Dieses Jahr werden die Maulbeeren tatsächlich nicht mehr reif

V. habe ich am Vormittag zum Bienenhaus begleitet, um dort die Tränke außen für die Bienen mit Regenwasser aufzufüllen. Das war in einer Tonne zwar gesammelt worden, aber geregnet hat es ja schon lange nicht mehr, so dass die umfunktionierte Kelter ausgetrocknet war. Mit mindestens fünf Gießkannen Regenwasser aufgefüllt sollte der Trinkvorrat für die zwei Bienenvölker jetzt eine gute Zeit wieder ausreichend sein. Natürlich habe ich bei der Gelegenheit erneut einen Blick in die Krone des Maulbeerbaums geworfen -nur um feststellen zu müssen, dass sich tatsächlich seit mindestens 6 Wochen dort nichts verändert hat. Die wenigen Maulbeerfrüchte, die zu sehen sind, sind immer noch in unterschiedlich unreifem Zustand, gerade so, als wenn sie eingefroren worden wären. Ganz seltsam, denn wir hatten ja jetzt super Hochsommerwetter, was normalerweise die Zuckerproduktion des Baums anstoßen sollte. Dass sich in diesem Jahr gar nichts weiterbewegt, kann ich nicht erklären. Dass es allein an der Trockenheit liegen sollte, leuchtet mir nicht wirklich ein, denn zwischendurch gab es ja doch heftige Gewitterregen. Aber auch die hatten keinerlei Einfluss. Die Maulbeerenernte 2026 kann ich deshalb komplett abhaken und auf ein fruchtreicheres nächstes Jahr hoffen.

Wechselhafte Baumobstaussichten für dieses Jahr

Man kann jetzt wohl schon sagen, dass dieses Jahr 2026 nicht zu den besten Baumobstjahren gehören wird. Es ist bei fast allen Obstsorten schon vorhersehbar, dass die Ernte weniger reichhaltig als im Vorjahr ausfallen und in einigen Fällen auch ganz ausbleiben wird. Bei den Maulbeeren haben wir das ja schon vor Wochen beobachtet, denn seitdem die ersten Maulbeeren in unterschiedlichen Reifegraden, aber überwiegend noch grün, weiß oder blass-rot zu sehen waren, hat sich so gut wie nichts weiterentwickelt. So als ob die Früchte partout nicht ausreifen wollten. Eine Vermutung: Dass diese Art doch neben moderater Wärme auch ziemlich viel Niederschlag und Wasserzufuhr benötigt. Der ist von einzelnen Schauern und Gewitterregen abgesehen aber ausgeblieben. Kann sein, dass der Maulbeerbaum im Besonderen sich daran gestört hat. Aber bei anderen Arten ist es ähnlich. Unsere Pfirsiche kommen zwar, sind auch schon klein und grün in mitteldichter Verteilung zu sehen. Aber der ausgebliebene Regen ist eben die Erklärung für ihr zögerliches Ausreifen und die bisher geringe Größe. Da müssten noch einige Wochen mit nicht zu großer Wärme, viel Sonne und zusätzlich ausgiebigem Regen kommen, wenn wir eine noch zufriedenstellende Pfirsichernte erwarten sollen. Bei den Äpfeln, Birnen und Zwetschgen wage ich noch keine Prognose, Die habe ich mir noch nicht angesehen, aber damit hat es ohnehin noch Zeit. Interessanter und naheliegender sind da schon die Mirabellen. V. sagte vor 10 Tagen, dass sie noch ca. 2 Wochen benötigen. Wir werden sie in den nächsten Wochen noch einmal inspizieren müssen und werden dann entscheiden, ob eine erste Pflückung Sinn macht. Denn richtig reif und süß müssen sie schon sein, wenn daraus ein schmackhafter Hefe-Mirabellenkuchen werden soll. Beziehungsweise eine ganze Reihe solche Kuchen, die wir traditionell einfrieren und dann übers ganze Jahr sukzessive verspeisen.

Auf der Suche nach dem Erfolgsrezept der schwarzen Maulbeere

Eigentlich wollte ich heute wieder nach den Maulbeeren sehen, weil ich davon ausgegangen war, dass sie zwei Wochen nach der ersten Sichtung halbreifer Beeren jetzt doch endlich einmal eine erste Ernte möglich machen sollten. Aber V. hat mir gestern schon mitgeteilt, dass sich tatsächlich nichts mehr getan hat. Die Reifung der Maulbeeren steht tatsächlich seit über zwei Wochen still und es sind auch keine neuen hinzugekommen, das vollständige Ausblieben in einer Hälfte der Krone inklusive. Das entspricht genau meiner eigenen Beobachtung. Das ist irritierend und unverständlich und natürlich sehr enttäuschend. Ich dachte eigentlich, das richtige Maß und den passenden Zeitpunkt für den Rückschnitt weit vor Beginn des Knospens ausfindig gemacht zu haben. Auch bin ich dabei wieder sehr sorgfältig und behutsam vorgegangen. Aber das allein scheint es nicht zu sein. Es muss noch weitere Einflussfaktoren geben, die den Fruchterfolg des Maulbeerbaums beeinflussen. Ein komplizierte und für mich noch nicht durchschaubare botanische Besonderheit. Vielleicht gelingt es mir zu Lebzeiten ja noch, das Geheimnis des Maulbeerbaums und das Erfolgsrezept der schwarzen Maulbeeren zu lüften.

Vom Hegen und Pflegen des Maulbeerbaums

Der Sommer könnte jetzt doch noch in eine angenehme Phase übergehen. Maximal 30 Grad bei ziemlich durchgehendem Sonnenschein und etwas Wind sind schon sehr gute Voraussetzungen dafür. Und wesentlich angenehmer als vieles, was wir zuletzt erlebt haben. Das moderat warme und helle Hochsommerwetter sollte nun auch dem Maulbeerbaum guttun. Und die Maulbeeren hoffentlich zur Reife bringen. Ich werde das am Samstag noch einmal in Augenschein nehmen und dann vielleicht den ersten kleine Eimer der Früchte abpflücken. Einige abgestorbene Äste, ausgerechnet einige der tiefliegenden und weit herunterreichenden, werde ich außerdem absägen müssen. Das Pflücken wird auch deshalb wohl mühsamer werden als im Vorjahr. Und auch nicht so ergiebig. Aber eine zumindest kleinere Menge neuer Marmeladengläser würde ich mir nach dem Hegen und Pflegen des Maulbeerbaums doch auch in diesem Jahr wünschen.

