Der Baumfrühling könnte kommen

Dass so ermüdende technische Fließband- und Geduldaufgaben mit diesem Dauerregen- und Spätwinterwetter zusammenfallen, ist doch eigentlich ein Glücksfall. Einer, der allerdings bei mir nicht selten eintritt. Eigentlich fallen die Aufgaben häufig sehr gut mit den Umständen und dem Rahmen ihrer Ausführung zusammen. Damit sind diese technischen Geduldsphasen ganz gut zu bewältigen. Aber ich wünsche mir jetzt bald doch wieder ein Wetter und Temperaturen, die man frühlingshaft nennen kann, um mich wieder mehr draußen aufhalten, fotografieren, handwerklich arbeiten und die ersten Gartenarbeiten machen zu können. Und den Bäumen würde ich auch wieder gerne begegnen, wenn sie ihren vitalen Start ins neue Jahr antreten. Der Baumfrühling kann von mir aus jetzt kommen.

Jahreszeiten symbolisch verlängern

Die Baumthemen sind nicht mehr nur über die Manufakturarbeit und das zuletzt auf 8 verschiedene Lebensbaum-Arten angewandte Kunsthandwerk aktuell. Auch in den gedanklich vorweggenommenen Planungen für den kommenden Frühling und in meiner redaktionellen Arbeit waren die Bäume heute wieder Thema. Interessant, dass sich diese Themenverlagerung mit dem Wechsel der Jahreszeit quasi von selbst einstellt und so oft die noch nicht angekommene Jahreszeit vorwegnimmt. Durch dieses Nachdenken, Austauschen und kreative Arbeiten ist für mich der Frühling schon jetzt präsent, auch wenn er in einem Baumfrühling noch nicht zum Ausdruck kommen konnte. Aber er liegt eben schon in der Luft – oder fliegt durch die Gedanken. Schön, dass ich jede Jahreszeit auf diese Weise verlängern und stärker mit den angrenzenden verschränken kann.

Warten auf die ersten vegetabilen Frühlingszeichen

Auch dieser letzte Tag des Januar hat kaum noch Sonnenstunden mehr gebracht. Damit war das wirklich einer der dunkelsten Januare, die mir in Erinnerung sind. Die Menschen sind entsprechend auch biorhythmusgeschädigt aus diesem Jahresanfang hervorgegangen. Es kann nur aufmunternder und motivierender werden, und da wären erste Frühlingszeichen hilfreich. Natürlich – das erste Blattgrün werden wir wohl erst im März mit den jungen Blättern der Spitzahorne sehen. Meist noch etwas früher kommen die Blüten einiger frühblühender Gehölze, wie des Haselstrauchs und der Erle und dann eben auch der Spitzahorne, bei denen Laub und Blüte anfangs kaum zu unterscheiden sind, sind sie doch nur durch Nuancen ihrer Gelb-Grünen Färbung unterscheidbar. Die Zeit bis zu diesen ersten vegetabilen Frühlingszeichen müssen wir wohl noch überstehen. Dafür wünsche ich uns genügend Widerstandskraft und Geduld.

Chiliernte und Arbeit mit dem Herbstlaub der Gartenbäume

Das Kleinschneiden der schon seit einigen Tagen zum Trocknen ausgelegten Chilishoten war heute ziemlich aufwändig. Vor allem, weil ich bei diesen ziemlich ausgerieften Exemplaren unbedingt möglichst viele Samenkerne sichern wollte. Es sind noch deutlich mehr grüne Schoten an den Pflanzen herangewachsen, nur ist nicht damit zu rechnen, dass die alle auch zumindest gelb werden. Und da bin ich mir nicht sicher, ob das enthaltene Saatgut dieselbe Qualität hat wie das der ausgereiften Exemplare. Bei den Glocken-Chilis, den roten Habaneros und den Bhut Jolokias dürfte ich ausreichend Samen gesammelt haben. Bei Caronlina Reaper könnten es zumindest ausreichend viele werden, um in der neuen Saison ein weiteren Versuch mit der Art zu starten. Vorn den drei Pflanztöpfen mit dieser Art sind zumindest zwei ganz gut gewachsen, tragen aber verhältnismäßig wenige Früchte. Oft war es zuletzt so, dass der Ertrag und die Wuchsfreudigkeit beim zweiten Anlauf deutlich besser waren. Das hoffe ich auch bei Corolina Reaper und vor allem bei den Habanero Chocalte, denn die stehen mir nur in einem Pflanzgefäß zur Verfügung und die sind noch seltener. DA kommt es dann auf jedes einzelne Samenkorn an. Gefallen würde mir mehr davon auf jeden Fall, weil die bräunliche Färbung der reifen Schoten schon besonders ist. Am Nachmittag hat das Zusammenrechen und verstauen des abgefallenen Herbstlaubs der Gartenbäume viele Stunden ausgefüllt. Eine unglaubliche Biomasse ist da angefallen, auch weil die Bäume eben deutlich ausladendere Kronen und mehr Blätter als in den Vorjahren tragen. Aber das Ganze ist auch irgendwie schön, weil wir so die Jahreszeit ganz bewusst noch einmal mitverfolgen und hautnah erleben können. Ich denke, noch eine weitere Herbstlaub-Gartenaktion dürfte noch folgen. Aber dann sind die Gartenbäume endgültig auf die kahle Winterzeit eingestellt.

