Bäume und die inneren Kraftquellen

Jetzt war es schon wieder einige Tage ziemlich dunkel. Nach dem frühlingshaften Wetter mit fast schon frühsommerlichen Temperaturen und diesem irren Licht der Tage zuvor war das entnervend und hat die Menschen spürbar demotiviert. Gleich gehen die Aktivitäten davon abhängig wieder zurück, unglaublich eigentlich, wie stark wir von diesen äußeren Faktoren abhängig sind, wie sehr unsere Biologie, das Körperliche, aber ganz gewiss auch das seelische Gleichgewicht von einer Verstärkung leben und mit dieser variieren, die nicht aus unserem Inneren kommt. Wir benötigen zumindest eine Spiegelung der Äußeren, um innere Kraftquellen, die natürlich immer schon vorhanden sind, zu reaktivieren – besser, uns an diese zu erinnern. Schon einen Baum zu betrachten, besser noch, ihn in seiner Lebendigkeit, seiner jahreszeitenabhängigen Entwicklung, aktiv zu begleiten, allein das kann diese inneren Kraftquellen wieder nutzbar machen. Auch deshalb ist ein Reden über die Bäume, erst recht ein Leben mit den Bäumen keine naturmystische Spielerei, es kann in diesen so irritierenden Zeit geradezu rettend, zumindest aber motivationsfördernd und energiespendend wirken.

Von außen kommende Verstärkung

Die Sonntagsruhe hat nach den dicht gepackten technischen Aufgaben, die mich während der ganzen Woche in Dauerschleife wohl auch noch länger beschäftigen, sehr gut getan. Aber das anstrengende und lichtarme Biowetter geht an die Substanz, weil es so gar keine Aussicht auf ein Ende dieses nass-kalten Spätwinters zu geben scheint. Nächste Woche ist die Fastnachts-Hochzeit und dann gehen wir schon auf Ostern zu. Aber von Frühling keine Spur, noch nicht einmal eine Vorahnung, die sich in einem verstärkten und wieder aufgenommenen Bewegungsdrang in der Landschaft äußern würde. Das kann man zurzeit tatsächlich nicht feststellen. Stattdessen ein Einigeln wie während der Weihnachtszeit und ein grüblerisches Abarbeiten der großen Frage, wie wir diese lange schon in Entwicklung befindliche Lethargie und Demotivation zu überwinden wäre. Antworten scheinen kaum an die Oberfläche zu kommen. Aber ich denke, dass sich im Untergrund, bei jedem für sich und angestrengt, so einiges tut. Mögen die ersten Frühlingszeichen der Bäume eine von außen kommende Verstärkung bieten und die Lebenssymbolik der Bäume so ihr mobilisierendes und heilendes Potenzial entfalten.

Winterliche Motivatoren

Man glaubt es nicht, aber das Wetter ist immer noch ein Gesprächsthema zwischen Menschen, die sich nicht so oft sehen und nicht sehr gut kennen. So habe ich das heute beim Arztgespräch mit M. beobachtet. Aber ich schätze, das hängt mit dem ungemütlichen Winter und der anhaltenden Lichtarmut zusammen, die einfach jedem inzwischen auf die Nerven gehen. Da sind einige Minuten Sonnenschein ein echtes Erlebnis und ein Mutmacher, die die biorhythmischen Tiefphasen zu überbrücken hilft. Das ungewöhnlich umfangreiche Manufakturprojekt mit einer ganzen Reihe von Lebensbaum-Armbändern konnte ich heute abschließen. Die Armbänder waren ja schon vor mindestens einer Woche fertiggestellt, aber bis zum Versenden sind eben gewisse Trocknungs- und Liegezeiten notwendig. Heute war es so weit, dass ich das Set auf die Reise ins Nachbarland schicken konnte. Ein schöner Gedanke und auch so ein Motivator, der den Sonnenphasen in etwa gleich kommt.

Warten auf die ersten vegetabilen Frühlingszeichen

Auch dieser letzte Tag des Januar hat kaum noch Sonnenstunden mehr gebracht. Damit war das wirklich einer der dunkelsten Januare, die mir in Erinnerung sind. Die Menschen sind entsprechend auch biorhythmusgeschädigt aus diesem Jahresanfang hervorgegangen. Es kann nur aufmunternder und motivierender werden, und da wären erste Frühlingszeichen hilfreich. Natürlich – das erste Blattgrün werden wir wohl erst im März mit den jungen Blättern der Spitzahorne sehen. Meist noch etwas früher kommen die Blüten einiger frühblühender Gehölze, wie des Haselstrauchs und der Erle und dann eben auch der Spitzahorne, bei denen Laub und Blüte anfangs kaum zu unterscheiden sind, sind sie doch nur durch Nuancen ihrer Gelb-Grünen Färbung unterscheidbar. Die Zeit bis zu diesen ersten vegetabilen Frühlingszeichen müssen wir wohl noch überstehen. Dafür wünsche ich uns genügend Widerstandskraft und Geduld.

