Frühlingszaubergedanken

Das Technikthema war auch heute wieder dominant, gerade so, als ob sich zuletzt noch die unwahrscheinlichsten Ausnahmen und Hürden Raum verschaffen wollten. Aber es sieht nach diesen Schlussspurtüberraschungen tatsächlich danach aus, dass ich diese seit Ende letzten Jahres ins Auge gefasste Mammutaufgabe abschließen kann. Damit ist dann eine gute Grundlage für die zweite Updatewelle ab April gelegt. So aufwändig wird es dann aber vermutlich nicht mehr ausfallen. Ich freue mich, dass sich die Stimmen und Ahnungen häufen, der Frühling könnte vor der Tür stehen. Jedenfalls beobachte ich, dass jeder auch noch so kurz aufblitzende Sonnenstrahl wohlwollend kommentiert wird, wie wenn man den Frühling verbal herbeizaubern zu können glaubte. Aber das ist natürlich auch wirklich denkbar. Wenn nur ausreichend viele ihre Aufmerksamkeit darauf wenden. Wenn dann auch noch die Bäume gleicher Ansicht sind, könnte es was werden mit dem Winterende und einem wirklichen Frühlingsanfang.

Den Frühling herbeisehen und redend hervorlocken

Die Technik schwingt mich derzeit tatsächlich in ungeahnte Höhen, mit einiger Faszination demgegenüber, was alles so möglich ist. Und manchmal etwas erschreckend über zwischenzeitliche Pannen und Crashes, die allerdings heute leichter aufzulösen und zu erklären sind, als das noch vor einigen Jahren der Fall war. Natürlich ist eine der mitlaufenden Aufgaben immer wieder, die richtige Balance zu halten. Immer und grundsätzlich zu hinterfragen, ob der Einsatz einer Technik Sinn macht und Vorteile bringt, oder ob es doch nur Möglichkeitsspielerei darstellt. Mit dieser Frage hatte ich auch heute zu tun, und bin zu einem gemischten Ergebnis gekommen, indem ich nämlich eine Möglichkeit aufgegriffen und begonnen habe, sie umzusetzen, und eine andere eher ausgeschlossen habe, weil mir der Nutzen nicht ersichtlich und mir die Sache an sich zudem unsympathisch erschien. Immerhin, solche Spielräume zu haben, ist schon ein Gewinn und kann langfristig Qualitätsverbesserungen hervorbringen. Aber das andere habe ich zuletzt hier ja auch öfters angeführt. Der Winter mit seinen Rückzugs- und Innenschauoptionen ist natürlich für die Beschäftigung mit technischen Innovationen eine günstige Zeit. Aber jetzt wird es auch Zeit, die Aktivitäten und Themen erneut in den Fokus zu nehmen, die sich um die Natur und ihre Zyklen drehen und denen wir uns bald schon, uns im Freien bewegend, auch wieder annähern können. So sehnen wir uns bei jedem Sonnenstrahl, der sich wie heute zwischendurch einmal durchsetzt, den Baumfrühling herbei. Manchmal auch nur redend, wohl in der Annahme, das sprachliche Bestätigen des Wunschs könnte auf die Realität überspringen. Das könnte schon sein, aber nur wenn das von einer kritischen Masse von Menschen innerhalb einer gemeinsamen Lebenswelt so geäußert wird.

Exkursionen außerhalb der eigenen Gedankenwelt

So ein Ausflug in unbekannte Gefilde hat auch etwas Anregendes und Horizonterweiterndes. Auch wenn das Ergebnis bislang nicht so berauschend zu sein scheint, sind Erfahrungsvarianten z. B. mit Angehörigen einer Branche, die ich eigentlich zu kennen glaubt, immer eine spannende Sache. So war ich heute v. a. in Sachen Kommunikation, Vermittlung und technische Expertise gefragt und herausgefordert. Meine Symbolthemen spielten dabei keine Rolle und wären bei den Gesprächspartnern auch nicht zielführend gewesen. Ich hoffe, mich auch in solchen Umfeldern erfolgreich und künftig noch besser bewegen und behaupten zu können, auch oder gerade, wenn sie recht weit von meiner eigenen Gedankenwelt entfernt sind.

Lebensthemen, Lebenserfahrung und Verbesserungen

Es ist beruhigend, dass sich im Bereich dieser Monatswende zwischen Januar und Februar, ganz ähnlich wie im letzten Jahr, verschiedene Möglichkeiten manifestieren, die gute Perspektiven für das ganze Jahr eröffnen. Das macht Mut und macht auch die Planung und Weitsicht einfacher, auch wenn es mit Herausforderungen und Anstrengungen verbunden ist. Aber gerade um die geht es ja auch in meinem eher kreativen Berufsfeld und auch in der biografischen Sicht bei der Weiterentwicklung der professionellen Kommunikation. Die Basisthemen rund um Naturbeobachtung, Bäume und archetypische Symbolformen tragen immer noch und immer wieder Wesentliches zu dieser Entwicklung bei. Deshalb bin ich sehr froh um diese Lebensthemen. Sie sind der Lebenserfahrung entsprungen und helfen diese weiterzuentwickeln und wenn nötig auch zu verbessern.