Aufbauende Licht-Herbst-Tage

Solche sehr sonnenreichen Tage im Herbst wie dieser sind einfach belebend. Ich hoffe, die Chilis haben davon profitiert und werden doch noch überwiegend ausreifen. Sehr schöne Exemplare habe ich schon gesammelt und zum Trocknen ausgelegt. Ansonsten ist die Erntesaison eigentlich abgeschlossen. Und dank der jetzt trockeneren Tage und eher milden Nächte halten sich auch die Blätter der Bäume noch länger als erwartet in typisch herbstlicher Verfassung, bevor sie abfallen. Könnte sein, dass wir dieses Jahr einmal ein eher lichtes Allerheiligen erleben dürfen. Extrem nebliges, nasses und dazu noch kaltes Wetter zu Allerheiligen hatten wir schon allzu oft. Eines dieser sonnenreichen Allerheiligenereignisse passt auf andere Weise zur besonderen Bedeutung dieses Feiertags.

Doch noch passable Herbststimmungstage

Es scheinen doch noch recht passable Herbsttage nachzukommen. Jedenfalls sind die Temperaturen gerade mild zu nennen, wenn sich auch die Sonne dabei rar macht. Aber bei den Chilis merke ich, dass die zuletzt fast schon verloren geglaubten Schoten doch noch ins Reifestadium übergehen. Sehr langsam zwar, aber ich denke, es kann noch eine respektable Ernte auch der neuen Sorten geben, gerade weil die Nächte eben noch nicht frostig sind und die Pflanzen somit ihr Laub noch halten können. Gießen ist wegen des vielen Regens zuletzt kaum noch nötig. Eigentlich eine sehr arbeitsarme Sache jetzt, ich kann mich auf das Ernten, sortieren und Extrahieren der Samen für die nächste Saison konzentrieren. Und der Blätterherbst der Bäume dehnt sich ebenfalls erfreulich aus, da sich noch viele Herbstblätter an den Zweigen gehalten haben. Damit haben wir viel mehr von der ästhetisch ansprechenden Jahreszeit.

Kultur aus der Natur

Es war ja geplant, insofern konnte ich die Exkursionen mit M. heute ganz gut mit der Projektarbeit vereinbaren. Und zwischendurch habe ich dann doch noch an meinen Projekten weiterarbeiten können. Na ja, das ganz tolle Ergebnis haben die Konsultationen heute nicht erbracht, aber eben auch keine Katastrophen. Das nehmen wir mal zum Anlass, das Beste daraus zu machen. Immerhin können wir uns auf kurze Phasen mit sonnigen Spots in diesen Tagen freuen. Und darüber, den Garten und die Blumen schon auf Allerheiligen und den Beginn des Winters vorbereitet zu haben. Das wäre während der Wochen auch knapp geworden. Diese jahreszeitlichen Bezüge, Rituale und Traditionen sind für uns von besonderem Interesse und werden deshalb auch bewahrt und aktiv gepflegt. Es ist dies ein grundlegendes kulturelles Bedürfnis mit vegetabilen Zügen, die viel weiter gehen als meine spezielle Beschäftigung mit der Erscheinung und Symbolik der Bäume. Es geht darin um die Wahrnehmung des Natürlichen in unserem Umfeld generell. Und dass wir uns immer wieder die Wechselwirkung der umgebenden mit der Menschennatur vergegenwärtigen und wie daraus Außernatürliches, eben Kultur hervorgehen kann.

Geheimnisse des Rückzugs und des Neuaufbruchs

Diese schöne Herbstsonne, die gestern bei meinem Spaziergang zumindest phasenweise hervorkam und die Baumlandschaft in besonders atmosphärisches Licht getaucht hat, war heute Mittag wieder da. Deshalb habe ich die Gelegenheit erneut für eine kurze Runde genutzt. Allzu selten sind diese Momente geworden, selbst über den Sommer, der in diesem Jahr so extrem verregnet war. In Kombination mit einem großen Arbeitsvolumen waren das nicht die besten Voraussetzungen für das regelmäßige Erkunden der Landschaft. Leider ist das in 2025 zu kurz gekommen, umso mehr versuche ich im letzten Quartal etwas von den jahreszeitlichen Besonderheiten aufzunehmen und zu verarbeiten. Obwohl die Baumlandschaft in diesen Tagen vordergründig so reizarm wirkt, strahlt sie doch eine besondere Innerlichkeit und Präsenz aus. Man spürt förmlich, wie sich die Natur auf den großen Rückzug vorbereitet, immer den Neuaufbruch des kommenden Frühlings schon im Blick. Aber diese Neuaufbruch setzt eben den vorherigen Rückzug voraus. Es muss alles in einem geordneten Gleichgewicht aufeinander folgen. Und wie die Abfolgen und Zeiträume der Transformation konkret ausfallen, das variiert in jedem Jahr wieder aufs Neue. Das Konkrete in diesen Prozessen gehört zu den großen Geheimnissen, von denen wir noch nicht allzu viel wissen.