Mehrfacher Schattensprung

Eines kann ich wohl jetzt schon feststellen: Das damals unerwartete Zwischenhoch, das wir Ende Januar / Anfang Februar letzten Jahres bei der Motivation und der Zukunftsorientierung der Menschen erlebt haben, wird sich wohl im gleichen Zeitraum 2026 nicht wiederholen. Tatsächlich stelle ich eher eine wie zementiert wirkende Fortsetzung der Unentschlossenheit, des Aufschiebens, des Vermeidens und Aus-dem-Weg-Gehens fest, das nur noch auf eine zeitliche Verschiebung des Zwischenhochs hoffen lässt. Besser wäre natürlich ein anhaltendes Hoch, ein echter auch emotionaler Aufschwung, ein neuer, frischer Wind, der den Dunst und die Verfestigung der letzten Jahre zerstreut und zumindest direkt an vormalige Hochs anschließt. Wenn meine durchgängig gepflegten Basis-Themen, z. B. der Themenkomplex rund um die Bäume, nicht wäre – ich könnte diese jahrelange Lethargie sehr viel schlechter vertragen. Eigentlich ist es ja auch notwendig, dem aktiv etwas entgegenzusetzen. Wie sonst kann der frische Wind jemals aufkommen. Nur muss man aktuell dafür eben über gleich mehrere Schatten, die eigenen und die in der näheren Umgebung springen. Ich hoffe, es wird einer kritischen Masse von Menschen eben dieses mehrfache Schattenspringen gelingen – damit wir wieder zuversichtlich in die Zukunft blicken können.

Zahlensymbolische Belebungen

Zumindest Spuren des Belebenden, das gewöhnlich von den Einundzwanziger Tagen ausgeht, waren heute erfahrbar. Dazu trug auch das mehr an Sonnenlicht bei, das wir im Januar fast durchgängig vermisst haben. Aber auch sonstige Aufgaben ließen sich flüssig weiterentwickeln. Zwar nie ganz ohne Ablenkungen und zwischenzeitlich, oft auch unverhoffte, Irritationen, aber doch noch im Rahmen, der etwas Freiraum für wirkliche Konzentration und kreative Herangehensweise lässt. Auch die Arbeit an den Lebensbaum-Armbändern ging voran und lässt einen Abschlusstermin in Sichtweite kommen. Bei so viel Kälte, Nässe und Dunkelheit ist die Arbeit an den verschiedenen Holzarten und im gedanklichen Umfeld der Baumsymbolik ein wichtiger Ausgleich und auch so etwas wie Erholung.

Neujahrsvorhaben und prekäre Motivationslagen

Nun werde ich die angefangene kunsthandwerkliche Arbeit doch weiterführen können, die zuletzt im Ungewissen gelegen hatte. Das freut mich, auch wenn dieser Jahresanfang alles andere als motivierend daherkommt. Es ist ein punktuelles Aufblitzen zu beobachten, aber das verglüht meist schnell wieder. Immerhin bin ich gut darin geworden, die kurzen Aufwallungen aufzugreifen und zu verstärken. Man muss dann auch den potenziell Interessierten unter die Arme greifen, das Mögliche wahrscheinlicher machen. Mehr Motivationswille bei einer kritischen Masse von Menschen wäre in der Situation hilfreich, so hoffe ich, die glücklichen Momente auch nach außen tragen und motivierend vermitteln zu können. Die kurze Ruhepause zwischen den Jahren habe ich u. a. dazu genutzt, bestimmte Ordnungen wiederherzustellen, Dinge zu sortieren und übersichtlicher zu machen, schon um die eigene Motivation hochzuhalten. Dazu zählten auch meine Bücher, unter denen die Sammlung von Baumliteratur einen großen Anteil ausmacht. Die habe ich wieder besser gruppiert, nicht geschickt platzierte Ordner woanders untergebracht und so meine Schwerpunktlektüre wieder besser in Szene gesetzt und greifbarer gemacht. Das ist belebend und auch ein Anreiz, lange liegend gebliebene Bücher endlich einmal hervorzuholen und durchzusehen. Eines der Vorhaben, von denen ich hoffe, in diesem neuen Jahr endlich wieder Fortschritte zu machen, sind die eigenen Texte zur Baum- und Lebenssymbolik, denen ich gerne einmal wieder neue hinzufügen würde. Mal sehen, ob ich das mit den vielen Aufgaben vereinbaren kann, und vor allem in einem Rahmen, der dem Thema und seiner Bedeutung angemessen ist.

Auf Bewährtes als Basis für einen Neuanfang zurückgreifen

Wie schon so häufig beobachtet schlägt das Schneewetter auf das Gemüt der Menschen durch. So eine grundlegende Wetterfühligkeit ist wohl den meisten zu eigen, auch wenn sie es nicht bewusst wahrnehmen. Aber die ohnehin gefühlt gedrückte Stimmung, die auf die Umstände und Entwicklungen in der Welt zurückgeht, wirkt an solchen kalten Wintertagen noch gedrückter und fast schon wie eingefroren. Nicht gut, wenn man den Jahresanfang zu einem Neuaufbruch nutzen will. Wie es scheint, ist diese Chance erst einmal verflogen. Im letzten Jahr übrigens auch schon, aber damals kam der Motivationsaufschwung einen Monat später, so unverhofft, wie man es sich nur vorstellen kann. Natürlich hätte ich nichts gegen eine Wiederholung, die Menschen scheinen aber gezeichnet von den anhaltenden Frusterfahrungen und von dem Beobachten von Entwicklungen, die man niemals für möglich gehalten hätte. Ich meine, in solchen Situationen ist man am besten beraten, die Basis zu bemühen, alles Grundlegende und Bewährte als Ausgangspunkt und sicheren Halt zu verwenden, auf dem sich aufbauen lässt. Und wenn das ein Anknüpfen an einmal Erreichtes bedeutet, ist es auch gut. Wir bewegen uns seit einiger Zeit um Rückwärtsgang. Zumindest ein Aufholen, um den früheren Stand zu erreichen, sollten wir uns von diesem Jahresanfang erhoffen. Und möglichst alle etwas dazu beitragen.

