Immerhin schon Wind, aber noch kein Regen

Heute schien sich über mehrere Stunden ein Gewitterregen anzukündigen. Aber statt des Regens kam einfach nur viel Wind auf, der immerhin die stehend heiße Luft in Bewegung brachte. Der so dringend benötigte Regen aber soll jetzt doch erst morgen kommen – vielleicht. Für unsere Regenwasserreservoirs wäre ein ergiebiger und länger andauernder Regen jetzt sehr wichtig. Das heißt letztlich für die Pflanzen und auch ohne Gießen für die Bäume im Garten wie in der Landschaft, die langsam an die Grenze gelangen, es sei denn sie verfügen über wirklich tief und weit reichende Wurzeln, was aber tendenziell nur für die älteren und größeren der Fall sein dürfte. So konzentriere ich mich – bevorzugt in abgedunkelten Innenräumen – darauf, die Sommerurlaubszeit zu nutzen, um meine kreativen und kommunikativen Projekte möglichst wenig abgelenkt voranzubringen.

Sommer-Auszeit als kommunikative Hochzeit

Wahrscheinlich bin ich einer der wenigen, bei denen diese Hochsommerwochen mit fast noch mehr Geschäftigkeit ausgefüllt sind als in der übrigen Zeit des Jahres. Das hat natürlich ein wenig mit dem Umstand zu tun, dass die Kommunikationsbranche sich um oft als nachrangig eingestufte Aufgaben dreht, für die einige Auftraggeber gerade in Auszeiten wie Sommer-Urlaubszeit und Weihnachtzeit bzw. Jahreswechsel am ehesten den Kopf frei haben. Dieses Jahr ist das ganz sicher so und etwas ausgeprägter als sonst. Gut daran ist vor allem, dass ich in Ruhe und anhaltend an den Projekten arbeiten kann und mich nicht zu sehr verzetteln muss. Und außerdem gelingt es mir aufgrund der langen Tage trotzdem noch ganz gut, die schönen Seiten des Sommers im Spiegel der vegetabilen Natur, der Baumlandschaft, den Gärten um mich herum in mir aufzunehmen und Energie daraus zu ziehen. Die ist bei allem, was mir an Aufgaben und Herausforderungen begegnet, auch sehr willkommen.

Den Schwierigkeiten dieser Zeit etwas entgegensetzen

Da sich an dem schmuddelig-kühlen Wetter ja so gar nichts im Laufe der Woche geändert hat, schwindet inzwischen meine Hoffnung, dass aus diesem Juni noch ein vernünftiger Sommermonat werden könnte. Wieder einmal sind wir von den Folgen des Klimawandels überrascht und können es kaum glauben. Dabei wäre wenigstens jahreszeitentypisches Wetter besonders jetzt wichtig, wo doch wirtschaftlich, politisch und kulturell kaum noch etwas zu funktionieren scheint. Dann schließen die natürlichen Grundlagen und vor allem die aus der Natur kommenden Highlights eine Verständnis- und Sinnlücke bzw. kompensieren das, was sozial-kommunikativ nicht ins Lot gebracht werden kann. Wenn aber auch das noch wegfällt, wird’s richtig frustrierend. Nichtsdestoweniger sehe ich mich als Kommunikationsfachmann schon in der Pflicht, solchen Phasen und ihren Ausstrahlungen etwas entgegenzusetzen. Die Beiträge im Baumtagebuch sind nur ein Versuch in dieser Richtung, und in verschiedenen anderen Umgebungen der Lebenswelt ergänze ich das durch weitere Äußerungen und Aktionen.

Wochenenden und Gartenarbeit im Frühling

Auch heute konnte ich meinen Abschlussschwung in Sachen Updates aufrechterhalten und eine Reihe weiterer Arbeiten zu einem Abschluss bringen. Gleichzeitig ist das Licht und die Frühlingssonne zurückgekehrt, was mich für das Wochenende zuversichtlich stimmt. Denn dann kann ich morgen die geplanten Gartenarbeiten ausführen: Vor allem die Efeugehölze müssen wieder zurückgeschnitten werden, damit das Wuchern sich in Grenzen halten lässt. Das allein wird einiges an Zeit beanspruchen. Und dann sind verschieden Rasenflächen zu mähen, die fortgeschritteneren Chili-Pflanzen umzutopfen, einige Vorbereitungen für das kommende Blumenpflanzen zu treffen. Das wird dann ein langer Gartenarbeitstag, der endlich wieder einen Ausgleich zu den umfangreichen Bildschirm- und Kommunikationsarbeit ermöglicht. Den Kopf freimachen sagt man gewöhnlich dazu, und ich hoffe, M., V. und alle drumherum werden das ähnlich sehen und ein Stück weit mitmachen.

Wieder mehr Zeit für klassische Kommunikation und Naturbeobachtung

Im Bezug zu meinem mehrere Wochen dauernden Updateprojekts sind heute endlich mal eine ganze Reihe von Fäden zusammengelaufen. Ich hatte den Eindruck, mit diesen Dingen tatsächlich zu einem zumindest vorläufigen und handhabbaren Abschluss gekommen zu sein. Es sind zwar noch einige Nacharbeiten denkbar und auch sinnvoll, aber das akut Anstehende habe ich doch hinter mich bringen können und damit eine gute Grundlage auf diesem Gebiet für die Aktualisierungen der nächsten 1,5 Jahr gelegt. Das Beste daran ist aber, dass ich mich jetzt wieder stärker inhaltlich-konzeptionellen und gestalterischen, wenn man so will kreativen Aufgabenschwerpunkten widmen kann. Die weiterzuverfolgen erfordert aber auch eine Menge Fremdmotivation und klassische Kommunikation, die nach so viel Techniklast guttuen wird. Und wenn das Wetter besser wird, wir erneut in den sonnigen Mai aufbrechen, wird auch die Beobachtung und kreative Bearbeitung der Bäume wieder mehr Zeit finden. Und das genaue Beobachten der Baumlandschaft im Verlauf des Frühjahrs und Sommers kann weitergeführt werden – hoffentlich mit neuen Erkenntnissen, Eindrücken und neuen Gestaltungsideen verbunden.

