Ein Anfang für mehr Gleichmaß und Unaufgeregtheit

Gut, dass der Tag so ruhig verlaufen ist, wie ich mir einen Jahresanfang idealerweise wünsche. Eben ohne Katastrophen und Dämpfer. Von denen gab es zuletzt genug, und wenn wir der Symbolik des Jahreswechsels etwas abgewinnen wollen, müssen die Umstände auch dem entsprechen. Ich erinnere mich übrigens, dass es Anfang letzten Jahres ähnlich war, dass die Menschen nämlich kurzzeitig ein echtes Motivations- und Optimismushoch erlebten, von dem meine Projektarbeit das ganze restliche Jahr gezehrt hat. Diese Hochphase war in 2025 etwas später, so Ende Januar, Anfang Februar, um kurze Zeit später in eine lange andauernde Lethargie überzugehen, die allerlei Verwirrungen, Erschöpfungen und Turbulenzen mit sich brachte. Die meisten haben das so erlebt. Wenn ich das so rückblickend betrachte, wünsche ich mir natürlich eine Wiederkehr des Hochs, möglichst nicht nur punktuell, besser länger anhaltend. Und dass die Dinge weniger dramatisch sich entwickeln wie zuletzt. Mehr Gleichmaß und Unaufgeregtheit täte gerade im neuen Jahr gut. Unsere Monatskalender sind alle aufgehängt. Auch meine großer Baumkalender am Arbeitsplatz, mit wieder wunderbaren Eindrücken unterschiedlichster Waldspaziergänge, und der Postkarten-Baumkalender, den ich mir jedes Jahr gönne. Allein diese Baumkalenderbilder sind eine gute Stütze, das ganze Jahr über, dem erwünschten Gleichmaß und der Unaufgeregtheit eine Verstärkung zu verschaffen.

Ein besonders sinngesättigter Vorweihnachtstag

Der Tag war wieder sehr dicht gedränt und mit Aufgaben nur so überfüllt. Aber das hatte ich auch nicht anders erwartet. Bei den wirklich schönen Aufgaben, die heute überwiegend auf dem Plan standen, ist mir das dennoch eine Freude und Bestätigung. Denn die Traditionspflege im Umfeld der Weihnachtsfeiertage – damit meine ich sowohl die christliche Tradition generell, als auch unsere familiäre Ausdeutung derselben – die ist mir eben immer noch wichtig. Unabhängig von Zeitgeistumbrüchen und den Erfahrungen, die man nun einmal in dieser komplizierten Welt täglich machen muss. Besonders freut es mich, dass ich es schaffe, diese Traditionspflege in einer ehrlichen und in sich stimmigen Art fortzuführen. So wie das Schmücken des Weihnachtsbaums, das ich am Vor- und Nachmittag mit viel Ruhe umsetzen konnte – um mich mit M. über das schöne und eindrucksvolle Ergebnis zu freuen. Daran hat der aus-ladende Baum mit dem schönen Astaufbau, gerade im Kronenbereich, einen wesentlichen Anteil. Aber auch die Chance, das Schmücken nicht überhastet auszuführen, sondern mit einer feierlichen Grundhaltung, die in diesen Tagen nicht mehr ganz so selbstverständlich ist. Auch für Ms Geburtstag konnte ich das Ausstehende zum Abschluss bringen. Zusammen mit unverhofft eingegangenen Aussichten auf einen lebendigen Start der Wunschbaum-Manufaktur im neuen Jahr war das eine ebenso arbeitsintensiver wie von Sinnhaftigkeit gesättigter Vorweihnachtstag.