Ein Anfang für mehr Gleichmaß und Unaufgeregtheit

Gut, dass der Tag so ruhig verlaufen ist, wie ich mir einen Jahresanfang idealerweise wünsche. Eben ohne Katastrophen und Dämpfer. Von denen gab es zuletzt genug, und wenn wir der Symbolik des Jahreswechsels etwas abgewinnen wollen, müssen die Umstände auch dem entsprechen. Ich erinnere mich übrigens, dass es Anfang letzten Jahres ähnlich war, dass die Menschen nämlich kurzzeitig ein echtes Motivations- und Optimismushoch erlebten, von dem meine Projektarbeit das ganze restliche Jahr gezehrt hat. Diese Hochphase war in 2025 etwas später, so Ende Januar, Anfang Februar, um kurze Zeit später in eine lange andauernde Lethargie überzugehen, die allerlei Verwirrungen, Erschöpfungen und Turbulenzen mit sich brachte. Die meisten haben das so erlebt. Wenn ich das so rückblickend betrachte, wünsche ich mir natürlich eine Wiederkehr des Hochs, möglichst nicht nur punktuell, besser länger anhaltend. Und dass die Dinge weniger dramatisch sich entwickeln wie zuletzt. Mehr Gleichmaß und Unaufgeregtheit täte gerade im neuen Jahr gut. Unsere Monatskalender sind alle aufgehängt. Auch meine großer Baumkalender am Arbeitsplatz, mit wieder wunderbaren Eindrücken unterschiedlichster Waldspaziergänge, und der Postkarten-Baumkalender, den ich mir jedes Jahr gönne. Allein diese Baumkalenderbilder sind eine gute Stütze, das ganze Jahr über, dem erwünschten Gleichmaß und der Unaufgeregtheit eine Verstärkung zu verschaffen.

Verloren gegangenen Sinn zurückholen

Die Menschen tun sich sehr schwer mit dieser Nicht-Herbst-Witterung. Es ist eigentlich eine Keine-Jahreszeit-Witterung, die uns viel abverlangt. Da ist es noch am erfolgreichsten, nicht krank zu werden bzw. sich nicht von der ersten Erkältungswelle mitgerissen zu werden. Aber auch die bloße Motivation scheint darunter zu leiden. Gut für die Konzentration wirken solche Tage auf mich schon. Aber losgekoppelt von erwartbaren Kommunikationen ist das nicht nur erfreulich. Dennoch bin ich sicher, dass wir solches verkraften, auch weil die Krisen außerhalb des eigenen natürlichen und kulturellen Umfelds viel gravierender wirken. Da liegt es nahe, gerade in diesem Naherfahrungsbereich gegenzuseuern und sich verloren gegangenen Sinn zurückzuholen. Daran kann eigentlich jeder für sich und in seiner unmittelbaren Lebenswelt mitwirken. Möge ein hoffentlich schöner Blätterherbst die Motivation und Bereitschaft dazu beflügeln.

Gelegentliche Vorwärtsbewegungen initiieren

Das mit keiner Jahreszeit kompatible Wetter macht uns allen sehr zu schaffen. Man bemerkt das insgesamt an der Zähigkeit der Kommunikationen. Daran, dass kaum jemand zu Neuanfängen oder Fortsetzungen bereit, niemand sich selbst motivieren zu können scheint. Da kann man auch mit unterstützender Symbolkraft nicht so viel bewegen. So versuche ich diese schwierigen Geduldsprobenzeiten wenigstens für die Entwicklung der eigenen Kreativität zu nutzen und damit gegen den Strom der Motivationen zu schwimmen. Das kann befreiend wirken und all das relativieren, was aktuell Nerven kostet und wenig zielführend verläuft. Und deshalb kommen die Symbolsysteme rund um Natur, Grundlagenthemen und Bäume eben für mich doch zur Geltung und nehmen täglich einen gewissen Raum ein, der sehr dabei hilft, die Dinge nicht still stehen zu lassen, sondern weiter in Bewegung zu halten, möglichst auch mit gelegentlichen Vorwärtsbewegungen.