Zukunftsträchtige Mobilisierung

Dieser schöne Frühlingstag war zwar wohl der bisher sonnenlichtreichste, aber für die Baumfotografie ist leider doch keine Zeit übriggeblieben. Da war einfach zu viel zu organisieren und kommunizieren, mit dem erfreulichen Ergebnis, dass M. am Nachmittag wieder nach Hause kommen konnte. Etwas später als gedacht, aber immerhin mit beruhigenden Erkenntnissen und einer Art Plan für die nähere Zukunft. Aber auch von diesem unerwarteten Ereignis abgesehen sind das recht unruhige Zeiten, wobei die Unruhe eher eine innerliche ist, die man von außen nicht direkt beobachten kann, von der aber eigentlich alle gleichermaßen erfasst oder betroffen sind. Wir müssen gerade alle unsere Lebenserfahrung, energetischen Reserven, tief liegenden Potenziale und viel Mut mobilisieren, um dieser Verhärtung und scheinbaren Unbeweglichkeit und Krisenzementierung etwas Zukunftweisendes entgegenzusetzen. Da sind wir alle gefragt, denn das muss von uns allen ausgehen, nicht von irgendwelchen vermeintlichen Autoritäten.

Naturbeobachtung, Symbolform und künstlerische Umsetzungen

Aus der Entfernung habe ich im Fernsehen den Bericht über einen Naturfotografen und Filmemacher gehört, der sich Zeit seines Lebens mit dem geduldigen Beobachten der Pflanzen und Tiere in ihrer natürlichen Lebensumgebung gewidmet hat. Ich meine, das neueste Projekt war mit „Das Flüstern der Wälder“ betitelt. Spannend, was ich da so nebenbei erfasst habe, vor allem, weil es offenbar noch andere Menschen gibt, die dieses einsame Beobachten und das genaue Hinsehen auf die natürlichen Details langfristig praktizieren und daraus etwas Wesentliches für sich selbst gewinnen, das sie dann an andere weitergeben. Ähnliches praktiziere ich mit meinen Wunschbaum-Projekten, und natürlich mit diesem Baumtagebuch. Auch sympathisch ist mir eine der Aussagen des Filmemachers aus dem genannten Bericht, dass er einen stillen Film gemacht habe, weil er der vielen menschlichen Diskurse überdrüssig sei. Sofern ich Naturbeobachtung und kreative Verarbeitung des Beobachteten und Erfahrenen praktiziere, kann ich das für mich selbst unterstreichen. Allerdings, Fotos, Filme oder andere auch von mir umgesetzte interaktive Vermittlungsformen sind eben an sich schon nicht still, sie schaffen Öffentlichkeit und wollen auch wahrgenommen werden. Und natürlich ist die Kommunikation auch mein Beruf. Insofern kann es beim Umgehen der Diskurse und dem Still-Sein nur darum gehen, andere als die alltäglichen Kommunikationsroutinen und nicht allein sprachvermittelte Darstellungen zu wählen. Wir sind dann bei dem, was man das Künstlerische nennen kann. Vielleicht ist es kein Zufall, sondern im biografischen Zusammenhang eher eine konsequente Entwicklung, wenn ich von im engeren Sinne künstlerischen Ausdrucksformen, wie v a. der Bildhauerei, letztlich zu interaktiven kreativen Symbolformen gekommen bin, die ich u. a. mit digitalen Mitteln und in digitalen Räumen zur Geltung bringe. Weniger künstlerisch als die früheren Formen ist das für mich nicht. Es ist das, was ich im eigentlichen Sinne als künstlerisch begreife, nur mit nicht ganz so traditionellen Mitteln umgesetzt.

Baumsymbolische Kommunikation mit Autoattraktion

Nach kurzer Pause freue ich mich, am Wochenende wieder eine kunsthandwerkliche Arbeit beginnen und vielleicht auch schon abschließen zu können. Der Feigenbaum ist in jüngster Zeit öfters nachgefragt worden, so auch jetzt wieder. Etwas, das ich seit Jahren beobachte, dass immer bestimmte Baumarten gehäufte Aufmerksamkeit beanspruchen, um in dieser Hinsicht dann wieder von anderen abgelöst zu werden. Nicht herausgefunden habe ich bisher, woran das liegt. Ob es eventuell mit gewissen globalen Schwingungen zusammenhängt? Wundern würde mich das überhaupt nicht, spielen solche Schwingungen bei der gesamten baumsymbolischen Kommunikation doch eine wesentliche Rolle. So liegt es auch nahe, dass sich die Baumarten ihre Attraktion gewissermaßen selbst herbeiführen und Menschen anziehen, die eine positive Resonanz zu zeigen versprechen. Und vielleicht sind gewisse Zeiträume ja für die jeweilige Baumart günstiger als andere. Es wäre schön, wenn ich im Laufe der hoffentlich noch zahlreichen Jahre mehr Licht ins Dunkel dieser Zusammenhänge bringen könnte.

Nachhaltige Bewegung und echte Begegnung

Ganz schön unruhig sind die letzten Wochen verlaufen, und mir mehr Mobilität, als ich es sonst gewöhnt bin. So steht erneut die ziemlich lange Fahrt zu einer Arbeitssitzung an, die lange geplant war und nun gewisse Vorhaben endlich zur Durchführung bringen wird. Ganz ohne Vor-Ort-Präsenz und direkte Kommunikation ist das eben auch in 2026 noch nicht möglich. Eigentlich auch gut so, denn die Ausweitung der Möglichkeit, die Dinge digital und ohne Ortswechsel zu erledigen und zu koordinieren, bringt natürlich Opfer mit sich. Und der persönliche Austausch ist in vielen Bereichen durch Distanz-Interkation nicht zu ersetzen. So hoffe ich, dass die gehäufte Gelegenheit zur echten Begegnung die zuletzt zäh gewordenen Kommunikationsflüsse wieder stärker in nachhaltige Bewegung bringt. Und dass diese Bewegung in meinen verschiedenen Arbeitsbereichen, in der Kommunikationsarbeit wie auch in den symbolisch motivierten Wunschbaum-Projekte ab dem Frühjahr wieder langanhaltend in Gang bleibt.