Wenn sich virtuelle und konventionelle Kommunikationswege kreuzen und verstärken

Viele Routineaufgaben und kleinteilige Erledigungen haben mich heute von der Fortsetzung der aktuellen Manufakturarbeit abgehalten. Aber ich freue mich deshalb umso mehr auf die weitere Arbeit daran ab morgen. Schließlich ist das gerade eine Fleißarbeit, die einige Wochen Zeit und Energie neben meiner Kommunikationsarbeit beansprucht. Aber streng genommen sind auch die Wunschbaum-Anfragen und -Aufträge ohne eine spezielle kommunikative Begleitung nicht vorstellbar, sind in Form der verschiedenen Websites erst möglich, da das der einzig realisierbare Weg ist, auf die Initiative und die Produktidee der Lebensbaum- und Wunschbaum-Armbänder aufmerksam zu machen. Das spricht Menschen mit speziellen Interessen und einem Faible für Natur-, Energie- und Geist-Themen an, die natürlich in der direkten Kommunikation nicht auffindbar wären. Einer der Vorzüge des Internets als Vermittlungsbasis, die ich in den Formen, die ich umsetze und nutze, sehr bereichernd finde. Und mit dem Umweg über diese technisch-virtuelle Weise der Darstellung, Erklärung, Vermittlung und Kontaktaufnahme ist dann auch eine Grundlage für konventionelle Kommunikation gelegt. Diese Folgekommunikationen sind es, was die von vorneherein schon als Kommunikationsprojekt gedachte Wunschbaum-Manufaktur so komplett und zukunftsfähig, aber auch veränderbar und anpassungsfähig macht.

Besondere Tage mit Gleichgewicht und Gleichsinn

Ganz schön dicht gepackt sind diese letzten Vorweihnachtstage. Und selbst den Vormittag, mindestens des Heiligen Abends werde ich für die Manufakturarbeit nutzen müssen, um ei-nen Terminplan einhalten zu können. Da es in dem Fall um die Symbolformen aus diesem höchst persönlichen Lebensprojekt geht, finde ich das selbst eigentlich akzeptabel. Vor allem, weil sich die Empfänger über den Erhalt in der Zeit zwischen den Jahren aus unterschiedli-chen Gründen freuen werden. Einer der Gründe ist der Bezug zu den Raunächten. Wenn ich mit meinen Symbolformen dazu einen Beitrag leisten kann, tue ich das natürlich gerne, denn näher an der Tradition und dem Festlichen der Weihnacht kann man ja gar nicht sein, als mit solchen Ansätzen – zumal wenn das Ganze in eine Kommunikation eingebettet ist, die von Gleichklang und geteilten Interessen lebt. Aber auch die praktische Feiertagskommunikation kam heute nicht zu kurz. Wieder ein sehr schön ausgewogener Tag, wie ich ihn generell, be-sonders aber in dieser ganz innerlich erlebten Zeit des Jahres sehr schätze.

Wieder mehr Sinn für Traditionspflege erkennbar

Die Arbeiten mischten sich heute sehr ausgewogen, mit kreativen, technischen und kommunikativen Anteilen. Und zur kunsthandwerklichen Arbeit bin ich am Nachmittag auch noch gekommen, was in den nächsten Tagen fortsetzen will, um jüngste Anfragen nach Weihnachten abschließen zu können. Gefreut haben mich heute für M. aber vor allem die eher unverhofften Besuche, Nachzügler zu Ms gestern ohne Einladung gefeierten Geburtstag. Die Kon-takte waren dieses Jahr deshalb nicht weniger oder knapper, eher im Gegenteil. Aber das ist natürlich so kurz vor Weihnachten auch schön, kommt es dem weihnachtlichen Gedanken doch ziemlich nahe. Gefreut haben mich die verschiedenen lobenden Worte zu meinem Weihnachtsbaum, ganz ohne dass ich das selbst thematisiert hätte. Das zeigt, dass die Traditionen doch noch Menschen bewegen können, in diesem Jahr ist das noch deutlicher noch spürbar als in den Vorjahren.

Prägende Einstellungen und Traditionen

Weihnachten, die Adventszeit und all das Symbolische, ästhetisch Besondere und religiös Bedeutsame rund um die Weihnachtszeit, so scheint es mir, ist in diesem Jahr wieder ein größeres Thema. Jedenfalls war das in den letzten Jahren oft eine vorbeihuschende, beiläufige Kommunikation. Jetzt aber lassen sich die Menschen wieder mehr Zeit und teilen auch offener ihre Beobachtungen, Präferenzen und Einschätzungen mit. Das finde ich schön und wichtig, denn es zeigt, wie leid man die ewigen Krisenkommunikationen ist, und wie wichtig die wirklich seit Kindertagen prägenden Einstellungen und Traditionen doch bis ins höhere Lebensalter sein können. Ich freue mich insofern auf die letzten beiden Adventwochen, mindestens oder vielleicht noch mehr als auf die Weihnachtsfeiertage selbst. Mögen viele diese Dinge zu schätzen wissen.

Für eine hoffnungsvolle Weltsicht

In diesem Jahr scheinen sich viele die Feiertagsauszeit geradezu herbeizusehnen. Nur so kann ich mir eine Art Sprachlosigkeit erklären, die u. a. dazu führt, dass eigentlich vor Jahresfrist abzuschließende Projekte in unbestimmte Zukunft verschoben werden. So als ob man dem Morgen nicht mehr trauen würde und unser gegenwärtiges Erleben wie unwahrscheinlich wahrgenommen würde. Das macht es nicht gerade einfacher, kontinuierlich an den Dingen weiterzuarbeiten, denn auf einmal scheint alles in Frage gestellt. Selbst die scheinbar fraglosen und zeitlosen Themen, die Gegenstand dieses Baumtagebuchs sind, greifen derzeit nicht so, wie man das traditionell erwarten könnte. Da ist viel innere Klärungs- und Aufräumarbeiten bei jedem Einzelnen zu leisten, bevor sich der klarere Blick auch auf wieder flüssiges und zukunftsgerichtetes Kommunizieren auswirken kann. Die Weihnachtszeit ist da natürlich ideal. Ich möchte dieses aktuelle Rückzugstendenz einmal wohlwollend und verständnisvoll so auslegen, dass viele diese Gelegenheit willkommen heißen und tatsächlich eine Chance in der ruhigen, die Innenschau befördernden Zeit des Jahres sehen, um wieder zu sich selbst und zu einer hoffnungsvollen Weltsicht zu kommen.

