Präsentative Formen zur Wirkung bringen

Die Aufträge für Lebensbaum- und Wunschbaum-Armbänder kamen wieder genau zum richtigen Zeitpunkt. Nämlich so, dass ich die Arbeiten voraussichtlich bis zum Wochenende fertigstellen kann. Das Drechseln, Sägen und Bohren ging bei den beiden Holzarten – Holunder und Zypresse – heute sehr gut von der Hand. Keine besonderen Pannen, Fehler oder Verzögerungen. Und von der geradezu erholsamen Wirkung der handwerklichen Arbeit abgesehen, trägt diese intensive Holzarbeit immer auch meditativen Charakter, ist wie ein stiller Dialog mit dem Baum, von dem das Holz stammt. Ich denke und hoffe auch, dass sich dieser Austausch letztlich positiv auf das Ergebnis auswirkt, dass sie in der Form des Armbandes konserviert bleibt und nachwirkt. Vor allem auf den Träger des Armbandes und sein oder ihr eigenes Verhältnis zu den Bäumen, ihrer Energie, Symbolik und Ästhetik. Es ist schön, diese Form präsentativer Kommunikation immer wieder praktizieren zu können und zur Wirkung zu bringen.

Begründete Hoffnungen auf einen ausgedehnten Sommer

Jetzt also wieder Schonklima für die Pflanzen, und der erste Tag seit Langem, an dem ich nicht gießen musste. Gleichzeitig sind unsere Regenwasserreservoirs durch den Regen wieder etwas aufgefüllt worden. Die Wechselhaftigkeit des Wetters verlangt uns biorhythmisch zurzeit so einiges ab. Aber mit der Aussicht auf einen wirklich moderat warmen und sonnenreichen Juni kann man das ganz gut ertragen. Jedenfalls haben die richtigen Sonnentage im Mai, und zuvor schon im April gewisse Hoffnungen für eine ausgedehnte Sommersaison geschürt, und vor allem auf einen Sommer, der den Namen verdient. Im Vorjahr war der Sommer ja eigentlich ausgefallen, was u. a. nachträglich daran erkannten, dass wir nur einige wenige Male die Sitzgarnitur hinterm Haus zum Essen oder Kaffeetrinken genutzt hatten. -Das ist bis jetzt schon in diesem Jahr anders. Wenn nichts noch später dagegenspricht, freue ich mich auf mehr Aufenthalt im Garten -nicht nur für die Gartenarbeit und die Rundgänge zu den Gartenbäumen, Stauden und Blumen. Auch um dort die Mahlzeiten zu uns zu nehmen und vor allem auch kunsthandwerklich zu arbeiten. Die nächste Gelegenheit, und wenn ich mich richtig erinnere die erste für dieses Jahr dort draußen, wird es dazu am Wochenende geben. Diesmal geht’s um ein Wunschbaum-Armband aus dem Holz des Holunders.

Lebenssymbolische Spiegelung und die Wunschbaum-Manufaktur

Ich freue mich, auch an diesem Wochenende eine kunsthandwerkliche Arbeit abschließen zu können. Die aufwändigeren Arbeitsschritte für die beiden jüngsten Armbänder, ein Lebensbaum-Armband und ein Wunschbaum-Armband, konnte ich heute schon realisieren, bei sehr angenehm warmem und sonnigem Wetter, was der Arbeit an der Maschine im Außenbereich entgegenkommt. So wie die Holzarbeit generell einfach schöner ist, wenn wir um uns herum Frühling oder Sommer erleben. Da macht sich eben die Nähe des Materials, seine Herkunft von den Bäumen her bemerkbar, die eben auch vom Licht leben und in eben diesen Jahreszeiten ihre Vitalität nach außen tragen. Es ist schön, wenn sich diese Dispositionen so stimmig in der Arbeit an den lebenssymbolischen Formen widerspiegeln.

Baumsymbolische Kommunikation mit Autoattraktion

Nach kurzer Pause freue ich mich, am Wochenende wieder eine kunsthandwerkliche Arbeit beginnen und vielleicht auch schon abschließen zu können. Der Feigenbaum ist in jüngster Zeit öfters nachgefragt worden, so auch jetzt wieder. Etwas, das ich seit Jahren beobachte, dass immer bestimmte Baumarten gehäufte Aufmerksamkeit beanspruchen, um in dieser Hinsicht dann wieder von anderen abgelöst zu werden. Nicht herausgefunden habe ich bisher, woran das liegt. Ob es eventuell mit gewissen globalen Schwingungen zusammenhängt? Wundern würde mich das überhaupt nicht, spielen solche Schwingungen bei der gesamten baumsymbolischen Kommunikation doch eine wesentliche Rolle. So liegt es auch nahe, dass sich die Baumarten ihre Attraktion gewissermaßen selbst herbeiführen und Menschen anziehen, die eine positive Resonanz zu zeigen versprechen. Und vielleicht sind gewisse Zeiträume ja für die jeweilige Baumart günstiger als andere. Es wäre schön, wenn ich im Laufe der hoffentlich noch zahlreichen Jahre mehr Licht ins Dunkel dieser Zusammenhänge bringen könnte.