Frühlingszaubergedanken

Das Technikthema war auch heute wieder dominant, gerade so, als ob sich zuletzt noch die unwahrscheinlichsten Ausnahmen und Hürden Raum verschaffen wollten. Aber es sieht nach diesen Schlussspurtüberraschungen tatsächlich danach aus, dass ich diese seit Ende letzten Jahres ins Auge gefasste Mammutaufgabe abschließen kann. Damit ist dann eine gute Grundlage für die zweite Updatewelle ab April gelegt. So aufwändig wird es dann aber vermutlich nicht mehr ausfallen. Ich freue mich, dass sich die Stimmen und Ahnungen häufen, der Frühling könnte vor der Tür stehen. Jedenfalls beobachte ich, dass jeder auch noch so kurz aufblitzende Sonnenstrahl wohlwollend kommentiert wird, wie wenn man den Frühling verbal herbeizaubern zu können glaubte. Aber das ist natürlich auch wirklich denkbar. Wenn nur ausreichend viele ihre Aufmerksamkeit darauf wenden. Wenn dann auch noch die Bäume gleicher Ansicht sind, könnte es was werden mit dem Winterende und einem wirklichen Frühlingsanfang.

Den Frühling herbeisehen und redend hervorlocken

Die Technik schwingt mich derzeit tatsächlich in ungeahnte Höhen, mit einiger Faszination demgegenüber, was alles so möglich ist. Und manchmal etwas erschreckend über zwischenzeitliche Pannen und Crashes, die allerdings heute leichter aufzulösen und zu erklären sind, als das noch vor einigen Jahren der Fall war. Natürlich ist eine der mitlaufenden Aufgaben immer wieder, die richtige Balance zu halten. Immer und grundsätzlich zu hinterfragen, ob der Einsatz einer Technik Sinn macht und Vorteile bringt, oder ob es doch nur Möglichkeitsspielerei darstellt. Mit dieser Frage hatte ich auch heute zu tun, und bin zu einem gemischten Ergebnis gekommen, indem ich nämlich eine Möglichkeit aufgegriffen und begonnen habe, sie umzusetzen, und eine andere eher ausgeschlossen habe, weil mir der Nutzen nicht ersichtlich und mir die Sache an sich zudem unsympathisch erschien. Immerhin, solche Spielräume zu haben, ist schon ein Gewinn und kann langfristig Qualitätsverbesserungen hervorbringen. Aber das andere habe ich zuletzt hier ja auch öfters angeführt. Der Winter mit seinen Rückzugs- und Innenschauoptionen ist natürlich für die Beschäftigung mit technischen Innovationen eine günstige Zeit. Aber jetzt wird es auch Zeit, die Aktivitäten und Themen erneut in den Fokus zu nehmen, die sich um die Natur und ihre Zyklen drehen und denen wir uns bald schon, uns im Freien bewegend, auch wieder annähern können. So sehnen wir uns bei jedem Sonnenstrahl, der sich wie heute zwischendurch einmal durchsetzt, den Baumfrühling herbei. Manchmal auch nur redend, wohl in der Annahme, das sprachliche Bestätigen des Wunschs könnte auf die Realität überspringen. Das könnte schon sein, aber nur wenn das von einer kritischen Masse von Menschen innerhalb einer gemeinsamen Lebenswelt so geäußert wird.

Exkursionen außerhalb der eigenen Gedankenwelt

So ein Ausflug in unbekannte Gefilde hat auch etwas Anregendes und Horizonterweiterndes. Auch wenn das Ergebnis bislang nicht so berauschend zu sein scheint, sind Erfahrungsvarianten z. B. mit Angehörigen einer Branche, die ich eigentlich zu kennen glaubt, immer eine spannende Sache. So war ich heute v. a. in Sachen Kommunikation, Vermittlung und technische Expertise gefragt und herausgefordert. Meine Symbolthemen spielten dabei keine Rolle und wären bei den Gesprächspartnern auch nicht zielführend gewesen. Ich hoffe, mich auch in solchen Umfeldern erfolgreich und künftig noch besser bewegen und behaupten zu können, auch oder gerade, wenn sie recht weit von meiner eigenen Gedankenwelt entfernt sind.

Lebensthemen, Lebenserfahrung und Verbesserungen

Es ist beruhigend, dass sich im Bereich dieser Monatswende zwischen Januar und Februar, ganz ähnlich wie im letzten Jahr, verschiedene Möglichkeiten manifestieren, die gute Perspektiven für das ganze Jahr eröffnen. Das macht Mut und macht auch die Planung und Weitsicht einfacher, auch wenn es mit Herausforderungen und Anstrengungen verbunden ist. Aber gerade um die geht es ja auch in meinem eher kreativen Berufsfeld und auch in der biografischen Sicht bei der Weiterentwicklung der professionellen Kommunikation. Die Basisthemen rund um Naturbeobachtung, Bäume und archetypische Symbolformen tragen immer noch und immer wieder Wesentliches zu dieser Entwicklung bei. Deshalb bin ich sehr froh um diese Lebensthemen. Sie sind der Lebenserfahrung entsprungen und helfen diese weiterzuentwickeln und wenn nötig auch zu verbessern.