Günstige Bedingungen für gute Maulbeerenernte sind ein Rätsel

Gestern war es mir einfach noch zu heiß, aber heute Vormittag habe ich es dann doch gewagt, nach einer Woche dem Bienenhaus und meinen Maulbeerbaum einen Besuch abzustatten. Eigentlich mit dem Vorhaben, endlich das erste Eimerchen Maulbeeren abzupflücken. Dafür hatte ich extra noch eine Stehleiter von zuhause mitgenommen, die fürs erste geeigneter ist als die lange Ausziehleiter. Zu meiner großen Überraschung hat sich bei den Maulbeeren seit der vorangehenden Woche überhaupt nichts verändert. Immer noch sind die vorhandenen Früchte grün, weiß oder vereinzelt schon hellrot ausgefärbt. Aber reife, d. h. bei dieser Sorte schwarze waren überhaupt nicht dabei. Es scheint, dass das Hitzeklima dem Baum wider Erwarten keinen Anschub gegeben hat. Ganz anders, als ich erwartet hatte. Bei so viel Sonne, sollte die Zuckerproduktion doch auf Hochtouren laufen und die Früchte schneller reif werden. Aber es hat sich gar nichts verändert. Leider auch an der Zahl der Früchte nicht. Teile der Krone scheinen auf den ersten Blick fast frei von Früchten, und bei anderen sind sie zwar von Nahem betrachtet gewachsen, aber eben ziemlich spärlich verteilt und noch nicht ausgereift. Im Vorjahr konnte ich fast täglich neue Beeren pflücken, wobei die ganze Ernte schon im Juni abgeschlossen werden konnte. Und jetzt sind die Maulbeeren Ende Juni noch gar nicht erntereif. Das soll jemand verstehen. Ich hoffe, irgendwann hinter das Geheimnis dieser Baumart zu kommen und zu verstehen, welche Bedingungen für eine reiche Ernte förderlich sind.

Ein Einundzwanzigster mit willkommener Erholungsfunktion

Der Einundzwanzigste hatte im Vergleich zu den letzten zwei Wochen zumindest einen erkennbaren Erholungscharakter. Ein bisschen Erholung war auch notwendig, um die Energie zehrenden Anstrengungen der jüngsten Zeit zu kompensieren. Aber ruhigeres Herangehen war natürlich auch wegen der Hitze draußen naheliegend. Die Mäh- und Gartenarbeit gestern hatte ich überwiegend am Vormittag erledigt. Heute war die drückende Hitze dagegen schon früher präsent und hat sich im Tagesverlauf verfestigt. Vermutlich wird das noch mindestens zur Wochenmitte sich fortsetzen. Beschweren darüber will ich mich aber nicht, freuen wir uns doch alle darüber, dass der Sommer endlich angekommen ist. Ich hoffe, die Maulbeeren werden das konstant warme Wetter und die Sonne nutzen, um rasch und möglichst zeitlich so ausgedehnt wie im Vorjahr dazu nutzen, auszureifen und hoffentlich auch noch zahlreicher zu erscheinen. Dann hätte ich einen Anhaltspunkt für die Zukunft, in welcher Form und in welchem Umfang ein Rückschnitt des Baums möglich ist, ohne seinen Fruchtertrag zu gefährden. Ich bin ja schon froh, dass es nach dem guten Vorjahr überhaupt gleich wieder Maulbeeren gab.

Ein Tag für hochsommerliche Mäh- und Gartenarbeit

Die brütende Hitze dieser Tage hat es erforderlich gemacht, ganz früh zum Mähen der Wiese aufzubrechen. Dass das heute sein musste, war klar, nachdem wir es wochenlang aus unterschiedlichen Gründen immer wieder verschieben mussten. V. hatte ja große Bedenken, dass das bei dem hochgewachsenen Gras überhaupt funktionieren könnte, hatte schon fest den Einsatz der Elektrosense eingeplant und das Gerät auch schon betankt. Aber dann hat sich herausgestellt, dass der Rasenmäher ohne Antrieb die Aufgabe genauso gut, wenn nicht besser erfüllen konnte. Ich habe das Gelände dann in schmalen Streifen und auch mehrfach vorwärts und rückwärts abgemäht. Das funktionierte ganz gut, und jetzt liegt alles schön sauber und glatt da. Irgendwie beruhigend, zumal die Honig- und Baumobstsaison erst noch bevorsteht und wir uns dann dort besser bewegen können. Natürlich habe ich noch vor dem Mähen nach dem Maulbeerbaum gesehen und festgestellt, dass das Blätterdach schon ziemlich dicht gewachsen ist und der Baum seinen typischen Schatten wirft. Und auch, dass es schon Maulbeeren gibt, allerdings weniger als im Vorjahr, und später an sind sie im Vorjahresvergleich auch. Die meisten sind noch nicht reif, einige der tief liegenden Äste sind abgestorben und leider waren nur mit der kleinen Stehleiter kaum reifen Beeren zu erreichen gewesen. Ich werde deshalb in einigen Tagen nochmal nach dem Baum sehen und dann hoffentlich schon mehr Erfolg haben. Ich hoffe, es wird am Ende der Saison doch noch für zwei Dutzend neue Gläser mit frisch gekochter Maulbeermarmelade reichen. Am Nachmittag habe ich zuhause noch den wuchernden Kirsch-Lorbeer zurückgeschnitten und, um den Pfad zur Komposttonne frei zu machen auch die Eibenhecke auf der anderen Seite. Am Ende war ein großer Grünschnittsack wieder ziemlich gefüllt. Aber die wichtigsten Rückschnittaktionen für den Hochsommer, nach der Efeuhecke letzte Woche, sind damit auch wieder erledigt.

Moderater Hitze-Arbeitstag mit Aussicht auf ein Garten-Wochenende

Ja, das ist jetzt richtiger Sommer, mit den ganzen Tag über anhaltender Hitze. Ich musste allerdings kaum vor die Tür, habe eine Reihe aufgeschobener Routinen abgearbeitet und konnte insofern gut mit der Hitze leben – bei schon am Morgen weitgehend heruntergelassenen Jalousien. Die Mähaktion rund ums Bienenhaus, die wir nun schon seit einigen Wochen immer wieder aufschieben musste, werden wir morgen aber wohl endlich durchziehen. V. muss eigentlich nur dabei sein, um den Standort der Gartengeräte zu finden. Ansonsten hoffe ich, das relativ zügig durchführen zu können, bevor die ganz große schwüle Hitze aufkommt. Wahrscheinlich werde ich die Motorsense fürs Grobe verwenden und den Rasenmäher nur für einen glatteren Schnitte danach. Denn nur für den Rasenmäher ist das Gras einfach schon zu hochgewachsen. Was mich aber eigentlich interessiert, werden ich Anschluss in Augenschein nehmen können: Ob der Maulbeerbaum schon Maulbeeren trägt und ob wir in diesem Jahr erneut mit einer nennenswerten Maulbeerenernte rechnen können.