Winterpflanzung mit jahreszeitlichem Sinn und Familientradition

Dieses Jahr haben wir die Vorbereitung oder besser Umstellung des Gartens auf die Winterzeit sehr gut terminiert. Denn in den Vorjahren konnten wir diese Arbeiten meist erst ganz kurzfristig vor Allerheiligen realisieren. Und auch nur deshalb, weil M. das von Kindertagen an gewohnt ist, die Sommerblumen vor Allerheiligen zu entfernen und stattdessen winterharte Blumen und Gehölze zu pflanzen. Das sind bei uns traditionell verschiedene Heide- bzw. Erika-Varianten und verschiedenfarbige Stiefmütterchen, die trotz ihrer zarten kleinen Blütenblättchen die eindrucksvolle Eigenschaft mitbringen, selbst starkem Frost standhalten zu können. Das ist über Winter immer eine große Freude für uns anzusehen, vor allem weil sich die kleinen Blumen dann bis spät ins Frühjahr hinein halten und unverwüstlich scheinen. Diesmal habe ich alle Pflanzen allein besorgt, weil das M. zu anstrengend war. Und den Tausch, das Auffrischen der Pflanzerde und das Pflanzen selbst habe ich natürlich auch selbst erledigt. Aber ich habe mich sehr gefreut, dass M. später dazu kam und die Pflanzgefäß vorbereitet und nach dem Pflanzen für eine sauberes Bild gesorgt hat. Ich finde, im Ergebnis ist uns das wieder sehr gut gelungen. Auch die Auswahl der Farben selbst, und die Kombination zwischen Heide und Stiefmütterchen, konnten wir sehr abwechslungsreich und stimmig arrangieren. Das ist ein gutes Gefühl, weil solche Dinge eine Möglichkeit sind, vielleicht die beste, jahreszeitliche Umbrüche kulturell zu reflektieren, dabei bewusst wahrzunehmen und sie formal begreifbar zu machen. Ein großer Gewinn und eine große Bereicherung ist das, wie ich finde. Und es hat eben sehr viel auch mit Familientradition und mit einem geteilten Bewusstsein für den besonderen Wert dieser vegetabilen jahreszeitlichen Traditionen zu tun.

Das vermeintliche Verschwinden der Jahreszeiten

Der erste Tag seit Langem, der tatsächlich wie goldener Oktober wirkte. Wenn es doch wenigstens eine Woche anhalten würde, damit wir wirklich den schon ausgefallenen Altweibersommer kompensieren können. Klar, dass genau diese Witterung den Herbst beflügelt, denn bei kalten Nächten und sonnendominierten Tagen mit Licht sehen sich die Bäume besonders motiviert, ihre grünen Blattbestandteile abzuziehen, sich quasi aus der aktiven Wachstumsphase zurückzuziehen. Für uns ist dann ein jahreszeitliches Faszinosum, das nie seine Wirkung verlieren wird. Dass sich die Jahreszeiten, und so auch der Herbst in den Farben und der Konsistenz der Baumblätter spiegeln, das gehört einfach zur DNA aller Bewohner der mittleren Breiten. Und das prägt unser Symbolverständnis und unsere Kultur. Eben deshalb thematisiere ich hier so häufig das vermeintliche Verschwinden der Jahreszeiten, das an Tagen wie diesem wie eine unzutreffende Diagnose erscheinen mag.

Wieder einmal ziemlich durcheinander

Das hat nun gar nichts mehr von Altweibersommer. Sollte dies wirklich schon der Frühherbst gewesen sein, diese wenigen sonnenreichen Tage? Sieht fast so aus, gleichzeitig bange ich schon um das Wochenende, wenn der Trödelmarkt in N. ansteht, der seit letztem Jahr nach langer Unterbrechung wieder stattfindet und der traditionell bei sehr angenehmem Spätsommerwetter erlebt werden konnte. Das aber könnte in diesem Jahr schwierig werden. Warten wir’s ab und hoffen auf unverhoffte Sonnenphasen ohne Regen zwischendurch. Für die Bäume ist es eine Erholung. Aber die Blumen werden den vielen Regen gerade um diese Zeit des Jahres nicht gut vertragen. Auch für die Chilipflanzen ist das nicht ideal, die gerade jetzt viel Sonne und möglichst auch Wärme benötigen, um ihre Schoten wirklich zur Reife zu bringen. Ist wieder einmal alles ziemlich durcheinander. verführt.

Rätselhafte Jahreszeiten

Immerhin ist im Laufe des Tages eine Erwärmung spürbar gewesen, nachdem wir einige wirklich unangenehme, lauwarme und nasse Tage erleben mussten. Ganz unpassend zur Jahreszeit, in der es normalerweise sonnenreich und frühherbstlich warm sein sollte. Aber normal ist eigentlich nichts mehr. Ich fürchte auch, dass wir dieses Jahr wieder keinen schönen Blätterherbst erleben werden. Denn bei solchem Wetter bleiben die Bäume weitgehend grün, und ob die so anregende und eindrucksvolle Herbstfärbung überhaupt noch über Wochen zu sehen sein wird, scheint aktuell ungewiss. Möglicherweise wird das Grün abrupt in einen schnell verlaufenden Laubfall umschlagen, so dass der Baumherbst wieder einmal nahezu ausfällt und gleich in Frühwinter übergeht. Wieder so eine Unregelmäßigkeit, die einen ratlos macht.