Wenn sich virtuelle und konventionelle Kommunikationswege kreuzen und verstärken

Viele Routineaufgaben und kleinteilige Erledigungen haben mich heute von der Fortsetzung der aktuellen Manufakturarbeit abgehalten. Aber ich freue mich deshalb umso mehr auf die weitere Arbeit daran ab morgen. Schließlich ist das gerade eine Fleißarbeit, die einige Wochen Zeit und Energie neben meiner Kommunikationsarbeit beansprucht. Aber streng genommen sind auch die Wunschbaum-Anfragen und -Aufträge ohne eine spezielle kommunikative Begleitung nicht vorstellbar, sind in Form der verschiedenen Websites erst möglich, da das der einzig realisierbare Weg ist, auf die Initiative und die Produktidee der Lebensbaum- und Wunschbaum-Armbänder aufmerksam zu machen. Das spricht Menschen mit speziellen Interessen und einem Faible für Natur-, Energie- und Geist-Themen an, die natürlich in der direkten Kommunikation nicht auffindbar wären. Einer der Vorzüge des Internets als Vermittlungsbasis, die ich in den Formen, die ich umsetze und nutze, sehr bereichernd finde. Und mit dem Umweg über diese technisch-virtuelle Weise der Darstellung, Erklärung, Vermittlung und Kontaktaufnahme ist dann auch eine Grundlage für konventionelle Kommunikation gelegt. Diese Folgekommunikationen sind es, was die von vorneherein schon als Kommunikationsprojekt gedachte Wunschbaum-Manufaktur so komplett und zukunftsfähig, aber auch veränderbar und anpassungsfähig macht.

Besondere Tage mit Gleichgewicht und Gleichsinn

Ganz schön dicht gepackt sind diese letzten Vorweihnachtstage. Und selbst den Vormittag, mindestens des Heiligen Abends werde ich für die Manufakturarbeit nutzen müssen, um ei-nen Terminplan einhalten zu können. Da es in dem Fall um die Symbolformen aus diesem höchst persönlichen Lebensprojekt geht, finde ich das selbst eigentlich akzeptabel. Vor allem, weil sich die Empfänger über den Erhalt in der Zeit zwischen den Jahren aus unterschiedli-chen Gründen freuen werden. Einer der Gründe ist der Bezug zu den Raunächten. Wenn ich mit meinen Symbolformen dazu einen Beitrag leisten kann, tue ich das natürlich gerne, denn näher an der Tradition und dem Festlichen der Weihnacht kann man ja gar nicht sein, als mit solchen Ansätzen – zumal wenn das Ganze in eine Kommunikation eingebettet ist, die von Gleichklang und geteilten Interessen lebt. Aber auch die praktische Feiertagskommunikation kam heute nicht zu kurz. Wieder ein sehr schön ausgewogener Tag, wie ich ihn generell, be-sonders aber in dieser ganz innerlich erlebten Zeit des Jahres sehr schätze.

Wieder mehr Sinn für Traditionspflege erkennbar

Die Arbeiten mischten sich heute sehr ausgewogen, mit kreativen, technischen und kommunikativen Anteilen. Und zur kunsthandwerklichen Arbeit bin ich am Nachmittag auch noch gekommen, was in den nächsten Tagen fortsetzen will, um jüngste Anfragen nach Weihnachten abschließen zu können. Gefreut haben mich heute für M. aber vor allem die eher unverhofften Besuche, Nachzügler zu Ms gestern ohne Einladung gefeierten Geburtstag. Die Kon-takte waren dieses Jahr deshalb nicht weniger oder knapper, eher im Gegenteil. Aber das ist natürlich so kurz vor Weihnachten auch schön, kommt es dem weihnachtlichen Gedanken doch ziemlich nahe. Gefreut haben mich die verschiedenen lobenden Worte zu meinem Weihnachtsbaum, ganz ohne dass ich das selbst thematisiert hätte. Das zeigt, dass die Traditionen doch noch Menschen bewegen können, in diesem Jahr ist das noch deutlicher noch spürbar als in den Vorjahren.

Prägende Einstellungen und Traditionen

Weihnachten, die Adventszeit und all das Symbolische, ästhetisch Besondere und religiös Bedeutsame rund um die Weihnachtszeit, so scheint es mir, ist in diesem Jahr wieder ein größeres Thema. Jedenfalls war das in den letzten Jahren oft eine vorbeihuschende, beiläufige Kommunikation. Jetzt aber lassen sich die Menschen wieder mehr Zeit und teilen auch offener ihre Beobachtungen, Präferenzen und Einschätzungen mit. Das finde ich schön und wichtig, denn es zeigt, wie leid man die ewigen Krisenkommunikationen ist, und wie wichtig die wirklich seit Kindertagen prägenden Einstellungen und Traditionen doch bis ins höhere Lebensalter sein können. Ich freue mich insofern auf die letzten beiden Adventwochen, mindestens oder vielleicht noch mehr als auf die Weihnachtsfeiertage selbst. Mögen viele diese Dinge zu schätzen wissen.

Für eine hoffnungsvolle Weltsicht

In diesem Jahr scheinen sich viele die Feiertagsauszeit geradezu herbeizusehnen. Nur so kann ich mir eine Art Sprachlosigkeit erklären, die u. a. dazu führt, dass eigentlich vor Jahresfrist abzuschließende Projekte in unbestimmte Zukunft verschoben werden. So als ob man dem Morgen nicht mehr trauen würde und unser gegenwärtiges Erleben wie unwahrscheinlich wahrgenommen würde. Das macht es nicht gerade einfacher, kontinuierlich an den Dingen weiterzuarbeiten, denn auf einmal scheint alles in Frage gestellt. Selbst die scheinbar fraglosen und zeitlosen Themen, die Gegenstand dieses Baumtagebuchs sind, greifen derzeit nicht so, wie man das traditionell erwarten könnte. Da ist viel innere Klärungs- und Aufräumarbeiten bei jedem Einzelnen zu leisten, bevor sich der klarere Blick auch auf wieder flüssiges und zukunftsgerichtetes Kommunizieren auswirken kann. Die Weihnachtszeit ist da natürlich ideal. Ich möchte dieses aktuelle Rückzugstendenz einmal wohlwollend und verständnisvoll so auslegen, dass viele diese Gelegenheit willkommen heißen und tatsächlich eine Chance in der ruhigen, die Innenschau befördernden Zeit des Jahres sehen, um wieder zu sich selbst und zu einer hoffnungsvollen Weltsicht zu kommen.