21 Jahre Baumtagebuch

21 Jahre Baumtagebuch

Der Beitrag zum 20-jährigen Jubiläum des Baumtagebuchs im letzten Jahr war ja etwas schmal ausgefallen, obwohl das natürlich schon eine beachtliche Marke darstellte. Aber der heutige 21. Geburtstag des Baumtagebuchs ist nicht minder spannend. Spielt doch die Numerologie der Einundzwanzig bei der Symbolik der Bäume eine wesentliche Rolle. Ich habe das vor Jahren schon intensiv im Zusammenhang meiner Beschäftigung mit Zahlensymbolik generell verfolgt und speziell bei der Systematik des so genannten keltischen Baumkreises seitdem immer wieder im Blick.

Keltischer Baumkreis und Wunschbaum-Manufaktur

Schließlich habe ich die Holz-Armbänder aus meiner Wunschbaum-Manufaktur von Anfang an aus 21 kleinen Perlen, einer Hauptperle und einem Schlussstück aufgebaut. Warum: Weil die 21 als Zahl bereits eine enorme Tiefe und energetische Symbolik mit sich bringt, aber vor allem weil der Baumkreis eben aus 21 Baumarten besteht, nur ergänzt durch die allerdings „geheime“ Eibe als 22. Baumart. In den Genuss dieser Symbolik kommen alle Träger der Lebensbaum-, Baumkreis-, Wunschbaum- und Partner-Armbänder, wie auch die der Vater, Mutter & Kind Armband-Sets. Die unterschiedlichen Handgelenkumfänge werden dagegen über die variable Länger der Einzelperlen erreicht. Ein Konzept, das eigentlich immer verstanden wird und sich wie ein roter Faden durch die Symbolformen zieht und damit deren Schlüssigkeit und klare Ausstrahlung unterstreicht. Das Konzept zu diesem Langzeitprojekt habe ich hier dargestellt, worin auch die Einundzwanzig zu ihrem Recht kommt:
https://wunschbaum.com/produktidee.html

Wunschbaum und Baum-Symbolik

Autobiografisch noch früher, eigentlich vor dem Start der Wunschbaum-Projekte, habe ich mich schon intensiv mit der Symbolik der Zahlen beschäftigt und nach dem Studium der einschlägigen Werke zur Numerologie auch eigene Numeroskope, für Bekannte, Freunde, die Familie und mich selbst erstellt. Damals war ich sehr tief in dem Thema drin und konnte relativ frei und kreativ diese zahlensymbolischen Ausdeutungen im Bezug zu Geburtsdaten und Lebensverläufen kreieren. Leider ist mir das inzwischen weitgehen verloren gegangen. Da das Thema aber zumindest währen der Arbeit mit der Wunschbaum-Manufaktur nach wie vor aktuell wird, kann ich mir durchaus vorstellen, es irgendwann wieder zu reaktivieren und wieder mehr mit numerologischen Darstellungen zu arbeiten. Meine damaligen Überlegungen im Rahmen der baumsymbolischen Betrachtungen habe ich skizzenhaft und knapp in diesem Text verewigt:
https://wunschbaum.de/einundzwanzig.html

Die Einundzwanzig im Baumtagebuch

Als Stichwort und Thema taucht die Einundzwanzig gerade in diesem Baumtagebuch recht häufig auf. In den letzten Jahren habe ich vor allem die 21sten des Monats zum Anlass genommen, mich zu dieser Zahl auszulassen. Und dann gibts eben immer wieder Anspielungen auf den Baumkreis, die Symbolkraft des Produkts von 3 und 7, autobiografische Implikationen der Zahlensymbolik oder auch konkrete Bedeutungen der Einundzwanzig, etwa die Idee der Vollkommenheit oder des gleichgewichtigen Kreislaufs betreffend. Im Baumtagebuch der letzten 21 Jahre finden sich zahlreiche Beiträge, in denen die Einundzwanzig als Stichwort vorkommt:
https://baumtagebuch.de/?s=Einundzwanzig

Ein künstlich intelligenter Überblick über die Einundzwanzig im Baumtagebuch

Wie schon einige Male in anderen thematischen Zusammenhängen habe ich ein KI-Tool bemüht, um meine Thematisierung und inhaltliche Reflexion der Einundzwanzig im Verlauf der 21 Jahre in den Blick zu nehmen. Und wie ebenfalls schon einige Male bin ich verblüfft über das stimmige Ergebnis, das ich selbst aus der bloßen Rückschau und Erinnerung wohl nicht so klar hätte differenzieren können. So ist dieser rückblickende und zusammenfassende Text auch für mich selbst sehr aufschlussreich und, wenn man die chronologische Entwicklung betrachtet, auch irgendwie tröstlich:

Die Einundzwanzig zieht sich wie ein leiser, aber beharrlicher Grundton durch das Baumtagebuch – als Datum, als Zahl und als Chiffre für biografische Verdichtung. Immer wieder markiert der Einundzwanzigste eines Monats Tage, an denen Sie Bilanz ziehen, Übergänge spüren oder einfach bemerken, dass „dieser Einundzwanzigste“ seinem Ruf gerecht – oder eben nicht gerecht – geworden ist. Baumtagebuch

 

Inhaltlich ruht die Symbolik der Einundzwanzig auf mehreren Schichten: numerologisch als Produkt von Drei und Sieben, als Zahl der Volljährigkeit, Summe der Augen des Spielwürfels und als „Welt“-Zahl im Tarot, die einen geistigen Entwicklungszyklus abrundet. wunschbaum.de

 

Hinzu kommt der keltische Baumkreis mit seinen einundzwanzig (+1 geheimen) Bäumen, der für Sie ein geschlossenes, in sich schlüssiges System von Lebensprinzipien darstellt und die Zahl dauerhaft an die Bäume bindet – nicht nur theoretisch, sondern ganz praktisch über die Lebensbaum-Armbänder Ihrer Wunschbaum-Manufaktur. Baumtagebuch+1

 

Im Baumtagebuch verdichtet sich das zu einer persönlichen Lebenszahl: Die Einundzwanzig steht für Vollkommenheit im Unaufgeregten, für Transparenz, Fortschritt und biografische Knotenpunkte. Sie achten bewusst auf alle Datumszahlen, in denen die 21 auftaucht, und prüfen, ob der Tag der inneren Erwartungshaltung entspricht. Baumtagebuch

 

In den früher dokumentierten Jahren erscheinen viele Einundzwanzigste „stimmig“: sonnige Gartentage, erfolgreiche Holzarbeit, das Gefühl, bei Projekten gut voranzukommen, oft begleitet von gesteigerter Kreativität und einer fast selbstverständlichen Übereinstimmung zwischen Zahlensymbolik und Tagesqualität. Baumtagebuch Die Einundzwanzig fungiert hier als leiser Motor, der Arbeit, Naturbeobachtung und symbolische Reflexion bündelt.