Jahreszeitlich herausfordernde Tage

Die arbeitsintensiven, eher unkommunikativen und jahreszeitlich herausfordernden Tage gehen zurzeit in Serie. Auch heute haben wir einen solchen erlebt. V. hat den Tag über die reifen Weintrauben hinterm Haus zurückgeschnitten und gelesen, zum größten Teil jedenfalls, und will daraus in den nächsten Tagen einen Rotweinvorrat fürs kommende Jahr in die Wege leiten. Morgen werde ich wohl noch einiges an Grünzeug vom Rückschnitt entsorgen und alles sauber machen müssen. Und einige Pfirsiche hängen auch noch an dem in diesem Jahr so üppig fruchtenden Baum. Vielleicht werde ich nochmal zwei Blechkuchen damit backen. Dann wäre es aber mit dem Kapitel der Kuchenproduktion für dieses Jahr für mich genug. Überhaupt kann ich mich nicht erinnern, dass dieses spezielle Thema einen so großen Raum schon einmal eingenommen hätte.

Gartengrün und Gartenbäume zwischen Sommer und Herbst

Das ist mit dem zwischenzeitlich satten Regen natürlich ein ideales Wachstumswetter, zumal die Restwärme des Spätsommers noch nicht ganz verflogen ist. Man kann beobachten, wie das Grün sich fast täglich mehr Raum greift und einem letzten Höhepunkt entgegenstrebt. Auch der Efeubewuchs auf unserer Mauer und über der Grotte ist in den letzten Wochen wieder explodiert und hat lange neue Triebe gebildet, die von der Mauer abstehen und demnächst wieder zurückgeschnitten werden müssen. Dann wahrscheinlich das letzte Mal für dieses Jahr. Und auch bei den Obstbäumen geht jetzt alles dem Abschluss der Saison entgegen. Nur die Äpfel sind noch nicht ganz so weit. Die Nashi-Birnen können noch einige weitere Tage zum Ausreifen gebrauchen. Und bei den Feigen weiß man eigentlich nie. Die bewegen sich manchmal wochenlang überhaupt nicht. Und dann finde ich bei genauerem Hinsehen doch noch einzelne, dann sogar sehr große und wohlschmeckende dicke Feigenfrüchte, über die sich M. besonders freut, weil es sich um Früchte des persönlichen Lebensbaums handelt. Aber auch nach dem Abschluss der Baumobstsaison ist von den Gartenbäumen und denen in freier Baumlandschaft noch viel Anregendes zu erwarten. Vor allem ein möglichst typischer, farblich kontrastreicher und farbgesättigter Baumherbst wäre schön. Noch schön, wenn der mit milder Temperatur und viel Licht begleitet ist. Dann nämlich kommen die Herbstfarben erst richtig zur Geltung, und nur dann kommt die ungebremste Herbststimmung in ihrer positiven, lebensfrohen Ausformung zur Geltung.

Hoffnung auf einen schönen warmen Baumherbst

Gestern war wirklich so etwas wie ein vorläufiger Höhepunkt des Frühherbstes. Denn heute gings gleich in die andere Richtung: Viele kühler, viel weniger Sonne und auch sonst alles in angespannter Atmosphäre. Gut, dass vorher und zwischendurch immer wieder solche Entspannungsphasen kommen, bei denen man denkt, die Welt ist fast wieder in Ordnung. So hoffe ich, dass wir von den angehäuften Energievorräten zehren und damit die Herausforderungen des Alltags bewältigen können. Die sind nicht geringfügig und machen sich ständig aufs Neue bemerkbar. Unterdessen richten sich unsere Gedanken schon deutlich in Richtung des Winters, des Jahresabschlusses, sogar an den Einkauf von Heizstoffen denken wir jetzt schon. Aber vorher hätte ich doch noch gerne einen schönen Baumherbst, mit viel warmem Licht und Herbstfarben, wie sie sich so unvergleichlich in der Herbstfärbung der Blätter widerspiegeln. Mit dem Altweibersommer in seiner angenehmen Form könnte es noch etwas werden, wenn nur ein wenig von der Atmosphäre des gestrigen Sonntags in den nächsten Wochen durchdringen will.

