Schlagwortarchiv: Kunsthandwerk

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Technik und symbolische Form

Nach so vielen in den letzten beiden Jahren realisierten Armbändern gehen meine üppigen Vorräte an Schleifmitteln doch allmählich zu Neige. Deshalb habe ich heute Nachschub geordert, damit für die nächste Arbeit von allen Körnungen genügend vorhanden ist. Den größten Verbrauch habe ich bei der Körnung P320, wohl weil das sowohl beim Drechseln als auch beim späteren händischen Feinschliff am häufigsten gebraucht wird. Danach kommen P600 und P 240, am wenigstens benötige ich P 120, auch wenn das für ein kritisches Stadium in der exakten Annäherung an die genau 7,0mm Stabdurchmesser eine wichtige Rolle spielt, nur eben nicht in der gleichen Menge wie die feineren Körnungen. Solche Vorräte sind wichtig, auch wenn solche technischen Voraussetzungen den Interessenten und späteren Armbandträger sicher gar nicht bewusst sind. Aber gerade der Feinschliff, das sorgfältige Glätten der Oberflächen ist für die langfristige Stabilität der Ergebnisse und die pflegeleichte und angenehme Tragbarkeit ganz entscheidend. Deshalb verwende ich darauf auch größte Sorgfalt, einfach weil ich die Bänder als Symbolformen betrachte, die ein Mensch-Baum-Äquivalent darstellen und als langfristige Alltagsbegleiter formstabil und möglichst wie im Zustand direkt nach der Herstellung erhalten bleiben sollen. Damit möglichst wenig der ursprünglichen Intention entgegensteht. So ist recht viel Materialhaftes und Technisches schon eine Voraussetzung dafür, dass symbolische Formen ihre archetypische Kraft in überzeugender Weise entfalten können.

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Kunsthandwerk mit besonderen Holzarten

Gemessen an den letzten Monaten bin ich wieder viel kunsthandwerklich aktiv. Das ist schön, weil es irgendwie gut zur Übergangsjahreszeit passt. Und für den ersten Arbeitsschritt in der Außenwerkstatt ist es auch noch nicht zu kühl. Weniger angenehm wird das im Hochwinter, in dem ich gelegentlich auch dort stehe, bei Minustemperaturen, bei denen der Wind der Drechselmaschine die Finger noch schneller einfrieren lässt. Aber jetzt ist das in Ordnung, und für die weiteren Arbeiten verlege ich den Arbeitsplatz ohnehin ins wärmere Kelleratelier. Heute waren Eibe, Zürgelbaum und Ulme an der Reihe. Gleich drei ausdrucksstarke und energiegeladene Baumarten, was sich auch schon an der Art ablesen lässt, wie ihr Holz durch seine bloße Präsenz wirkt. Erst recht kommt die Besonderheit beim Bearbeiten zum Ausdruck. Der größte Zeitaufwand fiel wieder auf die Ulme, wegen der speziellen Art, wie ich diese Art bearbeite. Aber es war notwendig, da nun schon zum vierten Mal in Folge eine Kombination mit Beteiligung der Ulme angefragt wurde. Noch habe ich einige Vorräte der selten gewordenen Art. Wenn die einmal ausgegangen sein werden, überlege ich, auch für Rüster auf die konventionelle, sonst praktiziert Art der Perlenherstellung umzusteigen. Dafür kommen dann aber nur ganz bestimmte, in bestimmter Richtung gewachsene Abschnitte in Frage. Vielleicht eine Gelegenheit, meinen Lieblingshändler in H. nach langer Zeit wieder zu kontaktieren.

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Kompensationslogik und die Motivationskraft des Symbolischen

Solches Wetter gab es durchaus auch in den Vorjahren schon. Ende September, Anfang Oktober, zwischen Altweibersommer und Goldenem Oktober, kann es schonmal sehr ungemütliche Phasen geben, die schon Züge von November tragen. Dabei waren wir zuletzt sehr verwöhnt, durften im Spätsommer noch lange Perioden hochsommerlicher Witterung erleben. Aber mit meinem Arbeitsplatzumzug für handwerkliche Projekte ist nun schon ein Rückzug angesagt. Im gleichen Maße entferne ich mich vom Beobachten und Beschreiben der realen Bäume da draußen in Richtung ihrer stärker symbolischen Präsenz, auch in Form ihres Holzes. Dass ich jetzt auf einmal wieder verstärkt mich der Wunschbaum-Manufaktur widmen kann, ist überraschend, schien das ganze Jahr doch auch auf dem Gebiet krisengeplagt. Aber es gibt eben auch diese Kompensationslogik, die in bestimmten Konstellationen greift, oft wenn man die Einseitigkeit einer Thematik nicht mehr akzeptieren will, und Krise ist vielen inzwischen als Thema schon zuwider geworden. Sich einer Lebenssymbolik zuzuwenden, das Aufbauende zu betonen, ist dann nicht unverständlich und irgendwie auch nachvollziehbar. Wäre schön, wenn ich zu solchem Kompensationswillen etwas beitragen kann.