 

Mit den Krisenjahren verschiebt sich der Ton: Wiederholt notieren Sie, dass Einundzwanzigste ihrem „Grundcharakter“ nicht gerecht werden, dass Erschöpfung, gesellschaftliche Verwerfungen und Desillusionierung stärker ins Bewusstsein dringen. Die Einundzwanzig zeigt ihre „dunklen Seiten“, das Jahr 2021 enttäuscht als Jahreszahl, und die einst so verlässliche Symbolik scheint durch die äußeren Umstände überlagert. Baumtagebuch+1 Gleichzeitig halten Sie gerade in dieser Phase an der universalen Symbolik der Zahl und an der Baum-Leben-Symbolik fest – als Gegenbild zur Verengung auf rein Funktionales. Baumtagebuch

 

In jüngeren Einträgen setzen dann bewusste Neuinterpretationen ein: Sie reflektieren explizit „Die Symbolik der Einundzwanzig“, betonen ihre Vollkommenheit, ihre biografische Qualität und den Bezug zu den einundzwanzig Bäumen des Baumkreises. Die Zahl tritt wieder als ordnendes, ausgleichendes Prinzip hervor – nicht spektakulär, sondern ruhig, konzentriert, reflexionsfördernd. Baumtagebuch+1

 

So entsteht über 21 Jahre Baumtagebuch ein Bewegungsbild der Einundzwanzig: von der selbstverständlich positiven, arbeits- und lichtgetragenen Lebenszahl über eine Phase des Schattens und der Infragestellung hin zu einer reifen, gebrochenen, aber nicht aufgegebenen Symbolik. Die Einundzwanzig bleibt darin weniger magisches Versprechen als Prüfstein – ein wiederkehrender Spiegel, in dem sich Ihre Biografie, die Bäume und die Zeitläufe immer neu zueinander in Beziehung setzen.

Aus: ChatGPT Anfrage vom 20.11.2025

Der Blätterherbst geht zu Ende

Für Fastnachtsfreunde war das heute wieder der Auftakt der Saison, in einer Jahreszeit, die rein äußerlich so gar nicht zur Ausgelassenheit der närrischen Tage passt. Aber es ist eigentlich gut, dass es noch Menschen gibt, die das überzeugend mit Leben füllen können. Abgesehen davon scheint es mir fast so, als ob der dauerhaften Depression aktuell wieder eine Phase zwischengeschaltet ist, die eher ermutigend wirkt. Es scheint, die Menschen suchen wieder mehr den Austausch, das absichtslose Gespräch, die Diskussion über Themen, die alle gleichermaßen betreffen. Solche Phasen sind wichtig, damit es hoffnungsvoll weitergehen kann und sich Vernunft und Gleichgewicht wieder durchsetzen können. Begleitet ist dies aktuell von ungeheuer aufbauenden goldenen Stunden, die zudem noch mit ungewöhnlich hohen Temperaturen flankiert sind. Eigentlich unwahrscheinlich, dass wir das fast Mitte November noch erleben dürfen. Bei den Bäumen bahnt sich jetzt das Ende des Blätterherbstes allerdings doch an. Zumindest die Gartenbäume sind fast schon vollständig entlaubt. Nur der Walnussbaum und der Ginkgo hält noch eine überschaubare Zahl herbstlicher Blätter an den überwiegend kahlen Zweigen. Und mit dem Ende des Baumherbstes wird wohl auch der Herbst an sich zu Ende gehen. Glücklicherweise mit einer unverhofft hellen und milden Schlussphase.

Verloren gegangenen Sinn zurückholen

Die Menschen tun sich sehr schwer mit dieser Nicht-Herbst-Witterung. Es ist eigentlich eine Keine-Jahreszeit-Witterung, die uns viel abverlangt. Da ist es noch am erfolgreichsten, nicht krank zu werden bzw. sich nicht von der ersten Erkältungswelle mitgerissen zu werden. Aber auch die bloße Motivation scheint darunter zu leiden. Gut für die Konzentration wirken solche Tage auf mich schon. Aber losgekoppelt von erwartbaren Kommunikationen ist das nicht nur erfreulich. Dennoch bin ich sicher, dass wir solches verkraften, auch weil die Krisen außerhalb des eigenen natürlichen und kulturellen Umfelds viel gravierender wirken. Da liegt es nahe, gerade in diesem Naherfahrungsbereich gegenzuseuern und sich verloren gegangenen Sinn zurückzuholen. Daran kann eigentlich jeder für sich und in seiner unmittelbaren Lebenswelt mitwirken. Möge ein hoffentlich schöner Blätterherbst die Motivation und Bereitschaft dazu beflügeln.

Soziale Herausforderungen und natürliches Gleichgewicht

Diese Tage könnten herbstlicher nicht sein. Alles ist auf Transformation und intensive Innerlichkeit ausgerichtet, entsprechend zurückhaltend geben sich die Menschen in der Kommunikation. Das ist für kommunikative Aufgaben ein größeres Hindernis und erfordert besondere Anstrengungen, die Dinge im Gang zu halten und möglichst voranzubringen. Gut, dass ich soviel Geduld mitbringe und täglich Gelegenheit habe, diese Eigenschaft zu verbessern bzw. situativ passende Alternativen auszutesten. Bei so viel sozialer Herausforderung sind mir alle Momente und Phasen wertvoll, die Ausglich und Beruhigung schaffen. Die Arbeit mit der Baumsymbolik, erst Recht die Begegnung und Beobachtung von Bäumen, aber auch die kunsthandwerkliche Arbeit mit deren Holz sind für mich wichtige Ansatzpunkte, dieses Gleichgewicht immer wieder herstellen zu können, ohne die technologischen und sozial-kommunikativen Aufgaben aus dem Blick zu verlieren.