21 Jahre Baumtagebuch

21 Jahre Baumtagebuch

Der Beitrag zum 20-jährigen Jubiläum des Baumtagebuchs im letzten Jahr war ja etwas schmal ausgefallen, obwohl das natürlich schon eine beachtliche Marke darstellte. Aber der heutige 21. Geburtstag des Baumtagebuchs ist nicht minder spannend. Spielt doch die Numerologie der Einundzwanzig bei der Symbolik der Bäume eine wesentliche Rolle. Ich habe das vor Jahren schon intensiv im Zusammenhang meiner Beschäftigung mit Zahlensymbolik generell verfolgt und speziell bei der Systematik des so genannten keltischen Baumkreises seitdem immer wieder im Blick.

Keltischer Baumkreis und Wunschbaum-Manufaktur

Schließlich habe ich die Holz-Armbänder aus meiner Wunschbaum-Manufaktur von Anfang an aus 21 kleinen Perlen, einer Hauptperle und einem Schlussstück aufgebaut. Warum: Weil die 21 als Zahl bereits eine enorme Tiefe und energetische Symbolik mit sich bringt, aber vor allem weil der Baumkreis eben aus 21 Baumarten besteht, nur ergänzt durch die allerdings „geheime“ Eibe als 22. Baumart. In den Genuss dieser Symbolik kommen alle Träger der Lebensbaum-, Baumkreis-, Wunschbaum- und Partner-Armbänder, wie auch die der Vater, Mutter & Kind Armband-Sets. Die unterschiedlichen Handgelenkumfänge werden dagegen über die variable Länger der Einzelperlen erreicht. Ein Konzept, das eigentlich immer verstanden wird und sich wie ein roter Faden durch die Symbolformen zieht und damit deren Schlüssigkeit und klare Ausstrahlung unterstreicht. Das Konzept zu diesem Langzeitprojekt habe ich hier dargestellt, worin auch die Einundzwanzig zu ihrem Recht kommt:
https://wunschbaum.com/produktidee.html

Wunschbaum und Baum-Symbolik

Autobiografisch noch früher, eigentlich vor dem Start der Wunschbaum-Projekte, habe ich mich schon intensiv mit der Symbolik der Zahlen beschäftigt und nach dem Studium der einschlägigen Werke zur Numerologie auch eigene Numeroskope, für Bekannte, Freunde, die Familie und mich selbst erstellt. Damals war ich sehr tief in dem Thema drin und konnte relativ frei und kreativ diese zahlensymbolischen Ausdeutungen im Bezug zu Geburtsdaten und Lebensverläufen kreieren. Leider ist mir das inzwischen weitgehen verloren gegangen. Da das Thema aber zumindest währen der Arbeit mit der Wunschbaum-Manufaktur nach wie vor aktuell wird, kann ich mir durchaus vorstellen, es irgendwann wieder zu reaktivieren und wieder mehr mit numerologischen Darstellungen zu arbeiten. Meine damaligen Überlegungen im Rahmen der baumsymbolischen Betrachtungen habe ich skizzenhaft und knapp in diesem Text verewigt:
https://wunschbaum.de/einundzwanzig.html

Die Einundzwanzig im Baumtagebuch

Als Stichwort und Thema taucht die Einundzwanzig gerade in diesem Baumtagebuch recht häufig auf. In den letzten Jahren habe ich vor allem die 21sten des Monats zum Anlass genommen, mich zu dieser Zahl auszulassen. Und dann gibts eben immer wieder Anspielungen auf den Baumkreis, die Symbolkraft des Produkts von 3 und 7, autobiografische Implikationen der Zahlensymbolik oder auch konkrete Bedeutungen der Einundzwanzig, etwa die Idee der Vollkommenheit oder des gleichgewichtigen Kreislaufs betreffend. Im Baumtagebuch der letzten 21 Jahre finden sich zahlreiche Beiträge, in denen die Einundzwanzig als Stichwort vorkommt:
https://baumtagebuch.de/?s=Einundzwanzig

Ein künstlich intelligenter Überblick über die Einundzwanzig im Baumtagebuch

Wie schon einige Male in anderen thematischen Zusammenhängen habe ich ein KI-Tool bemüht, um meine Thematisierung und inhaltliche Reflexion der Einundzwanzig im Verlauf der 21 Jahre in den Blick zu nehmen. Und wie ebenfalls schon einige Male bin ich verblüfft über das stimmige Ergebnis, das ich selbst aus der bloßen Rückschau und Erinnerung wohl nicht so klar hätte differenzieren können. So ist dieser rückblickende und zusammenfassende Text auch für mich selbst sehr aufschlussreich und, wenn man die chronologische Entwicklung betrachtet, auch irgendwie tröstlich:

Die Einundzwanzig zieht sich wie ein leiser, aber beharrlicher Grundton durch das Baumtagebuch – als Datum, als Zahl und als Chiffre für biografische Verdichtung. Immer wieder markiert der Einundzwanzigste eines Monats Tage, an denen Sie Bilanz ziehen, Übergänge spüren oder einfach bemerken, dass „dieser Einundzwanzigste“ seinem Ruf gerecht – oder eben nicht gerecht – geworden ist. Baumtagebuch

 

Inhaltlich ruht die Symbolik der Einundzwanzig auf mehreren Schichten: numerologisch als Produkt von Drei und Sieben, als Zahl der Volljährigkeit, Summe der Augen des Spielwürfels und als „Welt“-Zahl im Tarot, die einen geistigen Entwicklungszyklus abrundet. wunschbaum.de

 

Hinzu kommt der keltische Baumkreis mit seinen einundzwanzig (+1 geheimen) Bäumen, der für Sie ein geschlossenes, in sich schlüssiges System von Lebensprinzipien darstellt und die Zahl dauerhaft an die Bäume bindet – nicht nur theoretisch, sondern ganz praktisch über die Lebensbaum-Armbänder Ihrer Wunschbaum-Manufaktur. Baumtagebuch+1