Unvergleichliche Sehnsucht nach Feiertagen und Jahresabschluss

Viele haben sich nun doch schon in den Weihnachturlaub verabschiedet. Denn auf meine Anfragen kamen schon nur noch wenige Reaktionen. Kein Wunder, sehnen sich die Menschen doch in diesem Jahr mehr denn je zuvor nach einer Auszeit, und eigentlich danach, dass dieses Katastrophen-, Krisen- und Umbruchjahr endlich seinen Abschluss finden möge. Natürlich verbunden mit der leisen Hoffnung, dass das neue eine positive Wendung bringen mag. Ich habe meine persönliche weihnachtliche Feiertagsphase mit dem Aufstellen des Weihnachtsbaums begonnen. Die Lichterketten konnte ich anschließend auch noch anbringen und verteilen. Eine gute Grundlage, die ich mir für heute vorgenommen hatte. Jetzt habe ich am Samstag Zeit, den Baum in Ruhe zu schmücken – und hoffentlich noch Gelegenheit, die vielen anderen Aufgaben zu erledigen, die im Zusammenhang mit Weihnachten und Ms vorherigem Geburtstag noch anstehen.

Kosmisches Reset zum Jahreswechsel 2024-2025

Kosmisches Reset zum Jahreswechsel 2024-2025

Mit einer weiteren Reihe von kosmischen Neujahrskonzepten, die diesmal noch stärker in Richtung abstrakterer Bedeutung gehen, kann ich dieses Kreativjahr beschließen. Schön, dass das mit Motiven möglich ist, die der Jahreszeit und dieser besonderen Stimmung angemessen sind und diese Stimmung illustrieren. Manchmal gestaltet das diese Bildentwicklung zwar etwas gedrängt und stressig. Aber diese Dinge im zeitlich passenden Rahmen zu realisieren, ist für die Ergebnisse wichtig. Ich versuche das deshalb nicht zu verzögern oder aufzuschieben, weil es einige Tage später schon wieder unpassend sein kann. Zeitgemäß und sinnvoll gerade in diesem jetzt zu Ende gehenden und von Krisen und Krisenstimmung so stark dominierten Kalenderjahr scheinen mir solche visuellen Formen auf jeden Fall zu sein. Denn sie vermeiden jede folkloristische Denkweise, stellen sich vielmehr der so kleinteilig und kleinräumig gewordenen Problemlage und Seelenstimmung in einer den Horizont weiter machenden Form. Dass das gleich kosmische oder gar galaktische Dimensionen angenommen hat, ist vor dem Hintergrund und bei der Lebenserfahrung von fast allen kein Zufall. Es entspricht geradezu einem Bedürfnis, die Dinge einmal auf möglichst Null zurückzudrehen, um mit einem frischen Reset unabhängig von mitgeschlepptem Ballast neue (Denk-)Wege zu gehen. Der Jahreswechsel sollte dazu einen äußeren, eher formalen Anlass bieten. Ein Grund mehr, den Schalter in der angedachten Form einmal umzulegen.

Der Wunsch nach einem Ruck zum Jahreswechsel

Ich habe die Beobachtung ja schon mal formuliert. Tatsächlich scheinen viele diese Weihnachtszeit anders als gewöhnlich zu handhaben. Viele sind früher dran, was das Einstimmen auf Weihnachten angeht, scheinen in dieser Vorweihnachtswoche schon nicht mehr ganz bei ihren Projekten zu sein und gedanklich und emotional schon längst bei den Feiertagen. Wie könnte man es ihnen auch verdenken, der Wunsch nach einem Verbesserungen, Erleichterungen, Entspannung bringenden Ruck ist allzu stark geworden und verknüpft den Ausblick auf Jahresabschluss und Jahreswechsel mit gewissen Hoffnungen. Das heißt aber auch, das alte Jahr abzuschließen, am besten mit einer stimmungsvollen und authentisch gefeierten Weihnachtszeit. Heute sind die Ersatzglühbirnchen für meine defekte Lichterkette angekommen. Ich werde meine persönliche weihnachtliche Hochzeit mit dem vollständigen Erleuchten unseres Weihnachtsbaums einleiten. Mal sehen, vielleicht kann ich das schon heute Abend testen.