Eine enge Verwandtschaft zwischen Kunst und Kunsthandwerk

Die Arbeit am Baumkreis-Armband heute Nachmittag war eine willkommene Abwechslung von der vielen Projektarbeit, die ein so ganz andere Ausrichtung hat. Vor allem, weil sie sich mit den Gedanken, Anforderungen und Aussageabsichten anderer beschäftigt und sich alles eben um die Profildarstellung der Auftraggeber dreht. Die Arbeiten im Rahmen der Wunschbaum-Manufaktur dagegen sind höchst individuell, vollständig selbständig durchgeführt und vor allem auf eigenen Entwürfen, Ideen und Konzepten beruhend. Wenn sich das mit einem Lebensthema wie der Symbolik und Ästhetik der Bäume verbindet, finde ich das sehr rund und schlüssig. Auch für andere erkennbar schlüssig, denn anders kann man das seit über 20 Jahren anhaltende Interesse an meinen kunsthandwerklichen Erfindungen sicher nicht erklären. Da werden schon Saiten angeschlagen, die universalen Sinn und geteilte Wahrnehmungen sowie Symbolbedürfnisse betreffen. Es ist immer wieder spannend zu sehen, das Solches mittels materieller Formen erreicht werden kann. Und ich denke, dass ist es eigentlich, was im Künstlerischen liegt. Vor allem so betrachtet und so begründet ist Kunsthandwerkliches wie aus der Wunschbaum-Manufaktur kommend dem im engeren Sinne Künstlerischen sehr eng verwandt.

Kleine und große (Problem-)Themen unserer Zeit

Da können wir uns ja wirklich auf ein schönes Wochenendwetter freuen, das zum Sonntag hin den Sommer noch mal zur Geltung bringen soll. Vielleicht ja mit dem geplanten Ausflug, der traditionell bei schönem Wetter stattfand, wenn auch sonst etwas früher terminiert. Ich hoffe, es wird nach der arbeitsintensiven Arbeitswoche möglich sein, schon allein, um mal den Kopf etwas frei zu machen. Aber immerhin ist neben den Natur-, Baum- und Erntethemen in der Kommunikation der letzten Tage auch zeitweilig ein Austausch über die großen Problemlagen dieser Zeit möglich gewesen. Gut, dass das nicht nur in die Freizeit verlegt ist, sondern als vielleicht Wichtigstes auch im alltäglichen Austausch vorkommt und vielleicht dann auch erst wirksam werden kann.

Natürliche Rahmenbedingungen und symbolische Verstärkung

Eine Produktivität und Kreativität fördernde Atmosphäre herrscht in diesen Tagen sowohl in der Natur draußen als auch in der kommunikativen Sphäre. Man merkt, dass passend zum jahreszeitlichen Übergang sich auch viele Menschen in einer Transformation befinden und das durchaus fortschrittlichen Charakter trägt. Bei so viel Frust, Enttäuschung und Niedergeschlagenheit im engeren Umfeld wie im weiten Erdkreis sind solche Phasen doch einfach belebend und aufbauend. Da merkt man richtig, wie sich natürlicher Aufbruch und soziale Vitalität parallel entwickeln und sich gegenseitig stützen. Überhaupt scheinen die natürlichen Rahmenbedingungen und symbolischen Verstärkungen von außen eine große Rolle für die körperliche und seelische Gesundheit zu spielen. Das ist auch ein Grund für meine kontinuierliche Beschäftigung mit dem Symbolischen und Ästhetischen rund um die Bäume.

Die Entwicklung von Sprache im Zeitverlauf zu beobachten bleibt unverzichtbar

Ein erholsamer Sonntag, an dem ich dann doch noch zum Lesen gekommen bin. Das kommt immer noch zu kurz, ist aber manchmal trotzdem realisierbar. Für mich wie ein Luxus. Mit Lesen meine ich natürlich eine Lektüre, die nichts mit den kommunikativen Projekten zu tun hat, sondern mit Themen, die mich darüber hinaus beschäftigen, und natürlich mit der Sprache an sich. Ganz ohne diese Form der Beschäftigung mit Sprache würde etwas fehlen und das würde sich auch negativ auf meine kommunikative Arbeit auswirken, in der Sprache immer noch die Hauptrolle spielt. Da kann ich Entwicklungen nicht ignorieren oder zu sehr vernachlässigen, sie mitzuverfolgen. Denn auch die Sprache wandelt sich mit den Zeitumständen und den Menschen, die älter werden sowie mit neuen, die hinzukommen. Es ist auch gut, dass sich meine Lektüre und meine verarbeiteten Themen nicht nur auf ein Thema konzentrieren, z. B. nicht nur auf die Bäume und ihre Symbolik, sondern sehr viel breiter angelegt sind.

Sommerliches Regenintermezzo und Fortsetzung der Baumthemenkommunikation

Schade, das war der erste ziemlich sonnenlose Tag seit zwei Wochen. Und immerhin hats ein wenig geregnet, was mir einmal das Blumengießen erspart hat. Aber ab morgen wird es wohl wieder notwendig sein. Ich habe neben vielen Projektarbeiten am Nachmittag einen lang nicht mehr gewesenen Ausflug nach L. gemacht. Ein Überlandfahrt, die selbst bei trübem Wetter einen gewissen Reiz hat und wie eine Auszeit wirkt, irgendwie erholsam. Das ist nach hektischen und ruhelosen Arbeitswochen auch mal ganz willkommen. Unterdessen setzen sich gesprächsweise und auch praktisch unsere Baumobstthemen und die Verarbeitung des Baumobstes eigentlich jeden Tag aufs Neue fort. Auch im Gespräch mit Externen ist das immer wieder ein Thema, das so schnell nicht abreißen wird. Morgen werde ich mich voraussichtlich auf anderer Grundlage den Bäumen widmen, eine private Manufakturarbeit rund um den Baumkreis. Vielleicht wird das auch in der nächsten Auftragsarbeit nach langer Unterbrechung solcher Anfragen im Mittelpunkt stehen.