 

Im Baumtagebuch verdichtet sich das zu einer persönlichen Lebenszahl: Die Einundzwanzig steht für Vollkommenheit im Unaufgeregten, für Transparenz, Fortschritt und biografische Knotenpunkte. Sie achten bewusst auf alle Datumszahlen, in denen die 21 auftaucht, und prüfen, ob der Tag der inneren Erwartungshaltung entspricht. Baumtagebuch

 

In den früher dokumentierten Jahren erscheinen viele Einundzwanzigste „stimmig“: sonnige Gartentage, erfolgreiche Holzarbeit, das Gefühl, bei Projekten gut voranzukommen, oft begleitet von gesteigerter Kreativität und einer fast selbstverständlichen Übereinstimmung zwischen Zahlensymbolik und Tagesqualität. Baumtagebuch Die Einundzwanzig fungiert hier als leiser Motor, der Arbeit, Naturbeobachtung und symbolische Reflexion bündelt.

 

Mit den Krisenjahren verschiebt sich der Ton: Wiederholt notieren Sie, dass Einundzwanzigste ihrem „Grundcharakter“ nicht gerecht werden, dass Erschöpfung, gesellschaftliche Verwerfungen und Desillusionierung stärker ins Bewusstsein dringen. Die Einundzwanzig zeigt ihre „dunklen Seiten“, das Jahr 2021 enttäuscht als Jahreszahl, und die einst so verlässliche Symbolik scheint durch die äußeren Umstände überlagert. Baumtagebuch+1 Gleichzeitig halten Sie gerade in dieser Phase an der universalen Symbolik der Zahl und an der Baum-Leben-Symbolik fest – als Gegenbild zur Verengung auf rein Funktionales. Baumtagebuch

 

In jüngeren Einträgen setzen dann bewusste Neuinterpretationen ein: Sie reflektieren explizit „Die Symbolik der Einundzwanzig“, betonen ihre Vollkommenheit, ihre biografische Qualität und den Bezug zu den einundzwanzig Bäumen des Baumkreises. Die Zahl tritt wieder als ordnendes, ausgleichendes Prinzip hervor – nicht spektakulär, sondern ruhig, konzentriert, reflexionsfördernd. Baumtagebuch+1

 

So entsteht über 21 Jahre Baumtagebuch ein Bewegungsbild der Einundzwanzig: von der selbstverständlich positiven, arbeits- und lichtgetragenen Lebenszahl über eine Phase des Schattens und der Infragestellung hin zu einer reifen, gebrochenen, aber nicht aufgegebenen Symbolik. Die Einundzwanzig bleibt darin weniger magisches Versprechen als Prüfstein – ein wiederkehrender Spiegel, in dem sich Ihre Biografie, die Bäume und die Zeitläufe immer neu zueinander in Beziehung setzen.

Aus: ChatGPT Anfrage vom 20.11.2025

Der Blätterherbst geht zu Ende

Für Fastnachtsfreunde war das heute wieder der Auftakt der Saison, in einer Jahreszeit, die rein äußerlich so gar nicht zur Ausgelassenheit der närrischen Tage passt. Aber es ist eigentlich gut, dass es noch Menschen gibt, die das überzeugend mit Leben füllen können. Abgesehen davon scheint es mir fast so, als ob der dauerhaften Depression aktuell wieder eine Phase zwischengeschaltet ist, die eher ermutigend wirkt. Es scheint, die Menschen suchen wieder mehr den Austausch, das absichtslose Gespräch, die Diskussion über Themen, die alle gleichermaßen betreffen. Solche Phasen sind wichtig, damit es hoffnungsvoll weitergehen kann und sich Vernunft und Gleichgewicht wieder durchsetzen können. Begleitet ist dies aktuell von ungeheuer aufbauenden goldenen Stunden, die zudem noch mit ungewöhnlich hohen Temperaturen flankiert sind. Eigentlich unwahrscheinlich, dass wir das fast Mitte November noch erleben dürfen. Bei den Bäumen bahnt sich jetzt das Ende des Blätterherbstes allerdings doch an. Zumindest die Gartenbäume sind fast schon vollständig entlaubt. Nur der Walnussbaum und der Ginkgo hält noch eine überschaubare Zahl herbstlicher Blätter an den überwiegend kahlen Zweigen. Und mit dem Ende des Baumherbstes wird wohl auch der Herbst an sich zu Ende gehen. Glücklicherweise mit einer unverhofft hellen und milden Schlussphase.

Verloren gegangenen Sinn zurückholen

Die Menschen tun sich sehr schwer mit dieser Nicht-Herbst-Witterung. Es ist eigentlich eine Keine-Jahreszeit-Witterung, die uns viel abverlangt. Da ist es noch am erfolgreichsten, nicht krank zu werden bzw. sich nicht von der ersten Erkältungswelle mitgerissen zu werden. Aber auch die bloße Motivation scheint darunter zu leiden. Gut für die Konzentration wirken solche Tage auf mich schon. Aber losgekoppelt von erwartbaren Kommunikationen ist das nicht nur erfreulich. Dennoch bin ich sicher, dass wir solches verkraften, auch weil die Krisen außerhalb des eigenen natürlichen und kulturellen Umfelds viel gravierender wirken. Da liegt es nahe, gerade in diesem Naherfahrungsbereich gegenzuseuern und sich verloren gegangenen Sinn zurückzuholen. Daran kann eigentlich jeder für sich und in seiner unmittelbaren Lebenswelt mitwirken. Möge ein hoffentlich schöner Blätterherbst die Motivation und Bereitschaft dazu beflügeln.