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Jahreszeitlicher Arbeitsplatzwechsel

Nach dem Umzug meines Arbeitsplatzes ins Kelleratelier hat sich sogleich diese eigentümlich konzentrierte, fast kontemplative Atmosphäre eingestellt, die ich so gut kenne. Es ist anders als beim Arbeiten draußen in Gartennähe und im Angesicht der grünen Pflanzen und Bäume. In diesem abgeschlossenen kleinen Raum und unter künstlichem Licht kann man ganz bei seiner Arbeit bleiben, ohne jede Ablenkung, sich ganz auf das Werkstück, die Eigenheiten und die Energie der jeweiligen Holzart konzentrieren. Ein sehr inniges Verhältnis zum Produkt der Arbeit. Es ist schön, diese Form des Arbeitens mit der anderen, nach außen gerichteten und die Hochphase der grünenden Natur miteinbeziehenden abwechseln zu können und damit einen weiteren Anhaltspunkt zum bewussten Erleben der Jahreszeiten zu haben.

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Zum Wochenende hin geplant

Mit der Anfrage hatte ich vor dem Wochenende gar nicht mehr gerechnet. Aber es trifft sich gut, wenn ich die kunsthandwerkliche Arbeit in Richtung des Wochenendes planen kann. Wieder einmal Ulme, zum zweiten Mal in Folge und nach längerer Zeit einmal wieder, und Apfelbaum, der in anderen Kombinationen, aber auch allein als Lebensbaum häufiger angefragt wird. Auch eine spannende Kombination, die neben der Symbolik auch ästhetisch reizvoll ausfallen dürfte, da der alternierende Wechsel des eher homogenen Apfelbaumholzes mit dem in überraschenden Farbspektren sich präsentierenden und in fast jeder Perle anders aussehenden Ulmenholzes, schöne Kontraste verspricht. Und bei überwiegend verregnetem Wetter werde ich mich auch ganz in diese Arbeit vertiefen und mich auf die Ausstrahlung der beiden Hölzer einlassen können.

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Die Zeit auch einmal anhalten können

Eines der Gespräche heute mit S. K. drehte sich um unsere aktuelle Wahrnehmung der Zeit. Dass in genau drei Monaten schon Heilig Abend ist. Man glaubt es kaum, wie schnell die Zeit jetzt auf einmal vergangen ist. Eben noch Hochsommer, jetzt schon Gedanken an den Jahresabschluss. Dabei ist wie immer noch so viel zu tun, voranzubringen, abzuschließen, in die Wege zu leiten. Alles etwas anders in dieser Krisenzeit, in der nichts mehr sicher und planbar scheint, in der man ständig mit allem rechnen muss. So gesehen hat die Geschwindigkeit des Vergehens der Zeit auch einmal ihre Vorzüge. Vielleicht ist es nicht ganz so schlecht, wenn wir dieses Jahr hinter uns lassen können und wir den Eindruck haben, dies schneller erreichen zu können. Trotzdem bleibt immer dieses Bedürfnis nach dem Erleben dessen, was immer bleibt, ein Bedürfnis, das auch sich Zeit lassen und bewusstes Selbstbeobachten erfordert. Ich bin froh, immer wieder die Gelegenheit zu haben, in meiner kunsthandwerklichen Arbeit, aber auch bei den anderen Wunschbaum-Projekten, u. a. in diesem Baumtagebuch, die Zeit für eine Weile anzuhalten und in thematischer Fokussierung die momentanen Eindrücke und Sichtweisen festzuhalten. Das ist bei all der Ungewissheit und Wechselhaftigkeit da draußen schon fas lebenswichtig für mich geworden.