Auch dieses Jahr wieder hoffnungsvolle Anhaltspunkte für reiche Baumobsternte

Der Mai geht mit einer Sonnenstundenbilanz zu Ende, die unterhalb der vom April liegt. Das hat natürlich mit den in diesem Jahr ungewöhnlich sonnenreichen Apriltagen und mit den längeren Temperatur- und Sonnenlichteinbrüchen in diesem Mai zu tun. Eigentlich sollte es umgekehrt sein, zumal gerade der Mai in den meisten Jahren als sonnenreichster Monat des ganzen Jahres herausgestellt hat. Aber natürlich können einen die auf Klimawandel zurückzuführenden Abweichungen vom Gewohnten, was ich sonst als das „Verschwinden der Jahreszeiten“ hier bezeichne, nicht mehr wirklich wundern. Immerhin ist das zuletzt sehr sonnenreiche, dann aber auch tageweise eher bedeckte, schwüle und regenreiche Wetter für das Pflanzenwachstum von Vorteil. 2025 war ja schon ein an Baumobst sehr reiches Jahr. Wie es scheint, wird der diesjährigen Witterungsverlauf eine Wiederholung begünstigen. Die früh fruchtenden Arten, allen voran die Kirschbäume, zeigen jetzt schon eine üppige Fruchtdichte. Auch die Pfirsiche scheinen zumindest bezüglich der Anzahl von Pfirsichen auf eines der besseren Jahre hinauszulaufen. Bei den anderen Arten, den Äpfeln, Birnen, Mirabellen und Zwetschgen, können wir allerdings derzeit noch keine Prognose abgeben. Natürlich freue ich mich insbesondere auf eine möglichst reiche Maulbeerenernte. Aber die Frage kann ich noch gar nicht beantworten. Zuletzt habe ich nur beobachtet, dass die Krone sich mit Blättern verdichtet hat – ein guter Anfang. Aber bei der Art folgt die Fruchtreife recht schnell, nachdem das Blätterdach sich ausgebreitet hat. Ich hoffe, hoffnungsvolle Anhaltspunkte bei meinem nächsten Besuch des Baums zu erkennen.

Wachstumswetter auch für die empfindlicheren Gehölze

Morgen wird wohl die Talsohle dieses Zwischentiefs erreicht sein, bevor es in Richtung des Wochenendes wieder frühlingshafter, wärmer und sonnenreicher werden soll. Wir waren zuletzt auch wirklich verwöhnt vom traumhaften Frühlingswetter, das über einige Tage wolkenfreier und strahlender nicht hätte ausfallen können. Jetzt also das mäßig erfreuliche, eher an April erinnernde Schmuddelwetter, mit dem sich die Grünpflanzen aber zur Abwechslung wohl zu fühlen scheinen. Die Efeuhecke wuchert jedenfalls wie verrückt und muss in Kürze gleich wieder zurückgeschnitten werden. Und für den Maulbeerbaum, der sich mit dem Blätterbilden immer sehr schwertut, ist das leicht mit Regen aufgefrischte Wetter jetzt auch ganz vorteilhaft. Ich kann mir vorstellen, dass dann die Krone schneller und dichter mit einem durchgehenden Blattkleid bedeckt wird. Im letzten Jahr ging das beim Maulbeerbaum irre schnell, obwohl er da mit dem Grünen auch so spät an war. Jedenfalls haben wir schon im Lauf des Junis die meisten Maulbeeren gepflückt. Ob es wieder so kommt, und ob der Baum überhaupt in diesem Jahr wieder fruchtet, ist noch unklar. Rückschnitte wie der vom Spätwinter hat er bisher nie besonders gut weggesteckt. Aber ich hoffe, dass der Baum mit zunehmendem Alter auch widerstandsfähiger und unempfindlicher, damit in Sachen Fruchtreife auch konstanter wird.

Wenn ein Baum sich seiner fotografischen Erfassung entzieht

Gut, dass es so viele zeitintensive Projektarbeiten gibt, die mich in diesen Tagen in Atem halten. Denn auch nur einen kurzen Spaziergang zu machen, ist bei dem durchwachsenen und jetzt auch wieder regnerischen Wetter kaum möglich. So sind wir wie im Winter wieder auf uns selbst zurückgezogen und trauern den zwei Wochen hinterher, die zuletzt mit super viel Sonne und vorfrühlingshaftem Wetter Hoffnung auf ein Ende des Schmuddel-Winters gemacht haben. Eine der nachgeholten, weil lange liegengelassenen Aufgaben, die ich – wie gestern schon beschrieben – gerade nachhole, ist die Durchsicht und Sortierung der letztjährigen Fotoreihen. Damit bin ich inzwischen tatsächlich schon fast durch. Eine der letzten Reihen, die noch fehlten, ist die vom Maulbeerbaum in der Zeit, in der er so üppig Blätter und ungeahnt viele Maulbeeren getragen hat. Dieses Motivfeld dürfte ziemlich selten sein. Leider waren die Lichtverhältnisse an diesem Tag aber so, dass es ganz schwierig war, qualitativ gute Bilder zu machen: Zu hell, kein Stativ, schwierige Licht- und Schattenverhältnisse. So bin ich bei der Durchsicht jetzt wieder zu demselben Schluss gekommen wie damals Ende Juni: Für dokumentarische Zwecke ist die Reihe super. Aber es ist tatsächlich trotz sorgefältiger Nachbereitung nicht möglich, auch nur ein Foto aus dieser Reihe herauszugreifen, das für meine Microstock-Portfolios geeignet wäre. Dazu ist die technische Qualität in keinem Fall ausreichend, teils auch die Komposition, was im Umfeld dieses so lebendigen und quasi überwältigenden Baums, so wie er sich im Sommer 2025 präsentiert hat, gar nicht so überraschend ist. Wahrscheinlich hat der Maulbeerbaum ob seiner ungewöhnlichen vitalen Stärke in diesem Sommer einer fotografischen Erfassung entzogen. Was er ausstrahlte, sollte sich nicht so einfach wie sonst in statischen Fotografien festhalten lassen. Wenn das seine Absicht war, so ist ihm das tatsächlich auch gelungen. Falls es dieses Jahr wieder Maulbeeren geben sollte, werde ich einen neuen Versuch starten.