Erfolgreiche Manufakturarbeiten

Ein langer Arbeitssamstag, an dem ich mich der Detailarbeit an meiner 9er Reihe Lebensbaum-Armbänder gewidmet habe. Das war der Plan, den ich glücklicherweise übererfüllen konnte, denn ich habe auch noch mit dem Glätten der Perlenkanten begonnen und konnte das bei einem und einem halben weiteren Armband bereits abschließen. Das ist ein gutes Ergebnis, vor allem, weil ich so den Auftrag bis Mitte der kommenden Woche abschließen kann, wenn ich die übrigen Abschlussarbeiten über 3-4 Tage verteile, was ganz gut mit der anstehenden Kommunikationsarbeit vereinbar ist. Ein wirklich intensiver und konzentrierter, zudem erfolgreicher reiner Manufaktur-Arbeitstag liegt jetzt hinter mir. Und ich freue mich auf etwas mehr Kontemplation am Sonntag.

Erholsame Aktivitätenwechsel

Nach Routinearbeit und einem kurzen Ausflug mit u. a. fotografischer Aktivität kann ich jetzt in ein Wochenende starten, das mit kunsthandwerklicher Feinarbeit beginnt. Das wird wohl den Großteil des Samstags ausfüllen, zumal ich mit dem umfangreichen Auftrag vorankommen will und ich am Wochenende eher länger dranbleiben kann. Bei den wieder frostigen Temperaturen ist die Arbeit im Kelleratelier auch die angenehmere Alternative. Bin gerade froh, gerade nicht in der kalten Außenluft arbeiten zu müssen. Ich freue mich über diese zwischenzeitliche intensive Begegnung mit 8 Lebensbaum-Arten, bevor die neue Woche wieder mehr virtuelle und technische Aufgaben in Aussicht stellt.

Das atmosphärische Umfeld der Weihnachtzeit nutzen

Der zweite Durchgang meiner handwerklichen Vorarbeiten für das aktuelle Manufakturprojekt war wegen der Kälte schon sehr anstrengend. Vor allem sind mir bei dem mehrstündigen Stehen die Füße eingefroren. Ansonsten war ich der Arbeit entsprechend gut eingepackt. Letztlich sind nach dieser zweifachen Anstrengung die einzelnen Stäbe nun aber perfekt, so dass ich die weiteren Arbeitsschritte in Ruhe und sukzessive im Kelleratelier weiterführen kann. Eine gute Grundlage, die ich schaffen wollte, bevor das neue Arbeitsjahr am Montag richtig von neuem startet. Meine letzten Weihnachtsfotografien habe ich ebenfalls verarbeitet und meinen Portfolios hinzugefügt. Größtenteils werde ich damit eine ganz ordentliche Erweiterung meiner Auswahl illustrativer Weihnachtsmotive erreicht haben. Die Erweiterung ist wichtig, weil sonst auch die älteren, an sich erfolgreichen Bilder mit guter Resonanz allmählich in der Versenkung verschwinden. Und diese Dinge während der Weihnachtszeit noch abzuschließen ist schon aus atmosphärischen Gründen von Bedeutung. Nun wünsche ich mir einen Sonntag mit mehr Ruhe und etwas Freiraum zur Kontemplation.

Den Winter in seinen typischen jahreszeitlichen Ausrichtungen wahrnehmen

Mit dem neuen Jahr haben wir nun wirklich Winter. Die Temperaturen werden länger unter dem Gefrierpunkt liegen. Leider ist es gleichzeitig auch wenig sonnig. Daran muss ich mich erst wieder gewöhnen. Und auch die Kälte bleibt nicht ganz spurlos, wie ich am Nachmittag bei der handwerklichen Arbeit in der Außenwerkstatt gemerkt habe. Eine ähnliche Aktion wird morgen folgen. Aber dann habe ich die Grundlage für den ersten Manufakturauftrag dieses Jahres gelegt, den ich in den nächsten Wochen weiterbearbeiten kann. Eigentlich schön, diese überwiegend im Warmen ausführbare konzentriert Arbeit mit verschiedenen Hölzern und Symbolformen. Das hat etwas sehr Inniges und auf das Thema Bezogenes, das für mich inzwischen zum Winter und der Wahrnehmung des Winters und seiner typischen jahreszeitlichen Ausrichtung gehört. Und mit dem Bearbeiten der letzten Fotos aus meiner diesjährigen Weihnachtsreihe habe ich das Thema Weihnachten noch einmal aufgegriffen. Noch einmal mit dem Fokus auf den Weihnachtspflanzen, speziell des Weihnachtssterns, den ich beim spätabendlichen Shooting gestern Abend wiederum auf roten Textiluntergrund vor den Lichtern des Weihnachtsbaums positioniert und in verschiedenen technischen Konstellationen ins Bild gesetzt habe.