Eine Zeit kreativer Begünstigung

Morgen geht ein weiteres Baumkreis-Armband auf seinen Weg in die Schweiz. Wie schon vor einigen Wochen einmal. Es ist schön, dass das europäische Ausland zurzeit wieder auf die Wunschbaum-Manufaktur aufmerksam geworden ist. Das war vor Jahren schon einmal für längere Zeit zu beobachten, ist aber dann stark zurückgegangen. Schwer zu sagen, was der Grund für die Schwankungen ist, vielleicht technische Dinge, aber es gibt eben auch diese globalen Schwingungen, die gelegentlich Motivationen beeinflussen und die Dinge in neue Richtungen laufen lassen. Überhaupt sind diese Tage für mich recht kreativ begünstigt, wie mir scheint. Im Bereich der Sprache, der Gestaltung, im Kunsthandwerk, oder wie heute auf dem Gebiet der Fotografie gibt’s gerade überdurchschnittlich viele Möglichkeiten und damit auch mehr Erfolgschancen und Chancen, Schwerpunkte zu bilden oder zu bestätigen. Das ist gut und auch notwendig, will man an den langfristig frustrierenden Begrenzungen, die uns die zeitgenössische Entwicklung von Politik, Wirtschaft und Kultur zumutet, nicht verzweifeln.

Natürliche Rahmenbedingungen und symbolische Verstärkung

Eine Produktivität und Kreativität fördernde Atmosphäre herrscht in diesen Tagen sowohl in der Natur draußen als auch in der kommunikativen Sphäre. Man merkt, dass passend zum jahreszeitlichen Übergang sich auch viele Menschen in einer Transformation befinden und das durchaus fortschrittlichen Charakter trägt. Bei so viel Frust, Enttäuschung und Niedergeschlagenheit im engeren Umfeld wie im weiten Erdkreis sind solche Phasen doch einfach belebend und aufbauend. Da merkt man richtig, wie sich natürlicher Aufbruch und soziale Vitalität parallel entwickeln und sich gegenseitig stützen. Überhaupt scheinen die natürlichen Rahmenbedingungen und symbolischen Verstärkungen von außen eine große Rolle für die körperliche und seelische Gesundheit zu spielen. Das ist auch ein Grund für meine kontinuierliche Beschäftigung mit dem Symbolischen und Ästhetischen rund um die Bäume.

Ermutigende Highlights in zermürbenden Zeiten

Der Einundzwanzigste war gar nicht so schlecht. Etwas unruhiges Wetter und nicht ganz zum Hochsommer passend. Aber es sind auch neue Projekte ins Leben gerufen worden, und ich habe ganz gute und ehrliche Gespräche erlebt. Das ist doch schon mal klasse. Die regelmäßigere handwerkliche Arbeit mit Holz vermisse ich in diesen Wochen allerdings schon. Eigentlich ist das eine gute Zeit für dieses kunsthandwerkliche Arbeiten draußen, im Umfeld des Gartens. Aber die Menschen sind eben gerade sehr aufgeregt, unruhig, unsicher und haben Schwierigkeiten, eine Richtung und eine Mitte zu finden. Da sind die Grundvoraussetzungen für eine Aufmerksamkeit, die sich auf Symbolthemen richtet, nicht wirklich gegeben. Deshalb gestaltet sich zurzeit eher zäh. Aber es gibt zwischendurch auch immer wieder ermutigende Highlights.

Sommerlethargie und Ablenkungsgrenzen

Merkwürdig verschlafen wirkt diese Mitte des Hochsommer-Julis. So als ob man sich in der Unentschlossenheit einer Sommerlethargie verloren hätte. Vielleicht auch, weil es keine richtige Fortsetzung des super Hochsommerwetters gab, sondern eine längere wechselhafte Unterbrechung. Es ist immer abhängig davon, wie deutlich etwas ausfällt, wie viel Sommer direkt wahrnehmbar ist. Je nachdem schwanken die Gemüter und Motivationen. Da können dann auch der Garten, die Bäume, die vielen farbenfrohen Sommerblumen nicht viel ausrichten. Es scheint, dass die in solchen Phasen als „Ablenkung“ nicht ausreichen. Aber ich rechne trotzdem mit einem verlängerten, ausgedehnten Sommer, die uns zumindest durch eine voraussichtlich reiche Baumobsternte versüßt wird. Erfreulich für uns ist zudem, dass V. noch einiges an Honig abschleudern konnte. Bei nur zwei zugeflogenen Völkern und nachdem wir das Kapitel eigentlich schon abgeschlossen hatten, ist das doch gar nicht so schlecht.

Kommunikative Schlüsse aus den natürlichen Umfeldbedingungen

Es ist ein vom Außen begünstigtes konzentriertes Arbeiten in diesen Tagen möglich. Trotz der Unruhe und dem Ungelösten um mich herum gelingt es mir ganz gut, die Dinge voranzubringen. Jedenfalls habe ich seit Wochen erstmals wieder diesen Eindruck, nachdem die gesamte Wahrnehmung zuletzt eher in Richtung Stillstand und Unentschlossenheit ging. Das sind natürlich immer Eindrücke, die bei längerem Andauern aber die Tendenz zum Manifestieren haben und damit so etwas wie Wahrheiten darstellen. Dem muss man einfach entgegentreten. Und so bin ich froh um jede Verstärkung von außen. Man glaubt gar nicht, wie sehr uns das Grün der Bäume und anderer Pflanze, wie sehr uns die Wärme der Luft und das Licht der Sonne Auftrieb verleihen kann. Wie ich schon so oft angemerkt habe: Das natürliche Umfeld und die innenliegende, oft ganz unbewusste biologische Disposition scheint für unsere Seelenverfassung fast wichtiger als die sozialen Einflüsse und Umfelder. Es lohnt sich, diese Dinge im Alltag in Betracht zu ziehen und auch für die Kommunikation daraus Schlüsse zu ziehen.

