Endphase der Baumobsternte und Pflege der Streuobstwiesenkultur

Zum meteorologischen Ende des Sommers wird medial viel über die Rekord-Hitze dieser Saison gesprochen. Und gleichzeitig ist der Herbst mit seinen Vorzeichen unübersehbar. Denn was wir so lange vermisst haben, Regen und beruhigende Wolken, sind jetzt auf einmal massiv über den Tag verteilt präsent. Unter anderem sind unsere Regenwasserreservoirs wieder aufgefüllt und wir können uns seit Langem mal wieder das Gießen ersparen. Auch bezüglich der Baumobsternte sind wir ziemlich fortgeschritten, nachdem V. heute noch die letzten Zwetschgen zu Zwetschgenkraut verarbeitet hat. Jetzt stehen nur noch die Pfirsiche, die Weintrauben und später die Äpfel und Birnen auf dem Plan. Aber ich denke, der ganz große Höhepunkt ist tatsächlich schon überschritten. Wieder ein bisschen übertrieben und zu viel. Aber das ist uns die landwirtschaftliche Traditionspflege und überhaupt das Hochhalten der regionaltypischen Streuobstwiesenkultur eben Wert.

Folgende Baumobstvorhaben

Das Mirabellenthema sollte für dieses Jahr jetzt abgeschlossen sein. Denn V. hat von den restlichen Früchten, die wir nicht zu Kuchen verarbeitet haben, heute Marmelade gekocht. Die wird allerdings wahrscheinlich lange im Vorratsregal stehen bleiben, weil wir letztlich doch fast immer auf die Maulbeermarmelade zugriefen. V. wird sich wohl alleine an dieser Mirabellenmarmelade erfreuen, die zwar, wie die frischen Mirabellen selbst, einen charakteristischen Geschmack hat, aber doch mit den aromatischen dunklen Früchten der schwarzen Maulbeeren nicht mithalten kann. Natürlich wird es bei diesem Einkochen nicht bleiben. Es werden sicherlich noch die Nashi-Birnen, die Pfirsiche und die Zwetschgen folgen. Nur mit Apfelmus haben wir es alle nicht so, darauf werden wir auch in dieser Saison sicher verzichten.

Marmeladenvorlieben und Honig

Selbst die Brombeeren fallen in diesem Sommer eher reduziert aus. V. hatte Probleme, geeignete zu finden, da er seine berühmte Mischung aus Nashi-Birnenfrucht und Brombeeren zu Marmelade verarbeiten wollte. Tatsächlich gehört diese Erfindung zu den Marmeladen-Highlights der letzten Jahre. Und wenn meine Favoriten „Blaubeere“ oder „Ingwer“ ausgegangen sind, greife ich meist auf diese Sorte zurück, die wir noch aus den Vorjahren im Vorrat haben. Am liebsten ist mir allerdings der eigene Honig, der Dank des mutigen Neuanfangs, den V. gewagt hat, dieses Jahr wieder reichlicher floss. Bis er an das Niveau früherer Zeiten anknüpfen kann, sind aber noch einige Hürden zu nehmen. Vor allem muss er das richtige Behandlungsverfahren herausfinden. Erkundigungen dazu hat er genügend eingenommen, aus der Fachpresse und von Kollegen. Hoffen wir, dass der Zustand der Völker im kommenden Frühjahr ein positiver sein wird.