Besondere Tage mit Gleichgewicht und Gleichsinn

Ganz schön dicht gepackt sind diese letzten Vorweihnachtstage. Und selbst den Vormittag, mindestens des Heiligen Abends werde ich für die Manufakturarbeit nutzen müssen, um ei-nen Terminplan einhalten zu können. Da es in dem Fall um die Symbolformen aus diesem höchst persönlichen Lebensprojekt geht, finde ich das selbst eigentlich akzeptabel. Vor allem, weil sich die Empfänger über den Erhalt in der Zeit zwischen den Jahren aus unterschiedli-chen Gründen freuen werden. Einer der Gründe ist der Bezug zu den Raunächten. Wenn ich mit meinen Symbolformen dazu einen Beitrag leisten kann, tue ich das natürlich gerne, denn näher an der Tradition und dem Festlichen der Weihnacht kann man ja gar nicht sein, als mit solchen Ansätzen – zumal wenn das Ganze in eine Kommunikation eingebettet ist, die von Gleichklang und geteilten Interessen lebt. Aber auch die praktische Feiertagskommunikation kam heute nicht zu kurz. Wieder ein sehr schön ausgewogener Tag, wie ich ihn generell, be-sonders aber in dieser ganz innerlich erlebten Zeit des Jahres sehr schätze.

Das vermittelte Verhältnis zu den Bäumen und ihrer Energie im Winter

Draußen werde ich für mein kunsthandwerkliche Arbeit wohl in diesem Jahr nicht mehr sitzen können. Tatsächlich habe ich meinen Arbeitsplatz auch schon vor 10 Tagen in das Kelleratelier verlegt, als es während der letzten Auftragsarbeit unaufhörlich geregnet hat. Bei den gleichzeitig empfindlich kühlen Temperaturen war es eigentlich nicht mehr möglich, Stunden im Freien zu sitzen. Und es wurde auch schon zu früh dunkel. Für die ganze lang Wintersaison wird die Holzarbeit deshalb im Keller stattfinden, zumindest alles außer dem ersten Arbeitsschritt, der notwendigerweise wegen der Maschine in der Außenwerkstatt ausgeführt werden muss. Aber dieses intime Arbeiten bei künstlicher Beleuchtung und gewissermaßen isoliert hat schon einen gewissen Reiz, der den Schwerpunkt dieser Arbeit mehr nach Innen verlagert. Man kann dann ganz nah bei den Hölzern, ihrer energetischen Ausstrahlung und materialhaften Präsenz sein und ein sehr persönliches Verhältnis zu den Baumwesen knüpfen, dann eben vermittelt über ihre Relikte, in Form des getrockneten Baumholzes. Aber darin sind wie konserviert viele Eigenschaften der jeweiligen Baumart enthalten und werden somit Gegenstand der Reflexion, die in die Verarbeitung des Holzrohlings zu Armbandperlen einfließt und ohne die diese Art von Natursymbol-Form eigentlich nicht möglich wäre.

Ein annähernd ruhiger Sonntag

Gut, dass zuletzt wenigstens die Sonntage echte Ruhetage waren, zumindest annähernd. So auch dieser Sonntag, der auf eine extrem arbeitsreiche Woche folgte. Ich freue mich über die Gelegenheit zu selten gewordener Lektüre, und über die Möglichkeit, ein paar weniger häufige Dinge anzudenken und zu verfolgen. Dazu gehören aber auch Routinearbeiten wie das Ölen und Trocknen der gerade fertiggestellten Armbandperlen, deren letzte Bearbeitung erst am Vormittag abgeschlossen werden konnte. Und allerlei Reflexion über die bisherige Entwicklung dieser Manufakturarbeit, die von Zeit zu Zeit mitlaufend, parallel zur Arbeit selbst, notwendig und hilfreich ist, will das Projekt in eine zeitgemäße und kreative Zukunft geführt werden. Und da war noch dieses Datum, das mir heute in den Sinn gekommen ist: Der Tag der Herbst-Tag-und-Nacht-Gleiche. Nur ist der nach keltischem Baumkalender erst am 23. September, übermorgen. Da hatte ich mich vertan, wohl von der sonst so starken Symbolik der Einundzwanzig dazu verführt.