Ein anstrengender Rückschnitt für den Maulbeerbaum

Der zweite Rückschnitt des Maulbeerbaums, nachdem ich vor einer Woche bereits alle seitlich überstehenden Äste gekürzt hatte, war eine besonders Kraft raubende Aktion. Die hat dann auch ca. 4 Stunden Zeit in Anspruch genommen. Am Ende konnte ich die sehr weit in die Höhe geschossenen Kronenäste im Zentrum der Krone von der Leiter aus kappen. Nur an zwei Randbereichen der Krone habe ich die dort eher dünnen Triebe unverändert gelassen. Zum einen, weil die dort kaum zu erreichen sind, selbst von der Leiter aus und mit maximal ausgezogener Astschere, zum anderen ist es so für den Baum nicht ganz so irritierend. Tatsächlich hat er in den Vorjahren auf radikalen Rückschnitt eher so reagiert, dass der Blatttrieb stark verzögert war und im Sommer kaum Maulbeeren wuchsen. Im letzten Jahr aber, nachdem wir in dem diesem vorangehenden Jahr auf den Rückschnitt ganz verzichtet hatten, war der Maulbeerertrag ja sehr gut. Ich hoffe, dass die jetzt umgesetzte Strategie mit dem Rückschnitt im Zentrum der Krone und rundherum sowie dem Belassen einzelner Abschnitte mit ungekürzten Ästen einen zumindest durchschnittlichen Maulbeerenertrag nach sich ziehen wird. Aber natürlich hängt der Erfolg auch von anderen Faktoren ab: Ob während der Blütezeit keine Nachtfröste auftreten und ob zu früh kommende höhere Durchschnittstemperaturen nicht den Wachstumszyklus des Baums insgesamt aus dem Gleichgewicht bringen. Vor allem hoffe ich, dass das nicht mehr passiert, was vor drei Jahren ja Realität war. Damals musste es im Frühjahr mindestens eine sehr kalte Nacht gegeben haben, zumindest muss sich am Standort des Maulbeerbaums eine lokale Kälteglocke über den Baum gelegt haben. Denn damals wollte er lange Zeit überhaupt keine Blatttriebe mehr ausbilden. Erst im Spätsommer fing er, wie in einer Panikreaktion, hastig an, neue Blatttriebe auszubilden, nachdem er bis dahin vollkommen kahl inmitten der grünenden Nachbarbäume stand.

Der neue Vorrat Maulbeermarmelade

V. hat den größten Teil der eingefrorenen Maulbeeren schon zu Marmelade verkocht. Aber mindestens ein Drittel ist noch zu verarbeiten, was vermutlich morgen abgeschlossen werden kann. Dann werden wir einen ordentlichen neuen Vorrat an der Marmelade haben. Nicht ganz so viel, wie V. zuvor angenommen hatte. Aber doch wirklich viele. Ich freue mich sehr, das dürfte mindestens zwei Jahr ausreichen und damit einen möglichen Ernteausfall im kommenden Jahr kompensieren können. Aber natürlich hoffe ich, dass der Baum künftig mehr Konstanz zeigt und vielleicht auch durch das Alter und den Umfang des Stamms widerstandsfähiger geworden ist. Jedenfalls wäre es toll, wenn wir jedes Jahr Maulbeeren pflücken könnten. Das ist schon eine Art Erlebnis, das einen gewissen jahreszeitlichen Gewinn für uns alle darstellt.

Den Maulbeerbaum in der Hochzeit seiner Fruchtreife kennengelernt

Die Samstage sind bei uns immer angefüllt mit Routineerledigungen, vor allem mit solchen, zu denen die Arbeitswoche zuvor keine Gelegenheit bietet. Aber ich hatte mir nach der Rückkehr des Hochsommers dennoch vorgenommen, noch einmal beim Maulbeerbaum vorbeizuschauen, um eine weitere Pflückaktion durchzuführen. Wegen der Regentage und auch aus Zeitmangel hatten wir den Baum ja in den letzten 10 Tagen nicht mehr besucht. Schade eigentlich, denn in der Zeit sind bestimmt sehr viele Früchte einfach reif heruntergefallen, die wir natürlich auch noch hätten ernten können. Aber auch zuvor war schon klar, dass sich die Fruchtreife noch länger hinziehen würde. Das ist an der Art abzulesen, in der dieser Baum seine Beeren reifen lässt. Immer so, dass die Früchte büschelweise zusammenhängen, aber immer weiße, rote und dunkelblau gefärbte nebeneinander. So zeigt sich über die gesamte Fruchtzeit hinweg ein sehr buntes Bild, wenn man sich in dem ungemein dichten und verzweigten Geäst der Baumkrone einmal umsieht. Obwohl V. schon vorher einen kleinen Eimer gepflückt hatte, konnte ich zum Teil vom Boden und der Stehleiter aus, zum Teil von der langen an verschiedenen Ästen angelehnten langen Ausziehleiter aus noch einmal 1,4 KG Früchte zusammentragen. Das ist bei der bekannten Mühseligkeit beim Ernten dieser kleinen Fruchtbeeren, eine ordentliche Menge, auch wenn ich bei früheren Aktionen, die länger dauerten, auch schon mal 2,5 KG zusammen hatte. Aber auf die Menge und das Gewicht kommt es natürlich nicht wirklich an. Es ist v. a. das Erlebnis dieser ungeheuer vitalen Baums über die Wochen seiner Fruchtreife, das man eigentlich nur inmitten der Baumkrone bei dieser Arbeit des Pflückens haben kann. Ich bereue es nicht, mir in den vergangenen Wochen die Zeit genommen zu haben. Wegen der leckeren Marmelade, von der wir diesmal wirklich einen ordentlichen Vorrat werden anlegen können. Aber eben auch wegen der Gelegenheit, meinen Maulbeerbaum auf der Höhe seiner Fruchtreife so nah und gut kennengelernt zu haben.

Start ins kreative und naturbezogene Wochenende

Passend zum Wochenende konnte ich am Nachmittag wieder eine kunsthandwerkliche Arbeit starten. Zum Teil mit seltenen Holzarten, die ich nicht so häufig verarbeite. Das ist bei dem tollen Sommerwetter wirklich schön und außerdem genau das Richtige nach so viel techniklastiger Projektarbeit während der ganzen Woche. Die hatte mich auch heute bis zum Nachmittag wieder im Griff, immerhin aber mit einem vorläufigen Abschluss. Das ist dann wieder aufbauend, weil die Energien sich auf Folgeprojekte verlagern können, die nicht weniger Aufmerksamkeit erfordern. Schade finde, dass ich wohl auch morgen nicht mehr dazu komme, das Pflücken der Maulbeeren fortzusetzen. Da dürften im Laufe der Woche sehr viele reife hinzugekommen sein, auch V. konnte sich nicht damit beschäftigen. Aber vielleicht gelingt es uns doch noch, das Projekt ein wenig fortzusetzen. Es wäre schade um die vielen wohlschmeckenden Früchte, die nicht verwertet werden können, da es einfach dieses Jahr zu viele sind.