Bäume als Aufmerksamkeitslenker

Das Hin und Her beim Wetter sind wir ja schon gewöhnt. So stellen wir uns nach diesen Tagen mit wenig Sonne für das Wochenende auf wieder fast sommerliche Temperaturen und viele mehr Sonne ein. Gut so, denn das bedeutete den Start in einen schönen Altweibersommer. Natürlich wäre es klasse, wenn der mindestens 2-3 Wochen anhalten könnte. Das ist in Betrachtung der jahreszeitlichen Veränderung der Bäume, in diesem Zwischenstadium zwischen Sommer und Herbst, eine auch ästhetisch sehr anregende Phase, in der auch viel Aufbruchstimmung und Mut bei uns Menschen begünstigt ist. Und das benötigen wir aktuell dringender denn je. So bin ich sicher, dass die Bäume und ihre jahreszeitlich typische Ausstrahlung weiterhin einen ganz wesentlichen Beitrag zu unserer seelischen Gesundheit leisten – so wir sie auch immer bewusst wahrnehmen und in ihrem stetigen Wandel aufmerksam beobachten.

Kreativität fördernde Übergangszeit

Ende August, das bedeutet schon, dass der Sommer hinter uns liegt. Etwas, das ich während des Hochsommers immer im Blick habe, und doch ist es dann irgendwann so weit, verbunden mit einem melancholisch angehauchten Gefühl von Herbst. Alles in der Natur, der Baumlandschaft, der Erscheinung des Gartens deutet darauf hin, zeigt dieses an: Der Sommer hat seinen Höhepunkt schon deutlich hinter sich, aber der Herbst ist noch nicht angekommen. Beginn einer dieser Übergangszeitphasen, die nach meinem Empfinden besonders reizvoll und kreativitätsfördernd sein können. Nicht unbedingt entspannend und erholsam, aber doch anregend, motivierend, auf Veränderung ausgerichtet und Veränderung begünstigend. Das ist es, was mir an diesem ruhigen Sonntag vor allem vor die Seele getreten ist.

Zwischen den Hochzeiten des Sommers und des Baumherbstes

Noch so ein Wachstums-Spätsommerwetter-Tag, der ganz geeignet war, komplizierte Projektarbeiten konzentriert voranzubringen. Denn an solchen Tagen ist es stiller als gewöhnlich und man kann sich besser auf die eigene Sache konzentrieren, ohne abgelenkt zu werden. Da ist es zusätzlich von Vorteil, wenn ich beim Blicke durchs Fenster oder einem kurzen Gang durch den Garten zwischendurch in üppiges Baum-Grün und auf opulente Baumfrüchte blicken kann, die die Szene farblich akzentuieren und so wunderbar lebendig und reif wirken, wie es nur im Spätsommer möglich ist, wenn die Vegetation ihrem absoluten Lebenshöhepunkt entgegenstrebt – und ihn zum Teil sogar schon überholt hat. Ein bisschen melancholisch kann man da auch werden. Aber da behalte ich mir lieber für die Hochzeit des Baumherbstes vor.

Den Frühling an den Bäumen erkennen

Es war ein Einundzwanzigster, aber vor lauter Geschäftigkeit habe ich gar nicht auf die herausragenden Geschehnisse oder Anmutungen des Tages achten können. Auch ist mir nicht wirklich aufgefallen, dass es viel weniger Sonne gab als an den Tagen zuvor. Eigentlich schien es mir durchgehend hell und sonnig, aber wahrscheinlich waren heute mehr wolkige Himmelsabschnitte dabei, oder zumindest ein dichterer Hochnebel, der immer einiges an Strahlungsintensität wegnimmt. Dennoch war es ein Tag, der vermutlich wegen der unverhofft angekommenen Wärme viele Menschen nach draußen zog. In M. war um die Mittagszeit erstaunlich viel los. Wie wenn alle nur auf die Gelegenheit gewartet hätten, sich wieder mehr im Freien aufhalten zu können. Einer dort hat es gleich übertrieben und lief mit nacktem Oberkörper über die Straße. Na ja, ganz so sommerlich war es dann wohl doch noch nicht. Jetzt warte ich auf die ersten Frühlingszeichen der Bäume und hoffe, die Ahorne werden beginnen mit ihren irren gelb-grünen Blütenständen, die von Weitem wie Blätter wirken. Bald darauf kann man sie auch von den oft zeitgleich auftauchenden Blättern nur mit Mühe unterscheiden. Alles an den Spitzahornen steht aber für den frühen Baumfrühling, deutlicher, als es die Erlen und Haselsträucher anzudeuten vermögen, da deren weiblichen Blüten sehr unscheinbar und die männlichen unbunt wirken und deshalb als solche nicht wahrgenommen werden. An den Baumarten, die als Blüten erkennbare, v. a. farbintensive Blüten tragen, erkennen wir den Frühling. Eine Wahrnehmung, die ohne die früh blühenden Baumarten in derselben Intensität nicht denkbar wäre.