Beim Sägen mehr über die verschiedenen Holzarten gelernt

Gesägt habe ich länger nicht mehr. Aber heute war es wieder so weit. Eigentlich, weil es eine Anfrage zu einem Armband aus Kirschbaumholz gab und ich keine Kantel aus Kirschbaum vorrätig hatte. Aber neben den Kirschbaumkanteln habe ich die Gelegenheit genutzt und endlich die über den Sommer gut angetrockneten Abschnitte der Eberesche, des Flieders und einige kleinere Abschnitte des Goldregens mit der Kreissäge begradigt. Die größeren Abschnitte kommen jetzt zu den Vorratsplätzen der übrigen Arten, und von der Eberesche und dem Flieder habe ich gleich noch fertige Kanteln gesägt. Die letzten alten Vorräte bei der Eberesche sind nämlich gerade dabei, zuneige zu gehen. Und der Flieder ist noch nicht in meiner Auswahl enthalten. Die vorbereiteten Kanteln werden dazu dienen, ein Musterarmband zu erstellen. Ich kann mir vorstellen, dass das sehr dekorativ wird. Das Holz sieht so schon mal sehr interessant aus – und riecht zudem toll. Das ist beim Sägen immer sehr eindrücklich, wenn der feine Staub in der Luft schwebt und in dem Fall auch den Duft der enthaltenen ätherischen Öle verströmt. Gut, dass ich von dieser Art einige sehr schöne Abschnitte zur Verfügung habe.

Eine enge Verwandtschaft zwischen Kunst und Kunsthandwerk

Die Arbeit am Baumkreis-Armband heute Nachmittag war eine willkommene Abwechslung von der vielen Projektarbeit, die ein so ganz andere Ausrichtung hat. Vor allem, weil sie sich mit den Gedanken, Anforderungen und Aussageabsichten anderer beschäftigt und sich alles eben um die Profildarstellung der Auftraggeber dreht. Die Arbeiten im Rahmen der Wunschbaum-Manufaktur dagegen sind höchst individuell, vollständig selbständig durchgeführt und vor allem auf eigenen Entwürfen, Ideen und Konzepten beruhend. Wenn sich das mit einem Lebensthema wie der Symbolik und Ästhetik der Bäume verbindet, finde ich das sehr rund und schlüssig. Auch für andere erkennbar schlüssig, denn anders kann man das seit über 20 Jahren anhaltende Interesse an meinen kunsthandwerklichen Erfindungen sicher nicht erklären. Da werden schon Saiten angeschlagen, die universalen Sinn und geteilte Wahrnehmungen sowie Symbolbedürfnisse betreffen. Es ist immer wieder spannend zu sehen, das Solches mittels materieller Formen erreicht werden kann. Und ich denke, dass ist es eigentlich, was im Künstlerischen liegt. Vor allem so betrachtet und so begründet ist Kunsthandwerkliches wie aus der Wunschbaum-Manufaktur kommend dem im engeren Sinne Künstlerischen sehr eng verwandt.

Zu meinem Gefallen schön ausgewogen und vielfältig

Die spätsommerliche Temperatur war heute eigentlich ideal. Richtig angenehm, was uns am Nachmittag tatsächlich einmal zu einer der wenigen Aufenthalte hinterm Haus, unter der Unterdachung, animiert hat. Sogar V. konnte sich damit anfreunden, und das hat in jüngster Zeit schon etwas zu bedeuten. Nicht ganz so arbeitsintensiv wie an den Samstagen während des Hochsommers, aber dennoch angefüllt mit sehr unterschiedlichen Aufgaben war dieser Samstag. Und ich konnte auch alles erledigen, was ich mir vorgenommen hatte, darunter eine handwerkliche Arbeit, die wir schon Wochen vor uns herschieben, da aber eine enorme praktische Relevanz hat. Wir sind alle erleichtert, dass das jetzt erledigt ist. Die kunsthandwerkliche Arbeit heute war ein ungewohnter Luxus, da es tatsächlich nur um die Bearbeitung einer Perle ging, aus Apfelbaumholz. Aber immerhin ein Schlussstück, was natürlich zu dem Schwierigsten gehört, was die Routine der Armbandherstellung ausmacht. Und ein wenig Projektarbeit am Abend war auch noch möglich. Schön ausgewogen und vielfältig, so etwas gefällt mir sehr. Und morgen steht einer unserer selten gewordenen Fernausflüge an, so hoffe ich jedenfalls, denn das ist nicht mehr so sicher, wie es schon einmal war.

