Eine schlüssige Initiative mit Potenzial zur Weiterentwicklung

Über Rückmeldungen zu meinen kunsthandwerklichen Arbeiten freue ich mich immer sehr. So auch heute über einen spontanen Gefallenskommentar, der nicht über die Attraktivität der individuell hergestellten Symbolformen etwas aussagt, sondern auch über die Qualität des Kommunikationsprozesses, der immer damit verbunden ist. Denn dass Menschen mit potenziellem Interesse überhaupt auf das Angebot aufmerksam werden, ist eben kein Zufall. Da spielen technische Optimierungen eine Rolle, viel Inhaltliches und Textliches, aber vor allem die Originalität der Formen selbst. Dass man sie so nirgendwo sonst findet, dass die Idee viele schlüssig und überzeugend, in jedem Fall ansprechend finden. Dass ist schön und entspricht auch der Geschichte dieses Projekts, das ja aus der inhaltlichen Beschäftigung mit den Bäumen, ihrer Symbolik und Ästhetik entspringt. Da meine frühere künstlerische Arbeit rein produktionstechnisch und auch thematisch eine Rolle spielt, ist für die Träger der Armbänder wahrscheinlich nebensächlich, ist aber tatsächlich einer der Gründe für das Entstehen der Initiative. Es ist gerade das, was mich dauerhaft an der Initiative fasziniert: Dass so viele Ebenen zusammenspielen, vom Konzeptionellen bis zum ganz Praktischen und Handwerklichen, trägt Verschiedenes dazu bei, dass das Projekt so geschlossen wirkt und das Potenzial zur stetigen Weiterentwicklung in sich trägt.

Gewinnbringende Arbeit an Symbolthemen

Es war ganz gut, dass ich heute diese sehr weite Fahrt nicht unternehmen musste. Auch wenn dieses internationale Projekt damit zum zweiten Mal verschoben werden musste. So bleibt eine gewisse Spannung im Raum stehen, bis ich es in der kommenden Woche nachhole. Ich bin ansonsten ganz froh, in diesen Tagen mit sehr viel Ruhe und Konzentration an meine Projekte herangehen zu können. Das ist nicht selbstverständlich und trägt immer zur Qualität der Ergebnisse bei. Auch in Phasen, die äußerlich weitgehend unbeweglich und ereignisarm erscheinen, können die Dinge im Fluss bleiben bzw. gehalten werden. Das ist eigentlich der Idealfall, viel besser als pausenlos und atemlose Geschäftigkeit, die zu wenig Raum für Reflexion lässt. Die aber ist für jede Form der Kommunikation unbedingt wichtig, gerade, wenn sie so auf die Verarbeitung von Inhalten und deren textliche Aufbereitung ausgerichtet ist wie bei meiner Arbeit. Das gilt für die geistige Arbeit mit Themen, wie sie in diesem Baumtagebuch verkörpert sind, ebenso wie für eher auf Kunden und deren spezielle geschäftlich Ausrichtung bezogene Inhaltsfelder. Es ist aber die Mischung und die möglichst kontinuierliche begleitende Arbeit auch an Symbolthemen, welche die Qualität und Dichte des Denkens, Konzipierens und Gestaltens insgesamt wesentlich hochwertiger macht. Das Arbeiten an der Symbolkommunikation wirkt sich für mich deshalb sehr gewinnbringend auf alle Lebensbereiche aus.