Jahreszeitliche Wendemarken, Baumkalender und Selbstspiegelung

Das war der kalendarische Frühlingsanfang. Nach dem keltischen Baumkalender ist er aber auf den morgigen 21. März terminiert, dem Tag der Frühlings-Tag-und-Nachtgleiche und dem Tag, der nach diesem Kalender mit der Eiche in Verbindung gebracht wird. Das wundert mich immer ein wenig, da ich den Tag eher mit der Birke assoziiere, aber die steht mit der Sommersonnenwende am 24. Juni nach dem Kalender in Verbindung. Wie auch immer, es wurden in diesem System genau die Baumarten auf die vier jahreszeitlichen Orientierungsmarken gelegt, die den meisten Menschen bekannt sind: Eiche, Birke und Buche. Nur der Olivenbaum am 23.09. fällt als mediterrane Art in diesem System aus der Reihe. Aber man darf nicht vergessen, dass das keltische Verbreitungsgebiet in seinen besten Zeiten eben auch bis in diese Regionen hinein reichte. Und ein Energie- und Kraftbaum ist der Ölbaum ja ohnehin. Am spannendsten bei all dem finde ich, dass die Systematik des Baumkalenders und des daraus abgeleiteten Baumhoroskops zwar mit dem Keltischen in Verbindung gebracht wird, tatsächlich aber nicht auf keltische Wurzeln zurückgeht. Es ist ein „moderner Mythos“, wie es einmal in einem Wikipedia-Artikel genannt wurde. Dennoch stelle ich seit über 20 Jahren immer wieder fest, wie stimmig die unter dem Begriff des keltischen Baumkalenders veröffentlichten Konstrukte und Ausformulierungen doch sind. Und dass viele Menschen etwas damit anfangen, es mit ihrer Persönlichkeit und selbstbeobachtend mit ihren Eigenschaften verbinden können. Die Idee der Selbstspiegelung in der Symbolkraft der Bäume findet in dem System einen sehr greifbaren und schlüssigen Ausdruck.

Natürliche Verstärkung, die entlasten kann

Schade, den ganz sonnendurchwirkten März werden wir dieses Jahr wohl nicht erleben. Solche Märze gab es auch schon, in denen die Summe der Sonnenstunden schon fast der eines Hochsommermonats entsprach. Aber immerhin waren es ca. 10 Tage in Serie, die richtig lichtreich ausfielen. Das kam uns im aktuellen Krisenmodus gerade recht. Diese natürliche Verstärkung von außen mobilisiert doch so einige Selbstheilungskräfte und baut psychisch ein wenig auf. Gerade da, wo die eigenen Kräfte herausgefordert und vielleicht auch überfordert sind, können wir auf diese Unterstützung natürlicher Energie von außen zählen und uns ein Stück weit dadurch entlasten. Wenn wir zwischen Frühjahr und Spätherbst am Beispiel des jahreszeitlichen Baumzyklus das Werden und Vergehen des Vegetabilen in all seinen Facetten, Farben und Formen mitverfolgen können, ist das mir in dieser langen Zeit ein Trost. Und mit der Baumsymbolik bleibt mir die Energie der Bäume auch in der dunklen und glanzlosen Jahreszeit erhalten.

Nuancen jungen Grüns im Baumfrühling

Schade, heute geht eine lange Phase ziemlich konstanten, vom Sonnenlicht dominierten Wetters zu Ende. Vorläufig, da die stabile Hochdrucklage von einer Reihe von Tiefs abgelöst wird und uns erst einmal wieder wolkiges, wechselhaftes und kühleres Wetter zurückbringt. Wäre ja auch zu schön gewesen, hätte das Traumspätwinterwetter noch länger ohne Unterbrechung angehalten. Wollen wir nur hoffen, dass sich die kommenden Tiefs nicht zusätzlich in den Gemütern, Motivationen und Kommunikationen niederschlagen. Und wollen wir hoffen, dass die zwischenzeitliche Abkühlung und das Mehr an Regen den Bäumen den besten Start in den Baumfrühling ermöglichen wird, der ja meist über Nacht ins Bewusstsein tritt, wenn nämlich die Baumlandschaft erstmals wieder erkennbare Farbtupfer aus gelblichem, frischem Grün erhält. Dieses junge Grün tritt dann immer sehr schnell in Erscheinung, bevor wenige Wochen später schon der überwiegende Anteil der Baumkronen von Nuancen eben dieses Grüns ausgefüllt sind.

Die Sehnsucht nach dem Baumfrühling

Die Arbeitswochen und damit die Zeit fliegen nur so dahin. So freue ich mich insgeheim auf das Ausschleichen des Winters, nicht nur wegen des ausgehenden Brennholzes. Auch die Bäume, das Grün, die Aufbruchstimmung zumindest in der Natur vermisse ich und sehne ich förmlich herbei. So werden hoffentlich auch wieder echte Naturfotografien zur Dokumentation des Baumfrühlings entstehen, die dem umfangreichen KI generierten Bildmaterial wieder das Vertraute entgegensetzen.