Mein wohl letzter persönlicher Maulbeereinsatz für dieses Jahr

Sommerlicher Maulbeerbaum 1
Sommerlicher Maulbeerbaum 2
Sommerlicher Maulbeerbaum 3
Sommerlicher Maulbeerbaum 4
Sommerlicher Maulbeerbaum 5

Heute war ich wieder sehr fleißig beim Maulbeerenpflücken – und habe zuvor eine Serie von Nahaufnahmen vom Maulbeerbaum gemacht. Das hatte ich mir unbedingt vorgenommen, um die Gelegenheit nicht zu verpassen, ein sehr seltenes Motivfeld festzuhalten, das so, in dieser Üppigkeit, nicht in jedem Jahr vorkommt. Und beim Pflücken am Vormittag, und später noch in einem kürzeren Einsatz am frühen Nachmittag, konnte ich alles ernten, was irgendwie noch mit der Leiter zu erreichen war. Was nicht heißt, dass die Maulbeerflut beendet wäre. Es gibt viele weit herabhängende Zweige, die auch in den nächsten Tagen noch problemlos abgepflückt werden können. Für mich war es wohl der letzte Pflückeinsatz heute. Aber V. wird sicherlich noch einige Male vor Ort sein und unseren Gesamtertrag noch etwas nach oben korrigieren. Heute allein habe ich über 3,5 Kilos Beeren gepflückt. Das ist angesichts der geringen Größe dieser leckeren Früchte schon erstaunlich. Aber es hat bei dem tollen Sommerwetter und der Wärme natürlich auch Spaß gemacht.

Überfließendes Sommerpflanzenwachstum

Der Regen der Nacht und die leichten Schauerphasen tagsüber haben dem Wachstum der Gemüsepflanzen gutgetan. Sicher auch den Sommerblumen, die so ein wenig durchatmen konnten und nicht mehr nur auf das abendliche Gießwasser angewiesen sind, um sich vor der Austrocknung zu bewahren. Auch das Laub der Bäume entwickelt sich in Richtung seiner größten Ausdehnung, ist aber noch nicht ledrig und dunkelgrün geworden, wie es sich dann im Spätsommer präsentiert. Mal sehen, ob wir am Samstag nochmal eine Runde am Maulbeerbaum pflücken werden. Damit hätten wir unser Soll für dieses Jahr schon erfüllt. Natürlich kann es dennoch sein, dass der Baum noch einige Wochen reife Früchte hervorbringt. Die werden wir nur nicht alle wirklich ernten können.

Rosige Baumobstprognosen

Nach einer Schwächephase hat V. nun das Baumobstfieber doch wieder gepackt. So ist beim Maulbeeren Pflücken heute wieder ein kleines Eimerchen zusammengekommen, was ungefähr dem halben großen Eimer entspricht, den ich bei den letzten ca. 2-stündigen Aktionen sammeln konnte. Damit verspricht der diesjährige Maulbeerenertrag recht ordentlich zu werden, zumal die Fruchtzeit des Baums noch lange nicht zum Ende gekommen ist und wir sicher noch einige Gelegenheiten nutzen werden. Mit Freude blicke ich diesmal auch auf den Pfirsichbaum, der sehr viele kleine Früchte trägt. Die große Frage beim Pfirsichbaum ist nur, ob die auch dicker werden und wirklich ausreifen. Die Plagen der letzten Jahre, der aggressive Blätterpilz und die Wespen haben noch nicht zugeschlagen. Beim Pilz gehe ich auch davon aus, dass wir diesmal verschont bleiben. Aber mit zunehmender Reife und Süße der Pfirsiche werden die Wespen sicher wieder aktiv werden. Dann müssen wir den richtigen Zeitpunkt zum Pflücken finden. Daneben gibts ja noch jede Menge anderes Baumobst: Die Nashi-Birnen z. B., die ebenfalls zahlreich und kräftig wachsen. Und außerhalb des Gartens, auf unserer Streuobstwiese: Mirabellen, Äpfel, Birnen, Zwetschgen. De Mirabellen dürften demnächst aktuell werden. Mit den anderen Früchten müssen wir noch warten, um abschätzen zu können, wie die Saison und der Ertrag einzuschätzen sind.

Ansätze von Selbstversorgung mit Baumobst

Die Lektüre des Buchs über den vorgeblich letzten Waldmenschen des Alpenlandes habe ich heute abgeschlossen. Es ist schon länger her, dass ich diese Art von zeitgenössischer Erfahrungs-Baumliteratur durchgearbeitet habe. Aber es war ganz spannend und interessant, gerade weil es nicht ausschließlich nostalgischen Charakter hatte. Solche Einblicke in ungewöhnliche und seltene Lebensweisen, die einen Bezug zu meinem Lieblingsthemenfeld „Baum und Mensch“ haben, sind schon eine Bereicherung. Der Naturmensch, von dem das Buch handelt, ist allerdings nicht explizit ein Baum-Kenner, eher ein Kräuterweiser, die ursprünglich über die Beschäftigung mit Weidetieren in den Dolomiten im Laufe seines Lebens immer stärkeren Bezug zu den Pflanzen aufgebaut hat und auch deshalb weitgehend autark und selbstversorgend leben konnte. Sich ausschließlich von selbst gesammelten Pflanzen wie heimischen Kräutern, Obst, Pilzen und Flechten zu ernähren, erfordert schon eine profunde Kenntnis und eigentlich auch diese Lebensweise, die den Fokus auf das Erkunden der Natur und das Sammeln für den Eigebedarf benötigter Pflanzen legt. Natürlich kommen auch in den Berichten über diesen Naturmenschen und in den eigenen Äußerungen desselben auch die Bäume vor, die u. a. für den Obstvorrat sorgen, deren Blätter, Nadeln, Blüten und Früchte in vielfältiger Form in Salaten, Tees, Salben, Brot und Getränken Verwendung finden. Einiges davon ist mir aus meiner langjährigen Beschäftigung mit den Bäumen ebenfalls vertraut und wird von mir auch praktiziert. Aber eine solche Fokussierung ist mir wie wohl fast jedem eher fremd. Meine Bezüge zum Nutzen der Bäume für quasi landwirtschaftliche bzw. selbstversorgende Zwecke ist in der Tradition meiner Familie sehr viel eingegrenzter, aber dauerhaft präsent. Denn wer pflegt heute tatsächlich noch von den Vorfahren angelegte Streuobstwiesen? Ein Abfallprodukt, wenn man so will, dieser Obstbaumtradition war vor Jahren für mich der Erwerb und das Einpflanzen des Maulbeerbaums auf Vs Bienenhaus-Grundstück. Auch wenn ich damals, beim Pflanzen des noch jungen Baums, den Standort nicht hundertprozentig gut getroffen habe, in der schmal auslaufenden Spitze des Grundstücks, die Wuchsfreude und den Ausdehnungsdrang der Baumart unterschätzend, bin ich heute doch sehr froh über diese Entscheidung und darüber, dass sich der Baum so gut entwickelt hat. Dabei hat der regelmäßige und wohl überlegte Rückschnitt natürlich auch seinen Anteil. Nach dem Ausfall im Vorjahr und einigen noch länger anhaltenden, sogar mehrjährigen Pleiten in den vorangehenden Jahren haben wir dieses Jahr aber einen guten Maulbeerjahrgang erwischt. Der Baumobstertrag dürfte zwar in diesem Sommer generell, auch bei den Äpfeln, Birnen, Kirschen, Pflaumen und Mirabellen, besonders üppig ausfallen. Aber bei den Maulbeeren kann man sich wegen ihrer Anfälligkeit während der Blütezeit und nach empfindlichen Frösten, besonders über reichen Ertrag freuen. Am Vormittag bin ich noch einmal zum Pflücken ausgezogen und konnte in den knapp zwei Stunden immerhin wieder einen halben großen Eimer sammeln. Wenn man bedenkt, dass noch massig unreife Beeren über den gesamten Kronenbereich verteilt sind, könnte das eine sehr gutes Maulbeerenjahr werden. Die Frage ist nur, ob wir die Zeit freimachen können, die sukzessive ausreifenden Beeren zumindest teilweise zu pflücken.