Die Rückkehr des Hochsommers

Nach drei trüben Tagen ist der Sommer heute zurückgekehrt. Gut so, damit wir uns nicht noch entwöhnen, es war zuletzt auch zu schön. Die Wärme, das Licht, auch viel Arbeit so etwas wie Urlaubsstimmung zwischendrin. Das kann jetzt wiederkommen. Und die durch das Zurückschneiden entstandenen Lücken bei der Efeuhecke wachsen auch zu, nach dem Regen und mit dem jetzt zurückgekehrten Sonnenlicht. Das sind doch gute Voraussetzungen für dringend notwendige Genesung und Erholung. Aber auch fürs Vorankommen bei der Projektarbeit, denn die Menschen sind so aufnahmewilliger und motivierter, Dinge voranzubringen und auch einmal abzuschließen.

Zuversicht nach außen tragen

Geballte technische Herausforderung hält mich in diesen Tagen auf Trab. Nicht ganz einfach umzusetzen, und wie immer häufen sich diese Aufgaben, die kein Ende zu nehmen scheinen. Ich bin froh, dass das tolle und anhaltende Sonnenwetter uns so viel Energie von außen zukommen lässt, die wir gerne annehmen und nutzen. Und das zunehmende Grün der Bäume tut das ihre dazu, dass es uns besser geht und wir wieder Zuversicht entwickeln und nach außen tragen können.

Ausgleichende Wirkungen der äußeren Natur

Das Schönste an diesem Tag war eindeutig die strahlende Sonne und der wolkenlose Himmel. Bei ziemlich kühler Luft hat das schon an einen richtigen Hoch-Frühlingstag erinnert, mit einer gewissen von außen motivierten Gelassenheit, die unter den Menschen spürbar war. Ansonst verlief der Tag in der hektischen und zermürbenden Logik, die wir in den letzten Wochen im Übermaß erleben mussten. Geprägt von formalem Denken, Skurrilitäten des Gesundheitswesens, Überforderung der Verantwortlichen und einer allgemein wahrnehmbaren Abkehr von der praktischen Vernunft. Die kurzen Fahrten durch die Vorfrühlingslandschaft und das Beobachten der ersten Frühlingsanzeichen im Vegetationszyklus der Bäume sind an solchen Tagen für mich ein Ausgleich, der alles verträglicher und schöner erscheinen lässt, was ohne das völlig unverdaulich wäre.

Sich an den inneren Kraftquellen wieder aufrichten

Bei diesem winterlichen Nicht-Wetter fällt es mir relativ leicht, die Außenwertstatt nicht zu betreten. Aber wenn der Frühling seine ersten Zeichen erkennbar werden lässt, freue ich mich schon darauf, wieder in die kunsthandwerkliche Arbeit mit Holz einsteigen zu können. In früheren Jahren gab es dabei sehr oft eine Art Winterpause, so als wenn die Menschen im Winter, wie die Bäume selbst, ganz weit von der Lebenssymbolik und Energie der Bäume entfernt seien und deshalb dem Thema kaum Aufmerksamkeit schenkten. Später war das Interesse und die Aufmerksamkeit gerade in der kalten Jahreszeit im Verlauf ausgedehnter Winter besonders ausgeprägt. Aber in den letzten drei Jahren ist die Einstellung und Situation wieder wie früher – sehr wenig Affinität zu dem, was uns an den Bäumen während der Jahreszeiten ihres Wachstums, Blühens, Grünens und Fruchtens so fasziniert. Meine Einschätzung, dass in Krisenzeiten gerade diese Basisthemen in den Vordergrund treten, weil die Menschen sich an das halten, was wirklich wichtig und beständig ist, trifft aktuell tatsächlich nicht mehr zu. Meine Vermutung: Weil die Krisenstimmung einen bestimmten Punkt überschritten hat, der Frust viel tief sitzt und weiter reicht, als wir das jemals zuvor kannten. Selbst so starke Lebenssymbolik wie die der Bäume hat es dann sehr schwer. Daran sehen wir: Auf Unterstützung von außen, selbst von der umgebenden Natur, können wir derzeit nicht mehr setzen. Wir müssen das, was uns wieder aufrichtet, aus unserem Inneren heraus- und hervorholen. Allerdings kann uns die Begegnung mit der natürlichen Welt da draußen auch heute noch bei dieser Aufgabe behilflich sein.