Plädoyer für inhaltliches Denken und Verhalten

Nun hat mich nach den Turbulenzen der letzten zwei Jahre doch noch eine Erkältung erwischt. Ein Zustand, den ich seit über drei Jahren nicht mehr kannte. Und glücklicherweise kein Corona, allerdings ist auch der „normale“ Infekt nicht lustig und schränkt mich vorübergehend doch zum unpassendsten Zeitpunkt ein. Ich hoffe, es wird so schnell wieder gehen wie es gekommen ist. Gemessen an allem, was in der Welt so vor sich geht sind persönliche Befindlichkeiten dieser Art ohnehin nebensächlich. Was mich aber sehr nachdenklich macht, ist die spürbare Tendenz, gar nichts mehr wichtig zu nehmen. Eine ausgeprägte Abkehr vom inhaltlichen und auch konkret auf den Kommunikationspartner zugeschnittenen Denken und Verhalten scheint die neue Normalität zu sein. Damit kann ich mich nicht abfinden, weil gerade meine Arbeitsschwerpunkt damit kaum noch artikulierbar scheinen. So versuche ich natürlich bei den Wunschbaum-Projekten, aber eben ganz besonders in der professionellen Kommunikationsarbeit an die Bedeutung der Inhalte zu erinnern und das in die Kooperation als unverzichtbaren Anteil einzubauen und hoffe auf künftig mehr Erfolg mit diesem Bestreben.

Auf die Jahreszeit abgestimmte Abwechslung

Eine vorgezogene handwerkliche Vorarbeit mit Holz war heute Nachmittag eine willkommene Abwechslung von der sehr divergierenden Kommunikationsarbeit, die durch die Vielfalt auch etwas von Routine annimmt. Da ist mir dann die handwerkliche Routine als Abwechslung sehr recht. Insgesamt bedeutet das nämlich, Einseitigkeit zu vermeiden und immer wieder den Blickwinkel und die Art der Betrachtung und Aufmerksamkeit umzustellen. Heute waren es klassische heimische Baum- und Holzarten, Linde, Walnussbaum und Eberesche, mit denen ich mich sehr gern auseinandergesetzt habe. Und die Arbeit bei null Grad im Freien ließ sich auch ganz gut eingrenzen. Der Rest ist dann wärmegeschützte Arbeit im Kelleratelier bei leider künstlichem Licht. Die Erfahrung zeigt aber, dass auch dieses abgeschirmte naturferne Arbeiten die Konzentration fördert und eine ganz eigene zur Jahreszeit passende Qualität hat.

Sich unterstützende Formen von Projektarbeit

Es drängt mich schon, einen neuen Text zu schreiben und zu veröffentlichen, der die Rahmenbedingungen meiner Kommunikationsarbeit in der Krisenzeit zum Gegenstand hat. Einfach, weil das Thema jeden betrifft und damit die möglichen Formen von Zusammenarbeit, die Möglichkeit eines Projekts überhaupt, die durch bröckelnde Motivation, bisweilen auch durch panische, krisengeprägte Vorhaben oft problematische Züge annehmen. Ich finde, das muss einmal ausformuliert und konkret auf meine Formen symbolvermittelter und symbolische Formen in den Mittelpunkt stellender kreativer Arbeit bezogen werden. So kann vielleicht ein wenig mehr Klarheit zurückgewonnen werden, die im Zuge von Verwirrung in den permanenten Ausnahmesituationen zunehmend getrübt wird. Viel Zeit also wird mich diese auf Content bezogene Projektarbeit in näherer Zukunft kosten, aber ich bin gerade deswegen immer froh um die sehr erdenden kunsthandwerklichen Aufgaben, die ich zwischendurch einflechten kann, und über die Anfragen und Gelegenheit dazu. So können sich beide Arbeitsbereiche gegenseitig unterstützen, eine Vereinseitigung wird dadurch unwahrscheinlicher.