Ein ausgefüllter Baum-Einundzwanzigster

Eigentlich wieder gut, dieser Einundzwanzigste, weil ich einiges abschließen und konzentriert an anderen Projekten weiterarbeiten konnte. Außerdem hatte ich Nachmittag wieder Gelegenheit, kunsthandwerklich zu arbeiten. Und damit den Baumarten des keltischen Baumkreises und der Symbolik der Lebensbäume erneut zu begegnen. Das ist immer wieder spannend, auch nach ca. 25 Jahren, die ich mich schon mit dem Themenfeld beschäftige. Auch Baumobst war wieder ein Thema an diesem wieder sonnenreichen Spätsommertag. Ich habe es mir nicht nehmen lassen, einen Eimer voll Pfirsiche von unserem kleinen Baum zu pflücken. Das war möglich, weil V. die Stehleiter mitgebracht hatte, denn anders sind die Früchte an diesem noch jungen Baum mit schwachem Stamm, ausladenden Ästen und hoffnungslos mit Fruchtgewichten überladenen Zweigen nicht zu erreichen. Das Problem ist bei aller Üppigkeit der Frucht und den Vielzahl der Pfirsiche, dass sie nicht richtig ausreifen wollen. Wenn sie einmal wirklich reif sind, waren meist die Wespen schon dran gewesen und haben Löcher reingefressen. Eigentlich wären weniger, gut ausgereifte Früchte besser als diese Überzahl an etwas zu kleinen und nicht vollreifen Pfirsiche.

Kein ganz unerfreulicher Sommertag

Immerhin gab es heute trotz verdichteter Arbeitsroutinen einige beruhigende Auflösungen und ich konnte die Dinge auch mal spürbar voranbringen. Der Eindruck war mir zuletzt fast verlorengegangen. Und am Nachmittag konnte ich auch endlich die leigengebliebene kunsthandwerkliche Arbeit abschließen. Genau passend zur endlich wieder anziehenden Sommerwärme und bei warmen Lichtstrahlen im Rücken. Das lässt uns doch gleich wieder aufatmen, vor allem, wenn wir uns, wie bei dieser Arbeit im Garten und in direkter Nachbarschaft mit den Gartenbäumen und dem vielen wuchernden Grün aufhalten. Es gab zuletzt schon unerfreulichere Tage.

Start ins kreative und naturbezogene Wochenende

Passend zum Wochenende konnte ich am Nachmittag wieder eine kunsthandwerkliche Arbeit starten. Zum Teil mit seltenen Holzarten, die ich nicht so häufig verarbeite. Das ist bei dem tollen Sommerwetter wirklich schön und außerdem genau das Richtige nach so viel techniklastiger Projektarbeit während der ganzen Woche. Die hatte mich auch heute bis zum Nachmittag wieder im Griff, immerhin aber mit einem vorläufigen Abschluss. Das ist dann wieder aufbauend, weil die Energien sich auf Folgeprojekte verlagern können, die nicht weniger Aufmerksamkeit erfordern. Schade finde, dass ich wohl auch morgen nicht mehr dazu komme, das Pflücken der Maulbeeren fortzusetzen. Da dürften im Laufe der Woche sehr viele reife hinzugekommen sein, auch V. konnte sich nicht damit beschäftigen. Aber vielleicht gelingt es uns doch noch, das Projekt ein wenig fortzusetzen. Es wäre schade um die vielen wohlschmeckenden Früchte, die nicht verwertet werden können, da es einfach dieses Jahr zu viele sind.

Wertvoller Kontakt mit den Bäumen

Wieder einer dieser anstrengenden Tage, ich hoffe das beruhigt sich bald auch wieder einmal. Und ich hoffe, die Gelegenheit fürs kunsthandwerkliche Arbeiten kehren öfter als zuletzt zurück, weil das einen echten Ausgleich schafft. Der Kontakt mit den Bäumen und der Energie ihres Holzes ist für mich etwas Wertvolles.

Spannendes Rendez-vous

Ein spannendes Rendez-vous war das heute mit der Eberesche und der Eibe. Zwei Bäume, mit denen mich auch biografisch einiges verbindet. Vor allem mit der Eibe, einem meiner beiden Lebensbäume. In Kombination ist das natürlich klasse, die späteren Träger der Partner-Armbänder sind zu beneiden. Und sicherlich auch ganz besondere Menschen, die eine interessante Charakterpartnerschaft eingegangen sind. So fiel es mir auch nicht schwer, die kunsthandwerkliche Arbeit bis in den späten Abend hinein auszudehnen. Auch weil es galt, einen wichtigen Arbeitsschritt vollständig abzuschließen. So kann ich die Armbänder an diesem Wochenende fertigstellen.

Ruhe und Ausgeglichenheit

Die Balance zwischen Projektarbeit mit Schwerpunkt auf Contententwicklung und Kodierung sowie der handwerklichen Arbeit, die zurzeit wieder ansteht, die ist mir heute wieder gut gelungen. Diese Balance ist Notwendigkeit und Freude zugleich, eigentlich ein Ideal, das ich an liebsten durchgängig praktizieren würde. Aber das ist natürlich nicht möglich, so freue ich mich über die Phasen, die es nahelegen und möglich machen. Wäre schön, wenn mit dem kommenden Baumfrühling auch für uns, im engeren Kreis, wieder mehr Ruhe und Ausgeglichenheit einkehren könnte.

