Weißdorn-Mistel

Junge Mistel an spätwinterlichem Weißdornstrauch

Das Licht war heute wieder faszinierend und hat viele Menschen hinaus in die Landschaft geführt. Zum Fotografieren ist das ideal, so dass ich die ersten Regungen des Baumfrühlings in einer Reihe von Nahaufnahmen festhalten konnte. Da war einiges sehr Interessantes dabei, was ich erst noch durchsehen und optimieren muss. Aber ein Motiv will ich an dieser Stelle schon herausgreifen, weil es ganz speziell und auch selten ist: Eine noch recht frische Mistel, die sich an einem Weißdornstrauch festgesetzt hat. Selten, dass ich das an einem niedrigen Strauch sehe, selten auch, dass es ein Weißdorn ist. Man kennt es ja v. a. von Obstbäumen, Pappeln und Eichen. Aber der Weißdorn mit einem Mistel-Schmarotzer, das ist natürlich tiefgreifende Symbolik und Baumenergie pur. Es ist ein Glücksfall, dass die Mistel sichtbar war, nicht nur, weil sie in Augenhöhe wächst, auch weil jetzt im Spätwinter die Zweige noch kahl sind und gerade beim Weißdorn erst jetzt die ersten Blätter sich auffalten.

Der Baumkreis im keltischen Refugium

Der Baumkreis war heute wieder mein Thema, repräsentiert durch die Hölzer, die von seinen insgesamt 22 Bäumen stammen. Das ist immer wieder schön, in Gestalt des Baumkreis-Armbandes sämtliche Lebensbäume im Rahmen dieses Systems vor Augen zu haben und sie verarbeiten zu können. Besonders interessant ist diesmal, dass das Armband später als Geschenk seinen Weg nach Irland machen soll. Interessant deshalb, weil das Refugium der historischen keltischen Welt ja gerade diese europäischen Inseln waren, zu denen auch Irland gehört. Wohl deshalb haben sich keltische Relikte und Reste keltischer Kultur dort am längsten gehalten und haben so bis heute eine gewissen kulturelle Bedeutung. Dass mein Armband bald in diesem Umfeld für seine Trägerin wirksam werden kann, ist ein schöner Gedanke. Auch dass sich in dem Fall neuzeitliche Konstruktion mit historischer Realität kreuzen.