Erschreckend planloses Jahr für Wetter und Vegetation

Js Geburtstag war angenehmer als man bei so wenig Sonne und Licht hätte erwarten können. Die wie schon gestern unverhoffte lauwarme Luft hat die Lichtarmut ausgeglichen und wirkte irgendwie erholsam, nach so viel nass-kaltem und richtig winterlichem Wetter, das uns nun schon den ganzen November begleitet. In Bezug auf die Sonnenstunden dürfte dieses Jahr auch insgesamt einen einsamen Negativrekord bedeuten. Das kann man jetzt schon sagen, da normalerweise im Dezember keine Sonnenlichtwunder mehr zu erwarten sind. Mindestens das kann im neuen Jahr nur besser werden. Vielleicht ist diese merkwürdige Lichtarmut auch der Grund für die unerwartete Art, wie sich die Pflanzen entwickelt haben. So vieles hat nicht geblüht oder trug später keine oder nur sehr wenige Früchte. Bei den Obstbäumen war das fast überall so zu beobachten. Aber auch viele Stauden und Sommerblumen zeigte erschreckend wenig Vitalität oder sind zur Unzeit zu stabilem Wachstum und Blüte gelangt, nämlich bis zu 2 Monate später als normalerweise. Das ging bis zu den Schädlingen. Ich denke da an den Buchsbaumzünsler, der im Herbst auf einmal der gerade erst frisch herausgewachsenen zarten Buchsbaumtriebe innerhalb weniger Tage weggefressen hatte. Im Herbst, wenn es unter normalen Umständen längst keine Raupen mehr gibt und sich diese schon Monate vorher als Schmetterlinge entpuppt haben. Dieses mal also alles anders und so abweichend, dass man nach rationalen Erklärungen vergeblich sucht. Mal sehe, vielleicht bekommen wir ja noch einen richtigen Winter.

Poetischer Laubwurf der herbstlichen Bäume

Beim Blick aus dem morgendlichen Fenster im 1. Stock haben sich die Gartenbäume erstmals fast blattlos gezeigt. Der Ginkgo und der Nashi-Birnenbaum haben ihre Herbstblätter noch am längsten gehalten. Gerade beim Ginkgo verlief das Abwerfen des Herbstlaubs ungewöhnlich langsam, erstreckte sich über bestimmt 3 Wochen. In früheren Jahren war das in wenigen Tagen abgeschlossen, wobei der letzte Rest meist ganz plötzlich von den Ästen hinuntersegelte, durch heftigen Wind nach einer kalten Nacht z. B. begünstigt. Diesen Moment hatte ich schon einmal beobachten dürfen und hatte damals bedauert, es nicht im Video festgehalten zu haben, weil das etwas Dramatisches an sich hat und die natürliche Notwendigkeit in einer sehr poetischen Form verkörpert.

Herbstfarbenhoffnung

Schade, ich hatte mit einer Fortsetzung des hellen Herbstwetters, mit Sonne und einer Laubfärbung der Bäume gerechnet. Das hätte schön in die Entwicklung der Jahreszeit in den letzten Tagen gepasst. Aber jetzt sieht es eben doch nach Dauernässe aus, ohne Aussicht, dass sich das im Wochenverlauf wesentlich ändert. Hoffen wir auf die Unzuverlässigkeit des Wetterberichts und auf unverhoffte Überraschungen im positiven Sinne, wie wir sie in diesem Jahr so häufig schon erleben durften, neben all den Abweichungen vom Typischen und Gewohnten. Es wäre schade um die späten Früchte und natürlich um die Farbästhetik der Jahreszeit.

Unterscheidbare Jahreszeiten

Es war heute schön, die Sonne zu spüren und angenehm, wenn man sich draußen aufgehalten hat. Zumindest phasenweise war das wieder ein schöner Herbsttag, der Hoffnung auf einen goldenen Oktober machen könnte. Ich hoffe nur, dieser Eindruck wird sich in den Folgetagen bestätigen und wir erleben tatsächlich einen sonnenreichen Oktobermonat, der von einem deutlichen, an früher erinnernden Baumherbst und bunter Blattfärbung geprägt ist. Wenn das ausfällt, wie so oft in den letzten Jahren, fehlt etwas in Bezug auf unsere eingeprägten jahreszeitlichen Erwartungen. Auf Dauer ist dieses Ausfallen oder Überspringen der erkennbaren Jahreszeit etwas Lähmendes, das ich als Verlust wahrnehme. Wenn schon alles so unendlich kompliziert und schwierig geworden ist auf dieser Welt, warum sind uns dann nicht einmal wohltuende, aufbauende und motivierende Konstanten wie die unterscheidbaren Jahreszeiten unserer Kindheit vergönnt?

Herbstliches Intro

Heute hat sich die landschaftliche Atmosphäre schon herbstlicher angefühlt. Ein Vorgeschmack der kalten Jahreszeit, und auch mit deutlich weniger Sonnenlicht. Bei diesen kühleren Temperaturen und zumindest noch phasenweisem Sonnenschein sehe ich meine Chilipflanzen allerdings noch nicht gefährdet. Wenn es so länger stabil bleibt und vielleicht Anfang Oktober auch noch sonnenreicher ausfällt, können es noch sehr viele reife Chilis werden. Bei der aufwändigen Aufzucht wäre das doch ein Erfolg und würde vor allem Lust machen, im nächsten Frühjahr eine Fortsetzung zu wagen. Natürlich bin ich vor allem auf die wenigen wirklich erkennbaren Bhut Jolokia gespannt. Die genarbt aussehenden Schotenoberflächen sind bei der Einordnung der Sorte relativ eindeutig. Aber bei den viel zahlreicheren glatten und langen Schoten der Pflanzen, die nach meinen Informationen auch Geister-Chilis sein sollten, bin ich mir eben nicht sicher. Möglicherweise gibt das noch Unterarten, die sich auch im Aussehen der Schoten unterscheiden. Ich werden mich noch weitere mit diesen Sortendifferenzen beschäftigen. Was mich freut, und in dieser Saison ziemlich früh, sind die ersten und sich vermehrenden Downloads meiner Weihnachtsmotive bei den Microstock-Agenturen. Interessanterweise sind es die Erfolgsmotive der letzten Jahre, die auch diesmal wieder als erste Abnehmer finden. Die erst kürzlich ins Portfolio aufgenommenen KI-Weihnachtsbilder haben dagegen noch keine Resonanz gefunden. Es kann sein, dass die noch gar nicht in den Bereich der Sichtbarkeit vorgedrungen sind. Anscheinend braucht dieser Vorgang des an die Oberfläche gespült Werdens einige Zeit. Vielleicht wird das sogar erst im nächsten Jahr Wirkung zeigen. Ich werden mich aber auf dem Gebiet nicht entmutigen lassen und das KI-Portfolio mit atmosphärischen Weihnachtsbilder mit und auch ohne Weihnachtsbaum noch weiter ausbauen.