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Ein ausgewogener Arbeitstag

Ganz so hochsommerlich fühlen sich diese Tage eigentlich nicht mehr an. Das ist schon spürbarer Herbst, wenn auch bei angenehmen Temperaturen und wohltuendem Licht. So konnte ich immerhin bis kurz vor 20 Uhr noch draußen kunsthandwerklich arbeiten, ohne künstliches Licht bemühen zu müssen. Ein langer Arbeitstag, der aufgrund des tollen Wetters aber nicht nur anstrengend wirkt, an dem es einfach Freude gemacht hat, sich in die verschiedenen Projekte zu vertiefen. Inhaltliche Arbeit, Bildbearbeitung, Holzbearbeitung. Die richtige Mischung zwischen konzeptionellem und kreativem Focus und folglich auch ein ausgewogener Tag ohne viel Einseitigkeit.

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Sich der Weihnachtsstimmung annähern

Dieser Dezemberanfang entwickelt sich noch novembriger als der November selbst. Und die Ungemütlichkeit scheint kein Ende zu nehmen. Weihnachtsmärkte haben in diesen Wochen Hochkonjunktur, zumindest auf dem Plan. Und vielleicht finden sie auch Besucher, aber wie soll bei solcher Witterung Weihnachtsstimmung aufkommen. Da bedauere ich sehr die vielen Kunsthandwerker, die ihre Holz-, Glas-, Metall- und anderen Sachen anbieten und für die gerade solche Märkte wichtig sind. So ist für die künftigen Märkte und für alles, was uns unterwegs mit der Weihnachtszeit in Verbindung bringt und diese zum Ausdruck bringt, stimmigeres Wetter und die dazu passende Atmosphäre und Gestimmtheit der Menschen zu wünschen. Zumindest zuhause haben wir das schon ganz gut umsetzen können.

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Widerspenstige Eibe

Nun habe ich den verregneten Nachmittag doch genutzt, um die Grundlagenarbeiten für die beiden aktuellen Armband-Projekte umzusetzen. Eigentlich wollte ich nur eines davon angehen, aber das Einrichten der Maschine und des Arbeitsplatzes braucht doch Zeit, so war es in einer Aktion praktischer. Relativ flüssig konnte ich die insgesamt 6 Stäbe dann auch herstellen. Nur der letzte hat Schwierigkeiten gemacht. Ausgerechnet die Eibe, mein eigentlicher Lebensbaum, mit dem ich so gerne arbeite, den ich wegen seiner symbolischen Tiefe und ästhetischen Präsenz verehre, hat mit dem dünner Werden des Stabs zunehmend seine ihm eigene Elastizität entfaltet und konnte dann nicht mehr kontrolliert werden. Auch der zweite Versuch mit einer Kantel aus demselben Abschnitt verlief identisch. Am Ende musste ich die halb fertigen Stäbe teilen, den gebogenen Abschnitt jeweils entfernen und mit den vier kleinen Stücken dann die Arbeit abschließen. Mühsam und langwierig, aber letztlich doch zum Erfolg führend. So hat die Eibe einmal wieder gezeigt, dass man bei ihr von Überraschungen und Widerspenstigkeiten nicht verschont wird.

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Naturbezogene Basis

Nun steht doch wieder ein langes kunsthandwerkliches Wochenende bevor. Schön, dass gerade die Lebensbaumarmbänder, meine Klassiker, zurzeit auf größtes Interesse stoßen. Für mich bestätigt sich meine Einschätzung, dass es die zeitlosen Konzepte sind, die auf zeitlose Bedürfnisse reagieren. Und solche werden eben nicht nur vor Weihnachten virulent. Ich kann es gleichmäßig das ganze Jahr über feststellen. Zusätzlich sind es die klassischen Holzarten, wenn ich so sagen darf, die gerade in jüngster Zeit wiederholt nachgefragt werden, besonders häufig der Bergahorn, aber auch Apfelbaum, Tanne und Eberesche. Ich freue mich sehr über die Hölzer eine starke Konstante im Leben pflegen und weiterentwickeln zu können, die nicht nur mir selbst eine naturbezogene Basis gibt.

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Ausgleichende Arbeit und Selbstbeobachtung

Erstaunlich eigentlich, dass ich an diesem eher dunklen Tag so kreativ werden konnte. Tatsächlich war der Tag mit intensiver Kreativarbeit angefüllt, die gute Ergebnisse brachte. Guten Aussichten, mit verschiedenen Projekten demnächst große Schritte nach vorne zu tun. Mit der Perspektive, für besonders herausfordernde Arbeiten etwas mehr Zeit zur Verfügung zu haben. Die handwerkliche Arbeit zwischendurch ist für mich ein wichtiger Ausgleich, um die Selbstbeobachtung und den kritischen Blick auf die eigenen Hervorbringungen wach zu halten und immer wieder überzeugende Ergebnisse anzustreben.