Soziale Herausforderungen und natürliches Gleichgewicht

Diese Tage könnten herbstlicher nicht sein. Alles ist auf Transformation und intensive Innerlichkeit ausgerichtet, entsprechend zurückhaltend geben sich die Menschen in der Kommunikation. Das ist für kommunikative Aufgaben ein größeres Hindernis und erfordert besondere Anstrengungen, die Dinge im Gang zu halten und möglichst voranzubringen. Gut, dass ich soviel Geduld mitbringe und täglich Gelegenheit habe, diese Eigenschaft zu verbessern bzw. situativ passende Alternativen auszutesten. Bei so viel sozialer Herausforderung sind mir alle Momente und Phasen wertvoll, die Ausglich und Beruhigung schaffen. Die Arbeit mit der Baumsymbolik, erst Recht die Begegnung und Beobachtung von Bäumen, aber auch die kunsthandwerkliche Arbeit mit deren Holz sind für mich wichtige Ansatzpunkte, dieses Gleichgewicht immer wieder herstellen zu können, ohne die technologischen und sozial-kommunikativen Aufgaben aus dem Blick zu verlieren.

Eine enge Verwandtschaft zwischen Kunst und Kunsthandwerk

Die Arbeit am Baumkreis-Armband heute Nachmittag war eine willkommene Abwechslung von der vielen Projektarbeit, die ein so ganz andere Ausrichtung hat. Vor allem, weil sie sich mit den Gedanken, Anforderungen und Aussageabsichten anderer beschäftigt und sich alles eben um die Profildarstellung der Auftraggeber dreht. Die Arbeiten im Rahmen der Wunschbaum-Manufaktur dagegen sind höchst individuell, vollständig selbständig durchgeführt und vor allem auf eigenen Entwürfen, Ideen und Konzepten beruhend. Wenn sich das mit einem Lebensthema wie der Symbolik und Ästhetik der Bäume verbindet, finde ich das sehr rund und schlüssig. Auch für andere erkennbar schlüssig, denn anders kann man das seit über 20 Jahren anhaltende Interesse an meinen kunsthandwerklichen Erfindungen sicher nicht erklären. Da werden schon Saiten angeschlagen, die universalen Sinn und geteilte Wahrnehmungen sowie Symbolbedürfnisse betreffen. Es ist immer wieder spannend zu sehen, das Solches mittels materieller Formen erreicht werden kann. Und ich denke, dass ist es eigentlich, was im Künstlerischen liegt. Vor allem so betrachtet und so begründet ist Kunsthandwerkliches wie aus der Wunschbaum-Manufaktur kommend dem im engeren Sinne Künstlerischen sehr eng verwandt.

Kleine und große (Problem-)Themen unserer Zeit

Da können wir uns ja wirklich auf ein schönes Wochenendwetter freuen, das zum Sonntag hin den Sommer noch mal zur Geltung bringen soll. Vielleicht ja mit dem geplanten Ausflug, der traditionell bei schönem Wetter stattfand, wenn auch sonst etwas früher terminiert. Ich hoffe, es wird nach der arbeitsintensiven Arbeitswoche möglich sein, schon allein, um mal den Kopf etwas frei zu machen. Aber immerhin ist neben den Natur-, Baum- und Erntethemen in der Kommunikation der letzten Tage auch zeitweilig ein Austausch über die großen Problemlagen dieser Zeit möglich gewesen. Gut, dass das nicht nur in die Freizeit verlegt ist, sondern als vielleicht Wichtigstes auch im alltäglichen Austausch vorkommt und vielleicht dann auch erst wirksam werden kann.

Natürliche Rahmenbedingungen und symbolische Verstärkung

Eine Produktivität und Kreativität fördernde Atmosphäre herrscht in diesen Tagen sowohl in der Natur draußen als auch in der kommunikativen Sphäre. Man merkt, dass passend zum jahreszeitlichen Übergang sich auch viele Menschen in einer Transformation befinden und das durchaus fortschrittlichen Charakter trägt. Bei so viel Frust, Enttäuschung und Niedergeschlagenheit im engeren Umfeld wie im weiten Erdkreis sind solche Phasen doch einfach belebend und aufbauend. Da merkt man richtig, wie sich natürlicher Aufbruch und soziale Vitalität parallel entwickeln und sich gegenseitig stützen. Überhaupt scheinen die natürlichen Rahmenbedingungen und symbolischen Verstärkungen von außen eine große Rolle für die körperliche und seelische Gesundheit zu spielen. Das ist auch ein Grund für meine kontinuierliche Beschäftigung mit dem Symbolischen und Ästhetischen rund um die Bäume.

Die Entwicklung von Sprache im Zeitverlauf zu beobachten bleibt unverzichtbar

Ein erholsamer Sonntag, an dem ich dann doch noch zum Lesen gekommen bin. Das kommt immer noch zu kurz, ist aber manchmal trotzdem realisierbar. Für mich wie ein Luxus. Mit Lesen meine ich natürlich eine Lektüre, die nichts mit den kommunikativen Projekten zu tun hat, sondern mit Themen, die mich darüber hinaus beschäftigen, und natürlich mit der Sprache an sich. Ganz ohne diese Form der Beschäftigung mit Sprache würde etwas fehlen und das würde sich auch negativ auf meine kommunikative Arbeit auswirken, in der Sprache immer noch die Hauptrolle spielt. Da kann ich Entwicklungen nicht ignorieren oder zu sehr vernachlässigen, sie mitzuverfolgen. Denn auch die Sprache wandelt sich mit den Zeitumständen und den Menschen, die älter werden sowie mit neuen, die hinzukommen. Es ist auch gut, dass sich meine Lektüre und meine verarbeiteten Themen nicht nur auf ein Thema konzentrieren, z. B. nicht nur auf die Bäume und ihre Symbolik, sondern sehr viel breiter angelegt sind.

