Endlich wieder Maulbeeren

Die ersten Maulbeeren hat V. schon gepflückt und mitgebracht. Wir haben sie eingefroren und werden sie später, wenn wir mehr gepflückt haben, weiterverarbeiten. Selbst hatte ich sie vor drei Jahren, als die letzte und bisher erste Ernte an meinem selbst gepflanzten Baum möglich war, nicht geerntet. Von V. weiß ich aber, dass es mühsam ist, zum einen, weil die Früchte kleiner sind als z. B. Brombeeren und dann auch, weil sie sehr fragil mit ihren Stielchen an den Zweigen befestigt sind und sehr leicht bei Berührung herunterfallen. Das wird noch eine Herausforderung, zumal in diesem Frühjahr ein Rückschnitt nicht möglich war und die Krone deshalb sehr dicht zusammengewachsen ist. Da lässt sich die Leiter schwer anstellen, die Früchte werden insbesondere im oberen Kronenbereich nicht leicht zu erreichen sein. Aber die Mühe müssen wir uns natürlich machen, wenn die Früchte nach längerer Zeit wieder reichlich gewachsen sind und wir damit unseren Vorrat an leckerer Maulbeermarmelade für die nächsten Jahre auffüllen können. So hoffe ich.

Gute Maulbeerenprognose

Viel Regen und wieder eine Unterbrechung des Hochsommerwetters, das schon mit viel anhaltender Sonne gekrönt war. Gut, so füllen sich die Regenreservoirs wieder auf, die Pflanzen erhalten genug Wasser, ohne gegossen zu werden. Und wir können eine Abkühlung genießen, bevor die nächsten Hitzephasen anstehen. V. sagte mir heute, die Maulbeeren, die es in diesem Jahr erstmals wieder gibt, seien in ca. 3-4 Wochen erntereif. Darauf freue ich mich schon, können wir doch unsere zuneige gehenden Vorräte an Maulbeermarmelade. Jahrgang 2018 auffüllen. Vielleicht wird’s sogar noch mehr als vor drei Jahren. Nicht sicher bin ich mir, wodurch der seltene Segen motiviert ist. Vielleicht war es ja der ausgebliebene Rückschnitt, der ihn begünstigen konnte. Vielleicht stehen aber auch andere Faktoren im Raum, die wir noch nicht erfassen konnten.

Baumobstspekulationen

Sollten wir dieses Jahr wirklich keine Maulbeeren ernten können. Ich muss V. noch einmal fragen, ob der Baum nicht doch noch Lebenszeichen zeigt. Das wäre eine Schande, so viel Mühe, wie ich mir dem Rückschnitt im Frühjahr gegeben habe. Und das Wetter war doch während der Blütezeit eigentlich auch optimal. Es ist mir insofern ein Rätsel, sollte der Baum ein zweites Mal in Folge keine Frucht tragen. Nachschub für die leckere Maulbeermarmelade könnten wir ganz gut gebrauchen, denn die geht nun doch allmählich aus. Und ob es von anderen Baumfrüchten dieses Jahr verwertbares Obst gibt, ist auch noch nicht ganz sicher. Ich hoffe ja immer noch auf die Mirabellen, die wir wenn nicht zu Marmelade, dann doch mindestens zu einer Reihe von Hefekuchen werden verarbeiten können.

Nur selten gartenfrei

Es ist selten geworden, dass ich am Samstag einmal nicht im Garten gearbeitet habe. Diesmal haben der Regen und das ungemütlich schon fast herbstliche Wetter einen Strich durch die Rechnung gemacht. Sonst hätte ich noch einige Säcke Rindenmulch aus Nadelholzrinde besorgt und die restlichen Flächen rund um die einjährigen Stauden herum abgedeckt. Das wird dann nächste Woche nachgeholt. Immerhin kommt so die Projektarbeit schneller voran, die übrigen Dinge werden in diesem Sommer sicher noch ausreichend Raum finden. Gestern haben sich unsere Gedanken erstmals wieder in Richtung des Maulbeerbaums gerichtet. Der ist, weil er seinen Standort weiter entfernt hat, nicht unter ständiger Beobachtung. Immerhin sind die Blätter gekommen. Und auch geblüht hat er wohl. Aber V. sagt, er können bisher nur wenige Fruchtansätze erkennen. Ich hoffe, das kommt noch und wir erleben keinen Totalausfall wie im Vorjahr. Es wäre schon schön, wenn wir unsere Vorräte an leckerer Maulbeermarmelade wieder auffüllen könnten. Scheinbar ist die Art sehr abhängig von bestimmten Witterungsbedingungen zur Zeit der Blüte. Dabei sollte man meinen, dieses Jahr sei ideal gewesen. Aber ich gebe die Hoffnung nicht auf, dass er sich diesmal gut entwickelt und Früchte bringt.