Nutzlose Naturfreuden sind die schönsten

An den Sommer in dieser Form könnte man sich gewöhnen. Mir zumindest bekommt die trockenere Hitze ganz gut und auch besser als die eher lauwarme und feuchte Variante. Und dennoch kann das bei körperlich anstrengenderen Aufgaben zu einer Herausforderung werden. Heute ist aber damit noch mal alles gut gegangen. Ich freue mich dann auf die ehr schattigen kunsthandwerklichen Arbeiten am Wochenende und all die anderen Aktivitäten, die mich hoffentlich von der formalen und techniklastigen Arbeit im ausgleichenden Sinne wegführen. Vielleicht werde ich am Wochenende dem Maulbeerbaum noch einen weiteren Besuch abstatten, vielleicht warte ich aber auch noch eine Woche, damit zwischenzeitlich mehr Früchte ausreifen können und sich dann eher lohnt. Das Arbeiten im Freien, in Gartennähe und die Präsenz der Gartenbäume sind aber auch eine schöne Alternative, ganz nutzlos, aber genauso zur Jahreszeit passend.

Die erste Pflückung im kühlen Schatten der Maulbeerbaumkrone

Das gestern geschmiedete Vorhaben war schlüssig, so dass ich es heute auch umsetzen konnte. Zur Hälfte am Vormittag, zur anderen Hälfte am frühen Nachmittag habe ich die erste Pflückung der reifen Maulbeeren durchgeführt, zum Teil mit Vs Unterstützung. Aber ich habe überwiegend von der ausziehbaren Leiter aus gepflückt, weil die meisten und auch die größten Früchte natürlich in der oberen Baumkrone zu finden waren. Ein Problem ist bei diesem so vitalen Baum aber jedes Mal, dass es schwierig ist, alle Bereiche der Krone überhaupt zu erreichen. Es gibt nicht genügend tragfähige Äste, an die ich die Leiter sicher anstellen kann. So bleiben ganze Abschnitte der Krone letztlich unerreichbar. Aber alle machbaren habe ich soweit wie möglich abgepflückt. Das hat bei dieser Baumart nicht viel zu bedeuten, da die Fruchtreife sich über einige Wochen erstreckt, in denen die Maulbeeren nach und nach reifen. Und das ziemlich gleichmäßig verteilt, so dass man regelmäßig weiße, rote und schwarze Früchte nebeneinander findet und dann, da es sich um eine schwarze Maulbeere handelt, immer versuchen muss, die schwarzen herauszupicken. Das ist auch ein ganz treffender Ausdruck für diese Pflücken, bei dem man sehr ruhig und zielsicher vorgehen muss. Die „Befestigung“ der Früchte mit ihren kurzen Stielchen ist nämlich so instabil, dass sie bei der geringsten Berührung gleich herunterfallen. Entsprechend dicht gesät ist trotz der Vorsicht der Boden unterhalb der Krone, da sehr viele Früchte abfallen, bevor ich sie zu greifen kriege. Aber die durchaus angenehme, weil im kühlenden Schatten inmitten der Baumkrone geschützte Pflückaktion war durchaus erfolgreich. Riesen Mengen sind bei den relativ kleinen Früchten, die durchschnittlich vielleicht die halbe Größe von Brombeeren erreichen, zwar nicht zu erwarten. Aber ein großer gefüllter Obsteimer als Ernte für einen Tag ist eigentlich nicht schlecht. Ich hoffe, in den nächsten Wochen genügend Zeiträume freimachen zu können, um immer wieder eine Runde zu pflücken. Am Ende sollten wir genügend geerntet haben, um unseren langsam zu Neige gehenden Vorrat an leckerer Maulbeermarmelade wieder auffüllen zu können.

Legitimes Baum-Vorhaben am bevorstehenden Feiertag

Das war fast ein Duplikat des Vortags, auch was die Verteilung und Gewichtung meiner Aufgaben betrifft. Das Gute zudem in solchen Sommerwochen, die durch einen Feiertag geteilt sind: Die Menschen nutzen das gerne für Kurzurlaube, Auszeiten und allgemein um den Gang ein wenig zurückzuschalten. Das ist immer vorteilhaft, wenn ich an kreativen Aufgaben sitze, die viel Zeit erfordern und mit wenig Ablenkung besser vorankommen. So habe ich meine Außentermine und externen Vorhaben geschickt am Rande dieser Auszeit-Wochen platziert, so dass ich insgesamt einen ausgewogenen Fluss der Aktivitäten erreichen kann. Nach der erneuten Arbeit mit den verschiedenen ausgefallenen Baum- und Holzarten am Nachmittag habe ich für den morgigen Feiertag etwas ins Auge gefasst, was als Aktivität an einem Feiertag legitim erscheint, weil es keine Arbeit im engeren Sinne darstellt. Ich denke tatsächlich daran, die erste Pflückung am Maulbeerbaum anzugehen, da V. ja davon berichtet hat, wie dicht und üppig der in diesem Jahr mit reifen Früchten gesegnet ist. Bei tollem Sonnenschein, feiertäglicher Ruhe und im halbtransparenten Schatten der ausladenden und dichten Krone des Maulbeerbaums sollte das eigentlich ein stimmiger Einsatz werden.