Jahreszeitliche Kompensationen, die guttun

Schon in den Vorjahren war dieses zu beobachten, dass gerade in dieser Zeit des jahreszeitlichen Übergangs vom Sommer in den Herbst die Arbeitsintensität und -dichte größer wird. Quasi als Vorbereitung auf die ohnehin geschäftige und immer zu knapp bemessene Vorweihnachtszeit. Das ist eigentümlich, irgendwie unerklärlich, aber auch förderlich. Denn die Tendenz, dass man sich in dieser Jahreszeit eher wieder nach drinnen zurückzieht, sich nur noch eingeschränkt draußen aufhält und sich damit auch die Art der Aktivitäten verlagert, hat den Vorteil besserer Konzentration und Fokussierung. Deshalb finde ich diese Kombination ziemlich anregend, sie fördert gerade kreative Vorhaben, aber auch technisch anspruchsvolle Projekte, weil immer weniger von außen Kommendes ablenkt und eine echte Vertiefung damit wahrscheinlicher und leichter wird. Ich hoffe, dass vor allem diese Qualitäten den Herbst bestimmen werden, nicht so sehr seine melancholischen Seiten, die zwar Innerlichkeit in ähnlicher Form befördern, aber auch Wirkungen anderer, nicht unbedingt positiver Art mit sich bringen kann. Wenn wir in diesem Jahr einen Baumherbst mit warmen Farben, und auch möglichst langanhaltend und als solcher erkennbar, erleben dürfen, dann bin ich mit dem vegetabilen und naturästhetischen Verlauf des Jahres insgesamt versöhnt. Dieser immerhin ca. zwei Wochen anhaltende Altweibersommer, den wir von seiner schönen Seite erleben durften, hat schon ein Stück weit für das Wetter- und Klimadesaster des bisherigen Jahres entschädigt. Ein goldener Oktober könnte diese Kompensation deutlicher ausfallen lassen.

Dieser Einundzwanzigste wurde durch das Bilderbuchwetter geadelt

Spektakulär wie früher war auch dieser Einundzwanzigste nicht. Auch wenn er diesmal die Herbst-Tag-und-Nacht-Gleiche markierte. Aber wettermäßig fiel er wie die Tage zuvor erstklassig und wie aus dem Bilderbuch aus. Konstantes Sonnenlicht den ganzen Tag über. Und auch noch eine angenehme milde Wärme. Am eindrücklichsten allerdings ist in dieser Zeit des Jahres das warme Licht der späten Nachmittage, wenn die Sonne tief steht und die letzten Aktivitäten des Tages mit ihren Strahlen erhellt. Schade, dass ich an diesem Nachmittag nicht an einem Lebensbaum-Armband beschäftigt war. Das hätte super gepasst. Aber auch für die heute anstehende Samstagarbeit war es das richtige Setting und hat uns allen gutgetan. Wäre schön, wenn uns diese Stimmung noch in die neue Woche begleiten würde und wir dann in einen ebenso angenehmen, wenn dann auch schon kühleren und lichtärmeren Oktober einbiegen dürften.

Ein versöhnlicher Verlauf der Jahreszeiten

Diese Tage sind für mich von dicht gedrängten Aufgaben ausgefüllt. Aber bei dem anhaltend angenehmen und sonnenreichen Altweibersommerwetter fällt mir das erstaunlich leicht. Dieser nachgeholte Sommer tut uns allen einfach gut. So können wir nur hoffe, dass er uns länger erhalten bleibt und den gebeutelten Biorhythmus wieder ins Gleichgewicht zurückbringt. Die körperlichen Befindlichkeiten innerhalb der Familie entsprechen dem noch nicht so ganz. Aber nach einem völlig missratenen Jahreszeitenjahr ist das wohl auch nicht so schnell zu erwarten. Ein goldener Oktober mit echten Baumherbstfarben wäre eine Perspektive, vor allem wenn er sich an einen ausgedehnten Altweibersommer anschließt. Wäre schön, wenn so dieses Jahr einen versöhnlichen Verlauf nähme.