Mit Zuversicht in das weitere Jahr nach so schwierigen Zeiten blicken

Den Garten von J. und W. in G. habe ich an diesem ersten Besuch im neuen Jahr nur im Vorbeigehen in Augenschein genommen. Wir wollten den so lange aus guten Gründen aufgeschobenen Besuch einfach für die Begegnung und das Gespräch nutzen, was wir dann auch einen langen Nachmittag bis zum Abend hinein tun konnten. Natürlich wünschen wir uns, dass J. schon bald wieder sich auch in den Garten und ums Haus herum bewegen kann und wieder mehr vom Garten, den Pflanzen und all den schönen jahreszeitlichen Veränderungen haben kann, was zurzeit eben kaum möglich ist. Ausnahmesituation dort wie auch bei uns schon seit Anfang des Jahres. Aber immerhin kann man nach all den Umständen und Kraftanstrengungen auch einmal auf eine Besserung hoffen. Und auf mehr Normalität und Alltagswohntes, was durch so viel Irritation und Durcheinander, auch in den weiteren Kreisen und der ganzen Welt, zuletzt ganz in Frage gestellt schien.

Ermutigende Highlights in zermürbenden Zeiten

Der Einundzwanzigste war gar nicht so schlecht. Etwas unruhiges Wetter und nicht ganz zum Hochsommer passend. Aber es sind auch neue Projekte ins Leben gerufen worden, und ich habe ganz gute und ehrliche Gespräche erlebt. Das ist doch schon mal klasse. Die regelmäßigere handwerkliche Arbeit mit Holz vermisse ich in diesen Wochen allerdings schon. Eigentlich ist das eine gute Zeit für dieses kunsthandwerkliche Arbeiten draußen, im Umfeld des Gartens. Aber die Menschen sind eben gerade sehr aufgeregt, unruhig, unsicher und haben Schwierigkeiten, eine Richtung und eine Mitte zu finden. Da sind die Grundvoraussetzungen für eine Aufmerksamkeit, die sich auf Symbolthemen richtet, nicht wirklich gegeben. Deshalb gestaltet sich zurzeit eher zäh. Aber es gibt zwischendurch auch immer wieder ermutigende Highlights.

Sonntägliche Traditionspflege und Gartennutzung

Wenn man wieder auf den Geschmack gekommen ist: Weil wir gestern zum ersten mal wieder die Sitzgruppe im Garten genutzt haben, war die Hürde heute Nachmittag geringer. So haben wir das gleich wiederholt und sind damit in der Nutzung dieser Aufenthaltsgelegenheit schon erfolgreicher als im Vorjahr, als es überhaupt nicht dazu kam. Bei dieser zweiten Gelegenheit wurden von unserem Besuch auch gleich die Bäume und auch die Nutzpflanzen im Garten gelobt. Und tatsächlich präsentieren die sich in diesem Sommer auch ungewöhnlich üppig und vital. Bei der Kulisse kann der Aufenthalt in der Gartenumgebung wirklich Erholung bringen, nach einer so intensiven Arbeitswoche ist das ein Segen. Eine Freude war aber auch der erste Marktbesuch, den uns zuvor den Weg nach S. hat antreten lassen. Trotz des bedeckten Himmels und zeitweiligen Regens hat das gutgetan, auch weil damit die Familientradition aufrechterhalten werden konnte, die zuletzt allzu stark vernachlässigt war, aus praktischen Gründen und leider unvermeidbar. Aber wenn es machbar ist und auch sonst stimmig, bin ich sehr dafür, an solche schönen Traditionen anzuknüpfen und dabei Menschen zu treffen, mit denen uns ein Stück Lebensweg und ähnliche Interessen verbindet.

Sommer, Maulbeeren und der Fokus auf zentralen Lebensaufgaben

Der Sommer ist heute wieder zurückgekehrt, und mit ihm einige zuletzt nicht mehr selbstverständliche Kommunikationen, die von wechselseitiger Wertschätzung und gemeinsamer Lebenserfahrung zeugen. Das ist nach langen Phasen scheinbar von Technik allein dominierten Aufgaben und Herausforderungen eine Wohltat. Ist es doch näher an dem, worum es zumindest in meinen selbstgesteckten Lebensaufgaben eigentlich geht. Man kann das zwischendurch fast aus den Augen verlieren, wenn vermeintlich Vorrangigeres alle Energie einfordert. V. berichtet von vielen schon reifen und damit erntefähigen Maulbeeren, die teilweise von den Vögeln schon attackiert werden und massenhaft schon verloren auf dem Boden liegen, weil diese Früchte sich ja schon bei geringsten Erschütterungen der Zweige lösen und herunterfallen. Das ist auch beim Pflücken eine Herausforderung, die einen zwingt, besonders vorsichtig vorzugehen. Ich schätze aber, nicht vor dem Wochenende dazu zu kommen, die erste Pflückaktion der leckeren Früchte durchzuführen. Ich bin aber jetzt schon gespannt, wie sie sich entwickelt haben und ob sie wirklich so ergiebig und zahlreich in diesem Jahr ausfallen, wie es zuletzt schien.