Sommer, Maulbeeren und der Fokus auf zentralen Lebensaufgaben

Der Sommer ist heute wieder zurückgekehrt, und mit ihm einige zuletzt nicht mehr selbstverständliche Kommunikationen, die von wechselseitiger Wertschätzung und gemeinsamer Lebenserfahrung zeugen. Das ist nach langen Phasen scheinbar von Technik allein dominierten Aufgaben und Herausforderungen eine Wohltat. Ist es doch näher an dem, worum es zumindest in meinen selbstgesteckten Lebensaufgaben eigentlich geht. Man kann das zwischendurch fast aus den Augen verlieren, wenn vermeintlich Vorrangigeres alle Energie einfordert. V. berichtet von vielen schon reifen und damit erntefähigen Maulbeeren, die teilweise von den Vögeln schon attackiert werden und massenhaft schon verloren auf dem Boden liegen, weil diese Früchte sich ja schon bei geringsten Erschütterungen der Zweige lösen und herunterfallen. Das ist auch beim Pflücken eine Herausforderung, die einen zwingt, besonders vorsichtig vorzugehen. Ich schätze aber, nicht vor dem Wochenende dazu zu kommen, die erste Pflückaktion der leckeren Früchte durchzuführen. Ich bin aber jetzt schon gespannt, wie sie sich entwickelt haben und ob sie wirklich so ergiebig und zahlreich in diesem Jahr ausfallen, wie es zuletzt schien.

Zittern um das diesjährige Baumobst

Unheimliche Schwankungen beim Wetter, den Temperaturen und der Verteilung von Sonne und Wolken machen uns heute in Sachen Biowetter Probleme. Es scheint, dass sich der Frühling nicht richtig entschließen kann, zur Hochform aufzulaufen und stattdessen immer wieder den zeitweiligen Rückzug antritt. Ich hoffe sehr, dass dabei keine extremen Ausschläge nach unten sein werden, weil das in den Vorjahren schon öfters die bis dahin vielversprechende Baumblüte ruiniert hat. Ich denke an den Maulbeerbaum, aber auch an den Pfirsichbaum und die Nashi-Birne, die im Vorjahr auf Grund dieser späten Frühlingsfröste wenig bis gar keinen Früchteertrag brachten. Ein gutes Jahr für das Baumobst wäre da eine Beruhigung und würde Mut und Lust machen, die Pflege der Bäume und Sträucher weiterhin so sorgfältig auszuführen, wie wir das gewöhnt sind. Immer nur Rückschläge und Ausfälle sind dann doch frustrierend. In diesem Jahr spekuliere ich v. a. auf einen Erfolg bei den Maulbeeren. Unsere Vorräte benötigen dringend einen Nachschub.

Der Rückschnitt des Maulbeerbaums – kurz und bündig

Das mit dem Maulbeerbaum war heute kürzer und bündiger als vorausgesagt und auch kürzer als in den Vorjahren. Dabei habe ich in der kurzen Zeit am Vormittag die eigentliche Aufgabe erledigt, die Kronenform des Baums wieder so zurückzuschneiden, dass sie einer normalen Kronenform entspricht. Nach dem Frostschaden und der extremen Irritation des Baums im Frühsommer des letzten Jahres hat er nach einer mehrmonatigen Pause, in der er vollständig kahl dastand, ohne ein einziges Blatt, dann ab dem Spätsommer doch noch einmal die Kurve gekriegt und in einer Art Paniktrieb neue Blätter und Äste ausgebildet. Das hatte dann aber skurrile Auswüchse im wörtlichen Sinne zur Folge. Es bildeten sich kleine Bäumchen innerhalb der Krone die grotesk aus der runden Kronenform ausbrachen. Eben diese Auswüchse habe ich heute entfernt. Überwiegend mit der langen Astsäge, teils auch mit der ausziehbaren Astschere. Von diesen größeren Strukturen abgesehen, hat der Baum ungewöhnlich wenig Astmaterial zugesetzt, aus den geschilderten Gründen. Deshalb konnte ich den sonst immer angeschlossenen zweiten Arbeitsschritt diesmal auch guten Gewissens auslassen. Nämlich die unzählige senkrecht nach oben wachsenden neuen Asttriebe, die sich über die gesamte Krone verteilen, zu kappen. Ich habe sie tatsächlich alle stehen lassen, weil sie anders als früher keine nennenswerte Stärke hatte. Die manchmal 2-3 Meter lange Triebe waren sonst so dick wie ein oder zwei Daumen. Diesmal aber sind es nur dünne und zarte Asttriebe gewesen, die ich einfach stehenlasse, weiterwachsen lasse, um den Baum nach der Vorgeschichte des letzten Jahres nicht zu irritieren. Vielleicht ist das auch besser so, wenn wir auf eine Fruchternte spekulieren, die bei der Art nicht regelmäßig erwartet werden kann. Da können solche Faktoren eine Rolle spielen. Gut ist auch der frühe Zeitpunkt des Rückschnitts, den ich ganz bewusst gewählt hatte. Denn in früheren Jahren war ich oftmals zu spät dran, in einer Phase, in der schon viele neue Triebknospen zu erkennen waren. Wahrscheinlich hat das dem Baum kurz vor dem Austreiben dann zu viel Energie weggenommen.

Übergangsjahreszeit und Baumschnittgedanken

Die Verteilung des Sonnenlichts verlief am heutigen Sonntag ähnlich wie gestern, hatte um die Mittagszeit aber eine Delle, ganz untypisch. Denn normalerweise verzeichnet die Kurve in der Zeit ja ihren Höhepunkt. Aber wir wollen nicht zu viel verlangen, freuen uns einfach auf das Licht und die Aussicht auf weitere Tage mit ähnlichem Verlauf. Die Bäume sind mir in dieser Übergangsjahreszeit merkwürdig fern. Zwar denke ich öfter schon an den richtigen Zeitpunkt, unsere Fruchtbäume, im Garten und außerhalb, zurückzuschneiden. Aber es ist gleichzeitig auch klar, dass es dafür noch etwas zu früh ist. Wenn ich mich entschließen kann, ist es aber erfahrungsgemäß schon ein wenig zu spät, dann sind schon die ersten Knospen zu sehen, aus denen die neuen Asttriebe entstehen. Deshalb habe ich mir fest vorgenommen, diesmal den idealen Zeitpunkt genauer im Blick zu behalten, besonders für den Maulbeerbaum. Der war nämlich im Vorjahr extrem gebeutelt aus einer Frostphase im Frühling hervorgegangen und hatte ganz große Probleme, sich wieder zu erholen. Nach mehreren Monaten, in denen er fast komplett kahl dastand, konnte er sich im Spätsommer doch noch einmal aufrappeln, um zum zweiten Mal Blätter und feine Äste auszutreiben. Das sah damals allerdings sehr wild aus. Wir werden beim Zurückschneiden wohl sehr vorsichtig und zurückhaltend vorgehen müssen, wenn er nach der Schreckenserfahrung dieses Jahr eine wahrscheinliche Chance erhalten soll, Früchte zu bilden. Das ist bei diesem Baum, möglicherweise auch bei der Art generell, eine Seltenheit, die offenbar von vielen nicht näher identifizierbaren Faktoren abhängt. Jedenfalls hatten wir bisher erst dreimal die Ehre. In den drei Fällen durften wir aber sehr viele Früchte ernten, die überwiegend in unseren leckere schwarze Maulbeermarmelade eingegangen sind.

