Dankbar für die gemeinsame Kräutersuche vor Mariä Himmelfahrt

Dass ich heute wieder zusammen mit M. auf Kräutersuche gehen konnte, was zu unseren Familientraditionen gehört, freut mich ungemein. Dieses Jahr hat uns auch A. wieder begleitet. Schade nur, dass V. schon seit vielen Jahren nicht mehr dabei sein kann, weil es zu anstrengend ist. Früher war das das Sammeln der Kräuter vor Mariä Himmelfahrt eine Aktion, die M. und V. gemeinsam gepflegt haben. Ich war damals nicht so beteiligt und wenn eher später beim Arrangieren der Sträuße. Es war ganz spannend heute, weil wir zwar im Prinzip die bekannten und bewährten Sammelstellen aufgesucht haben, aber wegen einer Straßensperrung doch auf einer der drei Stationen einen Umweg fahren mussten. Und wie immer bei unbekannten Umwegen kann man dabei natürlich auch Neues entdecken. So war die unverhoffte Exkursion doch auch mit einigen neuen Funden verbunden, und mit der unterhaltsamen Fahrt durch Ortschaften und Straßenzüge, die wir noch nicht kannten. Bei der Hitze an diesem wohl heißesten Tag des Jahres durchaus eine Herausforderung, die sich aber gelohnt hat und auch Spaß gemacht hat. Highlight und nicht wirklich erwartbar war, dass wir tatsächlich genügend Königskerzen ausfindig machen konnten. Zwei davon durch genaues Beobachten und Entdecken am Straßenrand. Und die meisten an einem Ort, den ich als Geheimtipp für Königskerzen im letzten Jahr entdeckt hatte. Tatsächlich waren dort noch welche mit frischen Blüten zu finden, während fast überall die in diesem Jahr zahlreich gewachsenen Königskerzen schon verblüht und teils verrottet erschienen. Das ist natürlich ein Glücksfall, weil die Königskerze eigentlich traditionell das Zentrum der Sträuße gehört und in dieser Mitte immer etwas weiter herausragen soll als die übrigen Kräuter. Sortieren und arrangieren konnten wir die Kräuter anschließend auch noch. Mit dem Ergebnis von 6 wunderschönen frischen Kräutersträußen. A. hat ihren schon mit nach Hause genommen. Und die übrigen fünf werden wir nach der Segnung am Freitag verteilen, in der eigenen Familie und an Menschen, die die Tradition ähnlich wie wir schätzen.

Opulente Kräutersammlung als Tradition

Mit unserer Zeitplanung in Sachen Kräutersuche haben wir es in diesem Jahr gut getroffen. Gestern schon beim ersten Teil der Aktion konnten wir die warme Spätnachmittagssonne nutzen, um Kräuter am Fluss zu sammeln. Und heute Vormittag war es auch günstig, trotz der Schwüle, da es nicht geregnet hat und die Nässe des Vortags zum Teil schon aufgetrocknet war. Beim Suchen und Sammeln habe ich heute wieder vollen Einsatz gezeigt und auch einen guten Riecher für die richtigen Stellen bewiesen. Tatsächlich waren die traditionell vielversprechenden Stellen auch diesmal die richtigen, allerdings bin ich teils vom üblichen Weg abgewichen und habe den Radius weiter gefasst. Auf die Weise konnten wir viele interessante Gräser und blühende Stauden ausfindig machen und einsammeln, die unsere Kräutersträuße bereichern. Und beim traditionellen Problemfall, der Königskerze hatten wir dank unserer wachen Augen Glück. Am Ende konnten wir an drei Stellen Königskerzen ausfindig machen. Die erste hatte verschiedene Nebenzweige, die wir später abtrennen und jeweils für den Mittelpunkt eines Straußes verwenden konnten. Und für den eigenen Kräuterstrauß haben wir eine andere, sehr stattliche Königskerze verwendet, die glücklicherweise noch schöne nicht verwelkte Blüten an der Spitze trägt. Sowohl die Menge als auch die Vielfalt und Qualität der Kräuter war dieses Mal herausragend, so dass wir insgesamt sechs Sträuße arrangieren konnten. Mindestens drei davon werden wir in der Messe zu Mariä Himmelfahrt selbst weihen lassen können, bei hoffentlich schönem Wetter.

Kräutersammlung 2023 I
Kräutersammlung 2023 II
Kräutersammlung 2023 III
Kräutersammlung 2023 IV
Kräutersammlung 2023 V
Kräutersammlung 2023 VI
Kräutersammlung 2023 VII
Kräutersammlung 2023 VIII
Kräutersammlung 2023 IX
Kräutersammlung 2023 X