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Start im Kelleratelier

Der erste Tag dieser Saison im Kelleratelier. Draußen war es am Nachmittag zwar noch hell und vergleichsweise warm, aber es wird eben sehr früh dunkel, und ich wollte nicht zwischendurch umziehen. So habe ich mich im Keller eingerichtet und die Wintersaison gestartet. Fast noch konzentrierter ist es dort, einfach weil die Ablenkung durch das lebendige Umfeld des Gartens fehlt. Das macht die Arbeit noch ein Stück weit meditativer und lässt mich ganz bei den Hölzern und Bäume sein. In gewisser Weise freue ich mich auf diese Phase, die meist bis April anhält, bevor die ersten konstant warmen Tage mich wieder nach draußen ziehen.

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Handwerklicher Wochenausklang

Es ist das erste Mal seit Jahren, dass ich um diese Zeit noch draußen an meinen Holzprojekten arbeiten konnte. So wie am späten Nachmittag. Ein letzter Anflug von sommerlicher Wärme, der noch bis Samstag anhalten soll. Nur die Helligkeit lässt eben zu wünschen übrig, so dass ich nicht sehr lange dabei bleiben konnte. Dennoch freue ich mich auf den wohl letzten Freilufteinsatz in dieser Woche und dass ich wieder eine Reihe verschiedener Hölzer bearbeiten kann. Ein schöner Ausklang für diese Arbeitswoche, die von so viel technischer Projektarbeit geprägt war.

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Kunsthandwerk und zeitloser Sinn

Die Pläne für unsere Wochenendarbeit sind jetzt doch wieder geändert. So konnte ich die aktuelle Holzarbeit um einen Tag aufschieben, werde morgen aber wieder einsteigen und die nächsten Arbeitsschritte umsetzen. Es sind aktuell vor allem die klassischen Holzarten aus dem Baumkreis, die Interessenten finden. So bin ich auch in den nächsten Tagen wieder mit Apfelbaum, Eberesche, Zypresse und Ahorn beschäftigt. Seltsam und für mich bis heute nicht erklärbar ist, dass sich zu bestimmten Zeiten bestimmte Arten häufen. So als ob in denselben Zeiträumen Geborene gleichzeitige Motivationen entwickelten. Ich schätze, das ist wirklich so, was die das Projekt mit noch mehr zeitlosem Sinn auflädt.

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Aufmerksamkeitsumkehr

Diese witterungsmäßig unangenehme Zeit des Jahres hat auch den Vorzug, dass Konzentration auf naturferne Arbeiten leichter fällt. Da ist wenig, was ablenken könnte. Und die Aufmerksamkeit richtet sich dann auch durchaus bereitwillig auf das Innere. Ich freue mich auf weiteres möglichst ablenkungsarmes Arbeiten auch im kunsthandwerklichen Bereich, auf hoffentlich bald erkennbaren Blätterherbst, und vielleicht auch auf Gelegenheiten, die farbenfrohe Seite des Baumherbstes in einigen stimmungsvollen Fotografien festhalten zu können.

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Endspurt der Holzarbeit im Garten

Das war der erste Tag seit langem, an dem wir nicht gießen mussten. Tatsächlich war der Tag zwar noch recht lichtreich, aber ziemlich kühl, so dass wenig verdunstet ist. Die erfahrungsgemäß sehr durstigen Strohblumen habe ich sicherheitshalber aber doch gewässert. Die lassen sonst sehr schnell die Köpfe hängen. Man spürt jetzt den Herbst schon kommen. Auch die Holzarbeit im Freien ist zwar noch sehr schön und vom Licht her sehr angenehm, aber der Wind kann schon unangenehm sein und ungewohnt kühl ist es zeitweilig ebenfalls. So wird der September wohl die letzten Möglichkeiten dieser Gartensaison bieten, um die kunsthandwerkliche Arbeit im Außenatelier zu realisieren. Danach beginnt die lange Periode der Kellerarbeit bei künstlichem Licht.

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Erholsame Abkühlung mit Regen

Sonne war uns heute nicht vergönnt, aber die Dauernässe und Abkühlung ist für den Garten und all die Bäume und Sträucher in der Landschaft ein Segen, Erholung und Energieschub zugleich. Deshalb ging mir die kunsthandwerkliche Arbeit auch trotz Lichtmangel gut von der Hand und ich konnte zwei von drei Projekten vollständig abschließen. Bei vielleicht dann wieder mehr Licht freue ich mich auf den endgültigen Abschluss Anfang der Woche.

