungshorizont weiten kann. Ich bin gespannt, wohin mich dieses jetzt gefasst Vorhaben im neuen Jahr führen wird.

Ungeahnte pflanzliche Highlights im goldenen November

Reife Schoten der Chilisorte Carolina Reaper

Der goldene November tut richtig gut. Auch wenn es heute nicht ganz so sonnenreich war wie gestern. Aber die Temperaturen und das Licht über viele Stunden sind ein willkommenes Kontrastprogramm zu den zahlreichen trüben und verregneten Monaten, die hinter uns liegen. Und der Baumherbst verlängert sich auf diese Weise auch ungeahnt anhaltend. Nicht die Herbstblätter, aber meine diesjährigen Zuchtneuerung bei den Chilipflanzen, die Carolina Reaper bzw. ihre knallroten noch an der Topfpflanze hängenden Schoten haben es mir angetan. Die sind nicht sehr zahlreich, aber die wenigen so schön ausgereiften musste ich einfach fotografisch festhalten. Man muss auch sagen, dass die besondere zerknitterte und zerklüftete Form dieser Schoten die legendäre Schärfe irgendwie auch nach außen strahlen. Man sieht ihr gewissermaßen ihr Potenzial an. Vielleicht kann ich mit dieser Art im nächsten Jahr ja etwas mehr Ertrag erreichen, so wie dieses Jahr erstmals mit Bhut Jolokia, die anders als zuvor sich diesmal sehr wuchsfreudig zeigt und nicht minder interessant aussehende Schoten trägt.

Ausgleichender November

Toll, es sieht wirklich danach aus, dass diese goldenen Novembertage, wohl noch nie in der Form dagewesen, tatsächlich bis zum Ende der Woche anhalten. Eine wirklich beruhigende Entschädigung nach den frustrierenden Wetterkapriolen der letzten Monate. Dann kann ich doch noch auf eine größere Zahl reifer Chilischoten hoffen, und auf eine Fortsetzung meiner fotografischen Versuche zum Thema Herbst. Zuletzt sind mir da einige ganz gute Nahaufnahmen von herbstlichen Pflanzenstrukturen und Baumdetails gelungen, die auch schon Einzug in meine Microstock-Portfolios gefunden haben. Ich hoffe sehr, dass ich noch einiges hinzufügen kann. Auch das ein Ausgleich für die in diesem Jahr viel zu kurz gekommene fotografische Aktivität.

Naturformen fotografisch festhalten und kreativ verarbeiten

Nach wenig Gelegenheit im Laufe dieses Jahres hatte ich zuletzt endlich wieder die Möglichkeit, einige fotografische Kreativprojekte anzugehen. So konnte ich heute die vor einigen Tagen gemachten Baumdetailaufnahmen vom Spaziergang durchsehen, auswählen und optimieren. Und die wirklich eindrucksvollen Form-Farbkombinationen in den Schoten meiner verschiedenen selbstgezogenen Chilisorten waren heute Thema einer neuen Reihe mit Nahaufnahmen. Beides ist spannend, bei den Nahaufnahmen steht aber noch die Entwicklung, Bildbearbeitung und möglicherweise das Freistellen bevor. Ich bin gespannt, was ich daraus machen kann. Bei meiner heutigen Lektüre in späten Vortragsmitschriften Rudolf Steiners hatte ich den Eindruck, wesentliche Einsichten der Lehre jetzt erst in ihrem Ausmaß und ihrer Reichweite verstanden zu haben, oder zumindest eine wirkliche Ahnung davon zu haben. Dieses spezielle Themenfeld, das Grundlagen des anthroposophischen Denkens betrifft, nämlich die mehrgliedrige Verfassung von Mensch und Kosmos, will ich anhand der späteren Schriften, die viel klarer und vielleicht aus heutiger Sicht verständlicher wirken, noch einmal eingehender betrachten und versuchen, die Grundlagen wirklich auch in praktischer Hinsicht zu verinnerlichen.

Für eine späte jahreszeitliche Entschädigung

Ich setze jetzt auf die Tage ab Dienstag, um doch noch Hoffnung auf einen Goldenen Oktober schöpfen zu können. Dann könnten die späten mild temperierten Oktobertage mit deutlichen Sonnenstunden kommen, die bei längerer Dauer einen goldenen Oktober ergeben können. Immerhin haben wir das im Spiegel des bunt leuchtenden Herbstlaubs der Bäume schon des Öfteren erleben dürfen, bevorzugt in Jahren, in denen wie diesmal auch wieder der Altweibersommer ausgefallen war. Als späte jahreszeitliche Entschädigung sozusagen. Und dann könnte, mit ausreichend Sonnenlicht und jahreszeitlich typischen Farben und Detailmotiven, nach längerer Unterbrechung auch etwas aus der herbstlichen Baumfotografie werden. Die gelingt nicht in jedem Herbst. Er muss schon deutlich sein und es einem ermöglichen, sich auf die Jahreszeit einzustimmen. Dieses echte Eingestimmtsein ist die Grundvoraussetzung für eindrucksvolle Nahaufnahmen in der Natur- und Baumfotografie.