Herausfordernde inhaltliche Aufgaben zum Jahresbeginn

Nachdem die Weihnachtszeit und die Zeit der Jahreswende für mich sehr stark von präsentativen Aufgaben, dem Schaffen und Bearbeiten von Bildern und anderen visuellen Formen zu tun hatte, bin ich jetzt, in den ersten Wochen des neuen Jahres, wieder sehr tief in die inhaltliche Arbeit abgetaucht. Das hat auch mit den gerade anstehenden Kommunikationsaufgaben zu tun, die sich überwiegend im Anfangsstadium der Entwicklung befinden und insofern sich zunächst um die inhaltlichen Strukturen drehen. Und da gibt’s vieles, was gleichzeitig oder zumindest parallel im Raum steht – eine auch mit viel Erfahrung durchaus sportliche Herausforderung. Ich freue mich aber auf diese Konstellation, weil es meinen traditionellen Schwerpunkten und Kenntnissen nahe ist und ich bei aller Vielfalt und Neuigkeit doch aus einem reichhaltigen Erfahrungsschatz schöpfen kann. Den für neue Aufgaben fruchtbar zu machen und zu wirklich originellen Ergebnissen zu kommen, ist eine sehr schöne und aufbauende Erfahrung. Schön ist aber zwischendurch auch zu sehen, dass meine kreativen Erfindungen der jüngeren Zeit auch in so spröden Zeiten wie diesen auf Resonanz stoßen. So zum Beispiel einige meiner KI-Bilderfindungen zu nicht ganz alltäglichen Motivfeldern. Das gibt mir doch ziemlich Hoffnung, auch im Hinblick auf meine eher abstrahierten Weihnachtsmotive rund um das Weihnachtszimmer und den Weihnachtsbaum aus dieser gerade erst zu Ende gegangenen Saison.

Zwischen Kontemplation und aufbauender Geschäftigkeit

Immerhin am späten Nachmittag bin ich noch zum Lesen und ein wenig Kontemplation gekommen. Etwas zu wenig Zeit war dafür an diesem Wochenende übrig, auch weil wir sehr viel mit dem Abschmücken und Verpacken der Weihnachtsdekoration zu tun hatten. Das meiste habe ich ja schon gestern erledigt. Aber räumungstechnisch war noch viel zu tun, und viele Kleinigkeiten inklusive der Elektroinstallationen musste doch noch so verpackt und verstaut werden, dass sie vor dem Beginn der diesjährigen Adventszeit leicht wieder zu finden und zu installieren sind. Auch möchte ich die Dinge pflegen, damit sie nicht verschmutzen und wir lange daran Freude haben, so wie ja schon seit Jahrzehnten mit den alten Lichterketten für den Weihnachtsbaum, die ich immer noch nicht durch LEDs ersetzt habe. Auch dank des pfleglichen Umgangs mit diesen Dingen, deren Familientradition bis in meine Kindheit zurückreicht. Die nächsten Wochen werden viel aufbauende und vorbereitende Geschäftigkeit und dicht gedrängtes Arbeiten mit sich bringen. Das ist zwar so kurz nach Abschluss der eher kontemplativen und zurückgezogenen Weihnachtszeit ein ziemlicher Bruch. Aber als Aufbruchsignal und Motivationssetting für den Start ins Arbeitsjahr ist das natürlich ein Segen. Und irgendwann entwirren sich die vielen parallellaufenden und sich manchmal verschlingenden Fäden auch wieder und können dann entspannter weiterverfolgt werden. Hoffen wir, dass aufbauende Ereignisse und Einstellungen überall in der Gesellschaft, Wirtschaft und Politik nicht nur zum Anfang des Jahres aufscheinen und die Dinge wirklich und endlich einmal wieder in zukunftsfreudiger Form beseelen.

Lokale Reminiszenzen und ermutigende Begegnungen

Wieder ziemlich arbeitsreich und zudem mit einem seltenen Ausflug nach S. verbunden war dieser Arbeitstag. Schade nur, dass die Fahrt nach S. diesmal projektbezogene Gründe hatte und wir in der Zeit zwischen Jahren unsere traditionelle Raunächte-Fahrt dorthin nicht realisieren konnten. Immerhin war es mit einigen Reminiszenzen verbunden, da ich mich in der Gegend, auch genau in diesem heute aufgesuchten Stadtteil früher öfter bewegt habe. So etwas zwischendurch einschieben zu können, ist doch ganz anregend, natürlich auch und vor allem die Begegnung und das konstruktive Gespräch vor Ort, und das mit gleich fünf Projektpartnern, was mich ziemlich überrascht hat, was aber auch irgendwie erfreulich zu nennen ist, da es für Interesse an einem wirklichen Fortschreiten gedeutet werden kann. Ein bisschen Wehmut kommt in mir auf, wenn ich an das kommende Wochenende denke. Gestern Abend schon habe ich noch einmal mit besonderer Andacht am später Abend vor dem erleuchteten Weihnachtsbaum gestanden. Und nun werde ich ihn nur noch an zwei Abenden betrachten können. Den für dieses Wochenende habe ich das Abschmücken vorgesehen. Ein Jammer, denn von mir aus könnte die Weihnachtszeit noch viel ausgedehnter sein.