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Idealbild des alten Handwerks

Lange Pausen gibt’s in diesem Jahr bei der kunsthandwerklichen Arbeit eigentlich nicht. Alles ziemlich gleichmäßig und auch ohne übermäßige Spitzen. Das ist ganz nach meinem Geschmack, denn so bleibt diese Arbeit immer interessant und artet nicht in eine eher belastende Fließbandarbeit aus. Letzteres wäre mir auch grundsätzlich nicht möglich bzw. nicht sympathisch, denn die Herstellung dieser Symbolformen, die intensive Arbeit mit den Bäumen und ihren Hölzern widerspricht einfach einer solchen fabrikmäßigen Denkart. Das Idealbild des alten Handwerks schwebt mir da immer vor. Und das ist von einer gewissen unerschütterlichen Ruhe und Gelassenheit gekennzeichnet. Die versuche ich während der Arbeit zu pflegen, auch weil das den Ergebnissen gut tut.

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Ein Baustein des Kunsthandwerks

Immerhin habe ich durch die Recherchen der letzten Wochen jetzt eine Ersatzlösung für meine Gummikordeln gefunden. Die textilummantelte Kordel hat genau dieselbe Dicke wie zuvor und auch denselben Oberflächenschimmer, innen ist sie weiß. Das ist alles gut und passend zu den verschiedenen Holzarten. Nur ist die Farbe nicht identisch, etwas dunkler als zuvor, eher dunkelbeige als hellbeige. Genau die gewohnte Farbe ist aber nicht erhältlich, so werde ich mich an diese gewöhnen müssen, die näher betrachtet vielleicht sogar noch besser zu den Holzfarben passt. Damit ist ein wichtiger Baustein meiner Wunschbaum-Manufaktur wieder zukunftssicher und ich kann mich weiterhin auf die Weiterentwicklung der eigentlich Symbolformen konzentrieren.

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Erdende Wirkungen

Weitere kunsthandwerkliche Projekte ergänzen meine ohnehin umfangreiche Projektarbeit. Das ist eine schöne Abwechslung und auch deshalb befreiend, weil es derzeit nicht überhandnimmt. So fügen sich die Aufträge eigentlich immer in einer Form, die allzu deutliche Ungleichgewichte vermeidet. Es ist für mich immer schon eine der Motive für die Arbeit mit der Baumsymbolik, genau diese erdende Wirkung aus der Beschäftigung mit den Bäumen zu erhalten. Wenn ich in dem Zusammenhang oft von Spiegelung rede, meine ich genau das. Es geht um eigene Befindlichkeiten, aber durch die Ähnlichkeiten und Gemeinsamkeiten mit der Präsenz der Bäume können wir uns oft selbst besser verstehen. Manchmal sind eben Umwege nötig, um gute Ergebnisse zu erzielen. In dem Fall Umwege, die die Tücken und Verfälschungen der Kommunikation aufheben.

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Eleganz und Wärme der kaukasischen Walnuss

Das Holz der kaukasischen Walnuss ist etwas ganz Außergewöhnliches. Ich hatte dieses Holz vor vielen Jahren bei einem darauf spezialisierten Händler besorgt und habe immer noch kleinere Reste davon auf Vorrat. Die Art unterscheidet sich botanisch möglicherweise nicht grundlegend vom hiesigen Walnussbaum, aber das Holz ist doch ganz anders, viel dunkler, kakaobraun mit dunklen, fast schwarzen und unregelmäßigen Linien, die der Oberfläche wie marmoriert erscheinen lassen. Wenn es dann später noch im Öl getränkt wird, verstärkt sich diese tiefe Farbsättigung und verleiht ihm einen besonders edlen Ausdruck. Jetzt habe ich nach längere Zeit wieder die Gelegenheit, das Holz zu verarbeiten und bin ganz begeistert von seiner dichten Konsistent, von dem aromatischen, unverwechselbaren Geruch des feinen Holzstaubs, der sich beim Sägen, Bohren und Schleifen verbreitet, und von der Eleganz und Wärme, die sich optisch mit dem Holz verbindet. Der spätere Träger kann sich freuen, auch darüber, dass er sich für die kaukasische Variante der Walnuss entschieden hat, die im Vergleich zum normalen Walnussbaum, der sich selbst schon durch vergleichsweise edle Optik auszeichnet, exotisch wirkt.

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