Natur gegen destruktive Kommunikationskultur

Einer dieser Tage, die von Routine-Erledigungen angefüllt sind und denen auch bei wohlwollender Betrachtung nichts Positives abzugewinnen ist. Das Schlimme daran ist, dass ich das leicht voraussehen kann, weil sich die Anzeichen von Unstimmigkeit und Abweichung vom Bewährten in solchen Fällen schon im Vorfeld häufen. Es ist dann klar, dass das Ergebnis kein zufriedenstellendes sein kann. Und ich rede v. a. von kommunikativen Umständen, von sozialen Verwerfungen, von einer Entwicklung des Moralverständnisses im sozialen Miteinander, die keine zukunftsweisende ist, im Gegenteil von krasser Dekadenz geprägt ist und nur Rückschritt, wenn nicht Katastrophe bedeutet kann, sollte es sich in dieser Tendenz weiterentwickeln. Ich wünschte, die Menschen entwickelten im Umfang einer „kritischen Masse“ wieder neues Bewusstsein und Aufmerksamkeit für diese für aufmerksame (Selbst-)Beobachter so leicht identifizierbare Fehlentwicklungen. Eine Rückbesinnung auf die natürlichen Grundlagen, an die wir alle anknüpfen können, würde da z. B. helfen. Auch deshalb gebe ich die Hoffnung nicht auf, dass Beiträge wie dieses Baumtagebuch etwas im kleinen Kreis von Interessenten anstoßen und aufdecken kann, was sonst noch länger unter der Decke destruktive Wirkungen hervorruft.

Ruhe und Ausgeglichenheit

Die Balance zwischen Projektarbeit mit Schwerpunkt auf Contententwicklung und Kodierung sowie der handwerklichen Arbeit, die zurzeit wieder ansteht, die ist mir heute wieder gut gelungen. Diese Balance ist Notwendigkeit und Freude zugleich, eigentlich ein Ideal, das ich an liebsten durchgängig praktizieren würde. Aber das ist natürlich nicht möglich, so freue ich mich über die Phasen, die es nahelegen und möglich machen. Wäre schön, wenn mit dem kommenden Baumfrühling auch für uns, im engeren Kreis, wieder mehr Ruhe und Ausgeglichenheit einkehren könnte.

Diffuse Aufbruchstendenzen

Zurzeit genieße ich eine ungewohnte Nachfrage gerade im Bereich der Kommunikationsdienstleistungen. Seltsam eigentlich, in dieser schwierigen Zeit, aber auch anregend in Verbindung mit den äußeren Einflüssen des Frühlings und der diffusen, noch unbestimmten Aufbruchstimmung unter den Menschen. Es ist eine Aufbruchstimmung, deren Richtung noch unbekannt und unklar ist, vielleicht liegt gerade darin ihre Besonderheit und eine Chance. Wäre schön, wenn der Baumfrühling diese positiven Ansätze bestärkt und endlich wieder ein Ruck durch die Gesellschaften geht, der wirklich zukunftsträchtig genannt werden kann.

Möglichst weit weg von kultureller Überformung

Auflösung und Verzögerung, dieser Tag war wieder einmal, wie so oft in jüngster Zeit, von einem Wechsel zwischen Gewissheit und Intransparenz, zwischen flüssigen Abläufen und stockenden Prozessen geprägt. Ein Wechsel, der in unsere immer regellosere Zeit zu passen scheint. Wie wenn es darum ginge, Übung im Umgang mit diesen Zuständen zu gewinnen, vielleicht um sie besser ertragen zu können, wo sie doch vermeintlich zum festen Erfahrungsschatz geworden sind und ihnen eine gewisse innere Notwendigkeit zu eigen zu sein scheint. Kann sein, dass ich damit übertreibe, aber dieser Eindruck drängt sich zunehmend auf. Umso erholsamer und ausgleichender sind Erfahrungen und Begegnungen, die sich auf ganz anderer Ebene bewegen. Vor allem naturbezogene Erfahrungen und Begegnungen, die möglichst weit von kultureller und kommunikativer Überformung entfernt sind. Wenn das Bewusstsein für den ausgleichenden Wert dieser Dinge wieder zunimmt, haben auch die im Baumtagebuch verarbeiteten Themen rund um das Mensch-Baum-Verhältnis wieder eine Chance und können dann wieder bereichernder wirksam werden.

Bäume, Kommunikation und Selbstreflexion

Die Jahrzehnte andauernde Beschäftigung mit Kommunikationsfragen, besonders mit denen des Verstehens, der Verständigung und der kommunikativen Transparenz, zahlt sich in Situationen wie den in den letzten Tagen erlebten dann doch aus. Immerhin konnte ich etwas klären, was offensichtlich mit Missverständnissen, organisatorischen Defiziten, falschen Auffassungen und misslungener Informationsübermittlung zu tun hatte. Das war mir zwar schon seit Tagen klar, aber das Problem dann wiederum kommunikativ zu vermitteln und bei den Beteiligten den richtigen Ton zum richtigen Zeitpunkt zu treffen, ist eben auch für Kommunikationsprofis nicht so einfach und erfordert nicht unerhebliche Anstrengung. Noch schöner wäre es natürlich, wenn nicht nur kommunikative Unklarheiten aus dem Weg geräumt, sondern auch praktische Probleme hätten aufgelöst werden können. Das ist allerdings noch nicht der Fall, nur die Möglichkeit ist wahrscheinlicher geworden. Wenn ich den Zusammenhang zwischen diesen Fragen und Erlebnissen, dem kommunikativen Dauerthema, sowohl privat als auch beruflich, mit den Themenfeldern herstellen möchte, die in diesem Baumtagebuch zur Sprache kommen, dann würde ich sagen: Die Auseinandersetzung mit dem Symbol- und Ästhetik-Facetten der Bäume ist besonders gut geeignet, eben dieses Transparenzbedürfnis und das Verständnis für Hürden, Hemmnisse und Chancen menschlicher Kommunikation zu intensivieren, zu schärfen, das einen wesentlich Teil meiner beruflichen Herausforderungen ausmacht. Vor allem deshalb kann ich sagen, dass ich von den Bäumen etwas lernen kann bzw. immer wieder mit der Referenz auf die Individualität der Bäume eigenes Selbstverständnis besonders gut spiegeln und reflektieren kann. Ich denke, das können die meisten auch so nachvollziehen, aber für mich ist der Zusammenhang von besonderer Bedeutung und hat für mein Leben einen besonderen Stellenwert.