Schon wieder hat der Buchsbaumzünsler zugeschlagen

Was für ein Regen, da könnte man die Lust an allem verlieren, weil zu dem Menschenfrust noch die Ungemütlichkeit des Wetters kommt, und die Unmöglichkeit, sich draußen aufzuhalten. Zu allem Überfluss hat V. entdeckt, dass unser gerade erst von den Toten auferstandenen kleiner Buchsbaum, der gerade wieder kurze Triebe mit frischen Blättern ausgebildet hatte, tatsächlich komplett vom Buchsbaumzünsler zerfressen wurde. Ich hatte ihn mir bewusst immer wieder in den letzten Monaten angesehen und war sehr froh, dass er sich so gut erholt hatte und Hoffnung bestand, dass er im nächsten Jahr wieder zu einer einigermaßen ansehnlichen Gestalt heranwächst. Und jetzt, eine Woche nach meiner letzten Inspektion, ist er vollständig zerfressen und mit Gespinsten umgeben. Kein einziges grünes Blättchen ist mehr zu sehen. Und die dünnen grün-gelben Raupen winden sich zudem auch noch genüsslich auf den vertrockneten Rest des ehemals grünen Blattlaubs. Ich bin entsetzt, vor allem, weil das unter normalen Umständen nicht sein kann. Die Raupen müssten längst zu Schmetterlingen geworden sein. Und um diese Jahreszeit haben wir nie neue Zünsler beobachtet, das ist ja eigentlich ein Problem des Frühsommers. Jetzt also zum zweiten Mal im Frühherbst. Da könnte man die Lust verlieren. Aber natürlich werden wir erneut alles zurückschneiden und können nur hoffen, im neuen Jahr mit engmaschiger Kontrolle und wiederholten Spritzen mit dem biologischen Gegenmittel doch noch wieder zu einem grünen kleinen Buchsbaum zu kommen.

Auf unbestimmte Zeit verschieben

Ein ziemlich unruhiger Tag mit unplanmäßigem Außeneinsatz und einer innervierenden technischen Aufgabe, die gerade wie unlösbar erscheint. Da ist die Symbolarbeit mit den Bäumen ganz weit weg. Wie mir in diesem Jahr es ohnehin so erscheint, dass alle Welt wie abwesend, fast träumend durchs Leben wandelt oder wankt, nicht wissend, wo der Weg hinführt. Eine solche extreme und nahezu weltweit und quer durch alle sozialen Gruppen reichende Unsicherheit und Verzagtheit habe ich bisher noch nicht erlebt. Mittlerweile wirkt es so, dass sich dem Eindruck und den Wirkungen niemand entziehen kann. Es bleibt die Frage, wie man vernünftig mit diesen Zeitumständen und dem desaströs erscheinenden Entwicklungszustand der Menschheit umgehen könnte. Bisher beobachte ich dazu vor allem Ratlosigkeit und den Wunsch zu vergessen, oder zumindest die Einschätzungen und Dinge auf unbestimmte Zukunft zu verschieben.

An tief liegende Kraftquellen heranreichen

Gut, dass ich das nächste Fotoshooting nicht vorverlegt habe. Denn heute Nachmittag wäre es sehr ungünstig für eine Außenaufnahme vor vegetabiler Kulisse im nahegelegenen Garten der Sinne gewesen, hat doch nach einigen sehr sonnenreichen Tagen die Kühle und Lichtarmut wieder Einzug gehalten. Das wäre dann auch im Freien etwas sehr wenig Sonnenlicht gewesen. Nicht gut für die Belichtung und auch nicht für die Lebendigkeit der Farbdarstellung. So hoffe ich auf eine Rückkehr des Frühsommers in den nächsten Tagen, und darauf, dass wir wieder mehr aufatmen können. Bei so viel Desillusionierung bei den Menschen auf der ganzen Welt, einem solchen Motivationstief brauchen wir die äußere Verstärkung, körperlich wahrnehmbare Unterstützung durch jahreszeitliche Normalität wenigstens beim Wetter. Vielleicht können wir mit Unterstützung des Sonnenlichts ja eher an tief liegende Kraftquellen heranreichen, um zarte Ansätze von positiver Zukunftsorientierung rasch wachsen lassen zu können. Es ist schwer geworden, an etwas Erfahrenes anzuknüpfen, auf bereits Erlebtes zurückzugreifen, um diese Krisenzeit zu meistern und diese Krisenstimmung zu überstehen.

Aufbruchwille und Motivationsstärke

Diese unwirkliche Atmosphäre, die sich schon seit der Jahreswende erneut breit gemacht hat, hält sich auch Anfang Februar beständig. Da ist noch kein frühlingshafter Aufbruch festzustellen. Es scheint, alle lecken derzeit ihre in den letzten Jahren geschlagenen Wunden und sind aber für den Angriff, militärisch formuliert, noch nicht gerüstet. Die Suche nach dem Sinn steckt vermutlich dahinter, so hoffe ich jedenfalls. Das ist sympathischer als die bloße Lethargie und Ratlosigkeit. Nach dem Sinn zu suchen, ist immerhin ein Anfang, der zeigt, dass da noch etwas lebt. Aber es bleibt schwer, sich der Verunsicherung zu entziehen. Selbst die in sich Ruhenden dürften irgendwann von dieser Krisenstimmung infiziert sein. Denen wünsche ich besonders ausgeprägte Widerstandsfähigkeit und dass sie die vorhandene weiter stärken können. Vielleicht mit der zeitweiligen Begegnung mit den Bäumen, dem Nachdenken und kreativen Arbeiten mit vegetabilen Symbolen. Das wäre meine Empfehlung, weil starke Lebenssymbolik Aufbruchwillen und Motivationsstärke befördern können.