Archetypische Formen und professionelle Kommunikation

Das Thema der archetypischen Formen und des kollektiven Unbewussten ist schon ein sehr spezielles, vor allem in der Art, wie C. G. Jung das vor sieben bis zehn Jahrzehnten in vielen Einzelheiten und tiefgehend ausgeführt und erforscht hat. Aber die Lektüre ist gerade deshalb anregend, kann man sich doch in den zwanziger Jahren des 21. Jahrhunderts kaum noch vorstellen, dass wissenschaftliches Interesse und wissenschaftliche Praxis sich derartigen Themenfeldern zuwenden kann, und vor allem über einen so langen Zeitraum verfolgt werden kann. Natürlich habe ich bei dieser Lektüre immer den Baum als meinen Lieblingsarchetypen vor Augen, auch wenn es in den Beiträgen Jungs meist um ganz andere und weit vielgestaltigere Archetypen geht. Nur anhand der Bäume kann ich das ganz gut in eigenes Denken und Beobachten transformieren. Auch wenn das Thema so gar nicht dem aktuellen Mainstream entspricht, bin ich ziemlich sicher, die damit zusammenhängenden Überlegungen und Beobachtungen gut für meine Arbeit nutzen zu können. Denn es geht um Grundlegendes, das auch allen Kommunikationen zugrunde liegt und ganz wesentlich unser Denken, unsere Wahrnehmungen und Handlungen beeinflusst. Das muss interessant sein, will man z. B. die Wirkung und Eignung sprachlicher und präsentativer Formen für professionelle Kommunikationsarbeit und -beratung lebensnah einschätzen.

Vegetabile Symbolik und kommunikative Kreativität

Nach längerer Zeit wieder einmal eine größere Exkursion und eine porträtfotografische Herausforderung. Gemessen an der langwierigen Vorbereitung ist das Shooting wirklich gut verlaufen, so dass ich bei der Weiterbearbeitung nicht nur auf gute Ergebnisse zurückgreifen kann, sondern auch auf ein stimmiges kommunikatives Erlebnis zurückblicke. Natürlich fließt das ganz wesentlich in die Qualität der Ergebnisse ein, und für mich gehört das alles bei einem gelungenen Projekt zusammen: Die schlüssige Form der Ausführung, die flüssige Interaktion und eine auch außerhalb von Sprache spürbare und aufbauende Resonanz. Ich bin froh um meine Möglichkeit, die weniger spektakulären und kommunikationslastigen Arbeitsphasen kreativ nutzen zu können, um eben jene kommunikative Kreativität im richtigen Moment abrufen und in Form bringen zu können. Die Auseinandersetzung mit den Themen der Wunschbaum-Projekte haben an dieser kontinuierlichen Übung einen großen Anteil. Vielleicht gerade, weil sich der Austausch und die Reflexion rund um die Symbolik des Natürlichen größtenteils außerhalb oder besser grundlegend unterhalb menschlicher Kommunikationsprozesse abspielen.

Ein fast perfektes Gleichgewicht

In unserer Ecke Deutschlands waren wir anders als gewöhnlich an diesem Tag mit trübem Wetter und Hochnebeldecke geplagt. Zwar noch warm, aber atmosphärisch so ungemütlich, dass man kaum glauben mag, es sei Hochsommer. Und wie immer an trüben Tagen hat sich das auch auf die Motivation und Kommunikationsfreudigkeit der Menschen ausgewirkt, die heute nicht vorhanden war. Gut für die eigene Projektarbeit, die so kaum Ablenkung kennt. So war dieser Arbeitstag für mich in ruhiger Stimmung zweigeteilt, in Kommunikationsarbeit am Vormittag und Holzarbeit am Nachmittag – ein fast perfektes Gleichgewicht, das wohltuend wirkte und ein wenig von jener Unwahrscheinlichkeit ausstrahlte, deren Reize für mich nie verborgen bleiben.

Die Färbung der Kommunikation durch private Bedeutungen

Zurzeit schätze ich sehr die Möglichkeit, Kommunikationsarbeit mit Holzarbeit gleichgewichtig abzuwechseln. Das sind zwei sich stimmig ergänzende Pole meiner Arbeit in einer mehrere Jahrzehnte schon bestehenden und sich entwickelnden Tradition. Zumindest durch die Ergebnisse kann ich das auch teilen, vieles in dieser Arbeit und ihrer speziellen Vielgestaltigkeit hat aber private Bedeutung, nur für mich selbst. Diese Privatbedeutungen sind mindestens so wichtig wie der kommunikativ vermittelbare Sinn und die soziale Anschlussfähigkeit der Arbeit und ihrer Produkte. Dieser Teil gehört dann in die Selbstreflexion und zu der persönlichen Entwicklung. Aber es hat eben auch einen Einfluss auf die Kommunikation, die durch besondere private Erfahrung, durch ganz eigene innere Handlungen, eine unverwechselbare Färbung erhält. Es ist diese Färbung, auf die ich mich eigentlich beziehe, wenn ich mein Agenturprojekt als LinieLux bezeichne.