Unmögliches Regenwetter war die Rettung für einen gebeutelten Maulbeerbaum

Ein Gutes hat der Dauerregen und die geringe Aufheizung der Luft zu unpassender Jahreszeit: Die „Problembäume“ haben Gelegenheit, sich zu erholen. Es war mir jedenfalls eine Beruhigung beim Vorbeifahren zu sehen, dass unser Maulbeerbaum, der ja sämtliche neuen Blätter verloren hatte und wochenlang völlig kahl dastand, jetzt doch wieder ein relativ geschlossenes Blätterdach zeigt. Ich konnte es bisher nur aus der Distanz betrachten. Aber von da aus sah es nach einer grünen Blätterkrone aus. Wie dicht sie jetzt im zweiten Anlauf nachgewachsen sind und wie groß die Blätter geworden sind, werde ich mir in Kürze von Nahem anschauen. Zuletzt hatte ich ja die Befürchtung, der ganze Baum könnte Schaden nehmen, wenn die Sonne des Hochsommers ungebremst auf die Rinde trifft. Aber nun ist ein schützendes Dach aus absorbierendem Grün doch noch mit starker Verspätung entstanden und wir können für nächstes Jahr wieder auf eine Maulbeerenernte hoffen, die in diesem Jahr naturgemäß komplett ausfallen wird.

Eindrucksvoll eigentümlicher Maulbeerbaum

Die stundenlange Arbeit auf der Leiter und mit Teleskop-Astschere und -säge gestern steckte mir und V. ebenso heute noch in den Knochen. Das gehört eben doch zu den Tätigkeiten, die keine Routine sind und entsprechend körperlich herausfordernd. Ich bin aber froh, dass ich drangeblieben bin und den Baumschnitt wirklich abschließen konnte. V. hatte zwischendurch die Idee geäußert, noch ein weiteres Mal herzukommen. Aber ich hatte das Gefühl, das am selben Tag durchzuziehen, auch weil zu dem Zeitpunkt nicht mehr viel gefehlt hat. Es erfordert dann am Ende etwas Phantasie und die Lösung der schwierigen Äste auf andere als die ursprünglich gedachte Art. Mit etwas Mühe war es am Ende so doch zu schaffen, und vor allem so, dass das gewünschte Ergebnis eines erkennbaren Rückschnitts bei gleichzeitigem Belassen eines großen Teils der Kronenäste erreicht war. Und zwar so, dass wir durchaus mit einer guten Maulbeerernte rechnen können, wenn nicht andere ungünstige Faktoren wie ein Erfrieren der Blüte oder Insektenbefall der Blüte oder Ähnliches dazwischenfunken. Ein Fruchterfolg würde uns ungemein freuen, weil diese Baumart und ihre Früchte schon in mehrfacher Hinsicht etwas Besonderes sind. Nicht nur bezüglich der Wachstumsfreude und Vitalität beweisen die Maulbeerbäume einen ganz eigentümlichen und eindrucksvollen Charakter.

Der vitale Maulbeerbaum ist immer wieder eine Herausforderung

Der zweite Teil des Maulbeerbaumrückschnitts war sehr viel umfangreicher als erwartet. Natürlich, ich hätte es auch bei dem gestern erreichten Zustand belassen können. Denn die zu den Nachbargrundstücken überhängenden Äste hatte ich schon gekürzt und auch an den übrigen Seitenflächen den Baum in handhabbare Form gebracht. V. hat aber zudem die Vorstellung, der Baum müsse auch in der Höhe reduziert werden. Richtig ist, dass die ganz hoch ragenden Äste ohnehin unerreichbar sind. Wenn daran später Maulbeeren hängen, können wir sie ohnehin dort nicht pflücken. Aber weiter unten eben schon. Und der Baum hat immer schon eine enorme Vitalität gezeigt, sich als wahres Wachstumsgenie entpuppt, so dass auch dann guter Fruchtertrag zu erwarten ist, wenn mehr Äste Frucht tragen können. Umgekehrt haben wir schon mehrfach erlebt, dass ein zu starker Rückschnitt den Baum in Sachen Frucht abgebremst hat, so stark, dass gar keine Früchte erschienen sind. Ich hoffe, mit diesem Zwischending – jetzt sind auch in der Höhe die Äste ein gutes Stück heruntergestutzt – eine eher geringfügige Irritation entstanden ist und die Maulbeeren im Sommer zahlreich wachsen werden. Die ganze Familie schätzt die aus ihnen gemachte Marmelade. Ein reicher Ertrag wäre insofern wichtig, um die Vorräte aufzufüllen. Die Baumschnittaktion beim Maulbeerbaum ist damit abgeschlossen. Aber der nicht unerheblich große und sperrige Haufen abgeschnittener Äste wartet noch auf seine Weiterverarbeitung. Vielleicht werden wirr ihn in kürzere Abschnitte schneiden und im Holzofen verfeuern. Vielleicht verbleibt er aber auch als Kompost auf dem Grundstück in der Nähe des Maulbeerbaums.

Fortschritt beim Rückschnitt des Maulbeerbaums

Der Maulbeerbaum ist zwar gut gewachsen, aber die Ausdehnung ist nicht so stark, wie ich es befürchtet hatte. Gemessen daran, dass er zwei Jahre nicht zurückgeschnitten wurde. Offenbar tut es dem Baum gut, einmal in ruhe weiterzuwachsen, denn es ist mehr Kraft in die starken Kronenäste, direkt an der unteren Verzweigung des Stamms gegangen, die bereits kräftige Durchmesser haben. Die Endtriebe dagegen sind zwar lang, in alle Richtungen abstehend und machen den Baum sehr hoch. Aber sie sind erstaunlich dünn. Nachdem ich heute die stark abstehenden Äste rundherum, v. a. die über die Zäune und Hecken zum Nachbargrundstück reichenden, alle gekappt habe, geht es im zweiten Schritt morgen darum die in der Mitte hoch hinausragenden Triebe deutlich zu kürzen. Das wird vom Boden aus, auch mit der ziemlich weit ausziehbaren Stange, leider nicht möglich sein. So muss ich wohl eine Leiter besteigen und von dort aus die höheren Regionen erschließen. Ich habe dennoch den Eindruck, dass dabei insgesamt viel weniger Schnittmasse übrig sein wird als bei meinen letzten Rückschnitten. Da hat sich doch etwas zum Positiven entwickelt.