Jahreswechsel, Pflanzenbewusstsein und Weltenneujahr

Im dem Jahreswechsel konnte ich noch nie etwas wirklich Bedeutungsvolles erkennen. Ganz anders als in den christlichen Feiertagen, die mit so viel Sinn angereichert sind, die geradezu von diesem Sinn leben, dass einige Anstrengungen notwendig sind, um diesen Sinn immer wieder zu aktualisieren, für das eigene Leben und das der Gemeinschaft mit Leben zu füllen. Der bloße kalendarische Jahreswechsel, was könnte der uns bedeuten? In einer der Neujahresbetrachtungen Rudolf Steiners von Anfang Januar 1916 gibt er darauf eine wie so oft bei ihm verblüffende Antwort. Er vergleicht darin nämlich den im 12-Monats-Zyklus stattfindenden Wechsel der Jahre und das, was gerade im tiefsten Winter passiert, in dem die Pflanzen sich scheinbar ganz von der Erdoberfläche zurückgezogen und sich in sich hinein verzogen haben mit einem viel längeren Zyklus, den die Menschenseele alle 12000 Jahre vollzieht, wenn sie durch das astralische Bewusstsein des Leibes zog. In dieser Phase, zu jedem Jahreswechsel nach 12 Monaten wie auch alle 12000 Jahre vollzieht sich danach eine Vereinigung, eine Durchdringung verschiedener Zyklen, die in dieser Durchdringung voneinander lernen, sich gegenseitig anreichern, um dann wieder je eigene Wege zu gehen. Beim 12 Monatszyklus geht es um die Durchdringung der Pflanzenseele mit dem mineralischen Bewusstsein der Erde, die gerade zum Jahreswechsel bei größter Dunkelheit zum Tragen kommt. Es ist nach Steiner das die Zeit, in der die Pflanze Verbindung mit den Sternen, den weiten des Kosmos aufnehmen kann, ihr Bewusstsein quasi ausweitet. In anderen Zusammenhängen redet er von der Sommerszeit als der Zeit, in der die Pflanzen ihr Bewusstsein in Richtung des Kosmos ausdehnen. Ein wirkliche Zufluss aber kommt gerade am gegenseitigen jahreszeitlichen Pol statt. Und analog hat lauf Rudolf Steiner die Menschenseele, ihrem damaligen Entwickelungsstand entsprechend eine Durchdringung der Seelen mit dem astralischen Bewusstsein der Erde, die eine enorme Ausweitung der Wahrnehmungs- und Erfahrungsmöglichkeiten bedeutete, zuletzt ca. 6000 Jahre vor unserer Zeitrechnung. Das bedeutet dann auch, dass die nächste Berührung, das nächste „Weltenneujahr“ in etwa 4000 Jahren zu erwarten ist. Im weiteren Verlauf des Vortrags nimmt Steiner auch Bezug zur anthroposophischen Bewegung und den Möglichkeiten, die bis dahin geisteswissenschaftlich erreichten Erkenntnisgewinne zu nutzen, auch zum Wohle anderer. Aber natürlich stimmt es auch ernüchternd, wenn eine wirklich flächendeckende, nicht nur hellsichtig Begabten mögliche, Bewusstseinserweiterung erst in 4000 Jahren wieder erreicht sein wird. Wie weit, denke ich mir da, sind wir von wirklichem geistigen Fortschritt dann noch entfernt, wie wenig können wir eigentlich heute schon verstehen? Vielleicht ist das intuitive Wissen um die gegenwärtige Situation der Grund für meine Zurückhaltung, den Jahreswechsel als bedeutsames Ereignis zu betrachten. Vielleicht fühle ich mich nicht wirklich bewusst daran erinnert, eine wie kleiner Fortschritt zu meinen Lebzeiten auf diesem Gebiet überhaupt nur möglich ist. Ich will mich bemühen, trotzdem zuversichtlich und angesichts so kleiner, kaum messbaren Fortschritte weiterhin mutig zu bleiben.