Gegen den schleichenden Niedergang

Auch das Gespräch heute Mittag mit einer sehr langjährigen Bekannten drehte sich um die jüngsten Erfahrungen rund um Medizin und die kommunikativen Auswüchse im ganzen System. Zum Teil können meine Gesprächspartner das bestätigen, haben oft ähnliche Erfahrungen gemacht. Und teilen auch die Auffassung, dass das symptomatisch ist für gewisse Zustände und Entwicklungen in der Gesellschaft generell. Leider verstärkt das die Krisengestimmtheit, die heute schon so unendlich viel ablähmt und abbremst. Da kann einem die Spucke leicht im Hals stecken bleiben, so wenig Zukunftsgerichtetheit im positiven Sinne ist derzeit und schon viel zu lange spürbar. Wir müssen da unbedingt gegensteuern, unseres kulturellen Erbes und längst erworbener Errungenschaften wegen. Und damit es wirklich voran und möglichst aufwärts gehen kann auf lange Sicht und wir uns nicht noch aktiv an einem schleichenden Niedergang beteiligen.

Weihnachtlich beeindruckt ins neue Jahr aufbrechen

In dieses Arbeitsjahr hinein zu finden, scheint den meisten Leuten nicht leicht zu fallen. Das Zögerliche, das sich zum Ende des Jahres verstärkt eingestellt und die Stimmung dominiert hat, will sich stattdessen auf Dauer stellen. Kein Wunder, denn das hatte sich lange Zeit aufgebaut und ist wohl auch nicht durch die Symbolik des Jahresanfangs so einfach aufzulösen. Dennoch müssen wir daran arbeiten, eine Fortsetzung dieser lähmenden Unentschlossenheit und Rückwärtsgewandtheit ist jedenfalls kaum vorstellbar. So richtet sich mein Augenmerk zunächst verstärkt auf die neuen Projekte und durchaus herausfordernden und dicht getakteten Aufgaben. Aber die Weihnachtsstimmung bewahre ich mir sehr gerne und baue den Start in dieses neue Jahr auch gerne auf Grundlage des Lichten auf, das uns dies Zeit entgegenbringt. Dass der große beleuchtete Weihnachtsbaum im Wohnzimmer noch steht und leuchtet, ist mir da eine Erleichterung und ungemein beruhigend. Vor allem auch die Lichterketten direkt daneben, die wir um die Kontur des hohen Schranks gelegt haben und die mittlerweile fester Bestandteil der weihnachtlichen Lichtstimmung bei uns geworden ist. Schade, dass wir uns bald schon wieder davon verabschieden werden. Hoffentlich dann überschneidend mit den ersten Anzeichen von Frühling und vegetativem Aufbruch. Und falls das noch länger auf sich warten lassen sollte, doch wenigstens begleitet von einem kalten Winter mit sonnenreichen Tagen und offenem blauem Himmel.