Vorbereitungen kreativer Arbeit

Kommunikatives Handwerk und Recherchen zu fotografischer Technik bestimmen diese von der Fastnachtsstimmung geprägten Arbeitstage für mich. Das ist eine gute Mischung, weil es Freiräume schafft für spätere Kreativphasen und auch neue Möglichkeiten in Aussicht stellt, die dieses kreative Arbeiten bereichern können. So ganz nebenher sind solche Fortschritte selten realisierbar. Gewisse Phasen, die sich auf solche Erkundungen konzentrieren, haben sich für mich eigentlich immer bewährt. Trotz der Routine kann ich seit längerem einmal wieder mehr in der Landschaft fotografieren und anschließend an dem Material arbeiten. Ich schätze, meine Holzoberflächen werden in Kürze eine Erweiterung erfahren.

Närrische Pausenzeiten

Es ist fast wie vor und nach Feiertagen. Wenn sich die Hochzeit der Fastnacht nähert, sinkt die Bereitschaft der Mensch, sich auf neue Projekte einzustellen, gegen null, meist auch noch einige Tage danach. So muss man um die Fastnachtstage herum immer mit einer Art Pause rechnen, zumindest die professionelle Kommunikationsbereitschaft betreffend. Ich nehme das durchaus als wohltuende Abwechslung wahr, da sich dadurch unverhoffte, kreative Freiräume auftuen, die dazu einladen, Neues auszuprobieren oder sonst kaum Realisierbares weiterzuverfolgen. Dazu gehören sicherlich in den nächsten Tagen auch die immer noch nicht vollständig durchgesehen Fotografien der letzten Monate, die sich um Bäume, Feiertage und Materialien drehen. Auch ältere Serien, die noch nicht vollständig durchgesehen sind, gehören zu vielversprechenden Kandidaten.

Kritische Selbstbeobachtung und Aktualisierung

In eigener Sache kreativ zu werden, ist immer wieder eine Herausforderung. Wohl weil dafür eine besondere Distanzierung von sich selbst notwendig ist. Streng genommen ist das mein Beruf, dennoch sehe ich dabei ganz genau hin und bin vielleicht noch strenger als in anderen Situationen, einfach weil man allzu schnell in eingefahrenen Bahnen denkt und arbeitet. Ich meine, bei aller kritischen Selbstbeobachtung, dass das aber für meine Kommunikationsarbeit ein gutes Ergebnis bringen kann, dass bestimmte Dinge frischer und dynamischer darstellt. Das, worum es eigentlich geht bei einem Relaunch. Ich kann mir vorstellen, Ähnliches für die Wunschbaum-Projekt sukzessive in diesem Jahr durchzuführen, denn auch darin hat sich wieder einiges bewegt, das nach äußerlichem Ausdruck verlangt.

Neue Technik für neue Inhalte

Die Umstellung auf das aktuelle Betriebssystem hat dann an diesem Wochenende doch gut funktioniert. Erfahrungsgemäß kann das auch böse Überraschungen mit sich bringen, die sich aber in dem Fall nicht gezeigt haben. Auch solche technischen Veränderungen können etwas Befreiendes haben, selbst wenn keine wirklichen einschneidenden funktionellen Änderungen damit verbunden sind. Eine veränderte Benutzeroberfläche, vielleicht ein wenig mehr Schnelligkeit, auf jeden Fall verbesserte Sicherheit. Das sind Punkte, die auch auf die Verarbeitung von Inhalten Einfluss haben können. So freue ich mich, auf veränderter technischer Grundlage künftig meine Wunschbaum-Projekte ebenso weiterzuentwickeln wie die vielgestaltige Projektarbeit der Kommunikationsagentur.