Kunsthandwerkliches Erholungspotenzial

Die kunsthandwerkliche Arbeit heute Nachmittag hat nach Wochen permanenter Projektarbeit und umfangreichen technischen Aufgaben wirklich Spaß gemacht. Ein echter Ausgleich, der den Kopf freimacht, weil er eine ganz andere Art von Aufmerksamkeit und Denken mit sich bringt. Zwar waren die heute bearbeiteten Hölzer nicht gerade einfach und haben einige Widerstände produziert. Aber letztlich konnte ich die aktuell benötigten Stäbe in guter Qualität herstellen. Eine gute Grundlage für die weiteren Arbeitsschritte zur Produktion der Lebensbaum- und Partner-Armbänder. Auch dass es zwar am Nachmittag schön hell, aber nicht zu warm war, hatte gewisses Erholungspotenzial.

Die Eibe und individuelle Lebensthemen

Die Arbeit mit dem Eibenholz war die genau richtige Aufgabe zum richtigen Zeitpunkt. Nicht nur, weil an diesem Samstag wieder super Sonnenwetter war und Holzarbeit bei viel Sonnenlicht am stimmigsten ausfällt. Auch weil nach so viel auf Kommunikationsprojekte bezogener Arbeit das Kunsthandwerk ein willkommener Ausgleich ist. Und die Eibe ist eben auch einer meiner beiden eigenen Lebensbäume und schon deshalb für mich etwas Besonderes. Auch unabhängig von diesem persönlichen Bezug ist der Baum an sich und auch sein Holz eine Sensation, die eigentlich mit keiner heimischen Baumart zu vergleichen ist. Es ist vor allem die Symbolik des Ewigen, des langsamen Wachstums, der Beständigkeit, Zähigkeit und Weisheit, die mich anspricht und wiederum etwas Persönliches zum Klingen bringt. Diese Baumart steht schon für etwas, das mit meinen individuellen Lebensthemen zu tun hat. Leben und Tod, und der Tod in seiner positiven Konnotation als Transformationsphase, als Vorbereitung auf ein Leben, als Veränderungs- und Umwandlungsmöglichkeit, sind in der Eibe thematisiert und in lebendiger Form repräsentiert. Sicher sagt all das dem späteren Träger des heute hergestellten Wunschbaum-Armbandes ebenso etwas. Und das Armband ist eine sehr passende Möglichkeit, das immer am eigenen Körper zu vergegenwärtigen, wenn es am Handgelenk getragen wird.

Zur Reaktivierung des bisher Fraglosen

Es ist schön, an diesem Wochenende wieder Gelegenheit zur kunsthandwerklichen Arbeit zu haben. Die ist zuletzt seltener geworden, ein Umstand, der wohl mit der anhaltenden Krisenstimmung zu tun hat. Kaum zu glauben, aber wahr, dass sich das nun sogar auf die Aufmerksamkeit dämpfend ausgewirkt hat, die die Menschen den archetypischen Symbolen entgegenbringen. Das war bisher etwas, das ich als zeilos eingestuft, das ich so behandelt habe und das auch verlässlich zeitlose Wirkungen und Reaktionen mit sich brachte. Diese neue Krisenlage ist aber schädlich und abtötend für alles, was immer als konstant und grundlegend gültig wahrgenommen wurde. Wir müssen mit diesen Zeitumständen vernünftig umgehen, sie zum einen ertragen und zum anderen unbedingt eine Gegenreaktion zeigen, die dem bisher Fraglosen seinen lebenswichtigen Stellenwert zurückgibt. Nicht, dass dieser Stellenwert verloren wäre, er muss aber wieder wie selbstverständlich erkannt und als Basis fürs Denken und Handeln reaktiviert werden.