Sommerliches Regenintermezzo und Fortsetzung der Baumthemenkommunikation

Schade, das war der erste ziemlich sonnenlose Tag seit zwei Wochen. Und immerhin hats ein wenig geregnet, was mir einmal das Blumengießen erspart hat. Aber ab morgen wird es wohl wieder notwendig sein. Ich habe neben vielen Projektarbeiten am Nachmittag einen lang nicht mehr gewesenen Ausflug nach L. gemacht. Ein Überlandfahrt, die selbst bei trübem Wetter einen gewissen Reiz hat und wie eine Auszeit wirkt, irgendwie erholsam. Das ist nach hektischen und ruhelosen Arbeitswochen auch mal ganz willkommen. Unterdessen setzen sich gesprächsweise und auch praktisch unsere Baumobstthemen und die Verarbeitung des Baumobstes eigentlich jeden Tag aufs Neue fort. Auch im Gespräch mit Externen ist das immer wieder ein Thema, das so schnell nicht abreißen wird. Morgen werde ich mich voraussichtlich auf anderer Grundlage den Bäumen widmen, eine private Manufakturarbeit rund um den Baumkreis. Vielleicht wird das auch in der nächsten Auftragsarbeit nach langer Unterbrechung solcher Anfragen im Mittelpunkt stehen.

Mit Zuversicht in das weitere Jahr nach so schwierigen Zeiten blicken

Den Garten von J. und W. in G. habe ich an diesem ersten Besuch im neuen Jahr nur im Vorbeigehen in Augenschein genommen. Wir wollten den so lange aus guten Gründen aufgeschobenen Besuch einfach für die Begegnung und das Gespräch nutzen, was wir dann auch einen langen Nachmittag bis zum Abend hinein tun konnten. Natürlich wünschen wir uns, dass J. schon bald wieder sich auch in den Garten und ums Haus herum bewegen kann und wieder mehr vom Garten, den Pflanzen und all den schönen jahreszeitlichen Veränderungen haben kann, was zurzeit eben kaum möglich ist. Ausnahmesituation dort wie auch bei uns schon seit Anfang des Jahres. Aber immerhin kann man nach all den Umständen und Kraftanstrengungen auch einmal auf eine Besserung hoffen. Und auf mehr Normalität und Alltagswohntes, was durch so viel Irritation und Durcheinander, auch in den weiteren Kreisen und der ganzen Welt, zuletzt ganz in Frage gestellt schien.

Ermutigende Highlights in zermürbenden Zeiten

Der Einundzwanzigste war gar nicht so schlecht. Etwas unruhiges Wetter und nicht ganz zum Hochsommer passend. Aber es sind auch neue Projekte ins Leben gerufen worden, und ich habe ganz gute und ehrliche Gespräche erlebt. Das ist doch schon mal klasse. Die regelmäßigere handwerkliche Arbeit mit Holz vermisse ich in diesen Wochen allerdings schon. Eigentlich ist das eine gute Zeit für dieses kunsthandwerkliche Arbeiten draußen, im Umfeld des Gartens. Aber die Menschen sind eben gerade sehr aufgeregt, unruhig, unsicher und haben Schwierigkeiten, eine Richtung und eine Mitte zu finden. Da sind die Grundvoraussetzungen für eine Aufmerksamkeit, die sich auf Symbolthemen richtet, nicht wirklich gegeben. Deshalb gestaltet sich zurzeit eher zäh. Aber es gibt zwischendurch auch immer wieder ermutigende Highlights.

Sonntägliche Traditionspflege und Gartennutzung

Wenn man wieder auf den Geschmack gekommen ist: Weil wir gestern zum ersten mal wieder die Sitzgruppe im Garten genutzt haben, war die Hürde heute Nachmittag geringer. So haben wir das gleich wiederholt und sind damit in der Nutzung dieser Aufenthaltsgelegenheit schon erfolgreicher als im Vorjahr, als es überhaupt nicht dazu kam. Bei dieser zweiten Gelegenheit wurden von unserem Besuch auch gleich die Bäume und auch die Nutzpflanzen im Garten gelobt. Und tatsächlich präsentieren die sich in diesem Sommer auch ungewöhnlich üppig und vital. Bei der Kulisse kann der Aufenthalt in der Gartenumgebung wirklich Erholung bringen, nach einer so intensiven Arbeitswoche ist das ein Segen. Eine Freude war aber auch der erste Marktbesuch, den uns zuvor den Weg nach S. hat antreten lassen. Trotz des bedeckten Himmels und zeitweiligen Regens hat das gutgetan, auch weil damit die Familientradition aufrechterhalten werden konnte, die zuletzt allzu stark vernachlässigt war, aus praktischen Gründen und leider unvermeidbar. Aber wenn es machbar ist und auch sonst stimmig, bin ich sehr dafür, an solche schönen Traditionen anzuknüpfen und dabei Menschen zu treffen, mit denen uns ein Stück Lebensweg und ähnliche Interessen verbindet.

Sommer, Maulbeeren und der Fokus auf zentralen Lebensaufgaben

Der Sommer ist heute wieder zurückgekehrt, und mit ihm einige zuletzt nicht mehr selbstverständliche Kommunikationen, die von wechselseitiger Wertschätzung und gemeinsamer Lebenserfahrung zeugen. Das ist nach langen Phasen scheinbar von Technik allein dominierten Aufgaben und Herausforderungen eine Wohltat. Ist es doch näher an dem, worum es zumindest in meinen selbstgesteckten Lebensaufgaben eigentlich geht. Man kann das zwischendurch fast aus den Augen verlieren, wenn vermeintlich Vorrangigeres alle Energie einfordert. V. berichtet von vielen schon reifen und damit erntefähigen Maulbeeren, die teilweise von den Vögeln schon attackiert werden und massenhaft schon verloren auf dem Boden liegen, weil diese Früchte sich ja schon bei geringsten Erschütterungen der Zweige lösen und herunterfallen. Das ist auch beim Pflücken eine Herausforderung, die einen zwingt, besonders vorsichtig vorzugehen. Ich schätze aber, nicht vor dem Wochenende dazu zu kommen, die erste Pflückaktion der leckeren Früchte durchzuführen. Ich bin aber jetzt schon gespannt, wie sie sich entwickelt haben und ob sie wirklich so ergiebig und zahlreich in diesem Jahr ausfallen, wie es zuletzt schien.