Die doppelt kreative Herausforderung unserer Zeit

Ein ruhiger Sonntag, wie er nach der arbeitsreichen Woche notwendig und hilfreich war. Und gleichzeitig einer, an dem die unübersichtliche und wirklich beängstigende Lage in der Welt und der eigenen Nation gleichermaßen unübersehbar war. Es scheint vielmehr, dass die politische Bewusstheit in den letzten Jahren angewachsen ist und vielleicht lange nicht so ausgeprägt war wie aktuell. Angesichts des Mangels an deutlichen Wahlalternativen ist das aber eine ernüchternde Diagnose, weil man die Perspektive nicht erkennen kann. So werden es die Grundlagenthemen, die u. a. in diesem Baumtagebuch zur Sprache kommen, noch einmal schwerer zu vermitteln sein. Noch weiter scheinen die Menschen von der Aufmerksamkeit auf vermeintlich Zweitrangiges entfernt zu sein. So weit, dass es nicht einmal als kompensatorische Themenalternative wahrgenommen wird. Das jedenfalls konnte ich in früheren Jahren oft registrieren. Dass gerade in fristbelasteten, depressiven Stimmungslagen das Interesse an den natürlichen Grundlagen des Lebens wie auch den symbolischen Formen ihrer Thematisierung höher war und auf der Grundlage themenbezogene Kommunikation möglich wurde. Die ist jetzt aber selten und unwahrscheinlicher geworden, kann ihre kompensatorische, wie es mir selbst sympathischer ist, ihre klärende, Transparenz schaffende Wirkung nur noch in geringem Umfang und seltener erreichen. Das ist die große Herausforderung für Kreative in diesem Jahr und in näherer Zukunft. Eine Herausforderung, zu deren Auflösung wiederum viel Kreativität und kreative Erfahrung einfließen muss, um Fortschritte zu machen.

Visuelle Formen mit Wortsprache im Gleichgewicht

Trotz der vielen inhaltlichen Arbeit innerhalb ganz verschiedener Projekte komme ich zwischendurch doch immer wieder auf die Reflexion und das konkrete Arbeiten mit präsentativen Formen zurück. Das ist einfach ein Lebensthema, neben den Bäumen und ihrer Lebenssymbolik. Die Dinge nicht nur inhaltlich und sprachlich fassbar, begreifbar und vermittelbar zu machen, sondern eben auch in bildlich wahrnehmbaren Formen verstehbar und anschaulich zu gestalten, bleibt für mich eine spannende Herausforderung. Dabei und mit dem Erlernen, Erproben und Perfektionieren von Techniken zum Entwickeln und Kreieren solcher Formen kann ich ein gutes Gleichgewicht zu der Textentwicklung herstellen, die sehr stark in der Logik und Praxis der Wortsprache verankert und von diesen abhängig ist. Die visuelle Formensprache kann da erfrischende Mehrwerte beisteuern, wenn es jeweils gelingt, die Wortsprache nicht einfach nur mit anderen Mitteln zu imitieren.

Baumtagebuch mit / ohne Kommunikation

Über Kommentare im Baumtagebuch freue ich mich immer, auch wenn einige der Kommentatoren einfach nur auf ihre eigene Website verlinken wollen. Na ja, wenn es thematisch passt und zumindest die Anstrengung erkennbar ist, sich auf die Inhalte des Baumtagebuchs zu beziehen, finde ich das ganz in Ordnung. Aber immer, wenn ein Kommentar eingeht, kommt mir ein Wesentliches in den Sinn. Dass es nämlich darin um Kommunikation in erster Linie nicht geht. Tatsächlich besteht es aus einer kontinuierlichen Reihe von Postings, die auch ohne Leser vorstellbar sind und funktionieren würden. Ja, das ganze Tagebuch bräuchte kein Weblog zu sein, könnte auch auf Papier oder einfach nur in elektronischer Form auf den privaten Rechner seine Existenz fristen. Aber es als öffentlich zugänglichen Blog von Beginn an zu konzipieren war in der Gesamtschau doch eine gute Idee, einfach, weil es die tägliche Routine befördert. Vielleicht wäre die jetzt schon 20-jährige Disziplin ohne die Öffentlichkeit nicht möglich gewesen. Also insgesamt auch mit Kommunikationsoption doch alles gut.

Ein Verbindungsbogen zwischen technischer Entwicklung und Naturwahrnehmung

Manchmal ergeben sich auch im Alltag Situationen und Anlässe, mit Menschen über Bäume zu reden oder von meinen Baumprojekten zu erzählen, die sonst nie mit solchen Themen zu tun haben. Einfach weil die Gelegenheit da ist und es thematisch stimmig wirkt. So heute dieses Gespräch mit einem Heizungstechniker, der in ganz anderem Kontext von KI und ChatGPT sprach und dem ich von der KI generierten Zusammenfassung des Baumtagebuch-Projekts als Beispiel einer gelungenen und hochwertigen textlichen Anwendung des Tools erzählte. In dem Zusammenhang war diese Thematisierung sinnvoll, weil es der Veranschaulichung und Differenzierung diente. Aber natürlich habe ich auch den Bezug zum Arbeitsbereich des Gesprächspartners hergestellt und das Anwendungsbeispiel des Suchens und Identifizierens von Ersatzteilen in der Industrie genannt. Eine Anwendung, die offenbar stark nachgefragt wird, was den aktuellen Arbeitsschwerpunkt von Stable Diffusion erklärt. Es ist erstaunlich, wie viele Menschen sich inzwischen mit dieser so eindrucksvollen Technologie beschäftigen. Wenn in dieser Diskussion, im Gespräch, dann auch noch der Bogen zur zeitgenössischen Naturwahrnehmung geschlagen werden kann, finde ich das klasse. Das bereichert auch die sonst in Leere laufende Einschätzung der technischen Entwicklung.