Untergründige Anpassungs- und Lernprozesse dieser Zeit

Es ist so eine anhaltend schwebende Unentschlossenheit, vielleicht auch Ratlosigkeit, die die Menschen auch nach einem Monat im neuen Jahr noch gefangen hält. Ich habe dennoch den Eindruck, dass sich unter dem Deckel sehr viel bewegt. Da finden enorme Anpassungs- und Lernprozesse statt, bei fast jedem, die sich nur noch nicht an der Oberfläche zeigen, weil es schwierige, langwierige Prozesse sind. Das kommt mir vor allem an einem solchen Sonntag in den Sinn, wenn ich ein paar kontemplative Stunden erübrigen kann. Für mich bedeuten die vielen Aufgaben, die in den kommenden Monaten anstehen, dass sich dieses Anpassen und Lernen mitlaufend, nebenbei vollzieht. Das ist für mich allerdings nichts Besonderes und unterscheidet mich vielleicht von anderen. Denn gefühlt ist mein ganzer Alltag immer schon von beobachtendem und selbstbeobachtendem Lernen begleitet gewesen. Nur manchmal verdichtet sich diese Tendenz so stark, dass es selbst mir zu viel werden kann. Dann kommt mir meistens die kunsthandwerkliche Arbeit entgegen, die so ganz abseits von abwägendem, korrigierenden Kalkül die grundlegenden Dinge in den Blick nimmt. So wie wir an den Bäumen diese Erdung wieder wahrnehmen und erinnern können, ist es auch durch Symbolformen wie den Lebensbaum-Armbändern möglich, die ursprüngliche Lebensenergie und Vitalität der Bäume an uns selbst gespiegelt zu sehen.

Sich an den inneren Kraftquellen wieder aufrichten

Bei diesem winterlichen Nicht-Wetter fällt es mir relativ leicht, die Außenwertstatt nicht zu betreten. Aber wenn der Frühling seine ersten Zeichen erkennbar werden lässt, freue ich mich schon darauf, wieder in die kunsthandwerkliche Arbeit mit Holz einsteigen zu können. In früheren Jahren gab es dabei sehr oft eine Art Winterpause, so als wenn die Menschen im Winter, wie die Bäume selbst, ganz weit von der Lebenssymbolik und Energie der Bäume entfernt seien und deshalb dem Thema kaum Aufmerksamkeit schenkten. Später war das Interesse und die Aufmerksamkeit gerade in der kalten Jahreszeit im Verlauf ausgedehnter Winter besonders ausgeprägt. Aber in den letzten drei Jahren ist die Einstellung und Situation wieder wie früher – sehr wenig Affinität zu dem, was uns an den Bäumen während der Jahreszeiten ihres Wachstums, Blühens, Grünens und Fruchtens so fasziniert. Meine Einschätzung, dass in Krisenzeiten gerade diese Basisthemen in den Vordergrund treten, weil die Menschen sich an das halten, was wirklich wichtig und beständig ist, trifft aktuell tatsächlich nicht mehr zu. Meine Vermutung: Weil die Krisenstimmung einen bestimmten Punkt überschritten hat, der Frust viel tief sitzt und weiter reicht, als wir das jemals zuvor kannten. Selbst so starke Lebenssymbolik wie die der Bäume hat es dann sehr schwer. Daran sehen wir: Auf Unterstützung von außen, selbst von der umgebenden Natur, können wir derzeit nicht mehr setzen. Wir müssen das, was uns wieder aufrichtet, aus unserem Inneren heraus- und hervorholen. Allerdings kann uns die Begegnung mit der natürlichen Welt da draußen auch heute noch bei dieser Aufgabe behilflich sein.

Zehrende Hervorbringungen während der Winterzeit

Bei einem dichten Arbeitspensum verfliegt die Zeit noch schneller als sonst. Das kommt zu der Beschleunigung mit zunehmendem Alter noch dazu. Umso wichtiger scheint es mir zu sein, zwischendurch „verlängernde“ Phasen einzulegen, wenn das irgendwie möglich ist, die den dahinfliegenden Fluss unterbricht und damit den Tag gefühlt wieder etwas verlängert. Das ist eben der große Nachteil umfangreicher Beanspruchung. Es fließt sehr viel in die Hervorbringungen und zu wenig in die eigene Entwicklung. Der kommende Frühling könnte dazu auch einen Beitrag leisten – vor allem, wenn sich wieder mehr Menschen für die symbolischen Dimensionen der Bäume erwärmen können. Dann bekommt die kunsthandwerkliche Arbeit eine Chance und mit ihr die aufbauende Arbeit mit der Lebenssymbolik der Baumarten und der Bäume als wichtige Mit-Lebewesen. Mehr davon wäre mir auch jetzt, in der Mitte des Winters, schon sympathisch, auch wenn es jetzt noch nicht so passend erscheint.