Zyklisch wiederkehrende Lebensimpulse

Die Aufgaben verdichten sich in diesen Tagen sehr. Und sie sind vielfältig, so dass ich gelegentlich Gefahr laufe, mich zu verzetteln. Das weiß ich aber in aller Regel zu vermeiden, sobald es sich zu entwickeln scheint, da zu viel Gleichzeitiges der Qualität des gerade im Fokus stehenden abträglich ist. So will ich die positiven, motivierenden Aspekte dieser Drang-Phasen bewusst wahrnehmen und nutzen, um daraus neue auf die Zukunft gerichtete Dynamik zu entwickeln und kreative Kräfte für die Zeiten vorzubereiten und bereitzuhalten, in denen sie benötigt werden und Wirkung entfalten können. Ich freue mich, wenn der Frühling endlich kommt und diese Idee der Zukunftsmotivation durch das Grünen und Wachsen, den neuen Aufbruch der Bäume und anderen Grünpflanzen befördert wird. Die Bäume dann genau zu beobachten, wie sie meist innerhalb weniger Tage den Winterschlaf hinter sich lassen und mit Entschiedenheit das neue Wachstumsjahr starten, ist immer wieder faszinierend und lehrreich. Aus diesem unbedingten zyklisch wiederkehrenden Lebensimpuls der vegetabilen Welt können wir vieles für uns selbst lernen und wir können uns aus dieser Beobachtung und dem Miterleben des Frühlings heraus auch selbst besser motivieren, in neue Lebensphasen aufzubrechen.

Wechselhafte Rezeption der Baumsymbolik

Mit einzelnen Armbändern startet dieses neue Jahr der Wunschbaum-Manufaktur erfreulicher als erwartet. Es gab auch schon lange Winterpausen, dazwischen allerdings auch Hochzeiten während der Monate vor und nach Weihnachten. Wo die Ursachen für Aufmerksamkeitsschwankungen u. a. bezüglich symbolischer Inhalte und Formen liegen, ist eindeutig für mich zu beantworten. Es kann schlicht an den äußeren Verhältnissen, sprich dem Wetter liegen. So können besonders lange und ungemütliche Winter die Aufmerksamkeit auf lebendige Natur und ihre symbolische Repräsentanz verstärken, und Krisen wie die gegenwärtig sich häufenden das Interesse an allem, was nicht Grundbedürfnisse angeht, auf ein Minimum reduzieren. So haben wohl nicht wenige Kunsthandwerker die Pandemie-Jahren mit großer Ernüchterung hinter sich gelassen, wenn sie denn ihr Kunsthandwerk noch ausüben können. Und aktuell bewegt sich vieles im Schwebezustand, was Demotivation und eingeschränkte Interessenartikulation eher noch vergrößert. Es ist eine Funktion des Baumtagebuchs, auch diese Seite der Rezeption von Baumsymbolik und Baumästhetik unter den jeweiligen Zeitumständen zu dokumentieren.

Langzeitprojekt Baumtagebuch

Da gehe uns viele Gedanken zu Beginn dieses Jahres durch den Kopf. Auch was die hohen Kosten für Heizenergie und Strom sowie die Möglichkeiten und Aussichten in diesem Bereich betrifft. Es scheint, dass die Zeit reif ist, zukunftsfähige Lösungen zu finden. So hoffe ich, dass wir die vielen Herausforderungen in der globalen Perspektive, auf den Alltag bezogen, aber eben auch kommunikativ, kulturell und politisch im Blick behalten, zu Ergebnissen kommen und den Überblick nicht verlieren. Das ist schnell passiert, v. a. wenn man es nicht schafft, sich Inseln des Rückzugs, der Entschleunigung und für Meditation zu schaffen. Außerhalb des vollständigen Still-Seins kann die kreative Beschäftigung mit den großen Lebensthemen, mit archetypischen Symbolsystemen hilfreich sein und Perspektiven eröffnen, wie sie sich u. a. am Baum als Lebenssymbol festmachen können. Es ist eine Funktion des Langzeitprojekts Baumtagebuch, eben dafür Ansatzpunkte bereitzustellen, zunächst für mich selbst, aber dann auch für alle, die es anspricht und bei denen es etwas zum Klingen bringt.

An dann ist schon ganz bald Heilig Abend da

Die Annäherung an die Weihnachtstage hat immer auch etwas Beflügelndes. Jedenfalls konnte ich heute bei verschiedenen Langzeitprojekten einen deutlichen Fortschritt realisieren. Eines fast schon abschließen und zwei weitere auf eine kalkulierbare Planungsbasis für die nächsten Wochen setzen. Das ist beruhigend und eine gute Startvoraussetzung für das neue Arbeitsjahr. Gleichzeitig spielen in diesen Tagen natürlich die Vorbereitungen für Weihnachten und die Geburtstage innerhalb der Familie eine die Tagesabläufe prägende Rolle. Und dann wird es auch ziemlich schnell gehen, schon ist Heiligabend da. Ich freue mich, bei Ms Geburtstag morgen die ersten richtigen Weihnachtsbaumgespräche führen zu dürfen. Denn an dem Tag wird der geschmückte Baum bei uns traditionell zum ersten Mal für längere Zeit in seinem ganzen leuchtenden Glanz gezeigt.