Was ursprünglich mit Kunst gewollt war

Die Manufakturarbeit an einem Lebensbaum-Armband und einem einzelnen Partner-Armband gestern und heute hat mich an die Atmosphäre erinnert, die diese Arbeit in den vergangenen Jahren gerade in der Vorweihnachtszeit eingenommen hat. Dieses Jahr ist das verändert, weil stark reduziert. Aber wenn sich, wie gerade, Anfragen einmal häufen, ist dieser besondere Flow wieder sofort präsent. Dahinter steht genau jene „Ästhetische Kommunikation“, die einmal Gegenstand meiner Magisterarbeit war. Die vermittelnde Funktion präsentativer Formen, wie sie in der Kunst zur Geltung gebracht wird, ist auch bei diesem kunsthandwerklichen Projekt spürbar und stark in den Vordergrund tretend. Deshalb kann ich das kunsthandwerkliche Arbeiten in dieser Art auch durchaus als künstlerisch betrachten. Vielleicht ist es sogar künstlerischer als die Formen explizit künstlerischen Ausdrucks, der sich aktuell durch Institutionen und Studiengänge etabliert. Vielleicht ist das tatsächlich näher dran an dem, was ursprünglich mit Kunst gewollt war. Auch das ist für mich ein Grund, dieses Projekt auch in Phasen reduzierter Resonanz weiterzuführen und wenn möglich weiterzuentwickeln. Die Hochphasen kommen dann irgendwann wieder, wenn zuvor der Faden nicht abgetrennt wurde oder abgerissen ist.

Ein Samstag mit Routine und Holzarbeiten

Wie fast immer ein Samstag mit einer Vielzahl von Routine-Erledigungen. Aber ich konnte auch meine jüngste kunsthandwerkliche Arbeit abschließen, wieder ein Lebensbaum-Armband, das trotz der bekanntermaßen schwierig zu bearbeitenden Holzart Esskastanie gut gelungen ist. Und dann hatte ich noch die Gelegenheit, mir frisch geschlagenes Holz anzusehen, mit dem Kalkül, es eventuell für meine Manufaktur verwenden zu können. Aber es handelte sich letztlich zwar um die vermutete Weide, nur leider um eine Silberweide, die durchgehend helles, getrocknet fast weißes Holz mitbringt. Für die Manufakturprojekte benötige ich aber Salweide, mit ihrem auch getrocknet noch erkennbar orangenen Grundton. Schade, damit hätte ich nämlich die Vorräte von dieser Art auffüllen können. Es wird noch eine Weile ausreichen, aber um Nachschub muss ich mich dann doch irgendwann auf anderem Wege kümmern.

Zeit und Muße im späten Jahr

Es ist gut, dass dieser Sonntag wieder etwas mehr Ruhe gebracht hat. Deshalb habe ich bewusst auch darauf verzichtet, alles abzuarbeiten, was mir noch alles im Kopf herum geht und was in diesen letzten Monaten des Jahres noch anzugehen, fortzusetzen und abzuschließen ist. Wie gewohnt werden November und Dezember ziemlich arbeitsintensiv werden, das war jedenfalls in den letzten Jahren nie zu vermeiden. Wichtig wäre mir, dass alles, was ich mir in Bezug auf die Feier- und Festtage und ihre Symbolik vorgenommen habe, auch umgesetzt werden kann. Das erfordert zwar Zeit und in vielen Fällen auch Muße. Aber die versuche ich mir abzuzweigen, damit der eigentliche Sinn erhalten bleibt. Zu diesem Abzweigen gehören auch die kunsthandwerklichen Arbeiten, die bis zum Jahresende noch anstehen. Als nächstes wieder ein Klassiker, ein Lebensbaum-Armband aus einem der symbolstarken und zudem noch ästhetisch ansprechenden Hölzer der Bäume im keltischen Baumkreis.

Zeit für die Verinnerlichung des Natürlichen

Vom angekündigten Unwetter sind wir verschont geblieben. Wenigstens das. Aber der Herbst zeigt sich eben nicht von seiner schönsten Seite. Gute, dass so viele Aufgaben abzuarbeiten sind, darunter auch viel Kreatives. Das lenkt die Aufmerksamkeit auf so manches andere, weg vom natürlichen Umfeld. Wenn dann noch Aufträge für die Herstellung von Lebensbaum-Armbändern hinzukommen, habe ich einen Ausgleich, quasi eine Entschädigung für verpasste jahreszeitliche Naturerfahrungen. So bewegt sich mit der Annäherung an Weihnachten wieder alles in Richtung der symbolischen Verarbeitung und Verinnerlichung des Natürlichen.

Unterschiede in der Anmutung von Feiertagen

Der gesetzliche Feiertag hat mich heute noch weniger beschäftigt als in den Vorjahren. Aber das feiertäglich Aus habe ich doch gerne in Anspruch genommen. Anders als bei kirchlichen Feiertagen verbinde ich damit aber nichts Feierliches und Kontemplatives, eher eine Gelegenheit, die Dinge ruhiger anzugehen. Ich freue mich aber auch, am Wochenende eine neue Anfrage an die Wunschbaum-Manufaktur bearbeiten zu können, die mich dem Modus der kunsthandwerklichen Winterarbeit wieder näherbringen wird. Denn wie es aussieht, werde ich jetzt schon ins wärmere und windgeschützte Kelleratelier für die Feinarbeiten umziehen müssen. Leider hatte ich in diesem Sommer von dem Gartenarbeitsplatz nur sehr wenig. Auch das kann in 2025 nur noch besser werden.